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Francesco di Lardo

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  1. Ich spiele Rollenspiele seit 1989. Dabei hatten meine Charaktere bisher direkt drei mal mit Drachen zu tun: Mein allererster Charakter (Level 3 Rolemaster) wurde von einem Drachen gefressen. Das war nach den ersten paar Wochen Rollenspiel überhaupt, niemand wußte so genau, was er tat - von daher kann man diesen Vorfall nicht wirklich mitrechnen. Jahre später, abermals Rolemaster auf Mittelerde, ich Spielleiter. Spielergruppe mit fünf Charakteren waren in einem Gebirgszug unterwegs, wo man theoretisch auf Drachen treffen konnte. Sie haben "zufällig" die Höhle eines jungen Exemplars gefunden, wobei ich dafür gesorgt habe, daß die Spieler sich durchaus sehr bewußt sind, wie gefährlich jedwede Ausprägung dieser Kreaturen ist - und auch, daß eine Erkundung der Höhle nicht im Zusammenhang mit der eigentlichen Mission der Kampagne ist. Ich habe sie also in Versuchung geführt - und sie sind der Versuchung nach einem Abend Überlegen und Zögern dann schließlich erlegen. Was zumindest gezeigt hat, daß sie wirklich begriffen haben, wie gefährlich die Sache ist - denn sonst wären sie ja kurzerhand reinmarschiert. Entsprechend vorgewarnt, habe ich den Drachen auch "hart" gespielt: Gezielt die Schwächen der Spieler angegriffen, Zaubersprüche, Spieler mithilfe dieser gegen sich selbst gehetzt, Area-Angriffe... Das volle Programm eben. Ein Charakter ist gestorben, zwei haben mit Ach und Krach überlebt, die restlichen beiden sind zwar tüchtig verprügelt worden, standen aber nicht auf der Kippe und hätten die Möglichkeit gehabt, ggf. zu fliehen, wenn sie den Rest im Stich gelassen hätten. Am Ende war der junge Drache tot. Klar - die Beute war dann auch gut. Aber die Spieler haben schon geschluckt und sich hinterher gefragt, ob's das wirklich wert gewesen ist, bzw. ob sie es mit "dieser Erfahrung" in einer ähnlichen Situation noch einmal versuchen würden. Ich glaube, so sollte es sein, wenn man sich mit "legendären" Monstern anlegt - und wenn's auch nur die junge, unerfahrene Variante davon ist, die weit, weit entfernt von einem Smaug liegt. Tja, nach knapp 100 D&D 5e Sessions steht wohl morgen der Showdown mit einem Drachen an... Diesmal mit einem Spieler-Charakter - wie sollte es anders sein - mit einem Glückritter (Rogue). Der ist der Ansicht, Drachen sollten von Rittern und Paladinen bekämpft werden, so wie es in den Geschichten immer geschrieben ist. Es ist dumm, dumm, dumm, sich persönlich auf so etwas einzulassen. In diesem Fall gibt es Gründe, die aus "psychologischer Sicht" eine Rolle spielen. Und da ist natürlich auch die Gier: Wenn andere kämpfen, kann man ja versuchen, sich vorwiegend um die Beute zu kümmern. So, wie ich den Spielleiter einschätze, wird der Drache nicht so "hart" gespielt werden, wie ich es getan habe und tun würde. In der Kampagne spielt er jedoch letztlich eine Rolle, die man auch nicht wirklich umgehen kann. Seitdem sich seit einem Jahr die Konfrontation abzuzeichnen beginnt, macht sich der Charakter (und der Spieler) aufgrund gesammelten Wissens seine Gedanken, wie man das Viech erlegen kann. Und stellt sich seine "Werkzeuge" seither systematisch zusammen. Da der Spielleiter die Kreaturen nicht 1:1 nach Monster Manual spielt, weiß man zum Glück nicht genau, was auf einen zukommt. Was mir dennoch in dem Zusammenhang bei D&D so wenig gefällt, sind die immer wieder auftretenden "Mechaniken", mit denen man sich dabei befassen muß, um jene des Drachen nach Möglichkeit auszuhebeln. Das ist zwar alles gut und schön in die in-game Geschichte verpackt, aber am Ende muß man halt eben doch irgendwas haben, was z.B. eine "Frightened" Condition hier neutralisiert oder dort den Schaden eines Angriffs optimiert. All dies hat dann - ganz D&D - mit bodenständigen, erdigen Kämpfen natürlich nur noch wenig zu tun, sondern wird dann im übertragenen Sinne eher so aussehen, wie dieses - nun, sehr anstrengende - Geleuchte und Geblinke, wenn eine Horde Charaktere in einem Computerspiel auf einen Endgegner einschlägt... Wie auch immer - wünscht meinem Charakter morgen Glück... Im Rahmen des Thread-Titels heißt dies für mich: Unabhängig vom Rollenspiel-System sind "legendäre" Monster (auch die junge unerfahrene Variante) nun mal "legendäre" Monster. Wer dumm genug ist, sich mit solchen einzulassen, sollte sich glücklich schätzen, wenn er lebend davonkommt. Und erwarten zu sterben, wenn er dies ohne wirklich guten Plan versucht. Genau deshalb sind sie "legendäre" Monster. Nach meiner Ansicht/Präferenz ist die Idee des "Drachentöters / -jägers" als Beruf daher absurd. Es sei denn, wenn das Bedrohungspotential eines Drachen dem eines Nashorns entspricht. Kämpfe mit "legendären" Wesen sind Ausnahmeerscheinungen in jedem Fall und noch geringer die Zahl der Gelegenheiten, in den der beteiligte Charakter noch davon berichten kann. Im D&D Umfeld ist das leider etwas anders, weil das ganze System im Grunde mit einem erdigen down-to-earth Spiel nicht vereinbar ist. Wichtig und nötig für meine Philosophie ist natürlich, daß die Spieler eine echte Wahl haben und nicht gezwungen sind, "legendäre" Monster zu bekämpfen. Francesco di Lardo
