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Seleandor

Bevölkerungsdichte der menschenähnlichen Völker

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Ausgehend von meiner ursprünglichen Frage, wieviele Elfen denn wohl in Alba leben, habe ich mich - auf Anregung von Rosendorn - entschlossen, die Frage allgemeiner zu formulieren und öffentlich zur Diskussion zu stellen:

Wieviele Angehörige der menschenähnlichen Völker (Elfen, Zwerge, Gnome, Halblinge usw.) gibt es etwa auf Midgard?

Über die Halblinge ist durch das Alba-QB zumindest etwas bekannt - ich hab es leider gerade nicht griffbereit.

Zwerge, Gnome und Elfen sind zumindest deutlich weniger zahlreich als die Menschen, doch in welchen Größenordnungen bewegen wir uns da?

Wie groß ist beispielsweise die Bevölkerung von Azagrim, Reginsvid oder Celeduin?

Und wieviele Köpfe zählen die Verwilderten des Bro Bedwen?

Was meint Ihr dazu?

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Gegenfrage: Was wäre dir am liebsten? Willst du viele oder eher wenige Elfen? Grundsätzlich sollten Menschenähnliche wohl deutlich weniger als Menschen sein, so zumindest ist der Tenor in den Veröffentlichungen. Midgard ist doch stark menschlich.

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Gegenfrage: Was wäre dir am liebsten? Willst du viele oder eher wenige Elfen? Grundsätzlich sollten Menschenähnliche wohl deutlich weniger als Menschen sein, so zumindest ist der Tenor in den Veröffentlichungen. Midgard ist doch stark menschlich.

 

Glaub ich nicht - immerhin haben so ziehmlich alle Fantasy Rollenspiele und WElten viel gemeinsam und in dem meisten anderen Welten ist das ganze wiederum sehr ausgeglichen (naja fast zumindest). Ein Beispiel (was sich vielleicht nicht ganz so gut eignet) wäre Herr der Ringe (mir fällt gerade kein anderes ein), wo es Menschen zumindest nicht im Überfluss vorkommen. Denkt doch mal an die Orks. 1,2,3,4,100,12.000...:rotfl:

 

Bamba

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Midgard ist nicht "wie die anderen Welten". Definitiv nicht. Und glaube mir, das weiß ich sicher: Menschen haben weit die Überzahl!

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Midgard ist nicht "wie die anderen Welten". Definitiv nicht. Und glaube mir, das weiß ich sicher: Menschen haben weit die Überzahl!

 

Demnoch ist Fantasy =Fantasy und man kann hier vergleichen. Und da kommt man halt auf mein Ergebnis.

 

Bamba

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Midgard ist nicht "wie die anderen Welten". Definitiv nicht. Und glaube mir, das weiß ich sicher: Menschen haben weit die Überzahl!

 

Demnoch ist Fantasy =Fantasy und man kann hier vergleichen. Und da kommt man halt auf mein Ergebnis.

 

Bamba

Ach nööö. Ja, Du hast Recht: man kann vergleichen. Und Du hast Unrecht: Man kommt nicht auf Dein Ergebnis.

 

Du kannst in Deinem Midgard das anders machen. Aber dann kannst Du auch gleich eine D&D-Welt oder auf der Palladium-Welt spielen. Im "offiziellen" Midgard spielen die Nichtmenschen die Hintergrundmusik: Sie dominiert nicht, sondern sorgt für etwas mehr Atmosphäre, taucht nur gelegentlich heftiger auf und man merkt, wenn sie fehlt. Isso. Nimm´s bitte hin.

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@Bamba

Geh doch einfach mal davon aus, daß das 'gesamte Werk' Midgard genau die Aussage unterstützt, welche Rosendorn gerade getätigt hat.

 

Vergleiche mit anderen Fantasie-Welten sind da meistens wenig hilfreich, da es auch dort keine Aussagen zur Bevölkerungsdichte gibt. Der Vergleich einer unbekannten Zahl mit einer anderen unbekannten Zahl bringt absolut nichts.

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Demnoch ist Fantasy =Fantasy und man kann hier vergleichen. Und da kommt man halt auf mein Ergebnis.

 

Bamba

Ach nööö. Ja, Du hast Recht: man kann vergleichen. Und Du hast Unrecht: Man kommt nicht auf Dein Ergebnis.

 

Habe ich vielleicht falsch verglichen?

