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Artikel: Der Falod - ein Feenwesen aus Lidralien


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Die folgende Beschreibung des Falods von Zuan Franchesco Straparola da Salveto in dessen Werk Estranias criaturias magicas de las antiguas provincias ist über 300 Jahre alt und heute nur noch in drei Abschriften des besagten Handbuchs in Niederlassungen des Convendo und erstaunlicherweise in einer albischen Übersetzung in der Universität zu Fiorinde vorhanden.

„Der Falod ist ein Unhold, ein Feenwesen, welches ursprünglich aus Ilantia, einer dunklen Schwesterwelt der Lagunenstadt Lanitia in Serenea stammt (Ilantia scheint im weitesten Sinne vergleichbar mit der Anderswelt Erainns, Anm. d. Ü.). Er ist wie viele Wesen von dort auf groteske und abstoßende Weise einem missgestalteten Menschen ähnlich, gleichwohl vieles an ihm bestialischer - seine krallenbewehrten Pranken, seine Glupschaugen im eklen Grün mit Schlitzpupillen oder sein hundeartiges Gebiss. Die Form des Schädels und seine Ohren erinnern auf verstörende Art an die eines Kalbs, jedoch ohne Fell, mit starkem Kiefer und langem menschlichem Haupthaar. Er kann sprechen, aber es ist fast unmöglich seine gebellten und gegrunzten Äußerungen zu verstehen. Dies scheint den (in dieser Hinsicht) äußerst dünnheutigen Falod zu erzürnen.

Das Absonderlichste am Falod jedoch ist nicht sein wunderliches Aussehen sondern seine Fähigkeiten, die sich im Lauf der Jahrhunderte stark verbessert zu haben scheinen, was die These stützt, dass es sich um ein einzigartiges Wesen handeln könnte (vgl. G. C. Basile, Sulla naturesa das fadas únicas). Es wurden niemals mehrere auf einmal gesehen und die wenigen Sichtungen, die es gab, lagen alle zeitlich weit auseinander. Da bisher nicht bekannt ist, ob jemals ein Falod getötet wurde, ist es gut möglich, dass es nur einziges Wesen dieser Art gibt.

Der Falod ist durch magische Waffen und Körpermagie nicht zu verletzen, des Weiteren scheint er eine gewisse Resistenz gegen Schaden durch Magie zu besitzen, die auf die Umgebung wirkt. Der Unhold ist außerdem in der Lage mitten im Kampf unsichtbar zu werden, ohne dass ihn dies von anderen Handlungen abzuhalten scheint, jedoch wird er wieder sichtbar, wenn er angreift. Ähnliches gilt für eine Art angeborenes Versetzen – wir würden es als Phasensprung bezeichnen – mit dem er ebenso mitten im Kampf seine Position nach Belieben ändern kann. Noch nicht bekannt ist, ob man dem Falod mit Waffen aus kaltem Eisen seiner magischen Fähigkeiten berauben kann.   

Im Landstrich Engador erscheint der Falod als Unhold in einem heute schon fast vergessenen Märchen der Landbewohner. Er gilt darin als unbesiegbar und jeder der ihm begegnet ist des Todes. In der Geschichte taucht auch der einzige, uns bekannte mögliche Beweggrund für das Handeln des Falods auf: Er sammelt magische Dinge.“


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Edited by Orlando Gardiner
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Der Artikel löst bei mir Assoziationen an "The Witcher" (die Serie) aus. Das Wesen passt gut zu dem inzwischen beliebten Figurentyp des Bestienjägers, da braucht es solche Viecher als Herausforderungen.

Warum der Artikel dazu ausgerechnet in einer albischen Übersetzung vorliegt, leuchtet mir nicht ein, aber das ist Geschmackssache.

Gefallen würde mir, wenn es noch eine Geschichte zu einem besonderen magischen Objekt geben würde, welches sich (angeblich?) in seinem Besitz befindet. Dann würde es gleichsam zu der Beschreibung des Wesens einen zusätzlichen Abenteueraufhänger geben.

Danke für den Artikel, Orlando.

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vor 4 Stunden schrieb Fabian:

Warum der Artikel dazu ausgerechnet in einer albischen Übersetzung vorliegt, leuchtet mir nicht ein, aber das ist Geschmackssache.

Das könnte mehrere Ursachen haben. Es ist nicht nur der Artikel, sondern das ganze Handbuch übersetzt worden. Es heißt in etwa "Merkwürdige magische Kreaturen aus den alten Provinzen" - wenn ich mich nicht täusche, hieß der albische Teil in dem sich Fiorinde befindet, einst Falbean und war eine Provinz des Reiches der Seemeister. Demnach enthält das Werk auch Kreaturen, die aus Vestenesse stammen und war daher für den Übersetzer von Interesse.

Oder der Falod wurde einst auch in Alba gesichtet.

Ich denke, dass ich den Artikel durchaus noch erweitern werde: Um Spieldaten, Kleidung, evtl. noch mehr zum Hintergrund, aber vermutlich eher weniger innerhalb des Straparola-Artikels, weil der Verfasser gar nicht so viel über das Wesen wusste. Das was im Artikel steht, kann evtl. mit einem erschwerten Wurf auf Landeskunde oder Zauberkunde herausgefunden werden.

Eine Idee ist noch, dass sich das Wesen von magischen Gegenständen in gewisser Weise ernährt und diesen langsam ihre Kraft entzieht (regeltechnisch noch unklar wie).

Die Idee kam mir, als ich meine höchstgradige Figur durchgeschaut habe und feststellte, dass sie eigentlich keine nichtmagischen Waffen mehr besitzt (die drei Wurfbeile, die sie nie benutzt, vernachlässige ich jetzt mal) und wie ein Kampf aussähe, wenn ein Monster eben nur mit nichtmagischen Waffen zu verletzen wäre.

Edited by Orlando Gardiner
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vor 17 Minuten schrieb Orlando Gardiner:

Eine Idee ist noch, dass sich das Wesen von magischen Gegenständen in gewisser Weise ernährt und diesen langsam ihre Kraft entzieht (regeltechnisch noch unklar wie).

Die Idee kam mir, als ich meine höchstgradige Figur durchgeschaut habe und feststellte, dass sie eigentlich keine nichtmagischen Waffen mehr besitzt (die drei Wurfbeile, die sie nie benutzt, vernachlässige ich jetzt mal) und wie ein Kampf aussähe, wenn ein Monster eben nur mit nichtmagischen Waffen zu verletzen wäre.

Schau hierzu vllt. auch mal zu den Blitzfaltern im M4 BEST. Die sind auch geeignet, magische Waffen zu vernichten und da wird ein Mechanismus beschrieben. Vllt. kannst du den ja adaptieren. 

Mir gefällt das Wesen sehr gut, wenngleich ich es durch seine speziellen Fähigkeiten als sehr gefährlich und schwer zu besiegen einstufe. Aber das soll es ja auch sein... 

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vor 21 Stunden schrieb Orlando Gardiner:

Eine Idee ist noch, dass sich das Wesen von magischen Gegenständen in gewisser Weise ernährt und diesen langsam ihre Kraft entzieht (regeltechnisch noch unklar wie).

Vielleicht kannst du dich auch am Zauber Rost orientieren, der ja ggf. in analoger Weise auf metallische nichtmagische Waffen wirkt. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die weitere Ausarbeitung der Kreatur. Wäre evt. auch etwas für die DDD.

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