Ich denke, Du kannst die Grenze nicht so scharf ziehen. Du kannst Dir vorher einen roten Faden ausdenken und trotzdem ein ganzes Abenteuer improvisieren.
Es ist schon ein mächtiger Unterschied, ob Du ein Abenteuer detailliert ausgearbeitet hast, oder eben doch vieles aus dem Stegreif machst.
Ich habe mich bisher bei meinen Leitversuchen auch viel am Improvisieren versucht und ich habe drei Feststellungen gemacht:
1. Wenn Du ein Abenteuer ausarbeitest, mußt Du beim Spielen dennoch das eine oder andere improvisieren. Vor allem wird schon mal gerne plötzlich nach Personen gefragt, an die Du vorher gar nicht gedacht hast. Da kommen dann so schicke Namen raus, wie "Tom Dooley", wenn man sich nicht eine Namensliste macht.
2. Wenn Du ein Abenteuer improvisieren willst, kommst Du früher oder später doch dazu, das eine oder andere Detail auszuarbeiten oder als Handout vorzubereiten. Sei es nur der Plan eines Dungeon oder ähnliches.
3. Wenn Du bei einem improvisierten Abenteuer keinen roten Faden vorgibst, dann verlierst Du schnell das Ziel aus den Augen.
Eine vollständige Improvisation halte ich zwar für möglich, aber extrem schwierig. Ich selber bin noch nicht auf dem Stand, das zu schaffen, aber ich arbeite dran.