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Artikel: Kontrollbereiche und Kästchen - neuer Regelansatz

Hervorgehobene Antworten

Rigide Kontrollbereiche und riesengroße Karofelder - die Midgard-Kampfregeln erlauben viele taktische Details, sind aber in einigen Punkten noch etwas "hakelig".

Hier werden Regeln präsentiert, die die genannten Punkte etwas abmildern sollen.

Die taktischen Kampfregeln in Midgard geben die Möglichkeit, spannende und lebendige Kämpfe mit erheblichem taktischem Element durchzufechten.

Allerdings sind sie in manchen Punkten auch sehr problematisch. Aufgrund der hohen Bewegungsweiten erfordern bereits kleine Scharmützel mehr Platz, als auf vielen Spieltischen verfügbar ist. Die Kontrollbereiche sind zudem sehr rigide: i.a. bewegt man sich aufeinander zu, kämpft relativ statisch im Kontrollbereich gefangen, und kann dann wieder manövrieren, wenn ein Gegner besiegt wurde.

Die folgenden alternativen Regeln sind ein Versuch, diese Probleme zu mildern oder zu lösen.

  1. Maßstab: ein Karofeld repräsentiert nicht mehr 1x1, sondern 4x4m.
    In jedem Feld können bis zu 8 Figuren stehen.

    Jede Figur auf einem Feld kann jede andere Figur auf dem gleichen Feld angreifen. Eine einzelne Figur darf weiterhin nur von höchstens vier Gegnern - acht mit Spießwaffen, s. Kodex - angegriffen werden.
    Wird eine einzelne Figur, die allein in einem Feld ist, von 2 oder mehr Gegnern angegriffen, so erhalten diese +1 auf ihre Angriffe ("Zange"). Sind es 3 oder mehr gegen einen und letzterer hat keine Rückendeckung, so erhält zusätzlich einer der Angreifer +2 statt +1.
    Werden zwei Figuren, die allein in einem Feld sind, von 4 oder mehr Gegnern angegriffen, so gibt es analog +1 auf deren Angriffe.
    Es können nur Gegner im selben Feld, nicht in angrenzenden Feldern angegriffen werden (Ausnahme: Wesen, die so groß sind, dass sie ein Feld zur Gänze oder mehr als eines einnehmen, dürfen von allen angrenzenden Feldern angegriffen werden).
    Enthält ein Feld ein Geländemerkmal oder eine Behinderung - z.B. Buschwerk, einen Tisch, ... - so gelten dessen Auswirkungen immer für das ganze Feld, auch wenn sie nicht auf dem ganzen Feld eingezeichnet sind.

    Zauberreichweiten etc. werden immer vom Zentrum eines Feldes aus berechnet.

    Bewegungsweiten werden immer vom bzw. zum Zentrum eines Feldes berechnet. Es verbraucht 4m Bewegungsweite, um von einem Feld zum nächsten zu gelangen.

  2. Einen Kontrollbereich auf angrenzende Felder gibt es nicht mehr. Allerdings kontrolliert eine Figur das 4x4m-Feld, auf dem sie steht. Will eine Figur ein Feld verlassen, in dem sich eine gegnerische Figur befindet, so darf diese sofort und außer der Reihe einen Angriff mit einer beliebigen Waffe auf sie würfeln ("Gelegenheitsangriff"). Bereits ein leichter, und daher natürlich ebenso ein schwerer, Treffer verhindert das beabsichtigte Verlassen des Feldes (und verursacht den gleichen Schaden, wie es ein normaler Angriff getan hätte - es ist ein echter zusätzlicher Angriff).
    Sind zwei oder mehr gegnerische Figuren im zu verlassenden Feld, so dürfen zwei davon, nach Wahl des Angreifers, angreifen.
    Statt der Abwehr darf gegen diesen Angriff nach Wunsch auch mit den Fertigkeitswerten für Geländelauf oder Akrobatik abgewehrt werden.
    Befinden sich mehr als zwei gegnerische Figuren in einem Feld, so kann dieses nicht durchquert werden, d.h. unabhängig vom Ausgang des Gelegenheitsangriffs darf das Feld nur in die Richtung verlassen werden, aus der es betreten wurde.

Dies bietet folgende Vorteile:

  • der kleinere Maßstab spart offensichtlich Platz

  • ein Lösen aus Kontrollbereichen ist - zumindest soweit die Gegenseite keine hohen Angriffswerte hat - möglich.

  • der Versuch, einen Kontrollbereich zu durchqueren, ist mit einem angemessenen Risiko verbunden

Zu den Nachteilen zählen:

  • beim Spiel mit Standard-Zinnfiguren und -Feldgrößen wird der Platz in den Feldern im Zentrum des Kampfgeschehens nicht für alle darin befindlichen Figuren ausreichen - man muss sie wahrscheinlich "nebenan" aufstellen, z.B. codiert durch einen W6, der als Platzhalter auf den Spielplan gelegt wird.

  • an einem Krieger mit Angriff+18 kommt auch so niemand vorbei - das sollte aber wohl auch so sein.

  • wenn genügend viele Gegner an einer Figur vorbei rennen wollen, kann diese 5 oder noch mehr Angriffe in einer Runde ausführen - allerdings auf unterschiedliche Gegner. Gänzlich realistisch ist sowieso kein Fantasy-Regelsystem.

  • Bewegungsweiten kurz vor einem glatten Viererwert, also z.B. 19 oder 15, sind besonders ungeschickt. Umgekehrt hat man hier vom letzten Punkt einer B21 oder 17 nichts.

Kommentare? Meinungen?


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  • Im Prinzip hast du sowas wie Zonen aus den Kästchen gemacht, nur dass die Zonen alle dieselbe Größe haben.

  • 4x4m = kleine Häuser bestehen nur aus einem Feld, noch kleinere Räume teilen sich sogar ein oder mehrere Felder.

  • Die Anzahl der Gelegenheitsangriffe könnte man auf z.B. maximal einen pro Runde beschränken.

  • Wenn wirklich 8 Leute in einem Kästchen stehen können mehrere Personen zwischen Angreifer und Angegriffenem stehen, z.B. Angreifer steht auf A1, Angegriffener auf D4. Dazwischen stehen auf B2 und C3 Personen. Das ist jetzt entweder egal, wenn es befreundete SCs des Angreifers sind oder man durchquert 2 Kontrollbereiche anderer Figuren.

  • Wenn man am Rand eines Feldes ist, ist die Entfernung zum benachbarten Gegner unter Umständen kürzer als zum Gegner im selben Feld.

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