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Zeno

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  1. Heute mal wieder ein deutsch-sprachiger Klassiker, und zwar aus Österreich wie die wundervollen Kurzgeschichten um den Detektiv Dagobert Trostler von Balduin Groller alias Anton Goldscheider (erhältlich als kostenloser Download im Shop der Midgard-1880-Website). Die Autorin ist Auguste Groner (1850–1929), die ab 1882 viele und sehr unterschiedliche Werke verfasste, u.a. Rätselgeschichten, historische Romane und eben auch Kriminalromane. Sie kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, den ersten Serien-Detektiv der deutschsprachigen Kriminalliteratur erfunden zu haben: Joseph Müller, dessen erstes Abenteuer, Die goldene Kugel, 1892 erschien und der es dann bis 1922 auf eine stattliche Anzahl von Auftritten brachte. Seinerzeit waren diese Geschichten sehr erfolgreich, so wurden sie z.B. regelmäßig und relativ zügig ins (amerikanische) Englische übertragen, teilweise wurden sogar einige Erzählungen, in deren Original Joseph Müller gar nicht auftritt, in "Joe Miller"-Geschichten umgeschrieben. Heutzutage sind einige der Romane um Joseph Müller bei kleineren Verlagen in Deutschland und Österreich erschienen, aber von einer Wiederauflage aller sind wir noch weit entfernt. Im Internet ist auch noch wenig zu finden, ich habe wenigstens zwei Werke, derer ich habhaft werden konnte, in einem Band zusammengefasst, den ich hier zum Download anbiete, sozusagen als Appetit-Häppchen. Vielleicht motiviert das ja, mal die Bibliotheken und Antiquariate nach den Originalen zu durchstöbern. Und eines ist klar: Es sollten eindeutig mehr Detektiv-Abenteuer in der k.u.k. Donaumonarchie spielen. Noch ein Hinweis: Zwei (echte) Joe-Miller-Kurzgeschichten (darunter auch die oben erwähnte "Goldene Kugel") und ein Roman ("Die Dame in Blau" von 1905) sind in amerikanisch-englischer Übersetzung bei LibriVox zu haben. ein zweiter Roman ("Die schwarze Schnur" von 1908) ist in Vorbereitung (ich wünschte, das gäbe es auch alles in der Originalsprache!). Die Stories 3 und 4 sind umgearbeitete Geschichten. Groner-Zwei-Faelle.pdf
  2. Immer wieder gern genommen, das Kurzabenteuer am Sonntag Morgen: Spielleiter: Zeno Anzahl der Spieler: 6 Regelsystem: Midgard 1880 Voraussichtlicher Beginn: Sonntag nach dem Frühstück Voraussichtliche Dauer: Sonntag Mittagessen Art des Abenteuers: Detektiv-Abenteuer. Voraussetzung/Vorbedingung: Im Prinzip keine, auch für Anfänger geeignet. Es wäre aber sicher nützlich, wenn ein Kriminalist bei der Gruppe wäre. Beschreibung: In den letzten Jahren hat die Redaktion Phantastik (nunmehr aus Bochum-Hordel) zu jedem Gratis-Rollenspiel (GRT) Ende März für ihr Detektiv-Rollenspiel PRIVATE EYE ein Kurzabenteuer herausgebracht. Mittlerweile ist daher schon eine recht ansehnliche Sammlung zusammengekommen, die (bis auf den ersten Blick PIRATE EYE, aber das wollen wir doch mal sehen!) auch für Midgard 1880 verwendet werden kann. Die Abenteuer darin sind nicht nur sehr gut für Anfänger ohne jegliche Regelkenntnisse geeignet, wie ich schon bei diversen Gelegenheiten feststellen konnte, sondern auch für „gestandene“ Spieler durchaus unterhaltsam (die uns allen wohlbekannte Chichén hat eines der Abenteuer sogar 'mal in ein Midgard-Fantasy-Abenteuer umgewandelt). Ich werde also eines dieser Abenteuer (oder, wenn Zeit bleibt, auch zwei) nach Lust, Laune und Tagesform auswählen und loslegen. Wer traut sich mitzumachen? Wenn jemand noch keine Spielerfigur hat, ist das kein Hinderungsgrund: Ich habe einen netten kleinen Fundus weiblicher und männlicher Charaktere, aus denen Ihr euch einen aussuchen könnt. Hinweis: Wer die meisten Privat-Eye-Abenteuer zum GRT kennt, sollte bitte nicht mitspielen. Wer nur ein oder zwei kennt, darf dabei sein. Ich suche dann einfach eines der anderen aus. Teilnehmer*innen: Jul Akeem al Harun Bro Khun apTe
