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Xan

Die Stadt Hama

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Für meine Gruppe wollte ich die Stadt Hama etwas ausarbeiten. Aber mir stellen sich da noch ein paar grundsätzliche Fragen.

 

Voraussetzung: Neben den Infos, die das Eschar-QB liefert, würde ich mich gerne grob an der Stadt Amman (Jordanien) - dem antiken Philadelphia orientieren.

Warum?

Darum(!):

1. Die Stadt liegt nahe beim Zahran-See (= Amman liegt nahe beim Toten Meer)

2. Die Stadt liegt an/auf Hügeln s. Eschar-Karte (= antikes Amman auf 7 Hügeln errichtet)

3. Die Stadt liegt mitten im Nirgendwo bzw. im Innland (vgl. Amman)

4. Nähe der Stadt zu ursprünglich valianischem Städtebund (= Amman liegt nahe der ehemaligen phönizischen Städte, die ja mit Karthago und somit wieder mit unseren Midgard-Valianern verwandt sind)

 

Frage 1:

Es ist nur gesagt, dass die Oase kurzzeitig zum Neuen Reich gehörte und erst sehr viel später 1800 nL: an die Himjar viel --- was war zwischendurch? Welche Kultur war zwischenzeitlich für die Oase verantwortlich?

 

Frage 2:

Amman zeichnet sich durch die Überreste der Römer und der Griechen aus (Amphitheater, Odeon, Forum, Herkulestempel, Nymphäum). Dies lässt sich nur schwerlich für Hama einflechten, aber grob hätte ich diese Baumerkmale schon gerne in der Stadt - wenn auch nicht mit dem exakt übertragenen Hintergrund. Wie kann das gehen?

 

Die Meketer könnten also Spuren in Form von Bauwerken hinterlassen haben. (=> das wäre dann eben weiter weg von der Vorlage, aber ein "Forum" als zentralen Platz, ein Wasserheiligtum wie das Nyphäum und irgendeinen Tempel (evtl. für einen kultisch verehrten Horemhet?) sollte es auch nach meketischem Vorbild geben nur das Theater bereitet mir da Sorgen.)

Wie steht es mit den Valianern? Können sie zu irgendwelchen Zeiten etwas in Hama zu sagen gehabt haben? (=> mit ihren könnte man sich problemlos der Vorbilder bedienen: zumal der Heldentempel wohl besser passt, da in Valian diese wohl auch kultisch verehrt werden - s. H&D Mentor Hippolat)

Was ist mit Chryseiern? Die ist wohl die aller abstruseste Methode den Gebäuden eine "historische" Basis zu geben - aber hey es ist eine Fantasy-Welt. Chryseier haben ja auch ihre Kontore im späteren Städtebund. Die Chryseier (wie die Griechen) dürften in der Seefahrt sehr bewandert sein und hätten so auch vor langen Zeiten schon den Sprung hierher schaffen können. Dafür könnte man einfach "historisch" nüchterne Fakten schaffen, oder man verschleiert alles durch einen Mythos (wie Dionysos den Osten bereist hat Lydien, so hat auf Midgard eben Jakchos der Sage nach den Süden bereist. So gibt es in Hama eben noch die Überreste von Gebäuden (die dem Jakchos geweiht sind), aber wie die dahin gekommen sind?

 

 

Was haltet ihr von der generellen Anlehnung von Hama an Amman?

 

Was passt am besten - egal ob am "logischsten" oder "fantasyhaftesten" - chryseische, meketische oder valianische Bauwerkrelikte?

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Hama ist zwar zeitweise tributpflichtig gewesen, eine meketische Architektur sehe ich aber nicht.

 

Chryseische Bauwerke passen gar nicht, valianisch könnte vielleicht ein Gebäude eines Statthalters gewesen sein, muss aber nicht.

 

@Xan: Kennst Du die Große Salzkarawane? Da wird Hama ein wenig beschrieben.

 

Solwac

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Ich denke die Vorlage für Hama solltest du eher in Tunesien suchen. Ich denke für den grossen Salzsee (Zahran See) könnte der Chott el Djerid Pate gestanden haben, da ich diese Wüste mit der Sahara gleichsetze.

http://de.wikipedia.org/wiki/Chott_el_Djerid

Vielleicht liegen die Paten aber auch weiter östlich in der Danakilwüste

http://de.wikipedia.org/wiki/Abbe-See

http://en.wikipedia.org/wiki/Afar_Depression

und ein paar Bilder:

http://www.offthebeatentrack.at/Aethiopien/Danakil.html

Jordanien passt eher nicht in mein Bild der Region, aber vielleicht liege ich da auch falsch.

es grüsst

Sayah el Atir al Azif ibn Mullah

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@Xan: Kennst Du die Große Salzkarawane? Da wird Hama ein wenig beschrieben.

