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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Sonstiges</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/?d=1</link><description>Artikel: Sonstiges</description><language>de</language><item><title>Aus dem Leben eines r&#xF6;mischen Legion&#xE4;rs</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/aus-dem-leben-eines-r%C3%B6mischen-legion%C3%A4rs-r1818/</link><description><![CDATA[<p><span style='font-family: "Arial", "Helvetica", sans-serif;'>What did life look like for the average soldier in the Roman army?  In this episode we get into the details of packs, march speed, camp construction, and food on the march.  Many of the procedures for new recruits in the Roman military machine sound shockingly familiar.  The penalties for breaking the rules were extremely severe.  Come along on the march with Legionary Valerius and experience a taste of life in the Roman legions.</span></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1818</guid><pubDate>Tue, 16 Dec 2025 09:20:35 +0000</pubDate></item><item><title>Tabelle (nahezu) aller Publikationen mit Midard-Bezug (M1-M5)</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/tabelle-nahezu-aller-publikationen-mit-midard-bezug-m1-m5-r1814/</link><description><![CDATA[<p>Dies ist eine Tabelle, die alle Publikationen enthält, die mit Midgard zu tun haben, die ich gefunden habe. Das beinhaltet vom ersten Regelwerk bis heute, über Quellenbücher und Abenteuer in verschiedenen Formaten und Editionen (print/Pdf/M3/M4/M5) bis hin zu Magazinen (Gildenbrief, DDD, Spielwert, Mythos, Ringbote...) und Publikationen auf Webseiten meines Wissens nach so gut wie alles was erschienen ist. </p><p><a class="ipsAttachLink" data-fileid="44427" data-fileext="ods" data-extension="ods" href="https://www.midgard-forum.de/forum/applications/core/interface/file/attachment.php?id=44427&amp;key=43f836010db937688754d33daa3dddeb" rel="">Midgard Publikationen.ods</a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1814</guid><pubDate>Thu, 28 Aug 2025 22:46:15 +0000</pubDate></item><item><title>Verstecke f&#xFC;r Schmuggelware</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/verstecke-f%C3%BCr-schmuggelware-r1737/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Verpackt zwischen Reisegepäck:</strong>
</p>

<p>
	Der Klassiker: Man packt das verbotene Gut in unauffällige Taschen, zwischen Kleidung und anderes Gepäck. Das ist das wohl einfachste, aber auch bekannteste Schmuggel-Versteck.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Geheimfach:</strong>
</p>

<p>
	Auch ein Klassiker: Man lässt ein schwer sichtbares Fach einrichten und packt dort seine Konterbande hinein. Problem: Wenn das Fach doch entdeckt wird, kann man im Prinzip einen Zettel drankleben: "Hey, hier ist was drin, was nicht jeder sehen soll! <span><img alt=":notify:" data-emoticon="" src="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/emoticons/default_notify.gif" title=":notify:" width="20" loading="lazy" height="25">"</span>
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Weinfass:</strong>
</p>

<p>
	Die Schmuggelware kann man in ein Fass stecken, welches eine verderbliche Flüssigkeit enthält. Ob/wie man das Schmuggelgut dann rausbekommt, ohne die Flüssigkeit zu verderben, ist eine andere Frage…
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Heilertasche:</strong>
</p>

<p>
	Heiler haben einen Vertrauensbonus bei der Bevölkerung. Außerdem sind in so einer Heilertasche viele verschiedenste Heilmittel enthalten, die man als ordentlicher Zöllner natürlich nicht durcheinander bringen möchte.
</p>

<p>
	Ein Schmuggler mit Heilertascher ist aber noch lange kein Heiler…
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Priesterrobe:</strong>
</p>

<p>
	Gleiches Prinzip: Muss der vertrauenswürdig aussehende Diener der Götter jetzt wirklich alle Taschen seiner Kleidung umkrempeln? Die Götter wären doch erzürnt, wenn einer ihrer Diener zu Unrecht verdächtigt würde.
</p>

<p>
	Ein Schmuggler mit Priesterrobe ist aber noch lange kein Priester…
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Schiffsbilge:</strong>
</p>

<p>
	Die Bilge ist der unterste Raum auf einem Schiff bezeichnet, der direkt oberhalb der Schiffsplanken liegt. Weil Holzschiffe nie völlig dicht sein können, sammelt sich dort im Laufe der Zeit Leckwasser an, das sogenannte Bilgewasser. Dies muss regelmäßig abgepumpt werden.
</p>

<p>
	Weil die Bilge nass und somit wenig behaglich ist, könnte sie bei einer möglichen Überprüfung auf Schmuggelware etwas weniger genau untersucht werden…
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1737</guid><pubDate>Sun, 30 Jun 2019 19:55:32 +0000</pubDate></item><item><title>Das verfluchte Schiff</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/das-verfluchte-schiff-r1605/</link><description><![CDATA[
<p>Der kräftige wettergegerbte Waelinger schaute auf seinen Gast herunter. Dieser war um Haupteslänge kleiner als der hochgewachsene Hüne. Er trat zurück und bat ihn in sein weitläufiges Haus. Vor Tagen war der Reisende im Haus des Jarls dieser Gegend gewesen und doch war das Haus was er nun betrat etwas größer und prachtvoller.</p>
<p> </p>
<p>"Habt ihr über meinen Vorschlag nachgedacht Runenmeister?"</p>
<p>Der Hüne brach das Brot und reichte ihm Salz wie es üblich war einem Reisenden gegenüber den man in seinem Haus begrüßte.</p>
<p> </p>
<p>Der angesprochene nickte und schluckte beides hinunter.</p>
<p>"Ein Schiff das ihr bauen wollt soll ich verzaubern. Habt ihr schon damit angefangen?"</p>
<p> </p>
<p>"Natürlich!"</p>
<p>Die beiden gingen weiter hinein in das geräumige Haus. Emsige Geschäftigkeit war allerorts zu sehen. Frauen woben Stoffe, verarbeiteten sie oder kümmerten sich um andere Dinge. Viele verschiedene Nationen waren leicht zu erkennen und viele Metallene Ketten machten auch klar womit der Händler in dessen Haus sich der Runenmeister befand sein Geld verdiente: Sklavenhandel.</p>
<p> </p>
<p>In einem abgetrennten Raum aus welchem eine junge hübsche Frau, eher ein Mädchen gerade mit einer Kladde unterm Arm verschwand machten es sich die zwei an einem Tisch bequem. Ein Humpen und 2 Becher standen schon darauf und einige Knabbereien in einer Schale daneben.</p>
<p> </p>
<p>Der Sklavenhändler schenkten ein.</p>
<p>"Ich verlangt recht viel, mehr als das sonst übliche für so ein Schiff."</p>
<p> </p>
<p>"Ihr habt einen schlechten Ruf mein Herr."</p>
<p>Er beobachtete sein Gegenüber genau und sah kein Zucken darin.</p>
<p>Es war schon sicher das er um seinen Ruf wusste, doch es ihm ins Gesicht zu sagen wagte hier wohl kaum jemand. Niemand hatte in der Halle auch nur den Kopf erhoben als sie eingetreten waren. Einige waren gebückt und auch wenn er nicht vom Fach war sah er wie sich die Frauen vor Angst wegduckten als der große an ihnen vorbeiging. Sie waren alle soweit gut genährt, er behandelte sie aber eher wie Vieh das man auch gut hält um einen guten Preis zu erzielen.</p>
<p> </p>
<p>"Dabei mache ich auch nur das was sonst viele auch tun. Ich mache es nur ... besser."</p>
<p> </p>
<p>Er lehrte seinen Krug in einem Zug und schob seinem Gast einen Zettel zu.</p>
<p> </p>
<p>"Könnt ihr das machen?"</p>
<p> </p>
<p>Nickend ging er von Punkt zu Punkt. Dann legte er das Dokument wieder auf den Tisch.</p>
<p> </p>
<p>"Ihr wisst was das alles erfordert, speziell die Meeresrune?"</p>
<p> </p>
<p>Nun nickte der andere.</p>
<p> </p>
<p>"Habt ihr jemanden dafür? Ich meine jemanden der sich unter den Kiel legt und beim Stapellauf mit seinem Blut die Magie aktiviert?"</p>
<p> </p>
<p>Er machte eine Ausladende Bewegung - "was glaubt ihr was ich hier in der großen Halle zuhauf habe. Oder macht es einen unterschied wessen Blut es ist?"</p>
<p> </p>
<p>Der Runenschmied lächelte. "Natürlich macht es etwas aus. Je wertvoller das Opfer desto besser der Zauber."</p>
<p> </p>
<p>"Kann ich auch mehr als ein Opfer nehmen? Das Schiff soll schließlich lang werden, denn Länge läuft"</p>
<p> </p>
<p>"Ihr seid Geschäftsmann - wenn ihr noch mehr Leben wegwerfen wollt so sei es so."</p>
<p> </p>
<p>"Dann auf ins Bootshaus."</p>
<p> </p>
<p>In dem dunklen Haus das nicht beleuchtet war roch es nach der See, nach Salz und nach trockenem Holz. Nur die Fackel des Sklavenhändlers erhellte den Raum. "Uralte Baumstämme, Jahrelang getrocknet."</p>
<p> </p>
<p>Der Runenmeister fuhr über das Holz, stach mit seinem Dolch hinein und nickte. "Ich müsste jedes größeres Stück bearbeiten."</p>
<p> </p>
<p>Sein Auftraggeber nickte. "Seid mein Gast für Jahr und Tag. Die geforderte Kiste mit Gold steht in einer Hütte welche ich für euch habe bauen lassen, gleich hinter der Schiffshalle. Wenn ihr etwas fürs Bett haben wollt oder sonst etwas braucht zögert nicht es mich wissen zu lassen." Er reichte ihm die Hand und der Runenmeister schlug ein.</p>
<p> </p>
<p>Jahr und Tag später war das Schiff bereit für den Stapellauf.</p>
<p> </p>
<p>Der Runenschmied war etwas verwundert als der Seelöwe eine Feier vor dem Stapellauf machte, aber als er die zwei hübschen Frauen sah welche ihn an seinem Platz verwöhnten dachte er nichts weiter dabei,...</p>
<p> </p>
<p>Er erwachte wieder wegen einem ziehen in Armen und Beinen und einem ledernen Geschmack im Munde. Er schaute nach oben und sah das Gesicht des Sklavenhändlers über sich.</p>
<p> </p>
