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Diomedes

Warum hat Powergaming einen derart schlechten Ruf?

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Am 16.2.2018 um 20:53 schrieb Barbarossa Rotbart:
Am 16.2.2018 um 18:49 schrieb Panther:

...
"gute" Powergamer  und "schlechte" Powergamer, die sind dann Munchkins.
...

Sorry, aber das ist kompletter Humbug! Es gibt nämlich keine guten Powergamer! Die Behauptung, dass es sie gäbe, stammt nämlich von den Powergamern selbst. Du wirst keinen Nicht-Powergamer finden, der einen guten Powergamer kennt.

Doch, hier bin ich, und das aus tiefem Herzen!

Ich kenne nicht nur einen, sondern mehrere Powergamer, die sich extrem gruppentauglich verhalten, sowohl ingame als auch, wenn es um Regel(er)klärungen geht.
Sie helfen nicht nur anderen Mitspielern, indem sie auf mögliche Gefahren für deren Figuren hinweisen, sondern auch mir beim Leiten, weil ich oft ein totaler Regeldepp bin.
D.h. sie weisen mich als SL sogar auf Fehler hin, von denen ihre eigene Figur profitieren könnte, aber sie wollen im ehrlichen Wettkampf gegen meine Figuren gewinnen.
Ich finde es einfach sehr kurzgegriffen, jedem regelfesten Mitspieler puren destruktiven Egoismus zu unterstellen, sobald er für seine Figur von Anfang an das Optimum herausholt,
solange es eindeutig von den Regeln gedeckt ist.
Und selbst, wenn mal hier oder da ein wenig gedehnt wird:
sie achten den Gruppenkonsens, die Meinung aller anderen und vor allem gilt für sie ganz selbstverständlich bei Zustimmung die Regelauslegung für alle anderen am Tisch genauso wie für sie selber.
Es wird also wenn, dann gemeinsam eine Regel gedehnt, dann aber als allgemeingültige Auslegung.

Die Powergamer, die ich meine, halten also die Gruppe zusammen, sorgen für Spielspaß durch Regelsicherheit und treiben die Handlung vorwärts.
Das wiederum gibt anderen Mitspielern und mir (als SL und als Spieler) die Möglichkeit, spielerisch die Regeln besser zu beherrschen und dadurch selbstsicherer zu handeln.

Und ganz nebenbei sind diese Powergamer auch noch größtenteils wie ich finde sensationelle Rollen- und Mannschaftsspieler,
machen begeistert den größten Fluff, Blödsinn und Slapstick mit und lassen jedem anderen am Tisch Raum für das eigene Rollenspiel.

Ohne solche Powergamer am Tisch hätte ich mich niemals getraut, auf einem Con zu leiten!
So, das musste jetzt mal raus.

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@Drachenmann: Nachdem hier als "Powergamer" unter anderem von Barbarossa Rotbart nur der gruppenstörende Egomane benannt wird, können deine Mitspieler keine solchen sein. Sie sind bestenfalls "Regelfüchse" oder gruppendienliche Optimierer oder meinetwegen erfolgsorientierte Gamisten - aber keinesfalls "Powergamer".

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Nicht...? :buhu:
Das musst Du ihnen aber schon selber sagen, ich tu's nicht. ;)
Außerdem hört sich "gruppendienlicher Optimierer" für mich ein wenig wie "nützlicher Idiot" an...

Aber wahrscheinlich bin ich für so tiefgründige rollenspieltheoretische Diskussionen zu unbelesen.
Na, was soll's, schließlich würde ich auch niemals jemanden im persönlichen Gespräch einen "Munchkin" nennen,
sondern beim "Spielverderber" bleiben; dann weiß ich wenigstens selber, was ich meine. :D

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Am 15.2.2018 um 07:37 schrieb Rosendorn:

Mich würde mal ein neutraler Begriff für einen Spieler interessieren, der sich gerne intensiv mit den Spielregeln beschäftigt, diese zu seinem Vorteil und dem der Gruppe einsetzt und Spaß an einer starken Figur mit guter Ausrüstung hat. 

