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Zwei meiner Spielerinnen möchten in Sinda/Mokattam ein Geschäft für Zauberutensilien eröffnen. Die Lizenzen mit der Gilde sind geklärt und mit Nasser Bedr'ussuman haben sie wohl einen zuverlässigen Lieferanten für Materialien aller Art an der Hand. Das Regelwerk liefert mir nun an dieser Stelle einige Anregungen füer Kosten des Ladens, einer Angestellten, der Steuern & Zölle - jedoch habe ich keinerlei Vorstellung, wieviel so ein Laden pro Monat an Reingewinn abwerfen würde?

 

Habt ihr da Erfahrungen in dieser Richtung sammeln können und könnt mir einige Anhaltspunkte liefern?

 

Gruss

Marcell

 

 

 

 

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Bitte kennzeichne Hinweise auf NSC aus offiziellen Kampagnen doch mit einem Spoiler bzw nimm sie aus dem Text heraus. Das erhält den Spielspaß anderer Spieler und Spielleiter!

 

lendenir

 

Zu deiner Frage habe ich ebenfalls keine genaue Vorstellung. Es kommt meiner Meinung nach darauf an, wie du dir Sinda bezüglich der Infrastruktur vorstellst, wie stark die Konkurrenz ist und was für Zaubermaterialien besorgt werden!

 

 

 

 

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Hi Lendenir,

 

ups...da habe ich doch den guten Nasser preisgegeben! Sorry! Da er in anderen Threads ("wer ist der mächtigste Zauberer Midgards?") mit ähnlicher Selbstverständlichkeit genannt wird, bin ich davon ausgegangen, dass die Kenntnis seiner Existenz schon so etwas wie Midgard-Allgemeinbildung ist und keinerlei Spoiler für irgendwen darstellt. Kommt aber nicht wieder vor wink.gif

 

Zum Thema: Es geht gar nicht um eine derart detaillierte Ausarbeitung, ich möchte nur einschätzen können, wieviel Ertrag ich meinen Spielern fairerweise zugestehen könnte.

 

Gruss

Marcell

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Ich würde einmal im Monat mit einem w% würfeln lassen, das legt den Goldbetrag fest, der als Gewinn erzielt wird, einfach und es kann nicht mehr als hundert GS bringen.

Weil ich für mich entschieden habe das Midgard keine Wirtschaftssimulation sein soll und weil ich denke ein Abenteurer verdient sein Haupteinkommen mit "abenteurern".

Aber das ist meine spezielle Meinung^^

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Ich würde das davon abhängig machen, wieviel Energie die Spielerin in diese Idee steckt und wie gut sie das in passenden Momenten ausspielt. Den W% würde ich auch machen lassen, aber ggf. ergänzt um einen faktor der dann für das entsprechende Verhalten vergeben wird.

 

 

Barmont, der seinen Spielern gerne solche Möglichkeiten einräumt.

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Ich möchte euch nicht mit Rechenbeispielen langweilen, doch kann ein Reingewinn, je nach Lage (z.B. Großstadt) deutlich höher sein als 100 GS.

Wenn man sich die Preise für Zauberutensilien ansieht, die Herstellung von den Spielercharakteren übernommen werden kann, einen Angestellten eingerechnet...

Naja, W% dürfte zu wenig sein.

Handelt es sich um ein Dorf, in dem der Kräuterladen steht, dann ist das wieder etwas vollkommen anderes. Leider können ich dir dazu keine exakte Angabe machen. Ich persönlich habe immer ein bisschen herumgerechnet, mit Zahlen gespielt und habe dann einen festen Betrag errechnet. Das is im Endeffekt weniger Arbeit, als für jeden Monat neu auszuwürfeln, wieviel dann übrig bleibt.

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Aus meiner Sicht ist es eigentlich unmöglich als aktiver Char ein derartiges Geschäft zu führen. Wenn man allerdings die Einrichtung kauft und Beziehungen spielen lässt und schließlich NSC den Laden führen lässt, wäre ich mit dem W % wie es Xmax vorgeschlagen hat auch voll einverstanden.

 

 

PS:Also den Namen Nasser Bedr`Ussuman zu nennen, sei es auch mit Sinda gekoppelt ist doch kein Spoiler nötig, das weiß doch jedes Kind in Eschar, wo der sich aufhält...

