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    Beitrag zum Thema des Monats April 2013 – Die Inseln unter den Westwinden


    Beitrag zum Thema des Monats April 2013 – Die Inseln unter den Westwinden

    Eine Sammlung von Ideen zum Volk der Inseln und ihrer Lebensweise

     

     

    Anmerkung:

    Dies ist das erste Mal, dass ich mir über einen so umfassenden Themenkomplex wie ein komplettes Volk und seine Lebensweise Gedanken gemacht habe. Entsprechend lückenhaft wird diese Sammlung auch sein, wofür ich schon jetzt um Nachsicht bitte. Beim Schreiben habe ich gemerkt, wie viel Aufmerksamkeit und Einfallsreichtum die Erschaffung eines neuen Volkes kostet und mit jedem Tag, den die Ausarbeitung auf meinem Rechner liegt, wächst sie und immer wieder fallen mir kleine Details ein, die es einzuordnen gilt.

    Daher glaube ich kaum, dass die Arbeit mit Einstellung ins Forum zum Beitrag des Monats April 2013 abgeschlossen sein wird. Sie wird eher eine Momentaufnahme, eine Ideenfundgrube, darstellen und kann mit Sicherheit in Zukunft noch deutlich erweitert werden. Sowohl von mir, als auch von Euch, sollte Interesse bestehen. Vielleicht wird sogar das komplette Konzept umgeworfen und neu geschrieben, wenn sich herausstellt, dass meine Ideen absolut nicht geeignet sind. Auch das wäre OK, es ist ja, wie gesagt, mein erster Versuch.

    Also nehmt meine Skizzierung der Insulaner bitte als Vorschlag und grobe Sammlung an Ideen und nicht als abgeschlossene Ausarbeitung eines Volkes mit allem, was dazu gehört.

    Vielen Dank und viel Spaß beim Lesen.

     

    LG Anjanka

    PS: Wie immer gibt es die Ausarbeitung auch als .pdf im Anhang. ;)

     

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    Grundannahme:

    Die abgelegene Lage der Inseln unter den Westwinden hat diese vor den anderen Völkern MIDGARDs weitestgehend unentdeckt – und damit unberührt – bleiben lassen. Das Volk der Inseln konnte seine Kultur ohne beeinflussende äußere Einmischung Fremder entwickeln und blieb auch von den Wirren des Krieges der Magier verschont.

     

    Über die Jahrhunderte entwickelte sich so ein friedfertiges Inselvölkchen mit jeweils einem vom Volk gewählten Anführer pro Insel. Diese Anführer sind oft zugleich Druiden – als weise geltende, alte Männer, die ihr Leben lang hart gearbeitet, Wissen angesammelt und sich den Respekt ihrer Mitinsulaner verdient haben.

    Ein Anführer bleibt solange Anführer, bis ein geeigneter Nachfolger auf die Bildfläche tritt und das Volk und der amtierende Anführer in langen Diskussionen und Abstimmungsrunden der übereinstimmenden Meinung sind, dass jener Nachfolger der neue Anführer werden soll.

    Dadurch kann es sein, dass ein Anführer über Jahrzehnte herrscht und ein anderer nur ein Jahr lang dieses Amt ausführt. Je nach Eignung und Wille des Volkes.

     

     

    Aussehen und Kleidung:

    Die Insulaner erscheinen vom Körperbau her wie eine Mischung aus Elfen und Menschen, bei der der menschliche Teil dominanter war – sie sind kleiner als normale Elfen (ca. 1,50 – 1,70m) und haben auch nicht deren ausgeprägte Ohrenform.

    Dafür sind sie durchweg sehr schlank und haben wohlgeformte Körper und Glieder. Ihre Gesichter sind schmal und schön anzusehen, ihre Augen selbst im Erwachsenenalter kindlich rund und groß.

    Da das Klima der Inseln ganzjährig sommerlich warm und sonnig ist, sind ihre Körper gebräunt und Kleidung wird nur zur Zierde, aber nicht zum Schutz vor der Witterung getragen.

