Jump to content
Sign in to follow this  
Abd al Rahman

Erfahrungspunkte für gutes Rollenspiel - Steinzeitrelikt

Recommended Posts

Hallo zusammen,

 

ich reg mich immer wieder auf, wenn ich in Regelbüchern den Punkt "Erfahrungspunkte für gutes Rollenspiel" lese. Wie um alles in der Welt soll ich beurteilen, ob jemand seine Figur gut spielt? Das weiß nur der Spieler selbst. Nach was soll sich der Spielleiter bei der Vergabe richten? Nach den Beschreibungen im Regelwerk? Ja dürfen wir denn nur Archetypen spielen? Ist der Spielleiter die Rollenspielpolizei?

 

 

Punkte für gutes Rollenspiel sind Relikte aus der Rollenspielsteinzeit der 80er und gehören (auch bei Midgard) abgeschafft.

  • Like 2

Share this post


Link to post

Hm, ich sehe es nicht so negativ. Ja, die Formulierungen sind altbacken und sollten überarbeitet werden.

Aber nein, eine einfache Abschaffung bringt keinen Vorteil.

 

Was ist denn das Ziel der Regel? Es soll ein Verhalten belohnt werden, bei dem der Umgang mit der Figur und nicht einfach Erfolgswürfe im Vordergrund stehen.

 

Ebenso soll ein Spieler nicht bestraft werden, wenn er im Sinne seiner Rolle nicht 100% perfekt an das Abenteuer heran geht (nein, aktive Sabotage lehne ich ab). Es soll also das "wie würde meine Figur das machen" auch dann ermutigt werden, wenn allen Beteiligten der nicht optimale Weg bekannt ist.

 

Wie bei vielen Regeln und Vorschlägen braucht es aber durchaus etwas Erfahrung bei der Umsetzung. Dies sollte stärker in der Beschreibung betont werden. Erfahrungspunkte sollte angemessen verteilt werden und nicht aufgrund des Wortlauts in Regeln oder Abenteuer. Denn in der schriftlichen Form können nicht alle Umstände berücksichtigt werden.

 

Zur Frage, wann Rollenspiel gut ist: Für mich ist es dann gutes Rollenspiel, wenn ich das Verhalten als glaubhaft empfinde. Das ist natürlich schwammig, funktioniert aber ganz gut. Die Archetypen sind ein erster Anhaltspunkt, wenn der Spieler aber durchgängig und einheitlich davon abweicht, dann ist es wieder stimmig. Wichtiger wäre da schon das Verhalten im Rahmen der Spielweltbeschreibung.

 

Solwac

Share this post


Link to post

Ich sehe das eher als Möglichkeit einen Spieler zu belohnen, der sich mehr auf seinen Charakter als auf die möglichst effiziente Spielweise konzentriert, zum Beispiel die Anhäufung von Schätzen und dadurch der Spielrunde mehr flair verleiht. Er würde ja sonst hinter seinen gierigen/effizienten Kollegen zurückfallen, die ihr Spiel jedesmal nach dem möglichst größten Gewinn für ihre Charaktere ausrichten ohne sich Gedanken über ihren Hintergrund zu machen.

 

Beispiel: die Spieler haben ein kleines Abenteuer überstanden, es gibt ein paar Belohnungen in Form von Grabschätzen. Ein Spieler will die Sachen aus gewissensgründen nicht annehmen, weil ihm Gräber plündern unheimlich ist. Seine gierigen Freunde marschieren jeder mit Schmuck im Wert von 200 GS nach Hause und er geht leer aus. In dem Fall würde ich ihm eine Extraportion AEP für gutes Rollenspiel geben, weil er seine Rolle gespielt hat ohne auf den größtmöglichen Vorteil zu achten.

 

In dem Beispiel gibt es aber auch einen speziellen Anlaß. Nur weil jemand einen Waldläufer ganz normal wie einen Waldläufer spielt würde ich auch keine EP vergeben, mal ganz abgesehen, davon, dass ich dasselbe Problem mit der Beurteilung hätte wie du. Woher soll ich denn wissen wie das richtig gespielt wird. Wenn allerdings eine besondere Situation eintritt die heraussticht, in der ein Spieler vielleicht auch noch offensichtlich einen Nachteil in Kauf nimmt (für sich, für das Abenteuer, etc.), dann kann man das schon durch EP belohnen bzw. ausgleichen. Mir ist klar, dass es auch gierige Charaktere gibt, nur anstatt die für ihr Spiel zu "bestrafen", was auch wieder unfair wäre, würde ich die Regel "Erfahrungspunkte für gutes Rollenspiel" verwenden um die anderen Spieler zu belohnen.