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Es gibt in Midgard ganze Länder, in denen es überhaupt keine Nichtmenschen bestimmter Sorten gibt. Wirklich! Suche mal Elfen in Eschar, Rawindra oder KTP ...

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Ach nööö. Ja, Du hast Recht: man kann vergleichen. Und Du hast Unrecht: Man kommt nicht auf Dein Ergebnis.

 

Habe ich vielleicht falsch verglichen?

Ja. Macht aber nichts. Dafür sind wir ja da. ;)

 

In Dvarheim oder in Artross sind sicher Tausende von Zwergen, in anderen Gebirgen auch noch mal ein paar Tausend. Aber das wars. Ich behaupte mal, dass auf ganz Midgard weniger Zwergen leben als es in Alba Menschen gibt. Und Elfen und Gnome ähnlich. Im Halfdal sind 15000 Halblinge (lt. QB Alba). Lass nochmal 5000 zusätzlich im Rest der Welt leben (Abenteurer mal ausgenommen).

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Es gibt in Midgard ganze Länder, in denen es überhaupt keine Nichtmenschen bestimmter Sorten gibt. Wirklich! Suche mal Elfen in Eschar, Rawindra oder KTP ...
Naja, dafür gibt es in Rawindra ein paar Tausend Sritras.

 

 

Nur

mal

so

am

Rande.

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Ich schrieb ja:

Zwerge, Gnome und Elfen sind zumindest deutlich weniger zahlreich als die Menschen, ...

(Hervorhebung durch mich.)

Das steht so in M3 (Buch der Magie, S. 188), im DFR-M4 und im Bestiarium habe ich es spontan nicht finden können.

 

Bambas Einwurf ist also nicht ganz unbegründet.

 

Sie (die Menschenähnlichen) sind IMO also weniger.

 

Aber wieviel weniger?

Faktor 10? Vermutlich nicht deutlich genug.

Faktor 100? Könnte für die Elfen gelten, hieße aber bei einer Bevölkerungsdichte von ca. 1 - 2 Millionen Albai (die Zahl spukt mir noch aus dem dem entsprechenden Forums-Thema im Kopf rum - muss nicht stimmen) immer noch 10 - 20000 Elfen allein in Alba.

Das erscheint mir bei ihrer Lebensform - Siedlungen im Wald ohne große Rodungsaktionen, um Felder zu bewirtschaften - fast schon wieder zuviel

Zudem wurden zumindest die albischen Siolcin durch die Valianer und anschließend durch ihren Bruderkrieg ziemlich dezimiert - und ich glaube nicht, dass sie anschließend Elterngeld für die Bestandsvergößerung eingeführt haben (hab gerade mein Alba-QB gefunden).

Wie groß sind Städte wie Tirthalion, Aglarintur oder Celeduin (1000+ Personen?)?

Ich hab gerade verschiedene Stadtdefinitionen gewälzt, die machen es nicht eben leichter...

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Nun, wir wissen zumindest, dass in Erainn ziemlich genau 3.000 Coraniaid leben. Und das wird vermutlich auch die Gesamtpopulation der Coraniaid auf ganz Midgard sein. Das ist schon mal deutlich weniger, nicht?

 

Die Siolcin sind da wohl etwas mehr. Dafür leben sie aber fast ausschließlich in den Wäldern Albas, Clanngadarns und Moravods (Vgl. DFR, S.22). Dann lass es also 20.000 in Alba, und 10.000 jeweils in Moravod und Clanngadarn sein. Dann vielleicht noch ca. 1.000 oder 2.000 mobile Einheiten und fertig ist eine Elfenpopulation von max. 42.000 Elfen - weltweit.

 

Schwarzalben dürften IMHO seltener sein, da sie anscheinend in noch weniger Gegenden (Racudin, Wald von Brocendias, diese eine Insel aus dem GB?) leben. Denen würde ich so aus dem Bauch heraus eine Stückzahl von meinetwegen höchstens 20.000 geben.

 

Zwerge hingegen sind kurzlebiger und deswegen vermutlich etwas fruchbarer. Sie haben auch mehr dokumentierte Städte, sodass ich mir insg. bis zu ein oder zwei Millionen vorstellen könnte. Ebenfalls weltweit und in den verschiedenen Formen (vgl. Nahuatlan).

 

Gnome würde ich mir auch etwa in dieser Größenordnung vorstellen.

 

Grüße...