<p>"Guten Morgen, ihr habt zwei Tage geschlafen. Jahr und Tag sind somit vorbei. Ich dachte mir deswegen das, wenn ich schon jemanden Opfern muss für das Schiff, sollte es vielleicht jemand sein den ich nicht brauche. Und, wenn ich ehrlich sein will, am wenigsten kann ich es brauchen das andere wie ich auch solche Schiffe bauen wie dieses." Er langte nach oben und klopfte gegen den Kiel des Schiffes vor dem der Runenschmied gefesselt lag. Er konnte deutlich die Runen sehen welche er selbst geschnitzt und verzaubert hatte. Neben ihm lagen die zwei Mädchen welche am Abend im Gesellschaft geleistet hatten und ein Valianer.</p>
<p> </p>
<p>"Verzeiht mir das ich euch den Knebel nicht abnehme, ein Fluch auf dem Schiff möchte ich dann doch nicht haben." Er trat zur Seite und schlug den ersten Haltekeil heraus. Die eine der Frauen fing an zu schreien, rings um ihn standen kräftige Waelinger und lachten. Die andere Frau schrie die erste an es doch einfach zu ertragen oder wenigstens den umher stehenden Schweinen nicht die Genugtuung zu geben Angst zu zeigen. Ein weiterer Keil löste sich unter dem Schiff welches leicht zitterte. Der Valianer lag einfach Stoisch da und flüsterte wohl Gebete zu seinen Göttern. Die Meute um ihn verhöhnte auch ihn. zwei weitere Keile sprangen aus der Verankerung,... zitternd sezte sich das Schiff in Bewegung. Langsam, sehr langsam Schob es sich auf die Opfer und raubte ihnen langsam auf brutalste Weise das Leben.</p>
<p> </p>
<p>Das Wasser färbte sich Blutrot als das Schiff es schließlich erreichte.</p>
<p> </p>
<p>Eine Woche später lief eine kleine Flotte aus, nun mit einem neuen Flaggschiff.</p>
<p> </p>
<p>Einem jungen Mädchen, fast schon eine Frau hatte der Sklavenhändler schon angedroht das sie nach der reise dran sein würde,... sofern er nichts besseres fand unterwegs.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Ein Geisterhafter Waelinger erschien am Kloster hoch über den Klippen der See, er deutete hinaus auf die See. Und ob die anwesenden Nonnen eine heillose Angst hatten verstanden sie es doch als eine Warnung ihrer Götter. Als das Schiff anlegte und sich eine Gruppe Waelinger auf den Weg zum Kloster machten von dem sie gehört hatten das es reiche Goldschätze hatte, erwartete sie eine Gruppe Reiter aus der nahegelegenen Burg. Statt beladen mit Schätzen waren sie beladen mit toten und verletzen Kameraden als sie das Schiff wieder errichteten.</p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Es war ein erfolgreicher Raubzug für die anderen Schiffe. Er war exzellent vorbereitet, viel Gold war geflossen für Informationen wo etwas zu holen ist, wann damit zu rechnen ist das Handelsschiffe auf See sind oder Karawanen an Land.</p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Doch das neue Schiff hatte kein Glück. Anstatt Schatzkisten aus Klöstern erbeuteten sie nur das Handgeld von Soldaten welche sie mühsam erschlagen mussten. Schließlich folterten sie unglückliche Gefangene und erfuhren den Grund: einige waren gewarnt worden vor dem Schiff,...</p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Wären die anderen Schiffe ebenso erfolglos geblieben - es wäre ein Debakel gewesen und dessen war sich der Sklavenhändler bewusst das es Ärger geben könnte. Ärger der ihm auch seine Position kosten könnte.</p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Als die kleine Flotte vollgeladen mit beute,... bis auf das Flaggschiff welches eher mit Schwerverletzen Vollgeladen war, wieder in den Hafen einlief gab es wieder eine Siegesfeier.</p>
<p> </p>
<p>Der Anführer betrank sich und griff im Suff nach der jungen Blonden Sklavin. Er zerriss ihr Obergewand und wurde zwei Muttermalen gewahr, ein zweiter Fluch der ihn an diesem Abend traf. Er schloss die Hände um den Hals des Jungen Mädchens voll mit Hass und Frustration. Woher der Bratenspieß kam welcher das Mädchen in äußerster Panik in seinen Hals stach wusste danach niemand mehr so richtig.</p>
<p> </p>
<p>Zwei, welche schon etwas Zuviel getrunken hatten meinten ein Geisterhafter Waelinger mit Runenbarte hätte der jungen Maid den Spieß in die Hand gelegt. Doch das taten alle wie einem Märchen ab, alle bis auf die alte Wyrdpriesterin welche an diesem Abend auch verhinderte das der Mob das junge Mädchen tötete.</p>
<p> </p>
<p>---</p>
<p> </p>
<p>Der Jarl des Landes verlor nicht gerne eine gute Einnahmequelle und ein Quell von gut ausgebildeten Soldaten wenn es notwendig war. Tage zog sich das Thing dahin und das Schiff war fast vergessen.</p>
<p> </p>
<p>Doch die Wyrdpriesterin hatte sich schon darum gekümmert. Das Schiff lag in der Schiffshalle und sie selbst meinte auch eine Geisterhafte Gestalt gesehen zu haben welche am Bug des Schiffes stand.</p>
<p> </p>
<p>Mit finsterem Blick sagte sie:</p>
<p>"Wer für einen bösen Menschen ein Schiff verzaubert, der darf auch gerne etwas herumspuken"</p>
<p> </p>
<p>kichernd sagte sie auch:</p>
<p>"Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube der Jarl hat deine Erlösung gerade für zehn Jahre aus Waeland verbannt. Ansonsten musst du wohl warten bis das Schiff hier an Land verrottet - und bei den Runen welche du geschnitten hat könnte das etwas länger dauern."</p>
<p> </p>
<p>Der Geist schrie die Priesterin ungehört an.</p>
<p> </p>
<p>Diese zuckte nur mit den Schultern und schloss das gewaltige Tor von welchem das Schiff hinaus auf das Meer schaute.</p>
<p> </p>
<p>Dies ist die Geschichte der "Wyrm's List", zumindest der Anfang,... vielleicht auch das Ende (wenn sich kein SL findet der sich ihrer Erbarmt,...)</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1605</guid><pubDate>Tue, 29 Nov 2016 21:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ausz&#xFC;ge aus den Briefen Dianfosys - Eine kleine Abhandlung &#xFC;ber die Bestattungssitten von Kobolden - Beitrag zum Thema des Monats August 2015</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/ausz%C3%BCge-aus-den-briefen-dianfosys-eine-kleine-abhandlung-%C3%BCber-die-bestattungssitten-von-kobolden-beitrag-zum-thema-des-monats-august-2015-r1510/</link><description><![CDATA[
<p><span style="font-size:18px;">Auszüge aus den Briefen </span><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/index.php?/topic/30552-artikel-dianfosy-magister-und-koboldexperte-aus-alba/#entry2545935" rel=""><span style="font-size:18px;">Dianfosys</span></a><span style="font-size:18px;"> - Eine kleine Abhandlung über die Bestattungssitten von Kobolden</span></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Auszug aus dem 1. Brief Dianfosys an das Könglich-Albische Kolleg zu Beornanburgh, 2413 n.L. aus dem Süden Albas</em></p>
<p> </p>
<p>[…] Ich war jetzt einen Monat zu Besuch bei Knoroks Sippe, als er sich zu mir setzte und mir mitteilte, dass er bald sterben würde. Natürlich wollte ich widersprechen. Er schien dies zu merken und verließ mich. Einen Tag später begann er das Gespräch erneut und dieses Mal unterbrach ich ihn nicht. Er sprach mich auf seine Gefangenschaft an und erinnerte mich an mein Versprechen, dass er niemals wieder Gitter sehen würde. Dann wies er mit der Hand im Kreis und meinte einfach nur: „Gitter. Überall Gitter.“ Ich weiß nicht, ob er damit die Bäume und Büsche meinte, denn in der Tat standen sie hier so dicht, dass man nur schwerlich durchschauen konnte, oder ob das eher allgemeiner oder gar metaphysischer Natur war. Ich fühlte mich schuldig, ich hatte das Gefühl, als hätte ich mein Versprechen gebrochen.</p>
<p>Die anderen Kobolde waren Knorok gegenüber ab dieser Zeit zurückhaltender, sie ließen sich in ihren oft wilden Spielen nicht so sehr hinreißen. Ich denke, sie hatten eine gewisse Achtung vor ihm. Knorok selbst wurde in den kommenden Tagen immer ruhiger. War er nach seiner Heimkehr aufgeblüht, so schien man nun richtig zu erkennen, wie ihn die Lebensgeister verließen. Die anderen Kobolde verschwanden dafür immer öfters irgendwo im Wald. Keiner wollte mir mitteilen, wo sie sich herumtrieben.</p>
<p>Zehn Tage, nach seiner Voraussage erhob sich Knorok plötzlich. Er machte mit der Hand ein Zeichen, das ich vorher noch nicht gesehen hatte und ging in den Wald. Die ganze Sippe schloss sich ihm an. Auch mir wurde das Mitmarschieren nicht verwehrt. Etwa eine Stunde ging es langsam durch den Wald, dabei verhielten sich die Kobolde seltsam ruhig, wie sie es sonst nur taten, wenn sie auf der Jagd waren oder schliefen. Der Ort zu dem wir kamen unterschied sich für mich im ersten Moment durch nichts von irgendeinem anderen in diesem Wald. Dann deutete mir Knorok ihm zu folgen und er begann einen der Bäume hinaufzuklettern. Das war ein ganzes Stück Arbeit für mich und ich fragte mich, wie dieser kleine Kobold es so mühelos schaffen konnte. Noch verwunderte war ich, als wir an die Spitze des Baumes kamen. An der höchsten Stelle hatten die Kobolde eine kleine Plattform errichtet. Etwas Nahrung lag darauf bereit. Ich musste Knorok hinaufheben, stieg selbst jedoch nicht auf die Plattform, die unter meinem Gewicht wohl zerbrochen wäre. Knorok legte sich hin und so wie an dem Tag, als er mit mitteilte, dass er sterben würde, wies er auch dieses Mal in die Runde. Weit und breit konnte man über die Wipfel der Bäume sehen. Die Kobolde hatten sich einen der höchsten Bäume in der Umgebung ausgesucht. „Keine Gitter“, sagte mein Freund. Und dann noch: „Leb wohl.“ Durch ein Zeichen gab er mir zu verstehen, dass ich ihn alleine lassen solle. Dies tat ich.</p>
<p>Erst beim Abstieg sah ich zahlreiche andere Plattformen, teils im selben Baum, teils in Bäumen in der Nähe. Alle schienen neu errichtet. Knorok dürfte sehr großen Einfluss auf seine Sippe gehabt haben. Bestätigt wurde dies einen Monat später, als einer der jungen Kobolde bei einem Unfall starb. Sie trugen ihn wieder zur besagten Stelle und zwei aus der Sippe trugen den Verstorbenen einen Baum hinauf und legten ihn dort auf eine der Plattformen. Sie nahmen auch etwas Nahrung mit, ich vermute, um sie dazuzulegen. Eine gewisse Vorstellung von einem Jenseits dürfte sich bei dieser Sippe etabliert haben, auch wenn mir keiner der befragten Kobolde darüber Auskunft geben konnte oder wollte. „Keine Gitter“, war das einzige, dass ich zu hören bekam. […]</p>
