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Stephan

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  • Geburtstag 28.02.1965

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    Sag ich nicht
  1. Spieler unter Stress setzen?

    Letztlich ist es die Aufgabe des Spielleiters, den Spielern ein interessantes und herausforderndes Spielerlebnis anzubieten. Dazu gehört auch, dass er entscheidet (oder zumindest vordenkt), welcher Teil der Handlung in welchem Detailgrad ausgespielt wird. Der Gang zum Klo wird in den meisten Fällen nicht mal erwähnt. In bestimmten Abenteuersituation mag es aber sein, dass der Spielleiter genau hier Anlass zur detaillierteren Betrachtung sieht. Weiterhin übernimmt der Spielleiter in vielen Fällen die Rolle der Sinne der Spielerfiguren, wie auch die Verwaltung über ihr Spielweltwissen. Auch hierbei muss er sich über den jeweils passenden Detailgrad Gedanken machen. Dabei gibt es natürlich eine breite Palette von Möglichkeiten. Z.B. von der Bereitstellung eines maßstabgetreuen Modells von Dorf und Drachen, an Hand dessen die Spieler nun vollkommen frei selber entscheiden können, was zu tun ist, bis zu einer Verdichtung zu dem Satz "Ein riesiger unbesiegbarer Drache kommt geflogen, wie alle anderen Dorfbewohner erkennt ihr, dass ihr euer Heil in der Flucht suchen müsst". Welches der jeweiligen Situation angemessen ist, muss der Spielleiter entscheiden. Im hier diskutierten Beispiel gehe ich davon aus, dass es Teil der vom Spielleiter vorgedachten Herausforderung war, eine sinnvolle Reaktion auf den heranfliegenden Drachen in knapper Zeit zu finden. Wenn in solchen Situationen immer wieder nur die Wahl zwischen 1 bis 3 vom Spielleiter vorgegebenen Handlungsoptionen gewährt wird, so wäre mir das auf die Dauer zu eintönig. Aber in bestimmten Situationen kann das natürlich angemessen sein. Ellenlange Kreisdiskussionen sind bei der von mir präferierten Herangehensweise im Spiel sowieso nur möglich, wenn das Zeitkontingent in der Spielwelt das hergibt. Erfahrungsgemäß gibt es solche Kreisdiskussionen auch im realen Leben zu Hauf. Daher halte ich die These, sie seien generell auf Spielleiter, die die Spieler verarschen wollen, zurückzuführen., für falsch. In einzelnen Fällen mag sie natürlich stimmen. Mir selber ist das Phänomen sowohl als Spielleiter als auch als Spieler bekannt, wobei man gerade als beobachtender Spielleiter da auch einige interessante Studien zum Thema Entscheidungsfindung in Gruppen durchführen kann. Insgesamt kommt das Problem aber in meinen Spielrunden selten genug vor, so dass ich nur in unerwünschten Ausnahmefällen veranlasst bin, zu der für mich systemwidrigen Maßnahme einer Stimme aus dem Off zu greifen, die die Diskussion wieder in passende Bahnen lenkt. Dass einzelne Würfelwürfe ein Abenteuer nicht scheitern lassen sollten, ist korrekt. Es handelt sich hier aber nicht um ein Alleinstellungsmerkmal von Wissensfertigkeiten, sondern gilt genauso für Würfe auf Klettern, Spuren lesen, Bannen von Zauberwerk... Ein gutes Abenteuer enthält meist mehrere Möglichkeiten voran zu kommen. Wenn der Wurf auf eine Wissensfertigkeit misslingt, dann ist das ja letztendlich der von den Regeln vorgegebene Nachweis, dass in diese Fertigkeit nicht ausreichend Punkte investiert wurden, um mit ihrer Hilfe voran zu kommen. Die eingesparten Punkte stecken dann hoffentlich in anderen Fertigkeiten, die über andere Wege nützliche Optionen schaffen. Dass einzelne Herausforderungen nicht gelöst werden können, sehe ich allerdings sowieso nicht als Problem an. Die meisten Abenteuer bieten ja eine Reihe von Teilzielen an, von denen sowieso meist nicht alle erreicht werden. Wenn der versemmelte Wurf auf Sagenkunde verhindert, dass man erkennt, dass die an den Mast des Schiffswracks genagelte Münze ein wertvolles Artefakt ist, so wurden vielleicht mehr Punkte in Tauchen investiert, was wiederum hilft, die im Laderaum verkeilte Schatzkiste zu bergen.
  2. Spieler unter Stress setzen?

