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Der Terminus "Made in Germany" war anfangs ein Zeichen für schlechte Qualität. Er wurde 1887 in Großbritannien eingeführt als Folge der sogenannten Sword procurement scandals 1882 und diente dem Protektionismus der heimischen Hersteller. In der Sudan Kampagne der Britischen Streitkräfte brachen oder bogen viele Klingen, die in Deutschland gefertigt wurden. Diesem Umstand wurde der Tod diverser britischer Soldaten zugeschrieben, was zu einem Skandal führte. Deutsche Klingen stammten oft aus Solingen, wo sie dank der neuen Fabriken und Herstellungsmethoden kostengünstiger hergestellt werden konnten als in Englands Manufakturen. Und was billig ist, ist ja auch schlecht, nicht wahr? Nun, die Klingen wurden nach Vorgaben der britischen Zeugmeister hergestellt und keine Klinge wurde an die Truppe ausgegeben ohne vorher getestet zu werden. Aber da man selber ja nicht schuld sein kann, müssen es die Zulieferer sein...

1890 übernahmen es die USA für ihre Wirtschaft vollumfänglich. Nicht nur Klingen mussten als "Made in ..." gekennzeichnet werden, sondern alle importierten Waren aus aller Welt.

Dass die deutschen Waren vielleicht doch nicht so schlecht gewesen sind, zeigt, dass ein "Made in Germany" sich zu einem Qualitätssiegel mit sehr guter Reputation entwickelte.

Eine schöne Zusammenfassung des Themas findet man in Matt Eastons Youtube Video in seinem Kanal scholagladiatoria.

Verwendung im Rollenspiel: Deutsche Charaktere könnten in den Jahren nach 1882 in England entsprechend angefeindet oder beleidigt werden.

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