  3. Spielleiter: Zeno Anzahl der Spieler: 5 Regelsystem: Midgard 1880 Beginn: Freitag, 10.00 Uhr Ende: Freitag, 22.00 Uhr. Art des Abenteuers: Detektiv-Abenteuer. Voraussetzung/Vorbedingung: keine. Wie immer kann ein Kriminalist in der Gruppe nicht schaden. Beschreibung: London, Frühjahr 1889. Lord Henry Maxwell wendet sich an die Abenteurer*innen und bittet sie, den schändlichen Betrüger dingfest zu machen, der unter dem Namen William Ransford, Laird of Hannay, seiner Tochter Rowena die Ehe versprochen, sich aber stattdessen mit der Mitgift aus dem Staub gemacht hat. Da Lord Henry ein Bekannter eines einflussreichen Freundes ist, machen sich die Detektive an die Arbeit und haben es bald mit allerlei zwielichtigen Gestalten aus der Unterwelt zu tun. Als ob das noch nicht genug sei, stoßen sie auch noch auf einen saftigen Skandal in höchsten Kreisen. Und die Tatsache, dass sich Miss Rowena in den charmanten Betrüger verliebt hat, macht die Angelegenheit auch nicht gerade einfacher … Hinweis: Dieses Abenteuer beruht auf dem PRIVATE-EYE-Abenteuer „Liebe, Geld und andere Intrigen“ aus dem gleichnamigen Abenteuerband. Wer es kennt, sollte bitte nicht mitspielen. Spieler*innen: 1. Solwac 2. 3. 4. 5.
  4. In dem Jahr, als ich Dich kennengelernt habe, war auch eine Groß-Invasion von Ameisen. Ich kann mich noch erinnern, dass Jürgen E. Franke damals von "Schwarm-Dummheit" gesprochen hat. Leider immer noch kein Bestandteil der offiziellen Regeln …
  5. Hallo Leute, vom 20.-22.8. findet der Niederrhein-Con 2021 im ND Jugendzentrum, Beethovenstraße 6, 46535 Dinslaken statt, und zwar (so man denn die Kondition hat) non-stop von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr. Es besteht die Möglichkeit, Rollenspielrunden anzubieten und durchzuführen, also eine Gelegenheit, MIDGARD auch mal Leuten außerhalb der Community nahezubringen. Wer in der Nähe wohnt und ein passendes Anfängerszenario auf Lager hat, fühle sich hier angesprochen! Mehr Infos unter: https://niederrhein-con.de
  6. Zeno

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    Da melde ich mich doch mal gleich an! An alle Freaks von gestern: Danke für den netten Abend!
  7. Hilfe gesucht! Ich bin gerade dabei, einen weiteren Roman vom L.T. Meade und R. Eustace für den Crime Club zu editieren. Und da gibt's im letzten Kapitel ein mathematisches Problem (und auch einige andere), das ich meinte, unbedingt in einem Anhang kommentieren zu müssen. Hat mal jemand Lust, dieses Kapitel zu lesen und dann mit dem Rotstift (oder welche Farbe sie/er da im Acrobat Reader wählt) über meinen Kommentar herzufallen? Ich möchte nicht allzu viel Blödsinn in die Welt setzen - jedenfalls nicht über den Crime Club. Meldet Euch bitte per PN bei mir und teilt mir irgendeine E-Mail-Adresse mit, an die ich Euch das Opus schicken kann.
  8. Zeno

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    Dieses Mal kommen aber wirklich Hinz und Kunz!
