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Thema des Monats Dezember 2016

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Wissensfertigkeiten, wie spezifisch ist der Einsatz?


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26 Antworten in diesem Thema

#21 jul

Geschrieben 21 März 2017 - 13:14

Eine Spielerfigur steht vor einem Tatort.

"Ich mach Zauberkunde."

 

Was macht man daraufhin als Spielleiter? Rasselt alles herunter, was an den sichtbaren Spuren irgendwie mit irgendwelchen Spruchwirkungen kongruent sein könnte?

 

Ich mag diese Anwendung aus zweierlei Gründen nicht gern. Erstens nimmt es den Spielern die Freude an der Entdeckung. Zweitens kann das ganz schön lange dauern - und 3/4 davon wird im Zweifelsfall irrelevant sein. Was so alles z.B. durch Macht über Unbelebtes bewirkt worden sein könnte...

 

Ich mag es lieber, wenn ich nach spezifischen Sprüchen oder Phänomenen gefragt werden. "Könnte ... durch einen Spruch erklärbar sein?", "sehe ich Spuren von ...", etc.

 

Analog natürlich die anderen Wissensfertigkeiten.

 

Wie setzt Ihr Wissensfertigkeiten ein?

die Spielen fragen ja so Unspezifisch weil sie Keine Idee haben. Als SL würde ich dann für die genannten Kunden würfeln und bei einer Summe >= 20 eine Information geben. Wenn auch dabei nichts herauskommt könnte man auf Geistesblitz würfeln ( lassen)


Gruß JUL

Eingefügtes Bild

#22 Knispik

Geschrieben 21 März 2017 - 13:54

"Ich mach Zauberkunde."


Ich würde als Spielleiter schon diese Ansage als absurd empfinden: Zauberkunde kann man nicht "machen", weder als Spieler noch als Figur.

 

Abgesehen davon empfinde ich diese Art zu Kommunizieren nicht stimmungsfördernd - aber das ist Geschmackssache. Ich bevorzuge in der Kommunikation möglichst wenig regeltechnische Ausdrücke.

 

Wir halten es eher anders herum. Nicht die Spieler sagen die Fähigkeiten am sondern der Spielleiter.

- "ich schaue mir das Chaos mal genauer an, fällt mir was auf?"

- "würfel mal auf Zauberkunde"

Ja, so ähnlich handhaben wir das auch: Die Spieler sagen, was ihre Figuren tun, und der Spielleiter entscheidet dann: Was passiert automatisch? Muss etwas gewürfelt werden? Und er lässt dann die Spieler würfeln, bzw. würfelt (wie in diesem Fall) für sie.

 

Als Spielleiter habe ich alle Wissensfertigkeiten aller Figuren notiert. Sagt mir ein Spieler, dass seine Figur den Tatort untersucht (am besten sagt er genau wie er vorgeht!), dann würfele ich für ihn auf alle passenden Fertigkeiten und sage ihm dann was er herausgefunden hat, bzw. weiß.

Die genaue Beschreibung seiner Handlung gibt mir dann noch die Möglichkeiten, Modifikatoren zu vergeben: Hält sich die Figur bei der Untersuchung die Nase zu, gibt's negative WM auf den EW: Riechen. Sagt der Spieler explizit, dass er an der Leiche schnüffelt, gibt's einen positiven Modifikator und es wird leichter herauszufinden, das die Leiche nach Bittermandeln riecht.. Analoges gilt für Wissenfertigkeiten ("Ich schnüffele, ob es in der Höhle nach Tier riecht").

 

Steht er einfach nur rum, dann greift Kodex S. 55: Ich würfele für ihn auf alle passenden Fertigkeiten, aber mit WM-8.

 

Ich finde nicht, dass die WM-8 angebracht sind, wenn der Spieler etwas aktiv untersucht, aber nicht explizit die Fertigkeit angibt, die er nutzen möchte. Die Regeln sind da nicht ganz eindeutig. Aber: Sobald ich von meinen Spielern verlange, dass sie mir immer genau die Fertigkeit nennen, werden sie dazu ermuntert bei jeder Situation ihre gesamte Liste von Fertigkeiten runterzuspulen (am besten noch die ungelernten mit +3). Das möchte ich nicht.



#23 Unicum

Geschrieben 21 März 2017 - 16:00

 

Ich mag es lieber, wenn ich nach spezifischen Sprüchen oder Phänomenen gefragt werden. "Könnte ... durch einen Spruch erklärbar sein?", "sehe ich Spuren von ...", etc.

 

 

Ich greif das noch mal auf:

 

Den Nachteil davon sehe ich daran dass, um nach spezifischen Sprüchen zu fragen ein Spieler das Arkanum gut kennen müsste. Insebesondere ein Anfänger Spieler wäre dahingehend benachteiligt.

 

Und auch da wieder: "sehe ich Spuren von..." - ist für mich eine Frage von Spurensuche/Wahrnehmung, etc - und nicht von Wissensfertigkeit.

 

Vieleicht sollte man da auch nicht immer gleich alles harklein sehen - die "Spur" einer Feuerkugel welche im Unterholz hochgeht - dafür würde ich nie "Spurensuche" würfeln lassen, so etwas "findet" man einfach wenn man in der nähe vorbeiläuft. Danach kann man dann zauberkunde würfeln oder naturkunde oder sonst etwas (was aber immer weniger infos geben würde).


  • Einskaldir und seamus gefällt das

#24 Drachenmann

Geschrieben 22 März 2017 - 01:07

Eine Spielerfigur steht vor einem Tatort.

