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der Elfe und die Zwerg

Gesellschaft

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Ankhora? Wo Ankhora liegt willst du wissen junger Recke? Frage nicht, suche nicht! Ankhora liegt in deinen Alpträumen und da wo sich einst die Stadt befand ist heute nur ein Höllenschlund...

Murmelte der versoffene alte Nekromant, ehe er am Flußufer in den Nebelschwaden verschwand.

dontgetit.gif

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Zitat[/b] (Birk @ 11 Juni 2004,20:27)]Ankhora? Wo Ankhora liegt willst du wissen junger Recke? Frage nicht, suche nicht! Ankhora liegt in deinen Alpträumen und da wo sich einst die Stadt befand ist heute nur ein Höllenschlund...

Murmelte der versoffene alte Nekromant, ehe er am Flußufer in den Nebelschwaden verschwand.

dontgetit.gif

Hi!

Ankhoras Semipräsenz finde ich genial!  (Beim Lesen vom Reli-Strang hatte ich da schon befürchtet, wir hätten einfach einen neuen Thalassa-Aufguss, aber so  devil.gif   )

Falls ihr wollt (muss aber nicht sein, weil die Stadt ja eher nicht gefunden wird, was wohl auch besser ist, aber man weiß ja nie  dayafter.gif   )  , kann ich eine knappe (ich bemühe mich) Stadtbeschreibung erstellen, in der ich einfach das alte Ankhor der Khmer-Dynastie beschreibe, also 5 x 5 km im Quadrat und haargenau im Zentrum der Bayon mit seinen 4 x 54 Fratzen, die ihr makabres Grinsen nicht nur in alle Himmelsrichtungen, sondern bis tief hinein in Dein innerstes richten ...

 

Äh, und kann nicht jemand vesuchen, dass dieses posting in den "Städte"-Strang hieninkommt (oder mir erklären, wem ich dafür ein Öhrchen anknabbern muss?  blush.gif

 

 

 

 

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@birk/zwelf

von mir aus kann es auch eine Voodoo- Praktik, da bin ich zu wenig bewandert, als dass ich da etwas zu schreiben könnte. Zwelfs Argumentation bzgl. Ritual ist aber genauso gut für mich - ich folge da Eurem Konsens.

 

@zwelf

habe Deinen Reziprozitätstext bei den Sutuk Danak Alam eingefügt (danke für die Ausarbeitung!! ) - zuerst wollte ich meinen teil mit "Zyklus und Uhr" rausnehmen, habe ihn dann aber erst mal dringelassen, weil er deinem Text ja nicht widerspricht, glaub ich zumindest.

 

@all

Die Wala sind jetzt vollständig, zumindest von meiner Seite.

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die stadtbeschreibung fände ich interessant, aber soll es eine sein, die die stadt heute oder ih ihrem damaligen (also in ihrer Blüte) Zustand beschreibt? letzteres fände ich ganz nett, denn dann könnte man die historie langsam etwas füllen. es gibt ja schon einige anmerkungen zur historie, die könnte man gut in einem eigenen thread, zur geschichte sammeln, denn man beiläufig ergänzen kann, wie eben mit der stadtbeschreibung...

 

ich denke das mit der reziprozität und dem "Zyklus und Uhr" widerspricht sich wirklich nicht...

 

voodoo-praktik: naja ich kenne mich auch nur oberflächlich mit voodoo aus und beim voodoo wird der eigene körper von einem geist übernommen, man fügt eigentlich keinen geist in einen körper ein. ich denke das ritual hat nur "spirituelle" und keine wirklich schaffende bedeutung, da der betreffende mensch ja auch vorher eine seele hatte (die nur nicht anerkannt wird, vom neuen stamm)... ist also nur ein ritual, ohne hintergrund... würde ich vorschlagen

 

gruß

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Zitat[/b] (Wurko Grink @ 11 Juni 2004,12:55)]
Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 11 Juni 2004,11:55)]

zur Reziprozität: ich denke das negative Reziprozität nicht Kannibalismus bedeuten würde. Vielmehr bedeutet es, dass es keine Kooperation unter den unterschiedlichen Gemeinschaften gibt, außer an bestimmten Festtagen, an denen auch Hochzeiten vereinbart werden (Frauentausch). Alternativ könnten Frauen auch die begehrteste Kriegsbeute sein

 

at wedding> ich dachte eher an Gesellschaft ohne solchen langwierigen Zweierbindungen

Da habe ich Unsinn geschrieben und nehme es hiermit ausdrücklich zurück - das widerspricht der Abstinenz der männlichen Partner in den drei Jahren der Stillperiode, also können wir von festen Bindungen ausgehen und den "Raub  der Sabinerinnen" mit Beseelungsritual als gegeben annehmen (insofern Birk jetzt nicht noch bessere Argumente einfallen sollten; was Zwelf über das Ritual schreibt, klingt für mich als SL gut spielbar und ist meinen SC durchaus zuzumuten.

LG

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Die Toba Batak    noch in Arbeit

Die Toba Batak leben im Flachland auf Festland- Minagpahit entlang träge dahinfließender Flüsse. Sie betrieben ursprünglich sawah- Kultur (in geringem Maße nach wie vor), wenden aber heutzutage hauptsächlich Gras- ladang an: Was die untergegangene Hochkultur von Kebudya- Bermur an Zerstörung angerichtet, vulgo an Regenwald vernichtet hat, ließ sie aus der Not eine Tugend und somit aus den entstandenen Grassteppen die Grundlage ihrer Nahrungsmittelproduktion werden, die insbesondere Kuh- und Wasserbüffelzucht beinhaltet.

 

Religion

tondi

Die ganze Natur ist beseelt, ist tondi, hat "Lebenskraft: Menschen, Tiere, Pflanzen und Naturphänomene, außerdem besonders wertvolle Gegenstände wie Häuser, Boote, Eisen und heilige Erbgüter, sie alle haben tondi, wobei alle diese Seelen aufs Engste miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig bzw. das Ganze beeinflussen. Ihnen allen, natürlich auch den Seelen der Ahnengeister und der eigenen Körperseele, werden Opfer dargebracht, um sie günstig zu stimmen.

Diese "Seelenvorstellung" wird ergänzt durch einen "Kraftglauben", denn jedes tondi hat auch Kräfte: Durch Opferungen und Riten wird das jeweilige tondi gestärkt und dahingehend zu beeinflussen versucht,  entweder seinen Körper, den Wohnort, die Pflanze, das Tier bzw. den Gegenstand nicht zu verlassen oder alternativ das tondi des Opfernden zu beschirmen und zu schützen.

