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SketchUp Tutorials


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wie mache ich eine Arkade, Bogenhalle, Tonnengewölbe,...

Zunächst einmal: es gibt sicherlich viele Wege die zum Ziel führen. Dieses Tutorial zeigt einen Weg, mit SketchUp gecht zügig zu einem Ergebnis zu kommen. Es gibt andere Methoden, die vielleicht sogar in irgend einer Weise besser sind.

Ich arbeite gerne aus dem Vollen. also fange ich mit einem Block an. Ich zeichne auf dem Boden ein 3x3 Meter großes Rechteck und ziehe dieses mit dem Push/Pull Werkzeug auf 5 Meter höhe.

Für exakte Masse hilft es ungemein, die Werte über die Tastatur einzugeben. Dafür tippt man, bevor man die Aktion mit der Maus beendet, einfach die Zahlen ein, bei Bedarf mehrere Werte hintereinander mit Semikolon getrennt.

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Auf 2 der Seiten zeichne ich jeweils ein Rechteck (2,6x3 Meter) und einen Halbkreisbogen. Es ist Hilfreich, erstmal von einer unteren Ecke aus mit dem Linientool die untere Kante auf einer Länge von 0,2 Metern nachzuzeichnen, dann hat man für das Rechteck den richtigen Startpunkt als Snap-Point.

gal2.png

 

Als nächstes zeigt das Push/Pull Tool was es kann. Die aufgezeichneten Rechtecke und Halbkreise werden einfach durch den ganzen Block hindurch geschoben. An manchen Stellen wird SketchUp melden, dass die Aktion auf eine bestimmte Tiefe limitiert ist. Das ist nicht tragisch, wir schieben einfach von dieser Position aus weiter.

gal3.png

 

Jetzt müssen wir die überflüssigen Flächen im Inneren entfernen. Dazu müssen wir zuerst das gesamte Objekt selektieren (z.B. Rahmen mit der Maus ziehen) und das Objekt mit sich selbst verschneiden (Menu Edit->Intersect with Model). Danach kann man die überflüssigen Flächen löschen.

gal4.pnggal5.png

 

Wir haben jetzt ein Segment einer Säulenhalle oder einer Arkade. Zum einfacheren Handling machen wir daraus eine Gruppe, kopieren diese und setzen sie nach Bedarf mehrmals nebeneinander.

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Jetzt fehlt nur noch ein wenig Feinarbeit. Um die störenden Linien weg zu bekommen, selektieren wir alle Segmente, lösen die Gruppen auf, verschneiden alles miteinander und entfernen die störenden Linien mit dem Radiergummi. Achtung, wenn man echte Kanten entfernt werden die angrenzenden Flächen gleich mit gelöscht! aber es gibt ja die Undo-Funktion.

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Wie man bei genauerem Hinsehen erkennen kann sind die Säulen am Rand jetzt dünner als die im Zentrum der Halle (40x40cm). Wir haben sie ja auch aus 20x20cm Teilen zusammen gesetzt, die am Rand natürlich teilweise fehlen. Hier hilft wieder das Push/Pull Tool, mit dem die Aussenseiten einfach nochmal um 0,2 Meter heraus gezogen werden. Für einen Gewölbekeller wird man dagegen die Bögen vielleicht eher direkt in die Wand laufen lassen.

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Jetzt fehlt nur noch Farbe oder Textur, die mit dem Paint-Tool ganz leicht aufgetragen werden kann. Fertig ist eine gemauerte Backstein-Arkade die man z.B. für ein Aquädukt oder für eine Einkaufspassage verwenden kann.

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wie geht es weiter?

Wie immer gilt auch hier: Mehr Liebe zum Detail verbessert das Resultat - und dauert länger. Für das hier gezeigte Beispiel braucht man etwa 5 Minuten.

Wenn wir z.B. spezielle Steine für den Bogen sehen wollen dann gibt es prinzipiell zwei Wege:

Wir können die Details ausmodellieren. Dies erzeugt uns eine Unmenge an Daten, mit der man schnell an die Grenzen eines durchschnittlich ausgestatteten PC's stößt. Oder wir können Texturen verwenden, die diese Details zeigen. Das Gittermodell wird nicht weiter verfeinert. Diesen Weg gehen MMORPG's, damit die Datenmenge beherrschbar bleibt und damit man zum Spielen keinen Supercomputer braucht.

