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Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Zauber "Auflösung".

 

Im Arkanum S.87 heißt es im letzten Satz:

Soll verzauberte Materie wie z.B. magische Artefakte,

ein versteinerter Mensch oder eine Eiswand aufgelöst

werden, muß der Zauberer ein Zauberduell gewinnen.

 

Interessant ist dabei die Tatsache, dass explizit

auf ein Zauberduell hingewiesen wird und nicht

auf eine Resistenz oder resistenzähnliche Situation.

Der Charakter eines Zauberduells ist es schliesslich,

den fremden Zauberspruch unschädlich zu machen.

 

(Analogie zu einer Feuerkugel:

Figur ist resistent => Feuerkugel kann weitere Wesen treffen,

ZaK zaubert gegen und gewinnt das Duell => Feuerkugel erlischt)

 

Dieser Umstand hätte aber zur Folge, dass bereits

durchschnittlich ausgerüstete SC oder NPC´s von

höherem Grad mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht

der Wirkung der Auflösung unterliegen, weil bereits

eines der mitgeführten Artefakte die Auflösung in

einem erfolgreichen Duell "besiegt" hat.

 

Nun zu meinen Fragen:

Ist das so gewollt?

Vielleicht mache ich ja auch einen Fehler bei meiner

Argumentation?

Falls es nicht so gewollt ist, wie läßt sich das dann

mit dem Regelwerk untermauern?

 

Vielen Dank schonmal

Alan

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Wenn der magische Gegenstand das Zauberduell gewinnt, wird er nicht aufgelöst. Alles andere aber schon. Im übrigen geht das Zauberduell in diesem Fall so herum: Der Zauberer, der Auflösung zaubert, muss ein Zauberduell gewinnen, um einen magischen Gegenstand auflösen zu können. Gewinnt der das Zauberduell nicht, wird der magische Gegenstand (und ausschließlich dieser) nicht aufgelöst.

 

Das stelle ich mir schon "lustig" vor, wenn eine Figur in einer Auflösungskugel steht, die gerade implodiert und als Ergebnis sein magisches Schwert zu Boden fällt und als einziges übrig bleibt.

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Falls es nicht so gewollt ist, wie läßt sich das dann

mit dem Regelwerk untermauern?

 

Deine Antwort entspricht dem, was wahrscheinlich gemeint war und was auch

Sinn macht. Aber du behandelst das Zauberduell in diesem Fall von der Zauber-

machanik her wie eine Resistenz.

 

Siehe Frage.

 

Vielen Dank

Alan

 

p.s.. möglicherweise (oder auch wahrscheinlicherweise) ist die Überlegung so

speziell, dass sie durch das Regelwerk gar nicht abgedeckt ist. Aber das kann

ja auch das Ergebnis der Überlegung sein :confused:

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@Alan: Auflösung ist ein Umgebungszauber, d.h. der Effekt ist da, es geht nur noch um die Auswirkungen. Eine Figur mit einem magischen Artefakt (z.B. einer Waffe) hat erst einmal eine Resistenz für sich und seine Ausrüstung. Misslingt diese, so tritt Schaden an Körper und normaler Ausrüstung ein. Das Artefakt erleidet den Schaden aber nur nach einem verlorenen Zauberduell.

 

Aus Sicht des Artefakts könnten die beiden Würfe auch in der umgekehrten Reihenfolge gemacht werden, das spielt keine Rolle.

 

Läge das Artefakt auf dem Boden (z.B. weil das Schwert fallen gelassen wurde), so hätte es nur das Zauberduell, nicht aber die Resistenz als Schutz.

 

Und Resistenz und Zauberduell sind unabhängig voneinander, eine Figur in einer magischen Ritterrüstung könnte also aufgelöst werden und die Rüstung nimmt keinen Schaden.

 

Solwac

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Danke Solwac,

 

mit dieser Betrachtung macht es natürlich Sinn. Ich bin (vermtl. fälschlich)

davon ausgegangen, dass das Zauberduell über die Entfaltung der Auflösung

entscheidet. Damit paßt dann Regelwerk und Sinn des Zaubers wieder prima

zusammen!

 

LG

Alan

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Aber du behandelst das Zauberduell in diesem Fall von der Zauber-

machanik her wie eine Resistenz.

 

Siehe Frage.

 

Vielen Dank

Alan

 

Jein. Nur Wesen haben eine Resistenz, Objekte nicht. [ARK. S. 20, rechte Spalte; LARK S. 148, rechte Spalte]. Allerdings reagieren verzauberte Dinge häufig auf Magie. Bei Versetzen wird z.B. mit einem Prozentwurf ermittelt, ob ein magischer Gegenstand mitversetzt wird oder nicht. Insofern hast Du recht, das Zauberduell ist ähnlich wie eine Resistenz, gilt aber nur für dieses eine Objekt, nicht bei der Frage, ob die Auflösung komplett scheitert oder nicht.

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Moderation :

das sich die Frage nach der Resistenz von Objekten ausgeweitet hat, hat sie einen eigenen Strang bekommen. Gleichzeitig wurde der Titel dieses Strangs an den Standard in den Hallen des Wissens angepasst.

