Jump to content
Ma Kai

Spieler unter Stress setzen?

Empfohlene Beiträge

Ich brauch keinen Hausgemachten Stress am Spieltisch, weder als Spielleiter noch als Spieler. Wie ich weiter oben schon schrieb machen sich, zumindest die Spieler mit denen ich spiele, genug stress in kniffligen Situationen so das ich nichts mehr dazu tun muss.

Wenn ich korrekt beschreibe müssen die Spieler ihre schlüsse ziehen und danach handeln. Was daraus resultiert liegt aber bei ihnen.

LG Gormat 

bearbeitet von Gormat
  • Like 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Stress kommt:

- die Spieler machen ihn sich selbst
- der SL nutzt zeitlichen Druck für Dramatik, Spielweltlogik (SL spricht mit Spieler und senkt den Druck beim nächsten Mal)
- Die Würfel erzeugen mit "1" und den daraus folgenden Falschinformationen Stress (kann man mit offenen Würfeln verhindern)
- der SL Plot war Mist und unlogisch und eben nicht zu verstehen (SL spricht mit Spielern und baut hoffentlich ein besseres Abenteuer beim nächsten Mal)
- Die Würfel im Kampf erzuegen mit "krits" Todesangst.  (GG, SP, und GP mindern den Druck - 20/100 wird per Hausregel abgeschafft).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Stunden schrieb Panther:

naja... sonst passiert was in der Spielwelt, was der SL sich so ausgedacht hat. Das kann von "keine Belohnung" bis Tod gehen, je nach dem wie Spielweltlogisch es ist.

[...]

Das eigentliche Abenteuerplot des SL war: Sucht einen Drachentöter, nicht "macht es selber"

Wer hat denn da den Stress erzeugt? Die Spieler mit ihrem Selbstmord-Kommando oder der SL?

Waren wir nicht gerade eben noch beim Zeitdruck? Es wäre wirklich angenehmer zum diskutieren, wenn du mal bei einer Sache bleiben würdest, statt ständig in der Gegend rumzuspringen.

Aber sei es drum: eine Schuldzuweisung ist hier völlig sinnfrei. Denn ganz klar lag hier eine Kommunikationspanne vor. Das ist weder die Schuld der Spieler, noch die des SL sondern wenn überhaupt, von beiden Seiten. Der SL war wohl der Ansicht, die Gefährlichkeit klar genug gemacht zu haben. Die Gruppe war der Ansicht: hey, wenn der SL der Abenteurergruppe einen Drachen vor die Nase setzt, dann will er, dass wir uns darum kümmern, dass wir schlau genug sind, zu merken, dass der Drache nur eine Illusion ist oder viel zu jung und unerfahren oder so schwer krank, dass er keine Gefahr darstellt oder oder oder.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

ja, Zeitdruck fällt bei mir unter Punkt 2 - Spielweltlogik

Der Drache ist am Horizont, er faucht einmal in die Luft. Die Gruppe ist in einem Dorf mit einem Drachentöter (den sie NICHT angeheuert hat), und der SL beschreibt, wie alle um sie herum in Deckung gehen. Dann kommt der schöne Spruch des SL: "Der Drache ist - würdet Ihr so schätzen - in 2 Minuten da - Was macht Ihr?"

Ist damit Zeitdruck ausgelöst? Kann die Gruppe jetzt stundenlang disktuieren, was sie macht? Oder darf der SL nach einem "gerüttelt" Maß an Zeit (Wenn keine Situationsfragen mehr kommen) und die Gruppe nur da rumsteht und disktutiert, wie man als Grad 1 mit den Drachen platt machen könnte und immer wieder rausbekommt. Können wir gar nicht, ist ja alles tödlich! Oh wir haben kein Feuerfestes Schild, was der Drachentöter gestern in der Kneipe noch empfahl. Oh ich kann gar nciht reiten, um die Lanze in den Drachen zu werfen. Oh und keiner von uns kann gut Fernkampfwaffen. Fesseln wird wird wohl auch schwer. Mist! Was könnten wir denn noch machen... Disktuier... disktutier....

Da muss doch der SL irgendwann mal sagen dürfen: Jungs, Eure Zeit ist abgelaufen... in 10sec ist der Drache da!

