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ChatGPT / KI abseits des RPG

Hervorgehobene Antworten

Vor 3 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

EU Regeln schaden eher als das sie nützen. Firmen werden leistungsfähige KI brauchen um sich zu schützen.

Regeln sind fundamental wichtig, um die Menschen zu schützen.
Aber die EU braucht ebenso leistungsfähige eigene KI, um ihre Interessen zu schützen.

Vor 4 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Das ist schon passiert.

Exakt! Eben genau so ist es.

Wer trägt hier die Verantwortung?
Die "Ingenieure", das "Management", das "KI-Unternehmen" als wirtschaftliche Entität, "der Staat", der nicht regelmentiert? Wer?
Und wer zahlt den Schaden?

Bis Gerichte sich dieser Frage auch nur nähern, sind wir bei längst bei ChatGPT v12+ mit allen zugehörigen Konsequenzen.

Man kann dies parallel anschauen bei dem gesellschatlich-sozialen Flurschaden, die die sogenannten "sozialen Medien" anrichten:

Nach mehr als einem Jahrzehnt beginnen die ersten zaghaften Versuche, diese einzudämmen. Australien und in diesen Tagen gerade Frankreich verbieten die Nutzung für Kinder und Jugendliche unter einem gewissen Alter. Dabei ist die Umsetzung ungeklärt oder funktioniert nicht richtig. Und die Gerichtsprozesse darum haben noch nicht einmal begonnen. Bis dies in weiteren 10 bis 15 Jahren - vielleicht - durch ist, ist es längst zu spät.

Ein Trump, ein Orban sind längst gewählt, die davon profitieren und deshalb einen Teufel tun werden, diese Entwicklungen einzuhegen. Im Gegenteil, denn sie sind eine Grundlage ihrer Macht. In ein paar Wochen werden wir nach den Landtagswahlen in den östlichen Bundesländern die "deutsche Variante" davon beobachten können.

Abgesehen davon ist es ein Herumdoktoren an Symptomen aber nicht an der Ursache.
Verursacher sind ganz klar die Plattformanbieter, die sich in Sachen Verantwortung einen schmalen Fuß machen, obgleich sie - mittlerweile vielfach belegt - ganz genau wissen, was ihre Algorithmen anrichten.

Der Versuch im Nachhinein zu regeln, kommt zu spät und wird zu wenig erreichen.
Es braucht schon jetzt bzw. schon längst Reglementierung für den Schutz nach innen.
Nach außen ist zum Selbstschutz die Rücksichtslosigkeit zu spiegeln, mit der man von dort konfrontiert wird.

Das ist brachial teuer.
Das ist rasend schwierig und teils unpopulär.
Das ist m.E. nach am Ende aber "billiger", als sich zum Spielball, Produkt oder Objekt machen zu lassen.

Ohne "Sicherheit" im weitesten Sinne ist "alles nichts".
Die "Knarre" im weitesten Sinne, über die Du gebietest, muß so groß sein, daß man Dich (bzw. die Knarre) respektiert.
Wenn Du dann Deine "Knarre" nicht ungeniert einsetzt, um andere zu unterwerfen, dann sind wir vielleicht in der Nähe von etwas, was man Demokratie nennen könnte.

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

Vor 9 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Wer trägt hier die Verantwortung?
Die "Ingenieure", das "Management", das "KI-Unternehmen" als wirtschaftliche Entität, der Staat, der nicht regelmentiert? Wer?
Und wer zahlt den Schaden?

Der Fall den ich meine war einfach nur eine Wildlaufende OpenClaw Instanz die aktiv Rufmord betrieben hat um ihr vorgegebenes Ziel zu erreichen.

Vor 11 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Der Fall den ich meine war einfach nur eine Wildlaufende OpenClaw Instanz die aktiv Rufmord betrieben hat um ihr vorgegebenes Ziel zu erreichen.

Was - noch - vergleichweise "harmlos" ist. Und doch wieder nicht im geringsten "harmlos".

Die von mir gestellten Fragen nach der Verantwortlichkeit stellen sich freilich in diesem Fall ganz genauso.

Vor 2 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Was - noch - vergleichweise "harmlos" ist. Und doch wieder nicht im geringsten "harmlos".

Die von mir gestellten Fragen nach der Verantwortlichkeit stellen sich freilich in diesem Fall ganz genauso.

Das spannende ist: Wir reden von LLMs. Statistikmaschinen. Sie machen nur das, was sie durch ihre Trainingsdaten lernen.