<p>Wie sehr sich diese Sippe von der ersten unterschied konnte ich erneut erfahren, als ich sie auf ihre Toten ansprach. Sie taten sich sehr schwer mit diesem Begriff und es war sehr mühsam herauszufinden, dass tatsächlich vor einiger Zeit einer aus ihrer Sippe gestorben sei. Ich fragte, wo der Tote nun sei, wobei ich diese Frage zwei Mal in verschiedenem Sinne stellte. Ich traf auf großes Unverständnis, bis endlich einer der Kobolde mich zu einer Stelle führte, und auf den Boden deutete. Erst nach genauerem hinsehen konnte ich einige Knochen entdecken, die möglicherweise von einem Kobold stammten. Sie dürften den Verstorbenen nach seinem Tod nicht mehr bewegt haben, sich aber auch nicht in einem speziellen Sinne mit ihm befasst haben. [...]</p>
<p>Sie Sitten dieser Sippe waren ähnlich der zweiten. Auch sie ließen ihre Toten einfach an der Stelle liegen, an der sie gestorben waren. Allerdings meinten sie, dass der nur schlafen würde. Sie könnten aber nicht auf jeden warten, der so lange schlafen würde. Als ich sie fragte, ob denn jemals auch einer wieder nachgekommen war, fingen sie an, sich untereinander zu streiten. Sie waren sich nicht einig, ob das schon einmal der Fall gewesen sei oder nicht. Letzten Endes stellte sich für mich heraus, dass diese Gruppe scheinbar wirklich Schwierigkeiten hatte, Schlaf und Tot zu unterscheiden. [...]</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Auszug aus dem 2. Brief Dianfosys an das Könglich-Albische Kolleg zu Beornanburgh, 2414 n.L. aus Chrysea</em></p>
<p> </p>
<p>[…] Sehr interessant waren die Vorstellungen der Kobolde dort von einem nächsten Leben. Hier waren sie sehr genau, und ich kann mich nicht erinnern, dass irgendeine andere Koboldgruppe, die ich bisher getroffen hatte, bisher so detailliert von einem Jenseits sprach wie diese hier in Thalassa. Ein mutiger, richtig handelnder Kobold würde nach seinem Tod Zugang zu einer immer offenen, sich niemals leerenden Speisekammer haben. Welche Nahrungsmittel man dort finden würde, schien genau festgelegt zu sein, denn in die Aufzählung fielen alle Kobolde ein. Durchaus rhythmisch könnte man es fast für eine Art Gebet halten. Eine Übersetzung wäre müßig, doch ging es in etwa so: Äpfel wirst du essen, ja Äpfel immerzu! Schaffleisch wirst du essen, ja Schaffleisch immerzu. Und so in einem fort. Leider begann ich zu spät mitzuzählen, doch es waren bestimmt über hundertfünfzig, oft sehr spezielle Nahrungsmittel die hier aufgezählt wurden. Menschen würde es dort auch geben, aber die seien so klein wie Mäuse und könnten leicht gefangen und als besondere Mahlzeit zwischendurch dienen. Hier möchte ich anmerken, dass ich in der Zeit, in der ich dort lebte, sie niemals Menschfleisch essen sah. Von dieser Vorstellung her erklärt sich auch ihre seltsame Sitte, tote Kobolde in Vorratskammern zu legen und sie mit Essen zu belegen. Natürlich nützen sie dabei auch die Chance, so viel Essbares wie möglich zu vertilgen und mitzunehmen. […]</p>
<p>Ich habe bereits erwähnt, dass sich dieser Bergstamm gerne mit Hilfen von Rutschen fortbewegt. Etwas, dass ich selbst auch als sehr lustig empfunden habe, wenn mir meine Größe hier auch manches mal Schwierigkeiten bereitete. Einmal führten sie mich zu einer Rutsche, die ihnen ganz besonders wichtig zu sein schien. Ein besonders alter, ehrwürdiger Kobold trat vor die Rutsche hin, verabschiedete sich von seiner Sippe und rutschte mit einem freudigen „Huij“ die Rutsche hinunter. Man hörte sein Freudenrufen noch sehr lange. Von ihm selbst sah man aber nie mehr etwas. Er würde auch nicht mehr kommen, meinten seine Familienmitglieder. Ich konnte schließlich herausfinden, dass sie ihre Toten diese Rutsche hinunterschicken würden, es aber auch öfters vorkommt, dass jemand schon zu Lebzeiten dieses letzte Vergnügen in Anspruch nimmt. Wo genau die Rutsche endet, konnte mir keiner sagen, es schien ihnen auch nicht weiter wichtig zu sein. […]</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Auszug aus dem 3. Brief Dianfosys an das Könglich-Albische Kolleg zu Beornanburgh, 2417 n.L. aus Ywerddon</em></p>
<p> </p>
<p>[…] Wie bereits erwähnt, war dieser Stamm sehr stolz darauf, dass einst ein König aus ihrer Mitte hervorgekommen war. (Der Nachbarstamm hatte übrigens das selbe behauptet.) Nach langem Bitten führten sie mich dann tatsächlich zu dem Ort, den sie als sein Grabmal bezeichneten. Dies war wohl einer der gefährlichsten Augenblicke meines Lebens, denn der Ort der Bestattung lag in einem Orkgebiet und mir ist es nicht vergönnt, die engen Gänge der Kobolde zu verwenden. Auch mein Begleiter, Inwk, der davon träumte, selbst einmal König zu sein, ging hier kein geringes Risiko ein. Doch hatten wir Glück und wir kamen unbeschadet beim Grabmal an. Nichts deutete daraufhin, dass hier das Grab eines legendären Koboldkönigs zu finden war. Die Kobolde hatten ihren König scheinbar in eine große Grube von etwa 10 m Durchmesser gelegt und diese einfach mit kleinen Steinen ausgefüllt. Dies musste wirklich viel Zeit in Anspruch genommen haben. Die Frage nach Grabbeigaben beantwortete mein Begleiter nicht. Äußere Zeichen hatten sie keine angebracht, zumindest keine, die sich mir erschlossen. Inwk war sich jedoch sehr sicher, dass dies die richtige Stelle sei. Er verhielt sich auch durchwegs sehr ehrfürchtig vor diesem Steingrab und wirkte durchaus ergriffen auf mich. Leider mussten wir uns sehr bald wieder auf den Weg machen, weil wir Geräusche in der Ferne hörten und wir keinen Kontakt mit den Orks wünschten. Auf diese war Inwk nicht sehr gut zu sprechen, denn seit sie diese Höhlen besetzt hatten, konnten die Kobolde nicht mehr unbehelligt zu diesem Grab pilgern.</p>
<p>Diese Art der Bestattung hat sich bei ihnen, wenn auch in kleinerem Maßstab durchgesetzt. Meist suchen sich die Kobolde schon zu Lebzeiten kleine Gruben aus und sammeln auch selbst bereits besonders schön Steine für diesen Zweck. Hier konnte ich auch beobachten, dass sich manche Kobolde etwas weniger Mühe geben als andere und ganz einfach Steine von einem der anderen stehlen. Andere wiederum, die mit ihrem nahen Tod rechneten, belegten sich bereits auch selbst mit Steinen, vermutlich um das Stehlen dieser zu verhindern. Ein belegtes Grab wird übrigens nicht mehr angerührt, hier scheinen sie eine gewisse Scheu zu haben. Die Gruben, die sie wählen sind manches Mal so groß, dass sie nie genug Steine sammeln können, manches Mal so klein, dass sie nie im Leben und natürlich auch nicht im Tod hineinpassen könnten. Das ist ihnen aber völlig gleich. So gibt es einige Orte hier im Gebirge, wo einige Steinhaufen scheinbar willkürlich in einer Grube oder mitten am Weg liegen. Man kann annehmen, dass darunter ein toter Kobold liegt. [...]</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Auszug aus dem 4. Brief Dianfosys an das Könglich-Albische Kolleg zu Beornanburgh, 2421 n.L. aus Furdain</em></p>
<p> </p>
<p>[…] Sie hatten mir versprochen, mich bei meiner Rückkehr zu einem dieser Orte zu führen. Cadfannan ließ ich in diesem Fall zurück, zum einen, weil die Kobolde sich für ihn nicht so sehr erwärmen konnten, was auf Gegenseitigkeit beruhte, zum Anderen, weil ihm Grabstätten unheimlich waren und er sie nach Möglichkeiten mied. Im Nachhinein hätte ich ihn gerne dabei gehabt, seine Fähigkeiten in der Wildnis wären wohl für die Wissenschaft vom Vorteil gewesen.</p>
<p>Die Kobolde führten mich zu einem Ort, an dem sie eine Schlacht gegen eine andere Sippe geführt hatten. Schlacht meint in diesem Fall ein Kampf zwischen wohl bis zu hundert Kobolden, dies ist aber eine Schätzung meinerseits, denn mit Zahlen sind die Kobolde etwas ungenau und „so viele wie Blätter an diesem Baum“ ist als Angabe nur wenig hilfreich. Tatsächlich dürften an diesem Ort mehrere Kobolde gefallen sein. Sie hatten die Leichen begraben, allerdings nicht sehr tief und die meisten Toten dürften von Aasfressern wieder aus der Erde herausgeholt worden sein. Überall lagen Holzspeere und Knochen herum. Es sah tatsächlich wie ein Schlachtfeld aus, aber da es nur Kobolde unter den Toten gab, wirkte es auf mich wie ein Gemetzel, die dem arme Kobolde einfach hingemordet wurden. Schließlich zeigten sie mir auch ein frisches Grab. Auch hier war der Tote nur wenig unter der Erde begraben, ich bildete mir sogar ein, seine Zehen sehen zu können. Vielleicht waren es aber auch nur Aststücke. In die Mitte des Grabes hatten sie einen ihrer Speere gesteckt, der somit den Ort des Grabes markierte. Wie schon ihre Verwandten im Süden legten auch hier die Kobolde ihre Toten nicht an bestimmte Plätze, sondern begruben sie dort, wo sie gestorben waren. Ob man ihnen ihre Besitztümer ließ oder sogar etwas dazulegte schien rein willkürlich zu sein. Ich vermute, dass es so ist, dass sehr wohl einer etwas ins Grab hineinlegt und der nächste es gleich wieder herausnimmt, bevor sie es zuschütten. Diese Art von Verhalten scheint aber toleriert zu sein. […]</p>
