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Wie entscheidet ihr, wen die NPCs angreifen?


Eleazar

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Meine Spielfiguren suchen sich einen Gegner aus und machen ihn kampfunfähig. Gerne schlagen wir auch mit mehreren zuerst auf den gefährlichsten Gegner. Doch zunächst geht es darum, unerbittlich die Zahl der Gegner zu reduzieren.

 

Aber wie mache ich das als SL?

 

Tendentiell schicke ich der schwerstgerüsteten Spielerfigur auch die fettesten Gegner und gerne einen mehr. Aber würde ich meine Pittbull-Taktik auch gegen meine Spieler einsetzen, so wüsste der Spieler nach dem ersten Angriff "So, jetzt ist meine Figur dran." Diesen Eindruck möchte ich als SL ungern vermitteln.

 

Daher würfele ich als SL oft aus, wenn mein NPC, falls er in Unterzahl ist, angreifen wird. Ich halte das für eine blöde Taktik, aber die Spielerfiguren werden von mir wenigstens nicht zur Hinrichtung ausgesucht.

 

Wie haltet ihr das und was halten eure Spieler davon?

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Angenommen man hat es mit intelligenten NSC zu tun, machen diese eine Lageeinschätzung, und greifen dann so an, dass sie ihre Chancen optimieren. Also grundsätzlich werden zuerst die 'Hindernisse' aus dem Weg geräumt um anschliessend die Gruppe aufzureiben. Soll heissen, wer am gefährlichsten ausschaut oder an einer 'strategisch' günstigen Stelle steht, wird bevorzugt angegriffen, auch in Ueberzahl und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Und ja, bevor jemand was sagt: also genau gleich wie es die SC auch tun.

es grüsst

Sayah el Atir al Azif ibn Mullah

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Ich als SL entscheide ähnlich wie sayah. Bei intelligenten Gegnern versuche ich, sie anhand der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, ein "logisches" Ziel auszuwählen. Also abhängig von der Situation versuche ich ein optimales Vorgehen für sie zu wählen, so ähnlich wie ich auch als Spieler meine Gegner einschätze und eine Taktik wähle, je nach Möglichkeiten.

 

Bei unintelligenten bzw. tietrisch intelligenten Gegnern entscheidet oft der Würfel.

 

Ich entscheide aber sehr individuell nach Situation und beteiligten Wesen, und es ist schwer, das festzumachen. Also alles eher willkürlich.

 

P.S. Mich stört nicht, dass ein Spieler wissen kann, von wem er angegriffen wird. Im Gegenteil: Die Spieler sollten mE sogar wissen und planen können, welcher Gegner wen angreift oder wie handelt - wenn entsprechende Informationen vorhanden sind.

Edited by Dracosophus
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Ich würfle für intelligente Gegner Kampftaktik. Gelingt der Wurf, so greifen sie die Ziele nach taktischen Erwägungen an. Misslingt der Wurf machen sie Fehler.

Ich würde das so auch für Tiere tun die im Rudel jagen wie es bei Wölfen und Löwen der Fall ist.

 

Der Wurf auf Kampftaktik meint für mich mehr. Gelingt er, erkennen die Gegner die primären Ziele. Leicht gerüstete Gegner wie z.B. Zauberer werden durch einen einzigen massierten Angriff versucht auszuschalten. Langsame, schwer gerüstete Kämpfer werden durch einzelne Gegner gebunden um dann an die dahinter liegenden Fernkämpfer und Zauberer zu kommen etc. Ein gelungener Wurf auf Kampftaktik erlaubt es meinen Gegnern ihre Ziele so zu wählen, dass die Spielergruppe möglichst schnell ausgeschaltet wird.

 

Tiere bzw. Gegner ohne menschliche Intelligenz handeln so nicht. Egal wie gut der Kampftaktikwurf gelingt.

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Ich als SL entscheide ähnlich wie sayah.

 

Oder kurz gesagt, dass entscheide nicht ich sondern die NPCs. ;)

Zufällig werden Ziele nur ausgesucht, wenn der NPC auch nicht so recht weiß, was er tun soll. Ich meine NPCs genauso als Personen. Meistens haben sie irgendeine Motivation, warum es überhaupt zum Kampf kommt und auch einen eigenen Lebenswillen. Auf dieser Grundlage entscheiden sie was, sie tun. Darüber hinaus aber auch, was sie aus dem Kampf mitbekommen. Nicht jeder NPC weiß auch immer, was der andere NPC gerade tut. Hat NPC Y es mitbekommen, dass Spielercharakter X gerade gezaubert hat, wie reagiert der NPC darauf? Vielleicht ist er auch wahnsinnig abergläubisch und rennt lieber gleich davon... Oder die NPCs werden risikobereiter, weil die SCs in der letzte Kampfrunde alle gepatzt haben... da gibt es viel bevor ein Würfelwurf das Angriffsziel entscheidet.

