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Abu 'Nzuhir

Kleine scharidische Namenskunde

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Zitat[/b] (Bruder Buck @ 05 Mai 2004,09:27)]
Zitat[/b] (Eike @ 18 Juni 2003,15:10)]Hier ein Link zu einer großen Auswahl muslimischer Namen mit Bedeutung. Die allermeisten davon sind arabischen Ursprungs.

 

muslimische Namen

Entschuldigung, mag sein, dass ich blind bin, aber ich finde auf der angegebenen Seite alles mögliche, nur keine Namenslisten? dunno.gif

Wenn du dich automatisch weiterleiten lässt oder auf den angegebenen Button klickst, kommst du zu der Seite mit den Namen. Ansonsten ist die Seite jetzt hier zu finden.

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Danke Solwac & Andreas! thumbs-up.gif

 

P.S: Ich habe die Liste in ein Word-Dokument umgespeichert (9 Seiten), wer will, kann mir eine PM mit seiner E-Mail Adresse schicken, dann sende ich die Liste ihm / ihr zu. smile.gif

 

Euer

 

Bruder Buck

 

 

 

 

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Hallo Andreas Görke

weist du denn auch wie man "Schüler von xyz" in einem scharidischen Namen ausdrückt?

Grundsätzlich ist das etwas, was eher nicht in einem Namen ausgedrückt würde, da ein ordentlicher Scharide natürlich Schüler von zahlreichen wichtigen Gelehrten war. Wenn die Beziehung zu einem Lehrer aber besonders prägend war, könnte man diese mit Talib xy (Schüler von xy) ausdrücken, oder - je nachdem, wie eng die Beziehung war - auch mit Katib xy (Schreiber oder Sekretär von xy). Es würde dabei der Namensbestandteil des Lehrers verwendet, unter dem dieser am bekanntesten ist.

Falls der Lehrer gar so berühmt war, dass eine ganze Schulrichtung nach ihm benannt ist, würde man die Schüler eher als Anhänger der Schulrichtung bezeichnen.

Wenn also Harun bin Sinan ein Schüler des berühmten Ja'far war, könnte er sich als Harun bin Sinan Talib Ja'far vorstellen, oder - falls die Schule des Ja'far berühmt genug ist - als Harun bin Sinan al-Ja'fari.

 

Grüsse,

 

Andreas

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Ich hab jetzt mal ne blöde Frage.

Ihr redet dauerend von arabischen Namen. War Eschar nicht so geplant, daß es eine Mischkultur zwischen arabisch und ägyptisch darstellen soll ?

Da die Ägypter ganz andere Namen hatten würde mich da vor allem eine Vermischung der Namen interessieren.

 

Gruß Sagittarius

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Ich hab jetzt mal ne blöde Frage.

Ihr redet dauerend von arabischen Namen. War Eschar nicht so geplant, daß es eine Mischkultur zwischen arabisch und ägyptisch darstellen soll ?

Da die Ägypter ganz andere Namen hatten würde mich da vor allem eine Vermischung der Namen interessieren.

 

Gruß Sagittarius

Die meketische (=ägyptische) Kultur ist im Alltag nur noch in Erzählungen vertreten. Eschar ist durch den Glauben an die Zweiheit ähnlich wie Nordafrika. Dort wurden unterschiedliche Kulturen mit arabischen Dingen überlagert und arabisch ist heute die Hauptsprache, daher auch die Namen.

 

Solwac

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Moderation :

Bei weiteres Fragen zur Meketischen Kultur fragen sie ihren Arzt oder Apotheker oder machen ein neues Thema auf.

 

Dies war ein Service ihres freundlichen Werbepartners

 

Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen

 

Viele Grüße

hj

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Tach

 

Mich hat's mal wieder gepackt, ich habe ein neues Programmierprojekt angefangen.

 

Der Namensgenerator, den ich geschrieben hab' spuckt inzwischen Scharidische Namen nach den hier gefundenen Regeln aus.