  2. Na ja... Schau Dir doch mal den Umfang von Seiten wie https://www.dmsguild.com/de/ an. Da ist so rasend viel Zeug drin. Und - ohne dies zu verfolgen - hätte ich wohl Mühe den Überblick zu behalten, was ständig neu hinzukommt... Die Beschreibungen von "seriösem" Zeug unterscheiden sich nicht maßgeblich von "unseriösem" Zeug, möchte ich meinen. Zumindest dürfte es immer schwieriger werden, sich anhand der Produktbeschreibungen und ein, zwei Bildern darin einen "sicheren" objektiven Eindruck zu verschaffen. Es gibt natürlich das Bauchgefühl und die Erfahrung jener, die keine Neulinge sind, die einen gewissen Schutz vor solchem Slop. Doch so etwas muß man erst entwickeln. Von daher muß es nicht Dummheit sein, auf so etwas hereinzufallen - die Produktbeschreibungen von dem Kram sind zumindest "glaubwürdiger" als die der legendären Spam-Mails des nigerianischen Prinzen, der Dich fürstlich belohnen wird, wenn Du ihm eine kleine finanzielle Hilfe gibst, um an sein Erbe zu kommen... Francesco di Lardo
  3. Kommt halt ganz auf den persönlichen Geschmack an, über den sich bekanntlich nicht streiten läßt. Wenn man aber auf "Kosmologie-Ebene" spielt und das Handeln der Spieler hierauf ständig Einfluß hat, ist dann die Herkunft dieser Kosmologie wirklich relevant? Wenn sie durch Spieler geändert werden kann muß ich mir um die Grundfesten der Welt als Kanon eigentlich nicht viele Gedanken machen, denn damit stelle ich ihn ja zur Disposition. Francesco di Lardo
  4. Sehe ich genauso. Für mich mit Abstand am Interessantesten sind die lokalen und regionalen Ebenen. Kampagnen, in denen man "einmal quer durch die Welt" zieht, reizen mich weniger. Und Dinge, wo man dann "die Angelegenheiten der Götter" neu ordnet, also mit anderen Worten alles, bei dem "mein Character die Geschicke der ganzen Welt beeinflussen", interessieren mich überhaupt nicht. In diesem Zusammenhang ist für meinen persönlichen Bedarf die Herleitung von Magieregeln und weitgehend auch der ganze Komplex "Meister der Sphären" für das praktische Spiel irrelevant. Meine Charaktere und ich als Spieler wollen die Welt gar nicht "grundlegend" beeinflussen. Darum werde ich auch nicht wirklich warm mit D&D 5e, mag keine Super Marvel Heroes und hege gegen kleine Jungen, die das Schwert des Vaters vom Kaminsims nehmen, unbedarft in die Welt ausziehen und dann das Böse(TM) besiegen, eine herzhafte Abneigung. Francesco di Lardo
  5. Wichtig ist, daß die Bezeichnung Deines Assets (Bild, PDF) auf Dauer unverändert bleibt. Man kann natürlich einen Pfadnamen gewissermaßen in einen Dateinnamen transferieren. Aber pfadstrukturähnliche Dateinamen haben natürlich ein Problem, wenn Du im nachhinein erkennst, daß Du Dein System verändern willst. Solagen die Bezeichnung des Assets unverändert bleibt, kannst Du Deine externe Pfadstruktur ändern und wirst Dein Asset trotzdem finden. Wenn die Struktur im Dateinamen liegt, den Du nicht ändern kannst, dann kannst Du im Grunde auch keine Strukturänderungen vornehmen, sollten sich diese als nötig erweisen. Vor dem Hintergrund bin ich zum Schluß gekommen für die Asset-Benennung: Drei Bestandteile: a) Etwas "Sprechendes", was mir als Mensch die Identifikation erleichtert. b) Etwas "Eindeutiges", die laufende ID-Nummer für die Maschine c) Die Versionsangabe, vor dem Hintergrund, daß ich für die KI einen Anker haben will, auf den sie sich in der Sache bezieht. Wenn dieser sich fortentwickelt, baucht es die Versionsnummer (Also nicht zwei aufgeteilte Mode-Styleguides für ein Adelshaus, sondern genau eines, was zu einem gegebenen Zeitpunkt Gültigkeit hat. Gibt es mehrere Anker oder überholte, dann wird dies im Ergebnis die KI-Resultate verwischen.
  6. Einen neuen Chat zu erstellen kann helfen, weil dann der Kontext erst einmal wieder auf das wesentliche reduziert wird. Allerdings ist es natürlich auch lästig, Kontext, den man anderswo im Grunde schon einmal geschrieben und geschaffen hat, wieder erneut zusammenzustellen. Im Grunde ist dies ja Wiederholung derselben Arbeit. Wie es der Zufall so will, habe ich mich den Tag und die Nacht gestern genau damit beschäftigt, welche Strategie man wählen sollte, wenn man mit größeren Informationsmengen umgeht. Ausgangspunkt war folgender: Ich habe ein Gasthaus, wofür ich old-school per Hand mit Bleistift auf Karopapier sehr detaillierte und konsistente Grundrisse vom Keller bis zum Dach gezeichnet habe. Für jeden der knapp 100 Räume gibt es eine Beschreibung, die teils sehr umfangreich ist. Diese Beschreibung insgesamt umfaßt 40 DIN-A-4 Seiten, wobei darin nicht NSCs, Abenteuer- oder Story-Elemente enthalten sind. Also für eine Spiel-Location, die immer wieder erneut zum Einsatz kommt - quasi als "Basis" der Charaktere in einer städtisch basierten Kampagne - eine verdammt solide Grundlage. Meine Vision ist: Ich will "visuell begleiten", was immer sich an Spielsituationen in dem Gasthaus tut. Daher wollte ich als Grundlage Bilder von den relevanten Räumen schaffen, die ich dann archiviere bzw. an die KI füttere. Dazu Bilder der NSCs des Gasthauses (Wirt, Schankmaiden, etc.) nach demselben Konzept. Ebenso für die Spieler-Charaktere. Ziel war die Möglichkeit zu folgenden Prompts, die dann auf die zuvor geschaffenen Bildressourcen zurückgreift und infolgedessen konsistente Bilder erschafft: "Charakter A und C sind in Raum X und brüten über einer Landkarte. Schankmaid 3 kommt herein und bringt Wein." Weil ja Bilder von allen Charakteren, Räumen, NSCs schon existieren, sollte der kurze Prompt reichen, um schnelle, konsistente und gute Ergebnisse zu produzieren. All dies in einem einzigen Chat zu machen, würde zweifelsohne den