 

Grüße vom Feuermod

 

Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen

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Umgebungsresistenz bedeutet nach meiner Erinnerung Ausweichen, was wohl kein Gegenstand macht. Daher verstehe ich das Zauberduell bei Auflösung durchaus. Ob das aber nur den Gegenstand schützt oder die Auflösung blockt ist meiner Meinung nach nicht eindeutig. Eigentlich sollte nach den Regeln ein Zauberduell ja den ganzen Zauber verhindern, also die Auflösung unwirksam machen.

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Eigentlich sollte nach den Regeln ein Zauberduell ja den ganzen Zauber verhindern, also die Auflösung unwirksam machen.

Wie kommst du darauf?

 

Schau dir mal bitte den Zauberschild an. Wenn der Zauberschild per Zauber durchdrungen werden soll, muss ein Zauberduell gelingen. Der Zauberschild bleibt aber bestehen.

 

Bei der Auflösung haben wir hier einen äquivalenten Fall: wenn ein magischer Gegenstand aufgelöst werden soll, muss ein Zauberduell gelingen.

 

Ein Zauberduell entscheidet immer nur die Frage: welche Magie ist gerade stärker?

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Umgebungsresistenz bedeutet nach meiner Erinnerung Ausweichen, was wohl kein Gegenstand macht. Daher verstehe ich das Zauberduell bei Auflösung durchaus. Ob das aber nur den Gegenstand schützt oder die Auflösung blockt ist meiner Meinung nach nicht eindeutig. Eigentlich sollte nach den Regeln ein Zauberduell ja den ganzen Zauber verhindern, also die Auflösung unwirksam machen.

 

Nein. Ein Zauberduell kann einen Zauber komplett unwirksam machen, z.B. bei Bannen von Zauberwerk oder bei Seelenheilung. In anderen Fällen dient ein Zauberduell nur dazu festzustellen, welcher Zauber aktuell die Oberhand behält, z.B. hebt ein Beeinflussen das längerfristig wirkende Macht über Menschen nicht komplett auf, sondern nur für begrenzte Zeit.

 

Im Falle von Auflösung schützt das Zauberduell einzig das magische Artefakt vor der Vernichtung, hebt aber nicht den Zauber allgemein auf.

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Ergänzung zu den anderen:

Eigentlich sollte nach den Regeln ein Zauberduell ja den ganzen Zauber verhindern, also die Auflösung unwirksam machen.
Du verwechselst Zauberduell im allgemeinen mit Gegenzaubern im Speziellen.

 

Solwac

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Das stelle ich mir schon "lustig" vor, wenn eine Figur in einer Auflösungskugel steht, die gerade implodiert und als Ergebnis sein magisches Schwert zu Boden fällt und als einziges übrig bleibt.

 

[ZWISCHENSCHWAMPF]Fast genau so unter meiner Leitung schonmal geschehen, nur dass da *noch* passender die magischen Schuhe übrig geblieben sind. War schon traurige Ironie.[/ZWISCHENSCHWAMPF]

 

Für mich ist das hier mal wieder ein klarer Fall von übersensibler Regelexegese. Die Intention ist für mich aus dem Regeltext klar: Magische Gegenstände bzw. "Personen" (Versteinerte), auf denen bereits ein anderer, starker Zauber liegt, der gebannt werden müsste, um aufzuhören, haben eine Chance, der Auflösung zu entgehen. Sie haben aber sicherlich nicht die Kraft, den gesamten Zauber wirkungslos zu machen, weil, wie hier schon argumentiert wurde, die Umgebung und nicht der Gegenstand selbst verzaubert wird.

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      Elfenfeuer wirkt gegen Golems, aber nicht Automaten, da es ein passender Umgebungszauber ist (vergleiche Aufzählung der wirkenden Zauber) und meines Erachtens auf den Astralleib des Golems anspricht, den ein Automat nicht hat. Ein Nicht-Wirken wäre über den schwach ausgeprägten Astralleib zu begründen, aber für mich macht das keinen Sinn, da eine Schädigung des Astralleibs für einen Golem Folgen haben müsste - sonst wäre es ja irgendwann ein Golem ohne Astralleib.
       
      Feuerwand wirkt, da es im Gegensatz zu Feuerkugel und Feuerlanze nur indirekt wirkt - es muss also nicht in der expliziten Aufzählung erwähnt werden. (Hier entsteht ein für mich logischer Bruch in der Wirkungsweise von Umgebungsmagie, aber ich kann die Intension der Regeln hier anwenden.)
       
      Es handelt sich bei dieser Frage ausdrücklich um eine Meinungsfrage.
      Ich halte die M4-Regeln zu Umgebungsmagie in Grenzbereichen nämlich für nicht ganz konsistent und logisch erklärbar (das ist in M5 mit der konsequenten Abwehr anstatt Resistenz besser) - deshalb ist die Fragestellung bei M4 für mich nicht eindeutig und durchgehend konsistent aus dem Regelwerk ableitbar und weist selbst mit Hintergrundwissen darüber, wie die Regeln gemeint sind, noch logische Brüche auf.
      Daher interessiert mich vor allem, wie ihr das persönlich handhabt. Um es übersichtlich zu halten, bezieht sich die Frage eben auf die drei im Strang genannten Beispielzauber.
    • By Tony
      Rost wirkt ja laut Beschreibung nur mit einer Wahrscheinlichkeit von Gradx10%. Laut der Beschreibung von Silberstaub, wird dieses mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% neutralisiert, wenn Rost darauf gezaubert wird.
       
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      Gruß,
      Tony
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