Jump to content

Blogs

Empfohlene Beiträge

  • Unicum

    Südcon 2015 - Freitag - Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi

    Von Unicum

    "Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi"   Sl: Shayleigh Spielfiguren - Spieler - Typus Sakura Ikari - Magus - Kr Don Cosi de FanTute - Wizang - Ma Donja Maria Arpach - Rolf (?) - Ma Cassandra Enrica Ricada - Unicum – Ma   NSC (Teilliste) Prinzessin Donja Barbelica Kiriles Geisterprinzessin Lhirabetta, Schwester von Barbelica Donja Isabela de Vindano, (Vorgesetze von Cosi im Convendo) Sulfin de LufiRello, ("Chef" des Convendo) Modeata Tuzzi (Naga? Halbmensch?) Claudes (Sklavenhändler) Lysandaria, Nymphe Adorin, Geliebter der Schwester der Gräfin Adin, Bruder von Adorin ---------------------------------------   Wie geplant habe ich Cassandra Enrica Ricada, mich beim Convendo der Küstenstaaten in Maritimar gemeldet. Das Ausladen meiner Ausrüstung und der Katalogisierung durch den Convendo dauert leider noch an.   Ich wurde - intern durch Donja Isabela de Vindano (Vorgesetze im Convondo von Don Cosi de FanTute) dem "Verteidiger gegen die schwarzen Künste" und "Vize-Herold" von Prinzessin Barbelica - Cosi de Fantute als "Schreiber" zugeteilt.   Nun ich habe nun in den ersten Tagen mich an die Arbeit gemacht die Arbeit zu erledigen! Ich möchte an dieser Stelle sagen das ich entsetzt war in welchem Zustand die Dokumente waren! Ich kann zu den Fertigkeiten bezüglich der Verteidigung gegen die schwarzen Künste recht wenig sagen - aber Verwaltungstechnisch scheint mir Herr Cosi etwas überfordert.   Auf seinem ersten offiziellen Besuch (seitdem ich bei ihm bin) bei "Ihrer Majestät Prinzessin Donja Barbelica Kiriles, Hofrätin zu Candranor, Erbin de Lambargi, Conteja de Marimar" stellte mich Don Cosi de FanTute vor.   Dort wurde mir auch Donja Maria Arpach, die Hofzauberin des Vaters der Prinzessin vorgestellt, welche eine Ostländisch aussehende Söldnerin als Leibwache Frau Sakura Ikari an ihrer Seite hatte. Die Gerüchte bezüglich der albischen Garde sind übrigens mindestens zum Teil Wahr.   Prinzessin Barbelica Kiriles hat ein Problem im Landhaus ihrer Familie. Das Gebäude ist nun natürlich von der Stadt umschlossen und liegt pikanterweise gegenüber einem Bordell - was auch zu gewissen Gerüchten über ihren Vater führte. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht kann ich noch nicht nachvollziehen.   Die Schwester von Prinzessin Barbelica Kiriles hatte vor Jahren dort eine Liebschaft mit einem jungen Fischer. Ihr Vater lies den jungen Fischer - Adorin, und auch seinen Bruder Adin, als er davon erfuhr versklaven. Er kaufte also die Söhne den Eltern ab und plante sie als Galeerensklaven einem langsamen Tode zu verantworten. Dies war etwa vor 7 Jahren.   Prinzessin Barbelica Kiriles entsandte schon vor einigen Monaten eine Gruppe von Leuten welche Nachforschungen über den Fischer anstellen sollten und ihn wohl möglich zurückbringen. Die Prinzessin äußerte dabei ein gewisses Bedauern das es immer noch nicht gelungen war dies zu erfüllen. Selbst die von ihr hoch geschätzten Herren Mattul und Mirant (ich bemerke dabei das sie sich scheinbar gerne mit Männern umgibt deren Namen mit M beginnen) konnten die Aufgabe bisher nicht erledigen. Aber zumindest der Bruder des Gesuchten war zu befreien. Wir suchten also das Stadthaus der Fürstlichen Famile auf und trafen dort auf die ältere Schwester der Prinzessin Barbelica Kiriles. Diese heiratete den Vizekönig (?) auf Zwang ihres Vaters verfiel aber in einem jugendlichen Wahn finsterer Blutmagie um sich Jung zu erhalten. Sie wurde lebendig eingemauert. Ihr Leichnam entkam und ein Teil ihrer Seele spukt im Landhaus herum. (Alleine das schon eine interessante Sache!).   Die Geister-Schwester "Lhirabetta" machte einige Aussagen zu dem verschwundenen Geliebten,... natürlich mit wenig aussagekräftigen Worten - ach ja die Liebe.   Mattul hat den Bruder Adin mittlerweile als Sklaven in seinem Besitz, leider war Mattul nicht anwesend und in seinem Stadthaus kennt niemand den Aufenthaltsort des Bruders Adin. Der Elfenmagier Mirant hat ein Holzamulett welches Adorin der Geisterprinzessin Lhirabetta geschenkt hat, leider hat er es bei sich und ist gerade auf hoher See in einem anderen Auftrag unterwegs (im übrigen zusammen mit diesem Mattul und irgendwelchen Schariden). Nach seiner Befreiung hat Bruder Adin zu seiner Familie wieder Kontakt gesucht. Das Verhältnis zwischen den Eltern und Adorin soll nicht das beste gewesen sein.   Wir trafen uns im Nympheum des Landhauses mit der Nymphe Lysandaria diese meinte das es möglich ist mit dem Band welches wahre Liebe zwischen zwei Menschen bindet eine vermisste Liebe wieder zu finden und so die Lhirabetta zu erlösen. Als Beispiel für wahre Liebe wurde der Fürst und eine gewisse Alchira genannt.   Weitere Nachforschungen, etwa an der ermittelten Verkaufsstelle des Sklavenhändlers bei welchem die beiden Brüder getrennt wurden lassen uns zumindest (Mittels Reise in die Zeit durch Donja Maria Arpach) ein Bild des Käufers von Adorin ermitteln. Donja Maria Arpach lässt jeweils eine Zeichnung von diesem Käufer und Adorin anfertigen.   Während Don Cosi de FanTute mit der Nymphe weitere vertiefende „Gespräche“ führt – er nennt es mir gegenüber auch „Bücherrecherche“ tragen wir diese Informationen zusammen.   Durch ein Tor gelangen wir in die Hauptstadt Dargina von Vigalis um dort weiter nachzuforschen. Die Eltern der beiden Brüder sind dort wohnhaft, aber wir fragen einfach in der Stadt herum und erregen so die Aufmerksamkeit eines zwielichtigen Mannes – er stellt sich nicht einmal mit Namen vor aber ich habe mir sein Gesicht gemerkt – das ist kein normaler Handlanger gewesen! Nach etwas hinhalten (wo Sakura Ikari und ich in einer Hütte im Armenviertel eingesperrt waren) bringt dieser Mann uns zum Convendo und sagt das auf Befehl des Fürsten unser Gedächtnis zu löschen sei. Sulfin de LufiRello, der Chef des Convendo erzählt uns das wir wohl einen „Claudes“ suchen. Er meint das Bild tatsächlich zu erkennen. Wir könnten in Maritimar nach dem alten Hafenmeister, einem Kan-Thai suchen. Dieser könnte mehr wissen. Für genaueres könnte uns Don Cosi de FanTute, über den er sehr wohlwollend spricht, weiterhelfen.   Zurück in Maritimar machen wir ein (in meinen Augen) sehr gewagtes Experiment. Geisterprinzessin Lhirabetta übernimmt den Körper ihrer Schwester Prinzessin Barbelica Kiriles. Wir nehmen etwas Blut von dieser nun besessenen und die Nymphe Lysandaria macht eine Vision. Auch wenn wir uns schon Gedanken darüber gemacht hätten was passiert wenn die Geisterprinzessin dies nun ausnützt verlässt diese den Körper freiwillig wieder.   Daraufhin eilen wir zum Marktplatz wo nach der Vision etwas passieren soll. Tatsächlich erscheinen wir gerade als ein Raubmord durchgeführt wird. Es gelingt den Überfallenen zu retten und den Meuchler zu vereisen.   Der Überfallene hat einen Beutel den er an eine gewissen Modeata Tuzzi übergeben soll. Diese ist in einem Haus am Rande des Waldes von Bromme. Wir liefern den Beutel ab und Frau Modeata packt daraus einen schlafenden Fliegenwichtel und setz diesen in ein Terrarium. Wir fragen nach ob sie uns auch bei der Suche nach Adorin helfen könnte. Sie führt uns nach draußen und wir stehen auf einmal direkt im Wald von Bromme. Wir sollen uns einen Weg zurück zu ihrem Haus suchen. Es ist mir an dieser Stelle schon klar, dass wir es bei Modeata mit einer speziellen Person zu tun haben,... Wir begeben uns also auf die Suche nach einem Weg zurück in unsere Welt. Auf einer Lichtung treffen wir die Zentraurin Kirke. Diese lebt einsam und zurückgezogen, hilft uns aber gerne mit Informationen über den Garten von Modeata. Sie warnt uns vor der Esel-Herde und meint wir sollen auf dem gezackten Weg gehen und wenig nach rechts und links schauen. So gelingt es uns durch den Garten zu wandern, auch wenn Don Cosi de FanTute einmal von einer nackten Frau abgelenkt wird. Modeata ist aber sehr gelangweilt und enttäuscht das wir nicht ihren schönen Garten bewundert haben. Sie beobachtete uns die ganze Zeit – wohl durch einen Spiegel. Sie ist bereit uns zu helfen, wenn wir ihr den Elfenzauberer Mirant bringen und sie eine Nacht mit ihm verbringen kann. Mirant wird kontaktiert und erscheint nach kurzer Zeit. Er ist nicht an dem Angebot interessiert. Mit der Ausschlagung des Angebotes ist damit wohl diese Spur nach dem verschollenen Fischer erkaltet. Modeata Tuzzi wird uns wohl an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen wollen.
    • 1 Kommentar
    • 869 Aufrufe
 

9. Eintrag ~ Aonadag bis Dosandag, 1. Trideade Wolfmond (Spoiler: Tumunzahar, die Zwergenbinge)

Nachdem wir uns ausgeruht hatten ging es mir etwas besser. Ich befürchtete, dass Glannis das von sich nicht behaupten konnte. Sie saß da und zupfte an den Seiten ihrer kaputten Fidel. Ich begab mich zu ihr und umarmte sie. Anschließend wendete ich mich dem schlafenden Nissyen zu und versuchte ihn aufzuwecken. Ich erreichte jedoch lediglich, dass er nach mir schlug. Nicht einmal das konnte ich. Bevor wir uns daran machten die restlichen Gänge und Räume zu erkunden, entschuldigte ich mich bei Gray, doch er winkte ab. Ich verstehe ihn nicht, in einem Moment scheint er außer sich vor Zorn und im nächsten ist alles wieder gut. Ist es das jedoch wirklich? Nun, es hinterlässt kein gutes Gefühl. Es lässt mich vorsichtig um ihn herum werden, noch vorsichtiger als zuvor. Und es tut weh. Als wir aufbrachen kam das Gespräch auf das Thema des nicht mehr vorhandenen Auswegs aus der Binge. Also war es meine Gefährten ebenfalls aufgefallen. Ich war erstaunt wie ruhig darüber gesprochen wurde. In Suche nach den verbleibenden Insignien und einem Ausgang zogen wir von Tür zu Tür und hatten bald einen besseren Überblick über das Gang- und Raumsystem der Binge. Es gab einige Türen die zum Thronsaal und damit zu dem Drachen führten. Wir bemerkten dies bei allen Türen, bevor wie sie öffneten. Bei allen, bis auf einer, welche ausgerechnet ich öffnete. Der Drache bemerkte mich und ich hatte kaum Zeit die anderen zu warnen und mich in Sicherheit zu bringen, bevor der Drache mit einer seiner Pranken durch Tür und Wand fuhr, um nach uns zu greifen. Gray und ich sprangen zurück in den Gang, aus dem wir gekommen waren, die anderen dagegen rannten vor in die ungewisse Dunkelheit des Raumes und waren verschwunden. Eine Weile tobte der Drache noch, dann wurde es still. Gray und ich berieten wie wir wieder zu den anderen gelangen könnten. Doch die außerordentlichen Sinne des Drachen machten dieses Unterfangen selbst mit Unsichtbarkeit nicht einfach. Gray schlich sich vor zur Tür und wollte nach dem Drachen sehen. Da wurde der Gang auf einmal mit dem Feuerhauchs des Untiers gefüllt und Gray ging zu Boden. In letzter Sekunde unterdrücke ich einen Schrei und rannte zu Gray. So schnell wie möglich zog ich ihn zurück in den Gang, außer Reichweiter der Drachenkrallen, die im nächsten Moment den Boden absuchten. Während der Drache vergeblich nach seiner gegarten Mahlzeit suchte, sah ich etwas auf dem verkohlten Boden glitzern. Ein Heranholenzauber später hatte ich Feuermal in der Hand. Die provisorische Halterung musste sich gelöst haben. Ich war unendlich froh, dass ich das Risiko eingegangen war. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, was geschehen wäre hätte der Drache das Schwert zuerst bemerkt. Er hätte er nur über seine Leiche herausgegeben. Dieses Schwert darf nicht verloren gehen! Außer Reichweite des Drachen und vorerst in Sicherheit kümmerte ich mich um Grays Verbrennungen. Er würde leben, doch nur ein wenig mehr und ich hätte einen weiteren Gefährten verloren. Der Gedanke daran war unerträglich, weshalb ich meine ganze Aufmerksamkeit der Heilbehandlung widmete. Ja, er würde leben, doch noch war er nicht in der Verfassung aufzustehen. Wir würden warten müssen, bis die Heilwirkung der Salben ihr Werk getan hatte und Gray etwas mehr zu Kräften gekommen war. Diese Erfahrung war eine Erinnerung wie schnell das Leben enden konnte. War nun der richtige Zeitpunkt Gray zu erzählen, was mir auf dem Herzen lag? Nein, es wäre seiner Genesung nur abträglich, ich werde warten bis wir lebend aus dieser Binge gekommen sind. Um zu verhindern, dass ich dieses Geheimnis weiter stillschweigend mit mir herumtragen würde, teilte ich Gray mit, dass ich ihm etwas zu sagen habe. Doch ebenso wie ich war er der Meinung, dies könne warten bis unsere Aufgabe hier erledigt sei. Ich wartete bis Gray eingeschlafen war, bevor ich mich daran machte die Tür zum nächsten Raum zu verbarrikadieren. Ich machte mir keine Hoffnungen, eine Begegnung mit Orcs würden wir nicht überleben, doch zumindest würde ich es ihnen so schwer wie möglich machen. Nachdem ich mein Werk beendet hatte, setzte ich mich neben Gray auf den Boden. Ich hätte so gerne die Stille des Ganges mit dem Klang meiner Stimme erfüllt, doch ich wusste es besser. So blieb ich schweigend an Grays Seite bis er erwachte. Die Zeit erschien mir wie eine Ewigkeit. Ich fragte mich wie es den anderen wohl ergangen sein mochte und ob wir sie wieder finden würde. Dunkelheit und bedrückende Stille riefen nur dunkle Gedanken in mir wach, so war ich froh, als Gray die Augen aufschlug und bereit war, den Versuch die anderen zu finden zu wagen. Mit Hilfe einer Eiswand kamen wir unbeschadet am Drachen vorbei und eilten unseren Gefährten hinterher. Wir kamen in einem Raum, von dem aus eine Wendeltreppe nach oben und unten führte. Gray ließ ein Pfeifen ertönen und tatsächlich antwortete es von oben. Kurz darauf kam Glannis die Treppe herunter. War ich froh sie zu sehen! Sie erzählte von einem Zwergengeist, welchen Nissyen gebannt hatte und einen Rätsel, welches gelöst sei. Der Bretterverschlag in dem Raum führte zu einem Ausgang. Wir befanden uns mittlerweile in der Felsnadel, welche wir von oberhalb der Steilwand hatten sehen können. Glannis führte uns schließlich nach oben zu Golrek und Nissyen. Sie befanden sich in einem Raum, welches wohl einmal die Zauberwerkstatt eines zwergischen Thaumaturgen oder Beschwörers gewesen war. Bei seinen knochigen Überresten, welche auf dem Boden lagen, fand Gray einen achteckigen Stein, ein Amulett und ein Kupferfläschchen geziert von einem Totenkopfsymbol umrandet von Flammen und gefüllt mit feinem silbrigem Staub. Da seine Robe vom Flammenatem des Drachen vollkommen verbrannt worden war, zog Gray sich die sternenverzierte Robe des Zwerges an, obgleich sie nicht für seine Figur geschnitten war. Unter anderen Umständen wäre dieser Anblick vielleicht komisch gewesen. Zwischen den größtenteils zerbrochenen alchimistischen Werkzeugen fanden wir noch zwei Fläschchen mit der zwergischen Aufschrift für Kraft und eine Flasche Uisge. Unser Weg führte uns weiter nach oben und endete schließlich auf einer offenen Plattform. Es war Nacht und am Himmel waren die Sterne zu sehen. Viel mehr war von dort oben nicht zu erkennen, weswegen wir uns wieder nach unten begaben. Die Wendeltreppe führte uns weiter hinunter und endete schließlich in einem Raum. In der Wand war eine Vertiefung, in welche der achteckige Stein hineinpasste. Nachdem ich ihn eingesetzt hatte öffnete sich ein Durchgang welcher uns zu einem weiteren Raum führte. Dieser hielt ein paar böse Überraschungen für uns bereits. Zuerst erwachten drei der zwölf Skelette an den Wänden und griffen uns an. Dank Golreks mächtige Axthiebe und meiner Feuerlanze stellten sie keine große Gefahr da. Doch die nächsten drei erwachten und als Golrek zu Boden ging sah ich mich auf einmal dem Langschwert schwingenden Skelett entgegen. Ich spürte wie die Schwertklinge ihren Weg in meinen Körper fand, bevor Gray mich mit seiner Magie schütze. Völlig erschöpft konnte ich mich der Skelette erwehren und uns blieb eine kurze Pause, in der ich einen der Tränke trank und Golrek die provisorische Scheide von Feuermal wieder an mir befestigte. Mithilfe von Magie, Axt und Schwert gelang es uns schließlich noch mehr der Skelette auszuschalten. Doch als Glannis und Nissyen den Raum durchquerten um sich die nächsten Gegner vorzunehmen, öffnete sich der Boden unter ihren Füßen. Über ihnen schloss sich ein eisernes Gitter, das ihnen ein Entkommen aus der Grube, welche sich langsam mit Wasser füllte unmöglich machte. Doch mit Grays Rostzauber und der Hebelwirkung der Schwerter der Skelette war es uns möglich das Gitter an einer Stelle aufzubrechen und Nissyen und Glannis aus der Grube herauszuhelfen. Der Wasserstand verringerte sich nach einer Weile wieder und das verbogene Gitter verkeilte sich, bevor es wieder im Boden verschwinden konnte. Nachdem ihre Wunden versorgt waren kümmerten wir uns um die restlichen Skelette. Ich hatte Kämpfen immer als ein notwendiges Übel erachtet, welches ich nur zu gerne anderen überließ, doch in dem Moment fühlte es sich gut an meine Freunde zu beschützen, endlich etwas zu vollbringen und damit meine vergangenen Fehler ein wenig gut zu machen. Nachdem alle Skelette überwunden und in die Grube geworfen waren zogen wir uns in den Raum aus dem wir gekommen waren zurück. Ich fühlte mich noch so erfüllt von Kraft, dass mir nicht der Sinn nach Ausruhen stand. Ich begab mich ans andere Raumende und ging mit Feuermal durch ein paar Schwertübungen, welche mit Vater gezeigt hatte. Schließlich legte auch ich mich hin und fand noch etwas Schlaf bevor ich von Golrek geweckt wurde und wir unseren Weg fortsetzten. Vom Raum, in welchen die Skelette gewacht hatten führten mehrere Türen ab. Ein zwergischer Schriftzug auf einer Kupfertafel an der Wand hätte uns vor den Gefahren des Raumes warnen könne. „Kehre um oder stirbt“ – dafür war es nun zu spät. Nun, noch leben wir, aber wer weiß schon was hinter den Türen noch auf uns wartet… Wir wählten die erste zu unserer Rechten, welche sich als Sackgasse herausstellte und folgten anschließend durch die zweite Tür einem langen Gang. Ein immer lauter werdendes Klopfen stellte sich bald als unser Herzschlag heraus. Die Zwerge haben seltsame Ideen… Der Gang führte uns schließlich an zwei Türen. In einem der Räume entdeckten wir diverse Zwergenschätze, ein Amulett welches ich aus einer bunten Vase herausholte und einen kleinen Hammer, möglicherweise eines der Insignien. Hinter der zweiten Tür befand sich ein heiliger Raum der Zwerge Zwei große sich gegenüberliegende Doppelflügeltüren führten aus dem Raum heraus. Golrek bat uns hinaus. Unsere Anwesenheit sei hier nicht erwünscht. Also begaben wir uns zurück in den Gang und ließen Golrek sein Werk dort alleine vollbringen. Es dauerte eine Weile bis er zurückkehrte, sich entschuldigte und meinte, dass wir nun wieder zusammen weitergehen könnten. Ich glaube niemand von uns war ihm gram. Nach seinen Worten waren wir am Ort des Allheiligsten der Binge angekommen und wir als Menschen waren hier einfach fehl am Platz. Ich hoffe wir werden bald alle Insignien gefunden und diese Binge verlassen haben, auch wenn dann eine schwere Aufgabe auch mich wartet.