<p>Der junge Kobold war in der Nacht nun doch an seiner Krankheit gestorben. Da holten sie ihren Schamanen und der flocht einen Stein an ein ledernes Band und pendelte diesen dann über Kopf, Brust und Bauch des Toten. Der Tote wurde dann einfach für die Tiere liegen gelassen. Dann wanderte die Gruppe einfach weiter. Erst später fiel mir auf, das nicht wenige der Kobolde selber einen oder mehrere dieser Steine um den Hals hängen hatten. Einer von ihnen zeigte mir dann auch einen Stein, der ihm besonders gefiel, und den er immer dabei hatte, damit er „bereit“ sei. Der Rätsels Lösung war schließlich eine Stelle im Wald, wo von den Zweigen der Bäume lauter Steine an Lederbändchen herabhingen. Die Kobolde, die einen Stein um den Hals hängen hatten, nahmen ihn jetzt ab und hängten ihn ebenfalls in das Geäst. Als die Gruppe aufbrach, blieben einige der Älteren zurück. Alle anderen schienen sehr erleichtert zu sein. Wochen später war der Schamane erst bereit, mir die Bedeutung zu erklären. Diese Gruppe von Kobolden glaubte, dass der Schamane den Geist der Toten im Stein auffangen konnte. Das war wichtig, weil er an die richtige Stelle gebracht werden musste, denn nur dort konnte er Ruhe finden. Deshalb waren auch einige der Alten zurückgeblieben um dort zu sterben. Wichtig war auch, dass man den „richtigen“ Stein hatte, ein Stein, mit dem man eine Art Verbindung hatte, denn nur der konnte den Geist des Toten aufnehmen. Bei dem jungen Toten, der an einer Krankheit gestorben war, war es sehr schwierig gewesen den Geist zu fangen, weil der noch keinen passenden Stein gefunden hatte und der Schamane einen vorbereiten musste. Kobolde, deren Geist nicht gefangen wurde mussten ruhelos herumziehen und würden ihre Sippe verfolgen und in den Träumen beschimpfen. [...]</p>
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<p><strong>Spieltechnische Anmerkungen</strong></p>
<p>Grundsätzlich kann man alle Orte überall dort auftauchen lassen, wo sie einem passend erscheinen. Hier nur einige zusätzliche Anmerkungen; was man wie verwenden will und was man noch dazu erfindet, steht natürlich frei. Aber wem erzähle ich das?</p>
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<p><em>zum 1. Brief</em></p>
<p>Mitglieder der ersten genannte Sippe, zu der der Kobold Knorok gehörte, werden sich nie gefangen nehmen lassen. Ebenso werden sie mit allen Mitteln versuchen, einen ihrer Gefangenen zu befreien. Ihr Schlachtruf ist „Keine Gitter!“ und zwar tatsächlich auf Albisch, wenn auch schwer zu verstehen.</p>
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<p><em>zum 2. Brief</em></p>
<p>So mancher plötzlich auftauchender, mit Essen bedeckter toter Kobold, könnte in dieser Bestattungssitte in Thalassa seinen Grund finden.</p>
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<p>Diese „letzte Rutsche“ endet in einem tiefen Abgrund. An dessen Boden kann man die Koboldknochen mehrere Generationen finden. Unter Umständen auch den einen oder anderen wertvollen kleinen Gegenstand. Möglicherweise führt auch noch ein anderer Weg hinein und sollte man sich gerade unten befinden, kann es sein, dass man ein seltsames Rufen hört, dass immer näher zu kommen scheint und es auch tut, bis einem ein Kobold auf den Kopf fällt.</p>
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<p><em>zum 3. Brief</em></p>
<p>Den Kobolden ist dieses Grabmal tatsächlich heilig. Sie werden es nach Möglichkeiten verteidigen und möglicherweise findet sich eine Abenteuergruppe, die für sie die Höhle von den Orks reinigt. Die Abenteurer müssen nicht einmal wissen, was sie gerade Gutes getan haben, sie würden sich in diesem Fall möglicherweise etwas wundern, wenn plötzlich seltsame Geschenke neben ihren Schlafstätten auftauchen, oder ein Kobold sie vor etwas warnt oder sie ganz einfach plötzlich von Kobolden umzingelt und als Helden gefeiert werden.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>zum 4. Brief</em></p>
<p>Sollte einer der Abenteurer eine dieser Halsketten mitnehmen, kann es sein, dass er in nächster Zeit schlecht träumt, sich verfolgt fühlt und mehr Hunger hat als früher. Unter Umständen erscheint ihm auch ein Koboldgeist, der ihn auffordert, den Gegenstand zurückzubringen oder ihn ununterbrochen beschimpft. Kann sein, dass dieser Geist dann nur für diesen einen sichtbar ist, so dass andere Gruppenmitgleider sich schon über das seltsame Verhalten ihres Reisebegleiters wundern. Die Ablenkung kann unter Umständen sogar so stark sein, dass man diverse mali auf Erfolgswürde bekommt.</p>
<p>Möglicherweise wurden auch alle Halsketten entwendet und ein (Kobold-)Schamane bittet die Abenteurer sie zurückzubringen, damit die Geister ihre Ruhe finden. Auch eine Vision kann hier eine kleinen Schubs geben.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1510</guid><pubDate>Tue, 22 Sep 2015 15:19:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der grossm&#xE4;chtige Zepsillin - Ein grauer Mentor (Story)</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/der-grossm%C3%A4chtige-zepsillin-ein-grauer-mentor-story-r1501/</link><description><![CDATA[
<p>Die junge Frau hatte es satt.</p>
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<p>In dieser verschulten Magiergilde wurde sie nur für das hübsche Dummchen gehalten. Wirkliche Fortschritte waren selten bis gar nicht zu sehen. So konnte man ihr, einer Tochter aus hohem Hause nun wirklich nicht kommen. Was erlaubte sich dieser Magus der dritten Ordnung eigentlich? In ihrer Ahnenreihe standen große Persönlichkeiten - wenn auch der ein oder andere aus der Geschichte als "dunkler Meister" ausgemerzt wurde.</p>
<p> </p>
<p>Wütend ging sie nach Hause. So sie eben keine Ausbildung in einer Gilde bekommen konnte, nun es gibt auch andere Wege. Vor den Seemeisterkriegen waren die Magiergilden eher informelle Zirkel zum Austausch der Magie gewesen. Und nicht Ausbildungs-Einheiten. Oh Geschichte hatte sie genug gelesen über das frühe Valian und über die frühen Magiergilden. Eine Gilde in welcher man sich trifft und über das spricht was die Welt im Innersten zusammenhält, in deren Hauptraum bequeme Sessel stehen, geraucht wird und gepflegte Konversation über die einzig wichtigen Thematik betrieben wird.</p>
<p> </p>
<p>Wütend stand sie vor dem Haus ihrer Familie. Sie hatte völlig vergessen dass der Ostflügel gerade renoviert wurde. Gerüste standen davor und ständig dröhnte das *ping*ping* der Steinmetze zu ihr auf. Sie schaute zu dem Palais auf in welchem sie die Hälfte ihres Lebens verbracht hatte. Irgendwann würde es ihr gehören, sie würde ihren Platz im Rat der hundert einnehmen - ihre Eltern wären sehr enttäuscht wenn dieser Platz der Familie abhandenkommen würde, sie würde Kinder in die Welt setzen und als alte Frau in diesem Haus sterben.</p>
<p> </p>
<p>Wieder stieg Wut in ihr auf. Ein so fremdbestimmtes Schicksal - nein das war nichts für sie. Eine junge Frau, eher noch ein Kind lief mit einem Korb an ihr vorbei. Die Tochter, oder die Frau eines der Steinmetze. Die Blicke der beiden Frauen trafen sich kurz und wie zu erwarten war senkte die andere sofort beschämt den Blick. Auch ihr Leben war genauso vorbestimmt und höchstens Schicksalsschläge konnten Würze in das Leben bringen. Selbstentscheidung? Keine Spur.</p>
<p> </p>
<p>Ach wäre sie doch nie in die Agora gegangen und hätte als junges Kind den Philosophen gelauscht. Eine Büchse der Pandora ist die Philosophie! Einmal offen sind die Gedanken nicht wieder in Zaum zu bringen, einmal die Freiheit gekostet und man lechzt weiter danach. Der Blick wanderte über die Baustelle an welcher die Handwerker gerade ihrer Arbeit für den Abend und den folgenden freien Tag beschlossen. Die junge Frau half einem alten Mann seine Sachen zu packen. Also doch wohl eher eine Tochter als eine Ehefrau,...</p>
<p> </p>
<p>Minuten später fand sich die junge Frau in der Baustelle und begutachtete die Arbeiten. Das Gebäude erschien ohne Möbel und ohne Wandverkleidung so sonderbar fremd. Das abgedeckte Dach war ihr dann sogar Zuviel. Aus einem Zimmer einfach so in den Himmel zu schauen - war wirklich merkwürdig. Sie nahm eine der Lampen entzündete sie mit einem einfachen Zauber und stieg hinab in den Keller. Auch hier war alles ausgeräumt worden. Ihr Vater hatte einiges davon selbst beaufsichtigt - man hatte eine Geheimkammer mit Büchern entdeckt beim Ausräumen. Einige fielen den Culsu Leuten zum Opfer. Werke aus der Zeit der Seemeister. Wenn man eben dunkle Meister in der Ahnenreihe hat dann ist dies nicht immer zum Vorteil.</p>
<p> </p>
<p>Ein Lichtschein fiel durch einen Spalt im Mauerwerk in den Keller, etwas blitzte und zog ihre Neugier auf sich. Ein einzelnes Schriftzeichen war an der Wand zu Erkennen. Sie stellte sich vor das Sonnenlicht welches die niedrig stehende Sonne in den Kellerraum warf und das Zeichen verschwand. Schriftzeichen welche nur bei Sonnenlicht in einem Keller zu lesen waren?</p>
<p>Sie betrachtete den Stand der Sonne, und das Loch in der Mauer wo ein Balken ausgewechselt werden sollte. Sonnenlicht konnte nicht in diesen Teil des Kellers gelangen! Ein Geheimnis! Nur für sie alleine!</p>
<p>Am nächsten Tag waren keine Arbeiter auf der Baustelle und sie begutachtete die Stelle wieder, mit einem Spiegel lenkte sie am Abend Licht auf die Schriftzeichen. Sie sprach die Worte, den Namen eines dunklen Seemeisters und Vorfahren von ihr, laut aus und um sie herum erschienen lange Regale mit Büchern. Eine geheime Bibliothek, verborgen vor den Augen durch einen Uralten Zauber. Sie musste nicht lange suchen um zu erkennen das es sich dabei um Bücher handelte welche sie nie in der Bibliothek der Magiergilde gesehen hatte. Ihre Hand strich auch über den Ledereinband von Büchern welche über finstere Dämonen handelte.</p>
<p> </p>
<p>Sie stockte, nicht wissend was sie tun sollte.</p>
<p> </p>
<p>In ihrem Kopf hörte sie die Stimme eines alten Philosophen "Selbst Leute welche sich als 'Frei' bezeichnen, sind es in den seltensten Fällen. Wirklich Frei ist man nur wenn man vor einer Entscheidung steht und keinerlei Zwänge hat."</p>
