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Das Produkt ist im Handel erhältlich und der versprochene Support ist nicht zugänglich.
Dir ist bewußt, das es sich bei dem "versprochenem Support" im ersten Schritt um (Spieler)bögen handelt? Und selbst diese finden sich in einer minmalen Version in dem Runenklingen-Band.

 

Nun, ein Kunde war in dem Laden und fragte *lautstark* nach. Er suchte sich nämlich im Internet die Finger wund nach dem versprochenen Support zu Runenklingen.
Danke für diese Information. Könntest Du bitte noch erklären, wonach er genau gesucht hat, bzw. was ihm am meisten gestört hat. Konstruktive Kritik ist immer Willkommen und vor allem sehr hilfreich.

 

Da verschätzt Ihr Euch mit der Zielgruppe zwischen 12 und 16:

Wenn ich bei meinem Bruder beobachte, wie schnell da die Links oder CD-Roms von Zeitschriften oder Bücher genutzt werden(*), dann ist seit der Spiel schon viel Zeit vergangen.

Der Online-Support ist zum Spielen im ersten Schritt nicht nötig. Und die Jungs werden sicherlich nicht nur einmal auf die Seite schauen, sondern wenn sie das Buch gespielt haben, danach auch nochmal raufschauen...

 

Woolf

Tja, leider wird an mindestens zwei Stellen von Handouts für das Spiel gesprochen - und die hätte ich als Spieler schon gerne vor dem ersten Spiel. Klar geht es auch ohne, aber leider wird dem Kunden der Mund wässrig gemacht und dann ist er natürlich frustriert.

 

Ich will jetzt nicht zur Gebetsmühle werden, zumal diese Handouts, ohne die auch, wie richtig angemerkt wurde, problemlos gespielt werden kann, längst fertig sind, es bleibt aber leider nur bei einem "bald".

 

Ein Dank noch an Einskaldir, der in seinem letzten Posting ziemlich die Sache auf den Punkt bringt.

 

Ciao,

Dirk

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Nun, ein Kunde war in dem Laden und fragte *lautstark* nach. Er suchte sich nämlich im Internet die Finger wund nach dem versprochenen Support zu Runenklingen.
Danke für diese Information. Könntest Du bitte noch erklären, wonach er genau gesucht hat, bzw. was ihm am meisten gestört hat. Konstruktive Kritik ist immer Willkommen und vor allem sehr hilfreich.

 

Er hat konkret nach den Spielerbögen gesucht. Von den anderen Sachen (Handouts) war keine Rede.

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Ick kann da eine gewisse Verärgerung verstehen. Zum Trost: die Spielerbögen werden schön, wie ich finde - und bald stehen sie mit dem restlichen Material auch zum Download bereit.

 

Ciao,

Dirk

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Entschuldigt bitte, aber ich glaube ich wurde missverstanden.

Mit essentiellen Bestandteilen meine ich ehrlich gesagt die bereits unter Errata angesprochenen Dinge.

Sprich: Schadenswerte der Wölfe + Fertigkeit: Schlösser öffnen bei einem Char.

Beides deshalb essentiell, weil benötigt für das Abenteuer!

Muss ja hier nicht erklären, warum die Schadenswerte der Wölfe für die erste Berührung mit Kampf auf Midgard wichtig wären, oder?

 

Die Nachfrage nach dem Downloadbereich war nur aus Interesse. Außerdem wäre dies eine gute Möglichkeit den oben genannten Schnitzer allgemein zugänglich auszubügeln. Sprich, für die Zielgruppe der Erstspieler und Midgardeinsteiger, die ja auf diesen Downloadbereich bei Ergänzungen verwiesen werden.

 

Ich möchte alle Missverständnisse aus dem Weg räumen und nochmals betonen, dass mir das Produkt ganz gut gefällt. Die oben genannten Dinge sollten als konstruktive Kritik und nicht als Angriff gewertet werden.

Denke nur, dass gerade Neueinsteiger damit Probleme haben könnten ein schönes Produkt ausreichend zu würdigen und wirken zu lassen, wenn sie auf für sie "unlösbare" Probleme stoßen.

 

@ DiRi: Finde die Idee und die Ausarbeitung gut und schön und werde die folgenden Bände mir ebenfalls zu legen. Gehöre allerdings nicht zur Zielgruppe.

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Hallo!

 

Also nachdem ich gestern auch mein Exemplar von Runenklingen bekommen habe, muss ich erst einmal mein Lob aussprechen. Das Konzept mit in den Abenteuertext 'eingearbeiteten' Regeln ist m.E. ganz hervorragend. Ohne sich durch viele Seiten (trockene) Regeln durcharbeiten zu müssen kann man mit Runenklingen gleich loslegen.

 

Die Regeln scheinen mir einfach, aber nicht zu 'primitiv' gehalten. Für Anfänger genau richtig. Das Abenteuer ist für ein (größtenteils) einfaches Dungeon-Einsteiger-Abenteuer sehr gelungen.

 

Es ist abwechslungsreich und durch einige 'Nebenhandlungen' (da ich aufgrund von Unfähigkeit keine SPOILER setzen kann schreibe ich nicht mehr) nicht einfach nur ein primitives durch Höhlen rennen, Monster erschlagen und Gold einsacken.

 

Die Charaktere sind auch sehr interessant gemacht. Vor allem die Glücksritterin, der Nordlandbarbar und der Zwerg haben sehr schöne Hintergründe (wobei das sicherlich Geschmackssache ist, welche man da 'besser' oder 'schlechter' findet). Aber selbst ich als langjähriger Spieler habe richtig Lust bekommen einen dieser Charaktere zu spielen :D.

 

Damit der Beitrag hier nicht als unreflektierte 'Werbung' rüberkommt:

- eine Sache im Abenteuer hat mir nicht so gut gefallen (wg. der SPOILER-Sache kann ich nicht schreiben was genau).

- verwirrt hat mich das der Ariangar aus Erainn kommt (waren Ariangar nicht die twyneddischen Söldner). Wobei das für Anfänger vollkommen egal ist.

- Ced hat Recht, dass die optische Gestaltung der Abenteurer eher nicht so gefällig ist (dafür aber halt übersichtlich).

 

Also von meiner Seite ein großes Lob an DiRi, die anderen Beteiligten und Midgard-Press. Ich freue mich bereits auf die Folgebände :thumbs:!

 

Wegen der Sache mit den Downloads:

Sicherlich ist es nicht so schön, dass diese noch nicht online stehen, aber jetzt überlegen wir doch mal, wann man frühstens Runenklingen spielen würde. Dieses WE bwz. Anfang der Woche gekauft. Wenn man dann schon dieses WE einen Termin hat, ist man verdammt schnell. Realistischer sind die folgenden WE. Und da können die Downloads ja schon online sein. Das evtl. ein Käufer bereits nach den Downloads gesucht hat ist sicherlich nicht so schön, aber das werden sicherlich keine 'Massen' sein. Ich denke hier sollte man weder aus einer Mücke einen Elefanten machen, aber die Kritik auch nicht ignorieren. Aber dies wird wohl auch nicht getan, denn immerhin hat DiRi bereits geschrieben das daran gearbeitet wird ;).

 

Viele Grüße :turn:

Gwythyr

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Mein Eindruck von Runenklingen-Klingensucher ist durchweg gut, und ich und werde es mindestens einmal zu Weihnachten auf einen Gabentisch bringen.

 

Cover und der Comic sind umwerfend gut.

 

Die Umsetzung für eigene Chars halte ich für äußerst nebensächlich. Für einen erfahrenen Spielleiter sollte das keine große Sache sein, und Neueinsteiger dürften mit der vorgegebenen Komplexität verdammt gut bedient sein.

 

Ein Einstiegsabenteuer dass es erlaubt gleich mit Hexenzaubern und Prestersegen loszulegen - wow!

 

Jetzt muss nur noch das Abenteuer stimmen, und die Übersichtlichkeit den Versprechen gerecht werden -aber dazu mehr nach Weihnachten.

