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Tallia

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  1. Die Frage ob Samiel Gott werden will wirft meines erachtens die Frage auf, was ein Gott eigentlich ist. Ist Samiel denn kein Gott ? Wir reden hier über Mephi, den Herrn der neunten Hölle, und wenn ich mich recht erinnere ist doch die Hölle eben der Ort wo die Verstorbenen, die zu Lebzeiten nich immer ganz brav waren, nach dem Tod hinkommen. Somit hat der gute alte Mephi doch zumindest den Aufgabenbereich der aus regeltechnischer Sicht dem einer Gottheit-Tod gleichkommt. Die Unterscheidung Gott - Dämon lässt sich an drei Ponkten festmachen: 1.) Götter erlauben ihrer Pristerschaft zugriff auf sog. Göttliche Wunder. Ich kann mich nicht erinneren irgendwo gelesen zu haben das entspr. Dämonenfürsten das nicht können. Es nur nicht zu tun heist noch lange nicht es nicht zu können. Und da bei einem göttlichen Wunder ja die Magie von einer Gottheit kommt, und nur durch den Prister geleitet wird, könnte man durchaus sagen Samiel braucht seine AP grad für was anderes... 2.) Die Beschwörbarkeit von Göttern/Dämonen. Nur der Umstand das Götter nicht in der Form wie Dämonen beschworen werden können will eigentlich auch nix heisen, ich kann schlieslich auch mit einer Dämonenbeschwörung keinen Elementargeist rufen. Das wissen um Götterbeschwörungen ist ja evtl verlorengegangen, oder noch garnicht entdeckt... 3.) Die einzige und wirklich echte Unterscheidung ist der Volksglaube, Götter sind die deren Diener man Opfer bringt, und Dämonen die, deren Diener man verbrennt. Und ob jetzt Gott hin, oder Dämon her, die Ursprüngliche Frage war doch was Samiel in Alba will. Samiel hat, so sagt man, ein nicht geringes Interesse an Midgard. In Alba befinden sich die Hexen die ihm dienen und die ihn verehren. Welcher Dieb, der in ein Haus einbrechen will, würde versuchen eine Tür aufzubrechen wenn 1m daneben ein Fenster offensteht ??? Samiel kann in ganz Midgard auftauchen, aber eine Basis (falls man das so nennen kann) hat er nur in Alba, und das er diese Basis auszubauen versucht sollte eigentlich klar auf der Hand liegen. Denn egal was man über ihn sagt, Intelligent dürfte er wohl sein, sonst wäre er nicht das was er ist. So, ich hoffe ich habe für genügend neuen Diskussionsstoff gesorgt, gute Nacht ;-) Gruß Tallia
  2. Ich gebe dir in sehr vielen Dingen zumindest aus theoretischer Sicht Recht übervater, aber leider unterscheiden sich theorie und Praxis dann doch schon mal. Als ich in früheren Zeiten (als ich Midgard noch nicht kannte) noch AD&D 2nd Ed gespielt habe, war das in einer Gruppe, die Primär aus Powergamern zusammengesetzt war. Is auch kein Problem, das System verleitet ja auch sehr stark dazu (um nicht zu sagen es zwingt die spieler fast Powergaming zu betreiben). In meiner jetzigen Midgard-Runde wird deutlichst mehr Wert auf rollenspielerische Elemente gelegt, und ich komme auch hier gut zurecht. Was ich damit sagen will ist, ich denke ich kann mit Fug und Recht behaupten das ich beide Seiten gut kenne, und mich auch auf beiden Seiten behaupten kann, vor allem aber das ich sog. Powergaming erkenne wenn ich es sehe, und auch die Möglichkeiten zum Powergaming erkennen kann ohne es vorher probespielen zu müssen. Wenn du die Rollenspielerischen Aspekte mit in Betracht ziehst, dann