<p> </p>
<p>Sie konnte sich umdrehen und die Entdeckung melden, ihren Eltern etwa. Beide etwa so magisch wie ein Stück Brot. Sie liebte ihre Eltern aber diese waren keine Hilfe bei ihrer Tochter mit ihrer Gabe.</p>
<p> </p>
<p>Sie konnte auch das alles gleich der Inquisition melden - was fast auf das gleiche herauslief wie ein Gespräch mit den Eltern, diese waren sehr bedacht darauf die dunklen Stellen in der Geschichte der Familie geheim zu halten oder besser darzustellen.</p>
<p> </p>
<p>Eine freie Entscheidung.</p>
<p> </p>
<p>Doch war sie wirklich Frei? In den folgenden Tagen würde der Balken ersetzt werden und nie wieder würde Tageslicht hier hereinfallen. Der Raum würde nach der Renovierung wieder als Lagerraum genutzt werden, würden die Regale sich auch materialisieren wenn anderes im Wege stand? Viel mehr drängte die Frage, würde alles wieder verschwinden?</p>
<p> </p>
<p>Sie verfluchte den alten Meister der die Bibliothek gebaut hatte und alles verschwand wieder. Alleine mit seinem Namen konnte man sie erscheinen und verschwinden lassen.</p>
<p> </p>
<p>In den Tagen und Wochen darauf kümmerte sich die junge Frau sehr um die Verwaltung des Stadtpalais und der Renovierung desselben, etwas dass ihre Eltern mit Verwunderung zur Kenntnis nahmen. Ihr jüngerer Bruder kannte sie aber deutlich besser als die Eltern. Er war gerade bei seinen Abschlussarbeiten der höheren Handelsschule und eigentlich wäre war seine Aufgabe die Bauarbeiten zu überwachen. Er erwischte seine ältere Schwester als diese am Abend nachdem die Handwerker wieder abgezogen waren in den Keller stieg.</p>
<p> </p>
<p>Die beiden standen sich gegenüber.</p>
<p>"Hast du etwas entdeckt Schwesterchen?"</p>
<p> </p>
<p>Sie standen in dem leeren Raum in welchen nun wieder jahrelang kein direktes Sonnenlicht mehr fallen würde.</p>
<p>"Ja, ein Überbleibsel aus den Seemeisterkriegen."</p>
<p> </p>
<p>Sein Gesichtsausdruck war betrübt.</p>
<p>"Du hast zwar Talent, aber bist unerfahren."</p>
<p>Er trat mit seiner Laterne vor sie hin.</p>
<p>"Aber ich vertraue dir, du bist meine Schwester. Bring unser Haus aber bitte nicht in Verruf."</p>
<p> </p>
<p>Sie katalogisierte in den nächsten Tagen die Titel der Bücher, verglich - stellte fest das sie Meketisch noch lernen musste - und klebte Zettel an die Regale. Außer den Buchrücken las sie wenig in dieser Zeit. eher sortierte sie einige Bücher um, legte einen Giftschrank an von Werken welche sie erst einmal nicht lesen wollte. Finstere Dämonenbeschwörung und Namensmagie - sie wusste das ersteres ihr den Hals kosten könnte und letzteres wohl außerhalb ihrer Fertigkeiten lag - wenn überhaupt etwas verwertbares darin stand. Ebenso war normale Dämonenbeschwörung erst einmal ausgegliedert.</p>
<p> </p>
<p>Beim umräumen fiel aus einem der Bücher aber ein Zettel. Eine handschriftliche Notiz, erstellt zu Beginn des Krieges der Magier. Darauf eine wahrer Name eines Dämons, ein Hinweis darauf wie man welches ein Ritual aus einem Buch verwenden konnte um ihn zu beschwören,...</p>
<p> </p>
<p>Wieder stand sie vor einer Entscheidung und grübelte darüber was sie machen sollte.</p>
<p>Wann ist man wirklich frei?</p>
<p>War sie frei wenn die Neugier an ihr nagte?</p>
<p>Wenn es zerrte das es doch nicht so schlimm sein konnte das Buch mit dem Ritual nun als erstes der Bücher zu lesen?</p>
<p> </p>
<p>Sie nahm das Buch mit auf ihr Zimmer und las darin.</p>
<p> </p>
<p>Nur drei Wochen später war der Keller wieder eingeräumt, doch vieles der alten Sachen war im Laufe der Jahre vermodert in den Kellerräumen und wurde weggeworfen, auch hier bewahrheitete sich der Spruch – dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt. So waren zwei Kellerräume freigeblieben, einer war die Bibliothek und der andere lag sehr abgeschieden neben einem Weinkeller.</p>
<p> </p>
<p>Die drei Meter hohe Decke und das Gewicht der Stockwerke darüber trugen mächtige Säulen und Bögen. Doch konnte man darin gerade so einen sechs Meter durchmessenden Kreis zeichnen. Eine Beschwörer Robe konnte sich die junge Frau von Hochadel auch noch selbst nähen. Als Opfer zum anloken des Dämons wählte sie einige Uralte Goldmünzen.</p>
<p> </p>
<p>Alles war vorbereitet. Hier stand sie nun, zwanzig Jahre alt, eine gute Partie in Candranor. Das Buch lag aufgeschlagen vor ihr. Darüber der Zettel mit dem Namen des Dämons, sie kannte ihn mittlerweile auswendig, den ganzen Text kannte sie auswendig.</p>
<p> </p>
<p>Sie blickte um sich - und traf eine Entscheidung.</p>
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<p> </p>
<p>Die Welt lag in Trümmern. Buchstäblich. war diese Welt früher klassisch eine Welt gewesen die eine Sonne umkreist hatte so verehrte ein gigantischer Krieg der Elemente und einfallender finstere Mächte die Welt so sehr das sie zerbrach. viele Trümmerstücke trieben nun in Bahnen um die Sonne. Selten trafen sich mal welche - viele waren durch Magie schon vor Jahrtausenden auf Bahnen gelenkt worden wo wenig ungemacht drohte.</p>
<p> </p>
<p>Dies war lange Jahrtausende vor Zepsillin geschehen. Er war ein einheimischer Dämon, aus dieser Chaoswelt.</p>
<p> </p>
<p>Eine große, kämpferische Dämonenrasse verbündete sich mit den finsteren Dämonen und eroberte und versklavte alles andere. So geschah es das Zepsillin als Kampfsklave in den Diensten eines finsteren Dämons während des Kriegs der Magier auf Midgard weilte. Nur durch Glück entkam er dem ersten Fall von Thalassa, nur durch eine undeutliche Befehlskette dem zweiten Fall von Thalassa. Selbst sein damaliger finstere Mentor wurde verbannt und, was verwunderlich ist, von einigen grauen Meistern auf seiner Heimatebene Geschlagen. Auch bei diesem Untergang gelang es Zepsillin zum dritten Male vor den grauen Meistern zu fliehen.</p>
<p> </p>
<p>Er hatte in den Jahren des Krieges viel gelernt und schuf sich in den Trümmerstücken seiner Heimat eine eigene Machtbasis. Die kämpferischen Dämonen waren zwar immer noch eine Bedrohung jedoch ohne die Hilfe der finsteren Dämonen war man in der Lage ihnen auszuweichen.</p>
<p> </p>
<p>Jahrelang baute er also seine Basis aus, scharrte Anhänger um sich und wurde mächtiger.</p>
<p> </p>
<p>Dann vernahm er das gleiche seltsame ziehen als auf der Welt Midgard wieder sein wahrer Name genannt wurde. Argwohn kämpfte gegen Neugier, doch schließlich war die Neugier höher - auch weil er merkte dass die andere Seite nicht besonders geschult war in Beschwörungen.</p>
<p> </p>
<p>Und so betrat er in Candranor ein weiteres Mal Midgard.</p>
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<p>- - - - -</p>
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<p><em>"Wer wagt es den Großmächtigen Zepsillin zu rufen? Beherrscher der drei Welten! Zerstörer von Anzimonth! Töter von Tausenden!"</em></p>
<p> </p>
<p>Das wollte er schon immer mal sagen. Imponierend stemmte er seine Arme in die Seite legte den Kopf in den Nacken und schaute die junge Frau an, welche in irgendeinem Keller, die Beschwörung erfolgreich absolviert hatte.</p>
<p>Ein kurzer Blick sagte ihm: Es war wenigstens ein recht großer Keller, er war recht sauber, und es gab wohl noch weitere Ausgänge. Die Luft war ausreichend gut und er roch einen Exquisiten Wein der irgendwo in der Nähe gelagert war. Die Frau war großgewachsen, sehr hübsch nach Menschlichen Maßstäben, nun er würde sie auch nicht verachten und sie machte einen gepflegten Eindruck. Aber sie war wohl recht Jung, selbst umso jemanden wie ihn zu beschwören.</p>
<p> </p>
<p>Der Dämon schaute die junge Frau fragend an: <em>"Und jetzt?"</em></p>
<p>Er prüfte den Kreis, er war mit sechs Meter im Durchmesser ausreichend groß und sorgsam gezeichnet, es war also keine besondere Stümperei - doch wäre es ihm möglich gewesen ihn vielleicht zu durchbrechen. Interessiert wartete er erst einmal was sein Gegenüber tun würde. Die junge Frau stand da und starrte, nein eher glotzte sie ihn an, mit weit offenstehendem Mund und deswegen nicht sehr intelligent aussehend.</p>
<p> </p>
<p>"Ja? Ich hab nicht ewig Zeit! Ich muss daheim noch neue Jungfrauen entjungfern!" Er betrachtete die Frau argwöhnisch wie sie darauf reagieren würde. Die meisten Frauen würden auf solch eine Äußerung, gerade wenn sie von ihm kommen würden irgendwie reagieren, für Männer hatte er sich eine Gesichte vom kastrierten von Jungdämonen vorbereitet.</p>
<p> </p>
<p>Nun der Mund klappte wenigstens zu. Die Frau sah nun deutlich intelligenter aus, auch wenn der blick immer noch als 'ungläubig, überrascht' zu katalogisieren war.</p>
<p> </p>
<p><em>"Was ist mit dir? Auch noch Jungfrau? Soll ich dir einen Termin geben? In 123 Jahren hab ich vormittags noch einen Termin frei, da ist ein Riesen-Sukkubus abgesprungen."</em></p>
<p> </p>
<p>Die Augen verengten sich zu schlitzen und der Mund zog sich grinsend nach oben zusammen, sie war kurz darauf zu sprechen.</p>
<p> </p>
<p><em>"Du bist schon eine dumme Nuss, rufst mich und weist dann nichts anzufangen ich,..."</em></p>
<p> </p>
<p>"Warum stehst du in einem Buch meines Urahnen?"</p>
<p> </p>
<p>Oh - eine Frage, und - das musste er zugestehen - keine ganz dumme, vielleicht war die 'Kleine' doch noch was wert.</p>
<p> </p>
<p><em>"Woher soll ich das wissen? Wer war den Urahn der meinen Namen aufschrieb?"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zögerte etwas "Ein mächtiger Dunkler Meister aus Thalassa!"</p>
<p> </p>
<p><em>"Oh jeh! Die haben doch den Krieg verloren, was willst' denn mit diesen Napfsülzen! Mächtige Meister hätten den Krieg nicht verloren - Verloren! Verloren! hahaha"</em> Er tanzte vergnügt im Kreis.</p>
<p> </p>