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Die W% Lösung wäre natürlich eine einfache und somit gar nicht schlecht, wobei ich auch denke, dass ein solcher Laden in einer Stadt wie Sinda schon mehr abwerfen könnte...

 

Meine Gedanken zu dem Thema gehen eher in die Richtung: welche Faktoren muss ich alle berücksichtigen (Kosten für den Laden, Grundsteuer, Kosten für NsC, Gewinnspanne, Abgaben an die Gilden, Konjunktur, etc.)...nicht, dass ich das Ganze wirklich derart exakt berechnen wollte, es interessiert mich nur theoretisch, welche Faktoren man in Relation setzen müsste...also: wo sind die BWLer und VWLer unter den Midgard-Spielern... biggrin.gif

 

Gruss

Marcell

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Kurz zur Nasser-Sache: Ich bin ja immer noch der Meinung, dass lieber ein Spoiler mehr als zu wenig gesetzt werden sollte. Nicht jede Spielergruppe weiß, was sie von dem Herren zu halten hat und gewisse Äußerungen könnten etwas implizieren.

Aber nun mische ich mich nicht mehr ein und lasse das Thema Thema sein...

 

lendenir

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Zitat[/b] (lendenir @ 18 Juli 2004,17:39)]Kurz zur Nasser-Sache: Ich bin ja immer noch der Meinung, dass lieber ein Spoiler mehr als zu wenig gesetzt werden sollte. Nicht jede Spielergruppe weiß, was sie von dem Herren zu halten hat und gewisse Äußerungen könnten etwas implizieren.

Aber nun mische ich mich nicht mehr ein und lasse das Thema Thema sein...

 

lendenir

Wenn du nix geschrieben hättest, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich dahinter ein Spioiler verbergen könnte. Nassers gibt's viele...

 

Zur Frage:

Ich würde einfach mal die ersten zwei Wochen mit den Spielern durchspielen und ihnen Kundschaft unterschiedlichster Art schicken. Nicht jedes Geschäft funktioniert von Anfang an, es gibt Konkurrenten, ob die Kundschaft so einfach bei Ausländern kauft etc. pp. All diese Fragen kann man spielerisch klären. Und den Spielern dabei zeigen, dass ein solcher Laden, wenn er Profit abwerfen soll, Zeit oder Personalkosten kostet. Ob sich das rechnet?

 

Hornack

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Zitat[/b] (Hornack Lingess @ 18 Juli 2004,18:06)]
Zitat[/b] (lendenir @ 18 Juli 2004,17:39)]Kurz zur Nasser-Sache: Ich bin ja immer noch der Meinung, dass lieber ein Spoiler mehr als zu wenig gesetzt werden sollte. Nicht jede Spielergruppe weiß, was sie von dem Herren zu halten hat und gewisse Äußerungen könnten etwas implizieren.

Aber nun mische ich mich nicht mehr ein und lasse das Thema Thema sein...

 

lendenir

Wenn du nix geschrieben hättest, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich dahinter ein Spioiler verbergen könnte. Nassers gibt's viele...

[...]

Bin halt paranoid, whatever! wink.gif

 

lendenir, wieder am lernen

 

 

 

 

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Habe mittlerweile mal folgende Rechnung aufgestellt:

 

Ein einstöckiges Haus oder eine entsprechende Wohnung in Sinda mit Verkaufsraum, Lager & Zimmer für einen NPC-Verkäufer (ca. 70 qm) würde ich mit 700 GS veranschlagen.

 

Dazu kommen noch folgende Kosten:

Grundsteuer  70GS/Jahr

Lohn NPC     280 GS/Jahr

Zölle,etc.     10% der Einnahmen

 

Bei einem Reingewinn von durchschnittlich 100 GS/Monat wären das

Einnahmen  1300 GS

Zölle          -130 GS

Sonst.        -350 GS

---------------------

Summe         820 GS

 

Das hiesse, jede der 2 investierenden Charaktere würde im ersten Jahr 350 GS in das Geschäft hineinstecken und nach 13 Monden 410 GS rausbekommen.

 

Eine weitere Überlegung wäre, dem Geschäft eine Anlaufzeit von 3 Jahren zuzurechnen, bis sich der Laden etabliert hat, etwa 200 GS/Person im ersten, 300 in zweiten und den vollen Gewinn im dritten Jahr.

