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Kopfgeldjäger - Hornack Lingess - Doach ap Awen und Mabon ap Gorllewin

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Autor: Hornack Lingess

Kategorie: Kopfgeldjäger und sein Opfer

 

Doach ap Awen und Mabon ap Gorllewin

 

Mabon ap Gorllewin und Doach ap Awen lebten vor ungefähr 250 Jahren in Fuardain. Beide waren bis zu ihrem Tod Helden ihrer Sippen und von allen Feinden gefürchtete Krieger. Sie waren sich in vieler Hinsicht ebenbürtig, vor allem aber im Umgang mit dem Langschwert. Mabon war berühmt für seine kräftigen Schwertstöße direkt ins Herz seines Gegners und Doach beherrschte die Enthauptung seiner Feinde wie kein anderer. Doach verdiente mit abgeschlagenen Schädeln mehr Kopfgeld als manch albischer Fürst in seiner Schatzkammer hortet. Sein Pferd war mit mehr Schädeln behängt als jedes andere zu dieser Zeit. Allein dadurch bot er schon einen furchterregenden Anblick. Mabon hingegen sammelte die Zähne seiner Gegner an langen Ketten, die er um seinen Hals trug.

 

So eilten beide von Sieg zu Sieg, jeder für seine Sippe. Die Fehde zwischen ihren Sippen wogte jahrelang hin und her. Einem Sieg Mabons folgte einer Doachs, denn so sehr sie sich auch bemühten, den anderen zu stellen, so wenig gelang es ihnen. Scharmützel zwischen den Sippen wurden normalerweise durch die Anwesenheit eines der beiden Kriegsherren entschieden, niemals verlor einer von beiden eine Schlacht. Als Doach und Mabon endlich persönlich aufeinander trafen, waren beide ohne Begleiter unterwegs. Hoch auf einer Brücke auf neutralem Gebiet trafen sie sich, denn die jahrelangen Kämpfe hatten zu viele Opfer gefordert und die Orcs wurden zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung. So verabredeten sie sich, um durch einen Zweikampf das Schicksal ihrer Clans zu entscheiden.

 

Nach stundenlangem, wütenden, aber ausgeglichenem Kampf enthauptete Mabon schließlich Doach im selben Moment da ihm Doachs Schwert das Herz durchbohrte. Fernab von jeglicher Hilfe starben sie, nebeneinander liegend, mit einem letzten Schwur beziehungsweise Fluch auf den Lippen. Ihre Leichen wurden nie gefunden. Bis heute wird gerätselt, wohin die beiden Krieger verschwunden sind. Noch immer hoffen die Sippen, dass eines Tages ihre Helden zu ihnen zurückkehren werden.

 

In den letzten Minuten seines Lebens hatte sich Doach ap Awen geschworen, nach dem Tode wiederzukehren und die sterblichen Überreste seines Gegners sowie all dessen Besitztümer zu zerstören und dafür zu sorgen, dass der Name Mabon ap Gorllewin der Vergessenheit anheim falle. Bevor dies nicht geschehen wäre, wolle er nicht ruhen. Seit dieser Zeit zieht er als Gebundene Seele (s. Bestiarium, S. 108) durch die Welt, immer auf der Suche nach Mabon ap Gorllewin. Er verbreitet dabei immer wieder Schrecken in der Sippe Gorllewin.

 

Mabon ap Gorllewin hingegen wurde durch die Enthauptung nach seinem Tod zu einem ruhelosen Forfohud (Hedleas; Bestiarium, S. 110). Sein Hass auf die Sippe von Doach ap Awen ist seit seinem Tod noch gewachsen. Er geht allerdings immer noch davon aus, dass er einst den Kampf gegen Doach ap Awen verloren hat. So sucht er nun nach diesem, um ihm den Kopf zu nehmen und seine Ruhe zu finden.

 

Bizarrerweise suchen sich die beiden ehemaligen Helden seit ihrem Tod gegenseitig. Doch wer weiß schon, wann sie sich finden und wer von ihnen seinen Schwur erfüllen können wird. So sind beide Jäger und Opfer zugleich, doch nur ein erneutes Aufeinandertreffen kann die Frage klären, wer letztlich der bessere Kopfjäger und wer das unglückliche Opfer ist.

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