Wer dann nicht sagt, ich spring nun (auch wie alle  anderen in Deckung)... muss den Hauch hinnehmen, wenn er nicht vor Angst weglaufen wird... und von hinten gebraten wird.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Der SL könnte auch sagen: "Ich fasse mal zusammen, ihr habt keine Möglichkeit, wie ihr gerade aufgrund der Informationen durch Mr. Drachentöter diskutiert habt, den Drachen zu erledigen. Woher weiß der so viel über Drachen?" Nebenbei wäre die Spielweltlogik bei mir, die Grad-1er erfahren von dem Drachentöter einiges über Drachen und er, als erfahrener Haudegen übernimmt dann von sich aus. Oder er reist ab, weil er mit Drachen nichts mehr zu tun haben will. Aber in seinem Dorf bleiben und nichts tun, scheint mir unlogisch.

Zeitdruck muss ich da nicht mehr aufbauen, die Gruppe hat genügend Druck ob ihrer Ratlosigkeit.

Mir macht das als Spieler allerdings nichts aus, wenn ich dem Druck ausgesetzt würde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 34 Minuten schrieb Jürgen Buschmeier:

Der SL könnte auch sagen: "Ich fasse mal zusammen, ihr habt keine Möglichkeit, wie ihr gerade aufgrund der Informationen durch Mr. Drachentöter diskutiert habt, den Drachen zu erledigen. Woher weiß der so viel über Drachen?"

...

Würde ich als SL nicht tun und wäre als Spieler auch sehr irritiert, wenn der SL es tut.

Es ist doch nicht Aufgabe des SL lenkend in die Diskussionen der Spielerfiguren einzugreifen. Es sei denn es ist ein NSC beteiligt (der das dann aber gemäß seiner Agenda tut. Die könnte auch sein, die Spielerfiguren als Drachenfutter zu verheizen.). Andernfalls kann ich die Spieler ja gleich in ein Schienenfahrzeug setzen.

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 3 Minuten schrieb Stephan:

Würde ich als SL nicht tun und wäre als Spieler auch sehr irritiert, wenn der SL es tut.

Es ist doch nicht Aufgabe des SL lenkend in die Diskussionen der Spielerfiguren einzugreifen. Es sei denn es ist ein NSC beteiligt (der das dann aber gemäß seiner Agenda tut. Die könnte auch sein, die Spielerfiguren als Drachenfutter zu verheizen.). Andernfalls kann ich die Spieler ja gleich in ein Schienenfahrzeug setzen.

ich mache das als SL und finde es als Spieler auch enorm hilfreich, wenn ein SL das tut. Spielerdiskussionen drehen sich oft im Kreis. Selbst wenn ein Spieler irgendwann sagt "Fassen wir mal zusammen, dass ...." kommt es oft nicht bis zu den anderen durch, sondern startet vielmehr eine neue Karussellrunde. Der SL wird leichter als neutrale Instanz angenommen, zumal er sich ja in aller Regel - ausser zum beantworten von Rückfragen - an der Diskussion nicht beteiligt hat und daher nicht als "der ist ja sowieso anderer Meinung und hört mir nicht zu" wahrgenommen wird.

Leite ich selbst, habe ich mir angewöhnt, in so einer Situation vorher zu sagen "Ihr diskutiert im Kreis, möchtet ihr einen Tritt in den Hintern oder habt ihr Spass an der Diskussion und wollt damit weiter machen." Sehr oft stellt sich dann nämlich heraus, dass an irgeneiner Stelle nicht die Situation als solche das Problem ist, sondern die unterschiedliche Interpretation der Spielwelt bzw. irgendwo bei irgendwem ein Detail nicht angekommen ist.

  • Like 2
  • Thanks 5

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 9 Minuten schrieb Stephan:

Es ist doch nicht Aufgabe des SL lenkend in die Diskussionen der Spielerfiguren einzugreifen. Es sei denn es ist ein NSC beteiligt (der das dann aber gemäß seiner Agenda tut. Die könnte auch sein, die Spielerfiguren als Drachenfutter zu verheizen.). Andernfalls kann ich die Spieler ja gleich in ein Schienenfahrzeug setzen.

kommt auf die Sittuation an. ich bin der Ansicht dass ein SL dass bei Anfängern (hier sind grad einser geschildert. dass eine Ganze gruppe grad eins ist, ist meistens nur kurz nach der Gründung (und nach einem Kathastrophalen Gruppentot, der ist aber selten) vorkommt) es durch aus legitim ist, lenkend einzugreifen, weil die Spieler noch kein gefühl für die MIDGARD eigene Spielwelt-Logik haben, und wenn sie vorher hauptsächlich PC-RPGs gespielt haben, eine Unlogische Welt, in der Auftrag- und Tippgeber selten auf die Idee kommen ihren Arsch zu bewegen, und sich Spieler um alles Kümmern müssen. als den RPG normalzustand kennen. (versucht jetzt nicht das mit "PC_RPGs sind keine echten RPGs" zu entkräften, das weis ich, aber die von mir vermutete Anfängergruppe weis es meistens nicht.)