hast du sicherlich Recht, aber der typische "Powergamer" (um jetzt mal einen Achetyp zu erschaffen) tut das wenn überhaupt, nur sehr bedingt. Was in erster Linie gesehen wird, ist ein Charakter, der Kämpfen UND Zaubern kann, Schleichen, Tarnen, usw. fast geschenkt bekommt, Resistenzen, und der ganze Rest eben. Ob, und wenn ja wie sich diese Figur von einem Söldner /Assasinen unterscheidet, rückt erstmal in den Hintergrund. Wenn du das etwas Zynischer formuliert hättest, hatte es fün mir sein können, Inhaltlich sprichst du mir und meinen Erwartungen an gutes Rollenspiel aus der Seele Hier muß ich dir leider auf's schärfste wiedersprechen, denn das was da zwischen den Zeilen steht würde heißen das der SL die Würfelergebnisse manipuliert. DAS darf in meinen Augen auf keinen Fall sein, und wenn in letzter konzequenz die Gruppe draufgeht. lieber hab ich eine tote Figur, als eine von der ich weiß das sie nur durch betrug überlebt hat !!! Auch hier muß man sehr vorsichtig sein, denn aus Gründen der Fainness ist es nur bedingt möglich einen Spieler zu benachteiligen. Mann kann dem Magier in der Gruppe von seiner Gilde (für die er gerade einen Auftrag erledigt hat) sicher immer mal ne Spruchrolle zum Lernen zustecken, oder den einzigen Charakter in der Gruppe der Krumsäbel benutzt einen solchen magischen mit plus 1 auf Treffer finden lassen (was im Endeffekt ja auch geschenkte EP für eine Stufe Lernen sind) aber man muß sehr aufpassen das es nicht nach SL-Willkür aussieht, denn das ist das demotivierenste was es (zumindest für mich als Spieler) geben kann.
  3. Das mit den gekürzten EP ist wohl von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich, in der Gruppe in der ich spiele, läuft es z.B. so, das alle die gleichen EP bekommen, und die Spieler dan entsprechend er Rasse/Klasse sich das selbst runterrechnen. Das ist aber auch nicht das Thema. Wiso kein Elfischer Krieger mit Bi-Händer ? Und Wiso kein Zwerg mit Langbogen ? Gut, der Zwerg mit Langbogen geht im Gegensatz zu dem Elfen mit Bihänder schon Regeltechnisch nicht wenn ich mit recht erinnere (und ja, ich bin zu faul, und mir ist zu Heis im moment als das ich die Motivation aufbringen könnte jetzt nachzuschlagen), da Zwerge zu klein sind um Langbögen zu benutzen. Aber das Beispiel sollte auch nur zur Versinnbildlichung dienen. Also zur eigentlichen Frage, Wiso kein Elf mit Bi-Händer ? Wenn wir mal die Fantasy-Literatur durchgehen (leider bleibt uns hier keine andere Möglichkeit offen, da uns das lebende Objekt (eines Elfen) zu Studienzwecken fehlt) werden wir feststellen das Elfen in Bezug auf Kriegsführung/Kampfhandlungen sich primär auf Dinge wie Schnelligkeit, Beweglichkeit, Tarnung, usw. verlassen. Die Hauptbewaffnung eines Elfenheeres ist und bleibt der Bogen/Langbogen, und die Zweitwaffe/Nahkampfwaffe ist in der Regel als "leicht" zu bezeichnen. Bei dieser Nahkampfwaffe wird es sich um einen Dolch oder ein Kurzschwert handeln (regeltechnisch gesehen). Falls es so etwas wie Elfische "Schocktruppen" gibt, also Truppen die zu Nahkampfzwecken gegen stark gepanzerte Verbände feindlicher Einheiten eingesetzt werden, werden diese wohl am ehesten (und auch besstenfalls) mit Langschwertern ausgerüstet sein. Der Grund wiso Elfen nur eine so leichte Nahkampfbewaffnung tragen ergibt sich aus dem berechtigten Vertrauen in die Stärke