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Hausbau in SketchUp

Eigentlich gibts ja schon ein Tutorial für ein Haus. Ich habe mir aber eine etwas andere Vorgehensweise zurecht gelegt. Ich entwerfe Etage für Etage. Dadurch kann ich in mehrstöckigen Häusern problemlos Etagen einfügen oder heraus nehmen. Oder ich kann einzelne Etagen genauer ausarbeiten. Für uns Rollenspieler ist ein Blick von oben in ein Zimmer oder eine ganze Etage leicht realisierbar, indem man z.B. jede Etage in ein eigenes Layer zeichnet (Das geht zwar auch mit dem Section-Plane-Tool, damit bekommt man aber auch unschöne Einblicke in die Wände, die eigentlich massiv sein sollten...)

 

Die Vorgehensweise, die ich mir zurecht gelegt habe, sieht so aus:

 

1. ich zeichne den Grundriss des Erdgeschosses

2. Das Erdgeschoss wird mit dem Push/Pull Tool hoch gezogen

3. Fenster und Türen werden von aussen aufgezeichnet und mit dem Push/Pull Tool durch die Wand geschoben

4. Die Etagendecke wird geschlossen

5. von der Etagendecke wird der Grundriß der nächsten Etage abgenommen und kopiert

6. mit der nächsten Etage wird bei Punkt 2 fortgefahren

7. dann wird alles wieder zusammen gesetzt

8. Zuletzt kommen noch ein paar Feinheiten

 

Natürlich kann man ein Haus auch aus einem einzigen Block arbeiten, ohne Fußböden. Das geht noch schneller. Ich bevorzuge es aber so wie beschrieben, da ich auf diese Weise auch darauf vorbereitet bin, das Innenleben des Hauses nachträglich einzubauen.

 

1. Grundriss zeichnen

am einfachsten zeichnet man sich erstmal ein Rechteck auf die horizontale Ebene, die man als Zeichenfläche benutzt, um den Gebäudeumriß fest zu legen.

haus01.pnghaus02.pnghaus03.png

 

2. Etage hoch ziehen

Mit dem Push/Pull Tool wird die Etage komplett hoch gezogen. Mit dem Offset Tool wird die Außenwandstärke eingestellt (Innenwände verwende ich in einfachen Modellen nicht). Da ich für mein Haus eine Außentreppe haben möchte wird die erzeugte Linie noch etwas editiert. Die Treppenstufen arbeite ich nicht im Detail aus. Ich verwende lieber eine schräge Fläche auf die später ein passendes Muster gelegt wird. Wenn das Haus mal im Detail ausgearbeitet werden soll kann man auch die Treppe detailierter gestalten. Auf gleiche Weise könnte man auch Innenwände jetzt einzeichnen.

Dann wird der Innenraum der Etage mit dem Push/Pull Tool frei gelegt.

haus04.pnghaus05.pnghaus06.png

3. Fenster und Türen

Beim Zeichnen von Fenstern und Türen hilft es oft ungemein, eine Hilfslinie um das Haus zu legen. Dann zieht man von dieser Linie aus die Fenster und Türen auf. Danach kann man die Hilfslinie wieder löschen.

haus07.pnghaus08.pnghaus09.png

 

4. Decke schließen

Um die Etagendecke zu schließen zieht man einfach eine der Innenkanten mit dem Linientool nach. Dieser Schritt ist für einige Anwendungszwecke (z.B. späterer Einblick von oben) überflüssig.

 

5. der nächste Grundriß

Mit einem Doppelklick auf die obere Seite der Außenmauer selektiert man die Fläche und ihre Begrenzungskanten. Diese kopiert man und fügt sie als neuen Grundriß ein. Da ich zum Arbeiten die ganze Fläche brauche und nicht nur die Außenmauer, schließe ich die Innenfläche (wieder mit dem Linientool eine Innenkante nachzeichnen) und lösche die überschüssigen Linien.

haus10.pnghaus11.png

 

6. Und immer so weiter...

haus12.pnghaus13.pnghaus14.pnghaus15.pnghaus16.pnghaus17.png

 

7. wieder alles zusammen setzen

Jetzt wird jeweils eine Etage komplett selektiert und auf die darunter liegende Etage gesetzt.