Der Begriff soll so einen Spielstil mit Schwerpunkt auf Regeln und Benutzung derselben wirklich neutral wiedergeben. Muss auch nicht besonders lobend sein. 

Da hast Du, und ernst meine ich es auch:

Spielofant!

Begründung 1:
Fanten gelten zu Recht als überaus klug und lernfähig, außerdem verfügen sie über ein sprichwörtlich gutes Gedächtnis.
Auch sind Fanten körperlich sehr kräftig und zugleich in der Lage, mit ihrem Rüssel ausgesprochen sensible und feinmotorische Handlungen zu verrichten.
Ausgewachsene Fanten sollte nicht gereizt werden, denn sie sind ihren meisten Gegnern nicht nur körperlich, sondern auch geistig überlegen.
Ein zorniger Fant ist nicht nur ein beeindruckender, sondern zu Recht furchteinflößender Anblick,
und gerade wenn es um das Wohlergehen seiner Gruppe geht, versteht ein Fant keinen Spaß!
Gegner, die an den geistigen Fähigkeiten der Fanten zweifeln, werden schnell eines Besseren belehrt:
Fantengruppen unter Anleitung eines oder mehrerer besonders erfahrener Altfanten sind zu überraschenden strategischen und taktischen Handlungen fähig.

Innerhalb seiner Gruppe dagegen und dort insbesondere den niedlichen Jungfanten (den sog. "Fäntchen") gegenüber verhält ein Fant sich sehr sozial und behütend.
Denn bei all seiner Größe und Körperkraft ist der Fant ein sanftmütiger Koloss, der sich nur in einer harmonischen Gruppe wirklich wohlfühlt.
Wie alle Rudeltiere legt der Fant großen Wert auf Regeln und deren Einhaltung, wobei nicht nur der einzelne Fant sich neuen Bedingungen schnell anpassen kann,
sondern auch eine ganze Fantengruppe die Fähigkeit besitzt, gemeinsam bestehende Regeln zu verändern, zu ergänzen oder völlig neue zu entwickeln,
ohne dabei das umgebende System zu zerstören, in das die Fantengruppe eingebettet ist und das ihren Lebensraum bildet.
Fanten sind toll und außerdem Sympathieträger!

Begründung 2:
Da es so seltsame Bezeichnungen wie Munchkin und Taschenlampenfallenlasser gibt, hat auch der Spielofant seine Daseinsberechtigung.
Basta.

bearbeitet von Drachenmann
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vor 6 Minuten schrieb Solwac:

Spielofant = gruppendienlicher Rüssel?

Nein, eben nicht, sondern der Versuch, Rosendorns Bitte nach einem Begriff zu beantworten.
Tatsächlich und ernsthaft, ohne dabei broternst zu werden, diese Verbissenheit führt doch zu nichts...
Und nachdem die vielen Begriffe, die ich in diesem Zusammenhang auch auf diesen 9 Seiten mal wieder gelesen habe,
entweder sehr wertend benutzt werden und deshalb verbrannt sind, oder sie aber in ihrer Begründung sehr seltsam auf mich wirken,
werfe ich mal den Spielofanten ins Rennen.
Ok, Spielofant hört sich freundlich an und ist auch so gemeint, ist das schlimm?

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vor 2 Stunden schrieb Drachenmann:

Da hast Du, und ernst meine ich es auch:

Spielofant!