Rahmen sprengen - und überdies auch höchst unübersichtlich sein. Also braucht man andere Wege. @Akeem al Harun hat vorgeschlagen, mehrere individuelle Chats zu erstellen. Grundsätzlich gut, aber für jeden muß ich erneut "Kontext" erstellen. Mein naheliegender Gedanke war, daß ich gewissermaßen eine Kontext-Bibliothek (Asset Library) anlege, aus der sich dann die KI bedienen kann in dem sie nur die Elemente automatisch herauszieht, die sie für die neue Szene benötigt. Dadurch würde dann für die neue Szene der Kontext auf ein produktives Maß begrenzt und Überflutung mit den negativen Auswirkungen vermieden. Dachte ich mir: In ChatGPT Plus machst Du ein "Projekt" Gasthaus auf. Da kann man diverse Chats reinlegen und bis zu 40 Dateien hochladen. Nenne die Chats im Projekt Charakter 1 bis 4, Räume 1 bis 10, NSCs 1 bis 5. Packe dort jeweils die entsprechenden Ressourcen rein (Textbeschreibungen, Bilder, etc.), dann hast Du Deine strukturierte Kontext-Bibliothek: Im Beispiel habe ich in Summe 19 Chats für die Kontexte, für die eingangs beschriebene Situation brauche ich aber nur 4 (2 Charaktere, Raum, 1 Schankmaid), also Kontext begrenzt, Ergebnis prima. Wenn es doch so einfach wäre... Ein ChatGPT Projekt erlaubt das Hochladen von 40 Dateien plus die Chats, in denen sich auch Bilder befinden können. Wenn man aber nun langfristig denkt, ist klar, daß sich die Kampagne nicht nur in diesem Gasthaus abspielt, daß es andere Gebäude oder Orte geben wird, viel mehr NSCs usw. usf. Kurz gesagt: man kommt zum Schluß, daß langfristig ein ChatGPT Projekt ein unzureichender Container für die sich kumulierenden Informationen ist. Zudem läßt sich in ChatGPT keine Struktur in Ebenen anlegen, aus der Wissen verzweigt von Schicht zu Schicht wie ein Zweig vererbt wird. All das ist blöd, wenn man eine Kontext-Bibliothek anlegen will. Dafür ist ChatGPT nicht das Tool. Ich habe also mal ChatGPT selbst gefragt, wie man das angehen muß. Und bin damit auch noch nicht am Ende, wobei ich auch nicht beurteilen kann, ob die Lösungen am Ende tragfähig wären, oder "halluziniertes" Wunschdenken. Dazu fehlt mir persönlich, menschlich, händisch mühsam erworbenes Fachwissen. Doch lassen wir diesen Aspekt für den Augenblick einmal außen vor. ChatGPT rät, die Kontext-Bibliothek (Asset Library) extern zu speichern, also z.B. lokal auf dem eigenen Rechner. Da gibt es keine Probleme mit Strukturtiefe, Menge an Daten, die man Ablegen kann, Scaling ist kein Problem. Natürlich stellt sich sofort die Frage, welche Struktur man hiefür wählt, oder wie man diese ggf. irgendwann anpassen kann, sollte oder nicht sollte. Das sind Fragen, die man anfangs verdammt gut überdenken sollte, um nachträgliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Nehmen wir mal an, ich hätte eine Stuktur für meine externe Asset Library. ChatGPT kennt diese aber ja gar nicht. Sie befindet sich außerhalb von Chats, außerhalb von ChatGPT. Woher weiß ChatGPT also, was es an Assets (Texte, Bilder, usw.) gibt, die als Kontext doch so nützlich und wertvoll wären, wenn man darauf zugreifen könnte? Man braucht, so ChatGPT, einen Asset Index. Also eine Liste, die alles beschreibt, was extern verfügbar ist. Dieser Asset Index liegt dann INNERHALB von ChatGPT, z.B. in meinem "Projekt Gasthaus". Prompte ich da meine Szene, durchsucht ChatGPT den Asset Index und sagt mir: "Ich bau Dir Deine Szene zusammen, dafür lade mir folgende Dateien aus Deiner externen Asset Library in diesen Chat: Anchor-Bild der beiden Charaktere und der Schankmaid, Anchor-Bild des Raums." Das führt man aus und gibt ChatGPT damit exakt den Kontext, den es aus der verfügbaren Masse benötigt. Klingt super und schlüssig. Wenn es doch so einfach wäre... Ich habe mich erstmal gefragt, wer (ich oder/und die KI) einen Asset Index überhaupt aufbaut. Und was steht für jedes einzelne Asset in diesem Index drin? Theoretisch braucht jedes Asset einen eindeutigen Namen (Identifier) und eine Versionsbezeichnung. Zur Vereinfachung stellen wir uns also einfach mal einen Dateinamen vor. Wichtig dabei ist, daß sich der Identifier nie ändert, um alle möglichen Probleme zu vermeiden. Hier könnte man als Identifier ganz einfach an eine fortlaufende Nummer denken. So wäre "000000000001_v1" hervorragend eindeutig, und ich könnte nach diesem Muster auch genügend Assets schaffen, bevor mir der Zahlenraum ausgeht. Aber der Dateiname ist überhaupt nicht sprechend - er sagt mir als User nichts, der ja seine externe Asset Library irgendwie verstehen will. Vielleicht wähle ich besser "Charakter 1_0000000000001_v1" oder "Peter_Piper_Glücksritter_1_000000000001_v1" oder... Ja, was eigentlich? Optimaler Weise hätte man Fachwissen, wie man so etwas angeht, damit die Namenskonventionen von Anfang an dazu geeignet sind, die Prüfung der Zeit zu bestehen. Nehmen wir mal an, wir hätten einen geniale Konvention entdeckt, mit der ich meine Assets verständlich und systematisch sinnvoll benennen kann. Kehren wir dann zurück zu unserem Asset Index in ChatGPT. In der aller einfachsten Form hätte ich dann eine Liste mit den genial und eindeutig bezeichneten Assets. Aber auch ChatGPT braucht Kontext, um zu verstehen, welche dieser Assets für die Umsetzung seines Prompts nützlichen Kontext liefert, den es dann von mir aus der externen Asset Library zum Hochladen in den Chat anfordert. Aber welchen Kontext? Im Falle von Charakteren wäre das Asset z.B. DAS Standard-Bild des Charakters, dem wir für