ihrer Bögen (wiso soll ich mich mit schweren Nahkampfwaffen abschleppen, wenn ich die Gegner sowiso immer schon so stak dezimiert habe bis sie bei mir sind das sie auf halben Weg zu mir immer flüchten ? Das behindert nur meine Beweglichkeit, die ich als Verteidigung benutze !!!. So, nun werfen wir mal einen Blick auf den Bi-Händer... Der Bi-Händer (oder auch bezeichnenderweise "Gassenhauer" genannt) wurde aus historischer Sicht nur zu EINEM Zweck eingesetzt, nämlich um (wie der Beiname schon sagt) eine Gasse in einen feindlichen Lanzenwall zu hauen. Aufgrund des erhöhten Gewichts und der Länge hatte dieses Schwert die Durchschlagskraft die benötigt wurde um die Langen Speere/Piken/Helebarden/Wasauchimmer hinter den metallenen Klingen an den Holzstielen zu durchtrennen. Es wurde also ausschlieslich von solchen Landsknechten verwendet die in forderster Reihe gegen einen Gegner geschickt wurden, der aus regeltechnischer Sicht mit "Kampf in Schlachtreihe" angriff. Diese Leute wurden, aufgrund der geringen überlebenschance die sie hatten, also eigentlich wissentlich in den Tod geschickt, um einen taktischen Vorteil (nämlich eine aufgebrochene gegnerische Front) zu erlangen. Beleuchten wir jetz einmal die Verbindung von Elf und Bihänder... Ein Bihänder passt weder in das kulturelle Schema einer Elfischen Gesellschaft. Krieger so häufig wissentlich in den Tod zu schicken das es sich lohnt hierfür extra eine eigene Waffe zu entwickeln, passt nicht zu Elfen, so wie sie in Midgard beschrieben sind. Noch passt ein Bihänder in die Strategische Vorgehensweise der Elfischen Kriegsführung, da Elfen einen anrückensen Lanzenwall mit Pfeilen so stark ausdünnen würden das nichts mehr übrigbleibt. In meinen Augen stellt die elfische Rasse (wie alle nichtmenschlichen Rassen) rollenspielerisch weitaus höhere Anforderungen an den Spieler als es menschliche Charaktere tun. dies bedingt auch das man sich auch in der Auswahl seiner Fertigkeiten als Spieler selbst noch einmal einschränkt, und nicht nur die paar Fertigkeiten nicht lernt die Elfen sowiso generell verboten sind (Meucheln, Gassenwissen, etc.). Für einen Spieler der einen Elfen spielt, und einen Bihänder trägt zählt doch nur das diese Waffe die gefürchteten 2W6+Pers. Schadensbonus macht, und wenn das kein Powergaming ist, dann weis ich auch nicht... PS: Mir fällt grad noch ne Steigerung ein, kannst ja deinem Spieler mal als Vorschlag machen Gwynn: Ein Elf, mit dem "Stärke" -Zauber (weil ja Elfen nur max 90 Stärke haben können, zumindest auf natürlichem Weg), Pulver der Zauberbindung drauf (was der Klingenmagier ja Theoretisch benutzen kann) der Ogerhammer lernt.... Wenn ich dem mal auf nem Midgard-Con begegnen sollte, wirst du mich zweifelsfrei erkennen, ich bin dann nämlich der der deinen Spieler schallend auslacht.
  4. Jeder Elf ist übermächtig in Midgard, angefangen von den Mindestattributen, über die MindestFertigkeiten (Schleichen, Tarnen, Wahrnehmung...), bis hin zu den Resistenzen. Also die 10% sind ein durchaus bezahlbarer Preis, und die halben KEP und ZEP, da kommts sehr auf den SL an, manche vergeben primär AEP... Angeblich ist Midgard ein System, das Mathematisch bis aufs letzte durchgerechnet ist, ich hab da noch ne Formel hinzuzufügen: Elf + Bi-Händer = Powergamer !!! Da kann ich doch gleich nen Zwerg mit Langbogen spielen...
