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Verortung der twyneddischen Stämme


Tuor

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Dem Stamm des Hochkönigs würde ich die Städte Dancaer und Pernillion zuordnen. Im Osten würde es passen, wenn die Städte Dinas Dron und Dungawry zu einem Stamm gehören. Verbleibt dann noch für den letzten Stamm die Stadt Caerlion. Letzteren würde ich auch für den kleinsten Stamm halten.

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  • 2 years later...

Ich habe mir auch mal Gedanken um die Verortung der Stämme gemacht.

 

Dabei bin ich v.a. davon ausgegangen, dass die Stammesgebiete organisch gewachsen sind - die Stammburgen der Stämme haben an Gewässern ihren Ausgang genommen und sind so weit wie möglich Flüssen gefolgt. Auf dem flachen Land abseits des Wassers markieren natürliche Geländehindernisse (Hügel, Gebirge, Wald) die Stammesgrenzen.

 

Llangolen und Llanbardan fallen bei dieser Einteilung nicht an den gleichen Stamm.

 

Notizen:

  • Ich betrachte Darncaer als freie Hochkönigsstadt, die keinem Stamm zugeordnet ist. Da Darncaer für den Südweststamm den einzigen großen Hafen blockiert, sind da Streitigkeiten um Handel und Passierrecht vorprogrammiert.
  • Der Südoststamm ist der einzige, der keinen Zugang zu Wasserwegen hat, und steckt dazu in einem langgezogenen Gebiet dessen östliche Ausläufer sehr weit entfernt sind von der Stammburg. Könnte erklären, warum Alba relativ leichtes Spiel bei der Grenzverschiebung nach Norden hat, besonders wenn der Nordoststamm keine Truppen aus dem logistisch günstiger gelegenen Dungawry entsenden will oder darf.
  • Es gibt ein paar namenlose Siedlungen in "Dreiländerecken", die ähnlich weit weg sind von mehreren größeren Städten.

    => zwischen Llanbadarn, Pernillion und Llangollen

    => zwischen Dinas Dron, Llanbadarn und Langollen

    => zwischen Pernillion und Langollen

    => das Bergdorf zwischen Llanbadarn und Dinas Dron


    Das dürften die großen Zankäpfel (oder heißen Kartoffeln?) sein, um die die Stämme ringen, und Langollen ist an fast allen beteiligt. Noch ein Grund für den Südoststamm, warum sie so zögern einen vernünftigen Feldzug nach Osten gegen Alba zu machen und die einzige größere Stadt und die umliegenden umstrittenen Dörfer schutzlos gegen die lieben Nachbarn zurückzulassen?

  • Die Grenzen sind natürlich in Wahrheit nicht so reißbrettartig wie in meiner Grobskizze. Ich stelle mir eher eine diffuse Grenze vor in der ein grober Bereich als Niemandsland zwischen den Stämmen und Tolwydds gilt, und die grenznahen Weiler und Dörfer dürften oftmals Mischehen und je nach aktuellem Pennadd wechselnde Loyalitäten aufweisen. Manche Stammesfürsten (und die die in ihrer Gunst aufsteigen wollen) dürften auch nachhelfen, einen passenden Kandidaten auf den Pennaddposten zu befördern...

 

Darum, welcher Stamm in welches Gebiet gehört, habe ich mir noch keine genaueren Gedanken gemacht.

Die Wendwyn wären im Südwesten am logischsten, wegen der wahrscheinlichen Verwandtschaft zu den erainnischen Derwendwyn.

Die Mannandwyn gehören auf jeden Fall nicht nach Südosten - diese Region kämpft mit den Albai, warum also bei den Albai Hilfe suchen?

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Genauere Überlegungen zur Verortung der Stämme und deren Details (alles rein inoffiziell):

 

Nordwesten:

Manandwyn.