 

 

Gruß

 

JOC

.

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Also mir gefällt die Runenklinge außerordentlich gut.

 

Und zu den Schnitzern mit den Wölfen: In einem anderen Rollenspiel das ich manchmal spiele (Das Monster aus der Spätvorstellung) findet sich im Regelwerk ein kleiner roter Zettel liegen, der eben die fehlenden Informationen nachliefert, die im Druck untergingen. Ich finde in einem Rollenspiel das sich an Anfänger wendet sollte dies auch möglich sein. Einfach ein kleiner roter Zettel, vielleicht sogar im richtigen Format zum Drüberkleben in das Heft hinein, und schon kommt jeder Anfänger mit dem Buch zurecht. Keine mühsame Internetrecherche kein Ärgern. ... Nur ein wenig Handarbeit! :)

 

rito

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Also mir gefällt die Runenklinge außerordentlich gut.

 

Und zu den Schnitzern mit den Wölfen: In einem anderen Rollenspiel das ich manchmal spiele (Das Monster aus der Spätvorstellung) findet sich im Regelwerk ein kleiner roter Zettel liegen, der eben die fehlenden Informationen nachliefert, die im Druck untergingen. Ich finde in einem Rollenspiel das sich an Anfänger wendet sollte dies auch möglich sein. Einfach ein kleiner roter Zettel, vielleicht sogar im richtigen Format zum Drüberkleben in das Heft hinein, und schon kommt jeder Anfänger mit dem Buch zurecht. Keine mühsame Internetrecherche kein Ärgern. ... Nur ein wenig Handarbeit! :)

 

rito

 

Und wie kommt dieser kleine rote Zettel in das Exemplar, das ich mir in Essen gekauft habe?

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Und wie kommt dieser kleine rote Zettel in das Exemplar, das ich mir in Essen gekauft habe?

 

Wenn du den Weg schon bis hier her gefunden hast, wirst du wohl auch schon auf die Lösung deines Problems gestoßen sein. Aber für alle Exemplare die noch nicht im Handel sind könnte solch ein Zettel eingearbeitet werden.

 

Wenn du aber dennoch noch einen roten Zettel benötigst, obwohl die Lösung schon im Forum steht, solltest du einen Brief mit frankiertem Rückumschlag an den Verlag schicken! Die werden dir bestimmt weiterhelfen ;) (Falls sie bis dahin überhaupt rote Zettelchen gedruckt haben.) Bestimmt gibts aber auch noch andere Lösungen.

 

(Aber wir beginnen ein wenig OT zu reden. Dafür sollten wir einen anderen Strang aufmachen.)

 

rito

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Also ich finde Runenklingen gut. Ist alles schön aufgeteilt und daß die Spieler nach und nach an die Regeln herangeführt werden, finde ich auch gut.

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Hab's mir beim SüdCon mal kurz angeschaut und finde die Aufmachung im A5 Format gut gelungen. Das ist weniger "abschreckend" als die dicken A4 Hardcover der großen Regeln.

 

Der Comic am Anfang könnte in der Tat Jugendliche gut ansprechen und der Text wirkte von der Gestaltung her locker aufgeteilt, hat einen guten Eindruck gemacht. :thumbs:

 

Wenn ich also mal jemanden was schenken will, der / die sich für Rollenspiel vage interessiert, dann werde ich zu Runenklingen greifen. :thumbs:

 

Grüße

 

Bruder Buck

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Hallo!

 

Also ich finde 'Runenklingen' auch sehr gelungen und bin der Meinung das es absolut einsteigerfreundlich ist. Auch die vielen Downloads auf Midgard-Online sind ziemlich lobenswert. Kein nerviges Kopieren oder Scannen mehr (was man bei den 'alten' Abenteuern immer noch machen muss :sigh:). Und es steht ja sogar schon ein weiteres kostenloses Abenteuer zum Download bereit. Für die meisten von 'uns' zwar wahrscheinlich ein altbekanntes, aber für Neueinsteiger ist das sicherlich ein guter Service :thumbs:.

 

Viele Grüße :turn:

Gwythyr

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Hallo zusammen,

 

mir gefällt Runenklinge ganz ausgesprochen gut.

 

Das Format ist sehr benutzerfreundlich.

Der Stil des Comics gefällt mir ausgezeichnet.

Die Regeln im Text sind eine tolle Idee.

Die Atmosphäre und Beschreibung kommt gut rüber.

Die Storylinie der Serie verspricht spannend zu werden.

 

Allerdings habe ich Zweifel, ob der Stil des Textes geeignet ist, Teenager anzusprechen. Er scheint mir zu wenig reißerisch. Außerdem gibt es einigermaßen komplexe Satzkonstruktionen, die mindestens für jüngere Teenager eine ziemlich Herausforderung sind. Dasselbe ließe sich auch für den Comic sagen - obwohl ich ihn ganz toll finde - ist er für jüngere Teens, glaube ich, zu wenig "mangaisiert". Ähnliches gilt auch für die Charaktere. Sie haben -in alter Midgardtradition (was ich widerum gut finde) - alle einen ziemlich heftigen Makel. Jüngere Teens spricht das eher nicht an, bei denen sind meiner Erfahrung nach "Helden" gefragt.

 

Ich sehe Runenklinge eher als Produkt, mit dem junge Erwachsene für Midgard geworben werden können.

 

Grüße und Glückwunsch zum gelungenen Produkt

 

Jakob

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Dass der Stil des Textes für sein Zielpublikum zu anspruchsvoll sein mag, lässt sich in meinen Augen wirklich nur streckenweise und tatsächlich im Wesentlichen am Satzbau festmachen. Meinen (subjektiven und daher völlig unerheblichen) Lesefluss haben eher ein paar Ausrutscher in die Gegenrichtung gestört.

 

Ein NSC-Waldläufer behauptet "Hier ist etwas im Busche, das habe ich im Urin!" (S. 44). Nun gut, das sei als Soziolekt akzeptiert. Allerdings war so etwas in den bisherigen Midgardpublikationen zumindest in diesem Stil meines Wissens nicht nötig.

 

Den nachstehenden, direkt auf einen vorwiegend atmosphäreschaffenden Vorlesetext folgenden Kommentar, halte ich sprachlich allerdings für grenzwertig: "Die Abenteurer sind nicht allein auf der Welt. Gut, das ist jetzt banal. Jedoch ist es wichtig, den Spielern das Gefühl zu geben, dass um sie herum eine ganze Spielwelt existiert [...]" (S. 43).

 

Für inakzeptabel halte ich die Textausschnitte aus dem Lied des Barden (S. 31), von dem im selben Vorlesetext den Spielern immerhin suggeriert wird: "Dieser Barde ist gut." (S. 29). Grundsätzlich halte ich es für Spielleiter, die zum Dichten wenig Talent oder zu wenig Zeit haben, geschickter, wenn bei derartigen Kunstprodukten lediglich die Inhalte beschrieben werden. Wenn aber in einem gedruckten Abenteuer Teile einer angeblich guten Bardendarbietung auch tatsächlich ausformuliert abgedruckt werden, dann darf der Text nicht so unglaublich schlecht sein.

 

Ich habe mich auf einer längeren Zugfahrt hingesetzt und eine Verbesserung des Liedtextes entworfen. Meine Alternative ist noch immer keine Kunst, dessen bin ich mir völlig bewusst. Immerhin funktionieren aber Reime und Metrum, abenteuerliche Satzbaukonstrukte wurden etwas vermindert (wenn auch nicht gänzlich behoben) und unbeholfen umgangssprachliche Holperer ausgemerzt. Ich habe versucht, inhaltlich möglichst nah am Original zu bleiben.