 

Würdet ihr das als Spieler als fair empfinden, oder ist es sogar zu viel Gewinn (an der heutigen Realität gemessen ist es das sicherlich)??

 

Gruss

Marcell

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Du berechnest zwar Einnahmen, aber keine Materialkosten, ein Lager aufzubauen wird am Anfang auch schwer, außerdem muss ja weiter eingekauft werden.

 

Für was muss der Inhaber Zölle zahlen, die zahlt doch der Importeur. Was hast du gegen den unkomplizierten W%?

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Also der Inhaber zahlt Zölle für den Warenimport in die Stadt, in der sein Geschäft beheimatet ist. In diesem Fall importieren die Chars ihre Waren von einem Händler in der Nähe von Nansur ( wink.gif ) und müssen für den Import in Sinda Abgaben an den ansässigen Herrscher/Verwalter blechen.

 

Kosten für Materialien und den Aufbau und Erhalt eines Lagers würde ich normalerweise veranschlagen, jedoch haben die Chars dem Kalif von Mokattam den Arsch gerettet und erhalten daher Starthilfe in dieser Form.

 

Warum ich mir die ganzen Gedanken mache, statt einfach einen W% rollen zu lassen? Weil es mir hilft, mir selber eine Vorstellung von den Mechanismen eines solchen Geschäftes machen zu können und auch um den Chars ein lebendiges Bild ihres Unternehmens liefern zu können. Natürlich wäre ein W% einfacher und auch halbwegs realistisch und fair, aber ich fange halt lieber kompliziert an und vereinfache später wenn nötig... satisfied.gif

 

Gruss

Marcell

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  • 2 weeks later...

Es würde mich allerdings immer noch interessieren, was andere Spieler von der obrigen Aufstellung halten? Würde es euch als Spieler reizen, unter solchen Konditionen ein Geschäft zu eröffnen, oder bin ich zu grosszügig bzw. geizig?

 

Gruss

Marcell, der es versteht, seinen Topics wieder Gehör zu verschaffen. biggrin.gif

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Bei uns läuft das folgendermaßen ab.

 

Das Geschäft wird in Punkten P gewichtet. Ein Punkt P kann man für 200 Goldstücke kaufen. Jedes Jahr wird dann ein W% gewürfelt. Auf diesen werden Würfelmodifikationen angerechnet (zB Investition von 600 GS in Kontakte gibt +3 auf den W%).

 

Ist das Ergebnis über 50, so wächst das Geschäft um die entsprechende Anzahl Punkte P. Ist das Ergebnis unter 50, so ergibt sich eine negative WM von -100 und das Ergebnis wird von den Punkten P des Geschäftes abgezogen. Gleichzeitig wird mit einem W20 der Gewinn pro Jahr berechnet.

 

Gewinn = 1W20 x 200 GS x (Punkte P des Geschäfts) / 100

 

Im Schnitt macht das 10% Gewinn pro Jahr für die durchgeführte Investition. Allerdings ist durch den Wachstums-W% immer die Möglichkeit da, daßder Laden wächst bzw. komplett pleite geht und das ganze Geld futsch ist.

 

Achja man muss zu Anfang mindestens 50 P "kaufen", damit der Laden anläuft (also 10k GS investieren)

 

Würfelmodifikationen können alles mögliche sein und alle Umstände, die das Geschäft ankurbeln bzw kaputt machen. Das ist meistens ein Gefeilsche zwischen Spieler und Spielleiter, zusätzlich dem was der Spieler nochmal jährlich investieren will (gerade auch um seine Chancen zu erhöhen nicht die WM von -100 zu bekommen)

 

Wir haben dann noch eine Regelung wieviel Angestellte die Firma (welcher Grad, Klasse) hat gemäß ihre Größe in Punkten P. zB Könnte sie ab 400 P entweder einen Zauberer Grad 7 als Angestellten haben oder etwa 10 Grad 1 Kämpfer

 

Das System hat die Vorteile, daß man sich nicht mit Einzelkram wie Steuern, Zöllen, Löhnen etc rumärgern muss. Da definitionsgemäß alles mit den Würfeln und den punkten P abgedeckt ist. Gleichzeitig hat man ein sehr gutes Maß wie groß der Laden / Kontor ist. Auch ist es schön Investition und seine Auswirkung auf den Laden zu korrelieren (zB das Kleine Schiff für das Handelskontor im Wert von 2000 GS gibt einmalig die WM von +10. Hat man allerdings Pech und einen schlechten W% in dem Jahr, dann kann es sein, daß trotz der Investition der Laden nicht wächst, sondern schrumpft. Rollenspieltechnisch kann das so ausgelegt werden, dass neue Konkurrenz aufgetaucht ist die einem das Geschäft kaputt gemacht hat).