<p>Sie machte eine wegwischende Handbewegung. "Nichts, die sind Tod und nicht zu haben, aber du - Du bist hier und in meinem Kreis!"</p>
<p> </p>
<p><em>"Ja das stimmt, aber derzeit hindert mich nur meine Neugier hier zu verschwinden."</em> Er schritt den Kreis ab <em>"Ja, ich sehe nichts was mich sonst hindern würde."</em> Er wandte sich um "<em>Also was ist der Grund? Einfach nur mal schauen ob man in der Lage ist einen Kreis zu zeichnen und ein Stundenlanges Ritual aus einem alten verschimmelten Buch vorzulesen?"</em> Er klatschte <em>"Ja das kannst du, und nun?"</em></p>
<p> </p>
<p>"Bring mir etwas bei!"</p>
<p> </p>
<p><em>"Häh?"</em> Er überlegte nur kurz und steckte dann beide Daumen in die Nase und blies die Nasenflügel auf, gleichzeitig wedelte er mit den anderen Fingern, seinen Ohren und seinen Flügeln. Die Frau kicherte. Er ließ die Hände wieder runter.<em> "So, mach es nach. Das ist es was ich dir Beibringe: wie man sich zum Affen macht."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zog die Augenbraue nach oben und deutete auf ein Buch auf einem Podium.</p>
<p>"Hier steht du bist Kundschafter, Aufklärer, Spion und Intrigant. Nicht wegen deiner Kampfkraft wurdest du beschworen, sondern wegen deiner Heimlichkeit, deiner Gerissenheit und deiner Intelligenz. Das fange ich nun an zu verstehen."</p>
<p> </p>
<p><em>"Heimlichkeit kann ich dir keine beibringen, du bist ein großes Trampeltier, da ändert sich nicht mal etwas daran wenn ich dir die Beine und den Kopf abbeiße."</em> Er schaute auf ihre Füße und erahnte ihre Beine unter dem Beschwörungsgewand.<em> "Hübsche Beine übrigens,..."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie atmete tief ein und aus. "Kannst du mir etwas beibringen?"</p>
<p> </p>
<p><em>"Kann schon aber was bekomme ich dafür?"</em></p>
<p> </p>
<p>"Was willst du?"</p>
<p> </p>
<p><em>"Dein Erstgeborenes?"</em></p>
<p> </p>
<p>"NEIN, niemals! Verschwinde!" Sie schlug im Buch die passende Seite für den Bannzauber auf.</p>
<p> </p>
<p><em>"Halt! Nenn mir deinen Grund nicht auf dieses Angebot einzugehen!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie kniff die Augen zusammen. "Das steht außer Frage! Ich werde nicht ein Kind, nicht von mir und nicht von jemand anderem opfern. Ich mag nach Macht gieren aber nicht um jeden Preis und die Seele und der Körper eines Kindes ist zu viel. Und - um vorweg zu greifen - meine Seele ist auch zu viel." Sie blätterte in dem Beschwörungsbuch.</p>
<p> </p>
<p><em>"Halt!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie hielt kurz inne. Es lag doch Macht in der Stimme des Dämons.</p>
<p> </p>
<p><em>"Du hast den ersten Test bestanden. Vieleicht hätte ich dein Erstgeborenes angenommen wenn du es sofort da gehabt hättest, alleine um es von einer Rabenmutter zu befreien, aber was soll ich mit so einem Balg daheim bei mir?"</em></p>
<p>Er machte einen Salto in der Luft und hob die Goldmünzen auf.</p>
<p> </p>
<p><em>"Gut. Historische Münzen, schön Alt." </em>Er schaute sich um.<em> "Ein Gemälde als Opfer vielleicht?"</em></p>
<p> </p>
<p>Die Verwirrung war ihr anzusehen. "Erst ein Kind und dann ein Gemälde? Und was ist mit dem entjungfern? Ihr habt eine große Spanne!"</p>
<p> </p>
<p>Er setze sich auf den Boden, das könne länger dauern.</p>
<p><em>"Was war das erste an was ihr dachtet als ihr mich saht, seid ehrlich."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie schaut zu ihm.</p>
<p>"Ich fragte mich wer euch 'großmächtiger' genannt hat, bei... äh ich möchte nicht unhöflich sein aber ihr seid kleiner als ich und der Kreis ist so groß das jemand der doppelt so groß ist wie ich..."</p>
<p> </p>
<p><em>"Jaja, die alte Leier, 'Es kommt auf die Größe an' und so."</em></p>
<p>Er schaute sie an und hielt ihr die Hand hin.</p>
<p><em>"Ist gut ich bring euch was bei, der erste Zauber geht aufs Haus."</em></p>
<p> </p>
<p>"Ich glaube einschlagen über einen Schutzkreis ist keine gute Idee."</p>
<p> </p>
<p><em>"Habt ihr Angst vor mir?"</em> Er stand auf, drückte die Brust raus und tat eingeschnappt.<em> "Ich könnte euch ins Knie beißen wenn ich mich nicht Strecke."</em></p>
<p> </p>
<p>"Vieleicht ist der Biss giftig, ihr haucht Todesmagie aus oder sonst etwas. Körpergröße ist eines, Aussehen etwas anderes und Macht - kann man jemanden nicht ansehen, vielleicht werdet ihr plötzlich gigantisch groß, schnappt mich und zerrt mich auf eure Welt und entjungfert mich dort?"</p>
<p> </p>
<p><em>"Du bist noch Jungfrau?"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie schüttelte den Kopf.</p>
<p> </p>
<p><em>"Dachte ich es mir doch. Nein - so sehr hab ich es nicht mit Jungfrauen, zicken nur um, wissen nicht wie der Hase läuft, alles muss man ihnen erst beibringen. Nein - das mit den Jungfrauen war so eine Lüge, wollte sehen wie du tickst!"</em></p>
<p>Er nickte und wurde schlagartig ernst.</p>
<p><em>"Gut. Du willst einen Mentor haben?"</em></p>
<p> </p>
<p>Ihre Züge hatten etwas an Anspannung verloren.</p>
<p>"Ja. Was sind Deine Forderungen?"</p>
<p> </p>
<p>Er legte seine Hand an sein Kinn und strich überlegend darüber.</p>
<p> </p>
<p>"Was denkst du nach?"</p>
<p> </p>
<p><em>"Ich überlege mir was ich davon habe. Ich war schon einmal hier und nein es war nicht schön. Gut, ich wäre bereit es zu versuchen. Meine Bedingungen sind: Du bezahlst mich mit Information, Kunst, magischen oder historischen Gegenständen. Ich wünsche weiterhin dass du deinen Namen verheimlichst oder Leuten gegenüber welche deinen echten Namen kennen deine Magie verheimlichst, das ist hauptsächlich zu Deinem und meinen Schutz. Sonst passiert es dir wir mir und irgendein Depp beschwört dich. Denn Namen haben Macht, das war es was ich bei den dunklen Meistern lernte. Mir ist bewusst dass man Kämpfen nicht aus dem Wege gehen kann doch wenn du Magie nur dazu benutzt um zu töten dann gehen wir schnell wieder getrennter Wege. Gegen Bereicherung habe ich indes nichts. Beurteile niemand nach seinem Aussehen. Keine Pakte mit finsteren Dämonen. Und dann ist da noch etwas ganz wichtiges: Hab Spaß in deinem Leben!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zog die Augenbraue überrascht nach oben.</p>
<p>"Ich denke das ist akzeptabel."</p>
<p> </p>
<p><em>"Gut, was wäre das erste was du lernen willst?"</em></p>
<p> </p>
<p>"Ich möchte nicht mehr altern,..."</p>
<p> </p>
<p><em>"Hö? Ihr seid gerade mal zwanzig oder so!"</em></p>
<p>er war doch etwas verwundert.</p>
<p> </p>
<p>"Und die alten Herren und Damen in der Magiergilde schauen alle aus wie Mitte dreißig, wegen Verjüngen oder ... anderer Zauber"</p>
<p> </p>
<p>Zepsillin nickte.</p>
<p><em>"Ich denke da könnte ich euch etwas helfen. Ich werde den Kontrakt aufsetzen. Beschwört mich in einer Woche hier wieder."</em></p>
<p>Er schaute zu ihr auf mit leuchtenden Augen.</p>
<p><em>"Und wie war nochmal euer Name?"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie überlegte kurz.</p>
<p>"Nennt mich Cer!"</p>
<p> </p>
<p>Er kicherte.</p>
<p>Er deutete auf das Podium.</p>
<p> </p>
<p><em>"Verbrenne den Zettel mit meinem Namen und ich werde alles vorbereiten."</em></p>
<p> </p>
<p>Die angehende Hexe hielt das Dokument an eine Fakel und das Feuer frass es gierig auf.</p>
<p><em>"Gut, so soll es sein. 'Cer, erste Hexe des Zepsillins auf Midgard' aber den Kontrakt unterschreibt ihr schon mit dem anderen Namen, gelle?"</em></p>
<p>Die junge Frau nickte.</p>
<p>Er winkte "Bis in einer Woche" und verschwand.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Zepsillin</strong></p>
<p> </p>
<p>Hexer: Grau</p>
<p>Schwerpunkte:</p>
<p>Informationsbeschaffung.</p>
<p> </p>
<p>Anforderungen:</p>
<p>Anlegen anderer Identitäten. Zaubern in der ursprünglichen Identität nur in Notfällen. Verheimlichung des Geburtsnamens in Zusammenhang mit der Zauberei.</p>
<p>Keine Schwachen ausnutzen. Bereicherung auf Kosten der Reichen ist aber kein Problem. Keine Vorurteile aufgrund des Aussehens. Spaß und Freude sollte man am Leben haben (unegoisticher Hedonismus). Ein No-Go ist für ihn das herbeirufen oder Paktieren mit finsteren Dämonen aus freien Willen (es sei denn man hat vor sie gnadenlos übers Ohr zu hauen).</p>
<p> </p>
<p>Da er als Mentor noch nicht sehr lange im Geschäft ist und seine Machtbasis recht klein - 3 Trümmerstücke seiner Welt, Anzimonth hätte sein viertes werden sollen doch er ließ es mit seinen tausenden von Einwohnern (größtenteils Ameisen, Termiten und andere Insekten) in die Sonne stürzen - hat er auf Midgard noch wenig Macht. Das Äquivalent von "göttlicher Gnade" kann man bei ihm nicht erwerben. Anrufungen müssen gut geplant und an versteckten orten durchgeführt werden.</p>
<p> </p>
<p>Seine Welt kann man sich wie ein Asteroidenfeld aus Hollywood-Filmen vorstellen diese Trümmerstücke umkreisen eine Sonne. Alle sind jedoch von einer gemeinsamen Atmosphäre umgeben. Nach vielen Jahrhunderten hat sich, auch durch Magie, ein stabiles Gleichgewicht ausgebildet und Kollisionen zwischen Trümmerstücken sind nur noch sehr selten. Einer der letzten großen Kollisionen war die Vernichtung von Anzimonth.</p>
<p> </p>
<p>Viele der Bewohner können mittlerweile Fliegen, nicht fliegen zu können ist ein echter großer Nachteil auf dieser Welt.</p>
<p>Das wertvollste Gut ist Wasser. Die Ozeane der Welt verschwanden fast während der Zerstörung und das Verhältnis von Stein zu Wasser ist doch recht klein.</p>
<p> </p>
<p>Zepsillin war es bisher möglich durch seine Gabe der Informationsbeschaffung zwei magische Gegenstände zu schaffen die er auch jederzeit für eine Neue Hexe oder Hexer (er zieht zwar hübsche Frauen vor, aber folgt auch seiner eigenen Weisung auf Äußerlichkeiten nicht zu achten - er nimmt auch hässliche Frauen und schöne oder hässliche Männer ) wieder anfertigen kann.</p>