 

"Es spricht zu euch die alte Mär / von Ruhm, von Heldentat und Ehr´. / Die Recken war´n zum Kampf bereit / mit Runenklingen alter Zeit. / Im weit entfernten Feindesland / kämpft gegen Unhold starke Hand. / Der erste schwingt ein knechtend´ Beil / die zweite will des Landes Heil. / Das Volk verharrt in Angst und Not. / Es fehlt ihm Schutz, es fehlt ihm Brot. / Auf seinem Rücken tobt die Schlacht, / die Hunger und Verzweiflung macht."

 

Jetzt kann der in "Runenklingen" formulierte erzählerische Zwischenteil von "Es folgen nun bewegende Schilderungen..." bis "...bis der Barde langsam zum Ende kommt" folgen. Dann:

 

"Schwert, Axt und Rundschild, diese drei, / die gingen in der Schlacht entzwei. / Verschollen waren Runenklingen / aus Menschenstädten, Zwergenbingen. / Noch heute ist ein´ solche Wehr / ein jedes hohen Herrn Begehr. / Drum lasst zuletzt mich lauthals singen: / Geht hin und suchet Runenklingen!"

 

Tharon.

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Ich sehe Runenklinge eher als Produkt, mit dem junge Erwachsene für Midgard geworben werden können.

 

Das sehe ich nicht so.

Mein Junior ist 10 Jahre alt, und bekommt es dieses Wochenende geschenkt.

Mal sehen wie dieses "Experiment" verläuft.

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Hi,

 

nachdem ich das Buch jetzt fertig gelesen habe, will ich auch meinen Senf dazugeben. :)

 

Natürlich gehöre ich nicht zur eigentlichen Zielgruppe, aber wer hier im Forum würde das schon? :) Genau genommen ist für mich eigentlich nur das Abenteuer an sich interessant, da meine "Nichten-und-Neffen-Spielgruppe" jetzt schon mehr als ein Jahr besteht und ich jetzt nicht wieder die Regeln oder gar die Charaktere auswechseln werde. Aber wie ich das umstricke ist ja mein Problem. :) Und zumindest habe ich ja auch noch Zeit dafür, denn ich leite sowieso keine Kampagnen, die ich nicht komplett gelesen habe.

 

Mein erster Eindruck war gleich sehr positiv.

 

Das Buch liegt gut in der Hand beim Lesen und gefiel mir auch optisch. (Ob ich beim Leiten noch genauso glücklich über das Format sein werde, weiß ich nicht. Immerhin hat mein bei so einer kleinen Seite weniger auf einmal im Blick. Schaun mer mal.)

 

Das Buch ist angenehm gründlich korrigiert werden. Mir sind beim ersten Lesen insgesamt nur 4 Fehler aufgefallen.

 

Die Grundidee, jeweils ein typisches Rollenspiel-Setting pro Band einzuführen, finde ich gut. Das macht Sinn.

 

Der einzige negative Punkt ist für mich eigentlich, dass doch sehr viele Schätze (mag. Gegenstände und Gold) unters Volk gebracht werden. Das passt nicht so ganz zu meinem normalen Eindruck von Midgard.

 

Und noch zwei Kleinigkeiten:

Die beiden Karten der Binge haben keine Nordpfeile. Was deshalb leicht verwirrend ist, weil Norden anscheinend links liegt und nicht wie eher üblich oben.

 

Eine Skizze des Bereichs direkt vor der Binge hätte der Übersicht sehr geholfen. Vor allem für einen Anfänger-SL wäre das bestimmt wünschenswert gewesen.

 

Edit: Gerade hatte ich noch einen Gedanken zum Thema vorgefertigte Charaktere. Eigentlich fand ich das bisher auch nicht so schlimm, dass man nur mit vorgefertigten Charakteren spielen kann. Aber jetzt überlegte ich mit einem Mal, dass ja einer der Charaktere auch sterben könnte. Dann hätte man ohne Erschaffungsregeln nur die Möglichkeit, mit einer Kopie eines vorgegebenen Charakters zu spielen. Und das finde ich dann langsam auch nicht mehr so toll, denn es fördert mE nicht gerade eine Identifizierung des Spielers mit dem Charakter, sondern eher ein "Kanonenfutter-Denken". Von daher sollten die Regeln zur Erschaffung auf jeden Fall so schnell wie möglich zum Download angeboten werden.

 

Tschuess,

Kurna

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Soo... vor einer Woche traf sich unsere neu formierte Gruppe zum ersten Mal bei mir zu Hause, um in die Midgard-Welt einzutauchen. Den Job als Spielleiter hat ein guter Freund übernommen. Wir sind insgesamt 4 Leute mitte Zwanzig (3M, 1F), welche nur wenig Rollenspiel-Erfahrung haben.

 

Wir haben etwa 4h gespielt und sind - so glaube ich - ziemlich weit gekommen! Wir konnten dank den vorgefertigten Charakteren sofort loslegen und das Spiel geniessen. Der SL hat seine Sache aus meiner Sicht sehr gut gemacht, konnte viel Atmosphäre in die Situationen bringen. Ich denke mal, es ist eine Kombination der guten Beschreibungen im Buch und seinen phantasievollen Fähigkeiten. Mir hat es enorm Spass gemacht, zumal ich ziemlich bald einen tollen Fund gemacht habe :D Wir tauchten sehr schnell in die Welt ein und hatten einen gelungenen Abend! Besonders hervorzuheben ist der Kommentar einer Mitspielerin (spielt die graue Hexe Siofra) zu den Tonhändlern, als diese sich wieder auf den Weg machten: "Ahh und übrigens, seid vorsichtig da hinten, es lauern Wölfe!" Wir mussten natürlich alle herzhaft lachen, aber es war ein toller Moment! Dass bereits nach 2 Stunden im Spiel ein solch atmosphärischer Kommentar fiel, spricht nur für dieses Einsteigerband.

 

Bereits nächsten Dienstag treffen wir uns wieder. Freue mich enorm darauf; und wie ich vernommen habe, ebenso die anderen.

 

Da ich nicht Spielleiter bin, kann ich eher wenig zum Buch selber sagen, als Spieler aber bin ich wirklich begeistert, wie mühelos der Einstieg gelang. Vielen Dank für diese tolle Publikation!

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Da ich ja auch so ein Dauermeckerer bin, was die Produktpolitik und die "Nachwuchsförderung" bei Midgard angeht, möchte ich ganz gerne hier mal die Lanze für die Runenklingen brechen. Die ganzen Unkenrufe verstehe ich nicht so ganz. Runenklingen ist ein ordentliches Ding und sicherlich um einige Längen besser als der übliche Rollenspiel-Einsteiger-Trash anderer Systeme (da geht der Trash meist auch für die Fortgeschrittenen weiter). Ein Büchlein mit guter und durchdachter Aufmachung (Layout, Gliederung, etc.), einer netten Abenteueridee, die alles beinhaltet, was auch die alten Midgardhasen zu Beginn ihrer Abenteurerkarriere so gespielt haben (Prügelgrab, Nebelberge). Über den Preis kann man im Vergleich zu Konkurrenzprodukten auch nicht meckern. Mir würde Runenklingen als Midgardneuling auf jeden Fall Lust auf mehr machen.

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Ich hab mich jetzt auch en wenig damit beschäftigt (hab das Produkt aber nicht selber). Der "sofort loslegen" Gedanke hat was, einige Versuche guten Freunden das Rollenspielen näherzubringen sind schon in der Charaktererschaffungsphase gescheitert.

 

Eine Frage hab ich noch (wird vielleicht durch das Buch selber erklärt, hab ich aber noch nicht): Laut den Charakterbögen im Downloadbereich könnten alle zauberfähigen Abenteurer (beim Hexenjäger bin ich nicht sicher, mein Regelbuch liegt 800 km weit weg) mMn einen höheren Zauberwert haben. Nun ist der natürlich kein kann sondern ein muß, aber das alle drei unter ihren Möglichkeiten bleiben ? Oder ist das Absicht (Balance ?).

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Also ich kann dir sagen, wir sind zu dritt (Siofra, Daergal und Caelgan oder so ähnlich, hab's grad nicht im Kopf). Und wir sind ziemlich stark, haben also oft leichtes Spiel bis jetzt!

