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Kreaturenerschaffungsschwampf


Guest

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Hallo,

 

ich wollte hier mal eine Frage an das Forum loswerden. Den Strangtitel habe ich aber bewusst allgemein gehalten, falls es Leute gibt, die auf ähnliche Weise Informationen von den Midgardianer-Forumisten einholen wollen.

 

Es geht um die Erschaffung eigener Kreaturen für Midgard und um die Diskussion zu bestimmten Regelansätzen diesbezüglich.

 

Zu meiner Frage:

 

Ich habe gerade eine Dämonenart erschaffen, die recht klein (30 cm) und dafür sehr gewandt/beweglich/flink ist. Es handelt sich um Wesen vom Grad eins, die an sich (entsprechend dem Grad) nicht sehr kampfkräftig sind.

 

Die Fragen diesbezüglich sind folgende:

 

1. Ich habe mir überlegt, dass es für menschengroße Wesen recht schwierig sein dürfte sich gegen solche Wesen mittels Verteidigungswaffen zu verteidigen. Etwas ähnliches hab ich im Regelwerk nicht gefunden, aber sich auf so einer niedrigen Ebene zu verteidigen dürfte für einen Menschen erstens ungewohnt, zweitens anstrengend und drittens schwierig sein. Die Dämonen greifen also bevorzugt die Fuß- und Unterschenkelpartie an. Ich dachte, dass es evtl. nicht möglich ist den Bonus von Verteidigungswaffen gegen diese Gegner zu benutzen. Den großen Schild (in Form eines Turmschildes) kann ich mir vielleicht noch vorstellen, wenn auch nicht wirklich, die anderen Verteidigungswaffen eher nicht. Die Idee war, dass nur der Bonus auf Abwehr durch waffenlosen Kampf auf den WW:Abwehr aufgerechnet werden darf.

Die Frage ist auch eine doppelte:

1.1. Die Realismusfrage: Wie steht ihr im Bezug auf eine "reale" Situation zu diesem Szenario, dass hier Verteidigungswaffen schlecht bis nicht einzusetzen sind?

1.2. Die Regeltechnik: Wie steht ihr im Regelsystem Midgards dazu? Gegen sehr kleine Gegner den effektiven Einsatz von (bestimmten) Verteidigungswaffen zu bestreiten?

Anmerkung hierzu: Bestimmte Verteidigungswaffen an sich haben ja auch eine eigeschränkte Einsetzbarkeit (schon durch das DFR). Beispielsweise nutzt ja ein kleiner Schild nichts gegen sehr sehr wuchtige Waffen, warum sollte er dann evtl. nicht auch gegen kleine Wesen nichts nutzen, die vielleicht leicht an ihm vorbeischlüpfen (darunter hindurch tauchen)?

 

2. Diese Dämonen sind durch ihre Größe bedingt darauf spezialisiert die Beine anzugreifen (auch mit gezielten Hieben!!!), was ihre ureigenste (um nicht zu sagen genetische) Veranlagung ist. Ich frage mich, wie ich dies regeltechnisch umsetzen könnte? Da sie als Grad 1 Wesen sowieso keinen hohen Angriffswert besitzen, dachte ich daran, dass Gegner gegen die gezielten Hiebe (nur gegen die Beine!!!) nur +2 auf ihren zweiten WW:Abwehr erhalten (weil es eben ihre ureigenste, ständig gepflegte Kampftechnik ist und evtl. sogar ihre geringe Größe auch noch vorteilhaft mitspielt). Ich weiß aber nicht, ob so eine Regelung sinnig oder passend ist, oder ob ich diesen Umstand eher durch eine andere Regelmechanik abbilden sollte.

 

 

Bin sehr gespannt auf eure Meinungen und gegebenenfalls weiterführenden Änderungs- bzw. Anpassungsvorschläge.

 

Gruß & Gute Nacht by Xan :wave:

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zu 1.1.: Zur "Realität" sage ich nichts, weil mich die bei Regeln grundsätzlich maximal am Rande interessiert. Entscheidend ist nur, wie es ins System passt.

