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Zeno's Crime Club


Zeno

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Und heute - sozusagen als Höhepunkt meiner Lockdown/Weihnachten/Jahreswechsel-Kampagne gegen Frust und Langeweile - DER Thorndyke-Roman schlechthin, gewissermaßen der Classicissmo. Viele Leute halten "The Eye of Osiris" für den besten Kriminalroman aller Zeiten. Das hängt natürlich davon ab, was man erwartet; Freunde von Action und vielen fantasievoll zugerichteten Leichen werden nicht auf ihre Kosten kommen (obwohl im Roman ein Skelett stückchenweise nach und nach auftaucht). Der Autor lässt da aber solche Erwartungen auch gar nicht erst aufkommen: Im Untertitel wird das Werk "A Detective Romance" genannt, nicht "A Detective Novel". Aber ich will hier nicht lange herumsülzen, das ist alles schon viel kompetenter in der Rezension auf der Krimi-Couch abgehandelt worden:

https://www.krimi-couch.de/titel/5252-das-auge-des-osiris/

(Die Rezension bezieht sich auf die deutsche Übersetzung, die auch noch im Handel zu haben ist.)

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es von dieser Datei auch eine "Luxus-Version" gibt, wo ich auf dem Titelbild das Mumienportrait der Mumie abgebildet habe, die für die beiden Liebenden in dem Buch eine große Rolle spielt und das mich als klassischen Archäologen natürlich ganz besonders interessiert hat. Das gibt's nämlich wirklich und kann auch heute noch im British Museum bewundert werden (wenn es wieder aufgemacht wird, zur Zeit ist es wg. Corona geschlossen). Und ich habe mir den Spaß gemacht, auf dem Innendeckel die trockene Beschreibung von der dazu gehörigen Karteikarte wiederzugeben, damit man sie mit der Beschreibung Freemans vergleichen kann.

Wer diese Version haben möchte, möge mir bitte eine PN mit seiner E-Mail-Adresse schicken. Ich lasse es dann ihr/ihm per WeTransfer zukommen.

Freeman-1911-Osiris.pdf

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So, heute schließe ich meine Lock-Down-/Weihnachts-/Jahreswechsel-Kampagne mit dem letzten Thorndyke-Roman ab, den Freeman vor dem 1. Weltkrieg veröffentlicht hat (1914). Bis zum nächsten mussten seine Leser bis 1922 warten.

Das Werk heißt "A Silent Witness", was korrekt auf Deutsch übersetzt "Eine stumme Zeugin" heißt, also Femininum, was im Englischen so nicht herauskommt. Natürlich gibt es im Roman eine Liebesgeschichte; der Held wird sogar von zwei Damen umschwärmt, wobei eine der Beziehungen tragisch endet. Der Fall ist sehr verwickelt (wer hätte das bei einem Thorndyke-Krimi auch anders erwarten), und diesmal macht Thorndyke die entscheidende Analyse nicht selbst, sondern lässt sie von einem (wunderbar geschilderten) Experten für Metallurgie durchführen, damit die Beweisführung auch wirklich wasserdicht ist. Kapitel 21 "The Final Problem" mit der Schilderung dieser Analyse ist nach der ganzen Tragik zuvor ein echter Erholungspunkt und ein Musterbeispiel dafür, was ein guter Schriftsteller aus einem an und für sich ja recht trockenen Sujet wie einer chemischen Analyse herausholen kann. Zum Vergleich lade ich nachher die Story-Sammlung "The Sanctuary Club" von L.T. Meade (sicher keine schlechte Schriftstellerin) und Robert Eustace hoch, wo auf S. 101–103 so etwas sehr viel nüchterner dargestellt wird, wenn natürlich auch zugegebenermaßen in Rahmen einer Story auf sehr viel geringerem Raum. Diese Anthologie ist m.W. noch nie in Buchform erschienen (jedenfalls nicht zu der Zeit, als ich sie zum ersten Mal bearbeitet habe), so dass das hier eine echte Premiere ist.

Nun aber zuerst einmal viel Spaß mit der stummen Zeugin!

Freeman-1914-SilentWitness.pdf

Edited by Zeno
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Und hier jetzt noch der Sanctuary Club, eine typische Sammlung von Meade und Eustace mit viel (nicht für damalige Zeiten teilweise recht exotischer) Naturwissenschaft.