  9. Heute der zweite Teil der Fälle von Martin Hewitt, dem Detektiv von Arthur Morrison (1863-1945). Wie eine moderne Studie festgestellt hat, aber auch den Lesern des ersten Teils bereits aufgefallen sein mag, ist Martin Hewitt eine bewusst schlicht gehaltene Version von Sherlock Holmes: die Fälle spielen nur selten in der High Society und es gibt auch keine Staatsaffären (jedenfalls keine, die vom zuständigen Ministerium ausgehen). Der Autor hat einige Romane geschrieben, die im East End von London spielen, und kannte das Milieu dort sehr gut, was auch den Martin-Hewitt-Geschichten zugute kommt. Nichtsdestotrotz besitzt sein Detektiv wie sein Upper-Class-Kollege Holmes umfangreiche Kenntnisse und einen messerscharfen Verstand, mit dessen Hilfe er seine Fälle aufklären kann. Hier als nun die "Chronicles of Martin Hewitt" von 1895. Viel Vergnügen daran! Morrison-Hewitt-02-Chronicles-ohneIllus.pdf
  10. Zeno

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    Ich wäre auch gerne wieder dabei. Hat Spaß gemacht gestern Abend, obwohl ich hundemüde war.
  11. Nachdem ich für den Mai immerhin zwei Romane und eine Kurzgeschichte hochgeladen habe, wird es diesen Monat ein bisschen bescheidener: Es sind die drei (mir bekannten) Kurzgeschichten um "Das Orakel aus der Maddox Street" von L.T. Meade und Robert Eustace, die ich hier ja nicht mehr vorzustellen brauche (s. "A Master of Mysteries"). Dafür ist die Protagonistin ziemlich ungewöhnlich: Es handelt sich nämlich um eine Handleserin und entsprechend spielen die drei Geschichten in Kreisen, die dem Okkultismus zugeneigt sind. Schaut mal, ob Ihr damit besser zurecht kommt als das zeitgenössische Publikum. Meade-Eustace-Oracle.pdf
  12. Zeno

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    Schön Euch mal wieder zu sehen. @Chichén Ich möchte natürlich beim nächsten Mal auch wieder dabei sein.
  13. Zeno

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    Ich wäre gerne dabei.
  14. So, damit ich nicht wieder das Monatsende verschlumpfe, hier der Krimi des Monats Mai, oder eigentlich sogar zwei. Der Autor, Arnold Bennett, gehört zu den interessantesten Figuren der britischen Literaturszene des ersten Drittels des 20. Jh. Da es eine durchaus lesenswerte deutsche Wikipedia-Seite für ihn gibt, verweise ich der Einfachheit mal ausnahmsweise darauf: https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Bennett. Das Buch enthält die beiden Romane "Grand Babylon Hotel" und "Loot of the Cities", sowie die Kurzgeschichte "Midnight at the Grand Babylon Hotel". "Loot of the Cities" hat eine kleine Macke, die offenbar noch niemandem aufgefallen ist: In einem Kapitel ist eine längere Textpassage (max. eine Seite) ausgefallen. Ich habe das in der meinem Text zugrunde liegenden Buchfassung von 1904 nachgesehen (die es glücklicherweise als Scan im Internet gibt) und musste dabei feststellen, dass sie auch da schon fehlt. Möglicherweise ist sie also schon bei der Übernahme aus der Magazin-Fassung von 1902, die mir nicht zugänglich war, unter die Räder gekommen. Aber das konnte ich (noch) nicht überprüfen, ich bleibe aber am Ball. 299412472_Bennett-TheCrimeNovels.pdf
  15. Ups! Da habe ich vor lauter schlechtem Wetter doch glatt den Mai vergessen! Und das, wo wir doch bald Pfingsten haben, und etwas Lektüre für diese Zeit sicher nicht schaden kann, besonders unter Corona-Bedingungen. Nun, noch ist Zeit, das Versäumte nachzuholen. Von Grant Allen hatte ich Euch ja schon eine seiner Epsiodenromane hochgeladen. Dabei hatte ich auch seine Bedeutung für die englische Frauenbewegung angesprochen. Passend dazu heute ein anderer Epsiodenroman mit einer (damals) modernen Frau als Hauptfigur: Miss Cayley's Adventures. Für uns Deutsche sind besonders natürlich besonders die Episoden interessant, die in Deutschland spielen; besonders köstlich das Einschlagen der Heldin in der Damenpension in Köln mit lauter strickenden Muttis. Da prallen Welten aufeinander! Und die wunderbare Szene an der österreichischen Grenze (damit auch die ihr Fett wegkriegen), als der Heldin und ihrer Freundin die Einreise verweigert wird, weil letztere Kopernikus' Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium einstecken hat (Oh Graus, revolutionäre Literatur!). Ach ja, und einen Tiger erlegt die Dame auch noch. Aber lest das alles mal selbst. Ach ja: Wer eine Ausgabe mit allen Illus haben möchte, möge sich bei mir melden. Allen-MissCayley-ohne-Illu.pdf
  16. Ich bin auch der Meinung, dass die erste Version tendenziell die bessere ist. aber man müsste natürlich beides mal sehen, um eine endgültiges Urteil fällen zu können.
