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Fimolas

M5 - Meinung Spurensuche - die neue Superfähigkeit?

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@Eleazar Ich habe ja auch keine Patentlösung, vor allem, weil ich den Fertigkeitenwust in M4 ganz schlimm fand und zu weiteren Aufsplitterungen, zu noch mehr Kleinteiligkeit führte.
Allerdings bin ich mit manchen Vereinfachungen in M5 nicht zufrieden, weil sie
auf mich wie halbherzige Kompromisse wirken.
Dazu gehört für mich auch Spurensuche, in dieser Fertigkeit wurden für mein Empfinden Dinge gebündelt, die einfach nicht zusammengehören.
Das macht sie in meinen Augen global anwendbar und damit übermächtig, und um diesem Umstand etwas entgegenzusetzen, muss zu "weichen" Hilfsmitteln gegriffen werden.

Ich kann dir auch nicht erklären, wie ich dieses Problem im Übergang von M4 zu M5 gelöst hätte, weil mir dazu einfach das mathematische Verständnis fehlt.
Alles, was ich kann ist, mich über Inhalte zu nähern, und diese Frage hätte ich ganz anders versucht zu lösen.
Ich hätte versucht, eine Fertigkeit nach Inhalt und Zielsetzung ganz klar zu definieren, nicht zu detailliert, aber auch nicht zu pauschal.
Und dann erst hätte ich ihr einen Namen gegeben.

Was aber hier passierte, wirkt auf mich so:
Wir haben zwei Fertigkeiten, von denen eine wegfallen soll, um die Gesamtanzahl einzudampfen.
Eine der beiden Fertigkeiten soll aber mit Inhalt und vor allem ihrem Namen nach möglichst erhalten bleiben, um für einen Wiedererkennungswert zu sorgen.
Also tackern wir Spuren suchen und Suchen zusammen, weil die beiden Benennungen irgendwie zusammen passen, und nennen das Ganze dann Spurensuche.

Der einfachste Weg ist nicht immer der beste.
Auf der anderen Seite kann ich nachvollziehen, dass der Bruch zwischen M4 und M5 auch schon so groß genug war.
Mit einem völlig neuen Fertigkeitenkatalog, zu allen anderen Änderungen noch dazu, hätte ich als Betreiber auch Angst gehabt, Midgard bis zur Unkenntlichkeit zu verändern.

Dann aber denke ich mir wieder:
Warum nicht alles komplett überdenken, wenn man schon mal dabei ist?
Warum nicht eine Fertigkeit wie "Spurensuche", die sich nur und ausschließlich auf natürliche Umgebungen, aber auch entsprechende Bodenbeschaffenheiten bezieht,
dafür aber auch unterstützend für "Überleben" eingesetzt werden kann?

Im Gegenzug eine Fertigkeit "Baukunde", die nicht nur Statik, Architektur(geschichte) usw. abdeckt, sondern auch das Wissen um Mauerdicken und Tragfähigkeit von Dächern/Decken/Böden?
Dazu gehört auch das Lesen und Erstellen von Grundrissen und Bauplänen.
(> Fälschen als unterstützende Fertigkeit, aber unter anderem Namen, weil zu ihm auch anderes Kunsthandwerk wie Portraitmalerei, Bildhauerei und Komposition gehören. > Transfer)
Allen Baumeistern, Einbrechern, Bauhandwerkern und Historikern leuchten die Gemeinsamkeiten und Überschneidungen im Fachwissen ein.
Eine solche Baukunde könnte beim Auffinden von Geheimtüren und/oder Fallen unterstützend eingesetzt werden, ganz ohne Wahrnehmung.

Damit würde sich natürlich die Frage stellen, was mit der bisherigen Fertigkeit Suchen passieren soll?
Die würde in eine neue Fertigkeit Einbrechen eingehen, zusammen mit Schlösser öffnen.
Denn aus welchem Grund sollte eine Figur lernen, Schlösser zu öffnen, wenn sie anschließend nicht die Räumlichkeit gezielt durchsuchen will?
Auch andersherum: Wer Räume gezielt durchsuchen will, sollte auch wissen, wie er hineinkommt.
Zu dieser Fertigkeit würde auch gehören, möglichst keine Spuren zu hinterlassen. Rumwühlen kann ja jeder.