Auch dieses Werk gibt es in einer Sonderausgabe mit allen Illus der Zeitschriftenpublikation. Wer die haben möchte, möge sich bei mir melden (per PN mit Angabe der E-Mail-Adresse).

Damit schließt Zeno's Crime Club für 2020 seine Pforten. Kommt gut über Lock-Down, Weihnachten und den Jahreswechsel! Und bleibt vor allen Dingen gesund. Im nächsten Jahr melde ich mich zurück: 2020 ist das Copyright auf den Werken von Arthur Morrison abgelaufen, ich werde also die Gelegenheit nutzen, Euch mit den Herren Martin Hewitt und Horace Dorrington (eine für die viktorianische Zeit höchst ungewöhnlicher Detektivgestalt) bekannt zu machen.

1804160657_Meade-Eustace-SanctuaryClub-ohneIllus.pdf

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  • 2 weeks later...

Das neue Jahr ist da, und der erste Monat ist ja auch schon wieder so gut wie rum. Es wird also Zeit, all den großen und kleinen fleißigen Leseratten hier im Forum mal wieder einen Krimi zum Fraß vorzuwerfen.

Ich starte das Jahr mit einem Autor, den man in der Musikbranche ein "One-Hit-Wonder" nennen würde: mit Ferguson Wright Hume, besser bekannt unter dem verkürzten Namen "Fergus Hume". Er hat über 130 Romane geschrieben, etwa die Hälfte davon Kriminalromane  (eine Liste in der englischen Wikipedia unter "Fergus Hume"), aber der bekannteste unter ihnen war sein erster: "The Mystery of a Hansom Cab" (1886), der bereits zehn Jahre später unter dem Titel "Das Geheimnis des Fiakers" ins Deutsche übersetzt wurde (und auch wieder in einer modernen Ausgabe zu haben ist). Der war allerdings ein Riesenkracher, denn es war der am besten verkaufte Kriminalroman seiner Epoche – und schon zu Lebzeiten seines Autors fragten sich einige Kritiker, warum eigentlich. Aber das ist eine Frage, die Ihr Euch jetzt selbst beantworten könnt. Dazu habe ich noch einen zweiten Roman beigepackt, auf den ich durch den zweiten Teil von "The Rivals of Sherlock Holmes" aufmerksam, indem ein Kapitel davon enthalten ist. Es handelt sich um den Episodenroman "Hagar of the Pawn-Shop".

Eine tragische Note hat die ganze Geschichte mit "The Mystery of the Hansom Cab": Der Autor hatte die britischen und amerikanischen Rechte für £50 verkauft, so dass er an dem Erfolg nicht so verdiente, wie das möglich gewesen wäre. Das änderte sich erst in späteren Ausgaben, wie er selbst im Vorwort zu der schreibt, die ich als Vorlage gewählt habe. aber er hat's mit Fassung getragen.

 

Hume-CrimeNovels.pdf

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Andere waren zu Jahresbeginn auch fleißig: "The Singing Bone" von Richard Austin Freeman, die zweite Anthologie von Thorndyke-Kurzgeschichten, ist jetzt gerade bei LibriVox als kostenloses Hörbuch herausgekommen (knapp 6 Stunden lang, wenn die Zeitangabe korrekt ist). Die Sammlung enthält die ersten "inverted crime stories". Unbedingt zu empfehlen!

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  • 1 month later...

Der Februar neigt sich seinem Ende zu, und so habe ich Gelegenheit, ein Versprechen einzulösen: Ich lade die erste Sammlung mit den Geschichten um den Privat-Detektiv Martin Hewitt hoch.

Sein Autor Arthur Morrison (1863–1945) ist tatsächlich mal ein gebürtiger Londoner, und da er im Londoner East End geboren worden ist, entwickelte er schnell ein Gespür für die dortigen Verhältnisse. Es verwundert also nicht, dass er hauptsächlich durch seine realistischen Romane und Geschichten bekannt wurde, in denen er das Leben der Arbeiter im East End beschrieb. Daneben interessierte er sich für Boxen und besonders für das Radfahren, über das er auch etliche Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlichte. Außerdem war ein ein großer Kenner japanischer Kunst: Er veröffentlichte ein Buch über japanische Malerei und hinterließ dem Britischen Museum (dem er schon 1906 eine Reihe japanischer Holzschnitte verkauft hatte) nach seinem Tode seine Sammlung japanischer Malereien, Holzschnitte und Porzellan. Außerdem rühmte er sich die letzten 30 Jahre seines Lebens, dass er 1915 als "Special Constable of Essex" als erster die angreifenden Zeppeline nach London meldete.

