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Drachenmann

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  1. Teilweise sehe ich das ähnlich, aber weniger kategorisch. Als SL sehe ich die Belohnung für meine Vorbereitung darin, dass die Mitspieler hoffentlich mit leuchtenden Augen gemeinsam mit mir eine spannende Geschichte in meinem Szenario erleben. Außerdem habe ich die meisten Spielanteile, verfüge über unbegrenzte Ressourcen und halte die Fäden in der Hand. Natürlich fällt mir dabei zugleich die Gesprächsmoderation zu, das liegt in der Spielstruktur. Deswegen habe ich das Recht, an die teilnehmenden Figuren bestimmte Anforderungen zu stellen und Figuren oder Teile von ihnen wie Ausrüstungsgegenstände abzulehnen. Andererseits betrachte ich mich als Mitspieler ohne übergeordnete Rechte, die anderen nicht zustehen. Wenn mir das Recht zusteht, Alkohol vom Tisch zu verbannen, steht das m.M.n. jedem anderen Mitspieler genauso zu. Wenn ein Mitspieler das Rauchen, auch unter freiem Himmel, reglementiert sehen will, bin ich verpflichtet, eine Einigung zu erarbeiten. Eine Kleiderordnung einzufordern steht mir nur zu, wenn die Erscheinung des Mitspielers mich oder die Gruppe so sehr irritiert, dass an ein Spiel nicht mehr zu denken ist. Das Recht, eine theatralische Darstellung einzufordern, steht mir m.M.n. nicht zu, denn dafür gibt es Fertigkeitswürfe und nicht jedem liegt eine solche Darstellung. Usw... Ich unterscheide also zwischen Anforderungen an die Figur, die ich verlangen und durchsetzen darf, und Anforderungen an die Persönlichkeiten der Mitspieler, und hier sehe ich die Grenzen meiner Rechte schnell erreicht, erst recht, wenn diese Rechte nur für mich allein gelten sollen. Auch als SL sehe ich mich also nicht als mit übergeordneten Persönlichkeitsrechten ausgestattet an. Ich betrachte mich lieber als eine Art Gastgeber, der zwar größtenteils denselben, zum Teil aber auch anderen Pflichten unterliegt als die Gäste, damit das Treffen zu einem schönen, gemeinsamen Erlebnis für alle gestaltet werden kann. Für wichtig halte ich die Rolle der Gesprächsmoderation, also dafür zu sorgen, dass jeder Mitspieler seine Rede- und Handlungsmöglichkeit erhält und z.B. nicht unterbrochen wird. Bei der Durchsetzung dieser Gesprächsregeln kann ich durchaus unangenehm und auch diktatorisch werden, das gebe ich zu. Aber das ist wirklich nur sehr selten nötig, genau wie eine Ansprache an einen einzelnen Spieler unter vier Augen, damit er sich endlich mal zusammen nimmt. Anzählen musste ich noch nie einen Mitspieler, jedenfalls erinnere ich mich nicht daran. Nur, dass ich einmal ein Abenteuer abgebrochen habe, weil mir das Spielverhalten der Beteiligten trotz mehrfacher Ansagen total auf die Nerven ging und ich kurz davor stand, persönlich zu werden und amtlich auszurasten. Und dem wollte ich niemanden aussetzen, denn dann habe ich das Konfliktverhalten einer verbalen Abrissbirne, und das ist nicht schön. Ok, inhaltlich gehe ich hier mit dir konform, formal sehe ich Unterschiede in der Durchsetzung...
  2. @Lukarnam : Danke für die Beitragsänderung!
  3. Nein, wie kommst du darauf? Als SPL übe ich das Tischrecht aus. Ich verweise auch Spieler vom Tisch, wenns sein muss. Sorge für Ordnung. Wenn mir als Spieler was nicht passt, kann ich es ansprechen und im Zweifel gehen. Hier denke ich: Darüber werden wir keine Einigung erzielen, da wir anscheinend verschiedene Rollenverständnisse von Spielleitung haben. Macht aber nichts, wir lassen einfach beide Auffassungen gleichberechtigt nebeneinander stehen?
  4. *Handheb* Du hast mich auf der Warteliste vergessen...
  5. Jetzt wird mir hier meine eigene Nachgiebigkeit als SL auf's Brot geschmiert, ist ja unglaublich... Ich auch nicht, solange eben dieses Recht für jeden am Tisch gilt, nicht nur für den SL. Eine alkoholfreie Runde muss von jedem einforderbar sein, finde ich. Wirklich große Probleme hätte ich mit einem Zusatz in einem Aushang wie: "Und jeder am Tisch kippt mal mindestens 10 Bier und 5 doppelte Ouzo!"