 

200 zufällige Namen sind auf der Seite. Andere Sprachen folgen (oder sind schon da, aber noch nicht so schön)

 

Bedient euch:

http://libnamegen.sourceforge.net/menu.html

 

 

Mich würde 'ne Rückmeldung freuen, ob die Namen so passen, oder ob der Unsinn produziert.

 

========

Diff: Der Link war falsch.

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Tach

 

Mich hat's mal wieder gepackt, ich habe ein neues Programmierprojekt angefangen.

 

Der Namensgenerator, den ich geschrieben hab' spuckt inzwischen Scharidische Namen nach den hier gefundenen Regeln aus.

 

200 zufällige Namen sind auf der Seite. Andere Sprachen folgen (oder sind schon da, aber noch nicht so schön)

 

Bedient euch:

http://libnamegen.sourceforge.net/menu.html

 

 

Mich würde 'ne Rückmeldung freuen, ob die Namen so passen, oder ob der Unsinn produziert.

 

========

Diff: Der Link war falsch.

Von scharidischen Namen habe ich nicht viel Ahnung, daher kann ich leider nichts dazu sagen.

 

Die meketische Liste ist sehr gemischt, es gibt typische Namen, stark verunstaltete Namen und auch sehr viele, von denen ich keine Ahnung habe, wo sie herkommen sollen. Aber das ist bei ägyptischen Namen sehr häufig der Fall.

 

Viele Grüße

Ticaya

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Wie auch die moravischen Namen schon, sind auch diese hier klasse! :thumbs:

 

Manche der weiblichen Namen klingen mir nicht sehr feminin, aber das kann täuschen. :dunno:

 

Auf jeden Fall ist dein Namensgenerator eine wunderbare Quelle, wenn man mal schnell einen Namen für einen NSC braucht. Wenn ich daran denke, wie lange ich für die drei Charaktere, die ich für das SüdCon-Konklave gemacht habe, allein über den Namen gebrütet habe! :schweiss:

 

Euer

 

Bruder Buck

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Tach

 

Mich hat's mal wieder gepackt, ich habe ein neues Programmierprojekt angefangen.

 

Der Namensgenerator, den ich geschrieben hab' spuckt inzwischen Scharidische Namen nach den hier gefundenen Regeln aus.

 

200 zufällige Namen sind auf der Seite. Andere Sprachen folgen (oder sind schon da, aber noch nicht so schön)

 

Bedient euch:

http://libnamegen.sourceforge.net/menu.html

 

 

Mich würde 'ne Rückmeldung freuen, ob die Namen so passen, oder ob der Unsinn produziert.

 

========

Diff: Der Link war falsch.

 

Teils teils, würde ich sagen. Im Großen und Ganzen sind das schöne scharidische Namen. Ein paar Dinge finde ich aber irritierend: "Mutter von" sollte "Umm" heißen, nicht "Umma". Und Namen wie "Asadullah", die Bezug auf Allah nehmen, würde ich ganz weglassen oder auf Ormut münzen.

Die Verwendung von "bin" oder "ben" würde ich einheitlich machen (persönlich finde ich "bin" schöner). Wenn der eigentliche Rufname fehlt, das Patronym also am Anfang steht, wäre die korrekte Form "Ibn" (also "Ibn Malik" statt "Ben Malik"). In so einem Fall würde man die Genealogie dann aber wohl nicht fortsetzen, sondern es bei "Ibn Malik" oder "Ibn Malik al-Khairati" (oder einer anderen Herkunfts-, Berufs- oder Stammesbezeichnung) belassen. Ungewöhnlich ist noch, dass bei der Bezeichnung "Abu" (Vater von) oder "Umm" (Mutter von) beim Generator viele weibliche Namen auftauchen, während üblicherweise dort der älteste Sohn genannt werden dürfte. Schließlich taucht in der Liste der Frauen eine Ihsan auf, Ihsan ist aber eher ein Männername.

Das sind aber alles nur Feinheiten - insgesamt macht das einen sehr guten Eindruck, finde ich. Vielen Dank für die Arbeit, die du da reingesteckt hast. :thumbs:

 

Grüße,

 

Andreas

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Vielen Dank für den Namensgenerator! :clap: :clap: :clap:

 

Die Verwendung von "bin" oder "ben" würde ich einheitlich machen (persönlich finde ich "bin" schöner).