 

Alle "Gegenstände" (wie das Schiff zb) stehen dem Spieler/Inhaber natürlich zur Verfügung. Allerdings kann der Spielleiter festlegen, daß zB das Schiff gerade für die Erldigung eines nicht-ausgespielten Auftrages benötigt wird und wenn der Spieler es trotzdem anderweitig benutzen will, er dafür beim nächsten W% Wurf eine negative WM bekommt. Dadurch ist trotz steigenden Besitzes bzw steigender Anzahl Angestellter das Spielgleichgewicht eigentlich nie gefährdet.

 

Der Ausgang von Abenteuern, die mit dem "Laden" in Verbindung stehen, haben natürlich auch WMs zur Folge.

 

Nebu

 

 

 

 

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    • By Brandon Thorne
      Gumols Sammlung (Der Bart der Familie)
       
      1568 n.L.
      Die Stadt würde nicht zu halten sein. Schon jetzt war die Mehrzahl der Bewohner geflohen, suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den anderen Städten des Atross'. Wären nicht hin und wieder die schweren Schritte von patrouillierenden Soldaten zu hören, könnte man glauben, Nifilgar sei bereits ausgestorben.
      „Aber noch sind Zwerge in dieser Stadt“, dachte Garm und ein grimmiger Zug vertrieb für kurze Zeit seine wehmütigen Gesichtszüge. „Noch sind unsere Äxte scharf.“
      Garm stand in der Eingangshalle seines Hauses, ein prächtiges Anwesen, das er von seinem Vater geerbt hatte. Alles Leben, das dessen Räume einst gefüllt hatte war gegangen. War ihm genommen worden.
      „Elende Orks!“
      Die steinernen Augen seines Urahns schienen ihn mahnend anzublicken: Die Büste Gumols war der einzige Gegenstand der die Empfangshalle noch schmückte. Außer Gumols Sammlung natürlich. Der prächtige Schmuck hing über den Schultern der Steinreliquie.
      „Ich hätte sie doch Uldrim mitgeben sollen“, überlegte Garm. Der Sohn seines Bruders hatte nichts dergleichen verlautbart, doch Garm war sich über dessen Gedanken im Klaren: Nifilgar war nicht mehr sicher genug für den Schatz seiner Familie. Und Uldrim hatte selbstverständlich recht. Doch Garm schien es seltsam falsch die Kette aus dieser Stadt, aus diesem Haus, von dieser Büste zu entfernen. Er seufzte. Er würde selbst dafür Sorge tragen, dass das wertvolle Erbstück ein sicheres Zuhause finden würde.
      Nachdenklich strich Garm über die einzelnen Kettenglieder des ungewöhnlichen Schmuckes. Über die Generationen seit Gumol war die Kette beständig gewachsen. Jedes Mitglied der Familie war mit der Volljährigkeit berechtigt ein Kettenglied hinzuzufügen und somit war im Laufe der Jahrhunderte Glied um Glied dazugekommen und der Bart der Familie, wie das Schmuckstück oft scherzhaft und doch ehrfürchtig genannt wurde, immer weiter gewachsen. Seine Finger verharrten an einzelnen Goldplättchen: Dem seiner Frau, gestorben im Kindbett. Dem seines Bruders, erschlagen von Orks. Dem seines Sohnes, der den Leichnam des Onkels vor den verwünschten Klauen der vermaledeiten Orks zu bewahren versuchte. Ach...
      Und hier sein eigenes kleines Werk in Mitten der zahlreichen anderen. Und alle ihre Urheber waren tot. Sein Neffe und er waren die einzigen, die von der einst großen und mächtigen Sippe übrig geblieben waren. Das Schicksal hatte es in den letzten Jahrzehnten nicht gut gemeint mit seiner Familie.
      Uldrim hatte dem Bart noch nichts hinzugefügt. Zwar hatte er er sein Goldplättchen bereits fertiggestellt, doch war sein Geburtstag in diesem Jahr noch nicht gekommen, der traditionelle Zeitpunkt für den alten Brauch. Nun war sein Brudersohn unterwegs nach Gimil-dum, seinen Beitrag für den Bart mit sich führend.
      Garm blickte in die steinernen Augen seines Ahn. Auch sie schienen keinen Rat zu wissen.
      „Verzeih Gumol“, sage Garm, „ ich habe versagt.“ Dann nahm er Gumols Sammlung von der Büste. Es raschelte leise als die Kettenglieder sanft aneinanderrieben.
      Garm verneigte sich vor der Büste, dann verließ er mit dem Familienerbstück den Raum.
       
