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    Der Zweiheitsglaube bei Grabbeigaben von Waelingern


    Solwac

    Vor einigen Jahrhunderten wurde eine Gelehrtenfamilie bei einer Vidhingfahrt vor die aranische Küste als Sklaven entführt. Ursprünglich hoffte der aeglische Anführer Ragnar Ragnarson auf die Erpressung eines hohen Lösegelds, aber schnell musste er feststellen, dass Siamak und seine Familie keine reiche Verwandtschaft hatten. Da er sie aber anstelle anderer Beute mit aufs Schiff genommen hatte, nahm er die sechs Araner als Sklaven mit nach Hause. Nach seiner Rückkehr in Waeland hatte er so viel Gefallen an dem klugen Siamak gefunden, dass er der Familie die Freiheit schenkte und die Tochter Anaram zur Frau nahm.

    Nach einigen Generationen verblasste die Erinnerung an die Araner und nur selten mischten sich dunkle Haare und braune Augen unter die Kinder des Dorfes. Aber Siamak und später Anaram haben zeitlebens an ihrem Glauben festgehalten und die von ihnen eingeführten Verzierungen in Form von gestickten Worten in aranischer Silbenschrift sind bis heute ein gerne verwendetes Schmuckelement in der Festkleidung der Dorfbewohner. Beherrscht ein Besucher die aranische Schrift, so wird er mit einem EW-4:Aranisch über das gestickte "Ormut" stolpern, welches mit Goldfäden auf der linken Kragenseite dem "Alaman" mit Silberfäden auf der anderen Seite gegenüber steht. Im Dorf kennt keiner die Bedeutung der Symbole und eine der Alten erinnert sich nur, dass vor 50 Jahren ein Fremder schon mal Fragen dazu gestellt hatte (damals konnte ihm aber auch keiner eine Antwort geben).

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    Rückmeldungen von Benutzern

    Empfohlene Kommentare

    NA ja, ich bin kein Experte, aber ich würde mal raten, dass das einfach Beutestücke bzw. eingehandelte Waren waren (bei den Wikingern ;)) - Die Nordmänner sind ja weit herumgekommen - 860 Kontantinopel, 912 Baku z.B. - Hier gleich "muselmanische" Einflusse auf die schwedische Kultur anzunehmen, ist glaube ich den gerade modernen Tätowierungswahn (Chinesische Schriftzeichen  mit bedeutung "leicht zu haben" ;)) als Chinesische Einflussnahme auf die Westlichen Kulturen zu interpretieren...

     

    Die Idee Waelinger/Aran ist aber niedlich - man muss aber gar nicht mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit gehen (vor allem, glaube ich, dass sich die "muster" im Laufe der Zeit zur unkenntlichkeit verändern würden).

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    vor 11 Stunden schrieb Camlach:

    NA ja, ich bin kein Experte, aber ich würde mal raten, dass das einfach Beutestücke bzw. eingehandelte Waren waren (bei den Wikingern ;)) - Die Nordmänner sind ja weit herumgekommen - 860 Kontantinopel, 912 Baku z.B. - Hier gleich "muselmanische" Einflusse auf die schwedische Kultur anzunehmen, ist glaube ich den gerade modernen Tätowierungswahn (Chinesische Schriftzeichen  mit bedeutung "leicht zu haben" ;)) als Chinesische Einflussnahme auf die Westlichen Kulturen zu interpretieren...

    Naja, die Stickereien sind auch für die Herkunftsländer nicht "normal", wobei natürlich der Handel entlang der Seidenstraße deutlich umfangreicher als Richtung Skandinavien war.

    vor 11 Stunden schrieb Camlach:

    Die Idee Waelinger/Aran ist aber niedlich - man muss aber gar nicht mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit gehen (vor allem, glaube ich, dass sich die "muster" im Laufe der Zeit zur unkenntlichkeit verändern würden).

    Hast Du Dir mal ein Quadratkufi angesehen? Wenn man sich das als Stickerei vorstellt, dann landet man bei einem Pixelmuster. Das kann man lange als Gebrauchsanweisung übernehmen ohne dass Änderungen auftreten "müssen". Außerdem ist Midgard eine Fantasywelt und meine Version liefert den Spielern eine Beschreibung ohne direkt eine Lösung zu liefern.

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    Mir gefällt die Idee gut, mein Kritikpunkt ist vernachlässigbar: der Titel suggeriert etwas anderes - zielt m. E. eher auf den Hintergrund ab - Grabbeigaben kommen im Artikel zumindest nicht vor. Und wenn die Klamotten Grabbeigaben bei Waelingern wären, wäre auch der Zweiheitsglaube nicht relevant. Vielleicht "Rätselhafte Stickereien auf waelischen Wämsern"? :-p:harryb:

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    vor 12 Stunden schrieb Solwac:

     

    Hast Du Dir mal ein Quadratkufi angesehen? Wenn man sich das als Stickerei vorstellt, dann landet man bei einem Pixelmuster. Das kann man lange als Gebrauchsanweisung übernehmen ohne dass Änderungen auftreten "müssen". Außerdem ist Midgard eine Fantasywelt und meine Version liefert den Spielern eine Beschreibung ohne direkt eine Lösung zu liefern.

    Ich hab meiner Mutter beim Sticken zugesehen - trotz Vorlagen haben sich immer wieder kleinere Fehler eingeschlichen - oder Sie war der Meinung anders schaut es besser aus

    Vor allem wenn hinter einem Muster kein "Inhalt" steht , dann verändern sie sich im Laufe der Zeit - Hier ein Stich mehr, dort einer weniger - weil es der aktuellen Näherin eben besser gefallen aht. Muster verändern sich.

     

    Anders ist es wenn hinter dem "muster" ein Inhalt steht - also Wenn du das als "Alaman" oder "Ormut" liest, dann werden zufällige Fejhler eher ausgebessert und abscichtliche Abwandlungen vermieden.

     

    Menschen sind keine Computer die Muster immer wieder exact wiederholen.

     

    Im Beispiel aus unsere welt wares ja auch nicht die Wikingerfrau, die das genäht hat (Seide kommt dort nicht vor), sondern es war (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ein "Importstück".  ICh glaube da interppretiert die Zeitung was hinein was nicht da ist - nämlich Arabische Kultur im Norden, sondern es gab lediglich einen Warenfluß... (Handel oder Plünderung). Aber schon der Handel zeigt, dass die Welt auch damals schon globalisierter war, als man glauben will...

     

    Aber die Idee dahinter gefällt mir doch ziemlich gut - kann  man verwenden...

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