Vor 1 Minute, Abd al Rahman schrieb:

Das spannende ist: Wir reden von LLMs. Statistikmaschinen. Sie machen nur das, was sie durch ihre Trainingsdaten lernen.

Und die LLMs bzw. Statistikmaschinen sind dabei, in unglaublichem Tempo und gigantischer Masse das Netz mit Inhalten zu fluten.

Das sind dann die "neuen Trainingsdaten" von morgen.

Man könnte also sagen, daß die Trainingsdaten, nach denen die KI giert, in zunehmendem Maße zu degenerieren drohen als sich selbst verstärkender Teufelskreis.

Ein Blick auf die "Vorschlagsliste" bei YouTube, wenn man sich dort ohne Account und große Cookie-Historie einloggt, illustriert dies so eindrucksvoll wie erschreckend.

Es ist - in gigantischem Stil - das, was der notorische Steve Bannon gesagt hat:

"The Democrats don't matter... The real opposition is the media. And the way to deal with them is to flood the zone with shit".

Sein Ausspruch war zwar hier auf die Demokratische Partei in den USA gemünzt.
Aber es liegt nicht ganz fern, daß dieser Ansatz auch mit Blick auf die Demokratie als System funktioniert.

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

  • 3 Wochen später...
Zeit: 17.7.2026 um 12:49, Ma Kai schrieb:

Was haltet Ihr eigentlich hiervon? https://mammouth.ai/pricing
Erspart mir das die Entscheidung, bei welcher KI ich denn nun ein Bezahl-Account holen soll, weil ich dann alle habe?

Ich habe vor ein paar Wochen mein ChatGPT-Abo zugunsten eines Mammouth-Abos gekündigt. Bislang konnte ich noch nicht feststellen, dass die Modelle deutlich schlechter wären, allerdings ist das auch schwer zu beurteilen. Mir genügt auch bislang der kleinste Account für 12 Euro, was ein klarer Preisvorteil gegenüber dem günstigsten Tarif bei ChatGPT ist.

Ein klarer Vorteil ist, dass man damit sehr schnell zwischen den Modellen wechseln kann. Man sortiert einfach die Modelle per Drag-and-Drop um und schon hat man ein anderes Modell. Eventuell sogar eins, das man bisher nicht kannte.

System-Prompts (Mammuoths) bleiben dabei bestehen. Man kann sogar innerhalb eines Chats das Modell wechseln (Reprompting).

Da Mammouth AI in Paris sitzt, ist man nicht unmittelbar von US-Konzernen abhängig, auch wenn es überwiegend deren Modelle sind. Der Katze (Le Chat) von Mistral ist als größtes europäisches Modell allerdings auch dabei.

Zeit: 17.7.2026 um 12:56, Abd al Rahman schrieb:

Hier:
https://de.trustpilot.com/review/mammouth.ai

Sind allerdings wenige Bewertungen. Viel Gutes hab ich aber auch nicht drüber gehört.

Dort schneidet Mammouth (2,1) deutlich besser ab als Claude (1,5), ChatGPT (1,6), Gemini (1,5) und Perplexity (1,5).

Bearbeitet ( von Meeresdruide)

  • 2 Wochen später...
Zeit: 12.6.2026 um 15:40, Nixonian schrieb:

Wieder einmal ein Datenpunkt zur Vertrauenswürdigkeit und Verläßlichkeit von Infos - es wurde ja besser, aber es ist noch immer sooo einfach, daß Fehler passieren. Ich habe mir eine "Google Gem" erstellt für Tennis. Brauchen tu ich es nicht, aber es ist ja ganz interessant, was dabei rauskommt. Die Ergebnisse sind, obwohl ich streng bin (im Prompt habe ich mehrfach drauf hingewiesen, daß ich nur Fakten will, keine Spekulationen, und er alles recherchieren soll) eher durchwachsen. Ich bitte um Infos, dann schaffe ich es aber, wenn ich die Infos hinterfrage und ein bissl in Richtung Advocatus Diaboli gehe, die Info/den Ratschlag ins Gegenteil zu verkehren.

Ich hab jetzt übrigens den generellen Prompt verändert. Ich habe ergänzt, daß er mir nicht "zu Gefallen" sein soll, sondern mir (faktenbasiert) wiedersprechen und durchaus einmal selbst den Advocatus diaboli geben soll.