       
       
      Heute
      Über den derzeitigen Verbleib von Gumols Sammlung ist nichts bekannt. Sie gilt gemeinsam mit dem letzten Besitzer als verschollen. Die Umstände des Verschwindens blieben bisher im Dunkeln.
       
       
       
      Aussehen
      Gumols Sammlung ist eine schwere Goldkette, die vorne und später aus Gleichgewichtsgründen auch hinten mit kleinen quadratischen Goldplättchen von etwa zwei cm² Fläche verlängert wurde. Die Plättchen sind miteinander und mit der eigentlichen Kette durch Silberdraht miteinander verbunden. Zusammengefügt erhält der vordere Teil der Kette die Gestalt eines prächtigen Bartes, der hintere entspricht langem Haar. Die große Anzahl der einzelnen Glieder und wohl auch der künstlerische Anspruch machte es notwendig bereits mehrere Schickten an Plättchen übereinander zu legen. Etwas, das dem „Bart“ einen „fülligeren Ausdruck“ verleiht.
      Wenn der Schmuck getragen wird, ist es durchaus üblich, dass das natürlich Haupt- und Gesichtshaar mit jenem überdeckt wird.
      Die einzelnen Goldplättchen zeigen auf der einen Seite das Zeichen der Familie, die andere Seite steht dem jeweiligen Mitglied der Familie zur Gestaltung frei. So wie die Launen und die Talente der einzelnen Künstler, so sind auch die Plättchen in ihrer Gestaltung sehr vielfältig. Ein Abbild dieser Seite wird in der Familienchronik mitsamt des Namens des Urhebers vermerkt.
       
       
       
      (Vermutlich unnötige) Hinweise für den Spielleiter
      Warum sollte sich jemand auf die Suche nach Gumols Sammlung begeben?
      Es gab einen Überlebenden, der die Geschichte des Erbstückes weitererzählen konnte. Dieser hat einen physischen Hinweis auf das Äußere des Bartes mit sich genommen. Dieses Goldplättchen könnte die Zeiten überdauert haben, ebenso die Familienchronik. Somit ist es sowohl möglich, dass eventuelle Nachfahren Gumols Interesse an einer Auffindung der Kette entwickeln können, als auch diverse Gelehrte oder Schatzjäger. Vielleicht wurden auch Teile des Bartes bei einer Horde Orks entdeckt?
      Möglicherweise waren unter den Herstellern der Goldplättchen auch einige Runenmeister oder sonstwie magisch begabte Zwerge dabei: Einzelne Goldplättchen könnten somit auch die eine oder andere Zaubermöglichkeit in sich verbergen.
      Das genaue Äußere der Kette bleibt der Fantasie des Spielleiters überlassen, die Anhänge sollen nur ein Anhalt sein.
    • By Brandon Thorne
      Gumols Sammlung (Der Bart der Familie)
       