 

Zum Rest: Ich wüsste bisher nur, dass der Vorteil kleiner Wesen darin liegt, dass der Angreifer WM-4 auf seinen EW:Angriff bekommt. So ist das bisher in den Regeln bei diversen kleinen Kreaturen geregelt.

 

Ich sehe aber erstmal keine Probleme, einen Abwehrwaffenbonus nicht zu gewähren. :dunno: Wenns dir gefäält, mache es halt so.

 

Den Bonus auf den WW:Abwehr bei einem Gliedmaßenangriff würde ich nicht verringern. Ich sehe keinen Grund dazu. Vorallem nicht mit der von dir angeführten Begründung. Kanthais lernen von Kindesbeinen an, als Krieger nur gezielte Hiebe auf Schwachstellen zu machen. Nichtsdestotrotz bekommt der Gegner nicht einen geringeren Abwehrbonus zugestanden.

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Den Bonus auf den WW:Abwehr bei einem Gliedmaßenangriff würde ich nicht verringern. Ich sehe keinen Grund dazu. Vorallem nicht mit der von dir angeführten Begründung. Kanthais lernen von Kindesbeinen an, als Krieger nur gezielte Hiebe auf Schwachstellen zu machen. Nichtsdestotrotz bekommt der Gegner nicht einen geringeren Abwehrbonus zugestanden.

 

Mein Problem ist dann, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer viel zu gering wird (der Dämon ist ja nur Grad 1) und sie damit wenig erschreckend werden. Wenn ich also die Regelung für gezielte Hiebe unmodifiziert lasse, dann müsste/sollte ich das wahrscheinlich durch einen höheren Angriffswert ausgleichen, wodurch der Dämon dann aber viel mächtiger wäre (als mit der Modifikationsregel).

 

@ Einskaldir:

Zum Ignorieren der Abwehrwaffen. Vielleicht interpretiere ich auch die Regeln zu eigen - ich weiß es nicht.

1. Andere kleine Wesen sind eben schwerer zu treffen, aber nicht schwerer abzuwehren. Letzteres finde ich zwar nicht besonders schlüssig, aber da ich dem Wesen vor allem wegen der Größe diesen Vorteil gewähren wollte, dieser anderen gleich großen Wesen in Midgard aber nicht gewährt wird, ist das unsinnig. Also sollte ich diese Regelung wohl verwerfen.

2. Der Dämon benutzt (in der aktuellen Version) sichelförmige Waffen (15 cm lang). Jetzt könnte man diesen Angriff wohl mit allen Verteidigungswaffen abfangen (wohl selbst mit Parierdolch und Buckler), weil eine 15 cm kleine Sichel, wohl kaum als Wuchtwaffe im eigentlichen Sinn zu handhaben ist.

Wie wäre das jetzt aber regeltechnisch korrekt, wenn es keine Waffen sondern die Waffen Extremtitäten wären? Laut BEST entsprechen bestimmte naturgegebene Waffen von Tieren bestimmten Waffenvorbildern (Kralle = Dolch u.Ä.) - laut DFR nutzen aber nur kleiner & großer Schild vor tierischen Angriffen. Wie ist das also jetzt (regeltechnisch) wenn mein Dämon Sicheln als Waffen führt, dann nutzen alle Verteidigungswaffen etwas, wenn er aber Sichelförmige Extremitäten hat, dann nutzen nur Schilde etwas?

---> Wenn dem so wäre, dann könnte ich auch mit dieser Regelung als Alternative leben.

 

Allgemeine Anmerkungen:

1. Ich würde ja gerne einfach die Daten und die Beschreibung des Dämons posten (zum besseren Verständnis), aber eigentlich sollte der Teil eines Artikels werden.

2. Eine Idee ist auch, dass diese Dämonenart wie ein Kaligin oder Dunebrast zu behandeln ist und es entsprechende Beschwörungsformeln gibt. Im Moment sind seine Werte ausgeglichen im Verhältnis zu einem Kaligin I, wobei noch nicht die 5 Punkte zur Vergabe besonderer Vorteile berücksichtigt sind. Also bestünde für diese Dämonenvariante auch noch die Möglichkeit sie zu pimpen mit Vorteilen (5 Punkte) nach dem BEST/MdS oder mit anderen Vorteilen, die entsprechen wiegen.