Fazit: Da sind nun inzwischen echt brauchbare Tips dabei - und er analysiert, ohne mein Spiel selbst zu kennen, meine Spielfehler. Fast zu brutal genau cry Der hat mir sogar unaufgefordert erklärt, und ohne daß ich ihn vorher davon informiert habe, wie genau manche meiner Spielfehler ausgesehen haben, nachdem ich erklärt habe, was ich zu erreichen versuche. Das ist schon fast wieder beängstigend gut - ich fühle mich ertappt.

Das hier ist der Prompt mit dem ich mir morgens einen Überblick verschaffe. Les ich mittlerweile neben der Zeitung. Spart mir viel rumgesuche im Netz:

Erstelle mein tägliches Nachrichtenbriefing auf Deutsch. Recherchiere die wichtigsten neuen Entwicklungen seit dem vorherigen Briefing und priorisiere Relevanz vor Menge.

Schwerpunkte:

1) deutsche und europäische Politik,

2) Geopolitik und Sicherheit, besonders USA, Iran/Nahost, Ukraine/Russland, NATO und internationale Machtverschiebungen,

3) Wirtschaft und Finanzmärkte, besonders Staatsverschuldung, US-Treasuries/Bondmarkt, Zinsen, Inflation, Zentralbanken und Konjunktur,

4) Klima-, Energie- und Infrastrukturpolitik,

5) IT, KI, SAP und Enterprise-Software,

6) Wissenschaft und Forschung, aber nur große, fachlich oder gesellschaftlich bedeutende Entwicklungen, Durchbrüche oder belastbare neue Erkenntnisse; keine kleinteiligen Einzelstudien oder PR-Meldungen,

7) Rollenspiel-, Brettspiel- und Verlagsbranche nur bei wirklich relevanten Neuigkeiten.

Quellenstrategie: Nutze deutsche und englische Quellen als Grundstock. Beziehe bei wichtigen internationalen Themen gezielt belastbare Originalquellen und seriöse Medien in weiteren relevanten Sprachen ein, insbesondere wenn sie zusätzliche Perspektiven oder frühere Informationen liefern.

Vermeide eine rein deutsch- oder englischsprachige Filterblase. Ordne staatliche, parteiliche oder konfliktbeteiligte Quellen ausdrücklich als solche ein und prüfe zentrale Behauptungen nach Möglichkeit gegen unabhängige Quellen.

Beginne mit den 3–5 wichtigsten Entwicklungen. Erkläre jeweils knapp: Was ist passiert? Warum ist es relevant? Was sollte ich als Nächstes beobachten? Trenne bestätigte Fakten klar von Analyse oder Spekulation.

Bevorzuge belastbare aktuelle Quellen und, wo sinnvoll, Primärquellen; nenne konkrete Daten. Vermeide Wiederholungen ohne neue Entwicklung und boulevardeske Nebensächlichkeiten. Wenn ein Thema gegenüber dem Vortag unverändert ist, erwähne es nur, wenn der unveränderte Zustand selbst bedeutsam ist.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Vor 7 Minuten, Solwac schrieb:

Klingt interessant, kannst du mal die Ergebnisse eines Frühstücks einstellen?

Hier:

Tägliches Briefing – 21. August 2026

1. 🇺🇸 US-Bondmarkt: Das Warnsignal bleibt bestehen

Das ist für mich heute das wichtigste wirtschaftliche Thema. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries liegt wieder bei etwa 4,70 %, die der 30-jährigen bei rund 5,25 %. Die 30-Jährige erreichte diese Woche zeitweise 5,311 %, den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. 

Bemerkenswert ist die Reaktion des Finanzministeriums: Treasury Secretary Scott Bessent will die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen von bisher maximal 2 auf mindestens 4 Milliarden Dollar je Operation erhöhen. Der beruhigende Effekt hielt allerdings kaum an. 

Einordnung: Das ist noch keine „Bondkrise“ im technischen Sinne. Aber genau die Entwicklung, über die wir zuletzt gesprochen haben, wird deutlicher: Der Markt verlangt eine wachsende Risikoprämie für langfristige US-Schulden. Fiskaldefizit, Inflation, Kriegskosten und Ölpreis wirken dabei gleichzeitig. Dass selbst verstärkte Treasury-Rückkäufe den Markt nur kurz beeindrucken, finde ich wesentlich interessanter als einzelne Tagesbewegungen.

Beobachten: 30-jährige Rendite, Auktionsergebnisse und ausländische Nachfrage nach Treasuries. Wenn Renditen trotz schwächerer Konjunkturdaten hoch bleiben, würde das die fiskalische Erklärung gegenüber der reinen Inflationsgeschichte stärken.


