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Paris - Höhlentor und doch nicht Stadt der Liebe

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Satir

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Schön das du wieder vorbei schaust.

 

Ja, du hast richtig gelesen. Ich war mal wieder unterwegs. Diesmal ein paar Tage in Frankreich. Per Flugzeug nach Paris und dann mit dem Mietwagen in den Norden.

 

Tja, und das ganze dann zurück. Und da sind sie mir begegnet. Wer es nicht kennt dem sei gesagt das die Autobahnen die zum Flughafen führen sehr eng an Paris vorbei gehen. Und somit ist da zu jeder Zeit einiges los.

 

Ich fahre also oder besser gesagt ich schleiche also so auf der Autobahn dahin. Hinter mir tausend Andere und vor mir nochmal so viel. Als ich schon fast am weg knicken bin reist es mich. Ein Schatten im Augenwinkel. Mmmh, muss ich mich wohl geirrt haben. Ah, schön die Geschwindigkeit der Schlange nimmt wieder zu. Wir sind wieder bei 50 km/h. Und da passiert es wieder. Ein Ohrenbetäubender Lärm wie der Schrei eines Urtiers. Einen Feuerschweif hinter sich herziehend saust das Ding zwischen den Autos durch. Und kurz danach der Nächste. Bei dem Feuer, der Geschwindigkeit und dem Lärm weiß ich sofort dass es Dämonen sind. Haben die sich hier in Paris einen Zugang verschafft?

 

Eh ich mich versehen kann kommt schon wieder eine Horde vorbei geschossen. Mir wird das zu ungeheuerlich und ich will auf die rechte Spur wechseln. Nur raus hier. Und als hätte ich es nicht geahnt steht so ein Ding direkt vor meiner Beifahrertür.

Nachdem ich meinen Schreck überwunden habe realisiere ich was da vor mir steht. Ein Dämon mit lederner Haut. Schwarzem Gesichtsfeld und einem metallenen Reittier – das Ding nennt sich Motorradfahrer. Und hier in Paris sind die vom Teufel besessen. Direkt aus der Vorhölle ausgespuckt.

 

Versteh mich nicht falsch. Ich bin selbst Motorradfahrer. Aber was die hier anstellen ist nicht nur Selbstmörderrisch. Wenn die nicht alles Speed geschluckt haben müssen sie wohl Reinkarnationen alter Wesenheiten sein. Die fahren durch die engen Reihen der Autos mit fast der doppelten Geschwindigkeit. Wenn man Glück hat haben die ein moderneres Motorrad und ihre Warnblinkanlage eingeschaltet. Ansonsten kann man ihre Scheinwerfer in der Nacht nicht rechtzeitig erkennen. Und ein Spurwechsel ergibt dann nicht selten einen Kratzer.

 

Und als bräuchte ich noch einen Beweis wurde ich gleich selbst von den Dämonen verführt. Urplötzlich lag die Straße leer vor mir und ich gab meinem Reittier, es hörte auf den Namen Beemweh, die Sporen. Und mit der gleichen Irrsinnigen Geschwindigkeit fliehe ich durch die Schluchten der Vorhölle, eh Vorstadt. Nur die Sackgasse des Flughafens konnte meinen Ritt stoppen. Als der Flieger dann auch noch eine Stunde Verspätung hatte wusste ich dass der Höllensog stark an mir gerissen hat.

 

Also sei gewarnt. Sollte dieser Blog mal in Rauch und Flammen aufgehen haben sie mich erwischt.

 

Dir noch ein schönes und friedfertiges neues Jahr.

 

Ha, ha, ha – äh Ho, ho,ho natürlich.

 

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Herzlich willkommen auf den Pariser Autobahnen!!! Ja, unsere Motorradfahrer sind schon was besonderes. Lustig wird es aber vor allem dann, wenn sie sich darüber beschweren, dass man sie nicht immer sofort überholen lässt, wenn sie sich mal wieder durch die Autoschlangen hindurchquetschen.

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