Seine besonderen Kenntnisse über das Radfahren und japanische Kunst flossen auch in sein schmales kriminalistisches Oeuvre ein: vier Sammlungen mit Kurzgeschichten über den Privatdetektiv Martin Hewitt und eine über den Privatdetektiv, Betrüger, Erpresser und Mörder (etc., etc.) Horace Dorrington (über diesen an anderer Stelle mehr).

Im Gegensatz zu dem sehr schillernden Mr. Dorrington ist Martin Hewitt als Figur recht blass ausgefallen: Er ist bewusst als “low-key, realistic, lower-class answer to Sherlock Holmes” (um einen Kritiker zu zitieren) konzipiert worden. So war er, bevor er zum Privatdetektiv wurde, Angestellter in einem Anwaltsbüro (PRIVATE EYE bietet nicht umsonst eine entsprechende Charakterklasse an). Man sieht, er muss anders als Holmes für sein Leben arbeiten. Trotz aller Bescheidenheit ist es aber so, dass seine Fähigkeiten hinter denen seines berühmteren und facettenreicheren Kollegen nicht zurückstehen, eine Tatsache, die man als Leser leicht übersehen kann. Auch sind einige seiner Fälle durchaus originell, andere scheinen als Antwort auf ähnliche Fälle Holmes' geschrieben worden zu sein.

Die (scheinbare) Blässe des Protagonisten bringt es aber auch mit sich, dass die Geschichten sich gut als Vorlage für Detektiv-Abenteuer in M1880 eignen, was sie gerade für die Gruppe von Leser interessant machen sollte, die hier auf dem Forum versammelt sind.

Heute beginne ich mit der ersten Sammlung "Martin Hewitt, Investigator" (1896), die anderen drei (und auch der sehr schillernde Mr. Dorrington) werden nach und nach folgen. Um eine Menge Platz zu sparen, lade ich hier die Version ohne die Illustrationen hoch. Wer eine mit haben möchte, möge mir eine PN mit seiner Mail-Adresse schicken. Ich sende sie dann ihr oder ihm per WeTransfer.

Ich sollte noch anfügen, dass es diese Sammlung seit kurzem auch als (englisches) Hörbuch bei LibriVox gibt. Hoffen wir, dass die anderen nach und nach folgen!

 

Morrison-Investigator-ohneIllus.pdf

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Tippfehler
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  • 1 month later...
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Vor einiger Zeit hatte ich Euch eine Sammlung von Kurzgeschichten um den cleveren Detektiv mit dem so vertraut klingenden Namen Paul Beck hochgeladen (The Quests of Paul Beck). Bei dieser Gelegenheit hatte ich erwähnt, dass sein Autor Matthias McDonnell Bodkin (MMB) auch eine Detektivin (lady detective wird sie im Original genannt) namens Dora Myrl erschaffen hat. Normalerweise leben solche Kunstfiguren irgendwie in unterschiedlichen Universen, aber im Jahr 1908 geschieht etwas Unerhörtes und Neues:  MMB lässt in seinem Roman "The Capture of Paul Beck" die beiden, den clevere Herr Beck und das pfiffige Fräulein (so wurde das damals noch ins Deutsche übersetzt) Myrl, aufeinandertreffen! Damit aber nicht genug, denn sie ermitteln nicht etwa miteinander (wie später Sir John Appleby und Charles Honeybath von Michael Innes), sondern es kommt zum "Kampf der Titanen": die beiden stehen in einem Fall auf verschiedenen Seiten und bekämpfen sich mit allen Tricks. Und die haben einiges drauf, kann ich Euch versichern. Natürlich ist das kein Whodunnit, die Seiten sind vorneherein klar, und beider Klienten verhalten sich nicht so hundertprozentig astrein.

Für einen Schriftsteller ist so ein Plot natürlich auch ein Wagnis: Welche seiner beiden Figuren bei dieser Konstellation den kürzeren zieht, ist wahrscheinlich bei den Lesern durch. Wie sich MMB da aus der Affäre zieht, und wie der Wettstreit zwischen seinen beiden sympathischen Detektiven ausgeht, das müsst ihr selbst lesen.

Eine deutsche Übersetzung dieses Werks ist übrigens bereits 1911 erschienen.