     

    Die Frauen dieses Volkes – das keinen speziellen Namen für sich selbst hat, da es nie notwendig war, sich von anderen abzugrenzen und hervorzutun – tragen gern lange Bänder aus dem Fell kleiner Nagetiere, die mithilfe verschiedener Beeren gefärbt werden.

    Je bunter die Bänder, desto höher das Ansehen derjenigen, die sie trägt, denn Beeren dienen neben dem wenigen Nagetierfleisch und den Erträgen aus dem Meer als Nahrungsquelle und wer es sich leisten kann, sie nur zum Färben zu verwenden, muss folglich ein gutes Auskommen haben.

     

    Bei den Männern haben sich ungefärbte, aber dafür seltenere Felle (z.B. von den schwer zu fangenden Raubtieren der Inseln) durchgesetzt, die dann meist als eine Art Zeichen ihrer Jagdfertigkeiten um die Oberarme und Oberschenkel geschlungen werden.

     

    Nacktheit macht weder den Frauen noch den Männern dieses Volkes etwas aus, daher bemühen sie sich selten, ihre Blößen zu verdecken. Tun sie es doch einmal, hat das oft ganz andere Gründe, als dem für andere Völker Offensichtlichen.

     

    Die meisten Insulaner sind sehr geschickte Taucher und neben den bunten Bändern sind auch Perlen- und Korallenketten bei den Frauen sehr beliebt. Hat sich eine Frau in einen Mann verliebt und will ihn auf sich aufmerksam machen, verziert sie seine Felle mit Perlen und Korallen, die sie aus ihrem eigenen Vorrat entnimmt. Trägt er diese dann, weiß sie, dass er ebenfalls Interesse an ihr hat und ihre Kunstfertigkeit ehrt.

    Will ein Mann um eine Frau werben, oder den Bund mit ihr besiegeln, bringt er ihr die prallsten und schönsten Beeren, derer er habhaft werden kann. Trägt sie dann neu gefärbte Bänder, weiß er, dass seine Mühen erhört wurden. Hat sie ihm vorher bereits ein oder mehrere Felle verziert, steht dem Glück des Paares nichts mehr im Wege.

     

    An den Füßen tragen Männer wie Frauen eine aus pflanzlichen Materialien gefertigte Art Sandalen, in ihre Haare – die sie lang und offen tragen – flechten sie die Federn der heimischen Vogelarten.

     

    Zu festlichen Anlässen wie Namenstagen, Siedlungstreffen, der Wahl eines neuen Anführers und dem Einführungsritus der Kinder ins Erwachsenenleben, bemalen sich die Insulaner mit verschlungenen Symbolen und legen alle sonstige Zierde komplett ab.

    Die Symbole werden von Generation zu Generation weitergegeben und stellen die einzige Art von Schriftsprache auf den Inseln dar. Von Zeit zu Zeit erkennt einer der Druiden den tieferen Sinn in einem neuen Symbol und gibt es an sein Volk weiter.

    Die Symbole gibt es in allen möglichen Farben, die die Insulaner aus Beeren (und selten dem Blut der Beutetiere) herstellen und segnen ihren Träger mit all den Dingen, die sie bedeuten. Ein grüner Kreis mit gewellten Linien darin bedeutet zum Beispiel „Leben“ – ein beliebtes Symbol bei allen Insulanern.

     

     

    Jäger und Sammler:

    Die Insulaner leben hauptsächlich vom Meer und dessen Bewohnern, zusätzlich sammeln sie alles, was ihre Inseln ihnen an Nahrung und Rohstoffen bieten können und jagen die einzigen lohnenden Beutetiere – kaninchengroße Nager, die wie eine Mischung aus Erdmännchen (aufrechte „Hab-Acht-Haltung“, Vorderläufe, Kopfform) und Kaninchen (lange Löffel und Stummelschwanz sowie kräftige Hinterläufe) aussehen.