 

Leider nicht ... gibt es dort weitere wichtige Informationen?

 

 

Ich will ja keine komplette meketische Stadt, sonder höchstens ein zwei bauliche Relikte aus der Zeit der meketischen Kontrolle.

 

Zu Chryseisch:

Natürlich ist die Ausgangslage schlecht, aber sind alle Wege Midgards schon begangen?

Wenn ich daran denke, wie weit die Dunkle Dreiheit verbreitet ist, wo sich überall der ButsuDo findet, der Zweiheitsglaube hat auch weite Strecken überbrückt, die Melgaren-Pantheon soll an den der Valianer erinnern, ...

 

Zu Valianisch:

Eher nicht - klar! Ich wünsche mir auch eher eine Abwechslung zu den Städten des Städtebundes.

 

 

Also für mein Hama bräuchte ich diese historischen Bauten. Meketisch wäre möglich, Chryseisch könnte ich mir auch vorstellen ("die Wege der Götter und der sich verfahrenden Helden alla Odysseus sind unergründlich"), ...

 

 

 

Was ganz anders: gibt es im Westen Eschars auch eine untergegangene Kultur (vor den Valianern)? Vielleicht ein Volk wie die Ammoniter oder Nabathäer (Felsenstadt Petra usw.) würde m.E. auch ganz gut hierher insbesondere in die Region Hamas passen.

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Hama liegt sehr weit westlich und mitten in der Wüste. Ich würde mir meketische und erst recht chryseische Einflüsse dort verkneifen. Auch für die Vallianer hätte es kaum einen Grund gegeben, dort eine Stadt zu gründen / sich anzusiedeln.

Wie wär' es, sich von den Lehmstädten der Westsahara inspirieren zu lassen?

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Hama liegt sehr weit westlich und mitten in der Wüste. Ich würde mir meketische und erst recht chryseische Einflüsse dort verkneifen. Auch für die Vallianer hätte es kaum einen Grund gegeben, dort eine Stadt zu gründen / sich anzusiedeln.

Wie wär' es, sich von den Lehmstädten der Westsahara inspirieren zu lassen?

 

Verständlich. Aber die Meketer waren ja zumindest eine gewisse Zeit die Herren in Hama. Warum soll es nicht noch ein zwei Gebäude geben, die daran erinnern?

 

Die Lehmstätten der Sahara wären natürlich auch eine Alternative, die man nutzen könnte. Mir persönlich gefällt aber Amman als Vorlage, die ich gerne umgesetzt hätte. Der Raum der irdischen Westsahara liegen meiner Vorstellung nach auf Midgard nämlich eher im Bereich von Osteschar (Tamim als Numider ...)

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...

 

Verständlich. Aber die Meketer waren ja zumindest eine gewisse Zeit die Herren in Hama. Warum soll es nicht noch ein zwei Gebäude geben, die daran erinnern?

 

Die Lehmstätten der Sahara wären natürlich auch eine Alternative, die man nutzen könnte. Mir persönlich gefällt aber Amman als Vorlage, die ich gerne umgesetzt hätte. Der Raum der irdischen Westsahara liegen meiner Vorstellung nach auf Midgard nämlich eher im Bereich von Osteschar (Tamim als Numider ...)

 

Gut geschätzt 20 Jahre vielleicht. Der Haken bei Oasenstädten ist, das das Wasser nur für eine begrenzte Anzahl Menschen reicht, und für ordentliche Steinbauten braucht man eine Menge Arbeiter. Mehr als einen Obelisk (Meketer) und einen Triumphbogen (Vallianer) werden die Truppen wohl nicht hinterlassen haben, die Reste könnten mittlerweile Teile der Fundamente in so manchen Häusern sein ("... siehe da, der Eckstein zeigt meketische Bildzeichen, ..."). Eine richtige meketische Ansiedlung wird das nie geworden sein (zu viele kriegerische Nomaden, zu weit weg vom Heimatland, kaum genug Anbauflächen für den Eigenbedarf, keine wichtigen Bodenschätze).