Seit der Verbannung von Liam ap Garth nach Alba stecken sie in einem Bürgerkrieg um die Nachfolge des wahren neuen Pennadd fest. Caerllion und Llanbadarn markieren die Stammtolwydds der Konkurrenten und beherrschen jeweils das Gebiet westlich und östlich des Derwen Derwydd.

Die Straße zwischen Caerllion und Llanbadarn ist de facto permanentes Schlachtfeld, und keinem Reisenden zu empfehlen der noch ganz bei Trost ist.

 

Liam ap Garth hat seinen Statthalter in Llanbadarn, ist das Klischeebild des raufwütigen ostclanngadarnischen Barbarenkriegers und hat den Hochkönig gegen sich. Liam fährt dreigleisig, in dem er seinen Statthalter kämpfen lässt, in Beornanburgh um Unterstützung wirbt und gleichzeitig um die Hand der Llanadwyn-Erbin wirbt.

 

Mewdd vreic Garth, die Pennaddwitwe, residiert in Caerllion und ist eine Magiebegabte. (Magierin, graue Hexe oder Elementarbeschwörerin laut ihren Freunden - finstere Dämonenbeschwörerhexe laut ihren Feinden.) Sie hat ihr Handwerk in Chryseia erlernt und träumt von Reformierung und einer landesweiten Magiergilde nach ausländischem Vorbild, was die Druiden gegen sie aufbringt.

 

Nordosten:

Prydwyn.

Urtwyneddin, die keine einzige Stadt im zivilisierten Westen unterhalten und am ehesten dem Klischeebild des barbarischen, kopfsammelnden Twynedden im verlausten Fellgewand entsprechen. Mitglieder anderer Stämme verspotten sie hinter vorgehaltener Hand als Halb-Fuardwyn. Sei selbst trommeln sich auf ihr Schwarzenegger-Gedächtnis-Sixpack, während sie andere Stämme offen als abgeschlaffte Weicheier verachten (und die letzten sind, die noch gute Beziehungen zu den Fuardwyn unterhalten).

 

Während Manandwyn mit sich selbst beschäftigt ist, haben sie neulich das Bergdorf zwischen Llanbadarn und Caerllion in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eingenommen (mit verdeckter Unterstützung des Hochkönigs). Als nächstes richten sie ihr Augenmerk auf die bedrängten Dörfer nördlich von Deorstead und auf die Hand der Llanadwyn-Erbin.

 

Südwesten:

Wendwyn.

Die Überbleibsel der Derwendwyn, die nach Erainn ausgewandert sind und sich mit den Coraniaid vermischt haben. Ein sehr merkantiler und hinterlistiger Stamm, der die Finger unterarmtief in Ywerddon stecken hat, alleine schon weil ein guter Draht zu den dortigen Hafenstädten dabei hilft Druck auf Darncaers Zollpolitik auszuüben.

 

Der Pennadd der Wendwyn hat seine Augen auf den schwachen Dörfern der im Bürgerkrieg steckenden Manandwyn und der handlungsunfähigen Llanadwyn, aber die Probleme seines Bruders mit den Widerstandskämpfern in Ywerddon sind wichtiger. Seine Werbeversuche um die Llanadwyn-Erbin sind halbherzig bis er ein paar Probleme vom Tisch kriegt. Seine Assassinen haben dafür ein gutes Auge darauf, dass weder Prydwyn noch die Manandwyn von Liam ap Garth durch eine gute Partie zur Großmacht aufsteigen können.

 

Südosten:

Llanadwyn.

Die einzige Stadt (und damit Stammburg) liegt im zivilisierten Westen, während die meisten kleineren Siedlungen im barbarischen Osten liegen. Entsprechend groß ist die Entfremdung zwischen den beiden Bestandteilen des Stammes, was keine Hilfe bei der Überlegung ist eine stammesfürstliche Strafexpedition nach Alba zu schicken. Stecken seit Generationen in der Defensive, und alle Versuche der Rückeroberung gingen in die Hose.