    @Knispik: Wir stimmen vermutlich weitgehend bis völlig überein. Ich bringe mal ein Beispiel, wo die Zeitdauern abweichen könnten. Die Spielerfiguren stehen kurz vor einer Audienz bei König Beren. Da wird einer der Spielerfiguren ein Stück Papier zugesteckt, in dem ein komplexes Komplott unter Beteiligung diverser Clans beschrieben wird. Diese Spielerfigur hat nun 5 Minuten Zeit bis zur Audienz und sollte nun überlegen, wie sie diese Erkenntnisse in der Audienz einbringt. Gelingt der Figur nun ein EW:Landeskunde Alba, so würde ich davon ausgehen, dass der Figur, im Gegensatz zum Spieler, die in dem Brief genannten Clans und ihre Beziehungen quasi als Lebenserfahrung präsent sind. Sie verbindet mit den Namen etwas, während sie für den Spieler einfach nur austauschbare Buchstabenkombinationen sind. Dementsprechend kann die Spielerfigur den Text natürlich schneller verarbeiten. Dies könnte z.B. dadurch simuliert werden, dass dem Spieler einfach mehr Zeit zum Lesen des Briefes gegeben wird. Umgekehrt kann es auch sein, dass die Spielerfigur nur mäßig gut Albisch Lesen kann. Ein misslungener EW:Schreiben kann dann bedeuten, dass die Erfassung des Textes der Spielerfigur schwer fällt. Das kann man z.B. dadurch simulieren, dass man die Zeit, die dem Spieler zum Lesen zur Verfügung steht, reduziert.
  3. Spieler unter Stress setzen?

    Richtig. Insgesamt stellt sich immer die Frage, wie man das Geschehen auf der Spielwelt angemessen an den Spieltisch transferieren kann. Das ist eine Herausforderung, vor der der SL immer wieder steht und für die es kein Patentrezept gibt. Hier ist auch Fingerspitzengefühl gefragt. In der Drachensituation würde ich z.B. als SL vermutlich VOR dem Auftauchen des Drachen die Situation im Dorf noch einmal rekapitulieren, um sicherzustellen, dass am Tisch eine einheitliche Vorstellung von dem herrscht, was gerade los ist. Insgesamt gibt die Abhandlung von Rückfragen, während der ja bei den meisten Spielern die Gedanken trotzdem weiterarbeiten, sowie das serielle Abfragen der gewählten Handlung den Spielern sowieso noch einen zusätzlichen Puffer, der bei guter Spielführung durch den SL ausreichen sollte, eventuelle Nachteile an anderer Stelle mehr als wett zu machen. Gerade bei Diskussionen, wie jetzt weiter vorzugehen sei (sei es beim Drachen, der in zwei Minuten kommt, sei es beim Orktrupp, der in drei Stunden kommt) scheint mir die Annahme Spielzeit = Spielweltzeit sehr gut gerechtfertigt. Hier werden halt Denk- und Diskussionsprozesse aus der Spielwelt am Spieltisch recht genau abgebildet. Aber natürlich gibtes wie immer Ausnahmesituationen. Wenn die Spielweltsituation komplex ist und es z.B. plausibel ist, dass die Spielerfigur auf Grund ihres Erfahrungsschatzes die Situation viel schneller erfassen kann als der Spieler, so sollte der SL das natürlich bei seiner Zeitrechnung berücksichtigen.
  4. Spieler unter Stress setzen?

    Verstehe ich nicht. Natürlich läuft die Zeit erst ab dem Zeitpunkt, wo der SL die Situation zu Ende beschrieben hat und eventuelle Unklarheiten durch Nachfragen der Spieler ausgeräumt wurden. Sollten sich während der folgenden Zeit noch weiere Fragen ergeben, so wird die Zeit natürlich angehalten. Beispiel: Nach einer Minute kommt einer der Spieler auf die Frage: "Was weiß mein Spieler mit Sagenkunde über die Schwachstelle von Drachen?". Dann wird die Frage, ihre Abwicklung, ggf. Nachschlagen im Bestiarium... natürlich nicht berücksichtigt.
  5. Spieler unter Stress setzen?