Begründung 1:
Fanten gelten zu Recht als überaus klug und lernfähig, außerdem verfügen sie über ein sprichwörtlich gutes Gedächtnis.
Auch sind Fanten körperlich sehr kräftig und zugleich in der Lage, mit ihrem Rüssel ausgesprochen sensible und feinmotorische Handlungen zu verrichten.
Ausgewachsene Fanten sollte nicht gereizt werden, denn sie sind ihren meisten Gegnern nicht nur körperlich, sondern auch geistig überlegen.
Ein zorniger Fant ist nicht nur ein beeindruckender, sondern zu Recht furchteinflößender Anblick,
und gerade wenn es um das Wohlergehen seiner Gruppe geht, versteht ein Fant keinen Spaß!
Gegner, die an den geistigen Fähigkeiten der Fanten zweifeln, werden schnell eines Besseren belehrt:
Fantengruppen unter Anleitung eines oder mehrerer besonders erfahrener Altfanten sind zu überraschenden strategischen und taktischen Handlungen fähig.

Innerhalb seiner Gruppe dagegen und dort insbesondere den niedlichen Jungfanten (den sog. "Fäntchen") gegenüber verhält ein Fant sich sehr sozial und behütend.
Denn bei all seiner Größe und Körperkraft ist der Fant ein sanftmütiger Koloss, der sich nur in einer harmonischen Gruppe wirklich wohlfühlt.
Wie alle Rudeltiere legt der Fant großen Wert auf Regeln und deren Einhaltung, wobei nicht nur der einzelne Fant sich neuen Bedingungen schnell anpassen kann,
sondern auch eine ganze Fantengruppe die Fähigkeit besitzt, gemeinsam bestehende Regeln zu verändern, zu ergänzen oder völlig neue zu entwickeln,
ohne dabei das umgebende System zu zerstören, in das die Fantengruppe eingebettet ist und das ihren Lebensraum bildet.
Fanten sind toll und außerdem Sympathieträger!

Begründung 2:
Da es so seltsame Bezeichnungen wie Munchkin und Taschenlampenfallenlasser gibt, hat auch der Spielofant seine Daseinsberechtigung.
Basta.

Manni, dafür hast Du Dir einen Ehren-Heinz-Sielbro verdient. Fühle Dich aus vollen Herzen gerühmt!!! :thumbs:

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1 hour ago, Oramion said:

Da kann und will ich mich Bro nur anschließen, Spielofant ist ein wirklich netter Titel.

... allerdings nicht wirklich beschreibend. Ich würde damit kein konkretes Bild verbinden. Es wäre also etwas Marketing vonnöten.

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können wir hier mal festhalten das es zwar Gemeinsamkeiten in der Definition von "Powergamer" gibt, aber je nachdem ob die Pägung neutral oder negativ ist noch zusätzliche Eigenheiten zugeschrieben werden ?

 

Müsste ich mich selbst einschätzen wäre ich zwiegespalten, ich würde mich als optimierenden Rollenspieler bezeichnen. Eine jede Figur die ich spiele hat seinen Antrieb, und jede dieser Figuren wird die Naturgesetze (Regeln) der Welt nutzen um Sie zu erreichen. Bedeutet das, meine Figur wird ohne Beachtung von Hintergrund sofort alles kennen und haben ? nein!. bedeutet es mein Kämpfer wird irgendwann Zauberkunde können ? Wahrscheinlich schon, es hilft ihm zu überleben! warum sollte meine Figur es NICHT wollen oder Sinnvoll halten ?

Dinge die die Regeln (Gesetze der Welt) ermöglichen, die meiner Figur einen Vorteil bringen wird meine Figur wahrscheinlich umsetzen, es sei denn dein rollenspielerischer Aspekt hält Sie davon ab. Diejenigen die Powergamer negativ auslegen stellen es so dar als ob es keine roleplay für die Personen gibt sondern nur ein Roll-play.

 

Als Spielleiter bin ich übrigens unter umständen jemand der Powergaming/munchkin Elemente in Regelthemen sogar unterstützt. Spielweltregeln die aus balance Gründen im Regelwerk mit "IST SO" stehen, aber die Spielweltliche eigentliche Logik nicht unterstützen, werden von mir geflissentlich ignoriert ! Bei mir hat Spielweltlogik Priorität.

"Dürfen nur NpCs" ist so ein klassisches rotes Tuch ! (Thaumaturgen / Thaumagrale sind da ein gutes Beispiel)

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