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  • 1 month later...

Ich handele das individuell ab. Als erstes richte ich mich nach der Intelligenz der Gegner: Sind es Automaten? Sind es Tiere? Wenn Tiere, dann Rudel oder Einzeljäger? Weniger intelligente Wesen(z.B. Standardorks)? Taktisch geübte?

 

Wenn ich danach meine Einschätzung getätigt habe, dann lasse ich sie entsprechend handeln. (Die Einschätzung erfolgt noch vor dem Kampf, meist weiß ein SL ja ob einer stattfinden wird ;))

 

Automaten greifen stupide das nächste Ziel an, allerhöchstens wechseln sie ihr Ziel, wenn sie von jemand anders besonderen Schaden nehmen.

 

Tiere verfahren im allgemeinen ähnlich wie Automaten, spüren aber im Kampf die Bedrohung und ziehen sich entsprechend zurück oder wechseln ihr Ziel, je nach Geschehnissen im Kampf. Rudel stürzen sich in Übermacht auf Einzelziele. Niemals entscheiden Tiere bei mir bevor sie in den Kampf ziehen wie gefährlich der Gegner ist, das merken sie erst wenn der Kampf läuft, also nehmen sie im Normalfall einfach das nächststehende Ziel.

 

Wenige intelligente Gegner gruppieren sich meist zu 2 Personen gegen eine, außer sie würden riskieren dass ihnen jemand in den Rücken fällt, dann fangen sie diese Person einzeln ab. Wenn es sich vermeiden lässt lassen sie niemanden unbeschäftigt, der eventuell Hilfe holen könnte oder gar Zauber vorbereiten. Wenn es irgendwie möglich ist machen sie noch magisch Begabte ausfindig und versuchen diese vorwiegend auszuschalten. Getötet wird hier erstmal niemand, solange noch Kämpfe am laufen sind, wenn der Gegner am Boden liegt reicht das erstmal. Getötet wird dann wenn alle Gegner bezwungen sind.

 

Handelt es sich um eher intelligente oder gar taktisch geschulte Gegner, so suche ich gnadenlos nach Schwächen in der Aufstellung der Spieler und gehe dementsprechend vor. Natürlich verwende ich dabei nur die Informationen die den Gegnern auch vorliegen, hier ist von Seiten des SL Rollenspiel angesagt ;).

 

Würfel zum Entscheiden kommen bei mir selten vor, die verwende ich tatsächlich nur wenn wirkliche Zufallskonstellationen zustande kommen. Das sei z.B. wenn die Spieler sich auf eine schlafende Gruppe stürzen dabei aber vorher nicht erkennen können wer sich unter welcher Decke befindet.

 

 

Zusammenfassend schone ich meine Spieler nicht durch "künstlich" erschaffene Gegnerzusammenstellungen. Das Schonen beginnt bei mir erst im Kampf, wenn ach so ein Zufall, die Verstärkung sich verlaufen hat oder jemand der nur ausgerutscht ist für einen besiegten Gegner gehalten wird.

 

Masamune

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Es kommt auch immer auf die Situation drauf an. Bei einer Räuberbande finden sich unterschiedlich starke NSCds wieder. Es wird ein schwacher NSC wohl kaum den gut ausgerüsteten Ordenskrieger angreifen, sondern sich lieber um die schwächer aussehende Frau kümmern. Das heißt bei mit agieren intelligente NSC logisch. Oder hauen gleich 2 NSC auf den stärkeren der Gruppen ein. Mit Würfeln bestimme ich dann nur noh die Entscheidungen im Kampf wenn es brenzlig für die NSCs wird oder sie die Überhand haben. Quasi rennen sie weg oder geben sie sich Zeichen das sie zusammen auf ein Ziel vorgehen ect.

 

Bei Tieren oder Automaten ect. sieht das Ganze schon anders aus. Da lasse ich auch gerne die Würfel rollen wer von wem angegriffen wird.