"Ich mach Zauberkunde."

 

Was macht man daraufhin als Spielleiter? Rasselt alles herunter, was an den sichtbaren Spuren irgendwie mit irgendwelchen Spruchwirkungen kongruent sein könnte?

 

Ich mag diese Anwendung aus zweierlei Gründen nicht gern. Erstens nimmt es den Spielern die Freude an der Entdeckung. Zweitens kann das ganz schön lange dauern - und 3/4 davon wird im Zweifelsfall irrelevant sein. Was so alles z.B. durch Macht über Unbelebtes bewirkt worden sein könnte...

 

Ich mag es lieber, wenn ich nach spezifischen Sprüchen oder Phänomenen gefragt werden. "Könnte ... durch einen Spruch erklärbar sein?", "sehe ich Spuren von ...", etc.

 

Analog natürlich die anderen Wissensfertigkeiten.

 

Wie setzt Ihr Wissensfertigkeiten ein?

 

Ich habe dieses Problem noch nie erlebt, weder als Spieler, noch als Leiter.

Der Tatort wird beschrieben, die Spieler fragen Detailschilderungen nach.

Darum würfele ich als SL noch lange keinen verdeckten EW:Suchen,

denn wir sind ja noch bei dem, was offensichtlich erkennbar ist.

 

Angenommen, dort ist ein verkohlter Fleck an der Wand, dann fragen die Spieler dessen Form nach.

Sie stellen fest, dass dort kein Fackelhalter hängt und auch nichts Verbranntes darunter am Boden liegt.

Auch sind sie von dem nahezu kreisförmigen Aussehen des Flecks zunehmend irritiert und beginnen nun mit der Erforschung möglicher Ursachen.

 

Je nachdem, welche Stichpunkte, Aspekte und Sichtweisen sie ansprechen, kann ich nun beginnen, verdeckte Wissensfertigkeiten zu würfeln,

wahrscheinlich werden sowieso welche von den Spielern angesagt, die ich bitte würfeln soll.

So grenzen Spieler und Leitung gemeinsam die Situation inhaltlich und im Dialog ein, bis es zum verständlichen Einsatz von passenden Fertigkeiten kommt.

Damit ist dann auch der Moment gekommen, auf den Zeitfaktor hinzuweisen.

 

Mir fällt kein Mitspieler ein, der beim Betreten einer Situation wie mit Dauerfeuer "Blindwürfe" eingefordert hätte.

Und ich kenne auch nur SL, die darauf äußerst verwirrt reagieren würden:

"Hä, Zauberkunde? Worauf und warum denn? Auf die Gesamtsituation?

Schau dich doch erst mal um und grenze dann bitte ein, welches Detail, welchen Teilaspekt du genauer untersuchen willst."

 

Abgesehen davon gibt es ja inzwischen die Möglichkeit, für das geübte Auge oder durch Wissensstand klar erkennbare Zusammenhänge durch die Routineanwendung einer Fertigkeit abzuhandeln, also mit einem automatischen Erfolg ohne EW.

Wäre in meinem Beispiel also ein versierter Zauberkundiger vor Ort, würde ich auch bereitwillig und ohne EW die Information "Feuerkugel" geben.

Stünde dort allerdings mein Glücksritter, der sich mühsam die Grundkenntnisse draufgeschafft hat, dann würde ich als Spieler vom SL einen Wurf erwarten.

Mal abgesehen davon, dass mein Gl von sich aus sowieso auf eine eher rustikale Erklärung käme:

"Aha, oho! Da hat jemand einen halben Liter Zauberöl an die Wand geworfen! Ich suche den Rest von dem Zeug!"


Bearbeitet von Drachenmann, 22 März 2017 - 01:34.

  • Galaphil gefällt das

Wenn einer tot ist, dann weiß er nicht, dass er tot ist.
Aber für sein Umfeld ist es hart.

Genauso ist es, wenn einer blöd ist!


#25 Ma Kai

Geschrieben 23 März 2017 - 05:48

Wir halten es eher anders herum. Nicht die Spieler sagen die Fähigkeiten am sondern der Spielleiter.

- "ich schaue mir das Chaos mal genauer an, fällt mir was auf?"

- "würfel mal auf Zauberkunde"


Dann wissen die Spieler aber, wenn sie eine 1 gelegt haben. Das wäre für mich Spaßverlust.
  • Drachenmann und Panther gefällt das

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#26 Ma Kai

Geschrieben 23 März 2017 - 05:50

Würfelt man den EW verdeckt und sagt dann dem Spieler "Du weißt nichts - aber bekommst einen PP.", dann weiß er zumindest, dass er den Zauberkunde-Wurf geschafft und es wirklich nichts mit Zauberei zu tun hat - falls der Abzug nicht groß war...


Aus dem Grund sage ich PPs gesammelt am Ende der Sitzung an.
  • Panther gefällt das

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#27 Ma Kai

Geschrieben 23 März 2017 - 06:50

Vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge.
Ich denke, ich werde künftig auf allgemeine Fragen der beschriebenen Art auch entsprechend allgemeine Antwort geben, d. h. das beschreiben, was ins Auge springt und/oder Hinweis darauf geben, wo man vielleicht näher hinsehen sollte.

(Der Aufhänger geht übrigens zwar auf eine tatsächliche Spielsitiation zurück, ich habe aber so zugespitzt, dass sich bitte niemand persönlich angesprochen fühlen möge).

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