dieses Beispiel mal die "eindeutige Bezeichung"Max_Mustermann_Glücksritter_01_0001_v1" geben. In meiner externen Asset Library liegt das File z.B. unter C://Midgard/Kampagne_1/Visual_Assets/Charaktere/. Kann ich als Mensch so verstehen, nachvollziehen und finden (oder z.B. nach dem Namen des Assets suchen, was ich aufgefordert werde, in den Chat hochzuladen). Soweit so gut - ich als Mensch werde das Asset in meiner externen Asset Library finden, wenn ich danach gefragt werde. Doch zurück: Woher weiß ChatGPT, um was es sich bei "Max_Mustermann_Glücksritter_01_0001_v1" überhaupt handelt? Ich könnte theoretisch ja auch ein Foto eines abgerosteten PKW-Auspuffs so benennen... Auch der Asset Index muß also eine Struktur haben - und diese Struktur muß ChatGPT verstehen. Dafür braucht ChatGPT neben dem eindeutigen Identifier des Assets Meta-Informationen. Je sinnvoller (aus ChatGPT-Sicht) diese Meta-Informationen sind, desto mächtiger wird der Asset Index innerhalb von ChatGPT, um die richtigen benötigten Kontext-Informationen für den Upload anzufordern. Ich gebe mal eines von diversen (mich allesamt bisher nicht überzeugenden) Beispielen, was ChatGPT für einen Asset Index-Eintrag ausgespuckt hat. Dabei geht es hier jetzt nicht um einen der Charaktere sondern einen der Räume des Gasthofs: ID: A017 Name: Heated Single Room – Inn "Goldener Hirsch" Type: Room Archetype Building: Inn "Goldener Hirsch" Features: Fireplace south wall, single arched window east wall Version: v1 "ID" ist unsere eindeutige laufende Nummer. "Name" bezeichnet einen Zimmer-TYP, nicht ein bestimmtes Zimmer. Das ist wichtig. "Type": Bezeichnet den Typ des Raumes - und hier wird es abermals kompliziert, wie wir noch sehen werden. ChatGPT "denkt" ganz anders als wir. Es handelt sich um einen "Room Archetype", soll heißen einen "Standard-Vorlage" für ein beheiztes Einzelzimmer (von denen es im Gasthof ein Dutzend geben mag...). "Building" sagt ChatGPT, in welchem spezifischen Gebäude sich dieser Raum-TYP befindet. Unter "Features" sollte es maximal fünf Kern-Merkmale geben, an die ChatGPT AUF JEDEN FALL GEBUNDEN ist, wenn es diesen Raum-Typ erdenkt: Kamin bei diesem Zimmertyp IMMER im Süden, genau EIN Bogenfenster bei diesem Zimmertyp IMMER in der Ostwand. Das Bild, welches für diesen Zimmer-TYP in der externen Asset-Library hinterlegt ist, entspricht dabei NICHT etwa dem endgüligen Bild des Zimmers, sondern es ist nur ein Bild, was sich auf die wesentlichsten Merkmale reduziert. Da sind nicht alle Möbel drin, es fehlen die grünen Vorhänge usw. Informationen über derartige Dinge fänden sich dann in einem anderen Asset, was z.B. in Textform die normale Standard-Einrichtung von Zimmern im Gasthof beschreibt. Im Prinzip muß sich die KI die Struktur des Asset Index meiner Ansicht nach selbst zusammenbauen, da ich ja gar nicht erfasse, mit welcher Struktur sie "arbeiten" kann. Was für eine Struktur sie oben im Beispiel für einen Raum-TYP ausgespuckt hat, mag vielleicht brauchbar sein. Taugt aber so vielleicht weniger für Charaktere, Gegenstände oder sonst was... Doch zurück: Wir erinnern uns an unseren Prompt: "Charakter A und C sind in Raum 13 und brüten über einer Landkarte. Schankmaid 3 kommt herein und bringt Wein." In unserer externen Asset Library gibt es vielleicht eines, was Kontext zu den Raumnummern gibt. Daraus ergibt sich, daß Raum 13 dem Zimmer-TYP "Beheiztes Einzelzimmer" entspricht. Ein anderes Asset in unserer Library beschreibt die Einrichtung in Gästezimmern, weitere die Charaktere und Schankmaiden. Aufgrund des Asset Index IN ChatGPT wird es mir dann sinngemäß sagen: "Ich baue Dir Dein Bild. Lade mir dafür "Max_Mustermann_Glücksritter_01_0001_v1", "Heated Single Room – Inn "Goldener Hirsch" A017 v1", ... hoch. Aus dieser maßgeschneiderten Kontext-Melange wird dann das gepromptete Bild "komplett neu" erschaffen. Weil ich den Kontext dabei jedoch in einer für das "Verständnis" von ChatGPT optimierten Form füttere, bekomme ich "konsistente" Ergebnisse. D.h. der Charakter hat immer das "richtige" Gesicht, die Abmessungen des Raumes stimmen, der Kamin ist an der richtigen Stelle, die richtigen Möbel sind drin und die Vorhänge grün. Dabei ist es dann "egal", ob ich im Prompt Raum 13 oder Raum 19 wähle, solange dies ein beheiztes Einzelzimmer ist. Wenn es nur so einfach wäre... Wir haben schon bemerkt: ChatGPT sehnt sich nach eindeutigen Ankern (Anchor) und Schlüsselmerkmalen, um die herum es dann "kreativ ausschmücken" kann. Die Anker sind entscheidend dafür, daß nach jedem "völlig neuen kreativen Prozeß" am Ende halbwegs verläßlich ein fast gleiches Ergebnis herauskommt. Aber woher soll ich denn wissen, was für ChatGPT die entscheidend wichtigen Anker sind, die meine Bilder in meiner Asset Library tunlichst berücksichtigen und beinhalten sollten? Dazu kann man Chat-GPT fragen. Im Falle von Charakteren sind dies vor allem die Gesichtszüge und dabei teils ziemlich spezifische Elemente wie Kieferform, Art/Position der Wangenknochen usw. Bei Assets, die unseren Glücksritter betreffen, habe ich dann z.B. ein Textfile, was haargenau diese Elemente beschreibt (die man ChatGPT zuvor aus einer geeigneten Characterabbildung extrahieren lassen kann). Weil Bilder aber mehr als Worte sagen, ist (am besten) ein Referenzbild mit sehr guter Qualität des Gesichts dabei auch essentiell - der Anchor bzw. DAS "Ankerbild" des Charakters, von exakt diesem er immer wieder bei jedem neuen