     

    Die Inseln sind auch Heimat zahlreicher Vogelarten, die stets für eine entsprechende Geräuschkulisse sorgen, die sich die Insulaner bei der Jagd zu Nutze gemacht haben – sind sie einer Kolonne der Nager auf der Spur und wollen ihr Vorgehen koordinieren, ohne die Beute zu verschrecken, nutzen sie Signale aus Zwitscherlauten, die nur ein Eingeweihter als Jagdsignale erkennen würde.

     

    Neben Vögeln und Nagern gibt es auch kleinere Raubtiere wie Wildkatzen, Füchse, Luchse, Marderartige und eine kleine Rasse Wildhunde. Diese Tiere werden aber nie groß genug, um den Insulanern eine Bedrohung zu werden und leben meist weit von den Siedlungen entfernt.

     

    Auch Reptilien, Insekten und Spinnen gibt es natürlich in großer Zahl, aber auch von ihnen droht selten wirkliche Gefahr, auch wenn einige giftige Arten auf den Inseln vorkommen.

     

     

    Kultur und Struktur:

    Die Siedlungen sind sehr offen gehalten und in die Natur eingebettet – ein Baum wird eher in die Behausung integriert, als gefällt. Was die Natur ihnen bietet, nutzen die Insulaner auch, ohne sie sich ihrem Willen völlig Untertan zu machen.

    Dadurch sind die einzelnen „Gebäude“ einer Siedlung recht weit verstreut und ohne nennenswerte Infrastruktur errichtet worden. Auch Zäune und Schutzwälle sucht man vergebens – das Volk der Inseln unter den Westwinden musste sich nie gegen größere Raubtiere oder andere Völker verteidigen, entsprechend sorglos leben sie.

    Die verschiedenen Siedlungen der Inseln bleiben meist für sich, dennoch treffen sich die Insulaner ab und an, um Wissen und Nahrung auszutauschen.

    Nennenswerte Kriege oder Feindseligkeiten hat es in ihrer langen Geschichte nie gegeben – von Einzelpersonen abgesehen, die aus Neid, Zorn oder anderen individuellen Gründen zur Gewalt gegriffen haben. Aber solche Vorfälle blieben selten – das Volk der Inseln unter den Westwinden ist friedliebend und genügsam.

     

    Die Kultur der Inseln hätte schon deutlich fortschrittlicher sein können, hätten die Insulaner Kontakt zu anderen Völkern gehabt. So aber mussten sie sich alles, was sie haben und wissen selbst erarbeiten und manche Bereiche des Fortschritts werden ihnen vermutlich so lange vorenthalten bleiben, bis waghalsige Seefahrer die Inseln entdecken und Handel sowie kultureller Austausch stattfinden werden.

    Bis dahin kann man die Kultur der Insulaner mit der von typischen Naturvölkern vergleichen – sie haben sich aus Stein, Holz und Horn Werkzeuge und Waffen herstellen können. Sie wissen, wie man das Fell der getöteten Beute verwertet und sind wahre Meister des Fischfangs mit dem Speer.

    Außerdem wissen sie längst um die Herstellung aller wichtigen Gebrauchsgegenstände und sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, neue Materialien (die ab und an angespült werden) in ihre gewohnten Prozesse einzubinden.

     

    Glaube:

    Ähnlich der Elfen glauben die Männer und Frauen der Inseln unter den Westwinden nicht an die Allmacht irgendwelcher Götter, sondern verehren die Natur und die Inseln selbst, da diese ihnen das Leben ermöglichen, welches sie führen.

    Alle Lebewesen werden gleichermaßen respektiert und geehrt, wodurch sich als Religiöse Führer auf den Inseln vor allem Schamanen und Druiden hervorgetan haben.

     

    Die wenigen Druiden sind oder werden häufig zugleich die Anführer, da sie die größte Weisheit und Umsicht ausstrahlen und viel über die Natur und alle Lebewesen der Inseln wissen. Natürlich haben sie ihr Leben nicht nur mit der Beobachtung der Tiere und Pflanzen verbracht, sondern auch wie alle anderen Nahrung gesammelt und gejagt, allerdings haben sie dabei mehr über die Natur gelernt als andere und konnten sich daher immer wieder deutlich hervortun. Ihr Rat wird allerorten sehr geschätzt und stets befolgt.