  • Thanks 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 8 Minuten schrieb Simsor:

kommt auf die Sittuation an. ich bin der Ansicht dass ein SL dass bei Anfängern (hier sind grad einser geschildert. dass eine Ganze gruppe grad eins ist, ist meistens nur kurz nach der Gründung (und nach einem Kathastrophalen Gruppentot, der ist aber selten) vorkommt) es durch aus legitim ist, lenkend einzugreifen, weil die Spieler noch kein gefühl für die MIDGARD eigene Spielwelt-Logik haben, und wenn sie vorher hauptsächlich PC-RPGs gespielt haben, eine Unlogische Welt, in der Auftrag- und Tippgeber selten auf die Idee kommen ihren Arsch zu bewegen, und sich Spieler um alles Kümmern müssen. als den RPG normalzustand kennen. (versucht jetzt nicht das mit "PC_RPGs sind keine echten RPGs" zu entkräften, das weis ich, aber die von mir vermutete Anfängergruppe weis es meistens nicht.)

Für Anfänger gilt natürlich Welpenschutz.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 32 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

ich mache das als SL und finde es als Spieler auch enorm hilfreich, wenn ein SL das tut. Spielerdiskussionen drehen sich oft im Kreis. Selbst wenn ein Spieler irgendwann sagt "Fassen wir mal zusammen, dass ...." kommt es oft nicht bis zu den anderen durch, sondern startet vielmehr eine neue Karussellrunde. Der SL wird leichter als neutrale Instanz angenommen, zumal er sich ja in aller Regel - ausser zum beantworten von Rückfragen - an der Diskussion nicht beteiligt hat und daher nicht als "der ist ja sowieso anderer Meinung und hört mir nicht zu" wahrgenommen wird.

...

Die Unfähigkeit selber eine strukturierte Diskussion zu führen ist eine (Schlecht-)Leistung der Spieler, die der Spielleiter nicht durch einen externen Eingriff entwerten sollte.

vor 32 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

...

Leite ich selbst, habe ich mir angewöhnt, in so einer Situation vorher zu sagen "Ihr diskutiert im Kreis, möchtet ihr einen Tritt in den Hintern oder habt ihr Spass an der Diskussion und wollt damit weiter machen." Sehr oft stellt sich dann nämlich heraus, dass an irgeneiner Stelle nicht die Situation als solche das Problem ist, sondern die unterschiedliche Interpretation der Spielwelt bzw. irgendwo bei irgendwem ein Detail nicht angekommen ist.

Leite ich selbst, so höre ich bei solchen Diskussionen genau zu, Habe ich den Eindruck, dass in der Diskussion

a) unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Spielwelt herrschen

b) ein Spieler eine Information nicht hat, die die Spielfigur möglicherweise hätte (z.B. durch eine Wissensfertigkeit)

so greife ich natürlich ein. Bei b) ggf. nach geheimem Wurf auf eine entsprechende Fertigkeit oder ein Attribut.

Manchmal fragen die Spieler so etwas auch selber nach.

Die Zeit, die zur Klärung solcher Punkte benötigt wird, wird natürlich bei der Betrachtung, wieviel Zeit die Spieler für ihre Diskussion haben (in Panthers schönem Drachenbeispiel: 2 Minuten) natürlich nicht berücksichtigt.

 

 

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

 

vor 3 Minuten schrieb Stephan:

 

vor 44 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

ich mache das als SL und finde es als Spieler auch enorm hilfreich, wenn ein SL das tut. Spielerdiskussionen drehen sich oft im Kreis. Selbst wenn ein Spieler irgendwann sagt "Fassen wir mal zusammen, dass ...." kommt es oft nicht bis zu den anderen durch, sondern startet vielmehr eine neue Karussellrunde. Der SL wird leichter als neutrale Instanz angenommen, zumal er sich ja in aller Regel - ausser zum beantworten von Rückfragen - an der Diskussion nicht beteiligt hat und daher nicht als "der ist ja sowieso anderer Meinung und hört mir nicht zu" wahrgenommen wird.