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So der zweite Band ist bestellt, wir sind also fleissig am spielen und haben riesig Spass daran!! Eine wirklich tolle Idee, das ganze Konzept! Übrigens hat sich der Spielleiter bereits schon die grossen Bände auf seinen Geburtstag schenken lassen, das Konzept zieht also relativ gut, auch wirtschaftlich ;-)

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Ich schliesse mich gerne den positiven Stimmen an. Durchweg gelungen, ist auch für einen alten Rollenspielhasen noch immer etwas neues drin und auch wenn ich nicht nach RK spiele so benutze ich doch die Abenteuer und Anregungen.

Mein einziges Problem ist jetzt: Es sind einfach zuviele Langschwerter für eine Gruppe, die nicht aus den in RK vorgestellten SCs besteht. Der Magier mit dem Magierstab/Dolch, der Zwerg mit seiner geliebten Streitaxt, die Waldläuferin mit Speer und Bogen, der PHe mit Streitkolben als Zeichen der Macht... ich krieg sie schon unter die Klingen, aber mussten es alle (Lang)-schwerter sein (D&D Five shall be one, Das Buch der Schwerter von Saberhagen)?

Meine Klingen: Kurzschwert, Streitaxt, Yari und Klingenstreitkolben, so nun passts.

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Vielleicht sollten wir mal eine Umfrage starten, wer RK wie benutzt.

Z.B:

Kategorien:

-Für Anfänger ohne Rollenspielerfahrung

-Für Anfänger mit RSp. anderer Regelwerke

-Für Fortgeschrittene ohne grössere Änderungen

-Für Fortgeschr., aber nur Elemente oder mit grösseren Änderungen

-Nett zum Lesen, aber nutze ich nicht.

Hat jemand noch Vorschläge ? Danke.

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Für SL die damit Spieler zum Leiten verleiten, um mal selbst wieder spielen zu können.

 

Gruß

 

JOC

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    • By Yon Attan
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      Hi

      Stellvertretend für Zendurak stelle ich hier seinen Abenteuerbeitrag zum Wettbewerb des Freiburger Midgard-Treffens im Forum ein. Zendurak ist derzeit nicht im Lande und konnte das Abenteuer bis jetzt nicht überarbeiten, hat dies aber noch vor. Es kann also gut sein, dass später noch eine überarbeitete Version online gestellt wird.

      Das Abenteuer knüpft lose an die Runenklingen-Saga an und hat im Wettbewerb den 4. Platz belegt.

      An dieser Stelle von mir ein Lob an Zendurak, soweit ich weiß, handelt es sich um sein erstes ausgearbeitetes Abenteuer und das bei seinem jugendlichen Alter.

      Wenn ihr Feedback habt, schreibt es gerne in einen Kommentar, ich denke, Zendurak freut sich darüber.

      Mfg Yon
      Verschlungene Pfade - Zendurak.pdf
    • By Vulkangestein
      Zurzeit leite ich eine Gruppe nach M5, der Durchschnitt gradtechnisch liegt ungefähr bei 8 (bei meist etwa 5-6 anwesenden Spielern, insgesamt sind es 8) - also schon recht weit fortgeschritten (für die Verhältnisse des Abenteuers). Da mir die Runenklingen-Abenteuer sehr gefallen, habe ich nun beschlossen, sie mal wieder an den Mann zu bringen. Da meine Spielercharaktere etwas stärker sind habe ich die Gegner etwas angepasst, sodass die Kämpfe anspruchsvoll bleiben. Hat soweit, so gut funktioniert, lediglich ein Charakter ist wegen sehr vieler kritischer Fehler seinerseits und Erfolge meinerseits und unglücklich geendeter Schicksalswiederholungen beim Wolfsangriff hopps gegangen.
       
      Man kann ja durchaus sagen, dass das Abenteuer sehr kampflastig ist... (auch relativ gesehen, meist gibt es bei uns nur 1-2 Kämpfe an einem Abend). [spoiler=es folgen einige Details zum Ablauf des Abenteuers bei uns, was für euch vielleicht nicht interessant ist]Der erste Abend bot den Kampf gegen die Wölfe und den im Hügelgrab. Am zweiten Abend folgte dann ein Scharmützel mit den Orks am Nebeneingang, nach dem sich die Abenteuer allerdings für einige Stunden zurückzogen (unter anderem Meditieren dauerte seine Zeit...), sodass ich es für logisch hielt, dass die Orks sich dort neu formiert haben. Nun, die Abenteurer hatten den Haupteingang noch nicht sehr genau erkundet und beschlossen, einen Tag später (sehr vorsichtige Charaktere!) ihr Glück dort zu versuchen.

      Angesichts der menschlichen Sklaven war ein Entschluss schnell gefasst, obwohl bald klar war, welche Horde an Orks den Abenteurern entgegenbranden würde. Was folgte war ein klägliches Scheitern beim Schleichen und in der Folge ein Kampf, der sich mehr wie eine Schlacht anfühlte, da (bedingt durch eine Aufsplittung der Gruppe) teilweise an drei Stellen gleichzeitig gekämpft wurde. Hat allen Spielern mal ordentlich Spaß gemacht, einen derart ausgedehntes Gefecht zu führen, zumal sie am Ende sogar mit einem blauen Auge davonkamen - ich habe entschieden, zum selben Zeitpunkt Numgruds Rebellion starten zu lassen, sodass die Orks auf eine Verfolgung der Abenteurer verzichteten, nachdem die Sklaven wieder eingefangen waren.
       
       
      Nach dem Abend habe ich mich noch viel mit den Spielern unterhalten und dabei kam heraus, dass sie den kampflastigen Abend (wir haben eigentlich Nichts anderes gemacht) sehr spaßig fanden, aber nahezu alle sind sich einig, dass sie am nächsten Spielabend hoffen, weitestgehend um einen Kampf herumzukommen.
      Damit bin ich nun bei meinem "Problem": ich will den Spielern am nächsten Abend etwas Abwechslung bieten, vielleicht sogar etwas, das nicht direkt das Abenteuer voranbringt, aber dafür nicht so kampflastig ist. Und für diesen Einschub würde ich hier gerne mal ein paar Ideen sammeln.
      Zum Bleistift habe ich überlegt, ob den Abenteurern ein Kobold über den Weg laufen könnte [spoiler=Runenklingenspoiler], der zusammen mit dem Hügeltroll entwischt ist.
      Von diesem könnte man nach elendigen Spielchen (erst fangen, dann vielleicht Rätselraten?) einige Informationen erhalten, die helfen, sich in Nierthalf einzuschleichen und zurechtzufinden.
      Was haltet ihr davon und welche Ideen habt ihr, um ein wenig Abwechslung reinzubringen, insbesondere, da die Gegend an sich vielleicht nicht sonderlich viel hergibt außer Kämpfen.
       
      LG
      Vulkangestein
       
      P.S.: Für SL, die Klingensucher nicht kennen, die Abenteurer befinden sich aktuell einige Meilen nördlich von Thame am Rand der Nebelberge vor einer nicht mehr ganz so unbewohnten ehemaligen Zwergenbinge. Das wilde und kaum bewohnte Grenzland stellt für mich die größte Herausforderung dar, wenn es darum geht, Spaß für die Abenteurer abseits von Kämpfen zu bieten.
       
      Moderation :
      Ich (Fimolas) habe diesen Themenstrang aus der Spielleiterecke in das Runenklingen-Unterforum verschoben, weil es thematisch dorthin gehört.

      Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
    • By Die Hexe
      Liebste Mutter,
      wir sind endlich der Zwergenbinge Nierthalf und damit den Orcs entkommen und im Schlauen Fuchs angekommen. Am Morgen begaben wir uns durch die Schmiede ohne weitere Vorkommnisse hinaus und auf den Rückweg. Im Hügelgrab nahmen wir die Rüstung, die wir dort gelassen hat mit. Nach drei Tagen erreichen wir das Gasthaus. Der Weg war grauenvoll, allerdings nur für mich, passiert ist nichts mehr. Aber ich fand kein Wasser, nicht einen noch so kleinen Bach. Ich fühlte mich so unwohl wie schon lange nicht mehr. Schweiß, Blut und Dreck klebten an mir und der Geruch raubte mir fast den Verstand. Doch ich konnte nichts tun und ertrug es still. Schließlich kamen wir am Gasthaus an und betraten es. Das erste was ich sah, war Dylan, der zusammen mit einer jungen Frau ein Lied vortrug. Seinen Händen schien es wohl besser zu gehen. Ich war glücklich ihn wiederzusehen, doch ich war viel zu abgelenkt durch mein Unwohlsein, so dass meine Begrüßung eher halbherzig aus viel. Dylan meinte, dass er froh sei uns zu sehen, woraufhin Gray antwortete, er sei froh, überhaupt noch etwas zu sehen und erwähnte die Anzahl der Orcs, mit denen wir uns gemeinsam in Nierthalf befunden hatten. Ich funkelte Gray an und schon musste ich Vorwürfe und derlei über mich ergehen lassen. Ich ignorierte sie und begab mich zu Wirt, den ich um eine Schale Wasser bat. Wortlos ging ich die Treppe hinauf, Dylan folgte mir, immer noch damit beschäftigt, sich zu beschweren. Oben angekommen, zog ich mich aus, Dylan noch immer nicht beachtend und wusch mich. Er ließ mich nicht wieder meine Kleider anziehen und endlich wieder sauber, wurde mir in seinen Armen bewusst, wie sehr ich ihn vermisst hatte. Ich wäre gerne noch länger mit Dylan alleine gewesen, doch ich wollte bei den Erzählungen, dem Gespräch mit Nervan anwesend sein und so begaben wir uns wieder zu den anderen. Zu uns an den Tisch setzte sich auch die hübsche Bardin, die zusammen mit Dylan Musik vorgetragen hatte. Sie stellte sich als Lilie vor. Nachdem ihm unsere Geschichte, wie wir das Buch gefunden haben, bekannt war, zahlte der Gelehrte uns aus und bot an, dass wir eine Weile auf seiner Burg unterkommen könnten. Er riet uns Thame zu meiden, denn dort war unser Ruf nach den Ereignissen kein guter. Um Udele würden wir uns später kümmern, die Schätze wahrscheinlich in Twineward verkaufen. Nervan hatte bereits, wenn auch nur wenig, über den Herrn der Nebelberge gehört und bezeichnete ihn als Feind der Menschen. Gray äußerte unser Misstrauen, was Nervan etwas überraschte, er hatte jedoch Verständnis dafür. Von den Runenklingen berichteten wir ihm ebenfalls und ich wollte ihn auf seinen Wunsch hin Feuermal in die Hand geben. Doch als er sich gerade über das Schwert beugte, fing es an zu brennen und der Gelehrte wich zurück. Danach wirkte er nachdenklich. Die Runenklingen hatten sich gezeigt und Nervan bestätigte die Worte des Zwerges, nach denen sich die Klingen ihren Träger selbst erwählten und sie bis zum Tode binden würden. Auch er meinte, dass die Träger entweder großen Segen oder Verderben bringen würden. Welche Aufgabe, welche Verantwortung wurde uns mit der Wahl der Klinge auferlegt?
      Iros ließ verlauten, dass er nach Chryseia reisen wollte, um endlich seine Liebste für sich zu gewinnen. Da erfuhren wir von dem Versprechen, welches Dylan gegenüber Iros gegeben hatte. Sollte er mich sicher aus der Binge zurückbringen, würde Dylan ihm bei seinem Vorhaben helfen. Wir fragten, wie er das machen wollte, denn das Geld hatten weder er noch Dylan. Da meinte Iros, dass es auch andere Wege und Mittel gäbe. Wütend stand Gray auf und verließ den Tisch. Auch in mir brodelte es. Ich wollte meinen Ohren nicht trauen. Wie konnte er nur solch ein dummes Versprechen machen und dann auch noch Iros gegenüber. Als wäre ich ein Gegenstand, welchen der Chryseier bei sich trüge. Iros, dem ich am wenigsten vertrauen würde, mich zurück zu bringen.. Im Gegenteil, Iros wäre der erste der mich sterben lassen würde. Mich lebend aus der Zwergenbinge zurückzubringen, wenn noch drei weitere Menschen uns begleiten und eine Frau aus den Fängen ihres reichen Mannes zu befreien, vor allem mit eher fraglichen Mitteln, sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Doch ich war so fassungslos, dass ich nichts sagen konnte, und einen Streit anfangen, nachdem wir uns erst seit wenigen Stunden wiedergesehen hatten, wollte ich nicht.
      Am nächsten Morgen brachen wir auf und kamen nach sechs Tagen an die Burg Dun Irensrod und dem Dorf Morvill. In der Burg wurden wir von Nervans junger Tochter Jaris begrüßt. Beim Essen besprachen wir unser weiteres Vorgehen. Wir würden nun doch nach Thame reisen und dort einen Teil der Schätze verkaufen. Danach würden wir wiederkommen und auf Dun Irensrod bleiben und unsere Fähigkeiten verbessern. Nervan würde einen Teil der Kosten für unsere Lehrmeister übernehmen. Er würde wenig Zeit für uns haben, denn er wollte sich dem Buch über die Runenklingen widmen. Gray bat darum, ihn dabei unterstützen zu können. Neben einem Besuch in der Bibliothek der Burg, lernten wir noch die Elfe Myriel kennen, die für den Gelehrten Aug und Ohr im Wald von Tureliand ist. Alle zusammen bekamen wir ein Zimmer für die Nacht. Ich war froh, dass ich mich nicht mehr verstecken musste, es war die richtige Entscheidung gewesen.
      Beim Frühstück trafen wir auf ein bekanntes Gesicht. Tachwallon, der Barde, ein langjähriger Freund Nervans, saß am Tisch und begrüßte uns. Gray lachte und ich stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Seite. Da sagte er etwas, was uns alle zum Lachen brachte: „Jedes Mal wenn unsere Reisegemeinschaft unter widrigen, komischen Umständen einem Barden begegnet, ist es zur Gewohnheit geworden, diese später wiederzutreffen.“ Dabei schaute er ganz bewusst Dylan an, welcher in schallendes Gelächter ausbrach. Außer uns verstand natürlich am Tisch niemand, den Grund für unsere Erheiterung. Bevor wir aufbrachen überreichte uns Nervan zwei Schriftstücke, eines bekundete die Erfüllung unseres Auftrags, das andere beinhaltete die Vergünstigung unserer Lernkosten. Damit wir auf der Reise schneller sein würden, lieh uns der Gelehrte Pferde und so brachen wir auf. Unser Auftraggeber ist wirklich ein wohlhabender, etwas rätselhafter Mann.
      Mir wäre es lieber gewesen, etwas auf der Burg zu bleiben, auszuruhen und endlich mal wieder beruhig schlafen zu können. Doch es ist besser, sich um die Dinge die zu erledigen sind, gleich zu kümmern. Und ich möchte natürlich so schnell wie möglich die Schulden begleichen, oder zumindest ein Teil davon. Noch wissen wir den Wert des Gefundenen nicht. Wenigstens muss ich mich nicht schon wieder von Dylan trennen, denn er begleitet uns. Bruna bleibt jedoch auf der Burg, ihr ist das Reisen nicht möglich, sie muss sich erst von den Strapazen der letzten Tage erholen.
       