    Aber die Herausforderung besteht doch in vielen Fällen darin, die Hinweise zu entschlüsseln oder die Gefahr richtig einzuschätzen. Wenn man immer eingreift, wenn diese Herausforderung nicht bewältigt wird, dann ist es eben keine Herausforderung mehr. Aber wie gesagt: Ich verfolge die Diskussionen der Spieler im Allgemeinen genau und mit Selbstreflexion. Wenn ich den Eindruck bekomme, dass die Spieler z.B. einen Hinweis nicht wahrgenommen haben, weil ich ihn nicht angemessen präsentiert habe, dann greife ich natürlich korrigierend ein. Das kommt durchaus öfter vor. Dieses an den Haaren herbeigezogene Beispiel düfte mindestens genauso kindisch sein, wie alles, was ich in dieser Diskussion geäußert habe.
  6. Spieler unter Stress setzen?

    Du hast die Abstraktion nicht verstanden: Es ging nicht um die konkrete Maßnahme. Die Gemeinsamkeit ist, dass in beiden Fällen es besser ist, wenn die Maßnahme nicht ergriffen werden muss. Dementsprechend bleibt es einem immer als unangenehmes Ereignis, das im betreffenden Spiel leider stattfinden musste, in Erinnerung.
  7. Spieler unter Stress setzen?

    Zunächst einmal: Spielleitern ist immer ein Kompromiss. Wenn ich als SL tatsächlich den Eindruck habe, dass hier 5-8 erwachsene Menschen völlig sinnlos ihre kostbare Freizeit vergeuden, dann kann es schon sein, dass ich auf der Metaebene eingreife. Das ist für mich aber immer eine Notlösung. Solche Ereignisse bleiben bei mir als Tiefpunkte meiner SL-Tätigkeit in Erinnerung. Entsprechend selten versuche ich sie zu halten. Ist etwa so, wie wenn ein Schiedsrichter sich genötigt sieht eine Rote Karte zu zeigen, weil das Spiel sonst aus dem Ruder läuft. Zum zweiten: Wenn es von der Spielweltlogik mehrere Möglichkeiten gibt, wie die Spielwelt reagiert, dann wähle ich durchaus unter den möglichen Ereignissen eines aus, das mir dem Spielspaß förderlich zu sein scheint. Wenn ich also den Eindruck habe, dass am Spieltisch gerade eine spannende Diskussion im Gange ist, dann kommt der NSC X vielleicht noch nicht. Hängt die Diskussion dagegen durch, so kommt er und bringt die Spieler eventuell auf neue Gedanken. Wenn aber die Spielweltlogik gebietet, dass der Drache in 2 Minuten kommt (wier in obigem Beispiel), dann kommt er in 2 Minuten.
  8. Spieler unter Stress setzen?

    Dieses Forum ist doch voll von Beiträgen, in denen Speiler ihre Leistung gewürdigt sehen wollen (oft sogar in Form von Punkten, was ich unsinnig finde), die sich nicht vom SL bevormunden lassen wollen, die befürchten nur noch die Vorgaben des SL auszuführen. Eine solche Einstellung ist für mich absurd, wenn derjenige nicht bereit ist zu seinen eigenen Fehlern zu stehen. Was wäre denn von einem Schachspieler zu halten, der stolz von seinen grandiosen Gewinnpartien erzählt, und bei dem man feststellt, dass bei jedem Fehlzug, den er machen wollte, ihm sein Trainer in den Arm gefallen ist? Für mich ist das eine Frage der Rolle. Genau wie es nicht die Rolle des Schachtrainers ist, den Spieler während des Spiels auf schlechte Zühe hinzuweisen, so ist es nicht die Rolle des SL, den Spielern ihr Diskussionsverhalten vorzuschreiben. Das hat für mich beides nichts mit 'Erziehen wollen' zu tun. Wenn der Anspruch nur ist, mit Leuten, die auch Fanatsygeschichten mögen, gemeinsam Zeit zu verbringen, dann kann man ja auch eine Buchlesung eines guten Fantasyromans abhalten.
  9. Spieler unter Stress setzen?