      1568 n.L.
      Die Stadt würde nicht zu halten sein. Schon jetzt war die Mehrzahl der Bewohner geflohen, suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den anderen Städten des Atross'. Wären nicht hin und wieder die schweren Schritte von patrouillierenden Soldaten zu hören, könnte man glauben, Nifilgar sei bereits ausgestorben.
      „Aber noch sind Zwerge in dieser Stadt“, dachte Garm und ein grimmiger Zug vertrieb für kurze Zeit seine wehmütigen Gesichtszüge. „Noch sind unsere Äxte scharf.“
      Garm stand in der Eingangshalle seines Hauses, ein prächtiges Anwesen, das er von seinem Vater geerbt hatte. Alles Leben, das dessen Räume einst gefüllt hatte war gegangen. War ihm genommen worden.
      „Elende Orks!“
      Die steinernen Augen seines Urahns schienen ihn mahnend anzublicken: Die Büste Gumols war der einzige Gegenstand der die Empfangshalle noch schmückte. Außer Gumols Sammlung natürlich. Der prächtige Schmuck hing über den Schultern der Steinreliquie.
      „Ich hätte sie doch Uldrim mitgeben sollen“, überlegte Garm. Der Sohn seines Bruders hatte nichts dergleichen verlautbart, doch Garm war sich über dessen Gedanken im Klaren: Nifilgar war nicht mehr sicher genug für den Schatz seiner Familie. Und Uldrim hatte selbstverständlich recht. Doch Garm schien es seltsam falsch die Kette aus dieser Stadt, aus diesem Haus, von dieser Büste zu entfernen. Er seufzte. Er würde selbst dafür Sorge tragen, dass das wertvolle Erbstück ein sicheres Zuhause finden würde.
      Nachdenklich strich Garm über die einzelnen Kettenglieder des ungewöhnlichen Schmuckes. Über die Generationen seit Gumol war die Kette beständig gewachsen. Jedes Mitglied der Familie war mit der Volljährigkeit berechtigt ein Kettenglied hinzuzufügen und somit war im Laufe der Jahrhunderte Glied um Glied dazugekommen und der Bart der Familie, wie das Schmuckstück oft scherzhaft und doch ehrfürchtig genannt wurde, immer weiter gewachsen. Seine Finger verharrten an einzelnen Goldplättchen: Dem seiner Frau, gestorben im Kindbett. Dem seines Bruders, erschlagen von Orks. Dem seines Sohnes, der den Leichnam des Onkels vor den verwünschten Klauen der vermaledeiten Orks zu bewahren versuchte. Ach...
      Und hier sein eigenes kleines Werk in Mitten der zahlreichen anderen. Und alle ihre Urheber waren tot. Sein Neffe und er waren die einzigen, die von der einst großen und mächtigen Sippe übrig geblieben waren. Das Schicksal hatte es in den letzten Jahrzehnten nicht gut gemeint mit seiner Familie.
      Uldrim hatte dem Bart noch nichts hinzugefügt. Zwar hatte er er sein Goldplättchen bereits fertiggestellt, doch war sein Geburtstag in diesem Jahr noch nicht gekommen, der traditionelle Zeitpunkt für den alten Brauch. Nun war sein Brudersohn unterwegs nach Gimil-dum, seinen Beitrag für den Bart mit sich führend.
      Garm blickte in die steinernen Augen seines Ahn. Auch sie schienen keinen Rat zu wissen.
      „Verzeih Gumol“, sage Garm, „ ich habe versagt.“ Dann nahm er Gumols Sammlung von der Büste. Es raschelte leise als die Kettenglieder sanft aneinanderrieben.
      Garm verneigte sich vor der Büste, dann verließ er mit dem Familienerbstück den Raum.
       
       
       
      Heute
      Über den derzeitigen Verbleib von Gumols Sammlung ist nichts bekannt. Sie gilt gemeinsam mit dem letzten Besitzer als verschollen. Die Umstände des Verschwindens blieben bisher im Dunkeln.
       
       
       
      Aussehen
      Gumols Sammlung ist eine schwere Goldkette, die vorne und später aus Gleichgewichtsgründen auch hinten mit kleinen quadratischen Goldplättchen von etwa zwei cm² Fläche verlängert wurde. Die Plättchen sind miteinander und mit der eigentlichen Kette durch Silberdraht miteinander verbunden. Zusammengefügt erhält der vordere Teil der Kette die Gestalt eines prächtigen Bartes, der hintere entspricht langem Haar. Die große Anzahl der einzelnen Glieder und wohl auch der künstlerische Anspruch machte es notwendig bereits mehrere Schickten an Plättchen übereinander zu legen. Etwas, das dem „Bart“ einen „fülligeren Ausdruck“ verleiht.
      Wenn der Schmuck getragen wird, ist es durchaus üblich, dass das natürlich Haupt- und Gesichtshaar mit jenem überdeckt wird.
      Die einzelnen Goldplättchen zeigen auf der einen Seite das Zeichen der Familie, die andere Seite steht dem jeweiligen Mitglied der Familie zur Gestaltung frei. So wie die Launen und die Talente der einzelnen Künstler, so sind auch die Plättchen in ihrer Gestaltung sehr vielfältig. Ein Abbild dieser Seite wird in der Familienchronik mitsamt des Namens des Urhebers vermerkt.
       