Der alte Rosendorn

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Was denn, was denn? Herr Rosendorn wirft hier mit exakten Zahlen nur so um sich?! Fakten über Fakten, wo bleibt das Flair? ;)
Willst du stänkern, Alter? :nunu:

 

Wenn mich jemand fragt, dann antworte ich durchaus. Aber es sind doch keine Fakten. Nur mein Bauchgefühl und so würde ich es festlegen. Dafür brauche ich im Gegensatz zu anderen kein genau erklärendes Quellenbuch ... :ätsch:

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Nun, wir wissen zumindest, dass in Erainn ziemlich genau 3.000 Coraniaid leben. Und das wird vermutlich auch die Gesamtpopulation der Coraniaid auf ganz Midgard sein. Das ist schon mal deutlich weniger, nicht?

 

Die Siolcin sind da wohl etwas mehr. Dafür leben sie aber fast ausschließlich in den Wäldern Albas, Clanngadarns und Moravods (Vgl. DFR, S.22). Dann lass es also 20.000 in Alba, und 10.000 jeweils in Moravod und Clanngadarn sein. Dann vielleicht noch ca. 1.000 oder 2.000 mobile Einheiten und fertig ist eine Elfenpopulation von max. 42.000 Elfen - weltweit.

 

Schwarzalben dürften IMHO seltener sein, da sie anscheinend in noch weniger Gegenden (Racudin, Wald von Brocendias, diese eine Insel aus dem GB?) leben. Denen würde ich so aus dem Bauch heraus eine Stückzahl von meinetwegen höchstens 20.000 geben.

 

Zwerge hingegen sind kurzlebiger und deswegen vermutlich etwas fruchbarer. Sie haben auch mehr dokumentierte Städte, sodass ich mir insg. bis zu ein oder zwei Millionen vorstellen könnte. Ebenfalls weltweit und in den verschiedenen Formen (vgl. Nahuatlan).

 

Gnome würde ich mir auch etwa in dieser Größenordnung vorstellen.

 

Grüße...

Der alte Rosendorn

 

Das fühlt sich zumindest schon mal ganz gut an... ;)

Ich würde lediglich annehmen, dass die Gnome aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung (zehnmal Mensch, zweimal Zwerg) etwas seltener sind als Zwerge.

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Oh bitte, Jungs, wir reden hier über Größenordnungen...

Vielleicht sollten wir offizielle Anfragen an das Königlich Albische Amt für Statistik und den Freiwilligen Gesamtelfischen Zensus von Celeduin schicken...

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[...] Ich würde lediglich annehmen, dass die Gnome aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung (zehnmal Mensch, zweimal Zwerg) etwas seltener sind als Zwerge.
Hmmm, ja, aber dort wo sie erwähnt werden, habe ich so ein wuseliges Gefühl. Vielleicht vermehren sie sich trotzdem wie die Ratten? :?:

 

Nee, ernsthaft: Gnome tauchen IMHO öfters in QB und Enzy-Artikeln auf. Und das in den unterschiedlichsten Ländern in den unterschiedlichsten Abarten. Darauf stützt sich mein Gefühl, dass Gnome durchaus mehr sein können.

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Hmmh - ich halte sie - zumindest in den Siedlungen nahe der Zwerge und der Elfen für K-Strategen (bei den Zwergen sind sie vermtlich insgesamt weniger, während sie bei den Elfen einen guten Teil der Landwirtschaft betreiben könnten, vgl. Alba - Für Clan und Krone, S. 24).

Da in Buluga und Nahutlan ein höherer Selektionsdruck herrscht, ist dort vielleicht die Reproduktionsrate höher?

Aber das sind nur Vermutungen.

 

Ebenso ernsthaft hingegen: ich bin für den Zwergenartikel von GH im letzten GB sehr dankbar, da mit den paar Seiten aus Steine lutschenden Schmieden und Bergleuten eine funktionierende Gesellschaft wurde.

Hat man sich alles prinzipiell denken können, wurde aber so einfach und elegant zusammen getragen.

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Kapazitäts-Strategen, Begriff aus der Ökologie.

Ein K-Stratege nutzt die Kapazität seines Lebensraumes, erschöpft sie jedoch nicht, die Nachkommenzahl ist üblicherweise recht klein.

Funktioniert gut bei stabilen Lebensbedingungen (Beispiel: große Wale).

Die andere Strategie ist die Raten- oder R-Strategie: man haut möglichst viele Nachkommen raus, von denen einige vermutlich überleben werden, um die eigennützigen Gene in die nächste Generation zu bringen (Beispiel: viele Insekten, verschiedene Fische und Amphibien mit großen Gelegen).

