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Die Rache des Frosthexers I

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1. Triudag im Draugmond

Seltsam. All diese Tage sind vergangen und ich kann mich nicht erinnern was in dieser Zeit passiert ist. Deorstead muss ich besucht haben, denn aus meinem Brotbeutel lacht mich echt deorsteader Schafkäse an. In meiner Begleitung befinden sich drei Männer, ihre Gesichter kommen mir auf irgendeine Art vertraut vor. Besonderes das mit Narben überzogene Gesicht, das sich uns als Alisdair vorstellte, habe ich sicher nicht zum ersten Mal gesehen. Er scheint ein hart gesottener Mann des Kampfes zu sein. Auch der Ordenskrieger des Xan namens Periandros von Irkonium kennt sich in der Kampfkunst aus, auch wenn seine Beweggründe wohl andere sind. Der Dritte ist nach seinem Auftreten offensichtlich ein adeliger Magier hier aus Alba und steht den beiden Kämpfern an Größe und Muskelkraft in nichts nach. Um so sehr frage ich mich, was mich dazu gebracht hat, mich diesen dreien an zu schleißen.

 

Der Wald hier scheint verflucht zu sein, auf dem Weg zu diesem Lager trafen wir kein einziges Tier, keine Maus, keinen Vogel, kein Insekt. Selbst die Pflanzen und Bäumen standen nur stumm und schwarz am Wegrand. Es fühlte sich so an als blicken sie anklagend zu uns, als ob wir für den Schaden verantwortlich sein – sei es auch nur durch unser nicht handeln.

 

Die Nacht verbrachten wir in einem verlassenen Kloster, dort fanden wir uns alle wieder in einen kleinen Raum, in den wir wohl zu vor selbst hinab gestiegen waren. Es konnte sich keiner von uns erinnern warum. Mehr auf der Suche nach der Vergangenheit stöberten wir durch das Kloster, welches von unheiligen Wesen bewohnt wurde. Periandros kam in den Besitz eines Zweihänderschwerts, welches wohl ein Artefakt als alten Zeiten ist. Die Nachforschungen im Kloster, welches anscheinend einer Gottheit namens Sabor geweiht war, ergaben dass dieses Schwert wohl in Hochmut geschmiedet wurde und sich schließlich gegen den Besitzer wand. Eine geisterhafte Erscheinung riet uns das Schwert zu zerstören.

Als wir jedoch endlich einen Ausgang aus dem verfallenen Kloster fanden, versperrte uns eine bodenlose Schlucht den Weg. Meine Verwunderung darüber wurde jedoch von der Hoffnung verdrängt Merin endlich wieder zu sehen. Ein paar Treppenstufen führten am Rand der Schlucht nach unten, ebenso auf der gegenüberliegenden Seite, als hätte es dort vor langer Zeit eine Brücke gegeben. Ratlos blicken wir in die schwarze Tiefe. Schließlich machte Periandros einen Schritt nach vorne: „Der Pfad Xans, nur beim Sprung am Fuß des Abgrunds, wird er sich als würdig erweisen!“ stieß er hervor und machte am Treppenende einen Schritt in die Tiefe. Wir hielten alle den Atmen an, aber der Ordenskrieger fiel nicht herunter. Sein Fuß kam in der Luft zum Stehen, als liege dort ein unsichtbares Brett. „Ach so, Magie“, murmelte Thoral der Magier und spazierte hinter her. Auch Alisdair schien wenig Notiz davon zu nehmen, während ich mir etwas Zeit nahm, um Fflamyen um ihre Kraft zu bitten diese Abgrund heil zu überstehen. Als ich endlich vorsichtig über dem Nichts wandelte und dabei die Augen auf das Mondlicht hielt, welches durch den Tempeleingang hinein schien, begann meine Laterne, die ich am Gürtel trage in einem hellen Grün zu leuchten. In dem Nichts unter uns begann es plötzlich zu kochen und zu brodeln. Hastig machte ich die letzten Schritte auf die andere Seite, wo Periandros mit dem erhobenen Zweihänder auf mich wartete und Schutz bot. Die anderen beiden hatten sich bereits nach draußen verflüchtigt. Gerade als ich die andere Seite erreichte, kam hinter mir eine fliegende Feuergestalt empor. In ihrer Rechten schwang sie eine Peitsche aus glühenden Kohlen: „Gib mir das Schwert!“ kam es aus der rauchigen Kehle, doch Periandros und ich waren erstarrt vor Schreck. Wir spürten die Hitze auf unseren Gesichtern als das Feuerwesen uns näher kam. „Weißt Du was das ist?“ riss mich der Diener Xans aus meiner Starre. Ich blickte auf meine immer noch grün leuchtende Laterne, als könne sie mir verraten, womit wir es zu tun haben. „Ein... ein Elementarwesen“, langsam sammelte ich mich: „Man beschwört sie, um sie um einen Dienst zu bitten.“ - „Machen sie böses?“ - „Frag seinen Beschwörer...“ Ein wutentbranntes Fauchen unterbrach uns und Periandros schleuderte den magischen Zweihänder in den bodenlosen Abgrund – mit einem höllischen Lachen flog der Elementar hinterher.

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