 

Nach dem Fall des letzten Pennadds bei einem Streifzug gegen das Dorf südwestlich von Langollen, um die Nordmarken um Pengannion herum in die Zange nehmen zu können, ist dessen blutjunge, unverheiratete Tochter als Regentin nachgerückt. Sie wird umringt von expansionsgierigen Albai, Stammesfürsten die nach der Einverleibung der westlichen Llanadwyn-Dörfer gieren und Werbern, die sie heiraten wollen um sie zum Pennaddweib zu degradieren und sich selbst auf den Thron zu setzen. Zum Glück(?) ist da noch der Schattenmeister des Drais-Kultes, der ihr einen Ausweg aus der verfahrenen politischen Großwetterlage bietet - einen leichten, verführerischen Ausweg...

 

Hochkönig:

Darncaer und die unmittelbar umliegenden Rittergüter seiner Tafelrunde. Der aktuelle Hochkönig Tryffin Canhastyr entstammt dem Stamm der Manandwyn. Wie alle Hochkönige seit dem Niedergang des legendären Arddwr ist er zu sehr damit beschäftigt, seine Vasallen daran zu hindern über die Stränge zu schlagen, um selbst Fortschritte zu machen.

 

Er ist ein Parteigänger von Mewdd vreic Garth und würde am liebsten den Bürgerkrieg im Manandwyn-Gebiet zu ihren Gunsten beenden, aber solange die Druiden gegen sie stehen kann er ihr nur verdeckt aushelfen - und indirekt, indem er den Prydwyn hilft Liam in die Zange zu nehmen.

 

Die Lage in Llanadwyn, die in einem Machtungleichgewicht zugunsten von Prydwyn, Liam-Manandwyn oder Wendwyn umkippen könnte, ist die andere große Sorge des Hochkönigs. Mehrere seiner Ritter residieren aktuell in Llangolen, um den Strauß mit Werbern zu suchen - wobei einige von diesen selbst ein halbes Auge auf die Hand der Pennaddine geworfen haben, was sie wiederum ins Fadenkreuz der Wendwyn-Assassinen bringt...

 

Menschenopfer! Hunde und Katzen leben zusammen! Massenhysterie! Oder kurz gesagt, business as usual im zerstrittenen Clanngadarn...

Edited by Skyrock
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  • 3 months later...

Nach nochmaliger Durchsicht der Artikels im GB 40. Glaube ich, dass die hier vorgenommene Verortung der Stämme mit dem offiziellen Midgard vertretbar ist. Bestenfalls wird man die Städte einem Stamm zuordnen können. Ein zusammenhängendes Stammesgebiet wird es aber wohl nicht geben. So findet sich a.a.O. auf Seite 7 der Hinweis: „Die Stämme sind keine Unterteilung, wie es z.B. in Waeland der Fall ist, mit einem Stammesfürsten, der über die Belange des Stammes entscheidet. [..] Die Einteilung in Stämme ist also eher mythologisch und von keiner politischen Bedeutung.“

 

Ich verstehe dies so: An der Spitze befindet sich der Hochkönig mit Sitz in Darncaer. Er selber (zumindest aber ein Verwandter) ist auch Fürst (Pennadd) eines Clans (Tolwydd). Die eigentliche Macht im Lande geht aber von den Pennadd aus. Dazwischen gibt es aber keinen „Stammesoberen“. Es wird sich vielmehr so verhalten, dass die Stämme völlig verstreut sind. Möglicherweise resultieren sogar Fehden zwischen zwei benachbarten Tolwydd daraus, dass sich der eine auf einen anderen Stammesvater beruft, als der andere. Im GB-Artikel ist ja ausdrücklich davon die Rede, dass diese Stammesväter mythisch zu verstehen sind. Vielleicht werden sie sogar mit dem einen oder anderen Fabeltier gleichgesetzt oder genießen den Status einer „Volksgottheit“ oder Heiligen.