Edited by Nikomedes
  • Like 2

Share this post


Link to post

Ich sehe das ähnlich wie Nikomedes.

 

Ein Ritter, der sich stets ritterlich verhält, hat dadurch ja auch Nachteile was die Effizienz angeht.

Wenn man keine EP.f.g.RS. vergibt, läuft man Gefahrm, vor allem bei Anfängern, Hack'n'Slay zu begünstigen.

Share this post


Link to post
Ich sehe das ähnlich wie Nikomedes.

 

Ein Ritter, der sich stets ritterlich verhält, hat dadurch ja auch Nachteile was die Effizienz angeht.

Wenn man keine EP.f.g.RS. vergibt, läuft man Gefahrm, vor allem bei Anfängern, Hack'n'Slay zu begünstigen.

Das heißt, dass H&S für Dich kein gutes Rollenspiel ist?

Share this post


Link to post

@Abd:

 

Meiner Meinung nach unterliegst du einem Denkfehler. Solche Punkte gibt es - zumindest bei Midgard - nicht für "gutes" Rollenspiel, sondern für "rollengerechtes" Spiel. Ich denke auch nicht, dass der Spielleiter sich hier auf die Archetypen beschränken muss, sondern sich daran orientieren kann, wie der Spieler seine Figur entwirft.

 

Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich deine Frage eigentlich gar nicht auf den genannten Aspekt beschränkt, sondern dass du generell ein Belohnungssystem ablehnst, mit dem bestimmte Verhaltensweisen der Spieler bzw. ihrer Figuren bestärkt werden sollen.

Share this post


Link to post
Ich sehe das ähnlich wie Nikomedes.

 

Ein Ritter, der sich stets ritterlich verhält, hat dadurch ja auch Nachteile was die Effizienz angeht.

Wenn man keine EP.f.g.RS. vergibt, läuft man Gefahrm, vor allem bei Anfängern, Hack'n'Slay zu begünstigen.

Das heißt, dass H&S für Dich kein gutes Rollenspiel ist?

 

Was "gutes Rollenspiel" ist, sollte ein Konsens in der Gruppe sein, deshalb gilt bei uns:"Ja, Hack'n'Slay (darunter verstehe ich "wie spiele ich meine Figur möglichst effektiv in Hinsicht auf Punkte und Geldgewinn, und ohne Rücksicht auf die Spielwelt") ist bei uns kein gutes Rollenspiel."

Share this post


Link to post
@Abd:

 

Meiner Meinung nach unterliegst du einem Denkfehler. Solche Punkte gibt es - zumindest bei Midgard - nicht für "gutes" Rollenspiel, sondern für "rollengerechtes" Spiel. Ich denke auch nicht, dass der Spielleiter sich hier auf die Archetypen beschränken muss, sondern sich daran orientieren kann, wie der Spieler seine Figur entwirft.

 

Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich deine Frage eigentlich gar nicht auf den genannten Aspekt beschränkt, sondern dass du generell ein Belohnungssystem ablehnst, mit dem bestimmte Verhaltensweisen der Spieler bzw. ihrer Figuren bestärkt werden sollen.

Belohnung und Bestrafung schneidet dieses Thema, ja, ist aber eine andere Frage zu der icheigentlich einen eigenen Strang aufmachen wollte.

 

Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?

Share this post


Link to post
Ich sehe das ähnlich wie Nikomedes.

 

Ein Ritter, der sich stets ritterlich verhält, hat dadurch ja auch Nachteile was die Effizienz angeht.

Wenn man keine EP.f.g.RS. vergibt, läuft man Gefahrm, vor allem bei Anfängern, Hack'n'Slay zu begünstigen.

Das heißt, dass H&S für Dich kein gutes Rollenspiel ist?

 

Was "gutes Rollenspiel" ist, sollte ein Konsens in der Gruppe sein, deshalb gilt bei uns:"Ja, Hack'n'Slay (darunter verstehe ich "wie spiele ich meine Figur möglichst effektiv in Hinsicht auf Punkte und Geldgewinn, und ohne Rücksicht auf die Spielwelt") ist bei uns kein gutes Rollenspiel."

