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Wulfhere

Setting : Palästina /Phönizien

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Ich dachte bei der Ausarbeitung an die phönizischen Städte und einige markante Gebiete. Die Israeliten beginnen gerade erst einzuwandern.

Meggido wäre auch ein schönes Thema.

Wie sieht die Götterlage bei den Phöniziern in dieser Phase aus.

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Ein Eintrag für Punkt 2

 

Die Region gilt noch immer als Domäne des ägyptischen Pharao und die meisten Fürsten sind Vasallen oder Verbündete des Reiches. Tatsächlich ist die Kontrolle durch ägyptische Truppen mehr symbolisch und beschränkt sich auf wenige Schlüsselstädte.

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Das "Reich" der Phoenizier ist so eine Geschichte. Gehen wir davon aus, dass Ägypten auf dem Höhepunkt seiner Macht unter Ramses II ist, so sind dies "nur" ein paar Städte in Kanaan. Ob man somit von einem eigenen Reich mit Göttern sprechen kann, halte ich für fraglich (ca. 1260 v. Chr.)

 

Gehen wir jedoch ein paar Jahre in der Zeit vor (ca. 1210) v. Chr. so werden die Handelsstädte Kanaans eher eigenständiger sein, da lt. Wikipedia zu diesem Zeitpunkt nach Syrien Strafexpeditionen unternommen werden um die Abgaben der Region sicherzustellen. Die Städte selbst werden wohl im Laufe des 12. Jahrhunderts eigenständig.

 

Ausweg könnte sein: Da es sich um relativ reiche Städte handelt könnten sich diese eine gewisse Unabhängigkeit von den Ägyptern erkauft haben und so lange tun und lassen wie es den ägyptischen Staatsinteressen nicht zuwiderläuft.

Wie zur Ägypterzeit haben die phoenikischen Städte es auch später in der Regel vorgezogen, mit einer fremden Übermacht ein Abkommen zu treffen, so gut es gehen mochte, statt durch Widerstand wenn nicht ihre Existenz so doch ihre Handelsbeziehungen und ihren Wohlstand schwer zu schädigen.

nach Meyer, E.: Geschichte des Altertums, Zweiter Band, zweite Abteilung, vierte Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1965

 

"Hauptstädte" der Phönizier sind Akko, Tyros, Sidon, Byblos und Arados. Bedingt wohl Berytos, das jedoch nach einiger Zeit nicht mehr erwähnt wird und wohl an die Amoriter verloren ging.

 

Erwähnenswert an Byblos wäre, dass es von ammonitischem Gebiet umschlossen ist, jedoch seine Eigenständigkeit wahren kann.

 

Die im weiteren Verlauf wohl wichtigste phönizische Stadt ist Tyros, da deren Stadtgottheiten in den meisten Kolonien, so auch Karthago, verehrt werden. Meyer folgend wird allg. angenommen, dass dies sich dies aus der Lage der Stadt erklärt. Tyros selbst liegt ca. 750m weit vor der Küste, getrennt durch einen Meeresarm und verfügt nicht über eine eigene Wasserquelle. Sämtliches Wasser muss somit von der der Stadt vorgelegenen Ortschaft Usu (griech. Palaityros) "importiert" werden. Die Stadt verfügt daher schon zu Zeiten Ramses II. über eine starke Handels- und Kriegsflotte. Tyros hat einen Umfang von ungefähr 5, 7622 Stadien (lt. Plinius, nach Meyer), was ca. 4 Kilometern entspricht. Auf dieser Fläche können höchstens (nach Meyer) 40.000 Menschen gelebt haben, allerdings in den für phönizische Städte mehrstöckigen Häusern.

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Absolut meine Meinung zu der Region. (Wir sind übrigens etwa 1.220 v.Chr. Jetzt ging es darum die Sache so in Beiträge zu gestalten, daß wir hier eine Beschreibung der Region bekommen um Abenteuer zu spielen.