Allerdings ist nicht alles gleichwertig beseelt. Der Reis, das mit Abstand wichtigste Grundnahrungsmittel, gilt als besonders tondi-haltig. Er muss im Feld wie im Dorf besonders behutsam behandelt werden, damit ihn sein tondi nicht verlässt - sonst wird er als Nahrungsmittel wertlos und weggeworfen. Sein besonderer Wert zeigt sich auch im Krankheitsfall oder bei Unfruchtbarkeit, wenn Reis auf das haupt eines nahen Verwandten gestreut wird, damit die Reisseele sein tondi beschirme, stärke und "fest" mache. Auch ist das tondi nicht gleichmäßig verteilt: Der größte Teil der Reissele zum Beispiel konzentriert sich in den sog. "Reismüttern" (ina ni eme), was mehreres sein kann: die größten, über die anderen hinausragenden Rispen; die dicken, am frühesten gereiften, schönsten und besten Ähren; ebenfalls besondere Spielarten der Natur wie Reispflanzen mit einer bestimmten Blattstellung oder halb im Deckblatt verborgene Ähren. Diese "Reismütter" werden im Rahmen eines rituellen Reisschnitts ausgewählt und vor der eigentlichen Ernte als Saatgut eingebracht. Bei diesem Reisschnitt werden die Ähren einzeln mit einem in der Hand verborgenen, kleinen Reismesserchen abgeschnitten, um die ängstliche Reisseele nicht zu erschrecken. Bei der nachfolgenden Ernte werden dann Sicheln verwendet.

Naturkonzept

Die Natur wird gleichzeitig als bedrohlich wie gütig und großzügig angesehen. Offensichtliche Naturkräft wie die Winde oder Blitz und Donner werden mit dem tondi einzelner Geistwesen in Verbindung gebracht, die als solche identifizierbar und somit durch Opfer manipulierbar sind.

Doch auch alles andere wird von den Geistwesen beeinflusst: Ihr postives Wirken macht sich im Gedeihen der Feldfrüchte, Kindersegen oder der Fruchtbarkeit der Herden bemerkbar; hingegen sind Missernten, Sonnenfinsternis, Seuchen, Dürre oder Überschwemmung Zeichen des Zürnens der Ahnengeister, meist hervorgerufen durch Brüche mit der Tradition. So wurden die Turbulenzen um den Untergang der Kebudya Bermur von den Toba Batak dahingehend gedeutet, dass die tondi ihrer Ahnen sich über den Wechsel von der Nassreiskultur zum Gras- Ladang beschwerten. Die Beschwichtigung ihrer Ahnen hat die Toba Batak viele Opfer gekostet - aber Gras- ladang betreiben sie bis heute.

Götter

Wie aus dem o.g. schon erahnt werden kann, stehen nicht die Götter im Zentrum der zahlreichen Opferhandlungen, Riten und Gebete, sondern tondi. Nichtsdestotrotz wissen die Toba Batak,  dass sie von Gottheiten geschaffen wurden, die in einer anderen "Welt" sind. Da aber für die Toba Batak die Welt in eine Ober-, Mittel- und Unterwelt dreigeteilt ist, von denen sich alle drei Ebenen gegenseitig bedingen, sehen sie sich weniger in einem Verhältnis Abhängigkeit von den Göttern als in einem der Gleichwertigkeit, da sich ja alles gegenseitig bedingt.

Die Oberwelt ist Sitz der Götter, ein über dem Himmelsgewölbe liegendes Reich. Tief unter der Erde und den Gewässern liegt die Unterwelt, Wohnort eines riesigen, gefesselten, drachenartigen Wesens, auf dem die Erde ruht. Nachdem der Drache die Erde mehrmals zerstört hatte, fesselte ihn die Schöpferin der Erde und rammte ein Schwert bis zum Heft in seinen Körper (Deshalb rufen die Toba Batak bei jedem Erdbeben dreimal "Schwertgriff", um das Unterweltwesen an das in ihm steckende Schwert zu erinnern und so zur Ruhe zu bringen. Durch das Erdbeben werden leider auch alle anderen Seelen erschreckt, weshalb es zusätzlich zu seinem eigenen Schrecken auch die Ankunft von Pocken, Hungersnot und "bösen Geistern" = Krankheiten ankündigt).

Die Mittelwelt ist die von Himmel und Erde umschlossene Welt des Menschen. In all ihren Einzelerscheinungen ist sie auf die beiden anderen Welten bezogen und von diesen abhängig. Das zeigt sich auch im:

Schöpfungsmythos

Die Mittelwelt wurde von Deakparujar geschaffen. Deakparujar, Tochter eines Gottes mit vergessenem Namen, ist gleichzeitig die Urmutter der Menschen. Vor den Menschen brachte sie eine erdklumpenartige Totgeburt zur Welt, die sie auf der eigens dafür geschaffenen Mittelwelt vergrub. Aus dieser entstanden die Quellen, Flüsse, Seen, Berge, Pflanzen und Tiere, welche somit "ältere geschwister" der Menschen sind. Dadurch sind auch sie "heilig", haben aber als Totgeburt längst nicht den gleichen Stellenwert wie die Menschen (ein bezeichnendes Detail für die Unterschiede zur Jäger/Sammler-Gesellschaft der Suku Anak Dalam, wo alles eine gleichwertige Einheit ohne Sonderstellung des Menschen bildet) .

 

 

 

 

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ich glaube nicht, dass die kebudya-bermur kultur große teile des regenwaldes zerstörte, sondern, dass sie nur soviel "vernichteten" wie sie für ihre felder und siedlungen brauchten und dieses gebiet heute entweder von anderen siedlungen genutzt wird oder aber wieder zugewachsen ist. die toba batak passen daher, meiner meinung nach, nicht so ganz auf das festland. aber sie können ja vertrieben worden sein und in die hochgelegenen steppen der gebirge gezogen sein, wo sie die lebensweise, die du schilderst, praktizieren. oder bin ich eine minderheit die der meinung ist, dass der urwald eigentlich noch an den allerallerallermeisten stellen intakt ist?   confused.gif

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ich denke das es sehr harte Arbeit ist den Regenwald zu roden, denn Brandrodung ist nur solange praktizierbar, solange der Boden nicht zu sumpfig und feucht ist. Da in Minangpahit, zumindest auf dem Festland, aber nur entlang von Flüssen gesiedelt wird, haben wir nun einmal das Problem... Dies spricht meiner Meinung nach gegen Kahlschlag. Das ist ja auch der Grund, warum die Städte in die Höhe und nicht in die Breite wachsen. Das mühsam, dem Wald, abgerungene Wald, wird dann für die Landwirtschaft verwendet und die Menschen müssen zusehen, dass sie ihre Hütte, auf das Dach einer anderen stellen können (bzw. aus diesem Grund entstanden ja auch die Hausboote).