...

Die Unfähigkeit selber eine strukturierte Diskussion zu führen ist eine (Schlecht-)Leistung der Spieler, die der Spielleiter nicht durch einen externen Eingriff entwerten sollte.

 

ich bin doch nicht der Personalchef, der eine Leistungsbeurteilung macht und andere Leute erziehen will.  :bf:

ich möchte mit Leuten, die mein Interesse für Fantasygeschichten teilen eine schöne Zeit verbringen. Was hab ich denn davon, wenn ich am Ende sagen kann: so, der Samstag ist rum, ich geh jetzt meinen Feierabendkaffee trinken, ich hätte Euch zwar helfen können, aus einer verfahrenen Situation raus zu kommen, aber ihr seid halt unfähig. 

  • Like 3
  • Thanks 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 9 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

ich mache das als SL und finde es als Spieler auch enorm hilfreich, wenn ein SL das tut. Spielerdiskussionen drehen sich oft im Kreis. Selbst wenn ein Spieler irgendwann sagt "Fassen wir mal zusammen, dass ...." kommt es oft nicht bis zu den anderen durch, sondern startet vielmehr eine neue Karussellrunde. Der SL wird leichter als neutrale Instanz angenommen, zumal er sich ja in aller Regel - ausser zum beantworten von Rückfragen - an der Diskussion nicht beteiligt hat und daher nicht als "der ist ja sowieso anderer Meinung und hört mir nicht zu" wahrgenommen wird.

Leite ich selbst, habe ich mir angewöhnt, in so einer Situation vorher zu sagen "Ihr diskutiert im Kreis, möchtet ihr einen Tritt in den Hintern oder habt ihr Spass an der Diskussion und wollt damit weiter machen." Sehr oft stellt sich dann nämlich heraus, dass an irgeneiner Stelle nicht die Situation als solche das Problem ist, sondern die unterschiedliche Interpretation der Spielwelt bzw. irgendwo bei irgendwem ein Detail nicht angekommen ist.

Das ist quasi der umgekehrte Fall, nicht? Statt die Spieler mittels Zeitdruck unter Stress zu setzen, benutzt Du Zeitdruck, um die Spieler aus einer (für viele) stressigen Karussell-Diskussion rauszureißen.

Das kenne ich auch, und nutze es als SL genauso. Lustigerweise kommt die Idee dazu inzwischen häufig von den Spielern: "SL, wir drehen uns im Kreis, tu was!". Man kann als SL dann als Moderator auftreten, oder an der Zeitschraube drehen. Wie immer braucht man auch hier Fingerspitzengefühl, und natürlich sollte ein SL niemals eine fruchtbare Diskussion abwürgen.

Beispiel:

Meine Runde in Wiesbaden trifft sich nur 2-3 mal im Jahr für ein Wochenende. Die reale Zeit ist daher sehr wertvoll. Normalerweise bilden wir Diskussionen/Pläneschmieden in Echtzeit ab, sprich: Wenn die Spieler am Spieltisch ihre Figuren zwei Stunden lang diskutieren lassen, vergeht in der Spielwelt genau diese Zeit. Wenn nun den Figuren wichtige Informationen fehlen, die sie erst viel später im Abenteuer finden können, neigen manche Spieler dazu, dennoch stundenlang draufloszuspekulieren. Hier lasse ich die Spieler nicht sinnlos stundenlang im Leerlauf diskutieren. Man kann als SL entweder die üblichen Tricks anwenden (NPC, Geistesblitze), oder notfalls an der Zeitschraube drehen.

 

vor 9 Minuten schrieb Stephan:

Die Unfähigkeit selber eine strukturierte Diskussion zu führen ist eine (Schlecht-)Leistung der Spieler, die der Spielleiter nicht durch einen externen Eingriff entwerten sollte.

Ich verstehe Dich sehr gut, und die Spieler haben grundsätzlich das Recht darauf, auch mal Watson und nicht immer nur Holmes zu sein, und dennoch möchte ich das nicht so handhaben. Der Grund ist wie gesagt die Metaebene: Die reale Zeit ist bei uns zu knapp und zu wertvoll für (ausufernden) Leerlauf.