Du verstehst, worauf ich hinauswill? :)

Edited by Drachenmann
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Ich bin verwirrt: Hat hier jemand als SpielerIn ein Problem mit Spurensuche? Wenn ja, warum? Weil es die eigene Kernkompetenz ist - wenn man z. B. einen Wa oder Er spielt und es nicht mag, wenn der Priester auch Spurenlesen kann? Mit steigendem Grad nimmt die Anzahl der Kernkompetenzen ab, wie hier schon vielfach geschrieben wurde. Das ist sowohl technisch, als auch rollenspielerisch nachvollziehbar - wer ständig Abenteuer erlebt, lernt irgendwann die Dinge, die man braucht, um Probleme zu lösen und zu überleben. Mit dem Verwässern der Kompetenzen muss man daher leben, es trifft ja gerechterweise auch jede Spielfigur.

Oder hat jemand als SL damit Schwierigkeiten? Das verstehe ich nicht, denn als SL habe ich doch in der Hand, was die SC finden - ohne Spurensuche, mit einer Spurensuche ohne entsprechende Fähigkeit, mit einer gelungenen Wahrnehmung, mit schlechter, mittlermäßiger, guter oder exzellenter Spurensuche. Als SL WILL ich doch auch, dass die Spuren entdeckt und gedeutet werden, oder sehe ich das falsch?

Edited by donnawetta
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Zitat

. Mit dem Verwässern der Kompetenzen muss man daher leben, es trifft ja gerechterweise auch jede Spielfigur.

Das ist dann eine Änderung gegenüber m4, dort hatten sich solche Spezialisten bis ca. Grad 11 gehalten 

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vor 26 Minuten schrieb Panther:

Das ist dann eine Änderung gegenüber m4, dort hatten sich solche Spezialisten bis ca. Grad 11 gehalten 

Und das hat bei kleinen Gruppen wie geholfen? 

Außerdem kommen wir vom Thema ab.

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1 hour ago, Panther said:

Das ist dann eine Änderung gegenüber m4, dort hatten sich solche Spezialisten bis ca. Grad 11 gehalten 

Nja. Spurenlesen war ein Sonderfall, weil diese Fertigkeit extrem lernteuer war. Andere Fertigkeiten wie Zauberkunde oder Sagenkunde, die man archetypisch eher in der Zauberer-Ecke verortet, waren auch relativ früh bei dem ein oder anderen Kämpfer zu finden. Glücksritter konnten Zauberkunde sogar bei Figurenerschaffung lernen. ;)

On 10/18/2020 at 9:28 AM, Abd al Rahman said:

Ich würde dann aber den Weg gehen, den z.B. Gumshoe geht. Mehr Fertigkeiten für die Ermittlungen. 

Arkanische Forensik, Spurenlesen, Waffenkunde, Wundanalyse, Verhören, Lügen erkennen 

Wobei man diese Fertigkeiten auch mit Midgard-Fertigkeiten abbilden kann.

  • Arkanische Forensik = Zauberkunde
  • Spurenlesen = Spurensuche
  • Waffenkunde = Waffenfertigkeiten oder Landeskunde
  • Wundanalyse = Heilkunde
  • Verhören = Verhören
  • Lügen erkennen = Menschenkenntnis

Letztlich kommt es auch darauf an, wie ausschweifend man eine bestimmte Ermittlung inszenieren möchte.

Wenn man die Situation hat: "Der Gruppen-Ermittler möchte alleine das Haus eines möglichen Zeugen untersuchen.", dann kann man das als Nebenschauplatz mit mit einem EW:Schlösser öffnen (um hinein zu kommen) und ein paar EW:Spurensuche und vielleicht einem EW:Zaubern - Erkennen von xxx abwickeln.