Die Hexe

Die Hexe

 

8. Eintrag ~ Aonadag, 1. Trideade Wolfmond (Spoiler: Tumunzahar, die Zwergenbine)

Die erste Nacht in der von Orcs besetzten Zwergenbinge Tumunzahar war vergangen. Ich erwachte neben den anderen in einem stinkenden Raum voller Unrat. Wieder einmal war ich froh, dass mein extremes Reinlichkeitsbedürfnis und krankhafter Ekel vor unangenehmen Gerüchen sich aufgelöst hatten. Ich richtete mich auf und schüttelte den Kopf, um damit die Erinnerung an meinem Traum loszuwerden. Ich hatte von Feuermal und seinen Flammen, riesigen Eislawinen, einer kichernden Glannis und einem zornigen Gray geträumt. Feuermal hing nun wieder an meiner Seite, doch ich wünschte es wäre auf andere Art und Weise zu mir gekommen. Noch immer brennen das Bild von der riesen Feuersäule, sein vorwurfsvoller Blick und seine harten Worte in meinem Geist. Dabei wollte ich nur unser Gepäck aus unserem Nachtlager räumen, ich hatte nicht damit gerechnet, dass die in Stoff eingewickelte Runenklinge auf meine Berührung derart heftig reagieren würde. Ich hatte vor gehabt zu warten, bis Gray mir das Schwert von sich aus gibt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Doch ich sollte nicht klagen, immerhin habe ich sie gefunden, es hätte auch sonst was passiert sein können. Nachdem alle aufbruchsbereit waren, erschien der Zwerg ratlos ob des einzuschlagenden Weges. Nach einigem hin und her wählte Golrek den einen, nur um sich dann nach ein paar Schritten doch für den anderen zu entscheiden. Da wir auf diesem jedoch alsbald Orcs sichteten, kehrten wir um und folgten Golreks erster Wahl. Unser Weg führte uns in zerstörte zwergische Wohnstätten. Dem einstigen Prunk nach zu urteilen, handelte es sich dabei um königliche Räumlichkeiten. Die ersten Räume passierten wir unbehelligt, die Orcs schienen hier bereits ihr Unwesen vor langer Zeit getrieben zu haben und nun hatten sie das Interesse daran verloren. Dennoch bedeutete dies nicht, dass dieser Ort unbewohnt war. Als Golrek gerade eine Tür zu einem neuen Raum öffnete, kam ihm ein riesiger Käfer entgegen gesprungen. Nachdem die erste Überraschung verklungen war, zerteilte er das Vieh mit einem gekonnten Hieb seiner Axt. Der Käfer hatte Golrek jedoch am Bein verletzt, weshalb ich ihm anbot seine Wunde zu verarzten. Während ich mich um ihn kümmerte, kehrten die Erlebnisse aus meinen Traum in meine Gedanken zurück. Sie lenkten mich derart ab, dass ich den Zustand der Verletzung verschlimmerte. Mit Schrecken starrte ich auf das Ergebnis meiner Wundversorgung. Mit einem zurechtweisenden Kommentar nahm Nissyen sich dem Zwerg an. Ich biss mir auf die Unterlippe. Mit Müh und Not unterdrücke ich die Tränen, welche drohten sich in meinen Augen zu sammeln. Wie konnte mir nur so etwas passieren? Noch während ich um meine Fassung rang, rief Gray um Hilfe. Ich eilte in den nächsten Raum. Etwas Teppichartiges war von der Wand gesprungen und hatte sich um Glannis gewickelt. Wie vom Donner gerührt ich da und brauchte einen Moment um zu reagieren. Währenddessen versuchte dieses Ding, was auch immer es war, Glannis zu erdrücken. Aus Sorge wir könnten sie verletzten, griffen Gray und ich zunächst auf unsere Zauber zurück. Doch wieder störten Traumbilder meine Konzentration und statt des Wesens taff mein Verwirren-Zauber Gray. Dieser Fehler kostete mich all meine Kraft und mir blieb nichts außer dem Versuch Glannis mit meinem Dolch zu befreien. Gray versuchte es währenddessen mit Eislanzen und schließlich gelang es uns das Ding zu vernichten und damit von Glannis zu trennen. Warum hatte es von uns ausgerechnet Glannis treffen müssen? Nach der erste Schock verklungen war und Glannis entdeckt hatte, dass ihre Fidel durch den Angriff bis zur Unbrauchbarkeit gelitten hatte, sprang sie auf, zog ihre Waffen und brüllte, dass sie alles vernichten würde. All meine beruhigenden Worte hatten nichts gebracht und so gab ich das Vorhaben auf. Vielleicht war es auch besser so. Beim Nichts tun kann man zumindest nichts falsch machen, so lange das Nichtstun als solches nicht schon das Falsche ist. Von Gray hatte ich für mein Versehen einen zornigen Blick und ein Kopfschütteln geerntet, bevor er das Teppichähnliche Wesen – laut Gray hat es Augen - genommen und es außerhalb von Glannis Sichtweite gebracht hatte. Nachdem Nissyen die Wundbehandlung abgeschlossen und Golrek eine Zwergenkriegermaske in den Trümmern gefunden hatte, setzten wir unseren Weg fort. Er endete alsbald auf einer Art Balustrade, von welcher aus man Blick auf den ehemaligen Thronsaal des Zwergenkönigs hatte. Nun war jedoch von einem Drachen auf einem riesen Haufen Gold und Schmuck bewohnt. Golrek war der erste der gebückt zur Balustrade lief und den Drachen entdeckte. Nachdem der Zwerg und Gray sich bereits vorgewagt hatten, begab ich mich ebenfalls zum Geländer der Balustrade und ließ die Szenerie auf mich wirken. Welch majestätischer Anblick und doch wusste ich, dass dieser Drache durch und durch böse war. Das hatte ich von Vater gelernt. So wie es gute und schlechte Menschen gab, verhielt sich es auch mit Drachen. Nur dass hier der Großteil von Gier und Macht getrieben wurde. Nun könnte man sich darüber streiten, ob es bei den Menschen nicht auch so ist. „Die Könung des Gekrönten verlassen am Ort der Krönung gekrönt vom ungekrönten König des Bösen.“ Das waren die ersten Worte der Prophezeiung des königlichen Zwergenmagiers gewesen. Ein Teil des Rätsels schien gelöst. Doch noch fehlte die Krone. Um mehr sehen zu können richtete ich mich vorsichtig auf und beugte mich über das Geländer. Mit einem Auge behielt ich den Drachen im Blick, während ich nach einer Krone oder etwas ähnlichem Ausschau hielt. Auf einem steinernen Thron, welcher sich unterhalt der Balustrade befand lag ein silbrig schimmernder Helm. Ich nahm an, dass es sich dabei um eines der drei Königsinsignien handelte, passte doch der erste Teil des Rätsels darauf. Mit einem Blick zum Drachen versicherte ich mich, dass er immer noch tief und fest schlief und setzte dann zu einem Heranholen-Zauber an. Doch Gray, der nicht wusste was ich vorhatte, unterbrach meinen Zauber und so blieb mir nichts anderes übrig, als zu den anderen zurückzukehren. Warum hat er mir nicht einfach vertraut? Ich weiß, dass der Drache nicht aufgewacht wäre, ansonsten hätte ich so nicht gehandelt! Wir zogen uns erst einmal zurück. Dann begab sich Gray noch einmal zurück zum Thronsaal. Er lehnte jegliche Hilfe ab. Um ein Haar wäre ich ihm dennoch gefolgt, doch ich besann mich eines besseren, ich wollte ihn nicht noch mehr verärgern. Plötzlich brüllte es vom Thronsaal auf. Ich eilte in den Gang und sah wie Gray mit dem Sternensilberhelm in der Hand die Treppe herunter sprang und dann auf mich zu gerannt kam. Hinter ihm spie der aufgebrachte Drache Feuer in den Gang. Wir rannten bis zum Ausgang zurück, während der Drache vor Wut in seinem Hort tobte. Ich begann mit Gray über das Geschehene zu diskutieren. So recht wollte ich den Schock darüber nicht verwinden und wählte Worte, die Gray zu Recht als unangemessen abtat. Er wollte mir nicht glauben, dass der Drache bei mir nicht aufgewacht wäre und letztlich kann ich es nicht mit absoluter Sicherheit wissen. Als wir im Gang, welcher zum Wasser führt, angekommen waren, sorgten Nissyens rätselhafte Worte wieder einmal für Verwirrung, diesmal jedoch auch zu Sorge und Angst. Erst brüllte er vor Schmerz auf und hielt sich den Kopf, dann blickte er uns an und meinte: „Der Hase stirbt.“ Glannis war voller Sorge, denn für sie war Nissyen der Hase selbst, Gray meinte es bezöge sich eher auf seinen Totemgeist. Auf jeden Fall bedeuteten Nissyens Worte nichts Gutes, darüber waren wir uns einige. Er weigerte sich jedoch weitere Worte mit uns zu teilen. Nach einer kurzen Verschnaufpause, begab sich Golrek in den nächsten Raum um zu schauen, wie die Orcs den Ausbruch des Drachen aufgenommen hatten. Er berichtete uns, dass sieben Orcs drei Menschen in Richtung des Thronsaals gebracht hatten und dann wieder zurückgekommen waren. Kurz darauf hörte der Drache auf zu toben und der Ahnung über das Schicksal der Menschen folgte Schweigen. Ein Blick zu Gray verriet mir, dass er am liebsten auf der Stelle sich aller Orcs in der Binge entledigen wollte. Ich konnte ihn verstehen und doch glaube ich, es würde nur unseren Tod bedeuten. Vorsichtig näherten wir uns den Orcs, Gray zauberte sich unsichtbar und wagte sich so ein wenig weiter vor. Als er zurück kam berichtete er uns von zwei Orcs, die in einem Gang, der noch weiter führte, Wache hielten. Der Gang, in den die Orcs mit den Menschen gegangen waren hatte war auffallend anders, prunkvoller gefliest. Wie wir richtig geschlussfolgert hatten, waren die Menschen wohl als Drachenfutter zum Thronsaal gebracht worden. Zunächst beschlossen wir zurück zu gehen und uns auszuruhen, was mir sehr entgegen kam, ich war am Ende meiner Kräfte. Nach der Meditation, in der ich Ruhe und Kraft finden konnte, fühlte ich mich besser. Da Golrek nicht so recht weiter wusste, beschlossen wir zunächst die restlichen Räume zu untersuchen bevor wir den Orcs weitere Gedanken widmeten. Eine weise Entscheidung, möglicherweise ist es gar nicht notwendig die Orcs auf uns aufmerksam zu machen…   Eine Frage beschäftigt mich seitdem wir die Binge betreten haben, doch ich traue mich, aufgrund der geistigen Verfassung in der sich meine Gefährten befinden, nicht sie zu stellen: Wie kommen wir wieder heraus? Das provisorische Floss ist beim Aufprall endgültig zerstört worden, zumal die Strömung für einen Rückweg wohl ohnehin zu stark gewesen wäre. Das bedeutet wir müssen einen anderen Weg hinaus finden. Ich hoffe nur er führt uns nicht an den Orcs vorbei. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass wir eine Begegnung mit ihnen überleben würden. Auch wenn Gray meint für den Tod der drei Gefangenen verantwortlich zu sein und es sei seine Aufgabe die verbleibenden Menschen vor den Orcs zu retten. Und Glannis alle Orcs vernichten möchte. Ich mache mir Sorgen um sie. Erst hat sie, seit dem wir die vielen Orcs vor der Binge entdeckt haben, immer wieder leise vor sich hin gekichert und nun gleicht sie einer Furie. Ich habe das Gefühl, ich komme nicht mehr an sie heran. Wie kann ich ihr nur helfen? Wenn ich sie so sehe, denke ich an das, was ich erlebt habe und frage mich, wie ich das überstehen konnte. Ohne Mutters und Vaters Hilfe wohl kaum. Golrek, der uns in der Zwergenbinge führen soll, aber wie mir scheint, nicht so richtig über den Auftrag Bescheid weiß, Gray, der von Schuldgefühlen geplagt wird und zugleich zurecht zornig auf und enttäuscht von mir ist und Glannis, die immer mehr ihren Verstand zu verlieren scheint. Und dann noch ich, die alles verkehrt zu machen scheint. Wo soll das noch enden? Ich fühle mich so nutzlos, nein schlimmer, ein Teil von mir ist überzeugt, dass sie ohne mich besser dran wären. Und doch werde ich bleiben. Mein Herz will es. Davon einmal abgesehen, ganz rational betrachtet, wäre es wohl auch einfach mein Tod sie nun zu verlassen und todessehnsüchtig bin ich nicht. Nein, ich muss leben. Für alle Menschen, denen ich am Herzen liege. Für ihn.   Ich habe Angst vor dem was noch vor mir liegt. Im Vergleich zu dieser Angst scheinen die Orcs unbedeutend und der Drache klein wie eine Maus.