  • Thanks 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich bin da komplett bei blaues Feuer. Ich sehe mich auch als Spielleiter, in meinen Heimrunden, als Gruppenmitglied. Ich möchte demnach meiner Gruppe ein wenig helfen können wenn es total quer läuft. Außerdem spielleitere ich nur selbst geschriebene Abenteuer, wenn ich merke ich hab an der Gruppe vorbei geplant korrigiere ich es, wenn möglich während das Abenteuer läuft, sonst gibt's ne Auszeit.

LG Gormat 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 55 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

Leite ich selbst, habe ich mir angewöhnt, in so einer Situation vorher zu sagen "Ihr diskutiert im Kreis, möchtet ihr einen Tritt in den Hintern oder habt ihr Spass an der Diskussion und wollt damit weiter machen."

das hier ist das einzige, was ich mal machen würde, off-game gehen....  Wenn ich als SL durch aktives Zuhören meine, die haben schon die Informationen korrekt mitbekommen, dann helfe ich nicht. Wenn sie einen Zaunpfahlwink haben wollen (huch, hat mich noch nie ein Spieler in 30 Jahren als SL gefragt), dann würde ich wohl schon einen geben.

Aber der Zeitdruck mit dem anfliegenden Drachen ist durch die Spielwelt da und gilt für schlaue und für dumme...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Gerade eben schrieb Panther:

Aber der Zeitdruck mit dem anfliegenden Drachen ist durch die Spielwelt da und gilt für schlaue und für dumme...

wie gesagt, wir haben einfach nicht alle die gleiche Vorstellung von der Spielwelt und das kann am Ende zu massivem Frust führen. Ich kenne genug Geschichten von Leuten, die auf Grad 6 (M4) schon locker einen Drachen geplättet haben. Das würde in meiner Spielwelt nicht passieren, es sei denn, dieser Drache ist vorher schon massiv beeinträchtigt gewesen.

Wenn solche unterschiedlichen Ansichten aufeinander prallen, nützt es gar nichts, sich als SL mit breiter Brust hinzustellen und zu sagen "Jaaaa, wenn ihr so blöd seid, das nicht zu erkennen, seid ihr halt selbst schuld und jetzt einfach tot." Zu einem guten SL gehört, dass er diese Diskrepanz rechtzeitig erkennt. (ich gehöre leider nicht zu diesen SLs, mir wäre eine Gruppe beinahe gestorben bzw. für eine Weile aus der Spielwelt genommen worden, weil die Gefährlichkeit der Gegner falsch rüber kam.)

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Blaues_Feuer:

seid ihr halt selbst schuld und jetzt einfach tot.

Also einfach nicht.... Wenn sie den Drachenhauch überleben (Rüstung schützt).... da kann man SL mal "schräg" auf die Würfel schauen... ....  Gerade der Int 100 Ko 01 Magier hätte da natürlich ...

Das sollte dann aber erstmal als Todeswarnung aus der Spielwelt reichen!  

 

vor einer Stunde schrieb Blaues_Feuer:

die Gefährlichkeit der Gegner falsch rüber kam

ja oft ist es  so, dass die Gefährlichkeit durch den SL / die Spielwelt  von den Spielern als viel bedrohlicher wahrgenommen wird, als das der SL es intendiert hatte.

Das erzeugt dann oft nicht das HELDENTUM, das die Spieler mit ihren Figuren gleich die Herausforderung des Spielers annehmen.

bearbeitet von Panther

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb Blaues_Feuer:

 

ich bin doch nicht der Personalchef, der eine Leistungsbeurteilung macht und andere Leute erziehen will.  :bf:

ich möchte mit Leuten, die mein Interesse für Fantasygeschichten teilen eine schöne Zeit verbringen. Was hab ich denn davon, wenn ich am Ende sagen kann: so, der Samstag ist rum, ich geh jetzt meinen Feierabendkaffee trinken, ich hätte Euch zwar helfen können, aus einer verfahrenen Situation raus zu kommen, aber ihr seid halt unfähig. 

Dieses Forum ist doch voll von Beiträgen, in denen Speiler ihre Leistung gewürdigt sehen wollen (oft sogar in Form von Punkten, was ich unsinnig finde), die sich nicht vom SL bevormunden lassen wollen, die befürchten nur noch die Vorgaben des SL auszuführen.

