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    Hausregel: Bonuswürfel


    Nelson

    Ich habe in meiner Runde nun sog. Bonuswürfel (BW) eingeführt.

    Er dient zum einen als eine Art von mhhh.. Booster in wichtigen Situationen, er stärkt ein wenig die Charakterkompetenz und dient mir als Spielleiter und vielleicht später auch der Gruppe als eine Art spontane Belohnung für tolle Ideen & tolles Spiel.

    Das ganze funktioniert so:

     

    Jeder Spieler erhält pro Session einen sog. Bonuswürfel

    Dies ist ein 6 seitiger Würfel mit den Zahlen: 3,3,4,4,5 und 6

    Hält er es für notwendig, das eine Aktion seiner Figur Unterstützung beim Gelingen braucht, so setzt er den Bonuswürfel ein. Er würfelt und das Ergebnis des Wurfes wird zum nun folgenden (oder gleichzeitigen) EW oder WW als positive WM hinzugezählt.

     

    hatte der darauffolgende erleichterte Wurf Erfolg,

    • so gelingt die Fertigkeit,

     

    • der Bonuswürfel wandert in den Pool des Spielleiters für die NichtSpielerCharaktere

     

    • und die Figur erhält zusätzlich zu den anfallenden EP weiter 15 EP (der jeweils passenden Kategorie)

    Hat die Figur in einer ursprünglich kritisch erschwerten Situation (Wurf mit Würfelmodifikation von >-8) Erfolg , so erhält sie einen Praxispunkt.

     

    war er erfolglos,

    • so geht der Bonuswürfel in den Pool der Spieler (ein kleines Glas ind er Mitte des Tisches

     

    • und die Figur erhält dennoch 5 EP (AEP, KEP oder ZEP)

     

    Der Würfel im Gruppenpool kann von jedem Spieler benutzt werden, der einen Praxispunkt [1] in der Fertigkeit aufbringt, die er erleichtern möchte.

    Es können auch der eigene und ein durch Praxispunkt erkaufter Bonuswürfel gleichzeitig eingesetzt werden.

     

    Ist der nachfolgende EW nicht kompetitiv (Erfolgswurf gegen Wiederstandswurf), so gelingt die Fertigkeit automatisch, wenn der Erfolgswert + WM + Bonuswürfe mindestens 19 ergeben. Hierfür gibts allerdings nur die normalen EP.

     

    Jeder wichtige Kontrahent der Figuren erhält ebenfalls einen Bonuswürfel, den ich in gegebener Situation ebenfalls einsetzen kann.:sly:

     

    In der letzwöchigen Session fand der Bonuswürfel eine positive Aufnahme und wurde auch prompt angewand. Ebenso wie ich für eine wirklich gute, mich überraschende Idee einer Spielerin einen Bonuswürfel springen lies.

     

    Soweit die Idee und die ersten Erfahrungen.

     

    Wie ist eure Meinung dazu?

     

    [1]

    Wir notieren uns die gewürfelten "20" als PP mit dem Zusatz des aktueller EW & WM in der Situation, z.B. "Dolch, +10, -2". Später kann dann erwürfelt werden, ob sie die 40 FP wert sind. Oder sie werden vorher verbraten, zum kaufen oder zum Retten (Mildern) von krit. Fehlern.

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    User Feedback

    Recommended Comments

    Scheint mir in jedem Fall ein interessanter Ansatz zu sein.

     

    Macht dann aber nicht jeder Einsatz wiederum die NPCs stärker?

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    Jeder wichtige Kontrahent der Figuren erhält ebenfalls einen Bonuswürfel, den ich in gegebener Situation ebenfalls einsetzen kann.:sly:

     

    Wie machst du es bei wichtigen Kontrahenten, deren Identität als solche du vor den Spielern geheim halten willst, obwohl sie schon mit selbigen interagieren und von daher auch in eine Situation kommen könnten, in der sie ihren Bonuswürfel einsetzen müssten?

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    Macht dann aber nicht jeder Einsatz wiederum die NPCs stärker?

    [/Quote]

    Ja. Wobei es sich ja um eine, sagt man "Metaregel" handelt, eine Art "Bennie" wie die Schicksalsgunst. Ein taktisches Element, welches ich als Spielleiter ja auch nur als solches anwende, kritische Situation, mögliches Plotwenden, Spannung erzeugen usw.

    ...Kontrahenten, deren Identität als solche du vor den Spielern geheim halten willst, [...] in eine Situation [...], in der sie ihren Bonuswürfel einsetzen müssten?

    Guter Einwand!

    Da ich nicht offen Würfel kann ich bequem den Bonuswürfel einsetzten und einfach zeitverzögert in den Spielerpool packen.

    Ich gebe zu, ganz Niet und Nagelfest ist das nicht, aber ich weis keinen anderen Ausweg.