Also ich spiele mich (Abd al Rahman, die lebende Person) auch möglichst effektiv und auf Vermehrung von Reichtum und Erfahrung bedacht. Ich glaub, das ist natürlich. Ich kapier nicht, was daran schlechtes Rollenspiel sein soll. Aber hier kommen wir auf den von Akeem genannten Punkt: Belohnung von gewünschtem und Bestrafung von unerwünschtem. Das ist ein ganz anderes Thema.

Share this post


Link to post
Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?

 

Wenn ich das richtig im Kopf habe, sollen solche Punkte ja sparsam vergeben werden. Darüber hinaus geht es auch nicht darum, dass eine Figur im Rahmen ihrer Natur ganz normal handelt. Es geht eher darum, dass eine Figur aufgrund ihrer Natur außergewöhnliches leistet.

Share this post


Link to post

Also ich spiele mich (Abd al Rahman, die lebende Person) auch möglichst effektiv und auf Vermehrung von Reichtum und Erfahrung bedacht. Ich glaub, das ist natürlich. Ich kapier nicht, was daran schlechtes Rollenspiel sein soll. ...

 

Das ist o.k., solange Du Dich ich sage mal Deinem Charakter entsprechend verhältst. Aber wenn ein Fruchtbarkeitspriester den Schankwirt umbringt, um sein Bier nicht zu bezahlenen (und vielleicht noch mitbekommen hat, dass er es mit den Bütteln heir locker aufnehmen kann) dann ist für mich Schluss.

Ich habe Dich ja bereits persönlich kennengelernt und Du beachtest natuerlich bei deiner Effiktivitaet im Leben nicht nur Reichtum und Erfahrung, sondern auch gute Manieren und zwischenmenschliche Kompetenz.

Natürlich könnte man auf alles als Spielleiter einfach auch "mit und in der Spielwelt" antworten, aber das ist auch nicht immer leicht.

 

Meine Spielrunde jedenfalls mag es, wenn ein Ritter für etwsa besodners ritterliches, ein Gläubiger für etwas gläubiges und eine Spitzmaid für etwas besonders spitzes (??) mit Punkten belohnt wird.

 

Wenn der Umgang mit einem NPC davon abhängt, wie viele Punkte ich für

a) ihn heilen

b) ihn umbringen

bekomme, dann ist das doch blöd.

Share this post


Link to post
Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?
Nochmal: Glaubhaftigkeit ist das Stichwort. ;)

 

Solwac

Share this post


Link to post
Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?

 

Wenn ich das richtig im Kopf habe, sollen solche Punkte ja sparsam vergeben werden. Darüber hinaus geht es auch nicht darum, dass eine Figur im Rahmen ihrer Natur ganz normal handelt. Es geht eher darum, dass eine Figur aufgrund ihrer Natur außergewöhnliches leistet.

Das wird aber durch andere Erfahrungspunkte abgedeckt. Erreichte Ziele, eingesetzte Fertigkeiten, überwundene Gegner etc. Die Natur einer Figur definiert sich durch deren Werte und dem, was der Spieler sich über seine Figur vorstellt. Ersteres kann ich als Spielleiter objektiv beurteilen, letzteres, naja, ich kann keine Gedankenlesen.

Share this post


Link to post

Also ich spiele mich (Abd al Rahman, die lebende Person) auch möglichst effektiv und auf Vermehrung von Reichtum und Erfahrung bedacht. Ich glaub, das ist natürlich. Ich kapier nicht, was daran schlechtes Rollenspiel sein soll. ...

 

Das ist o.k., solange Du Dich ich sage mal Deinem Charakter entsprechend verhältst. Aber wenn ein Fruchtbarkeitspriester den Schankwirt umbringt, um sein Bier nicht zu bezahlenen (und vielleicht noch mitbekommen hat, dass er es mit den Bütteln heir locker aufnehmen kann) dann ist für mich Schluss.

Ich habe Dich ja bereits persönlich kennengelernt und Du beachtest natuerlich bei deiner Effiktivitaet im Leben nicht nur Reichtum und Erfahrung, sondern auch gute Manieren und zwischenmenschliche Kompetenz.

Natürlich könnte man auf alles als Spielleiter einfach auch "mit und in der Spielwelt" antworten, aber das ist auch nicht immer leicht.

 

Meine Spielrunde jedenfalls mag es, wenn ein Ritter für etwsa besodners ritterliches, ein Gläubiger für etwas gläubiges und eine Spitzmaid für etwas besonders spitzes (??) mit Punkten belohnt wird.

 

Wenn der Umgang mit einem NPC davon abhängt, wie viele Punkte ich für

a) ihn heilen

b) ihn umbringen

bekomme, dann ist das doch blöd.