 

Gruß

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Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 18 Juni 2004,23:46)]ich glaube nicht, dass die kebudya-bermur kultur große teile des regenwaldes zerstörte, sondern, dass sie nur soviel "vernichteten" wie sie für ihre felder und siedlungen brauchten und dieses gebiet heute entweder von anderen siedlungen genutzt wird oder aber wieder zugewachsen ist. die toba batak passen daher, meiner meinung nach, nicht so ganz auf das festland. aber sie können ja vertrieben worden sein und in die hochgelegenen steppen der gebirge gezogen sein, wo sie die lebensweise, die du schilderst, praktizieren. oder bin ich eine minderheit die der meinung ist, dass der urwald eigentlich noch an den allerallerallermeisten stellen intakt ist?   confused.gif

Du bist keine Minderheit, der Urwald ist hier sicher so dicht wie im Ikenga-Becken. Die Zerstörung der Kebudya Bermur war auch keine flächendeckende, aber bedenke dreierlei:

1: Wenn wir sie der Kultur der Khmer vergleichen können, haben nur die großen Tempelanlagen aus Stein bestanden, alle regierungs- und Wohngebäude waren aus Holz und mit Sicherheit nicht nur kleine Hütten.

2: Das Zurückerobern des Regenwaldes abgeholzter Flächen geht recht schnell vonstatten, wenn wie im fall des Wald- ladang extrem kleine Felder gerodet wurden - da sind es dann 20, 25 Jahre. Bei Städten im Ausmaß von 70.000 EW  haut das m.E. nicht hin, da muss der zeitraum um ein wesentliches größer und findet von den Rändern zum Zentrum hin statt.

3: Die Kebudya hatten die Toba Batak schon unter Kontrolle, also auch deren Gebiet. Aus ernährungstechnischen günden halte ich es für wahrscheinlicher, dass die Kebudya Bermur nicht die Gebiete unmittelbar um ihre Stätte herum devastierten, damit sie weiterhin den Schutz eines dichten, kaum durchdringbaren RW hatten, weshalb sie die immensen Holzmengen dort "raubten", wo andere unter den Folgen zu leiden hatten, in diesem Fall die Toba Batak. Da die von etwas leben mussten, hatte der RW eben nicht die nötigen Jahrhunderte der regeneration (es gibt Gründe der Bodenqualität, die es auch ohne die entsprechend lange zeit nicht zugelassen hätten, das ist aber eher was für den pm)

 

Ansonsten: Natürlich habe ich auch nichts dagegen, die Toba Batak auf die Inseln zu lassen (die erdlichen besiedeln die gegend rund um den Lake Toba auf Sumatra), aber in dem fall gäbe es dann keine Ahnen, die der Beschwichtigung bedurft hätten, weil im Endeffekt ja sie (unter der maske Darmalunes) den Exodus und Bruch mit der Tradition angeordnet hätten

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Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 19 Juni 2004,09:25)]ich denke das es sehr harte Arbeit ist den Regenwald zu roden, denn Brandrodung ist nur solange praktizierbar, solange der Boden nicht zu sumpfig und feucht ist. Da in Minangpahit, zumindest auf dem Festland, aber nur entlang von Flüssen gesiedelt wird, haben wir nun einmal das Problem... Dies spricht meiner Meinung nach gegen Kahlschlag. Das ist ja auch der Grund, warum die Städte in die Höhe und nicht in die Breite wachsen. Das mühsam, dem Wald, abgerungene Wald, wird dann für die Landwirtschaft verwendet und die Menschen müssen zusehen, dass sie ihre Hütte, auf das Dach einer anderen stellen können (bzw. aus diesem Grund entstanden ja auch die Hausboote).

 

Gruß

Das widerspricht den historischen gegebenheiten der Khmer- Kultur. Allein Ankhor umschloss mit seiner Stadtmauer 25 Quadratkilometer - und die Tempelanlage Ankhor Wat mit ihrem zusätzlichen Quadratkilometer lag/liegt vor der Stadt. Zumindest in Kambodya haben sie sich die Mühe des Rodens gemacht.

Wenn Du jetzt sagst, der RW hat sich das zurückerobert: zum einen brauchte er dafür gut 700 Jahre, zum anderen handelte es sich um einen "kastrierten" RW mit einigen wenigen Arten, hauptsächlich Ficus (Feigenarten, am bekanntesten ist hier die Birkenfeige). Und die immer wieder erwähnte "Entdeckung im dichten RW"_ die Franzosen sind im 19. Jh. darüber gestolpert und haben als Europäer das erste mal davon gehört, nur die Kambodyaner haben die ganze weiter dort gelebt und gebetet, wenglich nichts zum Erhalt diser Tempel beigetragen, weshalb ihr Zustand so zerfallen und bewachsen war (eben mit Ficus).

Liebe Grüße

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@ wurko: du hast mich überzeugt. ich gebe mich geschlagen  wink.gif nein das wäre zu hart ausgedrückt, deine argumente sind gut.

 

ich denke auch das wir noch alte temeplanlagen der K.B. im Dschungel finden können, aber die Minangpahiti haben sich nicht darum gekümmert, alle siedlungen der kultur weiter zu benutzen, weshalb viele temeplanlagen zerfallen sind oder an unzugänglichen stellen liegen, die einst einmal besser zugänglich waren. architektonisch unterschieden sich die beiden kulturen auch wesentlich...

 

gruß

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@zwelf

danke, dass Du Dich überreden und nicht überzeugen  dayafter.gif  ließt. Oder ließest?  confused.gif  Aber vor allem: danke für die Einwände, ich habe nämlich alles andere als vor, sie samt und sonders abzulehnen.

 

und Jaaa! Zerfallene Tempel an nahezu unmöglich zugänglichen Stellen sind großartig !!!