<p> </p>
<p>Zum einen ist es das</p>
<p>"Memento Mori in Grau" - ein Bildnis welches anstelle des Modells altert.</p>
<p>und die</p>
<p>"Blaue Haut" - ein Schwingen-Umhang aus der Haut eines eigenhändig durch die Hexe zur Strecke gebrachten Dämonen.</p>
<p>(beides sollte sich in der Nähe dieser Publikation befinden)</p>
<p> </p>
<p>Doch beides hat seinen Preis.</p>
<p>Nicht jeder ist bereit diesen Preis zu zahlen.</p>
<p> </p>
<p>Bei der Blauen Haut ist seine erste Hexe fast verstorben, er ist deshalb nur bereit dies nochmal zu riskieren wenn er überzeugt ist das die Chancen gut sind (Grad 15+)</p>
<p> </p>
<p>Mehr zu Zepsillin und den Artefakten demnächst in diesem Forum.</p>
<p>Mehr zu der Hexe vielleicht ab 2015 Südcon in der Consaga.</p>
<p> </p>
<p>Zu den Äußerlichkeiten:</p>
<p> </p>
<p>Zepsillin ist immerhin etwa 50 cm groß, bringt kaum 6 Kilo auf die Waage, hat Flügel auf dem Rücken jedoch geht er auf Midgard meist zu Fuß (die Schwerkraft, sagt er - er verliert 1 Ap/Minute beim Fliegen), Hörner auf dem Kopf, einen behaarten Schweif, seine Haut ist grau und seine Augen leuchten gelblich von innen heraus. Alles in allem ist er für Menschen ziemlich hässlich und schaut eigentlich eher harmlos aus. Die Stimme ist etwas piepsig und neigt auch nicht wirklich dazu diesen Wicht ernst zu nehmen. Sein Ego ist deutlich größer als er selbst.</p>
<p> </p>
<p>Seine Art sind begnadete Spione, sie können sich mit einem Willensakt unsichtbar machen (auch im infraroten). Sie werden nur sichtbar wenn sie Lebenspunkte verlieren oder selbst Zaubern. In der Regel ist in Kampfsituationen wenn sie sichtbar sind ihre erste Aktion unsichtbar werden.</p>
<p> </p>
<p>Quellen:</p>
<p>World of Warcraft - Hexerpet "Imp"</p>
<p>Zerschmetterte Welt - J. Michael Reaves</p>
<p>Das Bildnis von Dorian Grey - Oscar Wilde</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1501</guid><pubDate>Fri, 28 Aug 2015 18:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ein Mitmach-Trinklied - Beitrag zum Thema des Monats August</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/ein-mitmach-trinklied-beitrag-zum-thema-des-monats-august-r1398/</link><description><![CDATA[
<p>Ein Trinklied</p>
<p> </p>
<p>Die Strophen können von den Anwesenden beliebig erfunden werden, wichtig ist, dass der Refrain immer eingeleitet wird mit einer Frage: Was werde ich tun? Was werden wir tun? Was soll ich nun tun? Was soll‘n wir nun tun? Den Refrain singen dann alle, an die Frage angepasst, gemeinsam. Hier einige Kostproben:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Der Meister gibt Schläge doch ganz selten Brot,</p>
<p>Da hab‘ ich als Lehrling meine liebe Not!</p>
<p>Was werde ich tun?</p>
<p> </p>
<p>Ich trinke, ich trinke die ganze Nacht!</p>
<p>Ich trinke solang‘ es mir Freude macht!</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wir zahlen viel Steuern, sie werden immer mehr,</p>
<p>die Steuereintreiber kommen morgen schon her!</p>
<p>Was werden wir tun?</p>
<p> </p>
<p>Wir trinken, wir trinken die ganze Nacht,</p>
<p>Wir trinken, solang' es uns Freude macht!</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich komme nach Hause, wen find‘  ich im Bett?</p>
<p>Die Frau mit dem Nachbarn, das find ich nicht nett!</p>
<p>Was soll ich nun tun?</p>
<p> </p>
<p>Trinken, trinken die ganze Nacht!</p>
<p>Trinke solang‘ es dir Freude macht!</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Heute war Zahltag, wir bekamen den Sold,</p>
<p>wir wissen auch schon was wir tun mit dem Gold!</p>
<p>Was werden wir tun?</p>
<p> </p>
<p>Wir trinken, wir trinken die ganze Nacht!</p>
<p>Wir trinken, solang‘ es uns Freude macht!</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Heut‘ gab’s viel Arbeit und morgen dann auch,</p>
<p>so geht’s immer weiter, so will es der Brauch.</p>
<p>Was soll‘n wir nun tun?</p>
<p> </p>
<p>Trinken, trinken die ganze Nacht!</p>
<p>Trinken solang‘ es uns Freude macht!</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1398</guid><pubDate>Sun, 31 Aug 2014 21:51:00 +0000</pubDate></item><item><title>Beitrag zum Thema des Monats August: Ihr Name war Paulinka</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/beitrag-zum-thema-des-monats-august-ihr-name-war-paulinka-r1397/</link><description><![CDATA[
<p><strong>Ihr Name war Paulinka</strong></p>
<p> </p>
<p>Ich kannte mal ein Mädchen</p>
<p>Ich habe sie geliebt</p>
<p>Ihr Name Paulinka</p>
<p>Sie war ein Taschendieb</p>
<p>Ihr Name Paulinka</p>
<p>Sie war ein Taschendieb</p>
<p> </p>
<p>Ihre Finger waren flinke</p>
<p>Wer hätte das geglaubt?</p>
<p>Sie hat Baron und Pöbel</p>
<p>gleichermasen beraubt</p>
<p>Sie hat Baron und Pöbel</p>
<p>gleichermasen beraubt</p>
<p> </p>
<p><em>Refrain:</em></p>
<p>Ihr Name war Paulinka</p>
<p>Ich hatte sie sehr lieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p> </p>
<p>Ich kam einmal dazwischen</p>
<p>Da hat sie mich gesehen</p>
<p>Und ich musste ihr von Herzen</p>
<p>meine Liebe gesteh'n</p>
<p>Und ich musste ihr von Herzen</p>
<p>meine Liebe gesteh'n</p>
<p> </p>
<p><em>Refrain:</em></p>
<p>Ihr Name war Paulinka</p>
<p>Ich hatte sie sehr lieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p> </p>
<p>Wir gingen zu mir nach Hause</p>
<p>Und hatten uns sehr gern</p>
<p>Wir liebten uns die ganze Nacht</p>
<p>der Morgen war nicht fern</p>
<p>Wir liebten uns die ganze Nacht</p>
<p>der Morgen war nicht fern</p>
<p> </p>
<p><em>Refrain:</em></p>
<p>Ihr Name war Paulinka</p>
<p>Ich hatte sie sehr lieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p> </p>
<p>Doch nach ein paar Wochen</p>
<p>Da brachte man sie fort</p>
<p>Sie sitzt jetzt im Gefängnis</p>
<p>und ist noch immer dort</p>
<p>Sie sitzt jetzt im Gefängnis</p>
<p>und ist noch immer dort</p>
<p> </p>
<p><em>Refrain:</em></p>
<p>Ihr Name war Paulinka</p>
<p>Ich hatte sie sehr lieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p> </p>
<p>Dort sitzt sie auch noch lange</p>
<p>Doch ich vermiss sie nicht</p>
<p>Denn ich bin nur Stadtwache</p>
<p>und tat nur meine Pflicht</p>
<p>Denn ich bin nur Stadtwache</p>
<p>und tat nur meine Pflicht</p>
<p> </p>
<p><em>Refrain:</em></p>
<p>Ihr Name war Paulinka</p>
<p>Ich hatte sie sehr lieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
<p>Sie war ein hübsches Mädchen</p>
<p>Aber auch ein Taschendieb</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1397</guid><pubDate>Sat, 30 Aug 2014 19:01:00 +0000</pubDate></item><item><title>F&#xFC;rst Holprich - Beitrag zum Thema des Monats August</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/f%C3%BCrst-holprich-beitrag-zum-thema-des-monats-august-r1396/</link><description><![CDATA[
<p></p>
<div style="text-align:center;">
<p>Fürst Holprich ist ein stolzer Mann,</p>
<p>und wär so gern ein Held.</p>
<p>'drum will er zeigen was er kann,</p>
<p>zieht aus mit Schwert und Geld.</p>
<p> </p>
<p>Bald kommt er an 'nen dunklen Ort,</p>
<p>dort lebt ein böser Drach'.</p>
<p>Ganz leise schleicht sich Holprich fort,</p>
<p>bevor das Tier erwach'.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Das Untier ist mir doch zu stark,</p>
<p>und sterben ist nicht fein.</p>
<p>An Monstern ist es hier nicht karg,</p>
<p>heut' lass' ich's lieber sein.“</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Ach Hilfe gebt mir altem Greis!</p>
<p>Seht dort auf meiner Wies',“</p>
<p>so bittet ihn ein Alter leis':</p>
<p>„dort steht ein großer Ries'.“</p>
<p> </p>
<p>Fürst Holprich sieht den Riesen an,</p>
<p>der Riese blickt zurück.</p>
<p>Bei diesem Anblick wird ihm bang,</p>
<p>er tritt zurück ein Stück.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Das Untier ist mir doch zu groß,</p>
<p>und sterben ist nicht fein.</p>
<p>Führ' ich mein Schwert auch ganz famos,</p>
<p>heut' lass' ich's lieber sein.“</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ein Räuber zieht durch dieses Land,</p>
<p>Fürst Holprich hinterher.</p>
<p>Und als er ihn dann endlich fand,</p>
<p>da freute der sich sehr.</p>
<p> </p>
<p>Der Räuber sprach: „Gib mir dein Geld!</p>
<p>Sonst nehm' ich dein Leben!“</p>
<p>Auch wenn's dem Fürsten nicht gefällt,</p>
<p>hat er's hergegeben.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Der Unmensch ist mir doch zu grob,</p>
<p>und sterben ist nicht fein.</p>
<p>Ich hol' mir anderswo mein Lob,</p>
<p>heut' lass' ich's lieber sein.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Des Nachts legt sich der Fürst zur Ruh'</p>
<p>und schließt seine Augen.</p>
<p>Doch ist das Fenster nicht ganz zu -</p>
<p>will ihn wer berauben?</p>
<p> </p>
<p>Ein Kobold steigt durch's Fenster ein,</p>
<p>Sucht etwas zum Essen.</p>
<p>Berührt den Fürsten sanft am Bein,</p>
<p>der läuft wie besessen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Dies Wesen ist mir doch zu frech,</p>
<p>und sterben ist nicht fein.</p>
<p>Mit Monstern hab' ich immer Pech,</p>
<p>heut' lass' ich's lieber sein.“</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>In seinem Krug, man glaubt es kaum,</p>
<p>da sitzt 'ne kleine Maus</p>
<p>Laut brüllt Fürst Holprich in den Raum:</p>
<p>„Der mach' ich den Garaus!“</p>
<p> </p>
<p>Die kleine Maus beißt wirklich fest,</p>
<p>den Fürsten in den Zeh'</p>
<p>frisst noch ganz schnell den Kuchenrest,</p>
<p>und flieht dann in den Klee.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>„Ein Held zu sein ist wirklich schwer,</p>
<p>und Schmerzen sind nicht fein.</p>
<p>Jetzt ist auch noch mein Bierkrug leer,</p>
<p>ich lass' für immer sein.</p>
</div>
<p></p>