      In Liebe
      Enya
    • By Die Hexe
      An Chelinda,
      die letzten Tage waren erfüllt mit Studieren, Musik und Gesprächen, so dass ich dir erst jetzt schreibe. Mir geht es gut. Ich bin dabei mein Wissen über die arkane Kunst zu erweitern. Ausgerechnet einen Priester der Dheis Albi habe ich dabei als Lehrmeister. Doch Vater Limric ist ein guter Mann, der mich das Bannen von Dunkelheit und das Erschaffen einer Feuerkugel lehrt und mich in der Sprache der Priesterschaft unterweist. Gleich am ersten Tag, als Gray, Salomon und ich eigentlich auf dem Weg zu Tharyn, der Kräuterfrau waren, bat er uns um Hilfe, wir sollten uns um einen Spuk kümmern, der beim Friedhof sein Unwesen trieb. In einem Loch befand sich ein grauenvolles Gespenst, welches uns in Angst und Schrecken versetzte. Sein Blick allein genügte, um einem das Herz vor Angst erstarren zu lassen. Doch was mich noch mit größeren Entsetzten erfüllte, war der Moment, als Gray mit der Todesangst kämpfte und sein Herz drohte zu versagen. Ich hätte ihn beinahe verloren. Ein weiteres Mal. Mit aller Macht versuchte ich ihm Mut zu zusprechen, um ihn nicht vor meinen Augen sterben zu sehen. Mit vereinten Kräften und der Hilfe des Priesters gelang es uns schließlich den Geist zu bezwingen und zu bannen. Der Schock sitzt noch immer in meinen Gliedern. Wie oft werde ihn noch erleben? Wie lange bis sich die Pforten zu Ylathors Reich doch einmal öffnen? Ich hoffe der Tag wird nie kommen. Ich tue mein Bestes um stärker zu werden.
      Die Kräuterfrau empfing uns unwirsch und schickte uns sogleich wieder fort, ohne auf unsere Fragen und Bitten Antwort zu geben. Von Myriel erfuhr ich, dass sie sich aufgrund eines Streits mit einem Druiden zurückgezogen hatte. Doch auch dieses Problem konnten wir lösen, indem wir Haern, den Sohn des Druiden, dazu brachten, sich bei Tharyn im Namen seines Vaters zu entschuldigen. Danach bot auch sie sich als Lehrmeisterin an und ich bekam endlich die Kräuter, die mir schon eine Weile ausgegangen waren. Ich sollte anfangen, sie selbst zu suchen.
      Als wir Morvill einen Besuch abstatteten trafen wir auf ein Mädchen namens Elanor, Anführerin der Wildlinge, einer Gruppe von Kindern. Elanor ist die Tochter von Aethelsbaen, ein Müller und ehemaliger Hexenjäger, den wir, neben dem Wirt Warwick, ebenfalls im Gasthaus kennenlernten. Von ihm erfuhren wir, von den dunklen Gestalten, die im Dorf nach uns gefragt, dem Müller gedroht und sich als Schergen von Thalion ausgeben hatten. Auch er bot sich als Lehrmeister an.
      Im Dorf geschah etwas mit der Runenklinge. Ich trug sie wie immer bei mir, in der Scheide, die ich hatte anfertigen lassen, als sie plötzlich in Flammen aufging und das Leder zu Asche verbrannte.
      Gray, der neben mir gelaufen war, verbrannte das Feuer der Klinge ebenfalls. Erschrocken nahm ich das Schwert in die Hand und spürte die Macht, die ihm innewohnte. Für einen kurzen Moment war es zu einer Flammenklinge geworden, doch die Kraft erschien mir so unkontrollierbar. Ich kümmerte mich um Grays Wunden und entschuldigte mich. Danach hielt er Abstand von mir und auch ich erachtete es für sinnvoll, den anderen nicht mehr zu nahe zu kommen, solange ich die Runenklinge bei mir trug. Es wäre sehr hilfreich, würde Nervan den Bann der auf dem Buch über die Runenklingen liegt, lösen. Vielleicht würde ich dort einige Antworten finden und eine Möglichkeit die Macht der Klinge zu kontrollieren.
      Wie alle anderen sah ich Salomon in der Zeit des Lernens wenig. Doch er überraschte uns, als er eines Tages von den 25 Oring berichtete, die er in Norrenshold gefunden hatte. Er hatte es vergessen und wollte sie nun jedoch aufteilen. Er entschuldigte sich und damit war die Sache für uns erledigt. Bisher ist er nicht negativ aufgefallen, doch ich kann ihn nicht wirklich einschätzen. Nun gut, lange ist er noch nicht bei uns, ich sollte dem noch etwas Zeit geben.
      Ich nutze die Zeit um endlich mit Dylan zu sprechen. Ich teilte ihm mit, was ich von dem Versprechen an Iros hielt und bat ihn in Zukunft solche Versprechen niemandem mehr zu geben. Das Verhältnis der Versprechen war von solch Unstimmigkeit gewesen, Dylan hatte nur verlieren können, Iros hingegen nur gewinnen. Und seine Worte waren letztlich für uns alle von Nachteil gewesen. Er stimmte mir zu, dass es von ihm unüberlegt gewesen war, jedoch würde er es jederzeit wieder tun, wenn sich die Chance dadurch erhöhe, dass ich zu ihm zurückkehren würde. Dazu wusste ich nichts mehr zu erwidern und konnte nur hoffen, dass er das nächste Mal weiser entscheiden würde oder dass es ein nächstes Mal einfach nicht geben würde. Ich machte ihn auch auf sein Verhalten Gray gegenüber aufmerksam und meinte, dass eine Entschuldigung und Dankbarkeit ihm gegenüber angebracht wären.
      Die Tage verstrichen und schließlich brach der Morgen des ersten Tags im Bärenmond an. Beim Frühstück stand Dylan auf und beglückwünschte mich, woraufhin alle anderen folgten. Nein, das stimmt nicht, Gray verließ wortlos den Raum, ebenso Salomon. Dylan überreichte mir eine Schatulle, in welcher sich zwei Ohrringe befanden. Sie glichen dem Paar, von dem ich einen an die Echsenmenschen verloren und den anderen Dylan geschenkt hatte. Gerührt und glücklich bedankte ich mich bei ihm. Nervan wollte am Abend ein Fest feiern, doch ich meinte, dass es besser wäre eine große Feier nach der Jagd zu veranstalten, denn Brunas Geburtstag müsste auch noch gefeiert werden. Als ich mich in unser Gemach begab, um mich für den Tag zu richten, entdeckte ich auf meinen Nachtlager einen Handspiegel, Seife und ein Tuch aus gröberem Stoff. Daneben ein Tuch, in dem die acht Rubine eingewickelt waren.
      Den Tag verbrachte ich bei Vater Limmric. Beim Abendessen war Gray immer noch nicht da, Jaris saß ebenfalls nicht am Tisch. Salomon überreichte mir ein Kästchen, in dem sich ein silbernes Kreuz an einer Kette befand. Auf seiner Rückseite befand sich eine Inschrift auf Neu-Vallinga „Wie Feuer und Flamme“ Salomon meinte, das würde zu mir passen. Überrascht, bedankte ich mich und zog die Kette sogleich an. Dies hatte ich nicht erwartet, freute mich dafür jedoch umso mehr. Gerade als ich das Kreuz angezogen hatte, kamen die Bediensteten herein und brachten einen Kuchen, den Mira gebacken hatte. Ihr Geschenk würde sie mir später überreichen. Es war ein schöner Abend, die Stimmung war ausgelassen und Miras Kuchen sehr gut. Doch einer fehlte: Gray. Nach einiger Zeit begab ich mich auf die Suche und fand ihn schließlich in der Bibliothek. Dort saß er im Schein einer einsamen Kerze. Sein Anblick versetzt mir einen Stich. Ich bedankte mich für sein Geschenk und fragte ihn, ob er uns Gesellschaft leisten würde, doch er weigerte sich, mich zu begleiten. Ich weiß nicht, was geschehen ist, dass er den Tag seiner Geburt mit solch bitteren Erinnerungen verbindet. Als ich ihn ein paar Tage später darauf ansprach, wurde ich um keine Erkenntnis bereichert. Es schmerzt mich, dass er mir dieses Vertrauen nicht entgegenbringt und seine dunklen Seiten nicht teilt, obgleich ich ihn verstehen kann.
      Die Schätze und das Gold lagerte ich bei Nervan, darunter befand sich auch der Helm, von dem wir noch immer nicht wussten, was er konnte oder ob es einfach nur ein einfacher Helm war. Am einem Morgen ging Gray in unser Zimmer und zog ihn auf. Woraufhin er runter auf den Hof stapfte und den Hauptmann Rensgar nach seinem stärksten Mann fragte. Im folgenden Kampf verlor Gray die Kontrolle und hieb auf Rupert, seinen Gegner blindlings ein. Wir versuchten ihn aufzuhalten und nach mehreren Versuchen gelang es mir ihn einzuschläfern, doch der Helm ließ sich nicht von seinem Kopf lösen. Von Salomon erfuhren wir, dass der Helm verflucht war und ich schickte ihn los, um den Priester zu holen. Vater Jaris bannte die finstere Magie, die sich des Helmes bemächtigt hatte und er zerbrach. Zu meinem Entsetzten lagen nicht nur die Stücke des Helmes neben Grays Kopf, sondern auch das zerbrochene Diadem, welches er darunter getragen hatte. Und wieder einmal war durch Grays Neugier etwas geschehen… So viel Wirbel um dieses Diadem und nun ist es unbrauchbar. Ich hoffe, dass der Moment in dem wir seine Zerstörung bitter bereuen, niemals kommen wird. Für die Zukunft wird derjenige, der ein magisches Artefakt ausprobiert, nur dieses bei sich tragen. Bei dem Kampf hatte Rupert Gray einen Arm gebrochen und er würde nun mehrere Tage nicht mehr zu gebrauchen sein. Es waren noch sechs Tage bis zum Jadgfest. Den Göttern sei Dank wusste ich von einem Kraut welches die Heilung des Bruchs beschleunigen würde und fand es auch, so dass Grays Arm nach fünf Tagen, dank meiner täglichen Fürsorge, wieder verheilt war.
      Doch außer Gray galt meine Aufmerksamkeit noch einem anderen Menschen, Jaris, der Tochter von Nervan. Je länger ich sie beobachtete, desto sicherer war ich mir, dass sie schwanger war. Ich sprach ihre Zofe Betty an und sie bestätigte meinen Verdacht. Ich erfuhr das Tachwallon der Vater des Kindes war und dass die zwei ehrliche Gefühle für einander empfanden. Jaris hatte Angst es ihrem Vater zu sagen, denn der Barde war kein Mann von Stand und diese Verbindung wäre Nervans Ruf nicht zuträglich. Doch ich redete mit ihr und überzeugte sie, dass es besser sei, denn irgendwann würde er es ohnehin erfahren. Ich versicherte ihr meine Unterstützung und versprach ihr, dass ich mit ihren Vater nach dem Jadgfest reden würde.
      Bald ist es soweit. Auf das Fest und den Laird bin ich schon sehr gespannt. Ich weiß von ihm nur, dass er einen gewissen Ruf als Wüstling genießt. Ich hoffe wirklich, dass es uns gelingt uns mit ihm gutzustellen, er ist schließlich einer der mächtigsten Männer des Landes.
      Ich bin froh ein paar ruhige, mehr oder weniger sorgenfreie Tage gehabt zu haben, wobei sie nicht wirklich ruhig waren, aber zumindest befanden wir uns mal nicht im Gefängnis, eine verlassenen Zwergenbinge mit 200 Orcs oder einer verlassenen Hochmotte mir Hexen, Dämonen und Ogern.
      So langsam frage ich mich wirklich, in welche fernen Gefilde meine Mutter gereist ist und wann ich eine Antwort erhalten werde.
       