Ich finde es schön, wenn so ein kleiner Unterschied die Herkunft verraten könnte. So wäre z.B. "bin" die vorherrschende Form im Städtebund von Elhaddar, während die Mokatti "ben" verwenden.

 

Solwac

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Von den Elhaddarern hört man ja auch, dass sie die Namensform Abu zu Bu verkürzen und aus Sulaiman so etwas wie Sliman machen. Aber ob man solche dialektalen Unterschiede wirklich ausarbeiten will? ;)

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Bei den Aranern sollte man eher auf den irdischen Iran und Persien zurückgreifen, vieleicht noch Afgahnistan.

Die wollen mit den Arabern außer der religion nicht viel gemein haben und haben doch auch recht unterschiedliche Kulturen.

 

Eike

Der Meinung bin ich auch:

 

Ich würde sagen da sollte man nocheinmal unterscheiden zwischen Erde und Midgard....

Auf der Erde waren es die Araber (Vergleichbar mit den Wüstenvölkern Midgards aber hauptsächlich HIMJAR) die sowohl den Ägyptern (hier Meketern) als auch den Persern (hier Aranern)sowohl den Glauben als auch Sprache und Kultur aufzwangen.

Das ist in Midgard nicht so! Da haben die Wüstenvölker zuerst den Meketern die Kultur und die Sprache gebracht.....aber nicht den Aranern (die müßten ja dann ihre ursprünglichen persisch-sassadinischen Namen haben, die gar nichts mit den arabischen gemeinsam haben) :confused:

Dann kamen doch erst die Araner und brachten den nicht allzulang existierenden "Schariden" den Glauben an die Zweiheit, und vielleicht einen kleinen kulturellen Einfluß, einige Aranische Namen...aber das war eher einseitig.

:wave:

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Vielen Dank für Tips und Lob.

Mich freuts :-)

 

Ich habe jetzt vieles geändert:

- Umma => Umm

- Bin/Ben => Ibn

Und alle *lah namen habe ich 'rausgenommen.

Was ich lasse sind:

Bin/Ben: Ich denke, der SL kann hiermit sehr gut zwischen Regionen unterscheiden und evtl. kleinere regionale Animositäten besser darstellen

"Ah ! Ein Bin ...wartet bitte, ich habe noch andere Kundschaft"

 

Und Ich bin auch 'für, Frauen etwas mehr Gleichberechtigung zu schenken. Es ist immer schwierig, Frauen für Rollenspiel zu begeistern, wenn sie gar nix dürfen. Unterschiede ja, aber es sollte nicht hindern zu spielen. Deshalb benennen sich auch Eltern nach berühmten Töchtern.

 

Das sind meine Gedanken. Die Taten (eine neue Liste) Lade ich gleich hoch

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Ich betreibe hier ein bißchen Thread-Nekromantie, aber meine Frage entsteht aus dem Lesen eben DIESES Threads, daher ...

 

Die Infos zur Namensgebung finde ich superklasse und gleich in meiner neu gestarteten Eschar-Runde eingeführt. Nun ist mir aber beim Durchlesen der Kampagne "Sturm über Mokattam" aufgefallen, dass sich praktisch KEINER der NSCs an eben diese Namenskonventionen zu halten scheint. Die Spielercharaktere haben nun alle WESENTLICH "buntere" Namen als die NSCs (obwohl sie aus einem einfachen Dorf kommen) ...

 

Der Auftraggeberzauberer heisst z.B. einfach "Nureddin", andere NSCs sind Zurad, Nasser Bedr'ussuman, Mahischa, Dschufar Besim, Abulkasim, usw. Also keine "bin"s oder "ben"s irgendwelcher Art ...

 

:confused: Was ist nun richtig ?

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Hi!