Bodkin-Beck-Capture.pdf

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  • 3 weeks later...
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Um noch mal dran zu erinnern: Die Leute bei LibriVox waren wieder fleißig, und somit kann dort Band 2 mit den Kurzgeschichten um Dr. Thorndyke, The Singing Bone, als (englisches) Hörbuch heruntergeladen werden. Viel Vergnügen beim Anhören!

Ein kleiner Hinweis: "The Singing Bone" hört sich merkwürdig an, ist aber tatsächlich die wörtliche englische Übersetzung des Titels eines Märchens der Gebrüder Grimm, das Ihr Euch hier zu Gemüte führen könnt:

https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_singende_knochen

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  • 4 weeks later...
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Ups! Da habe ich vor lauter schlechtem Wetter doch glatt den Mai vergessen! Und das, wo wir doch bald Pfingsten haben, und etwas Lektüre für diese Zeit sicher nicht schaden kann, besonders unter Corona-Bedingungen. Nun, noch ist Zeit, das Versäumte nachzuholen.

Von Grant Allen hatte ich Euch ja schon eine seiner Epsiodenromane hochgeladen. Dabei hatte ich auch seine Bedeutung für die englische Frauenbewegung angesprochen. Passend dazu heute ein anderer Epsiodenroman mit einer (damals) modernen Frau als Hauptfigur: Miss Cayley's Adventures. Für uns Deutsche sind besonders natürlich besonders die Episoden interessant, die in Deutschland spielen; besonders köstlich das Einschlagen der Heldin in der Damenpension in Köln mit lauter strickenden Muttis. Da prallen Welten aufeinander! Und die wunderbare Szene an der österreichischen Grenze (damit auch die ihr Fett wegkriegen), als der Heldin und ihrer Freundin die Einreise verweigert wird, weil letztere Kopernikus' Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium einstecken hat (Oh Graus, revolutionäre Literatur!). Ach ja, und einen Tiger erlegt die Dame auch noch. Aber lest das alles mal selbst.

Ach ja: Wer eine Ausgabe mit allen Illus haben möchte, möge sich bei mir melden.

 

Allen-MissCayley-ohne-Illu.pdf

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  • 3 weeks later...
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So, damit ich nicht wieder das Monatsende verschlumpfe, hier der Krimi des Monats Mai, oder eigentlich sogar zwei. Der Autor, Arnold Bennett, gehört zu den interessantesten Figuren der britischen Literaturszene des ersten Drittels des 20. Jh. Da es eine durchaus lesenswerte deutsche Wikipedia-Seite für ihn gibt, verweise ich der Einfachheit mal ausnahmsweise darauf: https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Bennett.

Das Buch enthält die beiden Romane "Grand Babylon Hotel" und "Loot of the Cities", sowie die Kurzgeschichte "Midnight at the Grand Babylon Hotel". "Loot of the Cities" hat eine kleine Macke, die offenbar noch niemandem aufgefallen ist: In einem Kapitel ist eine längere Textpassage (max. eine Seite) ausgefallen. Ich habe das in der meinem Text zugrunde liegenden Buchfassung von 1904 nachgesehen (die es glücklicherweise als Scan im Internet gibt) und musste dabei feststellen, dass sie auch da schon fehlt. Möglicherweise ist sie also schon bei der Übernahme aus der Magazin-Fassung von 1902, die mir nicht zugänglich war, unter die Räder gekommen. Aber das konnte ich (noch) nicht überprüfen, ich bleibe aber am Ball.

299412472_Bennett-TheCrimeNovels.pdf

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  • 4 weeks later...
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Nachdem ich für den Mai immerhin zwei Romane und eine Kurzgeschichte hochgeladen habe, wird es diesen Monat ein bisschen bescheidener: Es sind die drei (mir bekannten) Kurzgeschichten um "Das Orakel aus der Maddox Street" von L.T. Meade und Robert Eustace, die ich hier ja nicht mehr vorzustellen brauche (s. "A Master of Mysteries"). Dafür ist die Protagonistin ziemlich ungewöhnlich: Es handelt sich nämlich um eine Handleserin und entsprechend spielen die drei Geschichten in Kreisen, die dem Okkultismus zugeneigt sind.  Schaut mal, ob Ihr damit besser zurecht kommt als das zeitgenössische Publikum.

 

Meade-Eustace-Oracle.pdf

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Datei verändert
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