Die Hexe

Die Hexe

 

7. Eintrag ~ Oachdag, 1. Trideade Wolfmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Ich habe den Wahnsinn überlebt und gefunden wonach ich gesucht hatte. Sieben Tage bin ich im tiefsten Winter quer durchs Atrossgebirge marschiert. Ich kann es immer noch nicht fassen. Neben dem winterlichen Wetter, machten mir wilde Tiere, steile, vereiste Hänge und Lawinen das Leben und die Reise schwer. Doch wie von einem inneren Feuer angetrieben entkam ich stets mit meinem Leben und ging entschlossen meinen Weg weiter. Viel länger hätte er mich nicht führen dürfen, ich bin am Ende meiner Kräfte. Es ist wahrlich ein Wunder, dass ich es überhaupt bis hierher geschafft habe. Schieres Glück? Ich glaube nicht, eher hat meine Melodie wohl noch etwas länger im Weltenlied zu erklingen. Nun bin ich in Sicherheit. Mehr oder weniger, doch zumindest fühle ich mich so sicher wie schon lange nicht mehr und werde endlich eine Nacht erholsamen Schlaf finden. Nachdem ich mich aus der Lawine freigekämpft hatte, setzte ich meinen Weg fort und folgte schließlich einem kleinen, im Schnee kaum erkennbaren Pfad. Von etwas weiter oben konnte ich in der Ferne zu meiner Rechten einen großen zugefrorenen See erkennen, bevor mich der Pfad auf einen Felsen führte. Er schien dort zu enden. Die Klinge spürte ich zu meiner Linken, bereits ein wenig näher als den Tag zuvor. Es dämmerte bereits und ein Blick in den Himmel verriet mir, dass sich ein Unwetter zusammenbraute. In der näheren Umgebung hatte ich keinen geeigneten Unterschlupf entdecken können und so war die Untersuchung der Wand einen Versuch wert. Und siehe da, tatsächlich stieß ich auf eine Illusion. Ich hielt sie für eine starke Variante, da Schnee durchfiel, meine Hände beim Klopfen jedoch auf Widerstand stießen. Auf die Idee, dass jedoch nur im unteren Bereich der Felswand ein Durchgang sein könnte, kam ich nicht. So stieß ich mir bei meinem Versuch die Illusion zu durchbrechen meinen Kopf am harten Stein. Doch ich hatte Glück im Unglück, durch die Wucht des Zusammenpralls und meinen nachfolgenden Sturz rutschten meine Füße in den freien Durchgang. Als ich den wahren Charakter der Illusion entdeckt hatte, krabbelte ich schließlich durch den niedrigen Durchgang und wurde von völliger Dunkelheit empfangen. Nachdem der Gang vom Licht einer Fackel erhellt war, stieß ich bereits nach wenigen Metern auf eine Treppe, die nach unten führte. Hier war ich zwar geschützt vor dem Unwetter, um hier zu rasten pfiff der Wind jedoch viel zu stark durch den Gang. Mit klopfendem Herzen folgte ich der Treppe hinab, in der Hoffnung auf einen windgeschützteren Bereich zu stoßen. Doch stattdessen folgte ein weiterer Gang, welcher nach einer Biegung und wenigen Meter bereits wieder endete. Auch hier gab es einen verborgenen Durchgang nach draußen. Dieses Mal war ich vorgewarnt und machte mich beim Durchschreiten klein. Auf der anderen Seite angekommen, fand ich mich auf einem großen Tor wieder. Rechts von mir waren Gebäude an die Tormauer gebaut. Aus einem davon schlurfte gerade ein Oger und verschwand in der Tür eines anderen Gebäudes. Links führte eine lange Treppe hoch an das Tor. Ich suchte nach der Klinge und spürte, dass sie sich von links näherte. Bald erschien eine Gruppe von fünf Gestalten in meinem Sichtfeld. Aufgrund des immer heftiger werdenden Schneetreibens war kaum zu erkennen ob es sich nun um Menschen, Orcs oder andere humanoide Wesen handelte. Zumindest eine wolfsartige und eine kleine Statur, möglicherweise ein Zwerg, konnte ich ausmachen. Neugierig und angsterfüllt zugleich, erwartete ich ihr Näherkommen. Wie sollte ich jemals an die Klinge kommen, wenn diese Gestalten zu den Verbündeten der Bewohner hier zählten? Alleine gegen Oger, Wölfe und Orcs? Das wäre noch wahnsinniger als mein Gebirgsmarsch. Und doch wusste ich, ich würde nichts unversucht lassen um die Klinge den falschen Händen zu entreißen. Doch all meine Sorgen waren unbegründet. Nachdem albische Wortfetzen an mein Ohr gedrungen waren, wurde ich noch neugieriger und näherte mich von oben den Gebäuden. Die Gruppe bat an der Tür des einen Hauses um Einlass, welcher ihnen von einem stark behaarten Mann gewährt wurde. Auf dem Dach des Hauses angekommen, entdeckte ich eine Luke. Für einen Moment überlegte ich über diesen Weg ins Haus zu gelangen, doch ich verwarf den Gedanken wieder. Stattdessen lugte ich vorsichtig über den Rand des Daches. Da sah ich eine der Gestalten herauslaufen, eine Sphäre der Dunkelheit nach sich ziehend. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was geschehen war, doch hielt ich es in dem Moment für eine gute Idee für Licht zu sorgen. Der ersten Gestalt folgten weitere, ein Hund, welchen ich für einen Wolf gehalten hatte und eine schwarzhaarige Person. Gray! Mein Herz begann schneller in meiner Brust zu schlagen. Um mehr zu sehen und folglich mehr ausrichten zu könne, erhob ich mich, um zurück auf die Tormauer zu eilen. Doch nach wenigen Schritten überkam mich Erschöpfung und so kehrte ich zurück, um den Flüchtenden wieder Licht zu gewähren. Wieder auf dem Dach, sah ich nun einen stark blutenden Zwerg und einen weiteren Mann. Und eine Eiswand, die vor der Tür des Hauses erschien. Mein Herzschlag beschleunigte sich noch weiter. Nun war ich sicher, es handelte sich bei dem Mann um Gray. Die erste Gestalt, die das Haus wieder verlassen hatte, allem Anschein nach eine Frau, winkte mir zu. In dem Moment entschied ich mich der Gruppe zu vertrauen, nicht zuletzt da sie mit Gray zusammen unterwegs waren und warf ihnen ein Seil herunter. Die Frau kletterte als ersten hoch. Oben angekommen stellte sie sich als Glannis vor. Ich sah ihre rotblonden Locken, ihre strahlenden Augen und konnte es dennoch nicht glauben. Für einen Moment starrte ich sie fassungslos an, bevor ich ihr um den Hals fiel. Warum war sie hier? Was hatte sie mit Gray, dem Bewahrer der Runenklinge zu tun? Von wem wurden sie noch begleitet? So viel Fragen, die auf einmal in meinem Kopf waren, doch sie mussten warten. Das mussten auch die Antworten auf Glannis Fragen und so konzentrierten wir all unsere Kraft und unser Denken auf das Entkommen von diesem Ort. Als alle oben auf dem Dach angekommen waren, rief ich ihnen zu mir zu folgen. Ich führte die Gruppe zu dem verborgenen Gang und hoffte inständig, dass er den Bewohnern hinter dem Tor unbekannt war. In seinem Inneren angekommen, entfachte ich eine Fackel. Bevor ich Anstalten machen konnte, mich bekannt zu machen, erschien eine weitere Eiswand vor dem Eingang, woraufhin der Wind augenblicklich aufhörte zu pfeifen. Der seltsam aussehende Mann nahm sich den Wunden des Zwerges an. Noch aufgewühlt von den Geschehnissen stand ich wie angewurzelt neben Glannis. Glannis unterhielt sich mit ihren Gefährten. Nachdem einige Worte gefallen waren, bemerkten wir, dass irgendeine Art von Magie die Geräusche dämpfte und wir erhoben unsere Stimmen. Nach kurzer Zeit wandte Glannis sich an mich und erzählte mir, dass sie hier irgendetwas bergen sollten, ein geheimer Auftrag, über den sie mir ohne Erlaubnis nichts Weiteres erzählen könnte. Auf der Suche nach Schutz vor Wetter und Nacht hatten sie die Ansiedlung entdeckt und dort um Einlass gebeten. Sie erkundigte sich auch, nach dem Grund meines Hierseins. Ich wich ihrer Frage aus und nachdem sie mehrmals ohne Erfolg nachgehakt hatte, gab sie auf. Ich kann es ihr nicht sagen. Noch nicht. Der Antwort würden nur weitere Fragen folgen. Es ist nicht leicht die Wahrheit zu sprechen, ohne zu viel zu verraten und doch nicht zu lügen. Der Schrei einer gequälten Seele erfüllte den Gang und ließ und alle zusammenfahren. Als jedoch nichts Weiteres geschah, schüttelte ich die Angst wieder ab. Schließlich erschien der Zwerg von seiner Behandlung wieder und Glannis machte mich mit Golrek, ihrem zwergischen Begleiter, bekannt. Gray zeigte mir die kalte Schulter, ganz seinem Element entsprechend und setzte sich von uns weg, um in Meditation zu versinken. Mein Herz schmerzte, als sei es von Kälte ergriffen. Mein Geist war, wie die Luft vor der Höhle, erfüllt von wildem Schneetreiben. Es ist so viel geschehen, worüber mir Kenntnis fehlt. Von Nissyen, der Mann mit den schwarz-weißen Haaren, erfuhr ich lediglich den Namen, denn er war bereits eingeschlafen. Glannis meinte, dass sei im Winter normal. Sonderbare Gestalten, die Glannis begleiten. Doch wer bin ich, dass ich über Wesen und Aussehen anderer urteilen könnte. Als Golrek und Gray aus ihrer Meditation erwachten, teilte Gray uns seinen Entschluss, sich am nächsten Tag um die Orcs und Oger zu kümmern mit. Von dem Zwerg erfuhr ich mehr über den Grund ihrer Reise: Ein dringender Auftrag des Zwergenkönigs, welcher lautete die Königsinsignien aus der alten Zwergenbinge Tumunzahar zu bergen. Diese befindet sich nicht weiter von hier entfernt und ist mit Sicherheit nicht mehr verlassen. Wahrscheinlich wimmelt es dort von Orcs und anderen Ungetümen. Und doch bin ich froh, dass mir erlaubt wurde Glannis und ihre Gefährten zu begleiten. Jetzt da ich endlich gefunden habe, wonach ich gesucht hatte. Wir richteten schließlich unser Nachlager ein und schirmten mit unserem Gepäck den Wind ab. Gray bot an, die erste Wache zu übernehmen. Da sprang er plötzlich auf, nahm sich ein in Leder gewickeltes Paket und begann es panisch noch zusätzlich mit Seil zu verschnüren. Wovor fürchtet es sich so? Ich ahne es und doch kann ich an Feuermals Flammen nichts Schlechtes finden, haben sie mir doch das Lebens gerettet. Ein Teil von mir sehnt sich danach, die Klinge wieder in den Händen zu halten. Doch ich werde wohl noch etwas warten müssen. Zunächst reicht es mir zu wissen, dass sie in guten Händen ist. In den Händen von Gray. Endlich habe ich ihn wieder getroffen, Gray, den Bewahrer von Feuermal. Endlich bin ich ihm wieder begegnet und doch scheint er mir so fremd. Was ist dieser Gray für ein Mensch? Ich hoffe es in der nächsten Zeit zu erfahren. Wenn sie nur alle wüssten, wie unendlich glücklich und erleichtert ich bin hier mitten im Gebirge auf sie getroffen zu sein. Wenn da nur nicht diese schwere Last wäre, das schreckliche Geheimnis, welches ich mit mir trage. Allein der Gedanke daran bringt mir Kummer. Ich hoffe für diese Nacht kann ich all das vergessen und erholsamen Schlaf finden. Ich bin so müde.

Die Hexe

Die Hexe

 

6. Eintrag ~ Deachdag, 2. Trideade Draugmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Ich hatte mich entschieden. Ich würde meiner Melodie im Weltenlied folgen und nicht länger die Ohren für sie verschließen. Ich konnte den Ruf der Klinge, das Gefühl, dass etwas fehlte, nicht länger ignorieren. Ich musste meine Vorstellung, das alles hinter mir lassen zu können, aufgeben und meinen Weg im großen Weltenrad weiter beschreiten. Selbst wenn ich nicht weiß, wie ich diese Aufgabe meistern soll, sie kommt mir so groß vor und ich so klein… Meine Künste mit dem Schwert umzugehen haben sich in den letzten Tage, die ich bei Vater verbrachte, kaum merklich verbessert, ich war froh, wenn es mir nicht aus den Händen fiel. Dieser Körper ist so schwach und meine Begabung für die Schwertkunst nicht sonderlich stark ausgeprägt. Und doch weiß ich nun endlich mit Gewissheit warum Vater in dieser Angelegenheit keinen Widerspruch meinerseits geduldet hat. Bevor ich das Gebirge verließ, hatte Vater mir noch einmal die Bedeutung der Klingen vor Augen geführt. Es ist nicht bedeutsam, dass ich einer ihrer Träger bin, doch es ist von großer Wichtigkeit, dass sie nicht in die falschen Hände geraten. „Die Träger der Klingen werden Helden sein oder dem Land zu Plage gereichen.“ Die Prophezeiung an die mich Vater erinnerte, kommt mir immer wieder in den Sinn. Ich hoffe, dass die Klinge in meinen Händen kein Unheil bringen wird. Bevor dies geschieht, gebe ich sie lieber in andere, fähigere Hände. Als ich meine Entscheidung getroffen hatte, suchte ich das erste Mal nach der Klinge. Ich spürte sie südlich des Gebirges, möglicherweise in Thame. Die Stadt als Überwinterungsort ihres Trägers konnte ich mir gut vorstellen. Mein Pferd scheint ebenfalls dort zu sein. Auch das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich hatten Glannis und ich uns dort verabredet, auch wenn seitdem bereits einiges an Zeit vergangen ist. Ich hoffe es geht ihr gut und meine Stute Finna ist wohlbehalten. Ich frage mich, was mit meinem kleinen Freund Fion geschehen ist, vielleicht hat er bereits selbst ein neues zu Hause gefunden. Die Ungewissheit über seinen Verbleib grämt mich. Als ich alles wusste, nach dem es Herz und Verstand begehrt hatte, verabschiedete ich mich von Vater und verließ das Pengannion-Gebirge. Das Gefühl, endlich wieder vollständig zu sein, war überwältigend. Doch ebenso überwältigend sind Schmerz und Trauer, welche die Erinnerungen mit sich brachten... Nun befinde ich mich in Eadsholm. Hier habe ich die letzten Notwendigkeiten für mein Unterfangen besorgt. Bald werde ich die Königsstraße verlassen. Mein Weg führt mich geradewegs nach Südwesten, mitten durch das Atrossgebirge. Der Aufenthaltsort der Klinge hat sich die letzten Tage stetig verändert. Sie scheint sich Richtung Atrossmassiv zu bewegen. Mitten in ein Gebiet, welches die Menschen und sogar die Zwerge meiden. Orcgebiet. Irgendetwas geht nicht mit rechten Dingen zu. Vielleicht ist die Klinge bereits in den falschen Händen oder jemand ist ebenso verzweifelt wie ich… Ich kann nur hoffen, dass die Klinge noch bei Gray ist. Gray... Möglicherweise werde ich ihn wiedersehen. Doch wie soll ich ihm begegnen, nach allem was vorgefallen ist? Wie soll ich ihm von dem schrecklichen Verlust erzählen? Und was ist mit all den anderen passiert? Von Vater weiß ich, dass Gray immer noch glaubt, ich kann mich nicht erinnern. Vielleicht ist es besser ihn erst einmal in diesem Glauben zu lassen. Und dennoch, es wäre nichts anderes als ihn zu belügen... Oh, warum musste das alles so passieren. Ich vermisse ihn so sehr... Morgen werde ich aufbrechen. Mir graut es vor der kommenden Reise, doch mir bleibt keine Wahl, die Gefahr die Klinge zu verlieren ist zu groß. So bleibt die Hoffnung, rechtzeitig ihren Weg zu kreuzen, bevor natürliche Gegebenheiten oder Zauber sie vor mir verbergen. Mein Pferd und Glannis, so denn sie noch in Thame, müssen wohl noch ein wenig länger warten… Quer durch das Atrossmassiv, im tiefsten Winter, alleine, ich muss wahnsinnig sein…

Die Hexe

Die Hexe

 

Die Jahresendschlacht 2015

Noch ist das Schlachtfeld unberührt...   Die Seiten finden sich auf dem Feld ein. In der roten und gelben Ecke die Abenteuerer und ihre Unterstützer: Kiae, Wölfe, Zwergdrachen In der grünen und blauen Ecke die Feinde: Schwarzalben und Bestien                     Das hier hat mit der Schlacht eigentlich gar nichts zu tun:

dabba

dabba

 

Ist das ein Spiel für Smartphones?

Letzten Samstag habe ich eine kleine Weihnachtsfeier mit einigen Jungs meiner NAJU-Gruppe gemacht. Wir haben Kekse gegessen, Kakao getrunken und gespielt. Besondere Aufmerksamkeit bekam dabei das Spiel RoboRally, dass ich auf Verdacht mal mitgenommen hatte. Kaum wurden sie der Verpackung ansichtig, ging es schon los? "Was ist denn das?" "Ist das ein Computer drin?" "Kann man das mit Smartphone spielen?" "Oder mit Tablet?" "Hast du etwa eine PS mitgebracht?" Meine Antwort war: "Es ist analog und es ist ein Roboterwettrennen durch eine Maschinenhalle." Reaktion der Kids: "A-ha..." Ich: "Wenn euch das Spiel so sehr interessiert, dann spielen wir das jetzt." Kids: "Okeee"   Es hat einen Moment gebraucht, bis die Regeln verstanden waren, aber dann hatten wir sehr viel Spaß.

