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Würfeln oder spielen?

Hervorgehobene Antworten

1 Stunde her, EK schrieb:

Denkt man deine Aussagen konsequent zu Ende, nehmen Dir introvertierte Spieler den Spielspaß und müssen folgerichtig weg….

Auch dieser Spieß läßt sich mühelos umdrehen:
Denkt man Deine Aussagen konsequent zu Ende, dann nehmen Dir extrovertierte Spieler den Spielspaß und müssen folgerichtig weg...
Oder sie müssen "eingehegt" werden.

Wenn ich Dir den Spielspaß nehme und Du mir den Spielspaß nimmst, wie würdest Du dann vorgehen?
Würdest Du versuchen mich irgendwie "weg" zu machen - oder zivilisierter - mir nahelegen, die Gruppe zu verlassen?
Oder würdest Du Dir aus eigener Initiative eine andere Gruppe suchen, die besser zu Dir paßt?

Wenn die Mehrheit der Gruppe einen anderen Spielstil bevorzugt, als man selbst, dann würde ich mir eine andere Gruppe suchen.
Wenn der überwiegende Teil meinen Spielstil bevorzugt, dann würde ich es kritisch sehen, wenn diese Spieler "einhegt" werden sollten.

Francesco di Lardo

2 Stunden her, EK schrieb:

Du sagst jemand könne auch durch Regelkunde oder Pläne glänzen, wenn er eher introvertiert sei. Das hat für mich das Geschmäckle, dass diese introvertierten Spielenden zu Stichwortgebern für dein Spotlight werden…….

Was mich wirklich wundert, ist dieses wiederkehrende "der gegen mich" Denken:

Der will mich zum Stichwortgeber degradieren, der buttert mich unter, der denkt nur an sein Spotlight, der maßt sich an...

Glaubst Du wirklich, daß "der" so ist?

Francesco di Lardo

3 Stunden her, Akeem al Harun schrieb:

@Francesco di Lardo Allein, dass du einem mittellangen Beitrag von @Godrik in fünf verschiedenen Beiträgen Antwortest, von denen zwei ganz schön lang sind (TL;DR Vibes) spricht Bände.

Genau worüber "spricht es Bände"?

Magst Du die Diskussion nicht?
Magst Du nur kurze Beiträge?
Fändest Du es übersichtlicher, hätte ich die Antworten der Übersicht halber nicht aufgeteilt, wenn bei Dir selbst bei Aufteilung "TLDR Vibes" aufkommen?

Francesco di Lardo

3 Stunden her, Akeem al Harun schrieb:

Spielstil-Frage hin oder her, ich glaube nicht, dass eine Runde, die aus ausschließlich extrovertierten Spielern, die alle gaaanz tolles Rollenspiel betreiben, besteht auf Dauer funktioniert. Ich denke eher, dass es die Mischung macht.

Die Mischung macht es, dem stimme ich zu. Was im Zweifel nicht paßt, ist das Aufeinandertreffen von Extremen bzw. gegensätzlichen Einstellungen.

Francesco di Lardo

Vor 8 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Auch dieser Spieß läßt sich mühelos umdrehen:
Denkt man Deine Aussagen konsequent zu Ende, dann nehmen Dir extrovertierte Spieler den Spielspaß und müssen folgerichtig weg...
Oder sie müssen "eingehegt" werden.

Wenn ich Dir den Spielspaß nehme und Du mir den Spielspaß nimmst, wie würdest Du dann vorgehen?
Würdest Du versuchen mich irgendwie "weg" zu machen - oder zivilisierter - mir nahelegen, die Gruppe zu verlassen?
Oder würdest Du Dir aus eigener Initiative eine andere Gruppe suchen, die besser zu Dir paßt?

Wenn die Mehrheit der Gruppe einen anderen Spielstil bevorzugt, als man selbst, dann würde ich mir eine andere Gruppe suchen.
Wenn der überwiegende Teil meinen Spielstil bevorzugt, dann würde ich es kritisch sehen, wenn diese Spieler "einhegt" werden sollten.

Francesco di Lardo

Na ja, man spielt ja nicht allein Rollenspiel. Es gibt eben nun mal Mitspieler am Tisch. Wenn alle so gestrickt sind, dass sie alles in epischer Breite in wörtlicher Rede ausspielen wollen, dann dann gibt das Hauen und Stechen, weil alle gleichzeitig reden wollen, oder wenn zwei von vier ihre Spotlight-Time voll ausgespielt haben, ist der Abend vorbei (und das am besten noch virtuell über Kopfhörer, wo man sich besonders toll dazwischenquatschen kann). Sofern man nicht der einzige ist, der in der Gruppe überhaupt 's Maul aufmacht, muss man sich zurücknehmen. Zwangsläufig. Es ist nur eine Frage, wie viel.