 

Beides ist richtig. Es gibt bei den Namen Realvorgaben (also aus dieser Welt) und eben Fantasygebilde. In Deutschland hast Du ja auch ursprüngliche Namen aus dem Germanischen und dann Namen, die aus anderen Wurzeln gewachsen sind. Von daher kannst Du bei der Namenserschaffung "reale" Vorbilder nehmen, oder eben Namen erfinden die zwar "nur" scharidisch klingen, aber eben keinen realen Bezug haben. Sie klingen dann einfach nur schön. Das ist Alles erlaubt.

 

Alles Gute

Wiszang

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Na klar, ERLAUBT ist alles. Ich habe - nachdem ich diesen Thread begeistert gelesen hatte - aber nun Charakternamen wie "Jusra bin Yasul bin Hasan al-Babatoruni" gegen die NSC-Namen wie "Nureddin" halt etwas kümmerlich wirken. Mir ging es nur um die Stimmung bzw. das Gefühl für das Setting. Sonst muss ich an die ganzen Namen in der Kmpagne halt auch noch ein paar "bin"s dranhängen ... das wird mühsam ;)

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Hi!

 

Es gibt ja auch Kurzformen, durchaus möglich, dass Nurredin eigentlich einen 2 Meter langen Namen hat. Es kommt auch darauf an, wie stolz jemand ist. (Hast Du Karl May gelesen? Hadschi Halef... und so weiter. Im Sprachgebrauch nur Halef. Aber wenn es wichtig wurde, und das war nur ein paar Mal in den ganzen Büchern der Fall, hat er den langen Namen verwendet um Eindruck zu schinden, oder seine Ehrhaftigkeit unter Beweis zu stellen. So in etwa würde ich das handhaben).

 

Also zusammen fassend: Im Tagesgeschäft kurze Namen, nur bei besonderen Fällen lange Namen.

 

Alles Gute

Wiszang

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wo ist eigentlich der Unterschied zwischen "al-" und "el-"?

 

Scheint so als käme "el-" vor allem in Elhaddar vor.

 

Der genaue Unterschied zwischen "ibn" und "ben" ist mir immer noch nicht klar. Ist doch beides "Sohn des".

Wobei "ben" vor allem bei den Himjar im QB Erwähnung findet.

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wo ist eigentlich der Unterschied zwischen "al-" und "el-"?

 

Scheint so als käme "el-" vor allem in Elhaddar vor.

 

Der genaue Unterschied zwischen "ibn" und "ben" ist mir immer noch nicht klar. Ist doch beides "Sohn des".

Wobei "ben" vor allem bei den Himjar im QB Erwähnung findet.

 

Den Unterschied zwischen Ibn und bin/ben hatte ich in Posting 4 schon einmal erläutert.

 

Ob man nun "al-" oder "el-" (bzw. "bin" oder "ben") sagt, würde ich auf regionale Dialekte zurückführen. Inhaltlich ist es dasselbe.

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Wie steht es eigentlich mit dem "Tochter von ..."?

 

Bei "ibn" hab ich als weibliche Form "bint" gefunden.

 

Wie ist es bei "ben" wie sieht da die feminine Form aus?

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    • By Camlach
      Der Schrein des Krokodilgottes!
       
      Setting: Ein Wüstengebiet durch das ein großer Fluss fliesst. (Midgard: Eschar)
       
      „Die Sonne klettert immer höher. Es wird unerträglich heiss. Doch euer Führer treibt euch unerbittlich an. Nur noch wenige Meilen, sagt er. Endlich taucht am Horizont ein grüner Punkt auf. Palmen. Schatten. Wasser…“
       
      Diese kleine Oase besteht aus einem kleinen Teich um den sich ein Palmenwäldchen mit genug Gras für die Reittiere einer nicht zu großen Gruppe erstreckt. Obwohl der Teich einladend wirkt, ist es nicht ratsam sich ihm unvorsichtig zu nähern und aus ihm zu trinken oder gar darin zu baden. Denn in der Überflutungszeit existiert eine Verbindung zum großen Fluss über die immer wieder Fische und vor allem Krokodile in den Teich wandern. In der Trockenzeit fressen die Krokodile die Fische und je nach anfänglicher Anzahl fressen dann die großen Krokodile die kleinen auf., sodass oft nur einer Handvoll, aber dann dafür umso gefährlicherer Tiere übrigbleibt. Daher gibt es schon seit langer Zeit zusätzlich einen gemauerten Brunnen aus dem Mensch und Tier trinken können.
       
