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Anyanka - Eine Mentorin für graue Hexen/Hexer


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Langsam sollte ich mal die Mentorin für meine Hexe entwerfen, die ist schon Grad7... :) Freu mich auf Eure Kommentare!

 

In den nahen Chaosebenen existiert ein Geschlecht von Dämonen, das die Macht der Rache benutzt, um Einfluß auf Midgard zu nehmen. Der oberste dieser Dämonen ist der D'Hoffryn.

 

Er besucht Menschen (und andere rachsüchtige Wesen), wenn er meint, sie seien bereit, ihm als Rachedämon zu dienen. Voraussetzung dafür sind neben ausgeprägtem Ehrgeiz, Intelligenz und Zaubertalent vor allem die Bereitschaft, für sich selbst und andere Rache zu üben. Meist findet solch ein Treffen statt, wenn die Person gerade extrem rachsüchtig ist.

 

Stimmt die Person zu (der D'Hoffryn zwingt niemanden!), so macht er sie zu einem Halbdämon und gibt ihr die Fähigkeit, Wünsche zu erfüllen, neben anderen magischen Fertigkeiten. Zum Beispiel kann ein Rachedämon beliebig zwischen ihrer alten Gestalt und der des Halbdämons wechseln.

 

Einer dieser Rachedämonen ist Anyanka; sie schaffte es vor über tausend Jahren aus eigener Kraft, ihren untreuen Ehemann in einen Troll zu verwandeln und stimmte danach dem Angebot des D'Hoffryn zu, diese offensichtliche Begabung zu ihrem Lebensunterhalt zu machen. Seither ist sie als Rächerin der Betrogenen in Liebesdingen (meist Frauen, gelegentlich aber auch Männer) auf Midgard unterwegs. Sie ist sehr erfolgreich (und skrupellos), was ihr die neidische Anerkennung anderer Rachedämonen, aber auch Lob und zusätzliche Macht vom D'Hoffryn einbrachte.

 

Da frau aber nicht alles selber erledigen kann, rekrutiert sie ihrerseits Menschen (wiederum meist Frauen), die den oben genannten Voraussetzugen entsprechen, und stattet sie mit einem Teil ihrer Macht aus, um so die "Ernte" (alle Rachedämonen bis hinauf zum D'Hoffryn ernähren sich von befriedigten Rachegelüsten) zu vergrößern. Dabei ist es nicht nötig, zusätzliches Chaos zu stiften, im Gegenteil: Rachegelüste werden besonders stark, wenn die Handlung, die gerächt werden soll, einen festen gesellschaftlichen Rahmen bricht. (In einer chaotischen Gesellschaft, wo niemand sich auf den anderen verlassen kann und in der jeder jeden schlägt, hätte es keinen Sinn, sich rächen zu wollen. Viel größer ist der Rachewunsch, wenn Versprechen gebrochen werden, an die man geglaubt hat, und Bindungen getrennt, deren man sich sicher war.)

 

Regeltechnisch werden die Vertreter Anyankas (sie bezeichnen sich als "Anyankas Dornen" oder "Rachedornen" als graue Hexen respektive Hexer behandelt. Es gelten folgende Besonderheiten:

1. Ein "Dorn" spürt starke Rachegelüste in einem Bewohner Midgards, wenn er mit ihm in einem Raum ist. Er merkt dabei auch, ob der Rachedurst frisch ist oder seit langem schwärt und kann die Person auch erkennen.

2. Ein Bewohner Midgards, der starke Rachegefühle hegt, die sich auf Liebesdinge beziehen (er/sie ist von einer geliebten Person betrogen/verlassen/benutzt worden oder glaubt es), spürt die Anwesenheit eines "Dorns" und erkennt ihn auch als eine Person, die helfen kann, den Wunsch nach Rache zu erfüllen.

3. Ein "Dorn" wird immer versuchen, einer Bitte um Hilfe bei der Erfüllung einer "Rache in Liebesdingen" zu entsprechen, darf sich allerdings aussuchen, ob er seinerseits eine Person anspricht und ihr Hilfe anbietet.

 

Lehnt er eine Bitte ab, wird er sich vor Anyanka dafür rechtfertigen müssen.