Detritus

Detritus

 

Südcon 2015 - Freitag - Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi

"Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi"   Sl: Shayleigh Spielfiguren - Spieler - Typus Sakura Ikari - Magus - Kr Don Cosi de FanTute - Wizang - Ma Donja Maria Arpach - Rolf (?) - Ma Cassandra Enrica Ricada - Unicum – Ma   NSC (Teilliste) Prinzessin Donja Barbelica Kiriles Geisterprinzessin Lhirabetta, Schwester von Barbelica Donja Isabela de Vindano, (Vorgesetze von Cosi im Convendo) Sulfin de LufiRello, ("Chef" des Convendo) Modeata Tuzzi (Naga? Halbmensch?) Claudes (Sklavenhändler) Lysandaria, Nymphe Adorin, Geliebter der Schwester der Gräfin Adin, Bruder von Adorin ---------------------------------------   Wie geplant habe ich Cassandra Enrica Ricada, mich beim Convendo der Küstenstaaten in Maritimar gemeldet. Das Ausladen meiner Ausrüstung und der Katalogisierung durch den Convendo dauert leider noch an.   Ich wurde - intern durch Donja Isabela de Vindano (Vorgesetze im Convondo von Don Cosi de FanTute) dem "Verteidiger gegen die schwarzen Künste" und "Vize-Herold" von Prinzessin Barbelica - Cosi de Fantute als "Schreiber" zugeteilt.   Nun ich habe nun in den ersten Tagen mich an die Arbeit gemacht die Arbeit zu erledigen! Ich möchte an dieser Stelle sagen das ich entsetzt war in welchem Zustand die Dokumente waren! Ich kann zu den Fertigkeiten bezüglich der Verteidigung gegen die schwarzen Künste recht wenig sagen - aber Verwaltungstechnisch scheint mir Herr Cosi etwas überfordert.   Auf seinem ersten offiziellen Besuch (seitdem ich bei ihm bin) bei "Ihrer Majestät Prinzessin Donja Barbelica Kiriles, Hofrätin zu Candranor, Erbin de Lambargi, Conteja de Marimar" stellte mich Don Cosi de FanTute vor.   Dort wurde mir auch Donja Maria Arpach, die Hofzauberin des Vaters der Prinzessin vorgestellt, welche eine Ostländisch aussehende Söldnerin als Leibwache Frau Sakura Ikari an ihrer Seite hatte. Die Gerüchte bezüglich der albischen Garde sind übrigens mindestens zum Teil Wahr.   Prinzessin Barbelica Kiriles hat ein Problem im Landhaus ihrer Familie. Das Gebäude ist nun natürlich von der Stadt umschlossen und liegt pikanterweise gegenüber einem Bordell - was auch zu gewissen Gerüchten über ihren Vater führte. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht kann ich noch nicht nachvollziehen.   Die Schwester von Prinzessin Barbelica Kiriles hatte vor Jahren dort eine Liebschaft mit einem jungen Fischer. Ihr Vater lies den jungen Fischer - Adorin, und auch seinen Bruder Adin, als er davon erfuhr versklaven. Er kaufte also die Söhne den Eltern ab und plante sie als Galeerensklaven einem langsamen Tode zu verantworten. Dies war etwa vor 7 Jahren.   Prinzessin Barbelica Kiriles entsandte schon vor einigen Monaten eine Gruppe von Leuten welche Nachforschungen über den Fischer anstellen sollten und ihn wohl möglich zurückbringen. Die Prinzessin äußerte dabei ein gewisses Bedauern das es immer noch nicht gelungen war dies zu erfüllen. Selbst die von ihr hoch geschätzten Herren Mattul und Mirant (ich bemerke dabei das sie sich scheinbar gerne mit Männern umgibt deren Namen mit M beginnen) konnten die Aufgabe bisher nicht erledigen. Aber zumindest der Bruder des Gesuchten war zu befreien. Wir suchten also das Stadthaus der Fürstlichen Famile auf und trafen dort auf die ältere Schwester der Prinzessin Barbelica Kiriles. Diese heiratete den Vizekönig (?) auf Zwang ihres Vaters verfiel aber in einem jugendlichen Wahn finsterer Blutmagie um sich Jung zu erhalten. Sie wurde lebendig eingemauert. Ihr Leichnam entkam und ein Teil ihrer Seele spukt im Landhaus herum. (Alleine das schon eine interessante Sache!).   Die Geister-Schwester "Lhirabetta" machte einige Aussagen zu dem verschwundenen Geliebten,... natürlich mit wenig aussagekräftigen Worten - ach ja die Liebe.   Mattul hat den Bruder Adin mittlerweile als Sklaven in seinem Besitz, leider war Mattul nicht anwesend und in seinem Stadthaus kennt niemand den Aufenthaltsort des Bruders Adin. Der Elfenmagier Mirant hat ein Holzamulett welches Adorin der Geisterprinzessin Lhirabetta geschenkt hat, leider hat er es bei sich und ist gerade auf hoher See in einem anderen Auftrag unterwegs (im übrigen zusammen mit diesem Mattul und irgendwelchen Schariden). Nach seiner Befreiung hat Bruder Adin zu seiner Familie wieder Kontakt gesucht. Das Verhältnis zwischen den Eltern und Adorin soll nicht das beste gewesen sein.   Wir trafen uns im Nympheum des Landhauses mit der Nymphe Lysandaria diese meinte das es möglich ist mit dem Band welches wahre Liebe zwischen zwei Menschen bindet eine vermisste Liebe wieder zu finden und so die Lhirabetta zu erlösen. Als Beispiel für wahre Liebe wurde der Fürst und eine gewisse Alchira genannt.   Weitere Nachforschungen, etwa an der ermittelten Verkaufsstelle des Sklavenhändlers bei welchem die beiden Brüder getrennt wurden lassen uns zumindest (Mittels Reise in die Zeit durch Donja Maria Arpach) ein Bild des Käufers von Adorin ermitteln. Donja Maria Arpach lässt jeweils eine Zeichnung von diesem Käufer und Adorin anfertigen.   Während Don Cosi de FanTute mit der Nymphe weitere vertiefende „Gespräche“ führt – er nennt es mir gegenüber auch „Bücherrecherche“ tragen wir diese Informationen zusammen.   Durch ein Tor gelangen wir in die Hauptstadt Dargina von Vigalis um dort weiter nachzuforschen. Die Eltern der beiden Brüder sind dort wohnhaft, aber wir fragen einfach in der Stadt herum und erregen so die Aufmerksamkeit eines zwielichtigen Mannes – er stellt sich nicht einmal mit Namen vor aber ich habe mir sein Gesicht gemerkt – das ist kein normaler Handlanger gewesen! Nach etwas hinhalten (wo Sakura Ikari und ich in einer Hütte im Armenviertel eingesperrt waren) bringt dieser Mann uns zum Convendo und sagt das auf Befehl des Fürsten unser Gedächtnis zu löschen sei. Sulfin de LufiRello, der Chef des Convendo erzählt uns das wir wohl einen „Claudes“ suchen. Er meint das Bild tatsächlich zu erkennen. Wir könnten in Maritimar nach dem alten Hafenmeister, einem Kan-Thai suchen. Dieser könnte mehr wissen. Für genaueres könnte uns Don Cosi de FanTute, über den er sehr wohlwollend spricht, weiterhelfen.   Zurück in Maritimar machen wir ein (in meinen Augen) sehr gewagtes Experiment. Geisterprinzessin Lhirabetta übernimmt den Körper ihrer Schwester Prinzessin Barbelica Kiriles. Wir nehmen etwas Blut von dieser nun besessenen und die Nymphe Lysandaria macht eine Vision. Auch wenn wir uns schon Gedanken darüber gemacht hätten was passiert wenn die Geisterprinzessin dies nun ausnützt verlässt diese den Körper freiwillig wieder.   Daraufhin eilen wir zum Marktplatz wo nach der Vision etwas passieren soll. Tatsächlich erscheinen wir gerade als ein Raubmord durchgeführt wird. Es gelingt den Überfallenen zu retten und den Meuchler zu vereisen.   Der Überfallene hat einen Beutel den er an eine gewissen Modeata Tuzzi übergeben soll. Diese ist in einem Haus am Rande des Waldes von Bromme. Wir liefern den Beutel ab und Frau Modeata packt daraus einen schlafenden Fliegenwichtel und setz diesen in ein Terrarium. Wir fragen nach ob sie uns auch bei der Suche nach Adorin helfen könnte. Sie führt uns nach draußen und wir stehen auf einmal direkt im Wald von Bromme. Wir sollen uns einen Weg zurück zu ihrem Haus suchen. Es ist mir an dieser Stelle schon klar, dass wir es bei Modeata mit einer speziellen Person zu tun haben,... Wir begeben uns also auf die Suche nach einem Weg zurück in unsere Welt. Auf einer Lichtung treffen wir die Zentraurin Kirke. Diese lebt einsam und zurückgezogen, hilft uns aber gerne mit Informationen über den Garten von Modeata. Sie warnt uns vor der Esel-Herde und meint wir sollen auf dem gezackten Weg gehen und wenig nach rechts und links schauen. So gelingt es uns durch den Garten zu wandern, auch wenn Don Cosi de FanTute einmal von einer nackten Frau abgelenkt wird. Modeata ist aber sehr gelangweilt und enttäuscht das wir nicht ihren schönen Garten bewundert haben. Sie beobachtete uns die ganze Zeit – wohl durch einen Spiegel. Sie ist bereit uns zu helfen, wenn wir ihr den Elfenzauberer Mirant bringen und sie eine Nacht mit ihm verbringen kann. Mirant wird kontaktiert und erscheint nach kurzer Zeit. Er ist nicht an dem Angebot interessiert. Mit der Ausschlagung des Angebotes ist damit wohl diese Spur nach dem verschollenen Fischer erkaltet. Modeata Tuzzi wird uns wohl an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen wollen.

Unicum

Unicum

 

Südcon 2015 - Samstag - Eine Grube im Pantabronischen Gebirge

Spielleiter: Leachlain ay Almhuin   Beschreibung: In einer Grube im Pantabronischen Gebirge, in der fehlgeleitete ehemalige Bürger des Fürstentums sich rehabilitieren können, sind Gefangene verschwunden und zum Teil wieder Tod aufgefunden worden. Einer der Besitzer der Grube, Zaprudo Malatesta, Sprecher der Versammlung der Wohlhabenden, hat offiziell nach Inspektoren für seine Unternehmungen im Pantabronischen Gebirge gesucht und beauftragt euch nun zusätzlich mit der Untersuchung dieser Vorfälle. Eine Reise in den Süden des Fürstentums, nahe der Grenze zu Elhaddar beginnt.   1. JoBaSa - Luparelli Mozarello - Ermittler, Gr. 6 2. OhGott² - Pedro Molinero - Händler, Gr. 11 3. Unicum - Cer - Informationsmagierin, Gr. 18 4. Elvenkisses - N'Buktu - Schamane, Gr. 12 5. Der Biasto - Linnet NiCeata - Magierin Gr. 12 6. kleinschmidt - Amhairgin ay Crionn - Waldläufer Gr. 12     ---------- Zusammenfassung ---------------- Spielfiguren Namen in Grün   Sieben Tage in den Küstenstaaten. Ich versuche also erst einmal etwas sesshaft zu werden. Bei Nachforschungen in Martitmar fallen mir schon einige sehr merkwürdige Dinge auf: die Dichte der Menschen welche man als „Abenteurer“ bezeichnen könnte ist hier höher als daheim. Auch der Hochadel macht merkwürdige Dinge. So hat die Prinzessin etwa einen Raubmord verhindert. Das wurde von so vielen Leuten bestätigt. Der überfallene liegt im Krankenhaus und der vereiste Täter harrt seiner Verurteilung.   Zaprudo Malatesta, Sprecher der Wohnhalben sucht Leute welche einige Vorfälle in seiner Grube – einer Goldmiene welche durch Sklaven ausgebeutet wird – untersuchen.   Nun, ich bin in der Verwaltung eines Weingutes das auch mit Sklaven arbeitet großgeworden und trage den Ring eines Magus der Informationsmagie des Convends in Candranor.   Ich werde also beim Stadthaus des Malatesta vorstellig und stelle mich als Cer – Informationsmagierin vor. Tatsächlich kann ich auch sofort aufgenommen werden und die anderen Mitglieder der Expedition werden vorgestellt. Zunächst werden wir durch den Verwalter Gisefo di Sentinghano betreut. Herr Malatesta legt sehr viel Wert auf Verschwiegenheit wie mir scheint. Er erzählt etwas über die Finanzen und wie diese mit dem Fürsten und dem Land zusammenhängen. Die Goldmine ist von größter Wichtigkeit. Es gibt auch schon Überfälle in der Gegend und man vermutet Schariden wegen gefundenen Krumsäbeln.   Eine Kostenpauschale und eine Belohnung werden ausgehandelt und wir brechen auf. Pedro Molinero ist so nett mir meinen Wagen zu fahren. Sehr aufmerksam!   Eine Burg hat einen sehr schlechten Ruf, der zuständige Adelige scheint die Hauptquelle für die Sklaven der Mine zu sein. Selbst wir machen einen Bogen um dessen Hauptniederlassung.   In einem Gasthaus erregt eine Schankmaid Loretta das Interesse von Luparelli Mozarello. Als sie mal kurz weg ist und er sich unbeachtet fühlt spricht er mich an und macht ein höchst unmoralisches Angebot. Ob ich nicht mit ihr und ihm gemeinsam die Nacht verbringen möge. Zugegebenermaßen ist das etwas das ich so nicht erwartet habe. Nun denn ich antworte das er dies vielleicht erst einmal mit ihr selbst abklären sollte, schließlich ist nicht jede Frau so aufgeschlossen wie ich. Überraschend geht Loretta auf das Angebot ein, wir begeben uns auf ein Zimmer und haben eine angenehme Nacht (zum Glück kann ich den nächsten Tag auf dem Kutschbock dösen, wirklich nett von Pedro Molinero). Nicht gar so überrascht bin ich darüber das Luparelli anfängt die Schankmaid auszufragen, ob sie etwas weiß, doch sie windet sich unter seinen Worten (und seinen Händen) immer wieder sehr geschickt oder lustvoll heraus. Tatsächlich hat sie eine sehr hohe Kunst auch ihn auszufragen, ich konnte in dieser Nacht wirklich sehr viel lernen und er war sehr,… nett. Die Schankmaid Loretta ist eine Agentin. Soviel steht für mich fest. Ich weiß an dieser Stelle nicht für wen sie arbeitet, ob für uns, ob gegen uns oder etwa für eine andere Partei (was ich an dieser Stelle am wahrscheinlichsten hielt war der Geheimdienst des Fürsten – er hat sicher einen!) aber es war anders (siehe unten).   Als wir uns der Mine nähern haben wir einen kleinen Unfall und mein Wagen wird beschädigt. Wir brauchen etwas Holz um ihn zu reparieren und Amhairgin ay Crionn sowie N'Buktu bieten sich an danach zu suchen. N'Buktu ist oft in Katzengestallt unterwegs. Dabei finden sie eine alte Grabanlage aus der Vorzeit. Es ist eigentlich nichts zu finden außer dass es definitiv eine der Culsu geweihte Anlage gewesen ist die schon lange aufgegeben wurde. Bestimmt gab es früher in der Gegend mindestens ein Dorf. Diese Bestattungsart ist mittlerweile hier aus der Mode gekommen. Die steinernen Wächter der Anlage sind Diener Culsu: Silis, Hasot, Obira, Tosah und Aribo   Wir ziehen weiter und kommen an der Ortschaft bei der Mine an. Hier werden offensichtlich fast alle der Lebensmittel für die Mine angebaut. Auffällig ist eine Ruine eines Hauses/Burg außerhalb und ein gut aufgestellter Händler – Haupthandelsware von ihm ist Salz welches zum Bearbeiten des Golderzes gebraucht wird. Im Gasthaus langweilen sich die Huren da in der Mine die Wachen derzeit Doppelschichten schieben. Ich gebe den Wagen zur Reparatur und es geht am nächsten Tage zu Pferd weiter die letzten Meter zur Mine.   In der Miene lernen wir die 3 Betreiber vor Ort kennen. Der Vorsteher der Miene, der Chef der Wache und der Prokurist. Nur der Vorsteher weiß was wir wirklich tun sollen. Für die anderen beiden untersuchen wir einen Bergeinbruch, ob man diesen noch Erschließen kann.   Wir bekommen das Gästehaus zugeteilt. Der Prokurist arbeitet noch an Dokumenten und wir untersuchen das erste Mal die Mine. Mein erster Eindruck: Die Mine ist von außen eine gut betriebene Burg. Einem massiven Angriff hält sie aber wohl nicht stand. Die Sklaven werden recht schlecht behandelt. Ich denke das liegt auch daran das ständig billiger Nachschub vorhanden ist. Ich müsste mich einmal informieren wie der Preis für einen frischen Sklaven ist. Wenigstens scheint die Ernährungslage recht passabel zu sein. Doch die Sklaven haben kaum passende Kleidung. Medizinische Versorgung habe ich keine gesehen aber es gibt zur Unterstützung wenigstens Maultiere welche das Erz aus der Mine und Bauholz in die Mine transportieren. Nun die Mine ist ja auch irgendwie ein Gefangenen/Straflager.   Egal - dies ist nicht mein Auftrag, ich sehe es nur als Ressourcen-Verschwendung an.   Die Mine wird geführt von Don Fredo Anquilaja dem Mienenvorsteher. Stefano Panzano ist der Leiter der Wachen. Pedro Garcia Ortez ist der Revisor der Mine.   Es wird uns die Mine gezeigt und erklärt. Es gibt 3 Ebenen. In der untersten Ebene gab es die Vermissten Vorfälle (vor 1,5 Wochen) und es gab dort den Leichenfund (vor 2 Wochen): Ein mit großer Kraft erwürgter Sklave welchem die Kleider (einfaches Hemd und einfache Hose) geraubt wurde. Auch ist hier in einem Stollen der Boden eingebrochen und ein „bodenloser“ Abgrund verhindert dass man auf der anderen Seite eine ergiebige Goldader abbauen kann.   Nach dieser kurzen Inspektion gehen wir wieder zurück und ich genehmige mir ein Bad. Ich lade Luparelli Mozarello (trotz seiner Bemerkungen gerne dabei zu sein) dazu nicht ein. Ich sage er muss mich nicht ungeschminkt sehen, etwas das ihn sehr verunsichert. Nun ja besser er erfährt die Wahrheit nicht. Eine Frau muss schließlich Geheimnisse haben.   Am Abend machen wir die Entdeckung dass wir beobachtete/belauscht werden. Genauer stellt sich heraus dass ein Kunstgegenstand ein magischer Lauscher ist. Ich schätze den Wert dieses Gegenstandes (wenn man das Gegenstück dazu hat) auf einen fünfstelligen Betrag. Wir Beschließen nichts weiter zu machen und in Gegenwart des Gegenstandes nur Belanglosigkeiten auszutauschen. So wird der Verwalter gelobt und wir sprechen darüber wie gut die Mine eigentlich läuft. Natürlich kann unser Untersuchen der Gegenstände mittels Erkennen von Zauberei durchaus bemerkt worden sein. Doch ist es auch unwahrscheinlich dass jemand die ganze Zeit auf der Gegenseite wartet und lauscht – doch wer weiß.   Am nächsten Tag untersuchen wir die Stellen an welchen die Leiche gefunden wurde, und an welchen der vermisste Bautrupp gearbeitet hat. Es findet sich ein Luftrochen der vertrieben werden kann und einige wenige Spuren. Ein „Hören der Geister“ bringt sehr viele Geister in unserer Nähe auf. Es ist nicht viel herauszubekommen.   Wir steigen in das Loch hinunter. Wie sich herausstellt befinden wir uns in einer großen Grabanlage, ähnlich zu jener welche wir schon auf dem Weg gefunden haben, nur sehr viel größer. Wir hören auch entfernt das Schlagen von Spitzhacken auf Stein. Vorsichtig durchsuchen wir die Anlage. Neben vielen Gräbern mit skelettierten Überresten finden wir nur einmal eine schon geplünderte kleine Gruft. Nur ein verbeulter goldener Kelch ist noch da. Wir suchen weiter und unser Katzenschamane findet einen gegrabenen Gang aus welchem frische Luft hereinzieht. Als er weiter schleicht (an einem Gang aus welchem der Geruch von „frischem Fleisch“ kommt vorbei) wird ein Blitz/Donnerkeil auf ihn geworfen. Der Kater rennt auf uns zu und den Gang hinaus ins (wie wir schon vermutet haben) Freie.   Wir verteilen uns etwas. Pedro Molinero macht Bemerkungen dass wir zusammenbleiben sollten, doch ungeschickterweise bin ich in einer Grabkammer gelandet. Ich warte darauf dass die Katze kommt und die anderen gehen in Richtung der Klopfgeräusche.   Ich vermutete eigentlich dass wir nun angegriffen werden doch offensichtlich versuchen sich die Leute hier eher in der Flucht. Die Gruppe um Pedro Molinero verfolgt die Flüchtenden bis zu unserem Eingangspunkt wo sich die Spur verliert.   Ich mache mich N'Buktu mit auch auf den Weg zu unserem Eingang. Im Dunkeln sehend finden wir 6 Leute in einer Ecke wo sie sich unsicher verhalten. An einem anderen Gang-Ende sehen wir auch jemanden stehen – wir vermuten es ist einer von uns. Ich zaubere eine Eiswand – diese wird gegengezaubert. N'Buktu stürmt vor und es kommt zum Gefecht. Die anderen eilen zur Hilfe und an der Kreuzung entbrennt ein heftiger Kampf. Unserer Gegner scheinen jede Gelegenheit zur Flucht nutzen zu wollen und tatsächlich gelingt es vielen zu fliehen. Doch wir setzen nach. Beschleunigt hole ich leicht einen ein und – habe dann ein Problem als er sich zum Kampf stellt. So hatte ich das nicht gedacht,… er schlägt mich und,… ich muss dringend einen Schneider aufsuchen,…. Aber sogar wichtiger als der Schneider ist meine Erfahrung: Wenn er so noch einmal trifft muss ich einen Schreiner aufsuchen, zwecks Erd-Möbel. Ich fliehe also Panisch wieder zurück zu der Stelle wo N'Buktu gegen 2 anderen Gegner kämpfte. Es gelang ihm auch einen niederzuringen, mit der Hilfe von Linnet NiCeata gelang auch einen weiteren fast niederzuwerfen. Doch dieser floh nun panisch auf mich zu. Wohl bewusst dass jeder Treffer auf mich der letzte hätte sein können stellte ich mich ein weiteres Mal und es gelang mir diesen Gegner zu bezwingen – da er lebensgefährlich verletzt war entschloss ich mich ihn kalt zu stellen (vereisen bei noch 11 Runden Lebenszeit). Die anderen drei eilten den drei anderen hinterher. Tatsächlich trafen sich mein ehemaliger Gegner und Luparelli Mozarello in einem Gang und es kam nochmals zu einem Gerangel. Draußen versuchten unsere Gegner sofort zu fliehen und nur einem gelang dies auch. Alle anderen waren noch einzuholen und aus dem Sattel zu werfen. Wir hatten also einige Gefangene – wenn auch schwer verletzt und zum Teil auch sterbend. Auf unserer Seite war nur N'Buktu mit einem schweren Beintreffer für einige Zeit ausgenockt.   Im Innern der Anlage finden wir auch eine große Grabkammer des Corischen Hochadeligen Fhiragemis. Mit einer Kombination gelingt es uns das Grab zu öffnen.   Nach erfolgreicher Arbeit bekommen wir unseren Lohn und dürfen alles Plündergut der Verbrecher und einen Teil der Schätze aus dem Grab behalten. Diese hatte in ihrem Lager noch Scharidische Gewänder und Krummsäbel liegen um falsche Fährten zu legen, sowie in der Grabstätte eine zwar simple aber funktionelle Zauberwerkstatt, die aus den Grabbeigaben der geöffneten Ruhestätten eingerichtet wurde.