 

 

Nochmal, um Belohnung geht es hier eher weniger. Wenn Du ein Dir/der Gruppe angenehmes Verhalten belohnen möchtest und ein nicht angenehmes Verhalten bestrafen möchtest ist das ein ganz anderes Thema. Ich lehne so eine Bestrafung oder Belohnung zwar rundweg ab, aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema.

 

Erfahrung und Reichtum hat mehrere Ebenen, nicht nur Geld. Aber hier driften wir schon wieder in die Belohnungsecke - anderes Thema.

Share this post


Link to post

Ich habe es schon lange aufgegeben Punkte für "gutes Rollenspiel" zu geben und gehe lieber auf Charakterebene hinunter. Erfahrungspunkte heißen für mich deshalb Erfahrungspunkte, weil der Charakter wohl eine neue Erfahrung gemacht hat. Es gibt also Punkte, wenn der Charakter irgendwas für ihn Neues erlebt hat oder auch wenn ihm irgendwas besonderes mitgenommen hat. Es können auch völlig unbedeutende Ereignisse sein. Neben dieser individuellen Sache gibt es eine gibt es Punkte für die Lösung von Problemen, wobei da eher die Gruppe belohnt wird, schließlich haben sie es auch zusammen gelöst - auch wenn Charakter A in Situation B weniger beitragen konnte.

 

Wie der Charakter gespielt wird, soll der Spieler selbst entscheiden. "Gutes Rollenspiel" liegt deshalb Eigenverantwortlich in ihren Händen. Wer keinen Bock darauf hat, der wird auch es auch nicht machen, wenn es als Belohnung rosa Püschhäschen gibt. Es gibt auch genügend Leute, die können nur eine bestimmte Persönlichkeit darstellen - egal ob das dann ein Magier oder ein Kämpfer ist.

  • Like 2

Share this post


Link to post
Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?

 

Wenn ich das richtig im Kopf habe, sollen solche Punkte ja sparsam vergeben werden. Darüber hinaus geht es auch nicht darum, dass eine Figur im Rahmen ihrer Natur ganz normal handelt. Es geht eher darum, dass eine Figur aufgrund ihrer Natur außergewöhnliches leistet.

Das wird aber durch andere Erfahrungspunkte abgedeckt. Erreichte Ziele, eingesetzte Fertigkeiten, überwundene Gegner etc. Die Natur einer Figur definiert sich durch deren Werte und dem, was der Spieler sich über seine Figur vorstellt. Ersteres kann ich als Spielleiter objektiv beurteilen, letzteres, naja, ich kann keine Gedankenlesen.

 

Das kommt sicher auch darauf an, wie gut der Spielleiter die Figuren kennt. Wenn die Spieler sich entsprechend Mühe geben und (überspitzt ausgedrückt) eine Hintergrundgeschichte von 3 DIN A4 Seiten entwerfen und sich entsprechend verhalten, dann darf das schon belohnt werden. Insbesondere im Gegensatz zu Spielern, die ihr Figuren auswürfeln und so spielen, wie es ihnen gerade in den Kram passt.

 

Beides ist ok, ich möchte das nicht werten. Es geht mir nur darum, einem Spieler positives Feedback zu geben, wenn er sich entsprechend reinkniet. Das darf auch über Punkte passieren. Muss aber nicht.

 

Diese Regel ist ja ohnehin optional und jeder sollte für sich entscheiden ob er sie einsetzt und wie er ggf. damit umgeht.

Share this post


Link to post

Ich würde das nicht so eng am Charakter festmachen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ein Spieler dafür sorgt, dass die ganze Runde Spaß hat oder besonders mitfiebert. Nicht immer sind das EP-relevante Situationen. In so einem Fall kann ich als SL Punkte fürs Rollenspiel vergeben. "Gut" war es deswegen, weil die ganze Gruppe ihren Spaß daran hatte.

 

Gruß von Adjana

  • Like 1

Share this post


Link to post

Um ehrlich zu sein, halte ich das gesamte Erfahrungssystem, jenseits der Praxispunkte für Steinzeitrelikte. Die von hexe genannte Orientierung an "Erfahrung", also, dem Erlernen und das Meistern von neuen Erfahrungen, halte ich da für durchaus moderner und ansprechender.

  • Like 1

Share this post


Link to post

Ich denke bei der im DFR gewählten Formulierung handelt es sich um einen klassischen Weichmacher/Türöffner, um dem SL zu ermöglichen Punkte ausserhalb des streng Reglementierten zu vergeben. Ansonsten kann ich mich Adjana zu 100% anschliessen.