      Neben dem Brunnen ist ein kleiner Schrein der dem Gott Sutech geweiht ist. Obwohl auch die einheimischen Nomaden Gläubige des Din Dhulahi sind, erkennen sie doch auch die Macht der alten Götter an, wenn sie sich wie an diesem Ort manifestieren.
       
      Abenteuerideen:
       
      Unter dem Sand (am Schrein, Im Brunnen) ist der Eingang zu einem alten meketischen Tempel/Grab, Aussenposten) der durch suchen/mit einer Karte gefunden werden kann.
       
      Der Führer der Abenteurer ist ein Kultist und will diese seinem Gott opfern.
       
      Sutech/ein göttlicher Bote manifestiert sich und gibt den Abenteurern eine göttlichen Auftrag.
       
       
       
    • By Melchor
      Hallo.
       
      Ich hätte mal eine Frage bezügl. der Schrift und Sprache in Alba. Da mein Alba Quellenbuch noch unterwegs ist, meine Gruppe sich aber am Wochenende trifft wollte ich mal fragen ob es in dem Quellenbuch auch Tips gibt um Namen in die albische Schrift zu übersetzen.
       
      Oftmals werden ja "y" oder "w" eingesetzt, dennoch kann man die albischen Namen recht gut lesen und aussprechen.
       
      Falls es keine Tips in dem Buch gibt, wie würdet ihr dann "Ghostsong" in albische Schrift/Sprache übersetzen?
    • By Estepheia Lamaranea
      Habt Ihr zuhause noch ein paar Kreaturen oder Monster in der Schublade, die gut nach Eschar passen? Da das neue Bestiarium bereits von offizieller Seite in der Mache ist, kann man vielleicht jetzt noch ein paar gute Ideen beisteuern.....
       
      - Estepheia
    • By Kurna
      Hi,
       
      hier habe ich ein kleines Artefakt, welches ich für meine Runde entworfen habe. Vielleicht gefällt es ja dem einen oder anderen.
      Es ist ein Kaftan, dessen Träger eine erhöhte Selbstbeherrschung erhält.
       
      Ich hänge den Text auch als Doc-Datei an.
      Al-FeymansKaftanderGelassenheit.docx
       
      Al-Feymans Kaftan der Gelassenheit
       
      Aussehen:
       
      Es handelt sich hierbei um einen typischen scharidischen Kaftan, der aber irgendwie seltsam zusammengenäht wirkt. Ein Fachmann (z. B. ein Schneider oder ein Tuchhändler) erkennt, dass es sich um ein ursprünglich sehr wertvolles Kleidungsstück handelt. Es ist aus feinem Stoff gemacht und grundsätzlich sehr gut verarbeitet, wie man etwa am Saum erkennen kann. Allerdings scheint der Kaftan irgendwann zerrissen und danach von einem Laien wieder geflickt worden zu sein. Bei genauem Hinschauen merkt der Fachmann zudem, dass dies sogar mehrfach passiert sein muss und er wohl von unterschiedlichen Leuten geflickt wurde.
       
      Geschichte:
       
      Vor vielen Jahren lebte in Amarija ein wohlhabener Kaufmann names Djamil al-Torum. Seine Geschäfte liefen gut und so hatte er nur ein Problem, seinen Jähzorn. Er glaubte, wenn er geduldiger wäre und sich selbst besser im Griff hätte, hätte er noch manch gutes Geschäft mehr abschließen können. Bei einer seiner Handelsreisen hörte er nun von dem Meisterthaumaturgen Risa al-Feyman, der in Meknesch lebte. Der Kaufmann änderte extra seine Reiseroute, um den berühmten Thaumaturgen besuchen zu können. In Meknesch angekommen wurde er bei ihm vorstellig und schilderte seine Bitte. Der Thaumaturg hörte geduldig zu und meinte schließlich, dass er da etwas machen könne. Es würde etwa einen Monat dauern und natürlich nicht billig werden. Doch der Kaufmann akzeptierte den stolzen Preis.
       