       
       
      (Vermutlich unnötige) Hinweise für den Spielleiter
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      Es gab einen Überlebenden, der die Geschichte des Erbstückes weitererzählen konnte. Dieser hat einen physischen Hinweis auf das Äußere des Bartes mit sich genommen. Dieses Goldplättchen könnte die Zeiten überdauert haben, ebenso die Familienchronik. Somit ist es sowohl möglich, dass eventuelle Nachfahren Gumols Interesse an einer Auffindung der Kette entwickeln können, als auch diverse Gelehrte oder Schatzjäger. Vielleicht wurden auch Teile des Bartes bei einer Horde Orks entdeckt?
      Möglicherweise waren unter den Herstellern der Goldplättchen auch einige Runenmeister oder sonstwie magisch begabte Zwerge dabei: Einzelne Goldplättchen könnten somit auch die eine oder andere Zaubermöglichkeit in sich verbergen.
      Das genaue Äußere der Kette bleibt der Fantasie des Spielleiters überlassen, die Anhänge sollen nur ein Anhalt sein.

      View full artikel
    • By Issi
      Hallo und herzlich willkommen zum Magischen Kreuz.
      Es hilft Magiern in Not.
      Hast Du auch ein magisches Artefakt zuviel, dann kannst du es hier spenden.
      Es dient garantiert einem guten Zweck.
      Die Ausbildung zum Magier ist oft sehr kostenintensiv. Das Magische Kreuz unterstützt notleidende Magier und Azubis, die sich teure magische Artefakte garantiert nie leisten können.
      Auch eine Patenschaft ist möglich
       
      Spende noch heute!
    • By Kamo49
      Hallo liebe Leute aus dem Midgard Forum,
      Ich bin neu in der Welt von Midgard und leite seit kurzem eine kleine Truppe von Spielern. Besonders habe ich noch nicht viel Erfahrung in Sachen Magie in der Welt von Midgard gesammelt. Im Arkanum hatte ich nicht viel darüber finden können.
      Nun meine Frage:
      Hat jemand Erfahrung damit, Portale in andere Ebenen zu konstruieren? Ich habe gerade in meinem Abenteuer geplant, dass ein Nicht-Spieler-Charakter in die Ebene der Finsternis verschlungen wird. Ich hatte mir überlegt, dass meine Spieler anschließend versuchen könnten, Zaubermaterial aus allen Ecken Midgards zu sammeln, um ein Portal zu erschaffen (falls sie überhaupt Interesse haben den Charakter zu retten). 
      Was für besondere Zaubermaterialien (wenn überhaupt) denkt ihr, würde dafür benötigt werden? Ist die Ebene überhaupt für Lebewesen begehbar?
      Danke im Vorraus für alle Antworten und falls aus der Idee nichts wird, dann würde ich mich über Kritik natürlich auch freuen.
    • By Merle
      Nachdem nach den neuen Regel das Zaubermaterial ja nun nicht mehr verbraucht wird, sondern nur im Falle eines kritischen Fehlers ersetzt werden muss, stellt sich mir folgende Frage:
       
      Ist es möglich, die Edelsteine, die z.b. für elementare Zauber gebraucht werden, in Schmuckstücke einarbeiten zu lassen?
       
      Meines Erachtens sollte es möglich sein, denn geringe Mengen Metall (Ketten, Stirnreife, Ringe, etc) behindern ja nicht beim Zaubern...
      Die Schmuckstücke sollten sich dann aber auch nach dem Typ des Zaubers richten z.B. Ringe und Armbänder für Gestenzauber, Stirnreifen für Gedankenzauber und z.B. Ketten für Wortzauber.
       
      Die bisherige Erklärung, die Zauberfehlschläge resultieren aus einem Griff in die falsche Tasche, könnte man erweitern: Fehlschläge durch die Kanalisierung der arkanen Kräfte durch den falschen Edelstein.
       
      PS: die entsprechene Passagen sind im Arkanum s.18-19 zu finden....
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