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    Schwarzeisen


    Yon Attan

    Waffen aus Schwarzeisen (von anderen Völkern auch Finstersilber genannt) zählen als magisch, silbern und als unzerstörbar. Alle göttlichen Wesen können mit solchen Waffen verletzt werden. Grundsätzlich ist der Schaden einer solchen Waffe um 1 reduziert. Bei einem Treffer wirkt auf „nicht-göttliche“ Wesen der Zauber Böser Blick mit Zaubern+20. Aura: finster

    Einmal im Jahr ist der Träger einer solchen Waffe dem Zauber Wahnsinn mit Zaubern+20 ausgesetzt.

     

     

    Aus einem Lehrbuch der Schwarzalben:

    Um das tödliche Metall zu gewinnen, wird Elfenblut zu gleichen Teilen mit rostigen Eisenspänen, angelaufenem Silber, Kohle, reinem Alkohol und dem Gift eines Basilisken vermischt. Die Mischung wird in einen leeren Schädel der Zwergenbrut, der vorher gut mit Pech verschlossen wurde, gegeben und bis zu einem nächtlichen Gewitter stehen gelassen. Dann steigt der Auserwählte mit einer Kupferstange in der einen, und dem Schädel in der anderen Hand auf eine erhöhte Position und wartet dort auf seine Opferung. Die Naturgewalt wird sich schließlich ihr Ziel in dem Auserwählten finden und seine Kraft in den Schädel übertragen. Ein Helfer muss nun rasch die flüssige Masse in die vorbereitete Form gießen und dabei ununterbrochen Flüche murmeln. Die Leiche des Auserwählten darf nicht beerdigt werden, sondern muss unberührt liegen bleiben.

     

    Schwarzeisen ist eine Perversion des Schwarzsilbers der moravischen Schmiedemeister.

    Es sieht aus wie angelaufenes Silber, allerdings durch und durch rot meliert.

    Das Schwarzeisen ist eine metallische Substanz, die äußerst hart ist und deshalb als unzerstörbar gilt. Da die Klingen der Waffen aus Schwarzeisen nicht mehr geschliffen oder angepasst werden können, bekommt der Träger einer solchen Waffe -1 auf Schaden.

    Die Waffen können nicht größer sein als ein Langschwert, da in einen Zwergenschädel, in dem das Metall legiert wird, kein Platz für mehr Metall ist.

    Das Besondere des Metalls ist, dass es als magisch, silbern und unzerstörbar zählt und mit ihm alle göttlichen Wesen, die sonst unverwundbar sind, verletzt werden können. Gegen alle Wesen, die keine göttliche Aura haben, wirkt bei einem schweren Treffer außerdem Böser Blick mit Zaubern+20.

     

    Meistens ist eine Waffe aus Schwarzeisen jedoch noch mit mehr Macht ausgestattet. Fast immer sind in die Gussform zusätzliche Zauberrunen eingelassen, sodass die Waffen aus Schwarzeisen noch mit anderen, mächtigen magischen Fähigkeiten ausgestattet werden. Schwarzeisen ist meist nur das Ausgangsmaterial für mächtigere, finstere Waffen. Schwarzeisen wird auch fast nur dafür verwendet, für etwas anderes wäre es zu schade, ist die Herstellung doch sehr aufwändig und kostspielig (der Durchführende stirbt, man braucht Basiliskengift, ...). Aus diesem Grund ist Schwarzeisen auch nicht käuflich erwerbbar sondern kann allenfalls erbeutet oder gefunden werden.

    Waffen aus solchem Material sind äußerst selten, nur Anführer der Schwarzalben oder Anführer von Verbündeten der Schwarzalben haben gelegentlich solche Waffen.

     

    In das Sagengut eingegangen ist zum Beispiel das Schwert Firn-i-guinar, welches aus Schwarzeisen hergestellt wurde, und als magisches Langschwert *(+3/+2) gilt, wobei bei einem tödliche Treffer auf das Opfer automatisch der Zauber Erwecken (MdS. S.211) mit Zaubern+20 wirkt.

     

    Den Sagen nach hört man, wenn eine Waffe aus Schwarzeisen aus der Scheide gezogen wird, das Klagen und Jammern des Unglücklichen, der sein Leben für diese Waffe geben musste. Oft wird auch berichtet, dass Träger der Waffe, seien es Schwarzalben oder andere dunkle Wesen, nach einer Zeit dem Wahnsinn verfallen. In diesem Wahnsinn wird der Träger oft von einem Blutdurst befallen oder bringt sich selbst um.

     

     

     

     

    Mfg Yon

     

    PS: Kritik, Lob und Anregungen erwünscht

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    Recommended Comments

    Prinzipiell nett, aber ein Thaumaturgenschmied sollte mehr als eine o/-1 Waffe herstellen können denke ich, außerdem sollte es doch möglich sein bei der Herstellug eine Scharfe Waffe herzustellen, die nicht mehr geschliffen werden muss.