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Moderation :
Überbleibsel einer themenfernen Nebendiskussion gelöscht.

 

Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen

Aber wir kommen massiv vom Thema ab... :(

 

 

Jein, wie groß wäre denn eine Binge zu veranschlagen - sagen wir... Azagrim?

Mir ist schon klar, dass diese in der Größe variieren dürften.

:D

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Not really - es geht um die Bevölkerungsdichte der menschenähnlichen Völker.

Da die Zwerge überwiegend in Bingen und Bergstädten hausen, halte ich die Frage für berechtigt, welche Größenordnungen von derartigen Siedlungen wir annehmen können.

Ganz besonders, wenn wir midgardweit von ca. 1000000+ Zwergen ausgehen.

 

Aber genug für heute... Gute Nacht!

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Not really - es geht um die Bevölkerungsdichte der menschenähnlichen Völker.

Da die Zwerge überwiegend in Bingen und Bergstädten hausen, halte ich die Frage für berechtigt, welche Größenordnungen von derartigen Siedlungen wir annehmen können.

Ganz besonders, wenn wir midgardweit von ca. 1000000+ Zwergen ausgehen.

 

Aber genug für heute... Gute Nacht!

Tun "wir" das? Mir kommt das etwas viel vor. Es gibt Zwergen in Huaxal und Vesternesse, dazu Dvarheim und Nordsirao.

 

Lamaran und Süd-Sirao? Nicht, dass ich wüsste... Also, ich komme auch mit, sagen wir, 350.000 Zwergen aus, weltweit...

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    • By Kar'gos
      Hallo,
      wie kann man sich die Lebensweise von Zwergen in Fuardain vorstellen? Gibt es dort auch größere Zwergenbingen, kleinere Gehöfte oder leben die Zwerge auch nomadisch? Schließen sie sich vielleicht sogar einem Menschenstamm als Schmiede und Handwerker an?
      Gruß Kar'gos
    • By Bro
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    • By Mitel
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    • By Nanoc der Wanderer
      Hi.
       
      Nachdem ich im meiner Samstagsgruppe "Tumunzahar, die Zwergenbinge" außen vor gelassen habe, werde ich das wohl im meiner Donnerstagsgruppe evtl. nicht tun.
       
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      Wie sind die Erfahrungen?
       
      Es grüßt
      Nanoc der Wanderer
    • By Brandon Thorne
      Gumols Sammlung (Der Bart der Familie)
       
      1568 n.L.
      Die Stadt würde nicht zu halten sein. Schon jetzt war die Mehrzahl der Bewohner geflohen, suchte Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten in den anderen Städten des Atross'. Wären nicht hin und wieder die schweren Schritte von patrouillierenden Soldaten zu hören, könnte man glauben, Nifilgar sei bereits ausgestorben.
      „Aber noch sind Zwerge in dieser Stadt“, dachte Garm und ein grimmiger Zug vertrieb für kurze Zeit seine wehmütigen Gesichtszüge. „Noch sind unsere Äxte scharf.“
      Garm stand in der Eingangshalle seines Hauses, ein prächtiges Anwesen, das er von seinem Vater geerbt hatte. Alles Leben, das dessen Räume einst gefüllt hatte war gegangen. War ihm genommen worden.
      „Elende Orks!“
      Die steinernen Augen seines Urahns schienen ihn mahnend anzublicken: Die Büste Gumols war der einzige Gegenstand der die Empfangshalle noch schmückte. Außer Gumols Sammlung natürlich. Der prächtige Schmuck hing über den Schultern der Steinreliquie.
      „Ich hätte sie doch Uldrim mitgeben sollen“, überlegte Garm. Der Sohn seines Bruders hatte nichts dergleichen verlautbart, doch Garm war sich über dessen Gedanken im Klaren: Nifilgar war nicht mehr sicher genug für den Schatz seiner Familie. Und Uldrim hatte selbstverständlich recht. Doch Garm schien es seltsam falsch die Kette aus dieser Stadt, aus diesem Haus, von dieser Büste zu entfernen. Er seufzte. Er würde selbst dafür Sorge tragen, dass das wertvolle Erbstück ein sicheres Zuhause finden würde.
      Nachdenklich strich Garm über die einzelnen Kettenglieder des ungewöhnlichen Schmuckes. Über die Generationen seit Gumol war die Kette beständig gewachsen. Jedes Mitglied der Familie war mit der Volljährigkeit berechtigt ein Kettenglied hinzuzufügen und somit war im Laufe der Jahrhunderte Glied um Glied dazugekommen und der Bart der Familie, wie das Schmuckstück oft scherzhaft und doch ehrfürchtig genannt wurde, immer weiter gewachsen. Seine Finger verharrten an einzelnen Goldplättchen: Dem seiner Frau, gestorben im Kindbett. Dem seines Bruders, erschlagen von Orks. Dem seines Sohnes, der den Leichnam des Onkels vor den verwünschten Klauen der vermaledeiten Orks zu bewahren versuchte. Ach...
      Und hier sein eigenes kleines Werk in Mitten der zahlreichen anderen. Und alle ihre Urheber waren tot. Sein Neffe und er waren die einzigen, die von der einst großen und mächtigen Sippe übrig geblieben waren. Das Schicksal hatte es in den letzten Jahrzehnten nicht gut gemeint mit seiner Familie.
      Uldrim hatte dem Bart noch nichts hinzugefügt. Zwar hatte er er sein Goldplättchen bereits fertiggestellt, doch war sein Geburtstag in diesem Jahr noch nicht gekommen, der traditionelle Zeitpunkt für den alten Brauch. Nun war sein Brudersohn unterwegs nach Gimil-dum, seinen Beitrag für den Bart mit sich führend.
      Garm blickte in die steinernen Augen seines Ahn. Auch sie schienen keinen Rat zu wissen.
      „Verzeih Gumol“, sage Garm, „ ich habe versagt.“ Dann nahm er Gumols Sammlung von der Büste. Es raschelte leise als die Kettenglieder sanft aneinanderrieben.
      Garm verneigte sich vor der Büste, dann verließ er mit dem Familienerbstück den Raum.
       