 

Aber nochmal zu den Toba: Wie sollen wir denn deren Gesellschafttsformen ausschmücken? Die "echten" haben z.B. ein überaus kompliziertes Heiratssystem, bei dem die "ideale" Heirat mit der Tochter des Bruders der Mutter stattfindet, also der Cousine 1. Grades mütterlicherseits - der Mann heiratet in der Regel Personen, mit denen er bereits verwandt ist ... das alles halte ich aber für rollenspieltechnisch bzw. abenteueransatzpunktebietend für irrelevant und daher für "Ballastinformation".

Sollen wir uns darauf beschränken zu schreiben, dass es eine monogame, patrilineare Gesellschaft ist? Dann haben wir "Kleinfamilienhütten" mit Wänden aus geflochtenem Bambus (viele Arten wachsen an tropischen Flüssen) und grasgedeckten Dächern? Und sollen dei Häuser auch auf Stelzen stehen (ähnlich den Wala), nur dass der lufte Raum je nach sozialem Stand zwischen 50 cm und 2,5 m (für den Häuptling?) variiert, wobei das sichtbarer Ausdruck von Reichtum oder macht ist, sich eben so lange Holzpfähle leisten zu können?

Oder wir machen es ganz anders und bilden eine Kollektivgesellschaft ... was schwebt Dir denn so vor?

Nur eines wäre mir unrecht: eine matrilineare Gesellschaft - bei denen sollten wir entweder die Namen frei erfinden oder eben "echte" nehmen, die halt matrilinear sind (und sogar das Matriarchat haben können wie die Minangkabau auf Sumatra, aber über weiß ich nichts genaueres ... )

LG

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zur architektur: die khmertempel hast du doch schön beschrieben, die gefallen mir. damit es nicht zu fade wird, kann man ja immernoch geheime kammern einbauen, in denen die priesterschaft kultgegenstände versteckte...

 

den gegenwärtigen stil würde ich von den khmer eher an indonesien anlehnen, mit ihren ausgeschmückten tempelbauten, engen Wegen, Holzhäusern auf Pfählen, schmalen Gassen, sich zwischen den Häusern suhlenden Schweinen (oh kein Teil... Konkret weiß ich nicht wie es aussehen könnte, nur anders halt, da wir uns überlegten, dass der neue Architekturstil von den Inseln stammt, im Kontrast zum alten Stil des Festlands...

 

Gruß

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Gesellschaftliche Landnutzungssysteme V

V. Strandwirtschaft

Die Strandwirtschaft als weitere Form der Landnutzung" verdient diesen Namen nur in Anführungszeichen: Die Hauptgrundlage für Ernährung und Rohmaterial zur Weiterverarbeitung liefert in erster Linie das Meer, während der Landbau je nach Stamm eine stark untergeordnete, manchmal sogar gar keine Rolle spielt. Insofern kann man sie den Jäger-/Sammlerkulturen gleichsetzen, muss jedoch beachten, dass Stämme der letztgenannten Gruppe durchwegs eine umherschweifende" Lebensweise führen, während unter den Strandwirtschaft betreibenden sowohl nomadisierende als auch sesshafte Stämme zu finden sind.

Wegen der großen Unterschiede innerhalb dieser Gruppe verzichte ich hier auf grundlegende Charakteristika, die über den Aspekt Meer = Hauptnahrungslieferant" hinausgehen, sondern verweise auf die Stammesbeschreibungen der Bajao, Illanum, Samal und Tausug. Diese erleichtern es meines Erachtens, trotz ihrer Kürze ein brauchbares Bild für die Bandbreite und wesentlichen Merkmale der Strandwirtschaft betreibenden Stämme zu vermitteln.

 

Die Bajao

Die Bajao sind Seenomaden und leben auf ihren Doppelauslegerbooten ausschließlich auf dem Wasser. Als sie während des großen Exodus in die die XXXsee gelangten, entschieden sich dagegen, mit den anderen Stämmen die Inseln zu besiedeln. Auf ihren Wanderungen kommen sie quer durch den gesamten Inselarchipel, sollen aber sogar schon vor der Küste von Medjis gesichtet worden sein.

Die Bajao betreiben keinen Landbau. Stattdessen fischen sie (mit Dreizack oder Netzen in Lagunen), tauchen nach Perlmuscheln oder sammeln Meeresprodukte wie z.B. teripang = Seegurken. Die Meeresprodukte (getrockneter Fisch und Teripang, Schildplatt und Schildkröteneier, Perlmuttmuscheln, Perlmutt, Vogelnester) tauschen sie tlw. gegen Cassava, Sago, seltener gegen Reis und Metallwaren ein. Manche unter ihnen sind Schmuggler.

Versammlungsplätze und Friedhöfe

Die Bajao glauben, dass selbst ein nur stundenweiser Aufenthalt an land zu Krankheiten führt. Bei Sturm fühlen sie sich auf ihren Booten sicherer als anderswo. Sie hausen zwar ausschließlich auf dem Wasser, jedoch meist in Küstennähe. Allerdings liegen die wichtigsten Versammlungsplätze für die jährliche Heilungszeremonie einer Bootsgruppe (einem Clan vergleichbar) auf küstenfernen, kleinen Inseln. An den Küsten dieser Inseln haben die Oberhäupter einer jeweiligen Bootsgruppe sehr gut ausgerüstete, mehr oder weniger fixierte schwimmende Heime. Auf bestimmten Inseln (z.B. Buna- Buna- An und Sitangkai) befinden sich die Friedhöfe der Bajao, auf denen die Verstorbenen in bootsförmigen Särgen bestattet werden.

Häuser

In kleinen Familienverbänden leben sie von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod in ihren kunstvoll gebauten, über und über mit schönen Schnitzereien verzierten, ca. 10 m langen Booten. Die Doppelauslegerboote mit ihrem dreibeinigen Mast (vinta) dienen dem Fischen, segeln bei Achterwind fast so schnell die Schiffe der Illanum, benötigen hierfür aber hohes Geschick. Nicht ganz so schnell werden die lipa, Boote ohne Ausleger, die dem Familienleben dienen (kl. Familieneinheiten). Für unabhängig vom Nomadenverband stattfindende Reisen (zu Handels- oder Erkundungszwecken) gibt es noch die lipinta, ca. 16 m(max. 20 m) lange Doppelauslegerboote, die trotz ihrer Größe um einiges wendiger sind als die ähnlich langen, zumeist schnelleren Schiffe der anderen seefahrenden Stämme Minangpihits. Aufgrund ihrer Wendigkeit und des (bei Doppelauslegerbooten fehlenden) Tiefgangs können sie diesen in Küstennähe leicht entkommen, weil sie noch über Korallenriffe hinwegsegeln bzw. -paddeln können, die nur 40 cm unter der Wasseroberfläche liegen.