Bild des Charakters ausgeht bzw. während dessen Erschaffung darauf zurückgreift. Was bei all dem dahinter zu stehen scheint: Mir kommt es nicht so vor, als wäre ChatGPT glücklich über ein präzises Bild im Endstadium für jeden Raum des Gasthofs. Vielmehr wünscht es sich "Muster" (Kernelemente eines Raumtyps, Wiederkehrende Einrichtungsgegenstände in jedem Raum, usw. usf.). Bilder im Endstadium als Referenz erlauben mit der Fülle an Details mehr Ansatzpunkte zum "hallzuinieren". Eine Reihe von Mustern hält den Kontext in einem kontrollierteren Rahmen und sorgt somit für bessere und replizierbare Konsistenz im Ergebnis. Für mich ist die (vorübergehende) Erkenntnis, das ChatGPT bzw. generative KI in völlig anderen "Denkstrukturen" unterwegs ist, als ich es als menschlicher Spielleiter wäre, der ein Gebäude zeichnet und erschafft. Um die KI dazu zu bringen, das zu tun, was man möchte, muß man sie mit Informationen in einer Form bedienen, mit denen sie "umgehen" kann. Da die eigenen und die KI "Denkstrukturen" so unterschiedlich sind, ist es in meinen Augen so unheimlich schwer, sie "richtig" zu füttern. Denn dies setzt ja voraus, daß man die "Denkstrukturen" der KI überhaupt erst einmal versteht. Davon bin ich weit entfernt... Es kann auch sehr gut sein, daß ich mit manchen meiner hier geschilderten Einschätzungen völlig daneben liege. Ich bin kein Fachmann, sondern beschäftige mich seit einer Woche interessiert mit dem Thema. Mein Eindruck ist, wenn man es "vernünftig" und "langfristig" angehen will, dann wird es verdammt kompliziert, sofern man kein Fachwissen hat, wie man mit solchen Dingen umgeht. Könnte ja sein, daß die KI hier in den kommenden Jahren enorme Fortschritte macht und diese Herausforderungen (aus menschlicher Perspektive) besser angeht. Für's Erste bin ich im Zweifel, ob es den Aufwand lohnt, eine "vernünftige" und "langfristige" Herangehensweise zu entwickeln oder ob man es zunächst einfach mal bei den einfachen Spielereien beläßt in der Hoffnung, daß sich in ein, zwei Jahren das Problem "von selbst löst". Zumindest war die Beschäftigung mit all diesen Problemen, auf die man als Laie und Anfänger dann doch sehr schnell trifft, wenn man Dinge zu hinterfragen beginnt, äußerst interessant - wenn auch nicht befriedigend im Sinne von "instant gratification"...
  7. Irgendwann wird Umfang ein Problem. Was früh im Chat liegt, verliert dann an Relevanz. Und zuviel Kontext-Menge führt dann zu Unschärfe. Ich kann aber nicht sagen, bis wohin Kontext noch "verbessernd" wirkt, wo der Sweet-Spot liegt, und wo dessen Menge abträglich zu werden beginnt. "Ich fände es ja schön, wenn ChatGPT mich in den Bezahlplan locken würde, indem es hin und wieder anteasert, "schau her, und wenn Du bezahlst, dann biete ich Dir so viel mehr Qualität". Stattdessen beschneidet es immer mehr. Zuerst konnte ich Textfragen stellen bis zum Abwinken, und es war nur die Anzahl der Bilder pro Tag begrenzt. Nun ist nicht nur die Bildergrenze geblieben - und zwar gefühlt niedriger, im Moment etwa 4 - sondern wird auch durch Textfragen reduziert. Vier Fragen pro fünf Stunden sind eine echte Einschränkung." Bei mir hat ChatGPT nach einem Tag gesagt: "Hey, Du bekommst den ersten Monat ChatGPT Plus umsonst, dabei kannst Du jederzeit kündigen und Du wirst erinnert, wann eine Verlängerung nötig wird." Erstaunlicherweise wurde dabei sogar PayPal als Zahlungsmethode angeboten, wobei ich zuvor gelesen hatte, daß dies nicht funktionieren solle. Verdammte KI - muß gewußt haben, daß Glücksritter unfähig sind Versuchungen zu widerstehen... Mit ChatGPT Plus kann man gefühlt sehr gut herumspielen - ich habe es nur ein einziges Mal geschafft, das Limit zu erreichen (die Cool-Down Periode sind da drei Stunden, glaube ich.) "Außerdem gehen mir die Jugendschutzfilter auf den Nerv. Ich will Informationen darüber, dass bzw. wie eine Gliedmaße abgetrennt werden würde. Das kann im Abenteuer eine recht zentrale Rolle spielen, es ist mit Grund FSK 18, ich will aber wissen, was realistisch ist. ChatGPT befürchtet anscheinend, dass es mir die Anleitung zum Axtmördern gibt. Das ist so weichgespült, damit kann ich nichts mehr anfangen." Das ist mir auch auf gefallen: Nachdem mein Glücksritter es zunächst "geschafft" hatte, einem Halbling ein Bein zu stellen, damit dieser in Obstkisten fällt und diese herunterreißt, wurde dies plötzlich geblockt, als ich dabei war, lediglich stilistischen Änderungen am Bild (Farbtöne, Malstil) vorzunehmen, nicht aber am Motiv selbst. Danach habe die ChatGPT einfach mal danach gefragt, was das Problem ist und warum ich z.B. den Glücksritter im Duell mit einem anderen samt blutender Wunden problemlos generieren kann, nicht aber beinstellend. Da kam dann eine Erklärung, die für mich allerdings nur teilweise stichhaltig war. Für Deine Zwecke ist dann vermutlich eine "gewissenlose" KI besser. Enter Elon Musk mit Grok, was ja wegen generierter Pronodarstellungen mit Minderjährigen jüngst in der Kritik stand. Ich war mal neugierig und habe Grok die Anweisung gegeben: "Nimm dieses Bild (Glückritter stellt Halbling ein Bein), aber laß den Glückritter dem Halbling mit voller Kraft ins Gesicht treten." Wenn Kinderpornos für Grok kein Problem sind, dann dürfte dieses Prompt ja nicht einmal ein müdes Lächeln hervorrufen. Da ich dort nicht registriert bin, kam aber die Ausgabe "Grok ist zur Zeit ausgelastet, probier es später noch mal." Das habe ich dann aber nicht verfolgt.