 

 

@ Einskaldir: schon mal Danke für deine erste (von hoffentlich) mehreren Rückmeldungen.

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Zu 2.: Warum nicht eine analoge Regelung zum Kehlbiss einführen? Wölfe und Hunde, die einen Kehlbiss versuchen verursachen auch dann schweren Schaden, wenn der zweite WW: Abwehr gelingt. Entsprechend könnte man das auch mit dem Beintreffer machen; also 2 WW: Abwehr wie immer, aber dafür schwerer Schaden, sobald der erste WW scheitert. Damit sind die Dämonen denke ich vergleichsweise gefährlich, schalten aber nicht automatisch alle Gegner mit kritischen Beintreffern aus.

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Zu 2.: Warum nicht eine analoge Regelung zum Kehlbiss einführen? Wölfe und Hunde, die einen Kehlbiss versuchen verursachen auch dann schweren Schaden, wenn der zweite WW: Abwehr gelingt. Entsprechend könnte man das auch mit dem Beintreffer machen; also 2 WW: Abwehr wie immer, aber dafür schwerer Schaden, sobald der erste WW scheitert. Damit sind die Dämonen denke ich vergleichsweise gefährlich, schalten aber nicht automatisch alle Gegner mit kritischen Beintreffern aus.

 

genau das Gleiche würde ich im Zweifel Xan auch empfehlen.

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@ Einskaldir & Mormegil:

 

Danke. Ich denke eine Kehlbiss-Analogie, das könnte passen. So hatte ich es ursprünglich auch schon mal in Erwägung gezogen, dann aber wieder verworfen. Doch von der konsequenten Regelumsetzung ist es wohl das passendste.:thumbs:

 

Dann bleiben für mich noch zwei wichtige Fragen zu klären:

 

1. Die Viecher sind ja durch ihrer Größe (30 cm) eben auf dem gemeinen Level die Beine anzugreifen.

Wenn ich jetzt wieder mit der Realitätsfrage komme, dann stünde ich vor dem Problem, dass Beinschienen m.W. ja meist nur den vorderen Teil des Beines schützen, während hinten die Halteriemen liegen (eine perfekte Trefferfläche). Man so also Da man ja einen gezielten Hieb macht. Den Rüstungsschutz der Beinschienen umgehen könnte. Aber das ist wohl wieder zu realitätsbezogener Quatsch und der Schutz durch Beinschienen sollte einfach erhalten bleiben (weil der detailliertere Schutz von solchen Rüstungsteilen wohl einfach nicht regeltechnisch dargestellt wird bzw. werden soll). Andererseits wiederum, kämpfen diese Dämonen mit recht schmalen (15cm langen) Sicheln , die also besonders gut durch Schwachstellen der Rüstung dringen könnten (noch dazu haben sie ja die nötige menschliche Intelligenz) um diese/n Fähigkeit/Vorteil gekonnt einzusetzen. Vielleicht könnte man das regeltechnisch so auslegen, dass eine Chance besteht, dass die Rüstung keine Schutzwirkung bringt (z.B. pro Runde 50%). Oder versuche ich so einfach wieder den regeltechnischen "gezielten Hieb" abzubilden? Bei Feen oder Irrlichtern ist ja auch nichts ähnliches genannt, obwohl diese die gleichen Vorteile haben müssten.

 

Zwischenfrage: Wenn ich einen gezielten Hieb führe müssten könnte ich mir damit nicht eine Stelle aussuchen, bei der die Rüstung schwach (sprich nicht vorhanden ist), also durch Scharniere oder die oben angesprochenen Rückseiten der Beinschienen?

 

2. Eine Antwort oder eine Meinung zur Verteidigungswaffen-Frage wäre für mich auch noch extrem hilfreich:

 

@ Einskaldir:

Zum Ignorieren der Abwehrwaffen. Vielleicht interpretiere ich auch die Regeln zu eigen - ich weiß es nicht.

1. Andere kleine Wesen sind eben schwerer zu treffen, aber nicht schwerer abzuwehren. Letzteres finde ich zwar nicht besonders schlüssig, aber da ich dem Wesen vor allem wegen der Größe diesen Vorteil gewähren wollte, dieser anderen gleich großen Wesen in Midgard aber nicht gewährt wird, ist das unsinnig. Also sollte ich diese Regelung wohl verwerfen.