      In Liebe
      Enya
    • By Die Hexe
      Liebste Mutter,
      nach der Verhandlung begaben wir uns in den Staubigen Zwerg. Nachdem wir etwas zu uns genommen hatten – so gut hatte albischen Essen noch nie geschmeckt – gingen wir ins Badehaus. Dort sprachen Dylan und ich darüber, dass er nicht mitkommen würde, denn mit seinen Händen war er uns keine große Hilfe. Es viel ihm schwer, doch er sah ein, dass er uns mehr im Weg sein würde. Ich gab ihm meinen zweiten Ohrring, den letzten, den ich noch hatte, als Erinnerung an mich. In mir war es ein Versprechen, dass ich zu ihm zurückkommen würde. Ich konnte seine Sorge verstehen, doch ich meinte, dass wir mit dieser Unsicherheit zu leben hatten. Endlich konnte ich ihm mein Gedicht, das Lied für ihn singen. Wir redeten auch über das Vergangene, doch ich hatte wenig Lust auf diese Erinnerungen, so dass wir das Gespräch bald beendeten.
      Von Nervan erfuhren wir mehr über unseren Auftrag. Wir sollten in der verlassenen Zwergenbinge Nierthalf am Rande der Nebelberge, einen alten Folianten der Zwerge bergen und ihn zu Nervan bringen. Alles andere was wir dort finden würden, stünde uns zur freien Verfügung. Die Reise würde acht Tage dauern, fünf bis zum Schlauen Fuchs, dem Gasthaus, in welchem Nervan auf uns warten würde. Wir hatten Zeit bis zum Myrkdag des Wolfmondes. Sehr zu meinem Erstaunen feilschten Bruna, Mira und Iros um unsere Belohnung. War ihnen nicht bewusst in welcher Lage wir uns befanden? Nervan konnte uns nicht einen Penning zahlen und wir würden den Auftrag trotzdem erfüllen, denn schließlich verdankten wir ihm unser Leben und waren seiner Gnade ausgeliefert. Mir wurde bewusst wie sehr mich die Vorstellung traf, aus Alba fliehen zu müssen. Ich liebe mein Heimatland, trotz des Wetters und des Essens, trotz der Menschen und ihren Eigenheiten. Schließlich zahlte er uns von den 25 Oring Belohnung zehn im Voraus.
      Am nächsten Tag zogen wir los, um uns für die Reise auszurüsten. Um Heilränke zu kaufen ging ich unter anderem zu den Priestern des Vraidos. Dort gab ich mich als eine der ihren zu erkennen. Wir hatten unsere letzten Münzen zusammengelegt um uns einen starken Heiltrank zu kaufen. Mira hatte mir heimlich noch die Summe für einen weiteren gegeben. Verwundert nahm ich das Gold an. Ich frage mich woher der Halbling so viel Gold hat, wo ich nach kurzer Zeit wieder in einen leeren Beutel schaue. Ich bin mir nicht sicher ob ich es tatsächlich wissen möchte…
      Wir verblieben noch sechs Tage in Thame um uns von dem Kerkeraufenthalt zu erholen und unsere Fertigkeiten zu verbessern. Gray, Dylan und ich spielten jeden Abend in den Gasthäusern der Stadt, um etwas Kleingeld zu verdienen. Unter anderen Umständen wäre es für uns ertragreicher gewesen, doch im Allgemeinen schien man uns aus dem Weg zu gehen.
      Sedag, 1 Trideade Draugmond brachen wir auf. Am Abend des Oachdag kamen wir im Schlauen Fuchs an. Wir fragten nach etwas zu essen, zu trinken und einem Bett. Der Wirt konnte uns neben dem Gemeinschaftsschlafraum nur ein Doppelbett anbieten. Natürlich wollte Iros in dieses Zimmer, doch ich bat ihn, mir diese Nacht mit Dylan zu gewähren. Um ehrlich zu sein, war ich überrascht, als er nachgab. Die Gaststube war gut besucht und es spielte bereits ein Barde. Er trug eine Ballade vor über Heldentaten, Schlachten und Runenklingen vor. Gebannt lauschte ich seiner Stimme und seinem wundervollen Harfenspiel. Auf einmal schrie Mira auf. Ein kleiner Junge hatte ihr den Geldbeutel entwendet. Augenblicklich versuchten wir den kleinen aufzuhalten. Gray gelang dies auch, doch seine Methode ließ mich erschrocken den Atem anhalten. Er hatte eine Eiswand vor die Tür gezaubert, gegen die der Junge lief. Schlagartig wurde es still im Gasthaus. Erinnerungen stiegen in mir hoch, ich hörte den aufgebrachten Ruf der Menge „Hexe!“ und Grauen packte mich. Doch zu meiner Erleichterung konnten Mira und Gray die Menschen beruhigen. Hinterher wendete sich Iros wütend Gray zu. Ausnahmsweise war ich mit dem Chryseier einer Meinung, doch Gray zeigte sich unbeeindruckt. Als der Barde geendet hatte, ging ich auf ihn zu, begrüßte ihn und sprach über sein wundervolles Harfenspiel. Er stellte sich als Tachwallon vor. Aufgrund des Namens und seines Aussehens vermutete ich, dass er erainnischer Herkunft war. Kurz darauf kam auf einmal Iros herbei und stellte uns drei Gläser Schnaps vor die Nase. Irritiert fragte ich mich, was er diesmal bezwecken wollte und teilte ihm mit, dass ich den Alkohol nicht anrühren würde. Nachdem Iros die Hälfte in sein Glas geschüttet hatte, ließ ich mich doch überreden und trank das Gläschen. Im Anschluss fragte ich, ob Tachwallon sich nicht an unseren Tisch setzten wollte. Dort setzte ich mich neben Dylan, der mir seinen Arm um die Schulter legte. In dem Moment hatte ich noch nicht begriffen, was alle dachten. Als der Barde mich „Blume“ nannte, lachte Gray lauthals. Der Barde kam nicht weit mit seinen Erzählungen – Mira hatte ihn nach den Runenklingen gefragt – denn Iros musste ihm irgendetwas in den Schnaps getan haben. Er entschuldigte sich und stand auf. Doch Gray hielt ihn fest und er übergab sich vor unserem Tisch. Alle brachen in schallendes Gelächter aus und ich schämte mich ihrer. Iros hielt Dylan die Hand hin und Iros ließ verlauten: „Dylan…Zelt, Zimmer, Konkurrenz.“ Ich wendete mich dem armen Mann zu und versuchte ihm so gut es ging zu helfen. Ich hätte dazu gerne noch etwas gesagt, doch kurz vor unserer Trennung, wollte ich keine Diskussion anfangen. Als Iros jedoch Anstalten machte, sich und dem Rest den Abend mit Wein zu versüßen, gebot ich dem Einhalt und erinnerte ihn an die letzte Erfahrung mit übermäßigem Verzehr von Alkohol.