In meiner Planung besteht übrigens Jericho noch, da gibt es diesen netten Roman von Stoever der genau in dieser Epoche angesiedelt ist.

Da finden sich zwar in den meisten wichtigen Siedlungen im Süden ägyptische Garnissonen die aber nur noch begrenzt EInfluß haben.

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In Kanaan bist du biblischen Angaben zufolge in der Zeit der Landnahme, die im Alten Testament in den Büchern Josua und Richter dargestellt wird. Demnach gibt es eine kriegerische Eroberung des Landes von der Wüste und aus den Bergen her ausgehend von nomadisierenden Israeliten und einhergehend mit einer Art religösem Kulturkampf gegen das kanaanäische Volk der Züge eines Vernichtungsfeldzuges hat.

 

An der Küste und in der Ebene halten sich die Stadtstaaten der Philister und kontrollieren die fruchtbaren Regionen. Hier herrscht zunächst ein Patt, bzw. geben sich die Philister damit zufrieden, dass die Israeliten im Gebirge bleiben. (hat auch damit zu tun, dass die Philister im israelitischen Stammland ihre stärkste Waffe, die Streitwagen nicht einsetzen können)

 

Alternativen historischen Theorien zufolge war der Verlauf im Süden und Osten des Landes weit weniger kríegerisch: Um die kanaanäischen Städte herum schmiedeten vereinzelte Beduinenstämme Allianzen mit dem kanaanäischem Lumpenproletariat. Es gab also gemeinsame Interessen sozail Gleichgestellter verschiedener Völker und Kulturen, die sich langsam und weit weniger organisiert an verschiedenen Punkten mehr und mehr durchsetzten.

 

Die historische Durchsetzung des Jahwe-Glaubens vollzog sich ebenfalls schrittweise über viele Jahrhunderte und gelang erst viel später. Von den Autoren des Alten Testaments hingegen wurde das zurückdatiert.

 

Wie auch immer, es ist eine Entscheidung fällig: Bleibt man bei der Version der Bibel - dann hat man auch schon ein passables Quellenbuch für diese Ecke ;) - oder geht man auf die historischen Fakten ein.

 

Ein weiteres interessantes Detail im vorstaatlichen Israel: Im Prinzip gibt es weder ein festes Territorium, noch eine Größe im Sinne eines Volkes. Bei Bedarf jedoch tun sich verschiedene Sippen, bzw. Stämme auf Zeit zusammen und wählen sich eine charismatische Führungspersönlichkeit (die Richter bis hin zum ersten König Saul). Es ist anzunehmen, dass Religion, Sprache und Kultur eine Klammer sind, die diese befristeten Zusammenschlüsse ermöglichen, prägen und fördern. Der Anführer ist ein von Gott berufener Retter in der Not. Wenn sein Dienst getan ist, kehrt er in sein normales Leben zurück. Ebenfalls gehen die Stämme wieder ihrer eigenen Wege.

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Demnach gibt es eine kriegerische Eroberung des Landes von der Wüste und aus den Bergen her

 

Ich tendiere zu dieser Variante. Es gibt da diese schönen Romane von Mathew Stovers, die sich genau mit diesem THema beschäftigen.

Neben einer allgemeines Übersicht wären zwei oder drei exemparische Stadtstaaten angebracht. Es gib da wohl einen Namens Jerricho, der formal unter ägyptischer Herrschaft steht. Der örtliche Herrscher hat Probleme mit wilden Nomaden aus den Bergen.

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Man kann ja auch beides miteinander kombinieren: Kriegerische Beduinenstämme fallen ein und entrechtete einheimische Bevölkerung solidarisiert sich.

Damit hat man Guerillaaktivitäten, bürgerkriegsähnliche Zustände. In der Bibel findet man dafür auch Hinweise: Israelitische Spione wollen die Stadt Jericho auskunschaften und erhalten Unterstützung von einer Einheimischen.

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