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Katrin

Rollenspiel mit minimalem Welthintergrund und Regeln?

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Mich interessiert in erster Linie an einem neuen System die Welt. Habe ich Bock in dieser Umgebung unterwegs zu sein? Mich in  die Denkweisen, Probleme, Möglichkeiten eines Einheimischen reinzudenken? Wenn mich das triggert probiere ich es aus. (Firefly, Dragen Age - ich, ich,ich! - Cuthullu, Perry Rhodan - ich mach dann mal was spannenderes, wie wäre es mit Wohnung putzen) Dann schaue ich, ob die Regeln das Versprechen dieser Welt auch unterstützen. Klassisches Beispiel: 7te See ist auf Mantel&Degen angelegt. Als Musketier gegen 50 Leute vom Kardinal -  im 7te See Regelwerk kein Problem, nach Midgardregeln eine unendliche, sinnlose Würfelorgie, die garantiert scheitert.

Bei Hausregeln bin ich sehr zwiegespalten. Ich glaube gewiss nicht an das sakrosankte Regelwerk. Manche Regeln  von Midgard finde ich unglücklich und würde sie vermutlich anders gestalten. Nach meiner Erfahrung sind die meisten Hausregeln aber nicht durchdacht - da  werden an fünf Stellen gefühlt schlechte Regeln verändert, um dann weitere sechs Hausregeln einzuführen, die  die Konsequenzen, die sich daraus ergaben, wieder einzufangen.

Quellenbücher sind nie ausgeglichen. Nach meiner Wahrnehmung muss jeder Quellenbuchschreiber noch  mächtigere Zauber einfügen, noch krassere Fertigkeiten  und noch bösere  Bösewichte als der vorherige. Ich brauche ein Quellenbuch, um eine gemeinsame Basis für die Vorstellung zu haben, wenn sich Figuren in einem Land bewegen. Das bedeutet nicht, dass ich die genaue Ahnenreihe jedes Königs brauche, aber zumindest mal eine Festlegung, ob es einen (mächtigen) König gibt oder  nur Provinzfürsten.  Dass ich eine Vorstellung bekomme, wie die Personen im Alltag dort leben, was sie brauchen oder auch nicht brauchen, wie sie auf Handlungen von anderen Personen wahrscheinlich reagieren, um dann zu überlegen, was können dort für spannende Abenteuer stattfinden.  Plumpes Beispiel:  eine Tempel mit Pharao und Mumien passt nach Eschar, in Alba würde ich es als Anachronismus empfinden und nur akzeptieren, wenn das Abenteuer darin besteht, die Ursache zu finden und den Fehler im Raum-Zeit-Gefüge zu beheben.

 

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Als ich mit Midgard angefangen habe, hat es mir gereicht, was in einem Abschnitt über die Kultur stand, in der gespielt wird und wo meine und anderer Spieler Figuren herkamen, um ein Bild zu haben, weil ich die irdischen Kulturen entweder persönlich oder aus Berichten, Büchern, Filmen "kannte".

Wenn es also kein QB gibt, bastle ich mir da etwas zusammen.

Ein QB macht es mir leichter, weil da eben schon ein Bild vorgegeben wird. Und das QB liefert mehr Hintergrund, der für alle Spieler abrufbar ist, also einen Konsens herstellen kann, wie das Land und die Leute -in ihren Klischees - sind.

Gibt es ein QB, kann man eher gemeinsame Vorstellungen entwickeln/umsetzen. Das QB erspart sicherlich Zeit, weil man vielleicht noch ein paar nachfragen zu den Vorgaben klärt, aber eben nicht alle eigenen Ideen diskutiert.

Man kann aber Midgard eben einfach als System auf irgendeine Welt übertragen. Das kann eine komplette Eigenkreation sein oder DSA. Wer deren riesigen Fundus an Hintergrund liebt, kann dort nach jedem System spielen, welches ihm besser gefällt.

 

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