Share this post


Link to post

Ich verstehe nicht wie ein Spielleiter rollengerechtes Spiel beurteilen soll. Der Entwurf einer Figur ist etwas abstraktes, das in Midgard in keinerlei Weise unterstützt wird. Wie soll ich sowas in irgendweiner Form messen und Punkte vergeben?

 

Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt und ich stehe ein bisschen da im Regen. Meine Spieler sind ebenfalls darüber gestoplert und wollten nun von mir genau wissen wie ich das "gute Rollenspiel" bewerte und nach was sich die daraus erlangten AEP berechnen. Ich finde es auch überaus schwammig, da ich nur aus dem Bauch heraus dann für mich entscheide, aber ob das immer dann gerecht ist ... :lookaround:

Edited by Elodaria

Share this post


Link to post

Im MIDGARD-Regelwerk werden EPs für Rollenspiel immer dann vergeben, wenn der Spieler durch das Ausspielen der Rolle Nachteile für seine Figur in Kauf nimmt.

 

Z.B. bekommt ein Spieler keine Punkte dafür, dass er seinen Xan-Priester gegenüber dem Volk autoritär spielt, sondern dann, wenn er diesen wahrhaftig spielt in einer Situation, in der dies negative Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

 

Insofern ist diese Regel extrem präzise.

Share this post


Link to post

Moin,

 

Um ehrlich zu sein, halte ich das gesamte Erfahrungssystem, jenseits der Praxispunkte für Steinzeitrelikte.

 

ich stimm dir zu, dass Erfahrungspunkte ein Relikt aus der Migration D&D nach Midgard sind. Aber nur wenige Rollenspiel Systeme wie Runequest kommen ganz ohne Erfahrungspunkte aus. Bei Midgard gibt nun mal EPs, und daher halte ich es zunaechst erstmal fuer wichtig dass es EPs fuer Aktionen und nicht fuer Anwesenheit gibt. Es gibt Spielleiter die verteilen EPs pauschal, oder noch schlimmer pauschal + gutes Rollenspiel. Letzteres bezeichne ich als Anwesenheit=Spielleiterfaulheit + gutes Rollenspiel=Spielleiterwillkuer.

 

Ich hab mir zur Angewohnheit gemacht jede Kleinigkeit die eine Spielfigur macht mitzuschreiben. Viele dieser Aktionen erfordern keinen Wuerfelwurf, dennoch gibt es fuer jede Aktion bei mir AEP fuer Rollenspiel, wenn die Aktion es wert war mitzuschreiben, und sie erstmalig erfolgt ist, unabhaengig davon ob die Aktion gut, schlecht oder boese war.

 

ciao,Kraehe

Edited by Kraehe

Share this post


Link to post

Also ich belohne als SL nach wie vor SFen und damit deren Spieler, wenn sie sich durch das Verbleiben in ihrer Rolle Nachteile einhandeln oder in besonderem Maße der Stimmung am Spieltisch gut tun.

In Con-Situationen ist das natürlich schwierig, da man meist die Charaktere und häufig auch die Spieler nicht gut genug kennt; da fällt dieser Aspekt der EP-Vergabe eher weg.

Aber in einer Hausrunde oder mit bekannten Charakteren weiß man durchaus, wann eine SF "aus der Rolle fällt" oder trotz Nachteile drin bleibt. Wenn ich ein SF-Verhalten nicht verstehe und der Spieler es mir nicht erklären kann (oder die Erklärung lautet "Mein Glückritter geht noch mal in diesen Keller, weil ich eben auf Deinem Spielleiterplan eine Geheimtür dort gesehen habe"), dann gibt es dafür auch durchaus Abzug.

Bisher hat sich noch keine Gruppe über meine EP-Vergabe beschwert, und ich denke, darauf kommt es an.

Share this post


Link to post
Wie kann ein Charakter aus der Rolle fallen? Die wird doch von Spieler definiert. Somit ist jedes Verhalten Rollengerecht.

 

Nun gut das von Krayon angeführte Beispiel mit dem Glücksritter ist schon recht eindeutig. In so einem Falle würde der Spieler auch keine EP bekommen.

 

Klar wird die Figur vom Spieler definiert, doch weiß man doch mit der Zeit was der Charakter tun oder lassen würde.

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

  • Recently Browsing   0 members

    No registered users viewing this page.

