Stephan

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Über Stephan

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  • Geburtstag 28.02.1965

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  1. Der Nachrufstrang war bisher nicht mein Lieblingsstrang. Je nach Laune habe ich ihn mal vollkommen ignoriert, mal interessiert reingeschaut. Nach meiner Erinnerung ging es da in den allermeisten Fällen recht gesittet zu. Ich finde auch einen Beitrag wie (rein fiktiv): 'Sänger xyz ist gestorben. Er hat drei wirklich starke Alben gemacht. Danach wurde seine Musik in meinen Augen zu kommerziell' völlig in Ordnung. Letztlich bringt ein solcher Beitrag doch mehr als ein 'Sänger xyz ist gestorben. Die begnadetste Stimme aller Zeiten.'. Die allermeisten Beitragsschreiber haben sich doch über hunderte Seiten ganz manierlich verhalten. Ich glaube nicht, dass man eine genaue Regel dafür aufstellen kann, was hier nun angemessen ist und wo es pietätlos wird. Der immer wieder gerne geäußerte Wunsch, man möge doch bitte alles in ganz genaue Regeln gießen, hilft beim menschlichen Zusammensein eben doch oft nicht wirklich weiter. Die jetzige Situation ist doch nicht deshalb eskaliert, weil im Falle Kohl einige Beitragsschreiber leider die Grenze dessen, was respektlos ist, deutlich anders empfunden haben als die Moderation (deren Bewertung ich hier teile). Zur Eskalation kam es, weil sich einige dieser Forumsmitglieder sich da bereits so verrannt hatten, dass sie nicht nur den Warnschuss nicht verstanden haben, sondern gegen die, in diesem Fall ziemlich eindeutige und lang etablierte, Regel verstoßen haben, im betreffenden Strang weiter zu diskutieren. Ich fände es schade, wenn dieses Fehlverhalten einiger weniger nun einen Strang, der doch lange gut funktioniert hat, kaputt machen würde.
  2. Die Regel, dass man über Tote nichts schlechtes sagen darf, halte ich auch für falsch. Ich sehe nicht, dass das Handeln eines Menschen durch dessen Tod der Kritik entzogen wird. Das geht ja schon deshalb nicht, weil man dann anderen, die eventuell noch leben, die Rechtfertigung für ihr Handeln unmöglich macht. Uns außerdem sollten wir doch aus Fehlern lernen. Dies gilt für mich bereits für Normalbürger, erst Recht für Personen der Zeitgeschichte. Aber das bedeutet ja nicht, dass eine solche Kritik an jeder Stelle, zu jeder Zeit und in jeder Form gerechtfertigt ist. Wenn ein Mensch stirbt, so ist das immer ein trauriges Ereignis. Schon die Würde des Verstorbenen (zur Erinnerung: Menschenwürde gilt für alle) gebietet es, hier erst einmal im Respekt zu verharren. Ebenso gibt es vermutlich Menschen, denen der Verstorbene etwas bedeutet hat. Auch die Rücksicht auf deren Gefühle gebietet es in meinen Augen, sich unmittelbar nach dem Trauerfall zurückzuhalten. Ich kann mir einige Gründe vorstellen, warum man von dieser Regel abweicht. Zum Beispiel, wenn derjenige für ein System stand, das zu überwinden anzustreben ist. Wenn das gefährdet wird, wenn man den Verstorbenen und sein System nicht angemessen kritisiert, so mag zeitnahe Kritik berechtigt sein. Da das System Kohl aber schon seit 15 Jahren Geschichte ist, liegt das hier nicht vor. Ein anderer Grund mögen unerträgliche Lobhudeleien sein, die eine völlig falsche Sicht auf den Verstorbenen bieten. Hat es aber in diesem Fall nicht gegeben. Ein dritter Grund wäre für mich eventuell noch, dass es sich um einen Menschheitsverbrecher wie Hitler, Stalin, Kim oder Konsorten handelt. Auch das ist hier nicht gegeben. Daher habe ich die entsprechenden Beiträge im Nachruf-Strang auch für unpassend empfunden.