    Ansonnsten sind Waffen aus diesem Metall wohl nur gegen ganz spezielle Gegner sinnvoll und ansonnsten würde man auf normale magische Waffen mit einem positiven Bonus zurückgreifen.

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    Prinzipiell nett, aber ein Thaumaturgenschmied sollte mehr als eine o/-1 Waffe herstellen können denke ich, außerdem sollte es doch möglich sein bei der Herstellug eine Scharfe Waffe herzustellen, die nicht mehr geschliffen werden muss.

    Ansonnsten sind Waffen aus diesem Metall wohl nur gegen ganz spezielle Gegner sinnvoll und ansonnsten würde man auf normale magische Waffen mit einem positiven Bonus zurückgreifen.

     

    Hi

    Habe noch die Passage eingefügt, dass diese Waffen meist noch andere, Fähigkeiten besitzen, analog zu Waffen aus Schwarzsilber. Hatte das vergessen, jetzt ist es da.

    Bei dem Beispiel, was ich eingefügt habe, sollte auch klar werden, dass der -1 Bonus auf Schaden durch z.B. magische Runen etc. locker wieder wettgemacht werden kann.

    Danke für den Kommentar :)

     

     

    Mfg Yon

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    Erst einmal Lob für diese gute Ausarbeitung! :thumbs: Das Ergebnis gefällt mir wirklich gut. Zwei Anregungen:

     

    1. sollte es, wenn es silbern ist, nicht "Eisen" heißen. "Finstersilber", "Schwarzalbensilber" oder "Chaossilber" wären mögliche Namen.

     

    2. Das Herstellungsritual ist für meinen Geschmack ausgesprochen kitschig.

     

    Aus einem Lehrbuch der Schwarzalben:

    Um das tödliche Metall zu gewinnen, wird Elfenblut zu gleichen Teilen mit rostigen Eisenspänen, angelaufenem Silber, Kohle, reinem Alkohol und dem Gift eines Basilisken vermischt. Die Mischung wird in einen leeren Schädel der Zwergenbrut, der vorher gut mit Pech verschlossen wurde, gegeben und bis zu einem nächtlichen Gewitter stehen gelassen. Dann steigt der Auserwählte mit einer Kupferstange in der einen, und dem Schädel in der anderen Hand auf eine erhöhte Position und wartet dort auf seine Opferung. Die Naturgewalt wird sich schließlich ihr Ziel in dem Auserwählten finden und seine Kraft in den Schädel übertragen. Ein Helfer muss nun rasch die flüssige Masse in die vorbereitete Form gießen und dabei ununterbrochen Flüche murmeln. Die Leiche des Auserwählten darf nicht beerdigt werden, sondern muss unberührt liegen bleiben.

    Kohle und ggf. reinen Alkohol würde ich streichen, die Kombination von Elfenblut mit Zwergenschädel gefällt mir nicht (Elfenschädel? Vampirschädel?), und das "ununterbrochen Flüche murmeln" klingt für mich, als würde da jemand ständig "Scheiße" sagen! ;) Und wenn das Opfer vom Blitz erschlagen wird, könnte man das auch ausdrücklich so schreiben. Insgesamt kommt bei der Beschreibung bei mir eher Belustigung als Grusel auf! Vielleicht kannst du da ja in einer Überarbeitung noch ein bisschen was "drauflegen".

     

    Ansonsten aber sehr stimmungsvoll, insbesondere Firn-i-guinar mit dem Erwecken-Effekt passend zum Herstellungsritual.

     

    Mit freundlichen Grüßen vom Schnitter

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    Die Idee mit dem Finstersilber habe ich übernommen, an dem Auszug aus dem Lehrbuch werde ich wohl nichts ändern, der soll ja in keinem Fall gruselig sein, sondern lediglich grob beschreiben, was bei der Herstellung passiert.

    Im Zweifel hat eh jeder Schwarzalben Schmied ein leicht abgeändertes Rezept des Finstersilbers.

     

     

    Mfg Yon

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    Ich sehe den Sinn dieser Art von Waffen nicht darin, jemanden mit möglichst wenigen Schlägen vom Leben zum Tode zu befördern, wie das Abenteurer üblicherweise tun, sondern darin, mit einem einzigen Treffer einen Gegner zu verletzen und danach tagelang zu beobachten wie er dahin siecht und am Ende vielleicht stirbt.

    Deshalb halte ich bessere als 0/-1 Waffen für völlig unnötig.

     

    Eine wirklich schöne Idee. Seehr böse :devil:

    • Like 1

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    Der Artikel ist sehr gut gelungen!!! Das ist eine gute Anregung für die nächste Kampange, weil solche "Meisterwerke" auch nicht in den .... geschoben werden. 

     

    LG Jens

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