  6. Ich bin gerade sehr hin- und hergerissen, wie ich zu diesem Vorschlag stehe... Einerseits ja, dieses Recht darf dann aber nicht nur für die Spielleitung gelten, sondern für jeden Mitspieler am Tisch. Und zwar ohne Zwang zu einer Rechtfertigung, ein kurzes "ich möchte das nicht hier am Tisch" muss dann reichen. Andererseits frage ich mich, ob sich die Herleitung für deinen Vorschlag, die Gradvorgabe, einfach so auf die Stragthematik übertragen lässt: Die Gradvorgabe stellt ja die Zugangsbedingung für die Figur des Spielers dar, dein Vorschlag dagegen eine Verhaltensreglementierung des Mitspielers selbst. Da sehe ich schon zwei verschiedene Ebenen... Ich möchte damit jetzt nicht werten, zustimmen oder ablehnen, sondern es nur mal anmerken.
  7. Das ist ein sehr schmaler Grat mit steilen Abgründen.
  8. Naja, prinzipiell finde ich eine völlig offene Fragestellung und ohne inhaltliche Eingrenzung zu einer solchen Thematik erst mal nicht schlecht. Dann allerdings hätte ich begrüßt, wenn diese Herangehensweise im Eingangsposting erläutert worden wäre, in der jetzigen Form empfinde ich ihn ebenfalls als etwas dürr, wenn auch nicht als rotzfrech oder respektlos. Immerhin spricht der Strang ein vielschichtiges Thema an, zu dem wahrscheinlich absolut jeder eine Meinung hat, deswegen braucht es eigentlich m.M.n. nicht viele Worte für eine offene Frage nach der eigenen Einschätzung der User. Aber wie gesagt hätte es schon einige Worte mehr als momentan gebraucht, das finde ich auch... Mich irritieren eher zwei andere Dinge: Zum einen @stefanie , deine Verwunderung über inhaltliche Nachfragen, wie du denn deinen Strang gemeint hast, und dass du diese Nachfragen als Aufforderung zu einer persönlichen Rechtfertigung verstehst, zum anderen, wie ablehnend und unversöhnlich manche Postings einander gegenüberstehen: Mir ist durchaus bewusst, wie sehr die Betrachtung von frei zugänglichem Alkohol in der Öffentlichkeit die Menschen polarisiert, aber eigentlich hätte ich gerade in diesem Forum differenziertere Aussagen beider Lager erwartet. Manche Postings aber lesen sich für mich, als sollte ein quasi verbrieftes Grundrecht auf Alkoholrausch beschnitten werden, manche Antworten wiederum, als bestünde die Gefahr, ein Midgard-Con könnte sich zu einer Zusammenrottung besoffener Hooligans auswachsen. In diesem Sinn finde ich sehr spannend, wie eine an sich offene Frage mit dem sehr unglücklichen Zusatz, es sei "an der Zeit", die Gemüter zum Kochen bringen kann. Anscheinend hat Stefanie ja dann doch durchaus einen neuralgischen Punkt getroffen...?
  9. Thema von Yon Attan wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    In meiner Abwesenheit wurde Oskar eine Portion Gyros und ein Glas Prosecco ausgegeben...
  10. Thema von Hiram ben Tyros wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    Och danke, das wäre doch nicht nötig gewesen...
  11. Ich vermute, ein paar dieser so überaus vernünftigen Menschen fühlten sich einfach auf den Schlips getreten. Ich vermute vielmehr, manche Menschen, die sich ihrer eigenen Grenzen durchaus bewusst sind, fühlten sich aus heiterem Himmel heraus moralisch reglementiert und zu einer Rechtfertigung aufgefordert. Leute, die sich aus gutem Grund ertappt fühlen könnten, werden m.M.n. diesem Strang fernbleiben...
  12. Nicht auf jeder Art von Veranstaltungen. Volle Zustimmung, aber einen Midgard-Con sehe ich momentan nicht als eine derartige Spielwiese. Womit wir wieder bei Alkohol und seiner sozio-kulturellen Funktion wären, also einer Frage, die wir in diesem Rahmen wohl nicht werden klären können. Leider.
  13. Oh, Thema Realismus...
  14. @Ma Kai & @Bro: Qed.