Eine solche Einstellung ist für mich absurd, wenn derjenige nicht bereit ist zu seinen eigenen Fehlern zu stehen.

Was wäre denn von einem Schachspieler zu halten, der stolz von seinen grandiosen Gewinnpartien erzählt, und bei dem man feststellt, dass bei jedem Fehlzug, den er machen wollte, ihm sein Trainer in den Arm gefallen ist?

Für mich ist das eine Frage der Rolle. Genau wie es nicht die Rolle des Schachtrainers ist, den Spieler während des Spiels auf schlechte Zühe hinzuweisen, so ist es nicht die Rolle des SL, den Spielern ihr Diskussionsverhalten vorzuschreiben. Das hat für mich beides nichts mit 'Erziehen wollen' zu tun.

Wenn der Anspruch nur ist, mit Leuten, die auch Fanatsygeschichten mögen, gemeinsam Zeit zu verbringen, dann kann man ja auch eine Buchlesung eines guten Fantasyromans abhalten.

bearbeitet von Stephan
Rechtschreibung
  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb Knispik:

Das ist quasi der umgekehrte Fall, nicht? Statt die Spieler mittels Zeitdruck unter Stress zu setzen, benutzt Du Zeitdruck, um die Spieler aus einer (für viele) stressigen Karussell-Diskussion rauszureißen.

Das kenne ich auch, und nutze es als SL genauso. Lustigerweise kommt die Idee dazu inzwischen häufig von den Spielern: "SL, wir drehen uns im Kreis, tu was!". Man kann als SL dann als Moderator auftreten, oder an der Zeitschraube drehen. Wie immer braucht man auch hier Fingerspitzengefühl, und natürlich sollte ein SL niemals eine fruchtbare Diskussion abwürgen.

Beispiel:

Meine Runde in Wiesbaden trifft sich nur 2-3 mal im Jahr für ein Wochenende. Die reale Zeit ist daher sehr wertvoll. Normalerweise bilden wir Diskussionen/Pläneschmieden in Echtzeit ab, sprich: Wenn die Spieler am Spieltisch ihre Figuren zwei Stunden lang diskutieren lassen, vergeht in der Spielwelt genau diese Zeit. Wenn nun den Figuren wichtige Informationen fehlen, die sie erst viel später im Abenteuer finden können, neigen manche Spieler dazu, dennoch stundenlang draufloszuspekulieren. Hier lasse ich die Spieler nicht sinnlos stundenlang im Leerlauf diskutieren. Man kann als SL entweder die üblichen Tricks anwenden (NPC, Geistesblitze), oder notfalls an der Zeitschraube drehen.

 

Ich verstehe Dich sehr gut, und die Spieler haben grundsätzlich das Recht darauf, auch mal Watson und nicht immer nur Holmes zu sein, und dennoch möchte ich das nicht so handhaben. Der Grund ist wie gesagt die Metaebene: Die reale Zeit ist bei uns zu knapp und zu wertvoll für (ausufernden) Leerlauf.

Zunächst einmal: Spielleitern ist immer ein Kompromiss. Wenn ich als SL tatsächlich den Eindruck habe, dass hier 5-8 erwachsene Menschen völlig sinnlos ihre kostbare Freizeit vergeuden, dann kann es schon sein, dass ich auf der Metaebene eingreife. Das ist für mich aber immer eine Notlösung. Solche Ereignisse bleiben bei mir als Tiefpunkte meiner SL-Tätigkeit in Erinnerung. Entsprechend selten versuche ich sie zu halten.

Ist etwa so, wie wenn ein Schiedsrichter sich genötigt sieht eine Rote Karte zu zeigen, weil das Spiel sonst aus dem Ruder läuft.

 

Zum zweiten: Wenn es von der Spielweltlogik mehrere Möglichkeiten gibt, wie die Spielwelt reagiert, dann wähle ich durchaus unter den möglichen Ereignissen eines aus, das mir dem Spielspaß förderlich zu sein scheint.

Wenn ich also den Eindruck habe, dass am Spieltisch gerade eine spannende Diskussion im Gange ist, dann kommt der NSC X vielleicht noch nicht. Hängt die Diskussion dagegen durch, so kommt er und bringt die Spieler eventuell auf neue Gedanken.