      Nach der genannten Zeit, die er für weitere Geschäfte in der Gegend genutzt hatte, kehrte al-Torum zum Thaumaturgen zurück. Der präsentierte ihm einen schönen Kaftan und erläuterte dessen Funktionsweise. Ein begabter Schneider habe ihm dieses Kleidungsstück erstellt und er selbst es dann in einem aufwändigen Ritual verzaubert. Der Kaufmann war mit diesem Ergebnis sehr glücklich, doch al-Feyman gab ihm noch eine Warnung mit auf den Weg.
       
      „Ich habe sehr gute Arbeit geleistet und übergebe Euch hier ein Meisterstück. Doch bedenkt, nur Ormut ist ewig. Wenn dieser Kaftan zu Schaden kommt, wird seine zauberische Wirkung verfliegen und ihr werdet von heftigen Emotionen beherrscht werden.“
       
      „Vielen Dank für den Hinweis, Meister. Ich werde den Kaftan besonders pfleglich behandeln und auch nur zu wichtigen Anlässen tragen.“
       
      Mit diesen Worten verabschiedete sich der Kaufmann und reiste in seine ferne Heimat zurück. Lange Jahre erfüllte der Kaftan seinen Zweck und verhalf al-Torum zu noch größerem Reichtum. Doch eines Tages passierte das, was der Thaumaturg angekündigt hatte. Bei einem wichtigen Geschäftsessen, das sich länger als erwartet hingezogen hatte, bekam der Kaufmann plötzlich einen Wutanfall. Er riss sich den Kaftan vom Leib und zerteilte ihn dann in mehrere Stücke. Damit war die magische Wirkung verflogen. Und auch das geplante Geschäft platzte.
      Nachdem Djamil al-Torum sich wieder beruhigt hatte, fasste er sofort den Beschluss, sich einen neuen Kaftan zu besorgen. Als er nach langer Reise schließlich in Meknesch ankam, begab er sich sofort zum Hause des Thaumaturgen. Doch dort wurde er nur zu einem Assistenten namens Makub geführt, dem er sein Anliegen erklärte. Dieser machte ihm die traurige Mitteilung, dass Risa al-Feyman vor drei Wochen verstorben sei. Als der Kaufmann hörte, dass seine weite Reise vergeblich war, brach mal wieder sein Jähzorn durch. Er pfefferte dem verdatterten Maruk die Fetzen des ersten Kaftans vor die Füße und verschwand grußlos.
       
      Damit hatte ihm seine Unbeherrschaft einen weiteren Streich gespielt, denn Maruk war zwar nur al-Feymans Assistent gewesen, aber durchaus schon selbst ein begabter Thaumaturg. Er nahm die Fetzen an sich und versuchte mit Hilfe von al-Feymans Aufzeichnungen, den Herstellungsprozess zu reproduzieren. Leider waren die Aufzeichnungen aber unvollständig, so dass er nicht in der Lage war, einen komplett neuen Kaftan gleicher Art herzustellen. Aber immerhin schaffte er es, den alten Kaftan wieder zu reparieren. Jedoch funktionierte es nur, als er sämtliche Flickarbeiten selbst übernahm. Da Maruk natürlich kein Schneider war, wurde der Kaftan durch seine Näharbeit etwas entstellt. Weil al-Torum ihn so unhöflich behandelt hatte, machte er sich keine Mühe, ihn darüber zu verständigen. Stattdessen verkaufte er den Kaftan später für gutes Geld an einen anderen Kunden.
       
      Inzwischen ist der Kaftan durch viele Hände gegangen. Dabei hat sein Aussehen noch weiter gelitten, denn noch immer gilt, dass ihn ein guter Thaumaturg zwar reparieren kann, aber sämtliche Arbeiten dazu eigenhändig durchführen muss. Warum das so ist, weiß wohl nur Ormut. Abenteurer könnten den Kaftan heutzutage an vielen Orten finden, aber am wahrscheinlichsten irgendwo in Kairawan. Dort gibt es auch die größten Chancen, einen Thaumaturgen zu finden, der den Kaftan des al-Feyman reparieren könnte.
       