Schön ist es halt, wenn die Mitspielenden, die eigentlich die Fähigkeit hätten, alles abzuwickeln, jede Frage zu beantworten, jede Nichtspielerfigur zu bequatschen, jede Interaktion zum Erfolg zu führen... wenn diese Leute sich von selbst zurücknehmen und nicht "eingehegt" werden müssen. Leute, die eingehegt werden müssen, damit andere auch zu "ihrem Recht" kommen, sind zwar möglicherweise sehr erfolgreich, aber damit für die anderen mehr und mehr Spaßbremsen.

Bei "Yes Minister" nennen sie das ein "unregelmäßiges Verb":
Ich maximiere den Gruppenerfolg durch Einsatz meiner rhetorischen Fähigkeiten.
Du schwätzt halt viel, aber solange Du mir den Vortritt lässt, wo es echt zählt, ist das tolerabel.
Er nimmt uns allen die Spielanteile weg, der Blödian!

3 Stunden her, Akeem al Harun schrieb:

Wenn du als Spielleitung dann aber die Tendenz hast, die Extrovertierten zu bevorzugen (was du nach eigener Beschreibung offensichtlich tust), kommen die Introvertierten automatisch unter die Räder.

Vorsicht.

Du setzt augenscheinlich "extrovertiert" mit "gutem Rollenspiel" gleich. Das tue ich nicht.

Du kannst auch einen zurückhaltenden Charakter, der nicht viel sagt, gut rollenspielen.
Ferner ist nicht jeder "extrovertierte" Spieler ein guter Rollenspieler.
Ebenso steht außer Frage, daß auch introvertierte Spieler gute Rollenspieler sein können - sie tendieren lediglich nicht dazu, extrovertierte Charaktere zu spielen.

Ferner nimmst Du an, daß extrovertierte Spieler automatisch die Introvertierten unterbuttern würden.
Glaubst Du, extrovertierte Spieler seien inhärent unfähig, anderen auch Raum für ihr Spiel zu geben?
Wenn ja, dann ist das falsch.

Francesco di Lardo

Von mir ist ja das Abenteuer "Schwarz ist die Nacht" veröffentlicht.

Abenteuerablauf

Wenn ich das leite, geht es über zwei volle "Arbeitstage". Mit viel sozialer Interaktion in wörtlicher Rede. Es gibt im Abenteuer viel zu recherchieren und es lebt u.a. von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die etwas von den Abenteurern wollen und umgekehrt.

Mir graut es davor, dass das mal an eine Gruppe gerät, die halt so spielt: OK, ich sag dem Auftraggeber, dass er jetzt halt das-und-das machen muss - OK, WW:Beredsamkeit - klacker - klacker - also der Typ macht mit. So eine Gruppe könnte das Abenteuer, alle Nebenhandlungen inbegriffen, wahrscheinlich in einem guten halben Tag durchhaben, wenn sie außerdem noch kompetent, aufmerksam und zielstrebig sind. Ich hoffe, die würden sich dann nicht verschaukelt vorkommen!

  • Ersteller
Vor 44 Minuten, Ma Kai schrieb:

"Rollen"spiel ist nicht Schauspiel, es ist das Ausspielen der Rolle, wie sie auf dem Bogen steht.

Du sprichst mir aus der Seele. Wenn ich Geschäftssinn nicht gelernt habe, aber es in meiner wörtliche Rede so darstelle, als hätte ich die Fertigkeit, dann ist das sogar schlechtes Rollenspiel. Ich spiele dann halt meine Rolle nicht.

Hingegen, wenn jemand es schafft in der wörtlichen Reden das Fehlen von Geschäftssinn auszuspielen. Ganz großes Kino! Erlebe ich nur viel zu selten. Ich schaff das auch nicht wirklich. Deswegen lass ich es lieber.

Edit:

Wobei es durchaus Schauspiel ist die Rolle so zu spielen, wie es im Drehbuch steht. Und auf Rollenspiel bezogen, so wie es auf dem Charakterblatt steht.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

  • Ersteller

Wobei es natürlich Grenzen gibt.

Kämpfe auf der Battlemap z.B. sind eher Brettspiele als Rollenspiele. Man kann zwar auch auf der Battlemap seine Rolle spielen, aber wenn jemand Probleme hat taktisch zu denken, ist es egal wie hoch sein Wert in Anführen/Kampftaktik ist.

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