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Abd al Rahman

Urheberrecht / Copyright im Forum

Empfohlene Beiträge

Ja, gilt auch für Sachen, die aus dem Handel sind. Sie dürfen nicht einfach kopiert, gescannt und verbreitet werden. Dem Urheber steht das Recht zu, darüber zu entscheiden, was mit seinen Werken geschieht. Das Rawindra-Quellenbuch ist da ein schönes Beispiel. Die Frankes haben es zwar auf den Markt gebracht. Nachdem die erste Auflage aber vergriffen war, haben die Autoren keiner weiteren Auflage zugestimmt. Deswegen kommt es nicht, auch wenn die Spielgergemeinde es kaufen würde.
Wobei sich da aus meiner Sicht die Katze in den Schwanz beißt. Das Buch wird nicht verkauft, weil die Autoren es nicht wollen. Also entgeht den Autoren auch kein Honorar, wenn es sich Leute kopieren.

Im Computerspielbereich ist das Thema unter dem Schlagwort Abandonware schon seit Jahren ein Thema.

 

Wobei sich da schon ein paar Mal gezeigt hat, dass alte Videospiele die von ihrem ursprünglichen Publisher fallen gelassen wurden als der Vertrieb durch technischen Fortschritt und Kosten/Platzbedarf von physischen Medien nicht mehr kommerziell tragfähig war, später durch die Möglichkeiten digitaler Downloads doch noch tragfähig wurden. Paradebeispiele sind GOG.com (deren Geschäftsmodell es ist, Verkaufsrechte alter DOS-/Windows-Spiele zu erwerben und sie ggf. so zurechtzuhacken dass sie auch unter aktuellen Betriebssystemen wieder lauffähig sind) und die Virtual Console für die Wii.

 

Im Rollenspielbereich haben wir das gleiche Phänomen auf dem PDF-Markt, zumindest im englischsprachigen Bereich. Die oWoD hat da sogar noch mal so einen Lauf bekommen, dass sich überarbeitete Neuauflagen als Komplettkompendium im Rules-Cyclopedia-Stil (V20, M20, W20 etc.) als Hartkopie als kommerziell tragfähig erweisen haben.

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Rein praktisch kann eine Verbreitung über Raubkopien sogar Verkaufszahlen ankurbeln*. Autoren, die das so sehen, werden keine rechtlichen Schritte einleiten. Aber das ist eben die Entscheidung des Rechteinhabers. Und der kann entscheiden, wie er es will, im Zweifel sogar unökonomisch oder irratonal. Es geht ja um sein geistiges Eigentum.

 

(1) Ich hab da, zumindest was einige Branchen betrifft, meine Zweifel das Raubkopien die Verkaufszahlen ankrubeln.

 

Und wenn einige Leute ihr Recht nicht nutzen ist das eben kein Freibrief dafür das man bei anderen leuten deren Rechte nicht respektieren darf.

 

Ich hatte dieses Jahr eben ziemliche Diskussionen über den "Mundraub" - ein Weg (welchen wir im geschäft in der Mittagspause öferst entlangehen) führt über felder und einige Kollegen nehmen dann mal einen Maiskolben mit, oder pflücken Kirschen - einer der Bauern hat mal gesagt das man bei einem bestimmten Feld gerne Kirschen mitnehmen kann, das ufetr aber bei einigen dann aus das sie einfach alles überall mitnehmen,...

Und: Mundraub gibt es in D schon lange nicht mehr.

 

Nur weil etwas "nicht fassbar " oder gegenständlich ist (wie etwa eine Idee, eine Computersoftware, ein PDF) hat es trozdem einen WERT. Schliesslich hat auch ein Haarschnitt, eine Massage, eine Dienstleistung einen WERT.

 

Um wieder auf (1) zurückzukommen ich denke das in der Musikindustrei - gerade bei den "kleinen" das "Musik für Lau" durchaus eine Werbesache geworden ist, auf Lindsey Stirling wäre ich wohl ohne deren Youtoube Auftritt nicht aufmerksam geworden. Und ja: ich hab von der auch schon was gekauft.