  3. In allen Gruppen, in denen ich Midgard spiele (zur Zeit eine), wird ein von mir entwickeltes Excel für die Charaktererschaffung und Entwicklung benutzt. Das Excel basiert auf den M4-Regeln hat aber diverse Hausregeln eingebaut, die man per Hand gar nicht oder nur mit großem Aufwand umsetzen könnte (z.B. eine stetige Abhängigkeit der Fertigkeitswerte von den Attributen, eine Quersubventionierung zwischen Waffen und auch bei einigen anderen Fertigkeiten, ein Kaufsystem für die Charaktererschaffung). In meiner anderen Gruppe spielen wir zur Zeit Splittermond. Da hat der SL auch ein solches Excel (allerdings deutlich weniger komplex) entwickelt. Für das Spiel werden die Bögen dann ausgedruckt. Ist das Antwortmöglichkeit 2 oder 3?
  4. Ob der Vergleich passt? De facto ist Windows XP ja nicht durch Verschleiß verkehrsunsicher geworden. Es war vielmehr schon am Tage der Auslieferung verkehrsunsicher. Vermutlich dürfte ein Autohersteller, dem man ständig nachwerist, dass er von Anfang an verkehrsunsichere Autos baut, irgendwann einmal einfach keine Zulassungen für seine Modelle mehr bekommen. Erst recht, wenn er sich irgendwann einmal weigern würde, die von ihm eingebauten Fehler zu beheben. Der Vergleich hinkt, weil es offenbar völlig unrealistisch ist, größere Software-Pakete ohne Sicherheitsmängel auf den Markt zu bringen. Daher kann man an Software-Hersteller nicht die gleichen Maßstäbe anlegen, wie an Auto-Hersteller. Aber wenn der Vergleich für die Anbieter nicht passt, dann ist er vielleicht auch für die Kunden unangebracht.
  5. @BB: Worauf Ma Kai nach meiner Vermutung hinauswill ist die folgende Aussage von dir: . Das kann beim Empfänger durchaus ankommen als ein: "Natürlich könnt ihr das im Strang 'Diskussionen zu Moderationen' diskutieren. Aber Erfolgsaussichten gibt es nicht." Entsprechend kommt beim Empfänger dann der Eindruck an, dass er sich eine Diskussion hier im Strang auch schenken kann, da das Ergebnis vorher schon feststeht. Eine etwas neutralere Aussage, z.B. 'Wenn ihr was anderes wollt, dann diskutiert das bei den Diskussionen zu Moderationen. Ich sehe bisher keine Argumente, die eine Änderung der jetzigen Praxis rechtfertigen würden.' hätte vielleicht (jedenfalls für Ma Kai) eine andere Wirkung gehabt. Damit signalisiert man immerhin, dass man bereit ist, sich in seiner Überzeugung durch Argumente beeinflussen zu lassen.
  6. Ah danke. Gut versteckt.
  7. Ich finde die Funktion nicht mehr, mit der ich mir eine Vorschau meines gerade getippten Beitrags anschauen kann. Das ist insbesondere dann interessant, wenn ich mit Tags gearbeitet habe. Da sollte mir die Vorschau zeigen, ob ich das richtig gemacht habe. Weiß jemand, wo sich die Vorschausfunktion versteckt?