  15. Was du schreibst ist doch völlig regelkonform und ohne alle Abzüge: Bewegung: EW:Akrobatik auf den Tisch. Angriff: +2 von oben.
  16. Die Bewegungsphase wird abgeschlossen, dann erst erfolgt die Angriffsphase. Also kann sich die angreifende Figur bei ihrem Angriff nicht mehr im Sprung befinden. edit: Nicht regelgedeckt wäre folgender Vorschlag: Angriff aus dem Sprung heraus mit -4 wie überhastet, Landung unbeschadet nur mit einem EW:Akrobatik und mit situativem Malus. Aber nur, weil ich auf Mantel-und-Degen stehe...
  17. Die eine Frage ist ja die der gesellschaftlichen (und wirtschaftlichen) Funktion von Alkohol, und die werden wir in diesem Rahmen weder klären können, noch war das Stefanies Frage. Die andere Frage ist die nach der eigenen Wahrnehmung, wie auf Cons mit Alkohol generell, also von der Großgruppe umgegangen wird. Hier muss ich sagen, greift eine sehr starke soziale Kontrolle: Wir treffen uns nicht mit dem Ziel zu feiern, wie es z.B. bei Hochzeiten, Vereinsfeiern oder Geburtstagen der Fall wäre. Unsere gemeinsamen Ziele sind Spielerlebnisse und schöne, bereichernde und auch klärende oder bereinigende Gespräche. Die Spielerlebnisse wiederum finden in fest zugeordneten Kleingruppen statt, es wäre also keinem Besucher möglich, von Kleingruppe zu Kleingruppe zu tingeln und dadurch seine Trunkenheit auf viele verschiedene Gesprächspartner zu verteilen, "in der Masse unterzugehen". Dazu kommt eine zunehmende Anzahl Kinder, die jedem verantwortungsbewussten Menschen ein Mindestmaß an Gesellschaftstauglichkeit abfordern. Diese Faktoren führen m.M.n. dazu, dass ein bestimmtes Klientel von Midgard-Cons ferngehalten bzw. sogar abgeschreckt wird. Wer eine solche Veranstaltung besucht, achtet demnach aus eigener Motivation heraus auf sein Trinkverhalten, und wenn ihm das einmal nicht gelingen sollte, bleibt er einer angemessenen Ansprache nach meiner Beobachtung zugänglich. Das empfinde ich als schön und entspannend, denn jemand wie ich weiß ganz genau: Es erfolgen keine aggressiven Rudelbildungen, niemand wirft mit Flaschen oder anderen Dingen. Nirgendwo entsteht eine unberechenbare Situation, in der möglicherweise betrunkene Streithähne getrennt werden müssen. Kein Besoffener wird mich wegen meines Aussehens anpöbeln und die körperliche Auseinandersetzung suchen. Diese Feststellungen sind weder überzogen noch selbstverständlich, nach zwanzig Jahren Gastronomie und 48 Jahren Leben in Frankfurt habe ich Grenzsituationen zur Genüge erlebt. Die dritte Frage, die m.M.n. Stefanie implizit stellt, ist die nach dem persönlichen Umgang mit Alkohol auf Cons. Hier muss ich selbstkritisch sagen, auf einem Con hatte ich einmal einen kompletten Ausfall. Trotz extremer persönlicher Notsituation - genauer gesagt: Deswegen erst recht! - fuhr ich auf einen Con. Ich war auf der emotionalen Flucht, wollte nichts davon mehr sehen und hören und mich in eine angenehme Situation begeben, um mir den Kopf frei zu machen. Die Idee war eigentlich gut, aber ich hatte mein Telefon dabei, deshalb konnte mich der ganze Mist einholen. In diesem Moment sah ich nur den einen Ausweg: Mir die Lichter ausschießen. Ein Mitspieler und guter Freund verzichtete auf das Abenteuer, erklärte der Runde meinen Zustand und begleitete mich. Niemand stellte mir hinterher Fragen oder machte mir Vorhaltungen, was es mir wiederum leicht machte, jeden Teilnehmer der Runde, den ich hinterher auftreiben konnte, aufzusuchen, mich ihm zu erklären und um Verzeihung zu bitten. Die soziale Kontrolle auf einem Midgard-Con empfinde ich also als durchweg positiv und stärkend, was ich daraus ableite, dass das Ereignis als solches für alle Teilnehmer positiv und bereichernd belegt ist, außerdem eben nicht eine gemeinsame Feierlichkeit den Anlass darstellt und drittens die Strukturierung in festen Kleingruppenangeboten einen unkontrollierten Alkoholkonsum aus einer "Laune" heraus nahezu verunmöglicht.