  • Similar Content

    • By Gimli CDB
      Hallo liebe Midgard-Gemeinde
       
      Es gibt da ein Problem, das sicherlich viele von euch kennen: Das Problem mit der Terminfindung.
      Wenn man eine Gruppe hat, die nur aus 3-4 Spielern besteht, geht das ja vielleicht noch - aber wer (wie ich) in einer Gruppe mit 7 Spielern + SL spielt, der weiß, dass es nicht immer leicht ist, einen Termin zu finden, an dem auch wirklich ALLE Zeit haben.
      Und so kommt es immer wieder vor - bewusst in Kauf genommen oder aufgrund kurzfristiger Verschiebungen - dass manche Spieler nicht kommen können, um ihre Figuren zu spielen.
       
      Doch was macht man in dieser Zeit mit ihren Figuren?
      Natürlich kann der Spielleiter sie führen - und bei einer Figur mag das vielleicht auch noch gehen, wenn sie bereits lange genug in der Gruppe ist, damit der Spielleiter ein Gefühl dafür entwickelt hat, wie sich die Figur in dieser Situation verhalten würde.
      Doch befriedigend ist das wohl kaum.
      Andere Spieler hingegen neigen dazu - ob bewusst oder nicht - abwesende Spielerfiguren bisweilen als "Schutzschild" zu missbrauchen oder dümmliche Aufgaben übernehmen zu lassen. ("Diese Nachricht muss so schnell es geht nach Buxdehude, wer von uns kann denn mal... ah genau, XX macht das!")
       
      Auch kommt es bisweilen vor, dass eine kleine (bis auch größere) Anzahl an mehr oder weniger wichtigen Nichtspielerfiguren die Abenteurergruppe aus dem einen oder anderen Grund begleitet.
      In meiner aktuellen Abenteurergruppe beispielsweise befindet sich ein Geschwisterpaar (13 und 15 Jahre), welches die Abenteurer gerettet haben und welches ihnen so ans Herz gewachsen ist, dass sie die beiden nun mitnehmen und ihnen im Rahmen des ihnen Möglichen eine kleine Ausbildung zukommen lassen - der Junge ist inzwischen eine Art "Knappe" unserer Ordenskriegerin geworden, das Mädchen assistiert unserer Heilerin als "Krankenschwester".
      Dann gibt es immer wieder abenteuerrelevante NSC's, welche die Gruppe aus storytechnischen Gründen eine Weile begleiten.
       
      Kurzum: Wenn es schlecht läuft - und das passiert bisweilen wirklich - hat man eine unüberschaubare Anzahl von Figuren in der Gruppe, welche nicht unmittelbar von einem anwesenden Spieler gelenkt werden. Das stellt für den Spielleiter ein ziemliches Problem dar - es ist schwieriger als man denkt, immer den Überblick zu behalten und alle Figuren gerecht auszuspielen. Auch für die Spieler ist es kein Spaß, wenn der Spielleiter die Hälfte des Kampfes damit beschäftigt ist, "Strohmänner" gegeneinander kämpfen zu lassen.
       
      Schlimmstes Beispiel: In einem bestimmten Abenteuer ("Die Lange Nacht des Rowan die Soel") kann es dazu kommen, dass vier NSC's die Gruppe begleiten. Zuzüglich zu dem Geschwisterpärchen, einem abwesenden Spieler und einem weiteren dazustoßenden NSC umfasst die Bilanz: 9 NSCs, 6 SCs
      Zugegeben, das ist ein extremes Beispiel - und ja, das hätte man vorhersehen und vermeiden können. Doch darum soll es jetzt nicht gehen.
       