Wenn aber die Spielweltlogik gebietet, dass der Drache in 2 Minuten kommt (wier in obigem Beispiel), dann kommt er in 2 Minuten.

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 30 Minuten schrieb Stephan:

Zunächst einmal: Spielleitern ist immer ein Kompromiss. Wenn ich als SL tatsächlich den Eindruck habe, dass hier 5-8 erwachsene Menschen völlig sinnlos ihre kostbare Freizeit vergeuden, dann kann es schon sein, dass ich auf der Metaebene eingreife. Das ist für mich aber immer eine Notlösung. Solche Ereignisse bleiben bei mir als Tiefpunkte meiner SL-Tätigkeit in Erinnerung. Entsprechend selten versuche ich sie zu halten.

Ist etwa so, wie wenn ein Schiedsrichter sich genötigt sieht eine Rote Karte zu zeigen, weil das Spiel sonst aus dem Ruder läuft.

 

 

Völlig absurder Vergleich. Mir der Roten Karte stelle ich einen Spieler vom Platz, nehme ihn aus dem Spiel. Das ist die heftigste Sanktionsmöglichkeit im Spiel. Mit dem SPL-Eingriff mache ich das genaue Gegenteil. ich helfe ihm, wieder ins Spiel zu finden.

bearbeitet von Einskaldir
  • Thanks 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 21 Minuten schrieb Stephan:

Dieses Forum ist doch voll von Beiträgen, in denen Speiler ihre Leistung gewürdigt sehen wollen (oft sogar in Form von Punkten, was ich unsinnig finde), die sich nicht vom SL bevormunden lassen wollen, die befürchten nur noch die Vorgaben des SL auszuführen.

Eine solche Einstellung ist für mich absurd, wenn derjenige nicht bereit ist zu seinen eigenen Fehlern zu stehen.

Was wäre denn von einem Schachspieler zu halten, der stolz von seinen grandiosen Gewinnpartien erzählt, und bei dem man feststellt, dass bei jedem Fehlzug, den er machen wollte, ihm sein Trainer in den Arm gefallen ist?

Für mich ist das eine Frage der Rolle. Genau wie es nicht die Rolle des Schachtrainers ist, den Spieler während des Spiels auf schlechte Zühe hinzuweisen, so ist es nicht die Rolle des SL, den Spielern ihr Diskussionsverhalten vorzuschreiben. Das hat für mich beides nichts mit 'Erziehen wollen' zu tun.

 

ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Mir geht es bei einem Eingreifen darum, eine Diskussion zusammenzufassen und eine Karussell zu beenden; ggf. wenn die Spieler komplett auf dem Schlauch stehen, relevante Dinge, die als Randnotiz rüberkamen deutlich zu machen oder auch mal einen Hinweis zu geben, wo man sich Zusatzinfos holen kann, wenn die Spieler von alleine nicht drauf kommen. Es geht nicht darum, von vorneherein jegliches Scheitern auszuschließen. Wenn ein Spieler das als Bevormundung  empfindet und er lieber Samstag nachmittag um drei (oder um drei Uhr Nachts) hören möchte: "Tja, ihr habt halt Eure Würfelwürfe verkackt und seit nicht schlau genug, meinen Gedankengängen zu folgen, deswegen werdet ihr dieses Abenteuer wohl nicht weiter spielen. Ihr steht jetzt ohne alles in der Pampa, eine Auflösung habt ihr euch nicht verdient.Tschüss." dann ist das für mich als SL prinzipiell ok, ob die Spieler dann eine schöne Erinnerung zurückbehalten braucht mich dann aber auch nicht kümmern. Mir als Spieler wäre das nichts. 

vor 21 Minuten schrieb Stephan:

Wenn der Anspruch nur ist, mit Leuten, die auch Fanatsygeschichten mögen, gemeinsam Zeit zu verbringen, dann kann man ja auch eine Buchlesung eines guten Fantasyromans abhalten.

ich hab geahnt, dass der Satz kommen würde, aber er ist mir offen gestanden zu kindisch, als das ich darauf noch weiter eingehen möchte.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 26 Minuten schrieb Einskaldir:

Völlig absurder Vergleich. Mir der Roten Karte stelle ich einen Spieler vom Platz, nehme ihn aus dem Spiel. Das ist die heftigste Sanktionsmöglichkeit im Spiel. Mit dem SPL-Eingriff mache ich das genaue Gegenteil. ich helfe ihm, wieder ins Spiel zu finden.