 

Vor den Schariden bevölkerten die Arracht (und ihre Sklaven) mehrere Jahrtausende weite Teile Nordlamarans (das damals noch keine Wüste war) - definitiv keine ältere menschliche Hochkultur.

 

Ich dachte bis jetzt: Himjar - Araber, Asad - Tuareg, Tamim - Berber. Aber wenn man die Parallelen Erde/Midgard zu weit treibt, kommt man eh in Erklärungsschwierigkeiten.

Edited by daraubasbua

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@ daraubasbua

 

Ich wollte ja nie eine komplette meketische Siedlung. Aber es ist ja auch so, dass man über besondere Gebäude seinen Machtanspruch darstellt. Das einzige meketische wäre bei mir evtl. ein alter Tempel, dann vielleicht noch ein zwei Gebäude, die anderen Gebäude haben nichts meketisches.

 

Im Eschar-QB steht, dass es in der Oase von Hama keinerlei Wasserprobleme gibt. Außerdem werden von hieraus ja auch die Sklaven an den Zahran-See geschickt um Salz abzubauen ... da sollten doch auch eine Reihe von Sklaven in die direkt angrenzenden Hügel gelangen und von dort Steine zum Bau in die Siedlung transportieren können.

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Was kann eigentlich mit der Oase Hama von der 2. Dynastie von Ta-Meket bis zur Eroberung durch die Himjar gewesen sein - das sind immerhin etwa 2000 Jahre? Stand sie unter der Kontrolle von irgendjemand oder irgendeiner "Partei"? War sie den Himjar zu Tributzahlungen verpflichtet? War sie einfach aufgegeben (halte ich für unwahrscheinlich)?

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Hama und Zahira müssen doch auch von irgendeiner "Partei" besetzt gewesen sein, wenn extra im QB erwähnt wird, dass sie von den Himjar erobert wurden.

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Ich sehe in Hama am ehesten Parallelen zum irdischen Timbuktu und würde mir die Stadt auch in dieser Art vorstellen. Bei Timbuktu (wie auch bei Walata (Oualata) oder Chinguetti) kann man sich ganz schöne Anregungen holen zum Salzhandel und zu architektonischen Besonderheiten. Auch Marrakesch könnte als Stadt in der Wüste einen Eindruck geben.

Wie daraubasbua würde ich in Hama - anders als bei den Küstenstädten - vorwiegend eine Lehmbauweise erwarten. Es dürfte dort wenig Niederschlag geben, was eine Voraussetzung für Lehmbauten ist, die dann natürlich viel billiger und einfacher zu errichten sind als Gebäude aus Stein. Das würde allerdings mögliche architektonische Überreste aus früheren Zeiten stark reduzieren. Natürlich sind Ruinen von aus Lehmziegeln errichteten Pyramiden oder so etwas denkbar, wenn du da etwas brauchst, aber große, repräsentative Steinbauten hielte ich für eher unwahrscheinlich.

Die Stadt verdankt ihre Bedeutung im Wesentlichen dem Handel. Daher wäre es meines Erachtens auch nicht abwegig, dass sie - je nach politischer Lage - zeitweise kaum besiedelt gewesen ist und in dieser Zeit keine überregionale Bedeutung hatte. Auch dies würde aber zu einem Verfall großer Teile der Stadt geführt haben.

Wenn die Stadt nicht völlig aufgegeben wurde, gab es natürlich immer eine regionale Bevölkerung. Sie muss aber keine besondere Bedeutung gehabt haben, bis sie von den Himjar erobert wurde.

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Könnte es hier nicht ein städtisches Volk gegeben haben. Z.B. Nabatäer oder Ammoniter, die hier Städte aufgebaut haben zum Handel mit den nordlamaranischen Städten?

 

Vielleicht gehörten diese beiden Städte ja zu so einem Volk und dann könnte es auch noch irgendwo eine verborgene Stadt wie Petra geben.

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@ Abu 'Nzuhir:

 

Die Stadt liegt doch direkt an einer felsigen Hügelkette, die als Steinbruch dienen kann. da fällt nicht mal ein weiter Transport an. Wie gesagt sollte das für ein paar Prunkbauten reichen.

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Okay, um mal konkret zu werden:

 

Was ich von Amman architektonisch umsetzen will ...