Unicum

Unicum

 

Ich schaffe es sogar mit Dice Bag, doppelt so oft 1 als 20 zu würfeln

Dice Bag ist ne nette kleine App zum Würfeln für Rollenspieler. Damit erregt man im Büro nicht so viel Aufmerksamkeit wie mit einem Würfelbecher   In der Mittagspause hab ich mal mein Würfelglück getestet. Die statistische Auswertung mit 400 Würfen ergab: 27 x 1, 15 x 20 und der Durchschnitt liegt bei 9,55. Das sieht meinem Würfelglück in unserer Midgard-Runde mit normalen Würfeln ziemlich ähnlich. Ich bin wohl verflucht.

Airlag

Airlag

 

September-Brandnooz-Box

Ja, ein weiteres Unboxing - ich hoffe, es macht euch ein wenig Spaß meine Gedanken beim Auspacken zu lesen.     Die grüne Box ist auch irgendwie sehr schwampfig, finde ich.. schauen wir mal, was diesen Monat drin ist.   Als erstes springt mir das Kichererbesenmehl ins Auge... vegan, glutenfrei... öhm, ja, hintenauf der Packung ist ein QR Code, vielleicht finde ich dann raus, wie ich das verwenden kann, denn ich hab so was noch nicht in den Fingern gehabt. Vielleicht finde ich ein gutes Falafel Rezept. Braucht man für Falafel einen Backofen?     Als nächstes habe ich den Begleitbrief in den Fingern... Thema ist "Warm ums Herz im Herbst" - okay.. behalte ich mal in der Hinterhand, falls ich bei einem Produkt nicht weiß, was es ist.   Unter dem Brief ist etwas, was mich gleich freut - Tee! In Pyramiden-Teebeutel - also eher was für mit in die Arbeit nehmen. Es ist ein Grüner Tee mit Mandarin/Orangen Aroma. Hört sich sehr lecker an. Auf der Schachtel ist alles auf Englisch, kann also sein,d ass es das in Deutschland noch gar nicht gibt!     Jetzt sind die beiden Seitenteile dran - links ist eine süßsaure Grillsauce "Japanese Sticky Grill", ich bin kein großer Fan von süßsauer, aber probieren werd ich die bestimmt und wenn sie mir nicht passt, finde ich bestimmt einen Abnehmer. Rechts ist eine weiter Grillsauce "American Smokey BBQ" - dass ist schon eher mein Geschmack. Da ist es fast schon schade, dass die Grillsaison mehr oder weniger vorrüber ist und die Saucen sind nur bis Februar 2016 haltbar. Egal, gibts halt öfter Würschtl.     Rechts ist noch eine Erdbeermarmelade - mjam.   Dann finde ich das NOOZ Magazin und darin sind auch zwei Rezepte mit Kichererbsenmehl. Sind auch andere Rezepte und noch weitere Informationen... aber ich werde jetzt nicht alles lesen, sondern weiter unboxen.     Die untere Hälfte entblößt sich komplett vor meiner Kamera - normalerweise würde ich jetzt einfach blind reingreifen.. mache ich gleich nach dem Gruppenfoto.     Grabbelgrabbel.. okay, ich hab die Flasche als erstes erwischt: Mango Sprizz von Rauch. Ich kenne einiges von Rauch, schmeckt meistens nicht so nach Chemie. Ich hab eh grade Durst ^^ Schmeckt intensiv nach frischer Mango und hat noch ein wenig Kohlensäure-Kick dazu, aber nur ein wenig und verwässert den Mango-Gemack gar nicht. Ich wrde wqahrscheinlich noch ein wenig Mineralwasser reinmischen, ist mir nämlich fast ein wenig zu intensiv. Aber hat großes Potential.   Nächstes Produkt sind die Kräuter & Bouillon Würfel. Kann man sich vorstellen wie Gemüsesuppenwürfel mit einer Schicht Kräuter. Meine Nachbarin hatte mich gefragt, ob sowas mal dabei ist (letztes Mal ja leider nicht), also werde ich mir vielleicht 1-2 Stück stibitzen zum Probieren und ihr den Rest vermachen.   Als vorletztes hab ich die Milch in der Hand - fettarme H-Milch von Bärenmarke, 1,5% Fett. Super, ich hab nämlich beim letzten EInkaufen vergessen Milch mitzunehmen! Die Frischmilch von Bärenmarke schmeckt mir, also gehe ich davon aus, dass die H-Milch mir auch taugen wird.   Zum Abschluss gibt es was zu knabbern: Erdnüsse mit Sour Cream & Onion Geschmack. Ich mag Erdnüsse und ich mag die Geschmacksrichtung Sour Cream & Onion bei Chips... ich habe große Hoffnung, dass die Erdnüsse lecker sein werden... die werde ich gleich nachdem ich die Fotos hochgeladen hab, probieren.   Noch ein letztes Abschlussfoto.  

Selinda

Selinda

 