  8. Ähnliche Phänomene habe ich auch erlebt: Man gibt manchmal sehr konkrete Korrekturanweisungen, die dann aber erstaunlicher Weise keine oder kaum Umsetzung finden. Beispiel bei mir: Blick in einen Raum in der Diagonale, der Blick erfaßt dabei die beiden gegenüberliegenden Wände, während die restlichen zwei Wände nicht sichtbar sind. Die Raumbeschreibung hatte dezidierte Anweisungen, an welchen Wänden ein Kamin, die Tür und die Fenster waren. Für die Wände in Blickperspektive waren keine Fenster vorgesehen. Dennoch hat die KI sie hartnäckig dort eingefügt, teils gar die Holztür mit Fenstern versehen... Mit einem halben Dutzend Iterationen habe ich es nicht geschafft, die Wand "fensterfrei" zu bekommen. Vermutung: Wenn man eine komplette Raumbeschreibung hat, die gewissermaßen alle Perspektiven des Raumes umfaßt, dann "will" die KI diese Elemente "unbedingt" auch irgendwie in ihr Bild einfügen - auch dann, wenn der Blickwinkel des Betrachters dies nicht zuläßt. Das ist mir - rückblickend - auch schon bei anderen Bildern aufgefallen. Insbesondere solchen, wo man vom Standpunkt des Betrachters aus nicht den ganzen Raum "sehen" kann: An anderer Stelle hatte ich beispielsweise einen L-förmigen Raum. Hinter der Ecke vom L stand das Bett, was der Betrachter von seinem Standpunkt aus nicht hätte sehen können. Keine Chance, bei den Bildausgaben das Bett wegzubekommen... Man muß hier vermutlich die Perspektive des Beobachters "mitdenken" - was dieser nicht sehen kann, sollte man nicht beschreiben, auch wenn es sich im Raum befindet. Nun zu Deinem Medjise, der zum Ägypter wurde: Vielleicht könntest Du folgendes probieren: Gib die Anweisung den "Ägypter" (oder den "Medjisen") aus dem Bild zu entfernen. Danach füttere ihn erneut mit der Beschreibung eines "richtigen" Medjisen. Dann gib die Anweisung, den Medjisen wieder ins Bild einzufügen. So kann man vielleicht die KI Assoziationskette durchbrechen. Mit einer ähnlichen Taktik hatte ich mal bei einer Gesichtsänderung Erfolg: Nach diversen Iterationen hatte sich das Gesicht eines Charakters nach und nach immer mehr verfälscht. Dachte ich mir: Macht nix! Ich bin schlau, lade noch einmal das "Original-Gesicht" hoch mit der Anweisung, im Bild das Gesicht mit dem "Original-Gesicht" zu ersetzen. Ergebnis: Kaum eine Änderung. Dann bin ich auf folgende Idee gekommen: "Nimm im Bild den Kopf des Charakters weg." Hat funktioniert. Dann habe ich das "Original-Gesicht" hochgeladen mit der Anweisung: "Setzte den hochgeladenen Kopft auf den Charakter ohne Kopf." Dies brachte in meinem Fall den Erfolg.
  9. Ich glaube, ich komme Dingen auf die Spur... Schaut Euch noch einmal im nachfolgenden Post das Bild der Lannisters und Tyrells an: https://www.midgard-forum.de/forum/topic/41037-k%C3%BCnstliche-intelligenz-und-rollenspiel-allgemeine-gedanken-%C3%BCber-eine-zunehmende-verbindung/page/6/#findComment-3859502 Aus den Bildern der Lannisters und Tyrells habe ich eine Reihe von PDFs mit Beschreibungen generieren lassen, auf die ChatGPT später als Ressource zurückgreifen können soll. Diese befassen sich mit dem Stil der Mode. Dann nehme ich mir meine eigenen Helden her... .... und ziehe ihnen mit Rückgriff auf die PDF-Ressourcen mal Tryell- und Lannister Kleidung an: Und jetzt wird es noch lustiger - wir sehen nun die Helden mit Lannister Farben aber Tyrell Symbolik: (Dabei gibt es noch Fehler - Lannister Löwen UND Tyrell Rosen - jedoch könnte dies daran liegen, wie ich die PDFs habe anlegen lassen. Es taugt trotz Fehlern jedoch als proof-of-concept.) Es hat nur wenig Zeit gebraucht, dies zusammenzubauen: - Ausgangsbilder nehmen mit Blick auf die gewünschten Elemente (hier: Mode) - Daraus PDFs erstellen lassen, die Stilelemente beschreiben, mit denen ChatGPT in Zukunft arbeiten soll. Gewissermaßen eine Sammlung von "Style Guides" als Repository. - Dann beliebige Leute nehmen und auf diese die "Style Guides" anwenden lassen. Etwa: Nimm den Halbling mit "Kleidungsschnitte Typ 1" und "Kleidungssymbolik Typ 2", der sich auf dem Markt in der Nase bohrt. Die Arbeit besteht dann darin, sich diese "Style Guides" oder Repositories im Vorfeld zusammenzubauen. Hierbei dürfte die Herausforderung u.a. darin bestehen, den überliegenden Stil (etwa Ölbild, Aquarell, Fotorealismus) gleichmäßig über das ganze Repository zu legen, damit es hinterher alles aus einem Guß erscheint. Vielleicht geht dies aber auch über entsprechende Anweisungen, etwa: "Nimm die 100 PDFs mit den "Style Guides" und passe alle an den "Ölbild-Stil" an, wobei Du 100 neue PDFs kreierst, die entprechend Styleguide XYZ Ölbild.pdf heißen." Vielleicht kann man auf diese Art und Weise auch das Gasthaus-Projekt angehen: - Erst ein PDF mit "Fensterbeschreibungen" basierend auf einem zufriendstellenden Bild erschaffen. Dito für Türen und andere "gemeinsame Elemente". - Im Zweiten Schritt diese Einzel-PDFs dann zusammenfassen in einen "Style Guide Gemeinsame Elemente Gasthaus" - Im Dritten Schritt dann bei jeder Raumgenerierung auf den "Style Guide Gemeinsame Elemente Gasthaus" zusätzlich zur individuellen Raumbeschreibung zurückgreifen. So schafft man sich dann einen "Bibliothek der Räume". - Im Vierten Schritt kann ich dann sagen: "Lasse in Raum X diese und jene Szene mit einem Halbling und einem Glücksritter passieren. Klingt in Summe nach viel Arbeit. Vermutlich zu viel Arbeit. Aber es könnte ein Ausblick auf die Methodik sein, wenn man seine Rollenspielumgebung mit KI konsistent verbinden will.