4. Ein "Dorn" wird sich und seine Macht nicht freiwillig zu erkennen geben, erst recht nicht öffentlich. Daher sind die Mittel der Wahl meist Intrige und Konspiration, aber auch Flüche und Zauber, die der "Dorn" wirken kann, ohne als Urheber erkannt zu werden. Anyanka lehrt keine Sprüche der physikalischen Offensivmagie (Feuerkugel, Blitzeschleudern, Dämonenfeuer, Donnerkeil, Frostball, Elfenfeuer, Wasserstrahl...).

 

Dafür werden folgende Sprüche von Standard- zu Grundzaubern:

Macht über die Sinne

Schlaf

Macht über die belebte Natur

Schwarm

Ungeheuer rufen

Macht über magische Wesen

Verfluchen

Schrumpfen

Vertieren

Namenloses Grauen

Versetzen (da Anyanka sich selbst in Sekunden überallhin versetzen kann)

Verzweiflung

Lähmung

Versteinern

Verwandlung

 

Ausnahme- zu Standardzauber:

Macht über Menschen

 

(Joss Whedon möge mir verzeihen... *g*)

 

Präzise: Die Buffy-Charaktere "Anyanka" und "D'Hoffryn" sind © 20th Century Fox Television und Joss Whedon!

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Das erinnern mich doch sehr an die Herren der Sieben, die Kinder Camasotz, welche sich unter anderem von Liebe und Hass ernähren.

 

Eine solche Mentorin sollte von der Ebene der Finsternis stammen, denn Rache ist ein doch sehr negativ besetztes Gefühl und sich davon zu ernähren kommt mir widerlich vor.

 

Vor allem die Verwandlung in einen Dämon scheint mir nicht so harmlos, als daß diese nur der Chaosebene zugeschrieben werden sollte.

 

 

Auf der anderen Seite gibt es unter den Göttern eines Pantheons immer auch einen, der für die Vergeltung zuständig ist.

 

Alternativ könnte diese Mentorin eine Dienerin der zuständigen Gottheit sein, aber damit ist einer grauen Hexe natürlich ebenfalls nicht geholfen.

 

 

Das "Erkennen von Rachebesessenen" könnte man zu einem permanenten EvR machen, ähnlich dem EdA der Elfen.

 

Das "Erkennen von Verstehenden" sollte vielleicht nicht automatisch funktionieren, aber wenn doch, was erkennen andere, steht diesen ein verdeckter EW: Menschenkenntnis zu?

Z.B. würde dann eine dritte Person bemerken können, daß sich da zwei auf Anhieb blind verstehen?

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Das erinnern mich doch sehr an die Herren der Sieben, die Kinder Camasotz, welche sich unter anderem von Liebe und Hass ernähren.

 

Eine solche Mentorin sollte von der Ebene der Finsternis stammen, denn Rache ist ein doch sehr negativ besetztes Gefühl und sich davon zu ernähren kommt mir widerlich vor.

Vor allem die Verwandlung in einen Dämon scheint mir nicht so harmlos, als daß diese nur der Chaosebene zugeschrieben werden sollte.

Ach Jürgen, Du bist immer so ein moralischer Saubermann! ;)

Für die Ebenen der Finsternis sind Absicht und Wirkung der Rachedämonen nicht chaotisch genug.

Außerdem sind Menschenopfer und die Verwandlung von Menschen in andere Dinge (Orkamurai) ja wohl noch widerlicher, aber willst Du deshalb Nahuatlan und KanThaiPan in die Ebenen der Finsternis verbannen? :)

 

Auf der anderen Seite gibt es unter den Göttern eines Pantheons immer auch einen, der für die Vergeltung zuständig ist.

 

Alternativ könnte diese Mentorin eine Dienerin der zuständigen Gottheit sein, aber damit ist einer grauen Hexe natürlich ebenfalls nicht geholfen.

Stimmt

 

Das "Erkennen von Rachebesessenen" könnte man zu einem permanenten EvR machen, ähnlich dem EdA der Elfen.

Du meinst, der "Dorn" sitzt in der Kneipe und brennt ´nen AP durch die Linse, um zu sehen, wer seine Hilfe benötigen könnte? Finde ich nicht so stilvoll wie ein bißchen Empathie...

 

Das "Erkennen von Verstehenden" sollte vielleicht nicht automatisch funktionieren, aber wenn doch, was erkennen andere, steht diesen ein verdeckter EW: Menschenkenntnis zu?

Z.B. würde dann eine dritte Person bemerken können, daß sich da zwei auf Anhieb blind verstehen?