Valeria in Breuberg 2015

Folgender Text ist dreiteilig. Der erste Teil beschreibt die Geschichte von Juls Abenteuer Corazón de Oro (Beruberg Samstag Abend – Consaga) der zweite Teil ist – relativ Spoilerfrei – Chilurs zweiter Teil des „Nur eine kleine Forschungsreise“ - daraufhin, ich wollte eigentlich mit Valeria eine Pause einlegen was Consaga betrifft – und mal eine andere Figur Spielen – erreichte mich das Angebot den Keiler zu übernehmen. Hieraus strickte ich dann, auch mit der Vorgeschichte von Valeria den Abschluss.   Viel Spaß beim Lesen,...       Corazón de Oro - Auf der Jagd nach der feuchten Pyramide des Wissens   SL: JUL Batistuta - Söldner - Orlando Cansin – Elfe – Kämpfer - Fewnnan Peleanos – Chryseia - PW - Uigboern Clemens von Drais - Alba – Kämpfer - Karsten Cailan – Alba - Seidwirker - Chillur   Vettes (Namen sind Schall und Rauch) ein Valianischer Sklavenhändler (ach meine Tage als private Lust-, Folter- und Gladiator Sklavin in Candranor sind zum Glück vorbei) und Handlanger von Consaga - äh Gonzaga, wurde vor einigen Wochen von Cailan gestellt, verhaftet und der Obrigkeit übergeben. Es wurde bekannt dass seine Schwester eine Molkomoranhängerin in Candranor war/ist. (Ach ich erinnere mich da auch an einige Herren des Hochadels welche so ihre "Späßchen" in der Sklavenarena hatten,... und Damen auch.) Ebenso fielen Unterlagen aus der Zeit vor Molkors Verbannung in die Hände der Häscher.   Vettes war auf dem Wege in eine alte Valianische Forschungsanlage in den Kaff Bergen. Eine Forschungsanlage für Magie (muss man das bei den alten Valianern noch dazuschreiben? Eine Forschungsanlage für Tulpen oder Rosen traue ich den Valianern dann doch nicht so recht zu) Dort soll auch ein Hinweis auf das Archiv unter dem Regenbogen sein. Die Forschungsanlage ist, so wie uns berichtet wird in den Kaff Bergen, eine Linienkreuzung ist dort, eine Pyramide und ein Bergsee. Wir planen eine Schifffahrt nach Orsamanka.   Dazu gibt es auch einen Text:   Ein gülden Herz bricht jeden Zauber. aus wertvollem Erz geschmiedet bis sauber.   Gefasst in Glas zu wiederstehen aller Macht. Zu schützen das gegeben aller Wacht.   Vereint die Macht des Lebens, der Liebe und der Worte gebracht zu geheimem Orte in dunkler Nacht.   Auf dem Weg zum Hafen werden wir von 5 Kindern verfolgt welche Batistuta oder Clemens (ich hab nicht ganz aufgepasst wer es war) mit einigen Silbermünzen abspeist. Vor Cailan wirft sich eine junge Abanzi vor die Füße und singt etwas von "Gnade für die Kinder und Gnade für einen verstoßenen Gott." hm, ich hoffte dass ich den Text noch besser zusammenbekomme, aber leider gelingt das mir gerade nicht. Wir witzeln noch etwas das Cailan immer die hübschen jungen Frauen abbekommt.   Luigi, unser Auftraggeber hat uns ein „tolles Schiff“ besorgt. Wir beschiessen sofort auszulaufen, da wir nicht an Ebbe und Flut gebunden sind. Im Hafen sehen wir auf dem Leuchtturm eine weiße Priesterin mit Dreizack stehen - ich kenne die Frau nicht, aber sehe bei valianischen Priestern in weiß immer die Culsu Schnepfen vor mir stehen mit ihrem Rechtssalbadern und "Gottesurteilen" - hier in den Küstentstaaten ist das zwar etwas, anderes aber Culsul ist trotzdem Doof (das würde ich so NIE jemandem sagen). Der Leuchtturm und Dreizack sind eigentlich Nothuns Symbole - egal. Cailan meint noch eine blaue Locke an der Frau zu sehen. Valianischer Hochadel? Mein ehemaliger Sklavenbesitzer hatte sich die Haare auch Blau gefärbt. Sein Rückgrat brach genauso wie das anderer Männer.   Während der Schifffahrt zieht ein Albatros über uns hinweg. Ein Glücksvogel für die Albische Seefahrt. Die Küstenstaatler sehen es offensichtlich anders. Abergläubisches Volk! Tatsächlich gibt es merkwürdige Wetterphänomäne. Ein Sturm zu welchem "Schlangen durch die Wolken ziehen" (echt Spuky! Die anderen „Helden“ verstecken sich unter Deck) und Blitze ins Meer zucken. Daraufhin - Windstille. Wir finden in einem schwimmenden Weidenkorb ein Säugling. Bei diesem ein Amulett und eine Kokosnusschale mit einem Kompass ähnlichen Flechtwerk.   Endlich kommt auch wieder Wind auf und wir fahren am Monte Vino vorbei der gerade wieder ausbricht.   Cailan findet über das Amulett heraus das man mit ihm ein Tor in einer Finstere Ebene öffnen kann. Dazu muss man ein junges unschuldiges Kind opfern und braucht einen Blitz. Einhellige Meinung: Ging wohl schief das mit dem Ritual. Das Kind hat eine Dweomer Aura und wird von Cailan versorgt. Ebenso das Amulett.   Wir brechen auf und werden schon nach kurzer Zeit von einem Assassinen während des Nachtlagers angegriffen. Ein KanThaiPanese,... (Es gibt wohl eine Verbindung von den KanThais zu den Molkors in Valian oder so). Der Attentäter hat 2 tödlich giftige Schlangen aus KanThaiPan dabei, an seinen Kampfkrallen ist ein Lähm Gift und ein Rawindrisches Schmerzgift hat er noch einstecken (Wir haben wohl einen guten Giftmischer in unserer Gruppe). Alles in allem sehr „Multi-Kulti“   Wir erfahren durch Folter (ach ich erspare mir die Details bin selbst zu oft 'nur zum Spaß' gefoltert worden, wenn auch nicht durch Zauberei) das es noch andere Attentäter gibt. Bei einem Aquädukt das eine nahegelegene Stadt mit Wasser versorgt finden wir verendete Tiere welche von dem Wasser getrunken haben - es ist offensichtlich vergiftet.   Peleanos dreht durch (anders kann ich es nicht beschreiben – wo ist da die Weisheit geblieben, lieber Weisheitspriester?) und reitet los. Cansin reitet hinterher um ihn aufzuhalten. Ich meine noch "der Perfekte Platz für einen Hinterhalt" doch auf die Waelingerin hört mal eben wieder keiner. Die Weisheit von Peleanos vorpreschen zeigt sich auch sofort: Er fällt vom Pferd, rollt von der Brücke sein Leben hängt nur noch am Seidenen Faden, er fleht auf Chryseiisch seine Götter an - ich kann zwar die Sprache nicht, aber die Menschenkenntnis ist groß genug das ich erkennen um was das es da geht. Dann öffnen sich seine Hände, welche das eigene Gewicht nicht tragen können und er stürzt. Im allerletzten Moment ist Cansin da und rettet ihm schließlich das Leben.   Die Attentäter haben am anderen Rande alles beobachtet und greifen nun mit Armbrüsten an. Cansin reitet ihnen entgegen, weicht einem auf Reiter-Kopfhöhe gespannten Draht aus und kämpft zwei nieder. Der letzte wird auch niedergestreckt. Wir liefern die Leichen mit ihren Pferden in der nächsten Stadt: Riasi ab, wo das vergiftete Wasser schon entdeckt wurde.   Schließlich erreichen wir einen See, mittels drei Räder kann man den See ablaufen lassen. Eine Goldene Tür versperrt den Zugang doch Cailan bannt den Zauber und wir treten ein. In einer grünen Pfütze steht eine Säule aus Sternensilber darauf liegt das Amulett mit dem Güldenen Herz. Batistuta nimmt das Amulett herunter und bei uns allen brennen die magischen Gegenstände aus. Alles ist kaputt (naja fast, ein Schnellkraut und ein Schutzamulett gegen Versteinern überleben bei mir – egal).   Hinter einem Gang der von einer Sphinx bewacht wird (die Rätselfragen stellt) finden wir eine Bibliothek, alles andere der Anlage scheint leer und verlassen. Die Bibliothek kann nur wissen in seiner reinsten Form verlassen (also man kann wohl keine Bücher heraustragen). Wir erfahren noch mehr über Molkor, den Kindergott der in seiner Unschuld erkannte das es Wissen gibt das man anderen vorenthalten muss ohne es selbst zu nutzen. Die anderen (Culsul ist doof, ah ich wiederhole mich) schickten aber ihre Häscher und vernichteten die Molkors, und der Gott wurden ins Equilibrium verstoßen. (50 Jahre vor den Krieg der Magier) Es gibt noch das Archiv unter dem Regenbogen welches über dem Wasser schwebt dort soll es noch mehr wissen geben. Wir finden auch Informationen über Steine welche auf jedem der 7 Kontinente Midgards liegen sollen und unermessliche Macht haben. In der Säule aus Sternensilber ist wohl einer der Steine eingelassen. Die anderen wollen unbedingt hier Zauber lernen (es scheint alles zu geben) für mich gibt es nichts hier, höchstens Bücher über Kampftaktik. Selbst Peleanos scheint darauf hereinzufallen das echte Weisheit hier nicht zu finden ist.   Batistuta wird noch aufgehalten die Säule aus Sternensilber zu entfernen. Cailan sagt das er genügend Gold bekommen werde und das niemand sagen kann was passiert wenn die Säule entfernt wird. Es wird sicher einen Grund für die Säule haben. Nach einiger Zeit willigt Batistuta ein. Ich lasse meinen Gefährten meine Lebensmittel und auch das Maultier da und laufe alleine zurück zu unserem Auftraggeber um vom Erfolg der Mission zu berichten. Man bietet mir an die gewährten Magischen Gegenstände zu ersetzen, doch ich will eigentlich nur wieder eine magische Waffe, nur aus dem Grund weil ich noch ein Versprechen einzuhalten habe Midgard vor einem großen Übel zu bewahren.   Wohl hat Wyrrd mir mal wieder Demut zeigen müssen und mir all den magischen Tand genommen und in ihrer grossen Vorraussicht auch verhindert das die Seidwirker es wiederherstellen können.   Ach, an dieser stelle sei nochmal erwähnt das ich sehr wohl weiß wie die valianische Todesgöttin heißt,... der ein oder andere sollte sich dann mal fragen was das L hinter dem Namen soll. Alles hat seinen Grund.       Eine kleine Forschungsreise Teil II - Über den Dächern von Eschar. (Eine kleine Forschungsreise Teil II – Achtung das ist keine Con-Saga-Sache Aber es ist auch so oberflächlich geschrieben das man es auch lesen kann wenn man das Abenteuer noch spielen will – es sind keine Spoiler drin.)   Sl - Chillur Clemens Zinnbecher (~Solwac~) Chelinda (~die Hexe~) Seldwyck (~Jürgen Buschmeier~) Tirith na Caer Gwyn (~Ferwnnan~) Mattul (~Helgris~)   (Folgeabenteuer von Breuberg 2014 - kann ich nur empfehlen!)   Liebes Tagebuch, an dieser Stelle muss ich wohl leider das ein oder andere vor dir verheimlichen, aber ich denke das ist nur gut für jene welche die den gleichen Weg nach mir beschreiten wollen. Ich hoffe meine Schuhe sind ihnen nicht zu groß - oder zu klein. Auch ist die Tatsache das ich gerade hier und dann dort und dann wieder wo anderst auftauche selbst für mich etwas zu verwirrend. Manchmal komme ich mir vor als würde ich nur eine Figur in einem Spiel sein und jemand anderes die Strippen ziehen.   Ich möchte damit beginnen das Mattul im Schlaf sprach. Ich respektiere solche Sachen und lasse es dann eben dabei, andere haben wohl gelauscht und haben dann trotzdem nichts erfahren. Mattul spricht nämlich im Schlaf praktischerweise Sprachen die keiner versteht. Trotzdem gab ich ihm am nächsten Tag den Hinweis sich das abzugewöhnen, es soll auf die meisten Frauen mit denen "Mann" das Bett teilt entfremdend wirken wenn der Mann neben ihr plötzlich spricht, und wie schnell hat man in dem Gehörten dann doch einen anderen Frauennamen entdeckt.   Wir brechen auf in Richtung Eschar. in der Waelischen Hafenstadt Boras werden ich von im Badehaus überrascht von Irmgard, der Schwester des Kapitäns Björn Grimmson mit dem wir schon die Hinfahrt überstanden haben. Was für eine Frau! Tirith blieb doch und schaute zu, was Irmgard mit mir machte, während Chelinda hastig das Bad verließ (war ihr wohl zu Nass das herumgeplantsche). Ich wusste gar nicht das Elfen auch eher zu den Zivilisierteren Völkern gehörten welche etwas 'offener' sind in solchen Dingen.   Wir haben also Waeland verlassen wie wir gekommen waren, auf "dem schnellsten Schiff der Waelischen Flotte" - nun gut ich will dazu nicht wirklich etwas sagen, aber die Wyrms List ist länger und bekanntlich er weise heißt es ja "Länge Läuft" dies hat etwas mit der Rumpfgeschwindigkeit zu tun welche ja bekanntlich eine Funktion der Wasserlinienlänge ist, aber ich bin ja nur eine dumme Barbarin. Vieleicht wird es ja mal einen direkten Vergleich geben.   Die zehn Jahre in welchen ich meine Heimat verlassen musste sind nun um (auch hier hatte es wohl eine Zeit-Verzerrung gegeben, merkwürdigerweise) und ich denke oft an das Schiff meines Vaters, sein größter Traum in welchen er sehr viel Geld investiert hatte. Ein Runenschneider arbeitete lange an den Runen in dem alten Holz uralter Waelischer Bäume. Am Schluss mussten die Runen noch durch ein Menschenopfer aktiviert werden. Vater war wieder Grausam. Kurz hatte ich den Verdacht das ich es sein würde die unter den Kiel des Drachenschiffs kommen würde, aber nein: Vater lies den Runenschneider unter das Schiff legen. Doch sollte sich das alles Rächen: die Jungfernfahrt der Wyrms List war die erfolgloseste Fahrt meines Vaters in seinem Leben - und als er heimkehrte setzte er das Schiff in die Schiffshalle und starb am Abend, als er mich nehmen wollte und dabei erkannte das ich seine Tochter war, durch meine Hand in der großen Halle. Ich schweife ab, liegt wohl daran das ich nahe an diesen Orten bin.   Wir fuhren also nach Eschar. Keine Seemonster, keine Vulkane, eine Hexe die am Hauptmast hängt und ansonsten nichts los. Dann Eschar,... vor Jahren lernte ich deren Sprache in Candranor in der Arena von "Abu Säbel" - er hieß nicht so, es war ein "Kampfname" wie ich auch einen hatte - "Valkyr" bezeichnenderweise eine ältere Bezeichnung der Diener Wyrds.   Ich schweife schon wieder ab. Nun ich dachte an "Abu Säbel's" Hinweise als ich Eschwar betrat, keine Landeskunde - aber er warnte mich vor Taschendiebstählen und den spitzen Zungen der scharidischen Händler. Ich hielt mich also zurück und überlies den anderen das Handeln - im Nachhinein ein Fehler. Ich glaub ich hätte das besser gekonnt,... 2+2=4 und nicht 3 oder 5,... Rechnen kann ich schließlich. Nach langer Seereise kleideten wir uns zum Teil neu an für die Reise durch die Wüste. Ich hatte noch etwas aus den Küstenstaaten das Asfana für gut befunden hatte und brauchte also nichts. Ich wäre gerne noch mit Chelinda in das Seidengeschäft von Beathe ibn Useh gegangen aber dazu ist es dann nicht mehr gekommen da uns nahegelegt wurde schnell aufzubrechen. Auf Chelinda wurde ein Mordanschlag verübt. Sie war gerade bei der Massage als der Auftragsmörder sich mit einem Dolch auf sie warf.   Es folgte eine merkwürdige Reise über die Dächer von Eschwar. Chelinda hat ein recht feuriges Temperament und verfolgte den Attentäter selbst. Tirith und ich schwangen uns auf die Dächer und rannten zu Fuß hinterher. Doch war auch der Attentäter ein Magiebenutzer und wäre uns sicher entkommen. Trotz eines Messerwurfes von Tirith (welcher ein Kamel tödlich am Kopf traf – Es hatte eben keinen Metallhelm mit Visier an) und einem Steinwurf von Matthul welcher einen anderen Passanten traf. Schließlich brachte Chelinda selbst den Attentäter zur Strecke. Beim Sprung von Dach zu Dach ist es schwer wenn man eine Eule trifft. Dabei sagt doch das Chryseiische Sprichwort - man soll keine Eulen nach Eschar tragen - oder war es Thalassa? Egal, ich hab keine Landeskunde.   Ich bin ja nach wie vor der Meinung das es sich bei dem Attentat nicht um einen Mordanschlag sondern auf eine Entführung auf eine hübsche Sklavin. Manchmal haben irgendwelche Knüppel, die einem Wyrrd zwischen die Beine wirft, auch nichts mit dem zu tun mit welchem man sich bereits beschäftigt. In Waeland hätte ich für Chelinda sicher einige hundert Goldstücke erhalten - und sie umwendend zurückzahlen müssen wenn herauskommt das sie eine Seidwirkerin ist. Nicht das mir so etwas jemals einfallen würde.   Eine Reise durch die Wüste, das Reiten auf Kamelen hat mir weniger ausgemacht als befürchtet (ich hatte ja auch von Matthul keinen Klapps auf den nackten Hintern bekommen – das erhielten andere). Nachdem wir (wieder mal) die Welt gerettet hatten, die Details über Rätsel mit Druckplatten und das erschlagen von magisch geschützten Bösewichten erspare ich mir hier, fanden wir uns mit einer Kamel & Kinder-Karawane in Alba wieder. Ich verzichte an dieser Stelle auf meine Idee die Kamelkarawane mit Karamell Kamellen zu beladen und auf einer Karavelle wieder nach Eschar zu fahren. Schließlich fuhren wir wieder nach Waeland zurück um auch den Goldkehlson von unserer glücklichen Reise zu erzählen.   - - - -     Hier stand ich nun, nach zehn Jahren Abenteuern in der Welt, und eigentlich fast so wie früher. Gut in meiner Seekiste waren einige Dinge welche ich mir angeeignet hatte und einiges an ehemals magischem Tand.   Kurz glimmt in mir die Idee mit dem Drachenschiff meines Vaters zurück in die Küstenstaaten zu fahren, doch niemand wäre mit mir gefahren. Ich sah dies als weiteren Fingerzweig Wyrrds (und ich weiß, wenn man diese nicht beachtet, kommt ein weiterer Hinweis wie mit einem Ogerhammer). Doch in den Küstenstaaten liegt verborgen noch der kleine Schatz den ich mir dort angesammelt habe. Aber gar so wichtig ist mir Gold nun auch wieder nicht.   Nun ich schrieb einen Brief und lade alles an Ballast ab das ich nicht mehr brauche, in der Gewissheit erst einmal mir in meiner Heimat etwas Ruhe zu gönnen. Brief auch deswegen das mich niemand abhalten kann wenn ich mich in der Nacht davonschleiche.   Also liebe Kameraden der letzten Reise,..   Chelinda schenke ich einen mit Flammensymbolen verzierten Rubinring und eine Einhornhaarlocke - ersteres war einmal ein Kälteschutzring. Letztere habe ich aus dem Wald von Bromme, man konnte damit mit Einhörnern Zwiesprache halten, auch hier ist die Magie erloschen.     Mattul schenke ich ein, leider ebenfalls entzaubertes, heiliges Symbol von Wyrrd, (ehemals Brosche der Wundersamen Heilung) welches ich ein Jahrzehnt in meinem Bauchnabel trug (ja ich Hab's natürlich auch gewaschen).     Grüßt mir Vigales - ich mag es nicht mehr sehen in der nächsten Zeit.     Clemens Zinnbecher, die gute Seele in dieser Gruppe, was habe ich für ihn? Einen Ring mit einem tiefblauen Saphir, mit Eiskristallen aus Diamanten umsetzt. Ehemals schützte er vor Feuer (Chelinda wollte ich den nicht geben).     Tirith na Caer Gwyn - es wird schwer und mir gehen die Gegenstände langsam aus. Ein Schutzamulett gegen Versteinern hat auch noch überlebt (ABw 5%) persönlich bindet mich nichts an dieses Teil, ich habe es erst seit kurzem und es ist noch Jungfräulich - hab aber eine gottgleiche Entzauberung als einziger magischer Gegenstand von mir überstanden.     Etwas verbleibt noch. Ein Ring "Bannen von Dunkelheit" (Abw5% Kegelförmiger Lichtschein), welchen ich unserem letzten Begleiter Seldwyck als Abschiedsgeschenk vermache.     Den restlichen nicht magischen Tand (hauptsächlich auch Ausrüstung wie man sie eben als Abenteurer ansammelt) und diesen magischen Bihänder (+2/+1) den ich von einem Convend Magier bekommen habe spende ich dem Orden. (Küstenstaatler können einfach keine Zweihandschwerter machen, hat einfach keinen Style das Ding)     Es verbleiben noch zwei Dinge welche ich auch zurücklasse.   Einen zerbrochenen, vallianischen Sklavenhalsreif. Ich trug ihn Jahrelang in Candranor. Wohl die schwerste Last die man tragen kann. Dann noch meinen "Keuschheitsgürtel" welchen ich wie den Sklavenreif trug. Beste waelische Zwergenarbeit - der Zwerg war natürlich auch ein Sklave Vallians. Ich ziehe besser mal die Bolzen heraus damit auch jeder und jede sieht das "Frau" sich leicht von diesem Ding befreien kann - das große Vorhängeschloss ist nur noch Zierde, kein Spitzbube dieser Welt wird den Schließmechanismus öffnen können - er ist zugeschweißt.     Wenn jemand etwas davon will, gerne. Es war immer wieder lustig die Gesichter von Männern zu sehen wenn sie einer schönen Frau einen Klapps auf den Hintern geben und auf Stahl schlagen.     Also Freunde, viel Glück auf euren Wegen.     Als ich von meinem Jarl verbannt wurde hatte ich nur ein kleines Bündel mit Nahrung, einfache Kleider und einen Dolch. So stehe ich nun auch wieder da, das der Dolch aus dem Zahn eines Wurmes aus Thumunzahr ist, sei das einzige was sich verändert hat.     - - - -   Unterwegs in Waeland   - - - -   Valeria erreichte ohne weitere Hindernisse die Thingstätte an welcher vor Jahr und Tag das Urteil (Verbannung) über sie gesprochen wurde. Der alte Jarl war da und sprach Recht wie ehedem. Doch als sie hocherhobenen Hauptes, mit zerschlissenen Kleidern die Städte betrat musste er nicht lange überlegen um zu wissen wer da vor ihm stand. Selten ist es das ein junges Kind seinen Vater tötet vor dessen Mannschaft und noch seltener ist es das es dies überlebt. Doch da stand sie nun und er erinnerte sich an seinen Spruch: Verbannung für zehn Jahre. Waren diese schon vorbei? Aus dem schönen jungen Mädchen war eine stattliche Frau geworden, eine an welche sich keiner seiner Krieger wohl ohne einen starken Schluck Met herantrauen würde. Sie schaute ihn mit durchdringenden Blick an. Die Arme in die Hüften gesteckt und sagte nur "Hier bin ich."   Der alte Jarl stand auf und reckte sich in die Höhe. Er überragte die Frau immer noch, auch wenn er das Alter schon im Kreuz spürte. "Schade. Ich hatte gehofft das Erbe in meine Hand fallen lassen zu können. Obwohl auch ich auf das verfluchte Schiff verzichten würde." Er lachte. "Der Tod deines Vaters hat mich um einiges an Einnahmen gebracht." Er ging auf die Frau zu und die Krieger und Alten in der Runde schauten interessiert zu. "Mich juckt es in den Fingern es ihm gleich zu tun, meinem alten Freund." Er betrachtet die Frau vor ihm und sieht nur das es wohl auch sein Tod sein könnte sie hier einfach zu packen. Er lacht und legt die Hände auf ihre Schultern. "Du kommst ohne Gold und Beute nach Jahren heim. Was bringst du mit das wir dich wieder aufnehmen sollen in unseren Kreis - Hargarsdottir mit dem merkwürdigen Namen?"   "Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erzählen."   "Und, was hast du zu erzählen kleines Kind? Von kleinen Orklingen und Welpen der Wargreiter etwa?"   "Eher von Alten Drachen, von Zwergenfestungen voller Gold, Schätzen unvergleichbaren Wertes welche man erwarb und welche vergingen im Laufe der Zeit. Von Kämpfen in der Arena in Candranor, von einem Viarchen dessen Rückgrat unter meinen Wadenbeinen brach, von einem Seidwirker den man dreimal töten musste um zu verhindern das er Halbgott würde und von einem finsteren Fürsten dem man auf die Finger hieb um zu zeigen das Midgard keine leichte Beute ist."   "Beweis!"   Valeria warf den Dolch in die Mitte der Thingstätte. "Aus dem Maule des Wurmes von Thumunzahar, geschnitzt von einem Thaumaturgen welcher in Candranor im Feuer starb."   Der Jarl nickte, ergriff ein Trinkhorn vom Tisch und füllte es mit Met bis zum überlaufen. "Nun denn Hargarsdottir, willkommen daheim!" er drückte ihr mit der Rechten das Horn in die Hand und hieb ihr mit der anderen auf den Rücken das es andere sicher umgehauen hätte. Doch die Waelingerin wankte nur unmerklich, führte das Horn an den Mund und trank es in einem Zug leer und stürzte es. Nur einige Tropfen fielen auf die Erde. Die Menge jubelte.   "Erzählt!"   Erst im Morgengrauen und nach einigen Fässern die geleert wurden wankte Valeria, selbst etwas anschlagen, zurück durch die Gassen der Stadt zu dem Langhaus, in welchem sie ihre Jugend als Sklavin ihres Vaters verbracht hatte, zurück. An dem Bett des Jarls hatte sie kein Interesse, aus vielen Gründen dem das sie nichts mehr mit Männern anfangen konnte war dabei fast schon nebensächlich - der Jarl war so besoffen gewesen das zwei seiner Schildwachen ihn zwischen Mitternacht und Früh wegbringen mussten.   Das Haus war in schlechtem zustand. Nur der Gesinde-Trakt war gepflegt worden, von den wenigen Menschen welche nach dem Tod des Sklavenhändlers hier verblieben waren. Sie ging trotzdem erst in die Schiffshalle und sah dort den dunklen Rumpf der "Wyrms List" liegen. Das Schiff welches der Traum ihres Vaters gewesen war. Sie zog ihren Dolch und schnitt sich in die Handfläche und fuhr mit dem Blut die Runen nach welche den Bug verzierten. Das trockene Holz sog die Flüssigkeit gierig auf. "Runenschneider, dein Tod ist gerächt. Ich bin die Tochter dessen der dich hier hat sterben lassen, so dir der Friede etwas wert ist nimm den Fluch von diesem Schiff und lass es mir mein Glück bringen - was sicher ein anderes Glück ist, als das meines Vaters gewesen wäre."   Sie zog sich über die Reling und legte sich auf das zusammengefaltete Segel in der Mitte des Schiffes. Die Kunde hatte sich natürlich verbreitet und man suchte sie. Als die ersten sie fanden, wie sie im Schiff auf dem Segel lag erschraken schon einige. So bahrte man die Großkönige Waelands auf ihren Schiffen auf. Doch sie schlief ruhig und ohne Alptraum war ihrer Rast auf dem Schiff das ansonsten in keiner Nacht jemanden um sich herum duldete.   Ihr erster Weg nach dem Aufstehen führte auf den Friedhof wo sie Blumen auf die Gräber ihrer Mutter und auch ihres Vaters legte. Er war schließlich ihr Vater. "Endlich daheim"   Eine Taube landete auf der Stele ihrer Mutter mit einem Zettel im Maul. Valeria legte die Stirn in Falten und streckte die Hand nach dem Zettel aus, zögernd wie in Erwartung einer schlechten Nachricht. Eine schöne, elegante Schrift, nur eine einzige Zeile stand dort. "Lust den wilden Keiler zu übernehmen?" Valeria brach in schallendes Lachen aus.   Umstehende warfen ihr böse Blicke zu - Lachen? Auf einem Friedhof?   Es dauerte einige Zeit - die Blicke und das Naserümpfen der Anwesenden halfen zwar dabei aber Valeria brauchte einige Zeit um sich zu beruhigen. Im Nachhinein flossen ihr die Tränen, etwas das die Anwesenden dann noch befremdlicher fanden. An einem offenen Grab Tränen zu vergießen mag angehen aber Gräber die seit Jahrzehnten geschlossen sind? Man lies die offensichtlich Verrückte auf dem Friedhof alleine. Nur eine uralte Frau mit einem Stock machte sich auf dem Weg zu Valeria.   Diese Saß auf dem Boden, immer noch in zerschlissener Kleidung und schaute auf die Stele mit der Taube. Sie bemerkte die Frau erst als diese Sprach. "Meine Segen hast du kleines Kind." Valeria drehte sich um, sie erkannte in der Uralten Frau ihre Fürsprecherin auf dem Thing welche auch die Amme ihrer Mutter gewesen war.   "Ich dachte mir schon dich hier zu finden." Sie schlurfte neben die Barbarin welche sie ehrfürchtig anschaute.   Sie schlug mit dem Stock gegen die Beine der sitzenden. "Hat's dir die Sprache verschlagen Kind? Als ich dich das erste mal sah konntest nach dem ersten Klaps auf den Hintern nicht genug schreien, so als Frischgeborenes."   Valeria, die Stimme heißer von Lachen und die Augen verquollen von Weinen fragte flüsternd: "Seid ihr Wyrrd?"   Die Alte lachte leise. "Was erwartest du nun von mir? Die Wahrheit? Wie weise wäre es die Wahrheit zu sprechen?" Sie schlug wieder spielerisch mit dem Stock nach Valeria. "Steh auf und komm zwei Schritte mit"   Zögernd stand Valeria auf. Sie überragte die Alte um zwei Köpfe was ihr merklich unangenehm war.   "Du hast gelacht und geweint, heute - seit Jahren das erste mal aus deinem tiefsten inneren." Die alte Lachte. "Fast so gut wie Sex, oder?" Sie drehte sich um. "Wobei,... ach Naja deine Sache. Schauspielern kannst du ja perfekt nun nach den Jahren in der Hölle Candranors." Sie standen nun auf der Anhöhe und konnten das Meer sehen. Die Alte deutete hinaus. "Die ganze Welt steht dir offen. Nimm das Schiff deines Vaters und mach etwas daraus." Sie schaute zurück zu der Grabstele auf welcher immer noch die Taube saß. "Brauchst gar nicht so 'Gurr Gurr' und so. Sag deiner Herrin ich mach das schon." Sie winkte der Taube zu und diese flog zögernd weg. Wieder lachte die Alte.   "Seid ihr Wyrrd?" wieder fragte Valeria das sehr zögernd.   Die alte schaute Valeria an. "Nein." Sie blickte schweigend aufs Meer, und drehte sich dann plötzlich um. "Ja." Sie blickte zurück auf Valeria und grinste. "Manchmal" Sie hob die Hand und deutete auf Valeria. "Bist du Wyrrd?"   Valeria schüttelte energisch den Kopf "Nein! Natürlich nicht!"   Die Alte schüttelte den Kopf. "Falsch. Wir sind alle ein bisschen Wyrrd." Sie zeigte auf das Langhaus in welchem das Schiff lag. "Man müsste das Dach erneuern, man müsste sogar den Boden neu machen. Das Schiff ist indes in einem guten Zustand." Sie zeigte auf das Gesindehaus. "Einige der Sklaven welche du freigelassen hast sind noch da. Nichts anderes zu arbeiten gefunden, oder nicht anderes gesucht, als in dem Haus ihres Herren zu leben und dessen Felder zu bestellen. Einige sind in deinem Alter, andere waren Kinder als du gingst. Weißsenkinder wie du selbst. Eine Handvoll wird sich finden und dir Helfen in fremden Landen. Schon immer sind aus Waeland Leute in die Welt gezogen, ursprünglich waren sogar die Valianer von hier gekommen. Und in drei Tagen werden einige Zwerge hier ankommen. Zwerge vergessen nie eine Schuld und das du einen der ihren aus den Sklavenpferchen befreit hast werden sie dir gerne vergelten." Die Alte kicherte. "Ich weiß das weil ich sie unterwegs getroffen habe. Aber als alte allein reisende Frau ist man manchmal doch schneller als ein paar Zwerge mit einem Wagen."   Valeria drehte sich um. "Was bedeuten meine beiden Muttermale?"   Die Alte nickte. "Du bist gezeichnet."   "Aber warum?"   "Ist die Frage nicht eher: warum solltest du nicht gezeichnet sein?"   "Mein leben war mühsam, beschwerlich, ich hab Menschen getötet die das leben verdient hätten im Namen der Götter."   "Ja." Sie zögerte etwas und lächelte verschmitzt. "Ich glaube in diesem Falle bin ich gerade nicht Wyrrd."   Valeria blickte hinaus auf das Meer und vergaß darüber die zeit, als sie sich umdrehte war die alte Frau verschwunden.