  8. Wenn ich es richtig verstehe, dann gibt es hier einen Zielkonflikt. Octavius wollte für seine Ideen möglichst schnell einen konstruktiven Input. Die Forumsleitung möchte, dass solcher Input später auch anderen zur Verfügung steht. Wegen der Dynamik des Schwampfs ist es plausibel, dass der schnelle Input eher kommt, wenn man dort nachfragt. Dass einige außerdem die Erfahrung gemacht haben, dass solche Nachfragen in den richtigen Strängen oft zu keinen konstruktiven Ergebnissen führen, ist bedauerlich. Das ist einer der Punkte, wo man vielleicht mal drüber nachdenken sollte, wie es dazu kommt. Ansonsten finde ich es völlig ok, wenn Octavius zunächst einmal den Weg wählt, der ihm zur Erreichung seines Ziels am Besten erscheint. Natürlich unter der Annahme, dass sich keiner derjenigen, die sich im Schwampf rumtreiben, dadurch gestört fühlt. Natürlich ist es auch legitim, wenn jemand dann sagt: 'Ich würde ja gerne was beitragen, aber nur in einem offiziellen Strang. Im Schwampf geht es bald verloren und das ist mir die Mühe nicht wert.' Wenn Octavius der Meinung ist, sein Ziel sei im Schwampf trotzdem besser aufgehoben, so ist das seine Entscheidung. Schließlich gibt es die ganze Diskussion ja nur, weil Octavius diese Idee hatte und dafür möglichst effektive Hilfe haben wollte. Ich als Nicht-Schwampfler verspüre da keinen Groll, weil mir Ideen, die mich vielleicht bereichern könnten, vorenthalten werden. Beleidigungen sollten nicht sein. Da ich den Umgangston im Schwampf nicht kenne, kann ich das für den vorliegenden Fall nicht qualifiziert beurteilen, ob es solche waren. Bei den gebrachten Beispieln kann ich mir zivilisierte Gesprächskulturen vorstellen, wo das ok wäre, und solche, wo es nicht in Ordnung wären.
  9. Schamanen und Tiermeister gibt es in Erainn doch genauso wenig.
  10. Im Quellenbuch werden auf Seite 117 die Abenteurertypen aufgezählt, die die erainnischen Zaubertänze lernen können. Dazu gehören Tiermeister (als Standard) aber nicht die Wildläufer. Das finde ich überraschend, da der Wildläufer in meinen Augen der erainnischen Kultur näher steht als der Tiermeister. Gleichermaßen kann man sich allerdings fragen, warum der Schamane, nicht aber der Druide, die Zaubertänze lernen darf. Sind Wildläufer und Druiden zu seriös, um ihre Zauber durch Herumhüpfen zu wirken, oder kann man diesen Unterschied irgendwie anders motivieren?
  11. Ich stimme Yon Attan aus vollem Herzen zu. ich hatte im vorherigen Forum auch einige Dinge eingestellt, die plötzlich nach der Forumsumstellung nicht mehr erreichbar waren. Da ich in die auch einige Arbeit investiert hatte, hat mich das damals ziemlich geärgert. Umgekehrt auch die Tatsache, dass ich einige Dinge, die ich vorher verlässlich finden konnte, plötzlich nicht mehr auffindbar waren. Wenn dieser Effekt jetzt bereits zum zweiten Mal auftritt, wäre ich stark dafür, das Experiment zu beenden.
  12. Die Abwägung zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dem Recht nicht beleidigt oder verunglimpft zu werden, ist nicht immer einfach. Von jemandem, der in vier Sätzen andere als Deppen, Vollpfosten, Idioten und Vollidioten bezeichnet, würde ich allerdings erwarten, dass er bei dieser Abwägung sehr stark auf Seiten der Meinungsfreiheit steht. Denn genauso wie das Recht nicht verletzt oder eingesperrt zu werden, gilt das Recht, nicht beleidigt zu werden, doch wohl hoffentlich unabhängig davon, wie sympathisch uns jemand ist. Die Leugnung von Straftaten ist in Deutschland aus gutem Grund nicht verboten. Die Leugnung von Völkermorden nur im Fall des Holocaust. Wobei ich schon das für eine wackelige Konstruktion halte, die meines Wissens darüber geht, dass hier eine Beleidigung der Opfer angenommen wird. Ich halte die Gesetzeslage in dem Fall aus der besonderen historischen Situation für noch für akzeptabel. Dies auf alle Völkermorde auszudehnen, lehne ich ab.