  17. Um noch mal dran zu erinnern: Die Leute bei LibriVox waren wieder fleißig, und somit kann dort Band 2 mit den Kurzgeschichten um Dr. Thorndyke, The Singing Bone, als (englisches) Hörbuch heruntergeladen werden. Viel Vergnügen beim Anhören! Ein kleiner Hinweis: "The Singing Bone" hört sich merkwürdig an, ist aber tatsächlich die wörtliche englische Übersetzung des Titels eines Märchens der Gebrüder Grimm, das Ihr Euch hier zu Gemüte führen könnt: https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_singende_knochen
  18. Falls Ihr Euch mal mit der Behandlung der polnischen Einwanderer im Ruhrgebiet, speziell Herne, auseinandersetzen möchtet, empfehle ich Euch die entsprechenden Abschnitte in: Susanne Peters-Schildgen, "Schmelztiegel" Ruhrgebiet: die Geschichte der Zuwanderung am Beispiel Herne bis 1945 (s.a. die Rezension unter: https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/2241/file/gr1_01_ERez09.pd) Die Protokolle der Polizeispitzel, die damals die polnischen Gemeinschaften bespitzelt haben, sollen noch in den Archiven des Bochumer Polizeipräsidiums ruhen Ob die inzwischen mal in einer Monografie aufgearbeitet worden sind, weiß ich leider nicht.
  19. Vor einiger Zeit hatte ich Euch eine Sammlung von Kurzgeschichten um den cleveren Detektiv mit dem so vertraut klingenden Namen Paul Beck hochgeladen (The Quests of Paul Beck). Bei dieser Gelegenheit hatte ich erwähnt, dass sein Autor Matthias McDonnell Bodkin (MMB) auch eine Detektivin (lady detective wird sie im Original genannt) namens Dora Myrl erschaffen hat. Normalerweise leben solche Kunstfiguren irgendwie in unterschiedlichen Universen, aber im Jahr 1908 geschieht etwas Unerhörtes und Neues: MMB lässt in seinem Roman "The Capture of Paul Beck" die beiden, den clevere Herr Beck und das pfiffige Fräulein (so wurde das damals noch ins Deutsche übersetzt) Myrl, aufeinandertreffen! Damit aber nicht genug, denn sie ermitteln nicht etwa miteinander (wie später Sir John Appleby und Charles Honeybath von Michael Innes), sondern es kommt zum "Kampf der Titanen": die beiden stehen in einem Fall auf verschiedenen Seiten und bekämpfen sich mit allen Tricks. Und die haben einiges drauf, kann ich Euch versichern. Natürlich ist das kein Whodunnit, die Seiten sind vorneherein klar, und beider Klienten verhalten sich nicht so hundertprozentig astrein. Für einen Schriftsteller ist so ein Plot natürlich auch ein Wagnis: Welche seiner beiden Figuren bei dieser Konstellation den kürzeren zieht, ist wahrscheinlich bei den Lesern durch. Wie sich MMB da aus der Affäre zieht, und wie der Wettstreit zwischen seinen beiden sympathischen Detektiven ausgeht, das müsst ihr selbst lesen. Eine deutsche Übersetzung dieses Werks ist übrigens bereits 1911 erschienen. Bodkin-Beck-Capture.pdf