  18. Thema von Hiram ben Tyros wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    Zum Wetter muss ich ja nun nicht mehr viel sagen, zum Essen will ich hier nur ein einziges Wort verlieren: Einmal top, einmal flop... Ansonsten war es wieder mal so richtig schön, vielen Dank! Es hat mir sehr gut getan, euch alle mal wieder zu sehen. Leider seid ihr zu zahlreich, als dass ich mit jedem so angeregt hätte plaudern können, wie ich gewollt hätte. Danke an meine Zimmergenossen für eure Geduld und Entschuldigung dafür, dass ich euch mit meinem Wecker genervt habe! Danke und ein Kompliment für eine umsichtige und entspannte Veranstaltungsleitung! Alle meine Spielrunden haben mir großen Spaß gemacht, was will ich mehr? Zuallererst natürlich meine albisch-moravische Gastspielrunde in Parduna unter größtmöglichem Ausschluss aller Einheimischen: @Christin, @Die Hexe, @daaavid, @Ma Kai, @Bruder Buck, @ToddArkin und @Solwac, ich fand euch großartig, als Gruppe und als Einzelspieler! Daaavid, deine Lego-Figuren sind nicht zu toppen! @daaavid : Ich empfand deine Leitung als souverän, sehr angenehm und unaufgeregt. Als Spielergruppe haben wir mit unseren Figuren eine schöne Balance hinbekommen. @Solwac : Drei Zwerge und zwei Lidraler in Cuanscadan, diesen Flohzirkus muss man erst mal gebändigt kriegen! Daaavid, mit einem geknackten Vorhängeschloss in der Hand trotzdem die Tür einzutreten: SO sind Zwerge! @Hirotega : Top-Leitung, Top-Gruppe! "Tanti saluti da Loretta a il Don in quello paesucolo rotto: è un pezzo d'uomo rispettabile, piacente e - primo - molto gentile lui! Stammi bene, c'i veddiamo in la nostra prossima vita!" @Hirotega...und vielen Dank für eine unverhofft seelenverwandte Mittagspause! PS @alf04 : Das SL-Geschenk passt wie maßgeschneidert, danke!
  19. Thema von Hiram ben Tyros wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    In welcher Runde hast Du denn gespielt? In jeder?
  20. Thema von Yon Attan wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    Mein Albischer Glücksritter gegen jede Mannschaft, die sich traut.
  21. Thema von Yon Attan wurde von Drachenmann beantwortet in Midgard Cons
    Ja, er kollidiert terminlich mit dem DFB-Pokalfinale. Darum wurden so viele Anmeldungen zurückgezogen, dass er nicht stattfinden kann.
  22. Inzwischen bin ich bei a) + der Möglichkeit, auch die 5LP aus dem Kampf zu behandeln, weil 1. vorher kein Ersthelfer verfügbar und deshalb EW:Erste Hilfe möglich war (s. S.136 M4) und 2. erst mit dem Eintreffen im Heilerlager die vorherige Situation beendet worden ist. 2. hätte ich aber immer schon so beurteilt... Im Optimalfall erhielte die Figur also 6LP/AP allein aus dem Fertigkeitswurf zurück.
  23. Das muss dir nicht leid tun, ich find's völlig ok und habe kein Problem damit. Seit über zwanzig Jahren besteht mein beruflicher Alltag aus situativen Aushandlungen, und ich bin kein Masochist. Meine Irritation ist durch die viel zu restriktive Regelauslegung entstanden, mit der ich Midgard kennengelernt habe. Und da ich niemals über die Fertigkeit Erste Hilfe ein Gespräch geführt habe, ist es bei mir ganz einfach dabei geblieben. Bis heute. "Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Erich Kästner) Jetzt spricht überhaupt nichts mehr dagegen. Ist doch schön, dass die Regeln eine so situative Anwendung der Fertigkeit vorsehen. Schade nur um meine ganzen Figuren...
  24. So langsam dämmert mir, dass meine allererste Stammgruppe nach einer recht harten Regelauslegung gespielt hat. Ich habe mich immer gewundert, warum nur in dieser Gruppe manchmal drei von fünf Figuren an einem Abend über die Wupper gingen. Jetzt sehe ich klarer.
  25. Ganz im Ernst: So habe ich die Fertigkeit niemals gespielt, weder als Spieler, noch als Leiter. Schau an, da hätten also etwa 10-15 meiner Figuren überleben können... Wieder was gelernt.

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