Sie verstehen sich nicht auf Anhieb blind. Sie wissen nur "Der da braucht Hilfe" respektive "Der da könnte mir helfen", ohne Details zu wissen.

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Ja nun, Krayon!

 

Also sollte ein unbeteiligter Kneipengänger dann doch auch etwas erkennen können.

A erkennt B als hilfebedürftig und B erkennt A als hilfsbereit oder potentielle Helferin.

Das könnte dem aufmerksamen Kneipengänger auffallen.

 

Du meinst in der Art, wie es einem unbeteiligten Kneipengänger auffällt, dass sich zwei Freunde erkennen?

Ich würde es hier ja eher als unbewußtes erkennen auffassen. Eher als: Man sitzt dann wie zufällig nebeneinander und kommt leichter ins Gespräch. Ich glaube nicht, dass das jemand Außenstehenden zwingend auffällt...

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(Joss Whedon möge mir verzeihen... *g*)

Ja, Marc, tut es. Steht ja auch indirekt da.

Ich habe es schon selber gemerkt. Nur wollte ich meinen Beitrag nicht komplett löschen.
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Ich würde vor der Rache ansetzen, evtl. wie früher "schmerzen spüren". Das heißt die Hexe erkennt eher, das jemand so verletzt ist, dass sie für ihn die Erfüllung der Rache übernehmen kann. Die betroffenen Person muß bis zum auftreten der Hexe evtl. noich gar nicht darüber im klaren sein, dass sie Rache üben möchte und kann. Im Rollenspiel stellen sich da dann ganz andere Herausvorderungen.

 

Gruß Myrdin

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Danke für die Meinungen! Der gute Jürgen hat die Diskussion mal wieder ein bißchen vom Wege abgeführt... :-p

Aber um darauf nochmal kurz einzugehen, eigentlich möchte ich das gar nicht in Regeln packen (weder Zauberspruch noch Fertigkeit). Das ist eine Sache, die der Spielleiter entscheiden muß, denn bei anderen Mentoren muß er auch willkürlich eingreifen, um den Schützling (wie heißt das Gegenstück zum Mentor?) in die Richtung zu lenken, die der Mentor möchte.

Und wenn der SL meint, daß ein Dritter auf die Kontaktaufnahme aufmerksam werden soll... soll er. :)

 

Hm... nochmal drüber nachdenken... Myrdin, wo finde ich den Zauber "Schmerzen spüren"?

 

Was meint Ihr zu den Regelungen bezüglich der Zauber? Und: ist so ein Mentor von der Art her (Halbdämon etc.) "Offiziellen-konform"?

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So, ich hab mir noch ein paar Gedanken gemacht.

 

Zuerst die Zauberänderungen:

Standard- zu Ausnahmezauber

Frostball

Feuerkugel

Steinkugel

Feuerlanze

Blitze schleudern

Elfenfeuer

Wasserstrahl

Donnerkeil

Auflösung

 

Grund- zu Ausnahmezauber

Dämonenfeuer

 

Zweitens das "Erkennen von Rachedurst"...

Ich denke, eine Abwandlung von "Erkennen von Besessenheit" ist angemessen, die der "Dorn" äquivalent zum Elfen-EdA für 1 AP automatisch erfolgreich anwenden kann. Statt auf besessene Wesen oder Objekte reagiert der Spruch eben auf Personen, deren Rachedurst (ausschließlich bezüglich Liebesdingen!) ihnen kaum Raum für andere Gedanken läßt oder die von der geliebten Person derart enttäuscht sind, daß der "Dorn" den Rachedurst wecken kann.

Anders herum muß es natürlich weiterhin automatisch funktionieren, d.h. der Rachesuchende spürt die Anwesenheit des "Dorns" und hat instinktiv das Gefühl, daß ihn diese Person versteht und ihm auch helfen kann.

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  • 3 months later...
  • 11 months later...

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    • By Tuor
      Da es Dämonen gibt, die Lehrmeister für Weiße Hexer sein können, wird es wohl auch "liebe" Dämonen geben.
       