       
       
      Heute
      Über den derzeitigen Verbleib von Gumols Sammlung ist nichts bekannt. Sie gilt gemeinsam mit dem letzten Besitzer als verschollen. Die Umstände des Verschwindens blieben bisher im Dunkeln.
       
       
       
      Aussehen
      Gumols Sammlung ist eine schwere Goldkette, die vorne und später aus Gleichgewichtsgründen auch hinten mit kleinen quadratischen Goldplättchen von etwa zwei cm² Fläche verlängert wurde. Die Plättchen sind miteinander und mit der eigentlichen Kette durch Silberdraht miteinander verbunden. Zusammengefügt erhält der vordere Teil der Kette die Gestalt eines prächtigen Bartes, der hintere entspricht langem Haar. Die große Anzahl der einzelnen Glieder und wohl auch der künstlerische Anspruch machte es notwendig bereits mehrere Schickten an Plättchen übereinander zu legen. Etwas, das dem „Bart“ einen „fülligeren Ausdruck“ verleiht.
      Wenn der Schmuck getragen wird, ist es durchaus üblich, dass das natürlich Haupt- und Gesichtshaar mit jenem überdeckt wird.
      Die einzelnen Goldplättchen zeigen auf der einen Seite das Zeichen der Familie, die andere Seite steht dem jeweiligen Mitglied der Familie zur Gestaltung frei. So wie die Launen und die Talente der einzelnen Künstler, so sind auch die Plättchen in ihrer Gestaltung sehr vielfältig. Ein Abbild dieser Seite wird in der Familienchronik mitsamt des Namens des Urhebers vermerkt.
       
       
       
      (Vermutlich unnötige) Hinweise für den Spielleiter
      Warum sollte sich jemand auf die Suche nach Gumols Sammlung begeben?
      Es gab einen Überlebenden, der die Geschichte des Erbstückes weitererzählen konnte. Dieser hat einen physischen Hinweis auf das Äußere des Bartes mit sich genommen. Dieses Goldplättchen könnte die Zeiten überdauert haben, ebenso die Familienchronik. Somit ist es sowohl möglich, dass eventuelle Nachfahren Gumols Interesse an einer Auffindung der Kette entwickeln können, als auch diverse Gelehrte oder Schatzjäger. Vielleicht wurden auch Teile des Bartes bei einer Horde Orks entdeckt?
      Möglicherweise waren unter den Herstellern der Goldplättchen auch einige Runenmeister oder sonstwie magisch begabte Zwerge dabei: Einzelne Goldplättchen könnten somit auch die eine oder andere Zaubermöglichkeit in sich verbergen.
      Das genaue Äußere der Kette bleibt der Fantasie des Spielleiters überlassen, die Anhänge sollen nur ein Anhalt sein.

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