Unicum

Unicum

 

IMOD v2

http://the-digital-reader.com/2014/06/08/qualcomm-announces-new-mirasol-screen-tech-display-week-2014/   Qualcomm hat seine IMOD Technologie verbessert. Okay, die Nachricht ist nicht sooo neu. Ich habe das Thema etwas aus den Augen verloren nachdem kein einziger Smartphone- oder Tablet-Hersteller auf die Interferometric modulator Display Technologie gesetzt hat und Quakcomm deren Herstellung einstellte.   Zur kurzen Erklärung: IMOD ist eine Technologie für Displays. IMOD ist nicht selbstleuchtend wie LED oder hintergrundbeleuchted wie LCD, sondern arbeitet mit reflektiertem Umgebungslicht wie E-Ink. Je heller es ist, um so besser. Das bedeutet, man kann das MOBIL-Gerät tatsächlich DRAUSSEN verwenden! IMOD ist sparsam. Während LED und LCD ständig Strom für die Anzeige brauchen, braucht IMOD nur Strom, wenn die Anzeige verändert werden soll. Im ungünstigsten Fall, also z.B. beim Abspielen eines Videos, braucht ein IMOD so viel wie ein LED-Display. Ein Standbild braucht dagegen gar keinen Strom. Diese Sparsamkeit gibt's auch schon mit E-Ink, aber dort nur in Schwarz-Weiß und mit deutlich schlechterer Reaktionszeit. Die Reaktionszeit bei IMOD liegt im Millisekundenbereich und ist damit voll Video- und Actionspieletauglich.   Nun zu den Unterschieden zwischen dem ersten IMOD und der neuen Version: Im ersten Wurf wurde ein Pixel aus 3 Sub-Pixeln zusammen gesetzt: Rot, Grün und Blau. Ganz so wie alle anderen Farbdisplays. Dazu muss man wissen, wie IMOD wirklich arbeitet: Da werden mikroskopisch kleine Spiegel so zueinander positioniert, dass sie das Außenlicht reflektieren, dabei aber durch Phasenverschiebung nur Licht einer bestimmten Wellenlänge zurück werfen, Andere Wellenlängen werden ausgelöscht. Licht, Wellen Phasenverschiebung, ihr wisst schon was ich meine, oder? Die Farben auf Schmetterlingsflügeln funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.   Das erste IMOD konnte also pro Sub-Pixel genau 2 Zustände. Farbe einer bestimmten festen Wellenlänge reflektieren oder gar nichts reflektieren. Dafür muss man die beweglichen Spiegel nur auf genau 2 Positionen bringen können.   Das neue IMOD kann seine Spiegel variabel positionieren. Das bedeutet, ein Sub-Pixel kann beliebige Wellenlängen reflektieren. Das bedeutet, ein Pixel braucht nicht mehr mehrere Sub-Pixel. Das bedeutet, die Pixeldichte hat sich mindestens verdreifacht. Das bedeutet, der darstellbare Farbraum ist sehr groß geworden. Wenn man es richtig macht größer als LED und LCD.   Der einzige Nachteil dieser Displays ist, dass sie Fremdlicht brauchen, also im Dunkeln nicht funktionieren und bei schlechtem Licht (schlecht ist hier farbig) die Farben verfälschen.   IMOD v2 wurde 2014 vorgestellt. Reaktion der Gerätehersteller: Null, Nix, Nada

Airlag

Airlag

 

Einmal rund um die Alpen - naja, fast...

Wir sind in Krimml im Oberpinzgau gestartet, die Krimmler Wasserfälle entlang (sehr touristisch!) zum Krimmler Tauernhaus und haben dort übernachtet. Am nächsten Tag sind wir dann über die Birnlückenscharte zur Birnlückenhütte, vorbei an grandiosen Gletschern und ca. 1.000 Höhenmeter hoch. Das war zum Aufwärmen... denn dann ging es über die Krimmler Tauern und die Rainbachscharte zum Plauener Haus; ein harter 8-stündiger Marsch mit etlichen anspruchsvollen Stellen über Block-Geröllfelder und steilen An- und Abstiegen. Zwischendurch haben wir auch Italien kurz erobert. Das Plauener Haus entschädigte dann allerdings mit einem tollen Abendessen, allerdings nicht mit Duschen, denn die waren aufgrund des Wassermangels abgestellt.   Der folgende Tag wurde ebenso hart & anspruchsvoll, denn der Weg über die Gamsscharte zur Richterhütte entpuppte sich als technisch anspruchsvoll und Mut musste man auch haben, angesichts steiler, versicherter Stellen und, noch schwieriger, einem steilen Abstieg, der über loses, sandiges Geröll ging. Zum Glück waren diese Stellen nicht lang, so das wir dann doch gut voran kamen. Den letzten Tag auf die Zittauer Hütte habe ich dann nicht mehr mit gemacht, ich hatte genug, mir tat alles weh und Bergpanorama bei herrlichem Sonnenschein hatte ich auch reichlich getankt. So bin ich also direkt wieder ins Tal abgestiegen, mit einer kurzen Rast am Krimmler Tauernhaus, wo die Wirtin sogleich fragte, wo ich denn die anderen beiden gelassen hätte - was bei dem Touristendurchsatz dort schon eine nette Gedächtnisleistung ist.   So endet also die Fotogeschichte mit einem Bild von meiner Pension in Krimml auf die Wasserfälle.   Nun zu den Bildern:   1-3 zeigen die Krimmler Wasserfälle, Nr. 1 mit :hiram, Nr. 2 mit Touris und Nr. 3 mit Hajat.   4 - Das grandiose Panorama auf dem Weg zur Birnlückenscharte, noch auf dem einfachen "Touristenwanderweg", den wir bald darauf allerdings verlassen haben.   5 - Auf der Passhöhe war reger Betrieb. Leider habe ich kein Foto von den drei verrückten Mountainbikern gemacht, die ihre Fahrräder den Pass hoch getragen haben. :silly.   6 - Hüttenleben am Nachmittag   7 - Die "Höllentreppe" - 190 Holzstufen steil im Fels!   8 - Beim alten Zollhaus - Freaks erobern Italien!   9 - Steilstück zur Gamsscharte mit Seilversicherung.   10 - BB weiß den Weg!   11 - Der Eissee. Wir haben nicht drin gebadet....   12 - Ich war da! Mittagspause, deshalb ohne Rucksack und ohne Hut.   13 - Schwarzes Schaf war auch da.   14 - Noch 'n bisschen Panorama, es gab in echt noch viiieeel mehr!   15 - Ein Schneefeld auf dem Weg durfte natürlich nicht fehlen. Von den vielen Bachquerungen habe ich irgendwie keine Bilder gemacht.   16 - Ja, da ist ein Weg! Man muss ihn nur finden....   17 & 18 weitere Steilstücke.   19 - Der oben versprochene Blick von Krimml auf die Wasserfälle.

Bruder Buck

Bruder Buck

 

Belohnung in M5:

MANUAL_1407 von M5: S. 6 Höhe der Belohnung?   Eine grobe Richtschnur für die Vergabe von Erfahrungspunkten enthält der Kodex (S. 148).   Daraus kann man auch ableiten, wie viel Gold oder goldwerte Gegenstände ein Abenteurer für einen Auftrag bekommen sollte:   wenigstens das 2-4-fache der EP in Goldstücken.   Damit kann er den Goldanteil an den Lernkosten und eine normale Lebenshaltung bestreiten.   Der Spielleiter kann aber auch ohne weiteres großzügiger sein, damit die Spieler sich auch einmal etwas Besonders gönnen können.

Panther

Panther

 

Bertha Benz Gedächtnisfahrt

Danke an Unicum für die Einladung zum Grillen & für den Aussichtspunkt auf die Bertha-Benz Route gestern am 1.August 2015. Hier einfach ein paar Impressionen von der Strecke. Ist schon ein Erlebnis, diese wirklich alten Autos auf der Straße zu sehen. Denn Oldtimer vor den 1950er Jahren sieht man normal nicht mehr im regulären Straßenverkehr - "neuere" schon eher, wenn mal ein Club eine Ausfahrt macht, oder so mal bei schönem Wetter. Aber diese uralten Dinger stehen normal im Museum.

Bruder Buck

Bruder Buck

 

Pen & Paper Rollenspiele: Ein kreatives Hobby

Hallo zusammen,   vor einigen Tagen hatte ich auf meiner Facebook-Seite einen Text verfasst. Da sich dieser mit dem Thema "Pen & Paper Rollenspiele" befasst, möchte ich den Text auch an dieser Stelle präsentieren. :-)   --- Ein Abenteuer für eine Pen & Paper Rollenspielrunde vorzubereiten, weckt stets die kreative Ader in mir.Als ich letztens an den Vorbereitungen für das Abenteuer unserer MIDGARD-Runde saß, verfasste ich ein Gedicht, das ein wichtiger Bestandteil für den weiteren Abenteuerverlauf sein sollte.   Doch so ein Gedicht kann ich nicht bloß einfach abgetippt und ausgedruckt werden. Da würden das Gedicht und vor allem die Stimmung nicht richtig rüberkommen. Was also machen? Den ausgedruckten Text geschnappt und mit einem Feuerzeug die Ränder des Papiers angezündet. Als das vollbracht war, wurde etwas Ketchup genommen und sachte über das Stück Papier verschmiert. Mit einem Fön habe ich den Ketchup getrocknet und fertig war das Werk!   Das Gedicht war nun auf einem Stück Papier gedruckt, welches blutverschmiert wirkte und nur knapp einem Brand entkommen zu sein schien.   Außenstehende würden vermutlich sagen, was der Quatsch soll. Und um ehrlich zu sein, kann ich das auch irgendwie nachvollziehen. Aber sei es drum. Was ich sagen möchte: Pen & Paper Rollenspiele sind so ziemlich eines der kreativsten Spiele, die man spielen kann.   Ein wahrlich tolles Hobby! :-) ---   Viele Grüße   Myro

SteamTinkerer

SteamTinkerer

 

5. Eintrag ~ Catrudag, 1.Trideade Schlangenmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Nun bin ich endlich bei Vater. Als ich vor einigen Monden mit Mutter in Fiorinde aufgebrochen bin, hätte ich nicht erwartet, dass es so lange dauert bis ich das Pengannion erreiche. Als ich in Fiorinde ankam, erfuhr ich von Mutter, dass sie im Feuer eine Vision gesehen und daraufhin Rana ausgeschickt hatte, nach mir zu suchen. Kurz darauf verschwand sie mit vagen Andeutungen über das Geschehene und ihre Pläne. Ich glaube sie reist in die Küstenstaaten, da sie der Meinung ist, dort wäre auch ich hingebracht worden. Irgendwann einmal murmelte sie etwas von einem alten Widersacher. Vielleicht hat diese Entführung tatsächlich nichts mit meiner vergessenen Vergangenheit zu tun… Wie ich es befürchtet hatte, weigerte sich Mutter mich einfach so gehen zu lassen. So wurde ich von Teck abgeholt und bin nun mit ihm in den Weiten des Gebirges, in Sicherheit. Ich hoffe darauf, dass er leichter davon zu überzeugen ist, mich wieder meines Weges ziehen zu lassen. Doch die nächste Zeit werde ich bei ihm bleiben. Vater besteht darauf, mich den Umgang mit dem Langschwert zu lehren. Ich sehe dazu keinen Grund, er duldet jedoch keinen Widerspruch. Er meint es diene meinem Schutz und ist Teil meiner Melodie im Weltenlied. Selten habe ich Vater so ernst und bestimmend erlebt. Ich bin keine gute Schülerin, doch ich werde mein Bestes versuchen. Was wohl mit der Flammenklinge geschehen ist...? Nun ja, eigentlich spielt es keine Rolle, irgendetwas wird Vater damit schon gemacht haben... Einerseits bin ich froh hier im Schutz des Gebirges zu sein, bei Vater, andererseits ist der Dranghinaus in die Welt zu gehen stärker denn je. Es macht mir fast ein wenig Angst. Ich bin mir nicht mehr sicher ob ich mein altes Leben wirklich so hinter mir lassen, kann wie ich mir das vorgestellt habe. Irgendetwas scheint immer wieder nach mir zu rufen. Irgendetwas scheint mir zu fehlen. Ich glaube noch nicht einmal, dass es meine Erinnerungen sind, dennoch etwas was mit der Vergangenheit in Verbindung steht. Ich weiß nicht ob ich wissen möchte, was mich erwartet und dennoch habe ich das Gefühl mir bleibt keine Wahl als wieder hinaus in die Welt zu ziehen und meiner vom Weltenlied vorgesehenen Melodie zu folgen. Ich frage mich, ob ich sie wohl durch meine Entscheidungen und Taten beeinflussen kann. Ich will es glauben.

