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    Der Kristalltempel von Nibrost


    Galaphil

    Folgender Beitrag ist eine Weiterführung meiner Idee der Kristalltiere aus Nibrost. Wie in dem obigen Beitrag beschrieben, stellen die Nibroster Zwerge aus den gefundenen Bergkristallen, die sie mühevoll suchen und den Bergen abringen, auch große und sehr große Kristalltiere her, die allerdings in ihrem gemeinsamen, geheimen Tempel aufbewahrt werden.

     

    Einem normalen, unwissenden Besucher von Nibrost wird wahrscheinlich als erstes auffallen, dass es in Nibrost selbst zwar viele "private" Schreine gibt, an denen man den Zwergengöttern huldigen und ihnen spenden kann, dass es allerdings keinen großen, gemeinsamen Tempel zu geben scheint. Die Nibroster Zwerge sind, Fremden gegenüber, auch sehr schweigsam, wenn diese nachfragen. Man muss als fremder Zwerg schon sehr viel Vertrauen erworben haben, dass man vielleicht das Geheimnis erfährt, das und wo die Nibroster ihren Tempel haben. Neben dem üblichen Misstrauen, das Zwergen eigen ist, spielt dabei auch die Angst mit ein, dass ein mächtiger Feind - ein Drache oder ein sonstiger Führer der Orks, wie zum Beispiel der wieder erstarkte Hexenmeister im Schatten - sie angreift und ihnen ihren Schatz zerstört. Schließlich ist der Feind aus dem Nebelgebirge seit dem Fall von Nifelgar schon bis an die Grenzen Nibrosts gerückt...

     

    Der Tempel selbst ist tief unter den Hochpassbergen versteckt, die die Senke im Norden überragen, in der Nibrost liegt und ausschließlich über Tunnel, geheime Schleusen und Zugänge erreichbar, die sich nur mit Hilfe von Passwörtern öffnen lassen, die mit speziellen Lichtrunen geschützt sind. Nur wenige ausgewählte Zwerge kennen diese Passwörter und sie öffnen im Bedarfsfall die magisch verschlossenen Tore.

     

    Der Tempel ist sehr weitläufig angelegt und durch ausgeklügelte Lichtschächte fällt an speziellen heiligen Tagen das Licht der auf- und untergehenden Sonne in bestimmte Bereiche des Tempels, um sich dort an den Altären der vier Hauptgötter Mahal, Lishadi, Torkin und Zornal zu reflektieren und ein beeindruckendes, atemberaubendes Schauspiel in den heiligen Kavernen zu bewirken. Selbstverständlich sind den Zwergen aus Nibrost zu diesen Zeiten im Tempel, um ihre Götter zu ehren und sich an den Lichtflexionen zu erfreuen und Kraft und Mut für ihr hartes Los zu schöpfen.

     

    Der Tempel besteht, seitdem Nibrost erbaut wurde und die Kristalltiere, die aus den größten, schönsten und reinsten Bergkristallen geschnitten und geschliffen wurden, sind das Werk von mehreren tausend Jahren höchster Zwergenhandwerkskunst. Der Tempel selbst mitsamt seinem Inhalt ist einer der größten Schatzkammern, bzw. Hort, den Zwerge angesammelt haben, und durch die Geheimhaltung konnte er unerkannt immer weiter und weiter wachsen, ohne die Aufmerksamkeit missgünstiger Feinde darauf zu lenken. Alle Nibroster betrachten den Tempel als ihren gemeinsamen Hort.

     

    Der Tempel ist in vier Sektionen geteilt, die rund um die große Halle der Meditation aufgeteilt sind. Jede Sektion ist einem der großen Götter zugeordnet, die Kristalltiere (die hier alle weit über 1000 GS wert sind) verteilen sich kunstvoll und ästhetisch in den Sektionen und wirken möglichst natürlich (Vögel zum Beispiel wurden mit dünnen, durchsichtigen Seilen und Drähten zumeist in Nischen (sitzend) oder unter den Höhlendecken (fliegend) befestigt). Alle Tiere wurden durch langes Studium beobachtet und möglichst detailgenau angefertigt. Bei Vögeln kann man zum Beispiel einzelne Federn erkennen, bei Tieren die einzelnen Haare des Fells, usw.

     

    Mahal zugeordnet und in dessen Quadrant stehen vor allem Adler, Steinböcke und Hunde.

     

    Lishadi sind Gänse, Gemsen und alle Nutztiere (Kühe, Schafe, Ziegen) zugeordnet.

     

    Torkin sind alle Zier- und Singvögel, Bieber und Dachse zugeordnet.

     

    Zornal sind Falken und Bussarde, Bären und (Groß-)Katzen zugeordnet.