      Moderation :
      Diese Diskussion war der Anstoß zu dir nun folgenden...  
      Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
    • By Yon Attan
      Hi
       
      Mich würde mal interessieren, welche Mentoren/Lehrmeister eure Spielercharaktere so haben. Das Ankreuzen mehrere Optionen ist möglich
       
      Schreibt auch gerne noch hier in den Thread, ob das Verhältnis zwischen Hexer/Beschwörer und Mentor/Lehrmeister bei euch "ausgespielt" wird oder ob es sich im Wesentlichen durch den Eintrag auf dem Charakterblatt erschöpft
       
      Mfg    Yon
       
      PS: Die Liste ist grundsätzlich alphabetisch, nur Der Fürst der Flamme, Der Heilige Eocan vom Stab, Die Schneekönigin und Die Wahrerin des Wassers sind bei "D" einsortiert.
    • By Arenimo
      In letzter Zeit bin ich immer wieder über eine Frage gestolpert die (so glaube ich zumindest) auch im Meister der Sphären nicht dirket behandelt wird:*
       
      Was machen Dämonen, Elementare und das ganze Gewürm eigentlich den lieben langen Tag, wenn sie gerade nicht beschworen werden?
       
      In den Regeln wirkt es so, als ob diese Wesen stets untätig auf ihrer Existenzebene rumsitzen und nur darauf warten, endlich von einem Beschwörer nach Midgard bzw. Myrkgard geholt zu werden.
      Aber... haben diese Wesen keinen normalen Tagesablauf? Arbeiten intelligente Dämonen? Essen sie? Schlafen sie? Werden sie krank und sterben sie? Haben sie eine Familie, die evtl. ein wenig verstört wirkt, wenn Papi (wieder mal) abends nicht auftaucht weil er von irgendeinem Beschwörer geknechtet wurde?
       
      Ebenfalls recht eigenartig erscheint mir die allgemeine Darstellung von Dämonenfürsten bzw. Mentoren: Denen scheint ihre eigene Welt immer viel zu wenig Platz und Probleme zu bieten, sodass sie sich bei der erstbesten Gelegenheit mit Freuden nach Midgard begeben um dort irgendwelche "Interessen" zu verfolgen... Nur, was sind das eigentlich für Interessen?
      Klar, ist unser Dämon ein finstrer Bösewicht oder ein toller Liebewicht braucht man nicht unbedingt weitere Motive. Aber was genau wollen all die vielen ziemlich neutralen Däomenfürsten bzw. Elementarmeister eigentlich mit Midgard? Sind die wirklich so scharf auf die paar Schätze und mag. Gegenstände die es hier zu finden gibt? Und ist denen zuhause wirklich so langweilig?
      Was bewegt einen (neutralen) Dämon dazu, sich einen grauen Hexer als Schüler auszuwählen? Menschliche Adelige zeigen ja auch nicht automatisch größtes Interesse daran, was auf der anderen Seite Midgards (geschweige denn in Sphäre XYZ) vor sich geht...
       
      Ja, natürlich, das hängt alles von den konkreten Dämonen/ Elementaren, ihrer Intelligenz etc ab. Aber derzeit erscheinen mir diese tw. doch recht intelligenten und wichtigen Wesen noch eindimensionaler als so manches Reitpferd. Vom Pferd weiß man wenigstens, was es frisst und ob es schläft...
       
      Also, wenn ihr Beispiele/Ideen für etwas mehr Leben auf anderen Sphären kennt bzw. wenn ihr Vorschläge zur Motivation von Dämonenfürsten und Elementarmeistern habt: Jetzt wisst ihr, in welchem Strang ihr sie posten könnt. ;-)
       
      Grüße,
      Arenimo
       
      ________________
      *) Ich muss ehrlich zugeben, dass ich im M.d.S. nicht nach dieser konkreten Frage gesucht habe. Wenn es im Buch eine Antwort gibt, würde ich daher um die entsprechende Stelle bitten.
    • By Grad 5
      Hallo allerseits. Mir ist mal eine Frage aufgekommen. Ich selbst spiele zwar einen Hexer aber dieser hat Mentor sowie Glauben. Dies scheint eine Ausnahme zu sein. Irgendwie hab ich da was verpasst. Wenn ein Hexer den Zielen seines Mentors erfolgreich nachgeht; bekommt er dann auch (manchmal) so etwas wie Göttliche Gnade (GG)? Da ich mich selten mit anderen Hexern als mit meinem Beschäftige kann es natürlich gut sein das ich hier völligen blödsinn geschrieben habe. In diesem Fall möchte ich mich dafür entschuldigen.
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