Verhältnis zu anderen

Indem sie versuchen, jedem Konflikt aus dem Weg zu segeln, können die Bajao am Rand von Gesellschaften leben, die um einiges stärker als sie sind. Dennoch werden sie immer wieder leichte Beute der Küstenpiraten bzw. selbst zu Piratendiensten (v.a. an der Ruderbank) oder Perlentauchen gezwungen. Sie sind der ärmste und verachtetste Stamm in minangpahitischen Gewässern. In der Minangpahitischen Hochsprache hat bajau ironischerweise die Bedeutung von Räuber, Pirat. Bei wirklichen Piraten wie den Illanum (s.u.) heißen sie palau, also treibende Menschen, und bei den Tausug (s.u.) luwaan, also solche, bei denen man mit Ekel ausspuckt. Die Samal (s.u.) nennen sie kali-aggeh, was Verstreute bedeutet.

Religion

Die Bajao haben eine animistische Religion.

 

Die Tausug

Die Tausug sind das Volk der Strömung", von tau = Mensch und sug = Strömung, ein etwas hochtrabender Begriff, sind sie doch nicht nur maritim orientiert, sondern auch an der Küste sesshaft, wo sie neben der Fischerei Grabstock- bzw. Pflugbau mit Trockenkulturen (Reis, Cassava, Kokosnüsse) betreiben. Die Tausug sind für ihren Mut, ihren Unabhängigkeitsdrang und ihre Abenteuerlust bekannt wobei hier eine eigentlich unzulässige Verallgemeinerung vorliegt, lernen die anderen Minangpihiti doch meist nur die seefahrenden Repräsentanten der Tausug kennen, die Tau Pu. Auf diese trifft die o.g. Beschreibung jedoch ohne Abstriche zu.

Unterteilung

Die Gesellschaft der Tausug gliedert sich in drei Gruppen: Die Tau Gimba als die Trockenbau betreibenden Hinterlandbewohner und Handwerker, unter denen die besonneneren, friedliebenderen Tausug anzutreffen sind; die Tau Hidaq als die Küstenbewohner, die sich für wesentlich zivilisierter als die anderen beiden halten, weil sie die zwei Elemente Land und Wasser nutzen: die Frauen fischen, die Männer bauen Boote (auch für die Tau Pu); und schließlich die Tau Pu, die Piraterie, Schmuggel und Sklavenhandel zur Perfektion gebracht haben und sich nicht nur den zuvor genannten überlegen fühlen, sondern allen Nachbarvölkern überhaupt.

Die Zugehörigkeit zur jeweiligen Gruppe ist zumindest für die Freien (siehe Gesellschaft) nicht durch Geburtsrecht vorherbestimmt, doch bestehen gegenüber den jeweils anderen so große Vorurteile, dass sich zum Beispiel die Tochter eines Tau Gimba schon gehörig etwas einfallen lassen muss, um an Bord einer Tau Pu- Gemeinschaft aufgenommen zu werden oder umgekehrt einer, der unter Tau Pu aufgewachsen ist, mehr als deutlich machen muss, dass die Beherrschung seiner Gefühle stetiger ist als die Winde, unter denen er gesegelt ist.

Gesellschaft

Trotz all ihrer Unterschiede haben alle Tausug die gleiche, dreigeteilte Gesellschaftsform: (Erb-) Adelige, Freie und Sklaven. Während die Freien ihre Gruppenzugehörigkeit mehr oder minder frei wählen können, trifft das bei den anderen nicht zu. Natürlich kann auch ein Adelssproß von der einen in die andere Gruppe wechseln, nur zählt er oder sie von nun an zu den Freien und verwirkt damit seine/ ihre Erbansprüche. Diese sind: Puanon (Tau Pu, Bezeichnung für den/ die Kapitän" innerhalb eines Schiffsverbandes), Landobere/r (Tau Gimba) und Fischmeisterin bzw. Bootsmeister (Tau Hidaq, die als einzige Gruppe von 1 Mann und 1 Frau, die i.d.R. nicht verheiratet sind, gemeinsam regiert werden).

Die Adeligen gleich welcher Gruppe stehen jeweils nur einer einzigen Siedlung/ einem einzigen Schiff vor jede/r Freie wird automatisch adelig, sobald er/ sie eine Siedlung gründet bzw. ein Schiff ersteht und genügend andere Freie überzeugen kann, ihm/ ihr zu folgen und seine/ ihre Führerschaft anzuerkennen; bei Mangel an Frei(willig)en können auch Sklaven kurzerhand zu Freien erklärt werden mit all den damit verbundenen Rechten: So muss der/ die Adelige in spe seine/ ihre Sklaven schon ausreichend gut behandelt haben, dass sie ihm/ ihr nach der Erklärung zum freien nicht gleich den narbenzerfurchten Rücken zukehren.

Kleidung der Freien

Männer und Frauen der Tau Pu tragen eng anliegende Hosen und kurze, mit Stickerei beschmückte Jacken, die Frauen noch zusätzlich eine ärmellose Bluse.

Bei den Tau Gimba tragen Männer wie Frauen um die Hüfte gebundene Röcke (Longgyi), die je nach Gelegenheit länger (= Festtag) oder kürzer (= Feldarbeit) gebunden werden, sowie locker geschnittene, langärmelige Hemden, deren Webmuster sich aber je nach Geschlecht unterscheiden. Die Feldarbeit wird von den Männern betrieben, und zwar mit freiem Oberkörper.

Die Männer der Tau Hidaq tragen Röcke (Longgyi) wie die Hinterland- Tausug, die Frauen die Hosen der zur See fahrenden Tau Pu. Beider Hemden haben kurze Ärmel.

Religion

Katampane, Lowalane

 

Die Illanum

Die Illanum waren ursprünglich ein Bauernvolk in Südwest- Minangpahit, das erst später eine maritime Orientierung aufnahm und zur Piraterie überging. Sie sind sehr mobil, wodurch ihre Siedlungen an allen Küsten Minangpahits anzutreffen sind.