2. 🇮🇷 Iran/Hormus: Die Friedensvereinbarung zerfällt praktisch

Die im Juni vereinbarte 60-Tage-Frist für Fortschritte zwischen USA und Iran ist am 17. August ohne entscheidende Umsetzung abgelaufen. Weder die Wiederöffnung der Straße von Hormus noch die gegenseitig verlangten politischen Zugeständnisse sind erreicht worden. Iran fordert unter anderem ein Ende amerikanischer Militäroperationen und Sanktionen; Washington setzt weiter auf wirtschaftlichen Druck. Vermittlungsversuche etwa Pakistans laufen weiter. 

Brent liegt heute weiter bei ungefähr 93 Dollar je Barrel. Das ist inzwischen unmittelbar mit dem Bondthema verbunden: Hohe Energiepreise erhöhen die Inflationserwartungen und erschweren damit Zinssenkungen bzw. drücken auf langlaufende Staatsanleihen. 

Einordnung: Der gefährliche Punkt ist inzwischen weniger die Frage „Wer gewinnt militärisch?“, sondern dass sich Hormus als dauerhaft einsetzbares geopolitisches Druckmittel etabliert. Genau das macht den Konflikt auch für Europa strukturell teuer.


3. 🇺🇦🇷🇴 Russland/Ukraine: Der Krieg schwappt stärker in NATO-Luftraum über

Rumänien meldet für 2026 bis zum 17. August bereits 23 Verletzungen seines Luftraums durch russische Drohnen; vier russische Drohnen seien dabei abgeschossen worden. Am 20. August drangen außerdem russische Drohnen in moldauischen und rumänischen Luftraum ein; nahe einer rumänischen Erdgasplattform wurde laut Berichten eine russische Seedrohne zerstört. 

Einordnung: Das ist nicht automatisch ein NATO-Bündnisfall. Aber die statistische Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit Toten, Sachschäden oder einer militärischen Fehlinterpretation steigt mit jeder Wiederholung. Gleichzeitig zeigt es, warum Deutschland und andere NATO-Staaten die Drohnenabwehr inzwischen so stark hochfahren. Die Bundesregierung stuft hybride Bedrohungen bereits als erhebliche Sicherheitsgefahr ein und baut entsprechende gemeinsame Abwehrstrukturen aus. 

Beobachten: Ob Rumänien seine Rules of Engagement weiter verschärft und ob NATO-Luftverteidigung zunehmend bereits außerhalb akuter Einzelfälle aktiv wird.


4. 🇺🇸 US-Midterms: 1.000 Wahlbeobachter des Bundes angekündigt

Trump hat angekündigt, bei den Midterms rund 1.000 Wahlbeobachter des Justizministeriums einzusetzen. Bundesweite Wahlbeobachtung durch das DOJ ist grundsätzlich nichts Neues. Die Größenordnung und der politische Kontext sorgen allerdings für Misstrauen, zumal das Ministerium bereits Klagen um Zugang zu Wählerdaten führt. Berichten zufolge wurden in diesem Wahlzyklus bereits Beobachter an mehr als 200 Wahllokale in fünf Bundesstaaten geschickt. 

Einordnung: Das ist wichtig zu differenzieren: 1.000 Beobachter bedeuten nicht, dass Trump die Wahl kontrolliert. Die USA haben zehntausende Wahllokale und die Durchführung der Wahlen liegt weitgehend bei Bundesstaaten und lokalen Behörden. Problematisch wäre vielmehr ein Muster aus Bundesdruck, Datenzugriff, rechtlichen Auseinandersetzungen und anschließender Delegitimierung unerwünschter Ergebnisse.

Angesichts deiner Sorge wegen der Midterms würde ich das ab jetzt im Briefing als eigenes Beobachtungsfeld behandeln.


5. 🇪🇺 Energie: Europas Gasspeicher werden zum Herbstproblem

Europa läuft Gefahr, mit ungewöhnlich niedrigen Reserven in die Heizperiode zu gehen. Eine Analyse von Wood Mackenzie prognostizierte zuletzt nur etwa 76 % Speicherfüllung am Ende der Einspeisesaison, den niedrigsten Stand seit mindestens 2011. Hintergrund sind unter anderem der kalte vergangene Winter und die durch den Iran-Konflikt gestörten LNG-Ströme aus dem Golf. 

Aktuelle Marktanalysen sehen inzwischen einen erheblichen zusätzlichen LNG-Importbedarf, um die Speicher bis zum Winter wieder ausreichend zu füllen. 

