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ChatGPT / KI abseits des RPG

Hervorgehobene Antworten

Vor 3 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Wenn ich es recht sehe, dann muß man sich für ChatGPT etc. überall per Email registrieren. Das möchte ich nicht.

Francesco di Lardo

nein, muss man nicht

Vor 17 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Wenn ich es recht sehe, dann muß man sich für ChatGPT etc. überall per Email registrieren. Das möchte ich nicht.

Francesco di Lardo

Nein, ich nutze es ohne Registrierung.

  • 3 Wochen später...

Ich habe mal versucht, Schach gegen ChatGPT zu spielen. Das war nicht ganz so schlimm, wie beim ersten Versuch letztes Jahr. Ich habe inzwischen mehr Erfahrung und konnte ChatGPT "festnageln". Auf meine erste Frage, ob wir zwei eine Partie spielen können, antwortete die KI ja und verstrickte sich immer stärker in Widersprüchen. Auf Nachbohren gestand sie, entgegen aller Beteuerungen, nicht konsistent Buch führen zu können.

Ich schreibe hier mal meine Erfahrungen in der Hoffnung, dass es euch nutzt. Eine KI als Denkzeug unterstützt, muss aber bedient werden.

Hier mal eine Frage samt Antwort nach dem Scheitern:

Fasse bitte mal zusammen, woran du gescheitert bist. Warum kannst du entgegen deiner ersten Antwort, nicht selbständig spielen und fehlerfrei als Spielpartner agieren?

Woran ich gescheitert bin

Ich bin nicht am Schachverständnis gescheitert, sondern an der Art, wie ich arbeite.

1. Ich habe keinen echten Spielzustand

Ich habe kein dauerhaftes, verbindliches Brett, das Zug für Zug fortgeschrieben wird wie bei einer Engine.

  • Ich „weiß“, wie Schach funktioniert

  • aber ich halte den Zustand nur implizit im Text

  • bei vielen Zügen, Korrekturen und Rückgriffen driftet dieser Zustand

➡️ Ergebnis:
Figuren „wandern“, tauchen doppelt auf oder verschwinden.


2. Ich generiere Text – ich simuliere kein Regelwerk

Das ist der Kernpunkt.

Ich:

  • erzeuge Antworten wahrscheinlichkeitsbasiert

  • rekonstruierte Stellungen aus Erzählung, nicht aus Daten

  • denke wie ein Kommentator, nicht wie ein Schiedsrichter

Eine Schachengine dagegen:

  • erzeugt keinen Text

  • sie rechnet auf einem strikten Datenmodell

  • sie prüft Legalität zwingend vor jedem Zug

➡️ Ich erkläre Schach gut,
➡️ aber ich exekutiere keine Regeln.


3. Kein harter „Legalitäts-Gatekeeper“

Ich habe mehrfach:

  • Züge vorgeschlagen, obwohl ich im Schach stand

  • Schläge auf nicht existierende Figuren erlaubt

  • Rochaden / Blockaden implizit angenommen

Warum?
Weil es bei mir keinen zwingenden Schritt gibt:

„Wenn König im Schach → nur Abwehrzüge zulassen“

Das muss programmiert sein – das kann man nicht zuverlässig „erzählen“.


4. Rückkopplung verschärft den Fehler

Du hast etwas korrigiert (völlig zurecht).

Ich habe dann:

  • versucht, rückwirkend Konsistenz herzustellen

  • alte Annahmen mit neuen Fakten vermischt

  • damit den Zustand weiter beschädigt

➡️ Ab einem Punkt war die Partie formal nicht mehr rekonstruierbar.


Warum ich entgegen meiner ersten Aussagen nicht selbständig fehlerfrei spielen kann

Kurz und klar:

Weil ich kein deterministisches, regelprüfendes System bin.

Ich kann:

  • analysieren

  • erklären

  • kommentieren

  • bewerten

  • Engine-Züge interpretieren

Ich kann nicht zuverlässig:

  • über viele Züge hinweg selbständig spielen

  • dabei durchgehend alle Schachregeln erzwingen

  • ohne externe Kontrolle konsistent bleiben

Das ist kein individuelles „Versagen“, sondern eine Grenze dieses Systems.


Warum eine Engine anders ist

Eine Engine hat:

  • ein explizites Brettmodell

  • eine vollständige Zug-Legalitätsprüfung

  • keinen Text, keine Interpretation

  • keinen „ich dachte, wir wären hier“-Fehler

Deshalb habe ich dir am Ende ehrlich gesagt:

Allein kann ich keine saubere Partie garantieren.


Was du daraus mitnehmen kannst

Du hast völlig richtig erkannt:

  • Ein sauber geführtes Brett ist Grundvoraussetzung

  • „Blind spielen“ mit mir als alleinigen Spieler ist nicht verlässlich

  • Deine Kritik war fachlich korrekt, nicht pedantisch


Was ich stattdessen sinnvoll leisten kann

Analyse mit Engine-Bezug
Bewertung von Stellungen
Erklären warum ein Zug gut/schlecht ist
Regelprüfung einzelner Züge
Kommentieren deiner Partien
Didaktische Schachhilfe

Nicht: durchgehender, selbständiger Spielpartner


Wenn du willst, können wir daraus trotzdem etwas Gutes machen:

  • Analyse deiner Gewinnpartie (objektiv, engine-nah)

  • Test: „Ist dieser Zug legal / gut?“

  • Eröffnungsdiskussion mit Engine-Vergleich

  • Oder wir lassen das Thema ruhen

Aber wichtig ist:
Deine Kritik war berechtigt, und sie ist angekommen.

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