    Vielleicht werde ich den Transfer Spieler-Pool <-> NichtSC-Pool auch noch weglassen. Das muss ich in der Praxis testen.

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    Hört sich erstmal super an! Du kannst ja mal erzählen, ob das ganze ein einmaliger Erfolg war, oder ob der "Bonuswürfel" fest in eure Spielrunden aufgenommen wurde ;)

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    Ein kleines Feedback zu den Bonuswürfel.

    Sie werden regelmäßig angewendet meistens in als kritisch empfundenen Situationen.

     

    Einer der schönsten Einsätze war der Befreiungs-Rundumschlag der Söldnerin gegen 3 Goblins, der Dank einer WM+6 des Bonuswürfels eindrucksvoll gelang, einmal sogar kritisch.

    Frenetischer Jubel der Mitspieler :clap: und Belohnung durch Glanzsteine.

     

    Im nächsten Kampf dann, erster Schlag kritischer Fehler, Waffe zerbricht :o::cry:

    Aber der konnte abgemildert werden, durch den einsatz eines flink gekauften BW :schweiss: durch den PP just aus dem vorherigen Kampf.

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    Was mich interessieren würde: Nutzt ihr zusätzlich auch die normale Schicksalsgunst?

    Ja, aber entweder haben die Figuren noch keine oder sie haben sie bereits verbraten und bekommen sie erst beim Gradanstieg wieder.

    Und da jede Sitzung mit einem BonusWürfel gestartet wird, ist das ein ganz anderes Konzept, häufiger und schwächer.

    Es kaschiert die relative Unfähigkeit niederer Grade und ermöglicht auch mal etwas gewagtere Aktionen (von Cineastischen Elementen kann man jedoch nicht sprechen).

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    Eine weitere Überlegung geht dahin, dass ich die Bonuswürfel - die ja in bestimmten Situationen der Figur einen Vorteil verschaffen sollen - zum sog. Player Empowerment nutzen möchte.

    Nämlich, dass ein Spieler versuchen kann mit dem Einsatz eines Bonus Würfels einen Fakt zu deklarieren, der ihm oder der Gruppe einen Vorteil bringt.

    Und zwar - um auch hier Nischenschutz zu betreiben und Charakterkompetenz zu stärken - indem ihm ein EW: + Bonuswürfel einer Fertigkeit gelingen muss, die zur Idee passt.

     

    Bsp.

    Klettern, leicht überhängende Wand, wenig Griffmöglichkeiten.

    Spieler kann den BW entweder nutzen um seinen eigenen Kletterwert zu modifizieren,

    oder er versucht eine kleine Deklaration:

    "Ich schaue mir die Wand ganz genau an und versuche mit meiner Erfahrung einen Weg zu finden, der nicht ganz so schwer ist!"

    Er würfelt dann einen EW:Klettern + BW. Gelingt dieser, so gibt es tatsächlich eine für alle leichtere Route.

     

    Diese Deklaration gelingt um so leichter, je besser eine Figur in dieser Fertigkeit ist.

    Wie ausgeprägt diese Deklaration sein kann würde ich gerne vom Ergebnis des EW abhängig machen (ich bin ja ein Fan von Qualitätssystemen).

    Habe mir das aber noch nicht genau überlegt. Zumal dass ja fertigkeitsabhängig sein muss, da die Fertigkeiten auf unterschiedlichem Erfolgsniveau rangieren.

    Auch wie Versuche größere Deklarationen zu handhaben sind weis ich noch nicht, auch nicht ob die Spieler Deklarationen schon regeltechnisch ansagen können. Es soll die Situation mit Ideen der Spieler bereichern und nicht den Spielfluss durch Taktieren und Feilschen auf Metaebene hemmen.

     

    Vielleicht hat da jemand einen Vorschlag?

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    Hallo Nelson,

     

    ja :-)

     

    Wand genau ansehen, um die beste Kletterstrecke zu finden ist immer gut. Inwieweit Erfolgswürfe nötig werden, um sie zu finden, hängt von der Situation ab.

     

    Dann kann der beste Kletterer sich sich die Strecke vor dem Klettern noch mal anschauen, sich die Griffe überlegen und dies auch seinen Kameraden mitteilen. Er erhält dann WM+1 auf einen EW: Klettern, seine weniger fähigen Kollegen WM+2, da sie von seiner Fachkenntnis profitieren.

     

    So weit das, was ich praktiziere, und was IMHO auch einfach eine Anwendung der Regeln ist.

     

    Wenn Du den Bonus von dem Ergebnis abhängig machen willst, dann gibt doch einfach weitere WM+1, wenn der EW: 24, 28, 32 .. erreicht - dann wird auch der Bonuswürfel wichtig - in der Regel gibt seine Anwendung WM+1 für alle.

     

    Zu den Sternen

    Läufer

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