Die Illanum sind die im gesamten Archipel am besten organisierten und technologisch bestausgerüsteten Seeräuber. Ihre Schiffe sind in diesen Gewässern die schnellsten, durchschnittlich 22 m lang (max. 26 m) und 3,6 m breit, mit 4 bis 5 Geschützen ausgestattet und fassen 40 (max. 80) Personen. Ein besonderes Merkmal sind die zwei übereinanderliegenden Reihen von Ruderbänken (vergleichbar den Erdwelt- Antiken Biremen) Von den beiden größten Stützpunkten starten sie mit Piratenflotten von 40 bis 60 Schiffen.

Religion

???

 

Die Samal

Die vor allem den nördlichsten Inseln des Archipels lebenden Samal sind sehr auf das Meer hin orientiert. Sie leben in Pfahlbauten an der Küste, seltener auf ihren Booten, die denen der Illanum gleichen, aber um einiges langsamer sind. Sie leben vor allem von Fischerei, Perlentauchen und Transport (Passagiere, Fracht). Ursprünglich ebenfalls Seenomaden wie die Bajao, unterscheiden sie sich von diesen durch zahlreiche kulturelle Übernahmen, insbesondere die wiederaufgenommene Sesshaftigkeit. Nachdem die Samal zeitweilig unter Kan Thai Pan- ische" Vasallenschaft gefallen waren, gewährten die Illanum den Samal Schutz, fordern aber dafür immer wieder sklavenähnliche Dienste ein. Die Samal schauen dennoch oder gerade deshalb auf die Bajao herab, weil einzig diese  noch weniger Ansehen in den Piraterie betreibenden Gesellschaften haben.

Kleidung: weite bauschige Hosen in bunten Hosen (Kan Thai Pan- Einfluss).

Religion

Animismus?

 

 

 

 

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wow, die Stämme sind cool. Aber eine Kritik trotzdem, wenn auch ungerne:

Die Illanum erwecken bei mir nicht den Eindruck eines Stammes, sondern eher als zivilisierte Seeräuber. Wie komtm ein Stamm zu solcher Technologie? Viel über diesen Stamm hast du nicht geschrieben, wahrscheinlich hast du eine Idee die äußerst passend ist und das ganze hervorragend erklären wird, aber momentan bin ich da etwas ratlos... was soll den heißen, dass der Stamm mobil ist? Sind es Nomaden? Wie bauen Nomanden solche Schiffe? Oder leben sie auf den Schiffen? Unterliegt dieser Stamm irgendwelchen anderen Einflüßen, zum Beipsiel aus KTP? Fördern die schwarzen Adepten den Stamm, um somit Zwietracht in den Meeren des Inselreichs zu säen?

 

Die anderen drei Stämme finde ich auf jeden Fall hervorragend

 

Gruß

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Hi Zwelf!

Noch rasch ein paar Zeilen, eh mein Flieger geht.

Deine Kritik ist berechtigt und gut. Die Illanum sind keine Nomaden, obwohl die Bajao also solche es trotydem hinkriegen, ihre Boote yu bauen> einfach rauf auf den Strand und troty Unwohlsein ein paar Palmen gefaellt.

Bei den Illanum sieht das anders aus, weil sie *klassischen* Schiffsbau betreiben. Sie haben hierfuer *feste* Siedlungen, die dem klassischen Piratennest-Klischee entsprechen. *Mobil* sollte in obigem Kontext 2erlei bedeuten>

1. dass sie ihre Siedlungen rasch verlegen KOENNEN, wenn Bedarf ist, da es nur simple Holzhuetten sind, deren Wandelemente leicht zu montieren und transportieren sind.

2. dass sie mit ihren Schiffen weite Strecken leicht ueberwinden koennen

Klar, jemand, der seine Hauptwohnsitz jederyeit verlegen kann, klingt wie ein Nomade, aber wenn ihre Unterschluepfe nicht entdeckt werden, koennen sie dort Jahrzehnte sein - bei echten Nomaden hat der Ortswechsel yumeist einen Rhythmus, sei er nun religioes oder jahresyeitlich verankert, und eben dieser Hintergrund fehlt den Illanum.

M.E. haben sie beim grossen Exodus vom Festland auf die Inseln Gefallen daran gefunden, die anderen Schiffe, die ja ueber eine lange Zeit hinweg in kleinen Gruppen oder auch alleine zu den Inseln aufgebrochen sind, auszurauben. Dabei haben sie rasch gemerkt, dass sie mit besserer Ausruestung um so leichteres Spiel haben ... die hat es aber nicht von heut auf morgen gegeben, sondern ist halt allmaehlich entwickelt worden - es kann natuerlich auch von den ersten Beuten in KTP oder Rawindra regulaer erstanden worden sein, eh man dann auch deren Gewaesser piraterisch heimgesucht hat.

 

Was Verbindungen yu wem auch immer in KTP angeht, bitte ich Dich einfach mal ein paar Dinge festzulegen. Von KTP hab ich keine Ahnung, hat mich nie gereizt, doch wenn Du da reizvolle und stimmige Verbindungen siehst oder herstellen willst, dann nur zu! Ich freu mich ueber jede Fortentwicklung eines Grundgedankens, wie ihn fuer mich die Illanum waren.

Ich wollte sie yunaechst nebuloeser gestalten, Motto <von ihnen sieht und weiss man nichts, bis sie hornissenartig ueber einen herfallen und lynchen oder versklaven< , und nebenbei kam mir der Gedanke, wieso sollten sie nicht gleich einen ganyen Stamm wie die Samal unter ihren Fittichen haben. Der ihnen gewaehrte Schutz besteht darin, dass sie nicht ueberfallen werden, und die eingeforderten Dienste werden nicht kontinuierlich verlangt, sondern nur dann, wenn grade mal Arbeit ansteht {wie der Neubau eines Schiffs{ oder nicht genug andere bzw. herkoemmliche Sklaven da sind, die hinter den Rudern hocken. Quasi ein jederzeit verfuegbares Heer von "Arbeitslosen" bei der Jobvermittlungsagentur, die halt einfach ein Samaal-Dorf ist.

Aeussere Deine Kritik bitte nicht ungern, sondern willig. Ich freu mich auf sie, antworte aber mit gut 2 Wochen Pause. LG Wurko

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PS

Wie ein Stamm zu Technologie kommt?

Ich denke durch Abkupfern. Wenn sie eine yeitlang unter der Fuchtel der Hochkultur waren, duerfte das kein Problem darstellen.