Hat man hingegen die Situation, dass sich das ganze Abenteuer und die ganze Gruppe darum dreht, ein Haus zu untersuchen, dann handelt man das nicht mit Spurensuche ab, sondern hat detaillierteren Fertigkeiten-Einsatz und aktiv angesagte Handlungen ("Ich untersuche jetzt den Korrespondenz auf dem Schreibtisch." - "Du findest Ausführungen über Geschäftsvorgänge." - "Das ist wohl eher etwas für den Händler der Gruppe. Der hat Geschäftssinn.")

Edited by dabba
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Zum Spuren lesen im Freiland ist zu sagen, dass nur ein Charakter an der Spitze der Gruppe einen unmodifizierten Wurf bekommt, da er selbst Spuren hinterlässt, wird es für die nachfolgenden Charaktere schwieriger.

Der Unterschied zwischen Waldläufer und Ermittler ist eher in den Überlebensfertigkeiten zu finden. Da kann man zwischenrein 3-4 Würfe einstreuen, ansonsten geht es durch Giftefeu, ein Morastloch, man schreckt vielleicht ein Rudel Wildschweine auf, die dann die Spuren unkenntlich machen, o.ä.

Der "Untersuchen" Teil in Räumen kann von mehreren Charakteren durchgeführt werden, jeder einen Teil des Raumes, das dauert ja auch 10min. Der Ermittler hat dann eher Zugriff auf die Fertigkeit "Fallen Entdecken", um automatisch auf den Giftdorn an der Schublade aufmerksam zu werden.

Wenn mehrere Charaktere die Fertigkeit mittelmäßig beherrschen, könnte jemand der verfolgt wird, mal aktiv seine Spuren mit Tarnen verwischen. Das trennt dann auch die Spreu vom Weizen.

Edited by Kar'gos

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vor einer Stunde schrieb Kar'gos:

Der Unterschied zwischen Waldläufer und Ermittler ist eher in den Überlebensfertigkeiten zu finden. Da kann man zwischenrein 3-4 Würfe einstreuen, ansonsten geht es durch Giftefeu, ein Morastloch, man schreckt vielleicht ein Rudel Wildschweine auf, die dann die Spuren unkenntlich machen, o.ä.

 

Sorry, aber wenn ich das nur mache, um die Figurentypen zu trennen, ist das unnötige Maßregelung. Da halte ich gar nichts von.

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vor einer Stunde schrieb Einskaldir:

Sorry, aber wenn ich das nur mache, um die Figurentypen zu trennen, ist das unnötige Maßregelung. Da halte ich gar nichts von.

Wie dabba weiter oben schon schrieb, kommt es etwas auf den Stellenwert der Szene im Abenteuer an. Wenn ich den solo Ermittler deswegen Steine in den Weg lege, sehe ich das wie du als Maßregelung. Wenn die Verfolgungsjagd der  der Hauptplott des Abenteuers ist, sollte es meiner Meinung nach von den Fertigkeiten her diverser ausgelegt sein.

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On 10/18/2020 at 8:24 AM, Fimolas said:

Nun aber ist die neue Spurensuche zur mit großem Abstand am häufigsten verwendeten Fertigkeit aufgestiegen

Das kann ich so nicht bestätigen. Wie dabba sagt, Menschenkenntnis, Verhören, Gassenwissen kommen bei diesem Typ Abenteuer auch sehr stark zum Einsatz, bei anderen Typen auch ganz andere Fertigkeiten. Ich hätte eher Menschenkenntnis als inflationär angesehen, weil irgendeine Form von kampfloser menschlicher Interaktion gibt es eigentlich immer.

Bei offiziellen Abenteuern aus M4 kann es natürlich sein, dass wo vorher "divers" die beiden Urfähigkeiten gefordert wurden, nun nachher sehr oft Spurensuche steht (wobei Suchen in meiner Beobachtung eher ein Mauerblümchen war).

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13 hours ago, donnawetta said:

Mit dem Verwässern der Kompetenzen muss man daher leben, es trifft ja gerechterweise auch jede Spielfigur.

Nicht, wenn es sich um Magie handelt (Extrembeispiel: Bardenlieder).

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      Patrick
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