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    • By Kazzirah
      Die Leiteigenschaft gibt ja auch nur einen Bonus an. Charisma unterstützt definitiv die Anwendung von Befehlen in Stresssituationen. Und letztlich wird das durch Kampftaktik abgebildet. Kein abstraktes theoretisches Wissen, wo In sinnvoll wäre, sondern ein durchaus intuitives Verstehen, mit der Fähigkeit, dieses seinen Mitstreitern kurz und bündig zu vermitteln.
       
      Moderation :
      Ich (Fimolas) habe diese Diskussion aus dem folgenden Themenstrang ausgegliedert: Hausregel Regeländerung zum Auswürfeln von pA, Sb, etc.  
      Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
    • By Bruder Buck
      Hallo Leute,
       
      beim Kampf in der Runde gestern habe ich wieder mal so meine Probleme im Umgang mit den offiziellen Regeln bei Kämpfen gemerkt. Mir gefällt einfach die statische Unterteilung in Bewegungs- und Handlungsphase nicht.
       
      Die Kämpfe verkommen dadurch für mich zu einem statischen Brettspiel, wenn man es genau nach DFR anwendet. Außerdem haben Schachspieler, die Züge planen, gegenüber Rollenspielern, die mit ihrem Charakter in einen Kampf ziehen, einen Vorteil, denn eine regelgerecht ausgespielte Kampftaktik belohnt nur gewiefte Regeltaktiker und kalte Kästchen-auf-dem-Kampfraster-Zähler.
       
      Wenn ein SL taktisch geschickt ist, ist es nahezu wurscht, so habe ich es bei vielen Kämpfen erlebt, ob die Gruppe über die Kampftaktik die Initiative gewinnt. Durch die Konstrukte Kontrollbereich und 1. Bewegung, dann 2. Kampf erstickt man jedes dynamische Kampfgeschehen - außer man macht den irren Aufwand der 1-Sekunden-Regel in Kampfrunden.
       
      Wie regle ich denn z.B. folgende Situation regelgerecht: Zwei Gruppenmitglieder befinden sich im Nahkampf mit ein paar Gegnern. Ein weiterer Abenteurer steht abseits vom Kampfgeschehen, will auch nicht in den Nahkampf, weil er kein Kämpfer ist und fürchtet, sofort erschlagen zu werden. Um sich nützlich zu machen, will er jedoch weitere Gegner, die gerade ankommen, ablenken, damit seine Kameraden entlastet würden. Dazu ruft er laut und als die Gegner ihn wahrnehmen, läuft er weg.
       
      Wenn ich an diese Situation mit den Bewegungsregeln ran gehe, müsste die Gruppe die Initiative gewinnen, sonst ist der außen stehende Char nämlich auf jeden Fall im Nahkampf, wenn nach Kästchen-Schieber Manier die Gegner sich zuerst bewegen dürften... und ich will für so was keine 1-Sekunden Regeln auspacken, sondern es schlank und dynamisch machen. Ich würde es über Geländelauf und einfach nach Lage auf dem Plan und Plausibilität regeln....
       
      Geht es anderen auch so?
       
      Euer
       
      Bruder Buck
    • By Krayon
      Menschen können Kampftaktik ungelernt mit Rassen-Durchschnittsintelligenz: 50 durch 10: +5.
      Lernt ein Mensch Kampftaktik richtig, hat er +6.
       
      Elfen können Kampftaktik ungelernt mit Rassen-Durchschnittsintelligenz: 80 durch 10: +8.
      Lernt ein Elf Kampftaktik richtig - hat er dann weniger als vorher (+6) oder +8 (so wie vorher)?
    • By Bro
      Bei der Beschreibung des XueDsche wird auf S. 151 im KTP-KB gesagt:
       
      Okay. Kampftaktik lernt man in KTP also als Wissensfertigkeit. Kann man das so deuten, dass die Leiteigenschaft In statt pA ist? Die Frage hat einen Grund, der aber mit der Beantwortung der Frage nichts zu tun hat.
       
      KaTak hat als erforderliche Eigenschaften pA61 und In 31, wobei pA die Leiteigenschaft ist. Wenn KaTak in KTP nun eine Wissensfertigkeit ist, würde ich In61 und pA31 vorschlagen und In zur Leiteigenschaft machen. Im Gegensatz zu irgendwelchen barbarischen albischen (oder moravischen oder scharidischen oder welche auch immer) Horden, denen der Heerführer voranberserkt, steht der kanthanische Heerführer hinten und führt seine Truppen nach den Richtlininen der "Kunst des Krieges". Intelligenz auf 61 zu steigern und In zur Leiteigenschaft zu machen, würde den "Wissens"-Charakter der "Wissensfertigkeit" stärker hervorheben.
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