  10. Das ist eigentlich ganz gut getroffen, was Du sagst. 👍 Ich habe, oder vielmehr ich entwickele eine Vision von dem was ich gern haben möchte. Diese wird nach und nach farbiger, detaillierter, konsistenter und runder. Der eigentliche geistige Schaffensprozeß liegt dabei bei mir. Im Nachgang möchte ich das Produkt meines Schaffens für andere visualisieren (ob nun als Erzählung durch mich als Spielleiter, einen Grundriß, ein Bild). Das Pferd anders herum aufzuzäumen, ist vielleicht einfacher, wenn ich mit KI arbeiten will: Ich lasse mir ein paar Bildchen zeigen, lasse mich von diesen inspirieren, und baue dann meine Geschichte um diese Bilder, Texte usw. Hierbei liegt der ursprüngliche Schaffensprozeß aber nicht so sehr bei mir - denn ich greife ja lediglich auf, was nicht ich geschaffen habe und entwickle dies allenfalls fort. Das ist eigentlich nicht mein Ziel. Das eigentliche Schaffen soll bei mir selbst liegen. Der Effekt, den die KI-Bilder von den Suiten oben auf mich hatten, war dann auch dieser: "Ja, verdammt gut getroffen, was ich im Kopf hatte. So sieht das aus! Nun ja, fast..." 🤣 Das wünsche ich mir als Spielleiter: Daß ich durch die Art meiner Erzählung, Darstellungen usw. in meinen Spielern die Bilder und Stimmungen hervorrufen kann, die ich in meinem Kopf hatte. Dabei ist es an sich natürlich vollkommen in Ordnung, wenn bei den Spielern ihre eigenen Bilder im Kopf entstehen, die sich nicht völlig mit den meinen decken. Aber ich fände es schön, wenn ich es manchmal schaffen könnte, wie beschrieben. Gewissermaßen ähnlich einem Musiker, der mit seinen Liedern in der Lage ist, bei seinen Zuhörern Stimmungen hervorzurufen oder ein Dichter, der es irgendwie schafft, Zuhörer oder Leser mit der Schönheit seiner Verse einzufangen.
  11. Folgende Beobachtung (Zufallsfund) läßt mich erahnen, daß Systematik irgendwie machbar sein muß: Ich habe kürzlich nach ein paar Bildern auf Pinterest gesucht, mich dabei mehr oder weniger treiben lassen. Dabei bin ich auf Bilder gestoßen der verschiedenen Häuser von Game of Thrones. Hierbei fiel mir auf, daß die Personen für die jeweiligen Häuser scheinbar immer dieselben waren. Sie unterschieden sich aber je nach Haus subtil. Ferner unterschied sich der Stil der Kleidung (hier paßt vielleicht der Begriff "Style Guide" wie die Faust aufs Auge). Auch der Hintergrund und die Anordnung der Personen unterschied sich. Mein Verdacht war: - Es gibt hier irgendwo eine "Standard-Familie", die irgendwo hinterlegt ist. - Es gibt hier irgendwo für jedes Haus eine Liste mit Merkmalen, wie deren typische Kleidung ist. - Vielleicht dito noch für andere Elemente. Also quasi wie eine kleine Datenbank, auf die zurückgegriffen werden kann. Dann kommt etwa ein Prompt wie folgt: "Stelle mir das Haus X als Familienbild vor ihrer Burg dar zurückgreifend auf 'die Ressourcen' bitte." "Stelle mir Angehörige des Hauses X in einem Turnier dar zurückgreifend auf 'die Ressourcen' bitte." Usw. Wenn ich wüßte, ob und wie so etwas geht, wäre dies vielleicht ein Ansatz. Ich stelle Euch mal ein paar Bilder ein, die illustrieren, was ich meine: House Lannister, House Tarley, House Tyrell
  12. "Ich würde es versuchen, erst einmal einen Raum dahin zu bringen, wie Du ihn haben willst. Dann gibst Du dem Bild einen Namen, z.B. "Kaufmannssuite". Darauf beziehst Du Dich, wenn Du den nächsten Raum machst. Also "Ein Raum aus dem gleichen Haus wie die Kaufmannssuite, die wir vorher zusammen gemacht haben. Bla-und-so-sieht-der-jetzt-aus"" Diese Vorgehensweise habe ich auf einfacherer Ebene schon probiert: Bei Bilditerationen von Charakteren in bestimmten Situationen haben sich nach und nach dessen Gesichtszüge verändert. Ich habe dann gegen Ende das "Originalgesicht" noch einmal hochgeladen und in einer der letzten Iterationen verlangt, dessen Gesichtszüge wieder einzusetzen. Was ganz gut geklappt hat - aber dabei war es ja quasi nur ein einziges Objekt, nämlich die Gesichtszüge des Originalgesichts. Bei ganzen Räumen müßte man eher an eine ganze Vielzahl von Dingen erinnern, was vermutlich nicht klappen würde. "Wobei: ich fürchte, quasi ein Gebäude zu erschaffen und abzuspeichern und dann immer wieder aufrufen zu können, wird wahrscheinlich schwierig. KI hat mit dem Erinnern Probleme. Es gibt beim Zusammenbau der Antworten ein Zufallselement. Deshalb sind Prompts nicht deterministisch, d.h. Du kriegst für einunddenselben Prompt unterschiedliche Ergebnisse. Oder zumindest: wenn ich Dir mein Prompt schicke, kriegst Du wahrscheinlich in der identischen Umgebung ein anderes Bild. Ich habe mir zwar für die Bilder, die ich gerade mache, sämtliche Prompts ausgeben lassen und (zusammen mit den Bildern selbst) gespeichert, aber ich glaube nicht, dass das reproduzierbar ist. Als ich eines der Prompts mal tatsächlich wiederverwenden musste, habe ich ein teilweise völlig anderes Bild bekommen (Stimmung, Farbpalette und einige Bildelemente die gleichen, aber Anordnung, Perspektive, Zoom/Elementgröße und Bilddetails komplett anders)." Ganz genau! Es ist schwierig, die KI darauf festzunageln, bestimmte Elemente oder Bereiche einer Bild-Iteration auf Dauer unverändert beizubehalten. Etwa: "Haltung, Pose und Kompositon der Szene im letzten Bild sind sehr gut. Behalte all dies exakt so bei. Nimm einzig folgende Änderung vor: Anstatt mit dem Finger in die Luft zu zeigen, ballt Person X die Faust." So etwas klappte leidlich gut ein, zwei Mal. Doch probiere ich dies mehrfach hintereinander mit dem Ziel, nach und nach die kleinen Fehler auszumerzen, dann