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Artefakt: Fliegender Teppich \'Nazzubar\'


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Hallo,

 

wiedereinmal stand ich vor kurzem vor der Aufgabe, eine

- naja, nicht ganz so heldenhafte - Gruppe von wagemütigen

Abenteurern zu entlohnen. Sie haben, trotz einiger im Handbuch

für magische Spiegel undokumentierten Nebenwirkungen doch alles  

mehr oder weniger fröhlich pfeifend (aus dem letzten Loch)

überstanden, und standen nun nach einer recht langwierigen

Rätsel-Rate-Runde vor dem Mt. Seemeister, bestehend aus Gold,

Silber und diversen magischen Artefakten. Da kurzerhand der

Wächtergolem durch Spielleiterwillkür in diese Gegend versetzt

wurde, gab es für die Herrschaften Abenteurer nun nur die

Möglichkeit schnell ein wenig Gold oder das eine oder andere

magische Artefakt zu grabschen und dann (so noch Platz) die

Beine in die Hand zu nehmen.

 

Die höchst talentierte Söldnerin Maeghwin, ein wenig einfältig

im Geiste, griff dabei nach einem schäbig aussehendem Teppich

(Zitat: das einzig nützliche hier, es gab da ja nichtmal nen

       anständiges Schwert)

 

Nun, dieser Teppich ist ein höchst magisches Artefakt, wie sich

der geneigte Leser schon vorzustellen vermag:

 

Fliegender Teppich 'Nazzubar'  (ABW: 0)

 

Dieser Teppich ist ca. 1 Meter breit und 2 Meter lang. Das erste

was einem jedoch bei ihm auffällt, wenn man sich mehr als einen

Schritt nähert, ist der leicht müffelnde Geruch. Ausgebreitet

lässt er dann seine ganze Pracht erstrahlen: Ein ehemals vielleicht

als 'kitschig' zu bezeichnendes Muster eines scharidischen Jünglings,

ist nun übersäht von kleinen Brandlöchern, Flecken und selbst Motten

schienen sich nicht zu schade, den einen oder anderen Happen von

ihm zu kosten. An den langen Enden besitzt der Teppich noch einige

kümmerliche Fransenreste. Er hat offensichtlich schon eine grosse

Anzahl an Jahren auf den 'Buckel', und wenn man auch nur ein wenig

Geschmack hat, sollte man ihn entsorgen.

 

Und doch, ein kundiges Auge kann durch den einen oder anderen Zauber

erkennen, daß es sich bei diesem Teppich um arkanes Machwerk handelt.

Auf den ersten Blick fallen natürlich diese seltsamen Zauber auf,

die doch stark an 'Fliegen' erinnern - ist dies etwa einer der

legendären fliegenden Teppiche? Nun, nicht ganz...

 

Denn in ihm steckt doch noch weit mehr: Ein von seinem Nebenbuhler

verhexter scharidischer Zauberer namens 'Nazzubar', der vor langer

Zeit im Streit lag mit seinem Konkurrenten über die schöne Dhalia.

Nazzubar, ein wohl als skrupellos zu bezeichnender Mann, war ein

echter Schönling und Frauenschwarm. Doch mit der Dame Dhalia wollte

es nicht so recht klappen, da sie gleichzeitig von einem anderen

Zauberer umworben wurde. Da Nazzubar nicht gerade untalentiert in

den arkanen Künsten war, forderte er seinen Konkurrenten zum Duell

... und verlor. Für einige Zeit machte er sich hervorragend als

Bettvorleger im Hause seines Gegners, all seiner magischen Kraft

beraubt. Doch irgendwie gelang es dem im Teppich gefangenen Geist

der Zauberers zumindest teilweise wieder an seine Kraft zu kommen.

Er lernte wieder zu fliegen. Und er floh.

 

Über die Jahre hinweg gelangte er in den Besitz verschiedenster

Menschen, zu denen er verzweifelt versuchte, Kontakt aufzunehmen.

Doch in all der Zeit verlor er seinen Verstand, und dem Wahnsinnigen

gelang es dann eine Abart des Zaubers 'Zwiesprache' zu beherrschen,

die es ihm ermöglichte, mit seiner Umgebung zu kommunizieren.

Die Zeit seiner Gefangenschaft im Teppich war, wie schon erwähnt,

seiner geistigen Stabilität nicht gerade erträglich. Und so setzten

sich seine eher unangenehmen Charakterzüge durch: Gehässigkeit,

Arroganz, Streitsucht. Und dieses lässt er immer nur an einer

einzigen Person (seinem aktuellen Besitzer) aus. Nur der Besitzer

kann Nazzubar verstehen, keiner sonst. Irgendwann gelang er in den

Besitz eines Blauhaarigen, der neugierig nähere Untersuchungen

vornehmen wollte, bis er in einen grösseren Konflikt gezogen wurde...

 

Die Benutzbarkeit ist durch den unangenehmen Charakter Nazzubars

etwas eingeschränkt. Es sind grösstenteils Überredungskünste notwendig,

ihn zum starten zu bewegen bzw. damit er einen nicht abwirft.

Allerdings sollte er ruhig auch die eine oder andere Abwehrmassnahme

gegen Angriffe parat haben können (gegenzaubern?).

 

-----

 

Soweit zu der Idee der (groben) Geschichte des Teppichs. Nun frage ich

mich, ob nicht irgendwo Regeln für fliegende Teppiche gibt (ich habe

im QB Eschar nichts gefunden). Darüber hinaus war ich mir auch nicht

ganz sicher, ob diese Idee nicht irgendwo schon einmal realisiert ist,

oder ob ich doch tatsächlich aus eigenem Antrieb auf die Geschichte

gekommen bin. Wenn es den schon gibt, wäre ich für Quellenreferenzen

dankbar,

 

In diesem Sinne,

 

--

Masari

 

 

 

(Geändert von Masari um 10:51 am am Feb. 21, 2001)

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Hallo Masari,

 

 

im GB 45 habe ich einen fliegenden Teppich vorgestellt: Alkila- der fliegende Teppich. Vielleicht war Dir der in Erinnerung und Du hast eine Abart erschaffen... Nur als kleiner Querverweis gedacht...

Es gibt nicht unbedingt Regeln für fliegende Teppiche, jedoch muß meist ein kleiner Stein der Lüfte (Stein der Macht) im Teppich verwebt sein, damit dieser fliegen kann, es sei denn, der Teppich wird wie von einem Indruwalen (körperloser Dämon) o.ä. gelenkt, wie es in Deinem Beispiel der Fall ist....

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Hallo Massari,

 

habe eben auch ein paar Midgard-Quellen gecheckt und war richtig erstaunt darunter keine fliegenden Teppiche zu finden.

 

Aber wenn Du eine so tolle Geschichte für den Teppich ausgedacht hast (keine Ironie, gefällt mir wirklich!) sollte die Ausgestalltung doch auch kein Problem sein.

 

 

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Nachteile: Eine Einschränkung, die mir spontan einfällt, wäre die Witterung. So will dieser Teppich z. B. einfach nicht naß werden. Fliegen bei Regen ist nicht, und wenn der Teppich irrtümlich in einen Fluß fällt, ist sein Geist erst einmal zwei Wochen beleidigt.

Vorteile: Da im Teppich ein Wesen lebt, kann ich es bezaubern. Beschleunigen oder Stärke sollten z. B. möglich sein.

 

Bis demnächst,

 

Sir Killalot

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