      Werte und Besonderheiten:
       
      Der Kaftan erhöht, wenn er getragen und aktiviert wird, für eine Stunde die Selbstbeherrschung des Trägers um 30 Punkte (aber maximal auf 100).
      Zur Aktivierung legt er beide Handflächen auf den Bauch (Finger gespreizt und nach unten zeigend), und streicht dann nach oben bis zum Brustbereich. Danach dreht er die Hände vom Körper weg, so dass die Handflächen nach oben zeigen, und sagt auf Scharidisch: „Ich bin völlig ruhig.“
       
      Die ABW beträgt 15%. Allerdings wird er nicht bei der Aktivierung gewürfelt, sondern nach Ablauf der Wirkung, d. h. nach einer Stunde (oder früher, wenn der Träger das Kleidungsstück vorzeitig ausziehen möchte). Wenn es zum Ausbrennen kommt, bedeutet das, dass der Träger in einem plötzlichen Wutanfall sich den Kaftan vom Körper und dann in Stücke reißt.
       
      Ist der Träger in dem Moment daran gehindert, diesen Akt der Zerstörung durchzuführen, z. B. durch Fesseln oder den Spruch Lähmung, dreht er durch. Dann leidet er unten den gleichen Auswirkungen, wie sie der Spruch Wahnsinn hervorruft. Dieser Zustand kann, zusätzlich zu den üblichen Methoden, dadurch aufgehoben werden, dass der Kaftan in seiner Gegenwart doch noch zerrissen wird. Da der Kaftan das Unterbewusstsein beeinflusst, hat Schlaf diese Wirkung nicht. Der Träger zerreißt ihn einfach trotzdem.
       
      Wenn der Kaftan durch natürliche Umstände beschädigt wird, muss bei der nächsten Aktivierung ebenfalls ein Wurf auf die ABW gemacht werden (d. h. sofort, wenn der Kaftan gerade im aktiven Zustand ist).
       
      Der Kaftan hat noch einen Nebeneffekt. Durch die mehrfachen, teilweise laienhaften Reparaturen, wirkt er etwas schäbig. Darum bekommt der Träger einen Abzug von 5 Punkten auf die pA bei Treffen in gehobenen Kreisen.
       
      Ein sehr guter Thaumaturg ist in der Lage, den ausgebrannten Kaftan zu flicken. Allerdings muss er ihn dafür selber zusammennähen. Wenn ihm eine Geschicklichkeitsprobe misslingt, steigt der pA-Abzug um einen Punkt (bei einer 100 um zwei Punkte, bei einer 1 sinkt er um einen Punkt). Die Kosten dafür betragen 75% des Verkaufswerts.
       
      Zahlenwerte kurz zusammengefasst:
       
      - Erhöht Sb um 30 Punkte (maximal auf 100)
      - Wd 1 Std.
      - ABW 15% (nach Ablauf der Wd zu würfeln)
      - pA -5 (gilt nur in gehobener Gesellschaft)
      - Reparaturkosten 75% des Kaufwerts (bei missglückter Gs-Probe des Thaumaturgen steigt pA-Abzug um 1)
    • By Solwac
      Der überwiegende Teil Eschars lehnt sich an die ägyptische und arabische Geschichte und Geographie an. Folgerichtig sehen die meisten Gebäude Eschars auch so aus. Jetzt ist aber nicht nur die scharidische Kultur jünger als die aranische (wie auf der Erde verglichen mit der persischen), sondern zusätzlich kam der Glaube der Zweiheit auch aus Aran.
       
      Wie stark haben jetzt gerade Techniken für Nutzbauten aus Aran in Eschar Verbreitung gefunden? Bei Schmuck und reinen Wohnbauten dürfte der Einfluss deutlich geringer sein, aber Windtürme, Kühlräume und erdbebensichere Bauweisen werden nicht so ohne weiteres geändert, oder?
       
      Solwac
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