  5. Also zunächst sei mal zum To folgendes gesagt, er ist (zumindest meiner Meinung nach) eine Überklasse, wie jede andere auch. Ein Krieger wird immer besser Kämpfen können, ein Magier immer besser Zaubern, ein Assasin wird immer der bessere Meuchler sein als es einem To jemals möglich sein wird. Dies liegt zum einen an der Verteilung der Grundfertigkeiten, und zum anderen an der Breite des Fertigkeitsspektrums das eine Figur zu beherschen gedenkt. Wenn ich mich z.B. als Krieger primär auf das Lernen von Waffen verlege kann ich eben mehr FP für Waffen verlernen als wie wenn ich Kämpfen, Zaubern, Soziales, und das ganze Diebeszeug lernen will/muß/sollte. Berücksichtigt man dann noch die halben ZEP/KEP, dann wird der To in der Gruppe nie mehr sein, als der typische "kann fast alles, aber nix wirklich gut" Charakter. Ach ja, was noch erschwerend hinzukommt, der To sollte natürlich auch noch ein paar Fertigkeiten haben die als "Tarnung" dienen, es ist ja schlieslich schlecht vorstellbar, sich als Schmied auszugeben wenn man nicht weiß wie man einen Hammer hält..., und um eine gute Tarnung aufzubauen, kann's durchaus mal auch ne Ausnahmefertigkeit erwischen. Soviel zum rein Regeltechnischen... Was die Vor/Nachteile des To (die aus seiner Ordenszugehörigkeit resultieren) betrifft, kann ich nur sagen, er ist nicht besser oder schlechter gestellt als jeder Priester. Er kann im Ordenshaus entsprechende Lehrer finden, zuflucht suchen, usw, er hat einen strikten VerhaltensKodex, und er bekommt ab und zu mal nen Auftrag... (die Idee das jedes 2. Abenteuer sich um einen Auftrag handelt, halte ich für kompletten Schwachsinn, es ist laut der beschreibung im Kompendium nicht gerade einfach einen Kontakt mit einer der beiden Gilden herzustellen, die Bezahlung für so einen Auftrag ist so hoch das es deutlich günstiger für den Auftraggeber ist einen einfachen Assasin anzuheuern, und vor allem nehmen die Gilden nicht jeden Auftrag an, sondern nur wenn das Opfer es auch wirklich verdient hat. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, das eine solche Organisation, die z.B. eigene Lehrer unterhält, und sich ihren Nachwuchs von Kindesbeinen an heranzieht, nich nur aus 5 Mann bestehen kann, dann wird ein To im Laufe seines Lebensnicht viele Aufträge für den Orden ausführen. Alle 1-5 Jahre (spielintern) mal ein Auftrag, mehr wäre nicht realistisch). Rollenspielerisch ist der To vielleicht sogar einer der herrausfordernsten Figuren, da er seine wahre Indendität auch der Gruppe gegenüber nicht preisgeben darf, und im Falle eines Auftrags auch mal die Gruppe als "Schachfigur" benutzen kann... Was den To als "kaltblütige Mordmaschine" betrifft, sollte man auch ganz klar die beiden Orden unterscheiden, wärend diese Bezeichnung bei der schwarzen Lilie durchaus zutreffend sein mag, geht aus der Hintergrundbeschreibung des To ganz klar herfor, das die weise Rose nicht nur den Part den Henkers übernimmt, sondern auch den des Richters. Somit ist der Tod des Opfers nicht immer das erklärte Ziel eines To der weisen Rose. Wenn der To der Meinung ist das die Vergehen des Opfers gegen die Menschlichkeit nicht schwerwiegend genug sind um seinen Tod zu fordern, kann er durchaus auch "einen Schuß vor den Bug" abgeben und es dabei belassen, bzw. auch garnichts tun wenn er das Opfer für unschuldig hält. Abschliesend möchte ich noch eine Frage in den Raum stellen, die jeder für sich selbst beantworten sollte: Ist der Todeswirker nicht einfach nur deswegen so Suspekt weil er einfach nicht in das Schema "edel, hilfreich und blöd" passt, sondern "moralisch flexibel" ist ??? Weil er einfach nicht in das "wir sind die Guten" Konzept vieler Spielleiter passt ??? Gruß Tallia
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