Etwas anderes bereitet mir mehr Kopfzerbrechen: Die beiden grossen Stuetzpunkte. Vielleicht sind das inzwischen wirklich Staedte mit 1000 EW und die Illanum im Endeffekt laengst "zivilisiert", nur dass sie sich selbst nach wie vor als Stamm betrachten ...

LG

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Hi,

das unwillige Äußern meinte nur, dass ich deinen tollen Ideen nicht niedermachen will... Bei soviel Engagement und tollen Leistungen, will ich nur ungerne rumkritisieren, aber ich tue es dennoch  wink.gif Ist ja auch konstruktiv gemeint und verstanden worden...

 

Deine Ausführungen gefallen mir sehr und überzeugen mich. Jetzt verstehe ich den Stamm und er gefällt mir. Warum sollten die Stämme "unzivilisierter" sein, als die eigentliche minangpahitische Kultur? Spricht nichts für! das sie zwei Städte haben, finde ich ganz gut. Haben sich zwei Siedlungen halt als recht konstant erwiesen, weil sie an guten Plätzen errichtet wurden. Die Bauweise dürfte aber so sein, dass die Siedlung immer noch verlegt werden könnte... man könnte überlegen, ob diese beiden Städte einen besonderes Status haben. Gibt es dort feste Werften? Sind sie die Handelsplätze des Stammes? Oder werden die "Städter" von dem übrigen Stamm als verweichlicht betrachtet? Letzteres wäre dann ungefähr so wie Ghazaren vs. Tegaren.

 

Die KTPs müssen wir da gar nicht reinbringen, finde es ohne sie schöner, weil man dann nciht zu viele finstere Intrigen hat.

 

Gruß

 

P.S. Viel Spaß dort, wo du die nächsten zwei Wochen verbringt, wo dies auch immer sein mag  wink.gif

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Folgendes habe ich mir mal zur "Gastronomie" in Minangpahit überlegt. Ein bißchen spielen da auch Ideen zur Architektur mit rein:

 

Die Minangpahiti unterhalten eigene Herbergen. Die Zimmer sind dort recht einfach und man schläft auf Bastmatten. Es gibt meistens nur wenige Zimmer, diesen bieten dann aber direkt mehreren Personen Platz. Gegen ein entsprechendes Entgeld, kann auch eine Einzelperson ein solches Zimmer anmieten, welches sonst sechs bis zehn Leuten Platz bietet. Von innen lassen sich diese Zimmer in der Regel verschließen, sofern man nicht in einer billigen Kaschemme gelandet ist.

Ansonsten gibt es nur wenige Räume: Den Wohnraum für die Familie, die die Herberge betreibt. Eine Küche, die  auch als Lagerraum dient und schließlich einen Schank- und Speiseraum. Im Speiseraum befindet sich auch, in der Regel, ein Altar zu Ehren des Gründers der Herberge (sofern er schon verstorben ist) und zu Ehren einer Gottheit, mit der sich die Familie verbunden fühlt.

Im Normalfall sind die Fenster nur mit Vorhängen verschlossen und wenn ein solcher nicht auch als Zimmertür herhalten soll, muss man, wie schon beschrieben, eine der teureren Herbergen aufsuchen. Die Herbergen dienen aber nicht nur zur Übernachtung, sondern wird auch von denen, die es sich leisten können, aufgesucht um dort zu Essen und zu Trinken.

Dadurch das die wenigsten Herbergen, oder auch Häuser, richtige Türen haben, kann man die Herbergen als rund um die Uhr offen betrachten. Gegen ein geringes Aufgeld kann man auch mitten in der Nacht Essen und Trinken bekommen. Nicht nur aus diesem Grund, ist ständig eine Person im Schankraum, oder zumindest in der benachbarten Küche, anwesend ist. Ein weiterer Grund ist der, dass diese Person dafür verantwortlich ist, aufzupassen das keine streunenden Tiere oder Ungeziefer ins Haus kommen. Somit ist es auch normal, dass sich stets ein Knüppel in der Nähe des Eingangs befindet

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Ich habe mir mal ein paar Gedanken für eine grpbe Geschichte Minangpahits gemacht:

Aus KTP kamen Siedler nach Süden und stießen auf dem minangpahitischen Festland auf die Stämme. Dort ließen sich die Siedler nieder und führten Kämpfe gegen die Stämme, in deren Lebensraum sie eindrangen. Viele Stammesmitglieder wurden versklavt und mit ihrer Arbeit entstanden die Städte. Über die Zeit hin verselbstständigten sich die ersten Städte und die Stadtstaaten entstanden, die jedoch von den Urwaldstämmen bedrängt wurden. Der Einfall der Araner in Rawindra brachte eine Flut von Einwanderern auf das minangpahitische Festland, die sich mit den Siedlern aus KTP vermischte, dennoch waren die Stämme in der Überzahl, so dass es zu einer Durchmischug mit den versklavten Stammesangehörigen kam, was erst einmal die Sklaverei beendete und die heutigen Minangpahiti schuf, eine Mischung aus verschiendenen Kulturen. Doch beendete dies nicht den Kampf gegen die Urwaldstämme, die weiter gegen die expandierenden Städte vorgingen. Als Folge verbanden sich die Städte zu einem Staatsgefüge, an dessen Spitze mächtige Zauberer befanden, die über die Zeit hin, ihre Führungsansprüche ausbeutete und die alleinige Macht an sich riss. Mittels ihrer nekromantischen Künste unterwarfenen sie sich die Angehörigen ihres Staates und setzten den Stämmen arg zu. Mittels Magie wurden letztere tiefer in den Dschungel zurück getrieben, konnten aber nie ganz unterworfen werden, auf Grund der unwirtlichkeit der gegend. Dennoch expandierte das Nekromantenreich bis an die südliche Küste. Einige Zeit hielten sich die Nekromanten autorität an der Macht und errichteten ihre effektive und brutale Diktatur, doch zunehmend flohen mehr und mehr auf die Inseln. Dort waren sie erst einmal vor den Nekromanten sicher, die ihnen jedoch nach zu stellen versuchten. Auf Kalinatan kam es zur ersten entscheidenen Schlacht. Auf die Hochebene zogen sich die verfolgten Flüchtlinge zurück und dort offenbarten sich ihnen die minangpahitischen Götter. Sie versprachen ihnen ihren Beistand und den Sieg gegen die Nekromanten, wenn sie als Götter anerkannt werden würden. Die verängstigten Flüchtlinge akzeptierten und schlugen ihre Verfolger zurück. Auf diesem ersten Schlachtfeld wurde Soripada gegründet, die erste freie Stadt Minangpahits. Doch versuchten die Nekromanten erneut auf dem festland Fuß zu fassen. dabei wurden sie jedoch von den Minangpahiti zurück geschlagen udn trafen auch auf die Stämme der Inseln, die sich gegen die Eindringlinge stellten. Aus den Fehlern der alten Zeit lernend, stellten sich die Minangpahiti auf die Seite der Ureinwohner und lebten relativ friedlich mit ihnen, denn schließlich brachte erst der Kampf gegen die Stämme die Nekromanten an die Macht. Auf diese Weise kam es dann zu einer Vermischung der Minangpahiti mti den Stämmen und die entstandenen Städte wuchsen rasch. Neue wurden gegründet und neue Inseln besiedelt. Den Nekromanten stellte sich ein starkes Heer entgegen, dass von den Inseln auf das Festland vorstieß und durch den Beistand der Götter schließlich die Nekromantenherrschaft beendete. Zu diesem Sieg trug aber auch die große Zahl rawindrischer Flüchtlinge bei, die nach dem Eintreffen der Sritas Rawindra verließ und schnell unter den Minangpahiti aufging. Doch formten die rawindri entscheidend die Religion der Minangpahiti (und auch ihre Sprache).