verschwimmt doch wieder alles. "Sonst vielleicht, wie Abd erwähnt hat, Info in "style guides" und hochladbare Dateien und Beispielbilder gießen und diese dann bei Bedarf als Vorlagen mit dem Prompt hochladen." Teils habe ich dies auch schon (intuitiv) gemacht: Ich habe ein zufriedenstellendes Bild eines Charakters gespeichert. Das lade ich zu Beginn eines Chats hoch und sage etwa: "Die Person im just hochgeladenen Bild sei für diesen Chat fortan als Person X bezeichnet." Das bestätigt die KI dann brav. Der nächste Prompt klingt dann etwa so: "Mache mir ein Bild, wie Person X sich auf einem belebten Markt mit einem Glücksritter duelliert". Klappt ganz gut. Über "Style Guides" muß ich mich mal schlau machen. Klingt aber nach einer Strategie. Dies ist es, was ich irgendwann weiter oben mal erwähnte: Man fertigt eine Reihe von "Standard-Gegenständen" oder -Personen an und hinterlegt die irgendwo für die KI abrufbar. Dann stellt man Regeln auf innerhalb eines Projekts (?). Alle Lampen in Fluren des Gasthauses sind "Standard-Lampe". So in der Art. Hab bis jetzt aber keine Ahnung, ob und wie so etwas in ChatGPT funktioniert. Und wie gesagt: In einem Riesen-Gasthaus kann es da schnell eine Unzahl von "Standard-Elementen" geben: Türen, Fenster, Lampen, was weiß ich... Die Frage ist, ob die Arbeit, all diese Standard-Elemente zu erstellen sich am Ende lohnt, bzw. ob dieser Ansatz überhaupt funktionieren würde. An all solchen Dingen, die ich derzeit noch überhaupt nicht überblicken kann, hängt es letztlich, wie weit man in Zukunft KI mit Rollenspiel verbinden kann: Bleibt es eher bei ein paar netten und beeindruckenden Einzelbildern? Oder ist es möglich und lohnend, dabei mit viel mehr Systematik vorzugehen? Daran hängt viel.
  13. Nach ersten Versuchen glaube ich, daß dies schwierig wäre: Ich habe nach Bleistift-Grundriß und Textbeschreibung von ChatGPT ein erstes Bild bekommen - was meist bereits sehr gut war und dicht an den Resultaten lag, die ihr hier gesehen habt. Etwa um die 20 Minuten / halbe Stunde habe ich dann an jedem Bild noch "nachgeprompted" im Versuch, ein paar Glitches zu beheben oder Verbesserungen vorzunehmen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Dabei ist mir allerdings bereits aufgefallen, wie schwierig manche Nachbereitungen sind, z.B. im Zusammenhang mit Fenstern. Viele "geöffnete" Fenster würden überhaupt nicht in die Rahmen passen, würde man versuchen zu schließen. Hab's nicht hinbekommen, derartige Probleme zu lösen (außer vielleicht durch Zufall). Ginge ich nun also hin und baue einen Standard-Basis-Raum und versuche dann nachträglich, diesen auf die unterschiedlichen "Themes" umzustellen (Imperial, Seefahrer, Landhaus, usw.), glaube ich, daß sich dies sehr schwierig gestalten würde. Es ist schwer, bestimmte Elemente in einem Bild "konstant" zu halten - in jeder Iteration schleichen sich kleine Änderungen ein. Bei vielen Interationen macht sich dies sichtbar nachteilig bemerkbar, da sich die zunächst subtilen Änderungen kumulieren. Abgesehen davon, verbraucht jede Bilditeration natürlich Ressourcen - Mit meinem derzeitigen "ChatGPT Plus" bin ich dabei zwar erst einmal an die Grenze gestoßen und mußte ein paar Stunden warten, bis ich weitermachen konnte. Bei vielen schnellen kleinen Änderungen in Folge mag dies aber anders sein.
  14. Was meine - vermutlich naive - Vorstellung ist, wäre a) präzise Wiedergabe der Grundrisse, wie sie mit Tools wie Dungeon Alchemist, Incarnate, etc. pp. möglich sind, dabei jedoch b) gleichzeitig eine künstlerisch/optische Darstellung, wie sie ChatGPT hinbekommt, wenn ein Noob wie ich es mit brauchbaren Beschreibungen füttert. Mir scheint es, als ob man derzeit nur eins von beidem haben kann. Es gibt in der Tat eine Incarnate-Umsetzung des Gasthofs, die wir auch im Spiel benutzen. Die zu bauen, war jedoch extrem zweitaufwendig (hat unser Spielleiter gemacht). Das würde mir zu lange dauern und wäre mir zu frickelig. Da ich zunächst einmal mit sehr wenig Zeit (vielleicht 6 bis 7 Stunden für die Generation von 13 Räumen im obigen Stil auf Basis bestehender Bleistift-Grundrisse und Textbeschreibungen) mit ChatGPT ziemlich weit gekommen bin, tendiere ich dazu, den ChatGPT-Weg weiter zu verfolgen. Man kann da ja "Projekte" Anlegen, "individuelle GPTs" erstellen, vielleicht mit einem Canvas arbeiten (wobei ich nicht weiß, ob so was auch mit Bildern geht). Was diese Dinge angeht, habe ich jedoch nicht den geringsten Plan und kann daher nicht einmal absehen, ob einen dies weiterbringen würde.
  15. Zur weiteren Illustration noch ein paar weitere Suiten: Wenn man sich die Grundrisse anschaut, so erkennt man, daß die Suiten dieselbe Größe haben und daß das Arrangement von Kamin, Tür und Fenster dabei im Grunde identisch (allenfalls spiegelbildlich) ist. In den Endresultaten "spürt" man den Grundriß schon, man "spürt" auch gewisse wiederkehrende Elemente, wie etwa die Garderobenhaken. Die Kamine sind meist - aber nicht immer - an der richtigen Stelle. Obgleich die Suiten gleich groß sein sollten, sind sie es in den Bildern nicht. Alle Fenster sind unterschiedlich, teils an der falschen Stelle. Wie gesagt - die Atmosphäre der Suiten ist großartig aus den Textbeschreibungen eingefangen. Jedes Bild für sich sieht gut aus. Aber es fehlt die übergreifende Konsistenz, der "eine Guß". Und ich weiß nicht, wie ich diesen herstellen könnte. Die Textbeschreibungen der Suiten spare ich mir der Einfachheit halber - nur Bleistiftgrundrisse und Resultate:

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