      Am nächsten Morgen erreichte mich endlich die erwartete Nachricht von dir. Gold befand sich natürlich keines mehr dabei, dies war schon bei Udele angekommen. Wie zornig mich dieser Gedanke macht, Vaters Schätze in den Händen dieser Frau. Meine Gefährten waren natürlich verwundert, doch stellten sie, den Göttern sei Dank, kaum Fragen. Ich fand, es fehlte ihnen etwas an Dankbarkeit, wie hätten sie das Blutgeld in so kurzer Zeit aufbringen wollen? Bis wir wieder aus der Binge zurück sein würden, konnten Trideaden vergehen. Vielleicht wäre es anders gewesen, ich hätte es mit ihnen im Vorfeld besprochen, doch ich muss zugeben, dass meine Handlung aufgrund der Ereignisse unüberlegt und überstürzt war. Immerhin haben wir nun erst einmal eine Sorge weniger.
      Ich danke dir aus tiefsten Herzen, Mutter. Bitte teile Vater ebenfalls meine Dankbarkeit mit, ich weiß was er davon hält. Ich werde alles tun, damit das Gold so schnell wie möglich wieder zu ihm zurück findet. Wer weiß, was wir in dieser Binge alles finden werden. Du hast mit deiner Warnung vollkommen Recht. Ich werde mir deine Worte zu Herzen nehmen und aus den Ereignissen lernen. Es soll nicht mehr vorkommen, dass ich euch auf diese Weise um Hilfe bitte. Du sprichst von Vertrauen. Vertrauen…nach allem was geschehen ist, fällt es mir schwer. Trotzdem habe ich noch die Befürchtung, dass ich nach wie vor zu vertrauensselig bin, weil ich an das Gute im Menschen glaube, glauben möchte. Ich frage mich ob mir eines Tages dieser Glaube abhandenkommt, ich hoffe es nicht.
      Nachdem sich der Bote wieder verabschiedet hatte, brachen wir auf und Dylan begleitete uns noch einen Tag. Ich hatte den Entschluss gefasst, ihnen zu offenbaren, was ich vor ihnen versteckte, Dylan wollte ich dabei an meiner Seite haben, da selbst er nicht alles wusste. So ließen wir den Wagen bei Nervan, Bernesse nahmen wir jedoch mit, da er mit ihr schneller wieder beim Schlauen Fuchs sein würde, wo er mit dem Gelehrten auf uns warten würde. Auf unserem Weg begegneten uns tatsächlich Begor Balodin und Krund Pöttenschmeißer. Nach einem kurzen Austausch zogen wir jedoch weiter, denn allen war Eile geboten. Bis auf eine Begegnung mit einer alten Kräuterfrau, die uns von einem Hexenmeister, der hier Krähen, Orcs und dergleichen um sich sammeln würde, erzählte, verlief der Tag bis wir das nächste Gasthaus erreichten, ereignislos. Doch uns erwartete kein Feuer im Kamin, keine warme Mahlzeit, denn von der Taverne waren nicht mehr als rußbedeckte Ruinen übrig. Wir bauten unser Lager auf und ich kümmerte mich um das Feuer. Nachdem wir fertig waren, ergriff ich das Wort und meinte, dass ich ihnen etwas mitzuteilen oder viel mehr zu zeigen hätte. Ich trat aus dem Licht des Feuers heraus, löste den Ring an meinen Finger, zog die Stulpe aus und wickelte meinen Ärmel hoch. Auf mein Haar entleerte ich das Fläschchen Entfärbersalz und trat dann wieder ans Feuer heran. Mutter, du weißt was sie sahen. Iros stand auf und ging ins Zelt, die anderen, bis auf Dylan, starrten mich an. Dann kamen die Fragen, doch ich gab ihnen keine Antwort. Das letzte Geheimnis war ich noch nicht bereit zu teilen. Ich erkannte, dass tief in mir immer noch, selbst bei diesen Menschen, die Angst vor Ablehnung saß. Eines Tages vielleicht... Doch dies wurd wohl noch eine Weile dauern, denn nun liegt etwas anderes vor uns. Ich nahm ihnen, bis auf Iros, da er im Zelt verschwunden war, das Versprechen ab, anderen gegenüber, das was sie erfahren hatten, niemals zu erwähnen. Mira ging zu Iros ins Zelt, kam nach kurzer Zeit wieder und meinte, er täte ihr Leid, denn er hatte es von Anfang an gesagt, das etwas mit mir nicht stimmte. Gray erwiderte daraufhin, dass er das gewusst hatte, doch für ihn ändere sich deswegen nichts. Schließlich trat ich mit Dylan die erste Nachtwache an. Es würde für, ich weiß nicht wie lange, die letzte Nacht gemeinsam mit ihm sein. Doch diesmal ist es mir lieber, von ihm getrennt zu sein, als dass er uns in die Zwergenbinge begleitet. Bei Nervan weiß ich ihn in Sicherheit und nichts wird mich von unserem Auftrag ablenken. Nichtsdestotrotz wird es morgen schwer, mich von ihm zu verabschieden. Es ist das erste Mal, dass sich unsere Wege für längere Zeit trennen. Ich hoffe alles wird gut.
      Noch einmal, deine Worte sind angekommen, es tut mir leid. Ich werde eine Möglichkeit finden es bei Vater wieder gut zu machen und damit meine ich nicht die Rückzahlung des Goldes.
       
      In Liebe
      Enya
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