     

     

    In die Wände des Tempels und die Decken sind mehrere thaumaturgisch bearbeitete Kristalle eingearbeitet, die ein sanftes Licht spenden. Zusätzlich können mehrere Laternen an Orten abgestellt werden, an denen der Einfallswinkel der Lichtstrahlen auf die Kristalltiere besonders schöne und beeindruckende Reflexionen auslöst. Das größte Schauspiel allerdings ist an den Tagen zu beobachten, wo das Sonnenlicht in die unterirdischen Kavernen fällt und die Höhlen durch unzählige Lichtrelexionen an den geschliffenen Kristallkanten der aufgestellten und aufgehängten Tiere quasi zum "Brennen" bringt.

     

    Die fantastischste Anordnung befindet sich allerdings in der zentralen Halle, der Halle der Meditation.

    Hier haben die Zwerge aus den Metallen der Berge den Urdrachen des Artrossgebirges nachgestellt, der im Inneren hohl ist. Aus dem Kopf des so dargestellten Drachen entspringt ein Strahl aus reinen Bergkristallen, die mithilfe thaumaturgischer Runen aneinander befestigt sind. Fällt das Licht der Sonne zu den heiligen Zeiten in diese Kammer, dann glitzert und gleißt der Strahl des Drachen in rotgelbem "Feuer" - ein Anblick, der jedem Betrachter den Atem nimmt und ihn erfürchtig staunend auf die Knie sinken lässt!

     

    Zu den Auswirkungen: natürlich können alle Priester in der Sektion ihrer Gottheit ohne AP-Kosten zaubern. Durch die Auswirkungen der Kristalltiere und des Lichtspieles bekommen sie zusätzliche +2 auf ihre Wundertaten; falls ein WW: Resistenz gegen ihre Wundertaten notwendig ist, wird dieser mit -2 modifiziert.

    Bei den Zeremonien an den heiligen Tagen verdoppeln sich diese Modifikationen.

    Ebenso werden alle Teilnehmer an diesen Zeremonien automatisch gesegnet und es wirkt für 1w6 Tage der Schutz von Segnen auf ihnen.

     

    In der Halle der Meditation wirkt permanent die Auswirkung des Liedes des Friedens sowie von Stille, außerdem werden alle Meditationen um +4 erleichtert, die hier durchgeführt werden. Erlebt man das Schauspiel des Entflammens des Feueratems des Urdrachen mit, so wird Kampfgeist, Mut und Moral der anwesenden Zwerge gestärkt und sie erhalten für 1w6 Tage einen Bonus von +2 auf ihre Moral und ihren Angriff im Kampf (Dieses Schauspiel kann vor einem wichtigen Krieg/Kampf/Schlacht von den Priestern der Zwergengötter durch Einsatz von mindestens 9 Punkten Göttlicher Gnade ebenfalls herbeigeführt werden, um die Moral und die Kampfkraft der Nibroster zu stärken).

     

    Auswärtige Gäste, denen die Gnade zuteil wird, den Tempel betreten zu dürfen, müssen beim ersten Mal einen WW:gRes gegen 40 schaffen, um nicht voller Ehrfurcht die zwergische Handwerkskunst zu bestaunen; ansonsten sind sie handlungsunfähig (wie unter Verwirren, nur mit Wirkungsdauer von 1w6 Stunden bis NACH dem Besuch des Tempels), insbesondere können sie keinerlei Handlungen gegen den Tempel, gegen ein Kunstwerk oder einen anderen Zwerg im Tempel unternehmen. Dieser WW sinkt pro Besuch/Stunde um 1 bis zu einem Gesamtergebnis von 30 - niedriger wird er allerdings nicht mehr, egal wie häufig man zu Besuch des Nibroster Tempels ist.

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    User Feedback

    Recommended Comments

    Hallo Galaphil!

     

    Da ist Dir eine sehr schöne Ausarbeitung gelungen. In dieser Form wäre sie sicherlich auch etwas für den Gildenbrief gewesen.

     

    Liebe Grüße, Fimolas!

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    Hi Galaphil,

     

    Fimolas hat recht - das ist eine echt schöne, stimmige und allgemein sehr gelungene Ausarbeitung! Obwohl ich an sich kein großer Zwergenfan bin, komme ich bei dieser tollen Leistung nicht umhin, den Kristalltempel der Zwerge auch mal sehen zu wollen - egal mit welcher Spielfigur ;).

     

    LG und weiter so,

    Anjanka

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    Hi Galaphil,

     

    das hört sich nach einer Pilgerfahrtfür meinen Zwerg an. Wundervoll! Ja, das ist würdig offizieler Anhang des Zwergen QBs zu sein! Ganz großartig!

     

    LG, M&M

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    Danke

     

    Ich persönlich schlage vor, es als Belohnung für eine Zwergengruppe zu gestalten, die den Melzindar heimbringt (als solches möchte ich es auch bei mir in der Hausrunde handhaben) - sollte dies erfolgreich gelingen, dürfen sie in einer heiligen Zeremonie den Melzindar im Frühjahr in den Tempel tragen und dort eines der großen Wunder miterleben.

     

    LG Galaphil

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    Hallo Galaphil,

     

    der Artikel gefällt mir sehr gut. Die schönen Beschreibungen sind sehr gelungen.

     

    Grüße,

    Ginelmer

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