Die Hexe

Die Hexe

 

4. Eintrag ~ Aonadag, 2.Trideade Nixenmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Ich weiß nicht, wo ich mit dem Schreiben beginnen soll. Es ist der erste Tag, an dem ich überhaupt wieder Feder und Pergament zur Hand nehmen kann. Ich bin mit Rana auf dem Weg nach Fiorinde. Eigentlich hätte ich schon längst bei Vater sein sollen, doch mit der Entscheidung Glannis nach Thame zu begleitet hatte sich alles geändert. Sie schien es wirklich eilig gehabt zu haben und so lieh ich ihr mein Pferd, in der Hoffnung, dass sie so schneller wieder nach Thame kommen würde. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich wäre einfach mitgekommen. So blieb ich jedoch in Thame. Eines Abends half ich einer Frau, welche in den Gassen der Stadt bedrängt wurde. Zum Dank lud sie mich zum Essen ein. Sie geleitete mich in ihr Etablissement „die Rote Rose“. Als ich es betrat beschlich mich ein seltsames Gefühl, doch so recht wusste ich es nicht einzuordnen und schob es auf die Umgebung, in welcher ich mich befand. Handelte es sich bei der Roten Rose doch um ein Bordell. Ich frage mich, ob es anders gekommen wäre, hätte ich auf mein Gefühl des Unbehagens gehört. Letztlich weiß ich es nicht und es bringt nichts sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Geschehenes ist nicht mehr zu verändern. Die Frau musste mir etwas ins Essen getan haben, denn als ich wieder erwachte befand ich mich gefesselt und geknebelt auf einer Kutsche wieder. Die Tatsache kam mir auf skurrile Art und Weise vertraut vor, doch ich beschloss dieses Gefühl nicht weiter zu verfolgen. Tagelang verbrachte ich so auf dem hin und her schwankenden Gefährt. Immer verabreichte man mir etwas, was mich benommen machte, so dass ich von den Besuchen in den Gasthäusern oder Bauernhöfen kaum etwas mitbekam. Immer wieder hatte ich mit Panik zu kämpfen. Mein Verstand weigerte sich zu begreifen, was geschehen war. In Tidford wurde ich schließlich von Rana in einem verlassenen Lagerhaus am Hafen gefunden und befreit. Früher hatte sie immer etwas Furchteinflößendes an sich gehabt, doch in diesem Moment war ich einfach nur glücklich und erleichtert ihr Gesicht zu sehen. Immer wieder wünsche ich mir, ich wüsste warum man mich entführt hatte. Ich frage mich, ob diese Entführung im Zusammenhang mit meiner ersten Gefangennahme, bei welcher ich meine Erinnerungen verloren habe, steht. Doch ich sehe so anders aus als Enya, warum hatte man mich dennoch erkannt? Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun? So viele Fragen und keine Antworten. Ich bin mir noch nicht einmal sicher ob mir diese Fragen jemals beantwortet werden oder ob ich dies denn möchte. Es gab Momente, obgleich wenige, da wünschte ich mir Antworten. Doch was würde mich erwarten? Ich bin davon überzeugt, dass ich nicht einfach so vergessen habe, es muss dafür einen Grund geben und ich weiß nicht ob ich ihn jemals erfahren möchte. Momentan zumindest nicht. Zu sehr fürchte ich meine eigenen Erinnerungen, das was Enya erlebt hat. Wenn ich an die Wunden ihres Körpers denke, schaudert es mich. Nein, es ist gut so wie es ist. Während des Schreibens wandert mein Blick immer wieder auf meinen Arm. Keine Schuppen, keine Narben. Wie habe ich nur damit gelebt? Nun, meine Fragen und Zweifel werden warten müssen, bis ich bei Mutter in Fiorinde angelangt bin. Vielleicht weiß sie etwas oder kann zumindest mehr darüber herausfinden. Ich hoffe es, doch viel mehr noch hoffe ich, sie wird mich wieder gehen lassen. Denn obgleich das Erlebte schrecklich war und keiner Wiederholung bedarf, ändert dies nichts an meinem Entschluss, wieder in die Welt zu ziehen.

Die Hexe

Die Hexe

 

3. Eintrag ~ Ljosdag, 1. Trideade Nixenmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Ich befinde mich in einem Gasthaus eine Tagesreise von Thame entfernt. Ale und Essen sind genießbar und meine Gesellschaft allemal. Ich habe eine neue Bekanntschaft gemacht. Nachdem ich mit Mutter zum Fayre in Adhelstan gereist bin, zog ich weiter Richtung Norden, um Vater wiederzusehen. Bei Crossing traf ich auf eine Bardin, Glannis ihr Name. Ich mochte ihre Art von Anfang an und so beschloss ich, mit ihr zusammen nach Thame zu reisen, bevor ich zu Vater ins Gebirge ging. Die Zeit mit ihr war erfüllt von interessanten Gesprächen und musikalischen Darbietungen, eine bessere Reisegesellschaft hatte ich mich nicht wünschen können. Ich hatte gehofft mit ihr zusammen dort ein paar Tage zu bleiben, doch irgendetwas Dringendes führt sie wieder Richtung Süden.

Die Hexe

Die Hexe

 

2. Eintrag ~ Naondag, 2. Trideade Einhornmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Ich habe die letzte Zeit genutzt Teile meines verlorenen Wissens wiederzuerlangen. Darüber hinaus habe ich das ein oder andere Nützliche gelernt und meine Freude am Singen wiedergefunden. Doch nun ist es an der Zeit Fiorinde zu verlassen. Hier gibt es nichts mehr für mich zu tun, zumindest nichts was den Absichten meines Mentors entspräche oder mich meinen Zielen näher bringen würde. So ziehe ich hinaus in die Welt, werde mein Wissen und meine Macht mehren, um den Kräften der Ordnung eine Dienerin zu sein. Die Flammenklinge werde ich zurücklassen, Vater wird sie zu sich ins Gebirge mitnehmen. Dieses Schwert hat mir mein Leben gerettet und ich habe das Gefühl, es ist ein Teil von mir. Und doch möchte ich es nicht länger tragen. Seine nicht kontrollierbaren Flammen sind nur ein Grund, es ist mit einer Vergangenheit verbunden, die nicht mehr Teil meines neuen Lebens ist. Es gehört Enya. Wo mich mein Weg hinführen wird, das weiß ich noch nicht. Doch ich bin mir sicher, dass er mich eines Tages an die Bardenschule in Erainn führen wird, damit ich dort die Musikküste erlerne, die einst einer der Urdrachen den Drachensängern beibrachte. Auch wenn sein Erbe nicht mehr zu sehen ist, trage ich es doch in mir und bin immer noch die Tochter von Aneteckroth, dem bronzefarbenen Drachen.

Die Hexe

Die Hexe

 

1. Eintrag ~ Ljosdag, 1. Trideade Einhornmond (enthält keine Abenteuer-Spoiler)

Hier setzt sich die Geschichte welche mit Enyas Briefen begonnen in den Tagebucheinträgen von Edana fort.   Die erste Seite im Buch meines Lebens ist aufgeschlagen worden. Heute ist der erste Tag, der Tag meiner Geburt, obwohl ich bereits 21 Sommer zähle. Mein Name ist Edana. Ich wurde nach dem Feuer benannt, der Macht, welcher ich diene, dem Element, dessen Erbe in meinem Blut fließt. Doch mein Name ist auch ein Erbe aus meinem vergangenen Leben, in dem ich einen ähnlichen trug. Von der Feurigen wurde ich zum kleinen Feuer, welches nach Größe, Sinn und Wahrheit sucht. Meine Erinnerungen gleichen Bildern ohne Gefühl und sind mit meinem Leben verbunden und doch kein Teil davon. Ich stehe an einer Weggabelung, der Weg hinter mir ist in Nebenschleier gehüllt, der Weg zu meiner Linken in vollkommene Finsternis getaucht. Auf dem rechten Pfad weiß ich nicht, was mich erwartet und doch ist es der einzige Weg, den ich gehen kann um zu leben und zu erfahren. Ich habe mich vergessen, mich verloren und mein altes Ich nie wiedergefunden. Ich wandelte am Rande des Wahnsinns und drohte immer wieder gänzlich in seinen Abgrund zu stürzen. Doch ich wurde gerettet. Ich weiß nicht wie, doch mein Vater fand mich und brachte mich zu Mutter. Ich wusste jedoch nicht wer sie waren. Ich hatte das Gesicht meiner Mutter in meinen Träumen gesehen und doch konnte ich mich nicht an ihren Namen erinnern. Der sich in ihrem Gesicht wiederspiegelnde Schmerz, brach mir das Herz, welches im Gegensatz zu meinem Kopf nie vergessen hatte. Sie gaben mir meine Erinnerungen wieder. Doch ich konnte mich lediglich bis zu dem Tag, an dem ich das Haus meiner Mutter verlassen hatte, erinnern. Ich wusste nun wer ich war, doch spüren konnte ich mich nicht. Ich verstand das Wesen, welches sie mir offenbart hatten nicht. Mich quälte die Frage, was in dem Jahr, welches ich fern ab von Fiorinde verbracht hatte, geschehen war. Woher waren all die schrecklichen Wunden gekommen, die mein Körper trug, als mein Vater mich zurück nach Hause brachte? Immer wieder wurde ich von schrecklichen Träumen heimgesucht, die meinen verwirrten Geist noch mehr ins Chaos stürzten. Sehnsucht war ein ständiger Begleiter geworden und doch wusste ich nicht nach was mein Herz sich sehnte. Das Gefühl von Verlust wurde mit jedem weiteren Tag stärker. Eines Tages führte mich Mutter in den Wald, errichtete dort ein großes Feuer und rief ihren Mentor, den Fürst der Flammen. Auch ich war eine seiner Schülerinnen gewesen, doch sein Anblick, wenn gleich merkwürdig vertraut, erfüllte mich mit Schrecken. Er konnte mich weder in seine Dienste nehmen noch mir mein verlorenes Wissen zurückgeben. Ich glaube, ich wäre gänzlich verrückt geworden, hätten Vater und Mutter nicht ein Wunder vollbracht. Für ewig werde ich ihnen dafür dankbar sein. Ich schlief für mehrere Tage bis zum heutigen Tag und als ich erwachte, erwachte ich zu einem neuen Leben. Das kleine Feuer hatte begonnen zu brennen. Edana war erwacht. Mit der Wandlung meines Äußeren, schien eine Veränderung im Inneren stattgefunden zu haben. Seele, Geist und Körper hatten Heilung erfahren. Noch ist mir mein Anblick im Spiegel fremd und doch vertrauter als die Frau mit bronzefarbenen Haaren und den vor Wahnsinn glühenden Augen. Keine Narbe ist mehr sichtbar, keine Schuppen, welche meinen rechten Arm überzogen. Das Vermächtnis meines Vaters. Doch nun gehören sie, ebenso wie meine Erinnerungen, der Vergangenheit an. Ich habe nichts mehr zu verbergen. In mir spüre ich Klarheit und Ruhe. Die Sehnsucht und das Gefühl von Verlust sind nur noch eine schwache Erinnerung. Es spielt keine Rolle mehr, was im vergangenen Jahr passiert ist. Ich möchte meine Vergangenheit, mein anderes Ich hinter mir lassen und einen Neubeginn wagen. Auch wenn ich es mir nicht wünsche, schließe ich es dennoch nicht vollkommen aus. Eines Tages werde ich meine Erinnerungen vielleicht gänzlich wiedererlangen. Wenn es dazu kommen sollte, hoffe ich stark genug zu sein, denn ich habe – davon bin ich überzeugt – aus gutem Grund vergessen.

Die Hexe

Die Hexe

 

Peru Tag 12 - Puno - Von Grabtürmen und Impfkampagnen

Für heute ist tatsächlich mal Ausschlafen geplant. Leider wache ich mitten in der Nacht mit tierischen Kopfschmerzen auf. Puno liegt auf fast 4000m, und das bekomme ich jetzt zu spüren. Blöderweise haben wir fast kein Wasser mehr, weil wir Abends vergessen haben, Nachschub zu kaufen. Auf die Idee, an der Rezeption danach zu fragen, komme ich nicht - zu so klaren Gedanken bin ich nicht in der Lage. Meine Eltern wecken und nach den Tabletten fragen will ich auch nicht. Und dass es unten im Foyer Tag und Nacht Tee und Coca-Blätter gibt, haben wir bei der Ankunft auch nicht mitbekommen. Naja, irgendwie geht es dann doch bis zum Aufstehen. Nach dem Frühstück sortieren wir uns und unsere Sachen ein wenig, als ich im Bad plötzlich Musik höre: Auf der Plaza de Armas ist ein Umzug! Wir schnappen uns die Kameras und gehen schnell raus. Tanzgruppen von Kindern und Erwachsenen ziehen um den Platz, und dann aber auch z.B. das Personal einer Gesundheitsorganisation, die für Impfungen und Sonnenschutz werben. Außerdem erfahren wir, dass heute ein Kulturfest mit Tanz- und Musikgruppen und Kunstausstellungen stattfindet. Da gehen wir doch auch gleich noch vorbei und schauen uns ein wenig um. Unterwegs wird auch noch eine der verbleibenden Lücken im Reiseplan gefüllt: in einem Reisebüro buchen wir die Tour mit Übernachtung auf dem Titicaca-See für die nächsten beiden Tage. Dann lassen wir uns vom Hotel ein Taxi nach Sillustani rufen (und stellen fest, dass der Taxifahrer dafür an der Rezeption Geld zahlen muss - aber natürlich ist es uuunglaublich wichtig, ein offizielles Taxi zu nehmen, den nur die sind wirklich sicher! ), denn auf die überteuerte Tour, die im Hotel angeboten wird, haben wir keine Lust. Sillustani ist eine Prä-Inka-Grabstätte auf einer Halbinsel im Umayo See. Die Gräber dort sind Grabtürme unterschiedlicher Bauart, die über die ganze Halbinsel verteilt stehen. Leider fängt es an zu regnen, als wir ankommen, und ist relativ kühl. Anstrengend ist es außerdem, auf die Hügel zu steigen. Papa hat bald keine Lust mehr, im Regen herumzulaufen, Mama und ich machen alleine den großen Rundweg. Es hat auch etwas Mystisches hier bei Wind und Wetter, und wir sind glücklicherweise vor den nachmittäglichen Ausflugsgruppen da. Aus dem erhofften Kaffee wird allerdings leider nichts, das Café hat geschlossen und auf das Restaurant haben wir keine Lust. Auch nicht auf die vielen Souvenirstände, die man auf dem Weg zum Parkplatz nicht umgehen kann. Auf dem Rückweg nach Puno lassen wir uns von unserem Taxifahrer noch zu einem Aussichtspunkt bringen. Es ist dann zwar nicht der gewünschte (dort kann man wohl gar nicht mit dem Auto hinfahren), sondern der "Mirador del Puma" mit einer großen Puma-Statue, aber man hat auch von hier einen guten Blick über Puno. Viel interessanter sind allerdings der Typ und die beiden leicht bekleideten Mädels, die hier auf der Mauer tanzen und wohl sowas wie ein Musikvideo drehen. Ob das was wird, wenn die Mädels immer leicht verlegen grinsend zu den Zuschauern schielen, wage ich aber zu bezweifeln. Auf dem Rückweg lassen wir uns am Bahnhof absetzen (dann wissen wir schonmal, wo der ist). Ein Gleis sehen wir auch, aber dass da mal ein Zug fährt, kann man sich irgendwie nicht so richtig vorstellen. Unsere Suche nach einer Knopfzelle für Papas Uhr verläuft leider sowohl im Einkaufszentrum als auch in der Markthalle erfolglos (und nein, in den Handy-Shops probieren wir es gar nicht mehr, auch wenn jemand meint, dass das eine Möglichkeit sein könnte), und so laufen wir zurück zum Hotel. Auf dem Weg reservieren wir gleich noch einen Tisch für's Abendessen, in dem Restaurant, das Christa und Frank uns empfohlen hatten ("In Puno das Restaurant gegenüber der Kathedrale!") - und es ist wirklich eine gute Empfehlung! Egal, ob Forelle, Alpaka oder "Aji de Gallena", eine Art Hühnchencurry - sehr lecker!

sarandira

sarandira

×