     

    Schamanen gibt es häufiger – beinahe jeder Siedlung steht ein Schamane mit Rat und Tat zur Seite und hilft seinem Volk, sich der Natur und ihrem Umfeld gegenüber angemessen zu verhalten. Damit die Siedlung, und im größeren Rahmen die Inseln, die Jahrhunderte auch weiterhin überdauern können.

    Meist suchen sich die Schamanen ihr Totem unter den üblichen Tieren der Inseln – wie etwa die weit verbreiteten Nager, aber auch Meerestiere und Vögel.

    Seltener sind Schamanen, die sich ein Raubtier als Totemtier wählen (oder von diesem erwählt werden). Diese Schamanen neigen dann eher als andere dazu, auf die Jagd zu gehen und „ihre“ Insulaner zu Jägern auszubilden.

    Diese gut ausgebildeten Jäger sind dann oft diejenigen, denen es gelingt die seltensten Felle zu ergattern und die sich und die ihren am leichtesten versorgen können. Daher sind ihre Siedlungen auch am reichsten. Entsprechend beliebt sind sie als Tauschpartner für alle anderen Siedlungen.

     

     

     

    Interessante Details:

    Über die Zeit hat es sich bei den Insulanern eingebürgert, die Zwitscherlaute der Jagdsignale auch als eine Art Zweitsprache zu nutzen – immer dann, wenn um etwas nicht viele Worte gemacht werden muss und das, was vermittelt werden soll, mit dem begrenzten Repertoire der „Vogelsprache“ abgedeckt werden kann.

    So kann es passieren, dass der schrille Warnruf eines Vogels mitten in einer Siedlung der Insulaner ertönt, weil ein Kind kurz davor stand sich am Feuer die Finger zu verbrennen.

     

    Da es auf den Inseln keine größeren Tierarten gibt, kennen die Völker hier keinerlei Reittiere oder größere Nutztiere wie Rinder, Ziegen und Schweine. Dafür haben sie über die Zeit eine Pflanze gezüchtet, deren Früchte innen hohl und mit einem Saft gefüllt sind, der ähnliche Eigenschaften wie Kuhmilch aufweist. Damit lassen sich sogar Speisen kreieren, die normalerweise Milch erfordern.

    Auch einige Getreidesorten kennen die Insulaner und bauen sie gerne an, um ihren Speiseplan auszubessern.

     

    Nutztiere in dem Sinne halten sie sich nicht – aber die vielen Vogelarten der Inseln haben es den Bewohnern angetan und so gibt es nicht wenige Behausungen, in denen liebevoll gestaltete Vogelnester auf einen Interessenten aus der Natur warten – gern wird die Entscheidung durch Körner und Nüsse leichter gemacht.

    Hat sich einmal ein Vogel im Heim eines Insulaners niedergelassen, kehrt er – oder einer seiner Nachfahren – immer wieder dorthin zurück und erfreut die Bewohner mit seinem Gesang. Manche Insulaner haben bis zu zehn Nester in ihrem Haus und den gelehrigen Vögeln sogar ein paar Melodien beigebracht, die diese begeistert nachzwitschern.

    Man könnte also sagen, dass Vögel die Barden der Inseln unter den Westwinden sind.

     

    Ab und an kommt es vor, dass einer der Wildhunde – eine kleine, drahtige Rasse, die sich auf den Fang der Nager spezialisiert hat – als Welpe von einem Insulaner gefunden und aus Mitleid gefüttert wird. Der Hund gewöhnt sich mit der Zeit an seinen Retter (und umgekehrt) und eine beidseitige Freundschaft beginnt, die beiden großen Nutzen bringt, können sie sich doch in vielen Belangen gegenseitig unterstützen (vor allem auf der Jagd).

    Niemals aber würden die Insulaner diese Verbindung erzwingen – etwa durch das Einfangen und gezielte Züchten anderer Wildhunde. Sie nehmen immer nur die zu sich, die ohne diese Hilfe nicht überleben würden oder von ihrem Rudel ausgestoßen wurden.

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