Nach der Befreiung von den Nekromanten übernahm das Festland die Religion der Inseln, wenn sie dort auch anders interpretiert wurde. Es gelang aber nicht sich auf eine gemeinsame Herrschaft zu einigen, so dass nach Streitereien Mianngpahiti in unabhängige Stadtstaaten zerfiel, die alle einen Anspruch auf die Herrschaft über dasd Land erheben...

 

Nur eine grobe Idee, der noch einiges hinzugefügt werden könnte...

 

Gruß

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Vorschlag zur Währung in Minangpahit:

 

Währung in Minangpahit

In Minangpahit werden alle ausländischen Münzen akzeptiert, jedoch werden die einheimischen Münzen am höchsten gehandelt. Zahlt man mit ausländischen Geld, dann gibt es immer einen kleinen Wertverlust von bis zu 10%. Doch gibt es recht viele Wechselstellen, sofern man in Handelsstätten ist, in denen man sein ausländisches Geld, gegen die einheimische Währung tauschen kann.

Folgende Münzen werden in Minangpahit hergestellt:

Uang Logam: Diese Goldmünzen sind die höchste Währungseinheit und man erhält sie im Umtausch gegen einen Orobor (wobei sie etwas weniger Wert sind, wenn man sie im Ausland zurück tauscht). Sie sind etwas kleiner als ein Orobor und haben unterschiedliches Aussehen, je nach Herkunftsort.

Perak Logam: Zwölf Silbermünze sind einen Uang Logam wert. Doch gerade Ausländer die es gewohnt sich, ein Zehnersystem in der Währung zu haben, wissen dies nicht und setzen zehn Perak Logam einem Uang Logam gleich.

Tembagaagak: Das Kupferchen (so die Übersetzung), ist die kleinste Münze Minangpahits. Zwölf von ihnen sind ein Perak Logam wert.

Die Münzen sind nur in Handelsstädten gebräuchlich, auf dem Land wird Tauschhandel betrieben und auch die Städte kennen den Tauschhandel noch. Eingeführt wurden die Münzen hauptsächlich um mit ausländischen Händlern Handel zu treiben. Es gibt viele Gebiete in den Münzen überhaupt nicht anerkannt wird, so dass es sich immer empfiehlt einige Tauschwaren mit sich zu führen, doch in allen größeren Städte gibt es Zwischenhändler, die für Münzenbesitzer den Tauschhandel durchführen und sich einen entsprechenden Gegenwert dafür in Münzen zahlen lassen. Diese Penukar Valuta Asing (Geldwechsler) begleiten Fremde auf den Markt und tauschen mit ihren eigenen Waren das ein, was die Fremden haben möchten, im Ausgleich lassen sie sich mit Münzen bezahlen, mit denen sie wiederum ihre Waren einkaufen.

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Eckdaten zur Geschichte Minangpahits, aus dem KTP-Quellenbuch, die wir berücksichtigen sollten:

 

860 n.L.: Kaiser WuDsu aus der Thai-Dynastie, versucht eine Ausdehnung nach Süden (Minangpahit) mittels Feldzügen, jedoch scheitert er

 

970 n.L.: "Krieg der schwimmenden Wälder": Kaiser JuiDsu ließ eine Flotte, bestehend aus sehr vielen Kriegsdschunken, ins Meer der Seejungfrauen schicken, um Piraten zu jagen und die minangpahitischen Handelszentren auf Mahuta zu erobern. Die Minangpahiti vermieden den Kampf auf der offenen See und lauerten in Buchten und an den Flüssen, die zu ihren Festungen führten... Die Minangpahiti vernichteten einen sehr großen Teil der Flotte!

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Im Prinzip wandeln in der Vorstellung der schamanistischen Gläubigen die Ahnen als Geister über die Welt, solange man ihrer gedenkt und sie verehrt. Daneben hat jede Sippe aber noch einen großen Ahnengeist, möglicherweise mit tierischen Aspekten, vergleichbar einem Totemgeist. Dieser große Ahn stellt so etwas wie das kollektive Gedächtnis eines Stammes dar und letztendlich geht jeder wandernde Geist einer Sippe in diesen großen Geist ein, wenn seine persönliche Verehrung endet. Seine Kraft geht also nicht verloren. Einfache Ahnengeister sind aber viel leichter für die Schamanen zu beschwören, weshalb der individuelle Ahnenkult auch aufrechterhalten wird. Daneben können sich besondere Schamanen, die sog. Schädelschamanen, auch die Dienste fremder Ahnen zu nutzen machen. Vorraussetzung ist, dass sie einen Schädel des Menschen zu Lebzeiten haben. Diese können dann als Wächter (analog zu Truskanen) oder auch als Kundschafter oder Krankheitsüberbringer etc. eingesetzt werden, Aufgaben, die man den eigenen Ahnen niemals zumuten wird. Hieraus resultiert der Brauch der Kopfjagd, dem sich einige der Urwaldstämme verschrieben haben.

 

Aus dem Religionsthread, somit ein bißchen Hintergrund zur Kopfjagd...

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