Einordnung: Noch ist das keine Mangellage. Europa hat heute wesentlich mehr LNG-Infrastruktur und geringeren Gasverbrauch als 2021. Das Risiko liegt eher bei Preis, Inflation und einem kalten Winter. Und wieder entsteht eine Verbindung zum Iran-Konflikt und schließlich zum Bondmarkt.

Das ist gerade ein ziemlich unschöner wirtschaftlicher Regelkreis:

Hormus → teurere Energie → höhere Inflation → höhere langfristige Zinsen → höhere Finanzierungskosten für Staaten.


💻 IT / KI / SAP

Für SAP selbst sehe ich heute keine neue Meldung, die unsere Relevanzschwelle erreicht.

Für Enterprise-IT ist dagegen eine Entwicklung wichtig, die seit Anfang August praktisch wirksam ist: Seit 2. August 2026 beginnt die EU-Kommission mit der Durchsetzung wesentlicher Teile des AI Act. Dazu gehören Regeln für General-Purpose-AI, Transparenzpflichten für KI-Systeme und Kennzeichnungspflichten für generierte bzw. manipulierte Inhalte. Anbieter von GPAI müssen außerdem Dokumentations-, Copyright- und Informationspflichten erfüllen. 

Für SAP-Landschaften wird das meines Erachtens zunehmend weniger ein abstraktes Compliance-Thema: Sobald Joule, externe Modelle und autonome Agenten tatsächlich Prozessschritte ausführen, werden Governance, Protokollierung und Verantwortungszuordnung zu Architekturthemen.

🔬 Wissenschaft und Forschung

Heute kein Eintrag. Ich habe mehrere aktuelle Forschungsberichte geprüft, aber keinen gefunden, der die von dir gewünschte hohe Schwelle eines wirklich großen wissenschaftlichen Themas eindeutig überschreitet. Genau dafür haben wir die Schwelle ja eingebaut – ich möchte diese Rubrik nicht mit „Forscher entdecken überraschenden Effekt bei …“ auffüllen.

🎲 Rollenspiel / Brettspiele / Verlage

Ebenfalls nichts, was heute die Schwelle erreicht.


Mein Gesamtbild heute

Die auffälligste Geschichte ist für mich nicht ein einzelnes Ereignis, sondern die Verknüpfung dreier Risiken: Iran/Hormus treibt Energiepreise, die Energiepreise belasten Inflation und Wachstum, und der US-Bondmarkt reagiert gleichzeitig zunehmend empfindlich auf die amerikanische Verschuldung.

Beim US-Bondmarkt würde ich deshalb momentan besonders genau hinschauen. Deine Vermutung von gestern, dass sich dort etwas zusammenbraut, ist durch die Entwicklung dieser Woche jedenfalls plausibler geworden – aber „Bondkrise“ wäre mir weiterhin eine Stufe zu stark.


Achja: Wie man lesen kann bezieht ChatGPT auch andere Chats mit ein, bzw. erkennt mit was ich mich gerade beschäftige. Klimapolitik hab ich z.B. wieder raus genommen, weil ich da auf ohne Briefing nen ganz guten Überblick habe. Wenn ich bei einzelnen Punkten mehr wissen will, bohre ich nach und lass mir auch explizit die Quellen geben.

Der Vorteil des Ganzen ist, dass ich nen Überblick bekomme ohne Stundenlang lesen zu müssen.

Vor 1 Minute, Solwac schrieb:

Danke, wie viel Erfahrung hat die KI inzwischen? In deinem Beispiel sieht man ja, wie sich der Prozess verbessert.

Sehr viel. 95% des Promps stammt aus folgendem Prompt:

„Kannst Du mir ein tägliches Briefing zu den Themen die mich interessieren einrichten?“

Dazu kamen noch ein paar Verbesserungen (Z.B. die Sprachpräferenzen). Die KI kennt mich also recht gut.

Vor 1 Minute, Abd al Rahman schrieb:

Ich finde nur Formulierungen wie: „Ja, das betrachte ich auch mit Sorge“ für gruselig disturbed

Ich betrachte es als Plapperei. Natürlich erzeugt das eine zwiegespaltene Stimmung, aber ich merke ja, wie sehr Gespräche mit der KI einen bei seinen Plänen voranbringen können. Es braucht auf jeden Fall zusätzliche Gespräche mit Menschen, sonst schafft man sich selber eine Blase.

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