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    Fürst Holprich - Beitrag zum Thema des Monats August


    Brandon Thorne

    Fürst Holprich ist ein stolzer Mann,

    und wär so gern ein Held.

    'drum will er zeigen was er kann,

    zieht aus mit Schwert und Geld.

     

    Bald kommt er an 'nen dunklen Ort,

    dort lebt ein böser Drach'.

    Ganz leise schleicht sich Holprich fort,

    bevor das Tier erwach'.

     

     

    „Das Untier ist mir doch zu stark,

    und sterben ist nicht fein.

    An Monstern ist es hier nicht karg,

    heut' lass' ich's lieber sein.“

     

     

    „Ach Hilfe gebt mir altem Greis!

    Seht dort auf meiner Wies',“

    so bittet ihn ein Alter leis':

    „dort steht ein großer Ries'.“

     

    Fürst Holprich sieht den Riesen an,

    der Riese blickt zurück.

    Bei diesem Anblick wird ihm bang,

    er tritt zurück ein Stück.

     

     

    „Das Untier ist mir doch zu groß,

    und sterben ist nicht fein.

    Führ' ich mein Schwert auch ganz famos,

    heut' lass' ich's lieber sein.“

     

     

    Ein Räuber zieht durch dieses Land,

    Fürst Holprich hinterher.

    Und als er ihn dann endlich fand,

    da freute der sich sehr.

     

    Der Räuber sprach: „Gib mir dein Geld!

    Sonst nehm' ich dein Leben!“

    Auch wenn's dem Fürsten nicht gefällt,

    hat er's hergegeben.

     

     

    „Der Unmensch ist mir doch zu grob,

    und sterben ist nicht fein.

    Ich hol' mir anderswo mein Lob,

    heut' lass' ich's lieber sein.

     

     

    Des Nachts legt sich der Fürst zur Ruh'

    und schließt seine Augen.

    Doch ist das Fenster nicht ganz zu -

    will ihn wer berauben?

     

    Ein Kobold steigt durch's Fenster ein,

    Sucht etwas zum Essen.

    Berührt den Fürsten sanft am Bein,

    der läuft wie besessen.

     

     

    „Dies Wesen ist mir doch zu frech,

    und sterben ist nicht fein.

    Mit Monstern hab' ich immer Pech,

    heut' lass' ich's lieber sein.“

     

     

    In seinem Krug, man glaubt es kaum,

    da sitzt 'ne kleine Maus

    Laut brüllt Fürst Holprich in den Raum:

    „Der mach' ich den Garaus!“

     

    Die kleine Maus beißt wirklich fest,

    den Fürsten in den Zeh'

    frisst noch ganz schnell den Kuchenrest,

    und flieht dann in den Klee.

     

     

    „Ein Held zu sein ist wirklich schwer,

    und Schmerzen sind nicht fein.

    Jetzt ist auch noch mein Bierkrug leer,

    ich lass' für immer sein.

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