Du hast die Abstraktion nicht verstanden: Es ging nicht um die konkrete Maßnahme.

Die Gemeinsamkeit ist, dass in beiden Fällen es besser ist, wenn die Maßnahme nicht ergriffen werden muss. Dementsprechend bleibt es einem immer als unangenehmes Ereignis, das im betreffenden Spiel leider stattfinden musste, in Erinnerung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Minuten schrieb Stephan:

Du hast die Abstraktion nicht verstanden: Es ging nicht um die konkrete Maßnahme.

Die Gemeinsamkeit ist, dass in beiden Fällen es besser ist, wenn die Maßnahme nicht ergriffen werden muss. 

Aha. Das ist der Abwurf einer Atombombe auch. Sollen wir das auch als Vergleich heranziehen? 

Dein Vergleich passt in keinster Weise auf die Situation.

bearbeitet von Einskaldir

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Stunden schrieb Panther:

Aber der Zeitdruck mit dem anfliegenden Drachen ist durch die Spielwelt da und gilt für schlaue und für dumme...

Der Spielleiter braucht zur Darstellung einer Szene, die der Abenteurer auf einen Blick erfasst und innerhalb von drei Sekunden nach dem zweiten Blick handeln wird mindestens 30 Sekunden (und selbst das schafft er nur mit vorbereiteten Skizzen, Wissen über die häufig gestellten Fragen der Spieler usw.), was können die Spieler für diese Verzögerung um den Faktor 10?

  • Like 1
  • Thanks 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 30 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Mir geht es bei einem Eingreifen darum, eine Diskussion zusammenzufassen und eine Karussell zu beenden; ggf. wenn die Spieler komplett auf dem Schlauch stehen, relevante Dinge, die als Randnotiz rüberkamen deutlich zu machen oder auch mal einen Hinweis zu geben, wo man sich Zusatzinfos holen kann, wenn die Spieler von alleine nicht drauf kommen.

...

Aber die Herausforderung besteht doch in vielen Fällen darin, die Hinweise zu entschlüsseln oder die Gefahr richtig einzuschätzen. Wenn man immer eingreift, wenn diese Herausforderung nicht bewältigt wird, dann ist es eben keine Herausforderung mehr.

Aber wie gesagt: Ich verfolge die Diskussionen der Spieler im Allgemeinen genau und mit Selbstreflexion. Wenn ich den Eindruck bekomme, dass die Spieler z.B. einen Hinweis nicht wahrgenommen haben, weil ich ihn nicht angemessen präsentiert habe, dann greife ich natürlich korrigierend ein. Das kommt durchaus öfter vor.

 

vor 30 Minuten schrieb Blaues_Feuer:

...

 "Tja, ihr habt halt Eure Würfelwürfe verkackt und seit nicht schlau genug, meinen Gedankengängen zu folgen, deswegen werdet ihr dieses Abenteuer wohl nicht weiter spielen. Ihr steht jetzt ohne alles in der Pampa, eine Auflösung habt ihr euch nicht verdient.Tschüss." dann ist das für mich als SL prinzipiell ok, ob die Spieler dann eine schöne Erinnerung zurückbehalten braucht mich dann aber auch nicht kümmern. Mir als Spieler wäre das nichts. 

...

Dieses an den Haaren herbeigezogene Beispiel düfte mindestens genauso kindisch sein, wie alles, was ich in dieser Diskussion geäußert habe.

 

  • Like 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Stunden schrieb Panther:

Aber der Zeitdruck mit dem anfliegenden Drachen ist durch die Spielwelt da und gilt für schlaue und für dumme...

Wie Solwac schon schrieb, erfasst meine Figur mit Sicherheit innerhalb weniger Sekunden zig Gebäude, Versteckmöglichkeiten, mögliche Hindernisse, Waffen, zu rettenden Menschen etc. , erstellt in Sekundenbruchteilen mögliche Optionen. Ich bezweifle, dass du mir als SPL innerhalb von 2, 5 oder auch nur 10min sämtliche Details, die meine Figur mit diesem kurzen Blick erfasst, auch nur ansatzweise so detailliert schildern kannst.

  • Like 1
  • Thanks 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Benutzer

    Keine registrierten Benutzer online.

×