      Prinzipiell würde es sich natürlich anbieten, Charaktere abwesender Spieler und NSC's, welche die Gruppe länger begleiten (wie zum Beispiel die beiden Kinder) in die Hände von Spielern zu geben. [im genannten "Worst-Case"-Szenario würde dies das Gleichgewicht wieder in Richtung der Spieler verschieben, das Verhältnis Spielergelenkter zu nicht spielergelenkten Figuren betrüge in diesem Fall noch 7:8 (statt 9:6) - das ist zwar noch immer alles andere als wünschenswert, aber schon eine deutliche Verbesserung!]. Doch hier beginnen die Probleme:
      Das Midgard-System verteilt "Belohnungen" in Form von Erfahrungspunkten. Selbstverständlich wäre es ungerecht, wenn Spieler für Leistungen, welche sie mit anderen als ihrer eigentlichen Spielfigur erbringen, nicht belohnt würden - im Gegensatz: Erhält nur die "gespielte" Figur Erfahrungspunkte, entsteht für den Spieler kein Anreiz, sie "auszuspielen": Wenn er die tolle Idee, die er grade hatte, in Form seiner eigenen Figur ausspielt, bekommt er schließlich etwas dafür - wieso also "fremdeln"? Einzige Alternative scheint das Verteilen von Erfahrungspunkten nach "Spielern", nicht nach "Figuren" zu sein - das führt allerdings zu unlogischen und unrealisitschen Effekten, welche den Spielfluss stören. Wieso sollte der Spitzbube etwas neues lernen dürfen, weil der Krieger eine gute Idee hatte?
      Andererseits wieder sollte auch die "gespielte" Figur etwas davon haben - ein Heiler sollte Erfahrungspunkte dafür bekommen, wenn er einem Gefährten das Leben rettet, egal, ob sein Spieler anwesend ist oder nicht.
       
      Wie also vorgehen?
      Lange Rede, kurzer Sinn:
       
      Wir haben in unserer Gruppe für solche Gelegenheiten eine "Hausregel" eingeführt, welche helfen soll, den Spielleiter zu entlasten, die Spieler stärker auszulasten und trotz abwesender Spieler und gegebenenfalls vorhandener Nichtspielerfiguren interessante soziale Interaktionen zu generieren - indem für solche Situationen ein effizientes Belohnungssystem eingeführt wird.
       
       
      Doch wozu ist dieses Glück gut?
       
      Um die Konsistenz der Spielwelt zu erhalten, darf dieses "Glück" keinerlei direkten Einfluss auf die Spielfiguren nehmen. Es darf nicht unmittelbar in Form einer materiellen oder ideellen Belohnung (will heißen: Gold oder Erfahrungspunkte) quasi aus dem Nichts auftauchen, und es darf auch das viel gerühmte Spielgleichgewicht nicht verschieben, indem es irgendwelche nicht Spielweltintern zu erklärenden Boni verleiht. Doch welche anderen Möglichkeiten gibt es, Spieler zu "belohnen"?
       
      Hierzu ein kleines Beispiel.
       
      Wer kennt das nicht: Man ist - mal wieder - in irgendeinem Dungeon unterwegs. Der Krieger hat mit einigen gekonnten Streichen den untoten Besitzer dieser Katakomben in das etwas andere Nachleben geschickt, und nun tut man sich an seinen Schätzen gütlich. Ein wenig Gold, das gerecht geteilt wird. Eine Spruchrolle - natürlich, die ist etwas für den Magier. Ein magischer Dolch - es freut sich der Spitzbube. Nur der Krieger geht mal wieder leer aus.
      Dabei wünscht er sich doch schon seit langem eine Flammenklinge! Natürlich ist das ein recht mächtiges Artefakt, was man nicht gerade an jeder Häuserecke findet. Aber nun ist er schon jahrelang auf der Suche nach einem solchen Schwert, seit er ein solches einst bei einem Arenakampf beobachten konnte. Wäre es nicht langsam an der Zeit...?
      Zu diesem Zeitpunkt fallen im Normalfall einige bettelnde Blicke in Richtung des Spielleiters, der - auf Gerechtigkeit bedacht - natürlich beim nächsten Mal auch wieder etwas für den Krieger dazupacken wird, nur eben vielleicht nicht unbedingt direkt eine Flammenklinge, die dann doch ein paar Nummern zu groß ist.
       
       
      In meiner Heimgruppe spielen wir seit einigen Sitzungen mit "Glück" und haben bisher sehr positive Erfahrungen damit gemacht.
       
      Was haltet ihr von der Idee?
       
      Grüße,
      euer Gimli CDB
    • By Solwac
      Die meisten von Euch werden die Empfehlungen des Kompendiums für außergewöhnliche Personen ab Grad 4 kennen (KOM S.74ff). Damit werden relativ schnell Figuren erstellt, die in ihren Möglichkeiten denen von Spielerfiguren entsprechen, meist nur nicht über deren Breite der Fertigkeiten. Dies ist aber insofern kein Problem, als solche NSC meist für ein Abenteuer und dessen Umfeld erschaffen werden.
       
      Mich interessiert nun, wie weit Eure Figuren mit den Vorschlägen für Waffen-, allgemeine Fertigkeiten und Zauber beschreibbar sind.
       