2. Der Dämon benutzt (in der aktuellen Version) sichelförmige Waffen (15 cm lang). Jetzt könnte man diesen Angriff wohl mit allen Verteidigungswaffen abfangen (wohl selbst mit Parierdolch und Buckler), weil eine 15 cm kleine Sichel, wohl kaum als Wuchtwaffe im eigentlichen Sinn zu handhaben ist.

Wie wäre das jetzt aber regeltechnisch korrekt, wenn es keine Waffen sondern die Waffen Extremtitäten wären? Laut BEST entsprechen bestimmte naturgegebene Waffen von Tieren bestimmten Waffenvorbildern (Kralle = Dolch u.Ä.) - laut DFR nutzen aber nur kleiner & großer Schild vor tierischen Angriffen. Wie ist das also jetzt (regeltechnisch) wenn mein Dämon Sicheln als Waffen führt, dann nutzen alle Verteidigungswaffen etwas, wenn er aber Sichelförmige Extremitäten hat, dann nutzen nur Schilde etwas?

---> Wenn dem so wäre, dann könnte ich auch mit dieser Regelung als Alternative leben.

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Gegenfrage:

 

1) Gewährst Du auch SpF diese Regeln gegen einen Uraltendrachen oder einen Titanen? Schließlich sind Menschen auch nicht viel mehr, gegenüber der schieren Größe dieser Wesen.

 

2) Haben diese Wesen eine geringere Abwehr gegen Angriffe von Riesenwesen? Schließlich decken Angriffe von großen Wesen eine breiten Aktionsradius ab? Bei Feen kann man die -4 auf Angriff durch die drei dimensionale Ausweichmöglichkeit begründen. Oder anders: Ein Drache müsste mit einem Schwanzschlag demnach auch einen -4 auf seinen Angriff gegen Menschen erleiden oder eine geringere Abwehr besitzen.

 

Ich persönlich bin immer gegen Sonderregeln für eine bestimmte Kreatur um "Realismus" abzubilden, weil es sich umgekehrt auch immer auf andere Situationen beziehen lässt. Demnach würde ich für die beschriebene Dämonenart bei Riesenwesen nachschauen. Schließlich ist ein Mensch nichts anderes für diese Dämonen.

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@ Einskaldir, Mormegil & Lemeriel:

 

Danke. Ihr habt mich von diesem ganzen Spezial-Brimbamborium abgebracht. Eure Argumente sind schlüssig und dabei will ich es belassen. Ich werde das entsprechend anpassen.

 

Eine kleine regeltechnische Frage brennt mir aber noch unter den Fingern:

 

Wenn der Dämon wirklich eine Waffe benutzt (entspricht vielleicht der Fertigkeit Dolch), dann nutzen ja Boni egal welcher Verteidigungswaffe gegen diese Angriffe. Wie ist es aber, wenn die Waffe keine Waffe sondern eine Extremität ist, also Teil des Körpers? Dann helfen doch nur noch Schilde, mit denen man Angriffe von Tieren abwehren kann - oder?

 

Analog zu einem Angriff eines Adlers (regeltechnisch wie Dolch laut BEST), mit einem Parierdolch oder etwas Ähnlichem wird man ihn aber trotzdem nicht abwehren - oder?

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Hallo Xan!

 

Wie ist es aber, wenn die Waffe keine Waffe sondern eine Extremität ist, also Teil des Körpers? Dann helfen doch nur noch Schilde, mit denen man Angriffe von Tieren abwehren kann - oder?

 

Analog zu einem Angriff eines Adlers (regeltechnisch wie Dolch laut BEST), mit einem Parierdolch oder etwas Ähnlichem wird man ihn aber trotzdem nicht abwehren - oder?

Ja, so sehe ich es auch.

 

Liebe Grüße, Fimolas!

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@ Fimolas: Danke.

 

Dann werden die netten Dämönchen keine Sicheln führen, sondern sichelartig auslaufende Arme haben. Dass macht sie dann regeltechnisch gefährlicher (da eben nur Schilde dagegen helfen).

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