 

Um nochmal auf (1) zurückzukommen - ich arbeite in einer Branche wo auch mal ein ganzer Geschäftszweig dran zugrund gehen kann das ein Konkurent ein ähnlcihes produkt zu niedrigeren Preisen herausbringt. Bei uns in der Firma sind etwa 30% der Angestellten in der Forschung und Entwicklung tätig,... Aber Forschung kostet eben Geld und kopieren ist - deutlich einfacher.

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@ Unicum: Das finde ich auch.

 

@ Fimolas: Das hatte ich schon ganz vergessen und freue mich jetzt zum zweiten Mal. Bis zum dritten mal in einem halben, dreiviertel Jahr ;).

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Gast Marc

Wobei sich da aus meiner Sicht die Katze in den Schwanz beißt. Das Buch wird nicht verkauft, weil die Autoren es nicht wollen. Also entgeht den Autoren auch kein Honorar, wenn es sich Leute kopieren. Es entgeht auch kein Honorar, wenn sich Leute Kopien beschaffen, die die Originale nie kaufen würden oder nie kaufen könnten. Das ist wie die mp3-Sammlungen mit tausenden an Dateien, die sich einige vor über zehn Jahren zusammengenapstert hatten.

 

Aber klar ist auch, dass das philosophische Argumente sind, die juristisch anders geregelt sind und von den Gerichten anders gesehen werden.

Wenn auf meinem Grundstück ein Baum mit Früchten steht, und jemand mein Grundstück betritt und diese Früchte isst dann nennt man das Diebstahl, auch wenn ich sie am Baum verrotten lasse. In den USA wäre es auch Hausfriedensbruch und man könnte,...

 

Da beißt die Maus keinen Faden ab.

 

Und in deinem aufgeführten Fall:

Wenn der Autor es nach einigen Jahren wieder herausbringen will entgeht ihm sehr wohl sein Honorar, gegebenenfalls legt er (oder der Verlag) sogar noch drauf - der effekt ist: der Autor verliert die Lust und schreibt nichts mehr, die Verlage haben keine Lust und verlegen nichts mehr.

 

Und Unrecht bleibt auch ohne Schaden (auch vom Geld gesehen) unrecht.

 

Und noch etwas:

Ein Buch zu schreiben - auch ein unsagbar schlechtes buch - ist ARBEIT.

Bis zu einem gewissen Punkt macht es Spass und dann,... kommt die Durststrecke,... wenn dann noch dazukommt "Ach es wird danach eh geklaut und nicht weiter honoriert,..." ist die Motivation auch so schnell weg.

 

Und da geht es jezt nicht nur um Philosophische Argumente - sondern auch einfach um die Zeit welche ein Autor in so etwas reinsteckt.

Wie gesagt:
Aber klar ist auch, dass das philosophische Argumente sind, die juristisch anders geregelt sind und von den Gerichten anders gesehen werden.

 

Ich bin selber Urheber von über 1000 urheberrechtlich geschützten und veröffentlichen Werken und kenne beide Seiten. Ich kenne das mit der Motivation, dem Nachdenken und der Zeit, die man in was reinsteckt und die einem nicht bezahlt wird, sehr gut. Aber dennoch bin ich offen für "philosophische" Überlegungen.

bearbeitet von Marc
Ich habe mal meine Reaktion zusammengekürzt, damit der Ton wieder freundlicher wird.

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Zum Einbinden äußert sich der Artikel ja nicht.

Im Gegenteil: Da unten ist ein Link, der auf das YouTube-Framing-Urteil vom BGH verweist. :)

Ich sage ja nicht, dass der Artikel alle Fragen beantwortet. ;)

Aber Videos sind etwas anderes und mit denen gab es noch keine Probleme hier.

Bei Bildern ist es insofern anders (und da sehe ich den Artikel als relevant an), als dass Bilder irgendwo auf einem Server liegen können. Dort sind sie zwar verfügbar, aber werden sie damit automatisch auch so zugänglich gemacht wie es der Fall wäre wenn eine Seite sie direkt anzeigt? Ich denke da z.B. an Seiten, die nicht bei Google&Co. auftauchen weil robots.txt dagegen ist.

 

Interessant ist der Artikel auch, falls sich damit eine europäische Rechtsaufpassung statt der vielen nationalen ergeben sollte.

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