      Bitte bei der Umfrage beachten, dass nicht alle Kombinationen von Antworten Sinn machen, Mehrfachantworten aber durchaus gewünscht sind.
       
      Solwac
    • By Antalus
      Hallo,
       
      ich habe in meiner Gruppe einen Wildläufer, der inzwischen ein Pony, einen Wolfshund und einige Marder sein Eigen nennt...
       
      Die Frage ist nun: Wofür können diese Tiere (wenn überhaupt?) Erfahrungspunkte sammeln?!? Bei KEP ist das noch relaiv einfach, aber beim Rest?
       
      Und wie und was können die Tiere dann lernen? Steigen die dann auch im Grad auf? Können sie die APs steigern?
       
      Vielen Dank für Eure Anregunden
       
      Anta
    • By Detritus
      Hallo Leute,
       
      einen richtigen Strang zum Thema gutem oder schlechtem Rollenspiel gibt es ja nicht, aber genug Stränge in denen dies ausreichend und teilweise heftigst diskutiert wurden.
       
      Ich werde hier auch keine Antworten geben, weil ich bei dieser Thematik immer ein bißchen Zahnschmerzen habe. Ich habe hier nur diverse Links zu Strängen in denen zu diesem Thema freiwillig und unfreiwillig diskutiert wurde:
       
      Generell:
      Ich oder meine Figur, was sagt ihr und warum
       
      Freunde, Liebe, Blutsbruderschaft
       
      Wie passt der Tod zum Helden?
       
      Realismus im Rollenspiel
       
      Spielen Spieler sich oder eine Rolle?
       
      Niedrige Intelligenz, wie spiele ich eine In unter 50
       
      Würfeln oder spielen?
       
      Gut oder Böse, Welche Gesinnung haben Eure Charaktere
       
      Das Ende der Spielbarkeit
       
      Denken Rollenspieler nur mit dem Schwert
       
      Selbstbeschränkung im Rollenspiel
       
      Hochgradig = Powergamer???
       
      Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
       
      Gute Vorgeschichten der Abenteurer
       
      Wer mehr als 5 Spieler hat, kann nicht richtig rollenspielen, eine Provokation?
       
       
      Zum Thema Spielleiter:
      müssen meister lieb sein
       
      Eingreifen des Spielleiters
       
      Ein Stolperstein für Superhelden
       
      Hintergrund im Spiel, was macht ihn für Spieler lebendig
       
      Tipps für Spielleiter

      Spieler müssen nicht wissen was geht...
       
       
      Themen die unfreiwillig in einer heftigen Spielstil-Diskussion endeten:
      Ausschalten von Spielfiguren
       
      HILFE! Bin ein Werwolf
       
      Mein Hexer wird sterben
       
      So, ich hoffe alle links funktionieren, ansonsten per Such-Funktion suchen.
       
      Ich hoffe geholfen zu haben.
       
      Wer etwas nicht berücksichtigt sieht, mag hier gerne seine Meinung zu gutem Rollenspiel abgeben.
       
      Nur um eins bitte ich:
      Bitte keine Anfeindungen in irgendeiner Form!
      Danke!
       
      mfg
      Detritus
       
      P.S. In dieser Liste sind übrigens keine Stränge anderer Foren (z. B. Kampf-, Magie- und Sonstige Regeln) enthalten. Dort findet man zum Teil ebenfalls Diskussionen zu diesem Topic.
       
      P.P.S. Die Links wurden erneut aktualisiert am 03.10.2004.
    • By Eriol
      Das ist jetzt kein richtiges "Erratum" - aber habt ihr schon mal höhergradige Figuren nach den Regeln konvertiert und zum Spaß mit genau denselben Fertigkeiten nach M5 neu erschaffen?
       
      Ich hab das mit meinem Wildläufer versucht, auch wenn das hinkt, weil es für Tiermeister kein offizielles Lernschema gibt und der Wi viele Zauber kann, die nach den Betaregeln für Tm nicht neu gelernt werden könnten. Aber selbst wenn ich die LE-EP-Tabelle für Druiden nehme und die Kosten verdopple...
      Also: in M4 hatte mein Wildläufer 38.000 GFP - genau dieselbe Figur in M5 (z.T. mit höheren Fertigkeitswerten, weil man jetzt immer höher startet) hätte nur 29.500 EP verlernt (wenn ich mal davon ausgehe, dass keine Spruchrollen/Ogam-Stäbe,... genutzt wurden). Hm.
       
      Habt ihr das bei anderen Abenteurerklassen mal ausprobiert?
×
×
  • Create New...