 

Ich hätte gerne einen (nicht allzu großen) Tempel aus der meketischen Vergangenheit. Er wurde zu ehren des Horemhet errichtet, unter dem die Oase Hama dem meketischen Reich einverleibt wurde. Der Tempel steht auf der Hügelkette, an die sich auch die Stadt schmiegt. Rechts und links befinden sich zwei kleine Kapellen, die jeweils einer meketischen Gottheit geweiht waren (die zur Oase passen sollen: in der engeren Auswahl sehe ich momentan Heket, Kebechet, Pachet und Sutech).

Alternatives Aussehen: eine kleinere Tempelanlage im Stil von Deir el-Bahari könnte ich mir auch vorstellen.

Anmerkung dazu: Chryseier und Valianer gibt es ja einige in den Städten des Bundes. Der ein oder andere Chryseier könnte sich so auch in Hama finden. Diese/r könnte/n in dem jugendlichen Abbild des Horemhet auch eine Darstellung des Jakchos sehen (Anlehnung an Dionysos als junger Gott insbesondere auch als irdischer Iakchos).

Aus dem ursprünglich griechischen Herakles-Tempel wird also ein meketischer Horemhet-Tempel.

 

In der Stadt könnte es auch ein Nymphaion geben; also ein Brunnen- oder Quellhaus (wie in der Vorlage von Amman). Bemerkenswert ist dabei, dass die irdische Vorlage ein 600 m^2 und 3m tiefes Becken besitzt. Die beste Umsetzung wäre also eigentlich chryseischer Natur (dafür bräuchte es einen chryseischen Mäzen). Denn die Verehrung von Nymphen ist für Eschar wohl eher nicht passend (obwohl es Nymphen auch in Eschar gibt - s. BEST): Es müsste also ein Ausländerprojekt sein. Vielleicht war es ja das Projekt eines reichen Chryseiers, der damit die Wasserversorgung der Oase entscheidend verbesserte und so seinen Profit erwirtschaftete, indem er den Bewohnern zusätzliches Wasser zuweisen konnte. Mittlerweile könnte die chryseische Familie nicht mehr vorhanden sein und das Gebäude gehört nun dem Scheikh, oder die Chryseier-Familie gehört auch heute noch zu den Wohlhabenden der Stadt.

Alternative: Aus dem ursprünglichen/irdischen griechischen Gebäude wird ein scharidisches. Es handelt sich dabei um eine Verehrungsstätte der Samawi (= Gute Geister Ormuts) Kamar el-Fuad (s. ARK Mentoren).

 

Als weitere Baudenkmäler aus dem irdischen Vorbild fallen noch ein Odeon (500 Sitze), ein Amphitheater (6.000) Sitze und ein Forum. Das Forum würde ich vernachlässigen. Das Amphitheater ist einfach zu gigantisch in seinen Ausmaßen für eine 4.000-Seelen-Stadt wie Hama. Das Odeon würde mir aber sehr gut gefallen und dafür müssten nun wirklich die Chryseier herhalten. Es könnte dann in der Jetztzeit passend von den scharidischen Dichtern genutzt werden. Vielleicht gibt es sogar ein Dichterwettbewerb, der regelmäßig in Hama stattfindet.

 

 

So dass sind die Ideen zu Hamas außergewöhnlichen Gebäuden. Mich würde sehr eure Meinung interessieren und auch, welcher Möglichkeit ihr (falls eine Auswahl genannt ist) den Vorzug geben würdet.

 

MfG Xan:wave:

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Hama ist ein wichtiger Handelsknotenpunkt. Es braucht also einen Markt, eine Karawanserei und Unterkünfte für Reisende. Ebenfalls sollte sich natürlich ein Ormuttempel finden lassen. Das übliche eben.

es grüsst

Sayah el Atir al Azif ibn Mullah

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@ sayah: Danke,

 

aber wie geschrieben ging es mir erstmal nur um die wirklich ausgefallenen Gebäude, die anderen sehe ich natürlich auch als vorausgesetzt.

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Ja weiss ich. Nur (siehe Chetra) gibt es keine spezifischen Gründe die alten Gebäude zu erhalten oder schützen, werden diese einfach dem Verfall überlassen oder als Baumaterial für neue Gebäude verwendet. Sie sind mit fast 100% Sicherheit nicht mehr funktionelle Ruinen.