    Die Unfähigkeit selber eine strukturierte Diskussion zu führen ist eine (Schlecht-)Leistung der Spieler, die der Spielleiter nicht durch einen externen Eingriff entwerten sollte. Leite ich selbst, so höre ich bei solchen Diskussionen genau zu, Habe ich den Eindruck, dass in der Diskussion a) unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Spielwelt herrschen b) ein Spieler eine Information nicht hat, die die Spielfigur möglicherweise hätte (z.B. durch eine Wissensfertigkeit) so greife ich natürlich ein. Bei b) ggf. nach geheimem Wurf auf eine entsprechende Fertigkeit oder ein Attribut. Manchmal fragen die Spieler so etwas auch selber nach. Die Zeit, die zur Klärung solcher Punkte benötigt wird, wird natürlich bei der Betrachtung, wieviel Zeit die Spieler für ihre Diskussion haben (in Panthers schönem Drachenbeispiel: 2 Minuten) natürlich nicht berücksichtigt.
  10. Spieler unter Stress setzen?

    Für Anfänger gilt natürlich Welpenschutz.
  11. Spieler unter Stress setzen?

    Würde ich als SL nicht tun und wäre als Spieler auch sehr irritiert, wenn der SL es tut. Es ist doch nicht Aufgabe des SL lenkend in die Diskussionen der Spielerfiguren einzugreifen. Es sei denn es ist ein NSC beteiligt (der das dann aber gemäß seiner Agenda tut. Die könnte auch sein, die Spielerfiguren als Drachenfutter zu verheizen.). Andernfalls kann ich die Spieler ja gleich in ein Schienenfahrzeug setzen.
  12. Spieler unter Stress setzen?

    Vor langer Zeit gab es in diesem Forum mal einen Strang mit dem titel 'Sind Rollenspieler eigentlich Weicheier?' oder so ähnlich. Scheint mir tatsächlich so. Im Tischtennis bzw. im Schach droht neben dem Verlust einer Partie dann zumindest der entsprechende Abzug von Wertungspunkten. Ggf. Verlust des Mannschaftskampfs, Abstieg aus der Klasse.... Bei den beiden Hobbies habe ich und viele andere Sportskameraden schon unzählige solche Stressmomente erlebt. Trotzdem werden beide Sportarten (und für viele andere dürfte das ähnlich gelten) von vielen Menschen freiwillig und zum Spaß regelmäßig durchgeführt. Es gibt doch eine ganze Menge Menschen, die aus Stress, auch in Freizeitsituationen, ihren Spaß ziehen können. Dass das nicht jedem liegt, kann ich verstehen. Aber zu behaupten, solcher Stress sei nun per se dem Rollenspiel fremd, halte ich für unsinnig. Genauso könnte der Fernschachspieler behaupten, der beim Blitzschach entstehende Stress sei dem Schachspiel wesensfremd.
  13. Spieler unter Stress setzen?

    Nach meiner Erfahrung ist der Stress, wenn ich im Tischtennis beim Stand von 9:10 im Entscheidungssatz im Bruchteil einer Sekunde abschätzen muss, welchen Effet mein Gegner in seinen Aufschlag gelegt hat, deutlich größer als der Sress, wenn ich beim Rollenspiel in einer Kampfsituation mal in die Pötte kommen muss. Gleiches gilt, wenn ich im Schach in einer Zeitnotphase einen gegnerischen Mattangriff abwehren muss. Tischtennis und Schach spiele ich auch zum Spaß. Beides gilt auch nicht als besonders ungesund.
  14. Forum auf Version 4.2.1

    Im IE ist das nahe an der Unbenutzbarkeit. Im Chrome geht es. In meinen Augen ziehen die Hintergrundbilder aber zu viel Aufmerksamkeit auf sich. Ich wäre daher für einen deutlich schlichteren Hintergrund. Ansonsten gefällt mir das Design eigentlich auf den ersten Blick ganz gut.
  15. Möglich. Man sollte allerdings bedenken, dass Thalassa im Zyklus erst am Ende erreicht wird. Da ist schon einiges Wasser den Tuarisc runtergeflossen. Ob die Spieler da die Anknüpfungspunkte, so sie denn entstehen, überhaupt noch erkennen können?
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