  13. Um was geht es dir? Soll ich mich entschuldigen? Nein, mache ich nicht. Und du schießt weit übers Ziel hinaus. Du unterstellst mir quasi, indem ich einen Herrn Höcke als Vollpfosten bezeichne, würde ich ihm die Menschenrechte absprechen, oder was? Für diese unterschwellige Unverschämtheit, mir so was zu unterstellen, solltest eher du dich entschuldigen! Ich hoffe sehr, ich habe deinen Beitrag falsch interpretiert. Lieber BB, in der Tat hast du mich vollkommen falsch verstanden. Ich habe bewusst von 'zugeben im Eifer des Gefechts etwas über das Ziel hinaus geschossen zu sein' und nicht von 'entschuldigen' gesprochen. Eine noch sanftere Formulierung für die Möglichkeit, zuzugeben, dass man vielleicht besser anders formuliert hätte, ist mir leider nicht eingefallen. Weiterhin bezieht sich der zweite Teil meines Postings, der bewusst durch eine Leerzeile getrennt ist, und in dem nicht du angesprochen wurdest, nicht auf den 'Vollpfosten'-Beitrag. Daher ist deine Empörung hier völlig unangebracht. Der Teil bezieht sich - ich hätte gedacht, das wurde aus der Diskussion klar - auf Beiträge in denen von Unmenschen, von Verachtung und vom Verlust des Rechts auf Meinungsfereiheit gesprochen wird.
  14. Lieber Drachenmann, mein Kopfschütteln über deine Beiträge bewegt sich in ähnlicher Größenordnung wie das über die Meinung meines Vereinskollegen. Trotzdem bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als dich gewähren zu lassen.
  15. Zunächst mal von mir ein Beispiel aus der Praxis: In unserem Tischtennisverein ist ein Spieler, der sich mir gegenüber nicht nur offen als Sympathisant der AfD erklärt hat, sondern auch zur Kriegsschuldfrage des 2. Weltkriegs eine Meinung geäußert hat, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Ist bei ihm rassistisches Gedankengut vorhanden? Weiß ich nicht. Sah auch keine Veranlassung das durch Nachfragen zu ergründen. Den afghanischen Flüchtling, der regelmäßig bei uns zum Training kommt, hat er jedenfalls meines Wissens noch nicht angepöbelt. Im Umgang ist der betreffende Spieler sicher etwas eigenwillig. Das galt aber auch schon, als ich ihn noch als Sympathisanten der SPD eingeschätzt habe. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kommt man aber ganz gut mit dem aus. Er tut auch einiges für den Verein. Halte ich denjenigen für einen Vollpfosten, einen Unmenschen oder verachte ich ihn? Definitiv nicht. Da würde schon einiges mehr dazu gehören als merkwürdige Meinungen zu vertreten. Jetzt zum allgemeinen: Die Kraftausdrücke im Ausgangspost machen für mich nur den kleinsten Teil der Diskussion aus. Wobei es natürlich am einfachsten gewesen wäre, wenn der Autor einfach mal zugegeben hätte, dass er im Eifer des Gefechts etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Was mich vielmehr stört, ist die Leichtigkeit, wie hier Leute, die eine andere Meinung haben, als Rassisten betitelt werden. Und dann, wie man das als Rechtfertigung nutzt, um diesen Menschen grundlegende Rechte abzusprechen oder sie verbal herabzuwürdigen. Ebenfalls finde ich es völlig verfehlt, Leute, die bezüglich Flüchtlingspolitik eine Änderung der augenblicklichen Politik fordern, für Verbrechen an Flüchtlingen haftbar zu machen. Mit gleichem Recht könnte man den gesamten katholischen Klerus für Morde an Abtreibungsärzten oder Kapitalismuskritiker für Morde an Wirtschaftsbossen verantwortlich machen.