Gebäude die es noch geben könnte sind aus meiner Sicht

Valianer: Wasserversorgung (Fassung der Quelle, Wasserleitungen) Brücken und Strassen (die noch funktionell sein können)

Meketer: Pyramide (zu gross um sie wegzuschaffen) verfallener Tempel etwas abseits der Stadt.

Aber eben, das ist deine Entscheidung. Wichtiger als was Sinn macht oder Vorbildern entspricht ist, dass es ein schlüssiges Ganzes bildet, das im Spiel viel Spass bereitet. Viel Erfolg dabei.

es grüsst

Sayah el Atir al Azif ibn Mullah

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... es soll auch ein verfallener Tempel sein (schaut euch einfach mal den Herakles-Tempel von Amman im I-Net an). Es sind höchstens noch ein paar einzelne Säulen und eben ein paar rumliegende Quader sowie ein Teil des eigentlichen Tempelbodens bzw. Teile der abgetragenen Wände.

 

P.S. Der eigentliche Tempel war wohl der Horemhet Menhit geweiht, die Kapellen Kebechet und Pachet.

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Ich denke, wir müssen hier zwei Ebenen unterscheiden. Es ist eine Sache, eine möglichst schlüssige, halbwegs an historischen Vorbildern angelehnte und mit den Rahmenvorgaben aus Quellenband und anderen Veröffentlichungen übereinstimmende Beschreibung von Hama zu bekommen - das wäre in anderen Worten die Frage, welche Bilder von Hama die diversen Midgard-Autoren wohl vor Augen hatten.

Etwas anderes ist es, deine eigenen Vorstellungen von Hama mit bestimmten, möglicherweise für das Abenteuer notwendigen Elementen umzusetzen. Hier sind dann die historischen Vorbilder sehr viel weniger wichtig, und letztlich spielen auch die Rahmenvorgaben aus den Veröffentlichungen nur am Rande eine Rolle.

Auf der ersten Ebene (historische Vorbilder und Rahmen) finde ich Amman persönlich als Vorbild denkbar schlecht geeignet (ganz abgesehen davon, dass ich Amman sehr wenig als islamische Stadt empfinde). Hama ist eine Handelsstadt in der Wüste, liegt an einer wichtigen Karawanenroute und spielt im Salzhandel eine zentrale Rolle. Amman war in der islamischen Geschichte kurze Zeit Residenzstadt und ist, als es das nicht mehr war, in der Bedeutungslosigkeit versunken. Es war keine bedeutende Handelsstation, es hatte mit Salzhandel o.ä. nichts zu tun. Amman liegt in den Bergen ist keine Tagesreise von der Küste entfernt. Hama ist eine Oasenstadt mitten in der Wüste und mehrere Tagesreisen von jeder anderer Stadt entfernt. Eine römische Vergangenheit wie in Amman lässt sich m.E. nicht besonders plausibel auf Hama übertragen. Und die Ägypter haben mit Amman wohl noch nichts zu tun gehabt. Insgesamt sehe ich da, wie gesagt, Timbuktu und andere Städte in Mali, Mauretanien oder Marokko als viel passendere Vorbilder.

Auf der zweiten Ebene spielt es natürlich keine Rolle, inwieweit diese Überlegungen auf euer Hama zutreffen. Wenn euer Hama eine meketische, valianische oder chryseiische Vergangenheit hat, dann ist das eben so. Wenn da Tempelruinen und Pyramiden rumstehen sollen, warum nicht? Es geht darum, dass ihr gemeinsam Spaß habt und die Schilderungen plausibel und stimmungsvoll findet.

Ein bisschen problematisch finde ich nur die Vermischung der beiden Ebenen. Dein Eschar ist dein Eschar und das darf natürlich so sein, wie du das haben willst. Es ist in Bezug auf Hama - bei einer Anlehnung an Amman - aber recht weit weg von historischen Vorbildern und dem, was man aus den offiziellen Vorgaben herleiten kann.

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@ Abu 'Nzuhir:

 

Warum Amman? s. post #1

 

Und Amman war zumindest eine ptolemäische Stadt (dann passt das mit Ägypten und Ta-Meket wieder besser - denn wie du gesagt hast 100% Übereinstimmung gibt es nicht, sonst könnte man ja auch auf der Erde spielen).

 

Aber aus den aufgeführten Gründen kann man schon Amman als eine grobe Vorlage sehen, ohne dass alle Midgard-/Eschar-Offiziellen gleich aufschreien.

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