  20. Der Februar neigt sich seinem Ende zu, und so habe ich Gelegenheit, ein Versprechen einzulösen: Ich lade die erste Sammlung mit den Geschichten um den Privat-Detektiv Martin Hewitt hoch. Sein Autor Arthur Morrison (1863–1945) ist tatsächlich mal ein gebürtiger Londoner, und da er im Londoner East End geboren worden ist, entwickelte er schnell ein Gespür für die dortigen Verhältnisse. Es verwundert also nicht, dass er hauptsächlich durch seine realistischen Romane und Geschichten bekannt wurde, in denen er das Leben der Arbeiter im East End beschrieb. Daneben interessierte er sich für Boxen und besonders für das Radfahren, über das er auch etliche Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlichte. Außerdem war ein ein großer Kenner japanischer Kunst: Er veröffentlichte ein Buch über japanische Malerei und hinterließ dem Britischen Museum (dem er schon 1906 eine Reihe japanischer Holzschnitte verkauft hatte) nach seinem Tode seine Sammlung japanischer Malereien, Holzschnitte und Porzellan. Außerdem rühmte er sich die letzten 30 Jahre seines Lebens, dass er 1915 als "Special Constable of Essex" als erster die angreifenden Zeppeline nach London meldete. Seine besonderen Kenntnisse über das Radfahren und japanische Kunst flossen auch in sein schmales kriminalistisches Oeuvre ein: vier Sammlungen mit Kurzgeschichten über den Privatdetektiv Martin Hewitt und eine über den Privatdetektiv, Betrüger, Erpresser und Mörder (etc., etc.) Horace Dorrington (über diesen an anderer Stelle mehr). Im Gegensatz zu dem sehr schillernden Mr. Dorrington ist Martin Hewitt als Figur recht blass ausgefallen: Er ist bewusst als “low-key, realistic, lower-class answer to Sherlock Holmes” (um einen Kritiker zu zitieren) konzipiert worden. So war er, bevor er zum Privatdetektiv wurde, Angestellter in einem Anwaltsbüro (PRIVATE EYE bietet nicht umsonst eine entsprechende Charakterklasse an). Man sieht, er muss anders als Holmes für sein Leben arbeiten. Trotz aller Bescheidenheit ist es aber so, dass seine Fähigkeiten hinter denen seines berühmteren und facettenreicheren Kollegen nicht zurückstehen, eine Tatsache, die man als Leser leicht übersehen kann. Auch sind einige seiner Fälle durchaus originell, andere scheinen als Antwort auf ähnliche Fälle Holmes' geschrieben worden zu sein. Die (scheinbare) Blässe des Protagonisten bringt es aber auch mit sich, dass die Geschichten sich gut als Vorlage für Detektiv-Abenteuer in M1880 eignen, was sie gerade für die Gruppe von Leser interessant machen sollte, die hier auf dem Forum versammelt sind. Heute beginne ich mit der ersten Sammlung "Martin Hewitt, Investigator" (1896), die anderen drei (und auch der sehr schillernde Mr. Dorrington) werden nach und nach folgen. Um eine Menge Platz zu sparen, lade ich hier die Version ohne die Illustrationen hoch. Wer eine mit haben möchte, möge mir eine PN mit seiner Mail-Adresse schicken. Ich sende sie dann ihr oder ihm per WeTransfer. Ich sollte noch anfügen, dass es diese Sammlung seit kurzem auch als (englisches) Hörbuch bei LibriVox gibt. Hoffen wir, dass die anderen nach und nach folgen! Morrison-Investigator-ohneIllus.pdf
  21. Ehrlich gesagt: Mir fehlt das Leiten schon so sehr, dass ich wahrscheinlich auf dem ersten Con, der stattfindet, an allen Tagen mindestens zwei Runden gleichzeitig leiten werde. Schon allein, um alle Interessenten unterzukriegen.
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