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8. abschließende Feinarbeiten

Bis hierher braucht man mit etwas Übung etwa 15 Minuten. Was jetzt folgt dauert mindestens nochmal so lange. Die Treppe braucht ein Geländer und über die Dachterrasse soll ein Sonnensegel gespannt werden. Texturen müssen heraus gesucht werden, vieleicht noch ein paar Accessoires auf die Dachterrasse,...

Wenn man viele ähnliche Objekte entwirft kann man natürlich auf Texturen und Accessoires zurück greifen die man schon verwendet hat.

haus19.png

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2D Accessoires

In diesem Beitrag geht es um zweidimensionale Accessories zur Verschönerung unserer 3D-Modelle. Solche Accessories wenden sich immer dem Betrachter zu. Sie sind nicht aus jedem Blickwinkel sonderlich prickelnd, und die Schatten sehen manchmal gelinde ausgrdrückt seltsam aus, aber sie sind ausreichend als schmückendes Beiwerk, um z.B. eine Straße zu bevölkern, so daß sie belebt aussieht.

Für architektonische Modelle verwendet man sie oft für Bäume, Sträucher und Personen, weil sie den Blick nicht so sehr vom Wesentlichen ablenken wie das ein 3D-Modell täte.

 

Die ersten Arbeiten erledigen wir außerhalb von Sketchup mit einem Grafikprogramm unserer Wahl. (Ich verwende gern Corel Photo Paint)

Ausgehend von einem beliebigen Foto entfernen wir erstmal den Hintergrund. Meist gibt es für das Maskentool entsprechende Möglichkeiten, die bei einem kontrastreichen Bild die Hauptarbeit erledigen.

beduine1.jpgbeduine2.jpg

 

Im zweiten Schritt bringen wir mit Hilfe von Farb- und künstlerischen Filtern das Bild in den gewünschten Stil. Das Ergebnis speichern wir erstmal, möglichst mit Maske, das sieht später besser aus. (z.B. im .PNG Format)

beduine3.png

 

Jetzt gehts in SketchUp weiter

Ein Bild nach SketchUp zu bringen ist denkbar einfach. Man zieht es einfach mit der Maus aus dem Dateiordner in die Arbeitsfläche von SketchUp hinein.

beduine4.jpg

 

Das Ergebnis liegt erstmal flach auf dem Boden und hat die falsche Größe. Um es weiter bearbeiten zu können macht man daraus eine normale Objektoberfläche. Dazu wählt man aus dem Kontextmenu "Explode" aus.

Wenn man den Rand noch beschneiden muss (weil man das im Grafikprogramm vergessen hat) dann kann man das hier erledigen, indem man die Außenkanten einzeln selektiert und mit dem Move-Tool verschiebt. Danach bringt man die Fläche insgesamt mit dem Skale-Tool auf die richtige Größe. Man sollte es auch in die Senkrechte kippen, dann sieht man wie der Schatten aussehen wird.

beduine5.jpgbeduine6.jpg

 

Wie man sieht sieht der Schatten nicht gut aus. Der Schatten ist ein Block und berücksichtigt überhaupt nicht die Kontur der Figur. Deshalb zeichnen wir die Kontur mit mit dem Freihand Zeichnen Tool grob nach. Das muss nicht allzu genau sein, man sollte nur nichts wichtiges dabei abschneiden. Man sollte die Umrißlinie in möglichst wenigen zügen zeichnen, denn danach muss diese Linie selektiert und unsichtbar gemacht werden. Die überflüssigen Außenflächen kann man jetzt löschen.

beduine7.jpg

 

Zuletzt machen wir aus der einfachen Fläche eine Komponente, die sich dem Betrachter immer zu wendet.

beduine8.jpg

 

Die Komponente kann jetzt gespeichert werden (Kontextmenu "Save As") um in anderen Modellen importiert werden zu können.

 

Fertig.

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