 

Ich gehe aber davon aus, dass die Städte jeweils von einem einflussreichen Pennadd geführt werden. Daher wird man die Städte damit wohl auch einem Stamm zurechnen können. Da die Stammeszugehörigkeit aber nicht politisch ist, wird es wohl auch Fehden zwischen Tolwydd des selben Stammes geben.

 

Im Hinblick hierauf erscheint mir eine Verortung der Stämme nicht zielführend. Wir müssen wohl eher von einem dezentralen Staatsgebilde ausgehen, wenn man hier überhaupt von einem einheitlichen Staatsgebilde sprechen will. Wenn überhaupt ist der Glaube bzw. sind die Druiden der Kitt, der das fragile Staatsgebilde zusammen hält. Bei den Druiden selber wird weder die Stammeszugehörigkeit noch die Zugehörigkeit zu einem Clan eine große Rolle spielen, da sie sonst kaum ihrer Funktion als Bindeglied gerecht werden könnten. In meinem Clanngadarn wird es vermutlich eine Gelehrten- „Kaste“ geben. Dieser gehören die Druiden, Seher (Dr oder Ws, ggf auch Sc), Priester, Weise und Dichter/ Barden an. Dabei halten die Druiden Clanübergreifend das Land im Auge, Priester sind den Göttern aber auch ihrem Tolwydd verpflichtet. Selbiges gilt für die Weisen. Beide Gruppen werden auch ihr Dorf oder ihre Stadt auch selten verlassen, was nicht für die Druiden gelten muss. Die Barden/ Dichter werden mal stärker, mal schwächer mit einem Tolwydd verbunden sein, je nachdem, was sie für ein Selbstverständnis haben. Unabhängig von den Abenteurerklassen werden hier die Grenzen zwischen den Typen verschwimmen. Sie sind es aber nach meiner Auffassung, die den Laden zusammenhalten.

 

Schaut man sich die Größe des Landes, verbunden mit der schlechten Infrastruktur an, kann es letztlich auch nicht anders laufen. So würde z.B. ein Bote des Hochkönigs ca. 4 Wo brauchen, um nach Dungawry zu gelange. Das Ganze ohne Gasthäuser und nur wenigen Handelsstraßen. Wenn der Towydd dort dann die Gefolgschaft verweigert, müsste der Hochkönig erst einmal eine Heerschau durchführen und seine Truppen dann über geschätzt 2 Monate dort hin führen. Die Leute seines Clans sind ihm aber nur 40 Tage im Jahr zum Dienst verpflichtet. Dies zeigt die Schwierigkeit.

 

Fazit: Ein durchgängiges Stammesgebiet wird es nicht geben. Jedes Dorf ist sein eigener „Staat“.

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  • 6 years later...

Seit "Die Welt" haben wir inzwischen eine offizielle Verortung der Stämme:

Die Prydwyn siedeln im Südwesten, im Maestir und der Nordhälfte Ywerddons. Der Hochkönig ist zugleich ihr Stammeskönig mit Sitz in Darncaer.

Die Hauptstadt der Manandwyn ist das Bergbauzentrum Caerllion.

Langollen ist die die Hauptstadt der Llanadwyn.

Dungawry ist Sitz des Stammeskönigs der Wendwyn, die tatsächlich am weitesten von den erainnischen Gebieten entfernt leben, wo einst die Derwendwyn hausten.

Somit sieht es in meiner Interpretation danach aus, dass die Stämme mehrheitlich ein relativ geschlossenes Gebiet bewohnen. Unterlegt sehe ich das durch eine Bemerkung in der Seitenbox auf S. 73 von "Die Welt", derzufolge in der "Mitte des Stammesgebiets" jeweils der heilige Baum des Stammes wächst: die Linde der Prydwyn, die Eiche der Llanadwyn, die Eibe der Wendwyn und die Fichte der Manandwyn.

 

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