<p></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1396</guid><pubDate>Fri, 29 Aug 2014 20:51:00 +0000</pubDate></item><item><title>Beitrag zum Thema des Monats August: Das Tal der Toten Helden</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/beitrag-zum-thema-des-monats-august-das-tal-der-toten-helden-r1394/</link><description><![CDATA[
<p>Wie jeder weiß geht stets das Sehnen</p>
<p>der Menschen nach speziellen Szenen</p>
<p>besonders kommen da in Fahrt</p>
<p>die Abenteurer jeder Art</p>
<p>Scheint ein Ort mystisch, verflucht</p>
<p>man ihn genau deshalb aufsucht</p>
<p>gilt etwas als Gefahr fürs Leben</p>
<p>ist es ausdrücklich zu erstreben </p>
<p>Und ist ein Tal unglaublich fern</p>
<p>besucht man es besonders gern</p>
<p> </p>
<p>Es heißt, dass Abenteurer nur was gelten</p>
<p>warn sie im Tal der Toten Helden</p>
<p> </p>
<p>Abd mit einem kleinen Kind</p>
<p>Sirana,die immer hübsch ich find,</p>
<p>Marek als Händler eine Burg</p>
<p>Adalbero der Thaumaturg</p>
<p>Als Heiler Akeem, Berlewan</p>
<p>Salam und Hiram vornedran</p>
<p> </p>
<p>So zogen in das Tal sie ein</p>
<p>und fanden "einfach ist es rein"</p>
<p>doch bald schon stellt man fest "Oh Graus</p>
<p>wie kommt man da nur wieder raus"</p>
<p> </p>
<p>Tagsüber ist es friedlich zahm</p>
<p>doch Nachts ist immerzu Alarm</p>
<p>Dämomen, Monster, Elmentare</p>
<p>ein Kampf - es ist ne Pracht, ne wahre</p>
<p>Ein Schießen, Hauen und Gewuppe</p>
<p>und mitten drin jetzt diese Gruppe</p>
<p> </p>
<p>Nach Langem Suchen findet man</p>
<p>nen Ort wo man sich ausruhn kann</p>
<p>der friedlich, fröhlich  ist und heiter</p>
<p>mit Tränken Waffen und so weiter</p>
<p>auch andre Menschen finden sie</p>
<p>es scheint: hier raus, das schafft man nie</p>
<p> </p>
<p>Doch ein Team, das funktioniert</p>
<p>oft mehr als einen Plan gebiert</p>
<p>man sucht, man forscht an allen Orten</p>
<p>liest Bücher mit gar vielen Worten</p>
<p>plant und verwirft, riskiert etwas</p>
<p>und probiert so dies und das</p>
<p>und langsam reift der Plan heran</p>
<p>wie man dem Tal entfliehen kann</p>
<p> </p>
<p>Ein Wehmuts - Tropfen aber bleibt</p>
<p>denn Alls was man sich einverleibt</p>
<p>an Waffen, Tränken und Gerüst</p>
<p>muss leider bleiben, wo es ist</p>
<p>Denn alles was zu lang hier war</p>
<p>muss bleiben hier - für immerdar</p>
<p> </p>
<p>Dies gilt nicht nur für tote Sachen</p>
<p>dass wäre ja noch leicht zu machen</p>
<p>Nein auch die Freunde, die man fand</p>
<p>die fern von ihrem Heimatland</p>
<p>schon lange hier gefangen waren</p>
<p>und trotzten allen den Gefahren</p>
<p>die Teilen nun dies böse Schicksal  </p>
<p>so ist der Götter Schluss nunmal</p>
<p> </p>
<p>Noch einen Kampf gilts zu bestehen</p>
<p>denn um durch dieses Tor zu gehen</p>
<p>dass sich öffnet nur ein Stück</p>
<p>das Team führt zu der Freiheit Glück </p>
<p>müssen die die hier verbleiben</p>
<p>alles von dem Tor vertreiben</p>
<p>dass das dunkele Gewürm</p>
<p>dieses offne Tor nicht stürm</p>
<p> </p>
<p>Tara, Jon und Barina,</p>
<p>Santorus, Meika und Eika</p>
<p>dazu noch Erik und Willbur</p>
<p>die haben einen Autrag nur</p>
<p>zu stehen kämpfen, Frau und Mann</p>
<p>damit das Team entfliehen kann </p>
<p> </p>
<p>Nicht Laut genug kann man besingen</p>
<p>die Opfer, die sie nun erbringen</p>
<p>mit Mut und großer Leidenschaft</p>
<p>mit Taktik, Ehre und viel Kraft</p>
<p>unter Einsatz ihres Lebens</p>
<p>und diese Tat war nicht vergebens </p>
<p>dass Team entkommt verläßt das Tal</p>
<p>denkt dankbar an der Freunde Qual </p>
<p>und immerdar denkt man daran</p>
<p>was Freundschaft wirklich leisten kann</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1394</guid><pubDate>Tue, 26 Aug 2014 06:29:00 +0000</pubDate></item><item><title>Das Kind im Manne - Beitrag zum Thema des Monats August 2014</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/das-kind-im-manne-beitrag-zum-thema-des-monats-august-2014-r1393/</link><description><![CDATA[
<p></p>
<div style="text-align:center;">
<p><strong>Das Kind im Manne</strong></p>
<p> </p>
<p>Lasst mich Euch eine gar erstaunliche Geschichte erzählen,</p>
<p>wie sie Euch am Ende gefällt, dürft ihr euch selbst wählen.</p>
<p> </p>
<p>Einst lief ein Krieger des Lichts von stattlicher Gestalt,</p>
<p>in strahlender Rüstung zum Training durch den Wald.</p>
<p>Leider ahnte er nichts vom Bardenmeister nicht weit,</p>
<p>der seine magischen Weisen erprobte zur gleichen Zeit.</p>
<p> </p>
<p>Als der Barde den Krieger kommen sah und erschrak,</p>
<p>mischte sich ein Ton in seine Weise, den ich nicht nennen mag.</p>
<p>Was dann geschah, so unglaublich es auch klingt,</p>
<p>der große Krieger schrumpfte und wurde zum Kind!</p>
<p>Nicht nur hatte er das Aussehen eines Knaben bekommen,</p>
<p>ihm wurde durch jenen Ton auch sein Gedächtnis genommen!</p>
<p> </p>
<p>So stand da plötzlich ganz allein im Wald,</p>
<p>ein verwirrter Mann in Kindergestalt.</p>
<p>Der Barde erkannte seinen Fehler, verlor die Nerven und floh,</p>
<p>diese Tat sollte sich rächen, er wurde seines Lebens nicht mehr froh!</p>
<p> </p>
<p>Der Knabe erinnerte sich an seine Kinderzeit,</p>
<p>und hoffte, seine Ausbildungsstätte sei nicht weit.</p>
<p>Er ließ Rüstung und Überflüssiges liegen und lief los,</p>
<p>direkt zur Heimstätte des Kriegers – wie famos!</p>
<p>Dort erkannte ihn seine Ehefrau und verstand die Welt nicht mehr,</p>
<p>ein Zauber zur Rückverwandlung musste sofort her!</p>
<p> </p>
<p>Sie ritt mit dem Knaben sofort zum nächsten Ort,</p>
<p>um Hilfe zu suchen bei den Magiern dort.</p>
<p>Der Junge wollte nur nach Hause und kannte sie nicht,</p>
<p>mochte aber ihr Lächeln und wunderschönes Gesicht.</p>
<p>So vertraute er selbst im Kindesalter seinem künftigen Weib,</p>
<p>das ist wahre Liebe, sie setzt sich durch, egal in welchem Leib!</p>
<p> </p>
<p>Für den kleinen Mann war es ein Abenteuer,</p>
<p>dem Eheweib aber alles andere als geheuer!</p>
<p>Sie klagte den Magiern ihr Leid und fragte was sie könnten tun,</p>
<p>doch ohne Kenntnis der Ursache, jegliche Magie musste ruhn‘!</p>
<p>Der Knabe bekam eine bestimmte Melodie nicht aus dem Kopf,</p>
<p>also packte seine Liebste die Gelegenheit beim Schopf,</p>
<p>und drang so lange auf ihn ein,</p>
<p>bis sie konnte ganz sicher sein!</p>
<p>Anlässlich der Festlichkeiten und Gesangswettbewerbe überall dieser Tage,</p>
<p>musste ein Barde ihren Mann verzaubert haben – sie geriet darüber sehr in Rage!</p>
<p> </p>
<p>Jenen Barden zu suchen war nun das erklärte Ziel,</p>
<p>allerdings absolut kein Kinderspiel!</p>
<p>Vor allem da ihr nun kleiner Mann lieber spielen wollte,</p>
<p>und sich ab und an von ihr entfernte und umhertollte.</p>
<p>Das ging der armen Frau dann doch zu weit,</p>
<p>sie war ihren Gatten in Kindergestalt leid!</p>
<p>Also brachte sie ihn kurzentschlossen in den Orden des Laran,</p>
<p>und führte seinen langjährigen Lehrer an die neue Lage heran.</p>
<p>Der war keineswegs erfreut, wollte aber helfen und behielt den Knaben dort,</p>
<p>während seine tapfere Frau fahndete nach dem Übeltäter im ganzen Ort.</p>
<p> </p>
<p>Und endlich – ihre Hartnäckigkeit machte sich bezahlt – fand sie ihn!</p>
<p>Sogleich stellte sie den Meisterbarden zur Rede, riet ihm nicht zu flieh‘n,</p>
<p>so brach er sein Schweigen und gestand alles der wütenden Frau,</p>
<p>schließlich hatte er einen großen Fehler gemacht, das wusste er genau.</p>
<p>Sie war zu erbost, um ihm Mitleid zu zollen und drängte ihn es umzukehren,</p>
<p>ihm blieb keine Wahl und so versprach er, ihr diesen Wunsch zu gewähren.</p>
<p> </p>
<p>Leider war dies Unterfangen nicht allzu leicht,</p>
<p>die Kraft des Urhebers allein viel zu seicht.</p>
<p>Er spielte die Weise der Erinnerung für den Jungen,</p>
<p>welcher das schöne Lied zwar hielt für sehr gelungen,</p>
<p>aber immer noch keine Zeichen des Kriegers in ihm erkennen ließ.</p>
<p>Lieber sammelte er weiterhin Steine und aus dem Bach den Kies!</p>
<p> </p>
<p>Sein Eheweib derweil verzweifelte immer mehr,</p>
<p>suchte Hilfe bei den Göttern – ein Wunder musste her!</p>
<p>Und siehe da,</p>
<p>ein Wunder geschah!</p>
<p>Die tapfere Frau traf auf eine weitere Bardin mit gar mächtiger Kraft,</p>
<p>die zusammen mit dem Schuldigen das Unglaubliche geschafft –</p>
<p>nach einem weiteren Lied des Erinnerns blinzelte der Knabe und sah sich um,</p>
<p>er hatte sein Gedächtnis wieder! Aber er war noch immer klein – wie dumm.</p>
<p> </p>
<p>Die Größe ließ sich leider nicht durch Musik oder Magie erreichen,</p>
<p>langsam musste die Hoffnung des Eheweibs bitterer Erkenntnis weichen.</p>
<p>Sie war nun mit einem Mann im Körper eines Kindes verbandelt,</p>
<p>sein Aussehen, seine Kraft und sein Können somit für immer verschandelt.</p>
<p>Geschlagen mussten beide schließlich nach Hause zurück,</p>
<p>und beteten gemeinsam zu den Göttern für ihr künft‘ges Glück.</p>
<p> </p>
<p>Und über Nacht geschah erneut was keiner hätt‘ gedacht,</p>
<p>aus dem Kinde wurde wieder ein Mann gemacht!</p>
<p>Der Krieger war der Liebling aller Götter und sie wachten über ihn,</p>
<p>gaben ihm sein Leben zurück - er konnte wieder gegen das Böse zieh‘n.</p>
<p>Der Lehrer und die Freunde jubilierten gar sehr,</p>
<p>und sein treues Eheweib natürlich umso mehr.</p>
<p> </p>
<p>Nur dem Verursacher all des Ärgers erging es nicht so schön,</p>
<p>er wurde verurteilt und ward lange Zeit nicht mehr geseh’n.</p>
<p>Man munkelt, er landete im Kerker und verlor sein Gesicht,</p>
<p>kam frei, wollte sich rächen – doch das ist eine andere Geschicht‘.</p>
</div>
<p></p>
<p></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1393</guid><pubDate>Mon, 25 Aug 2014 07:37:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ein Myrkdag im Draigmond - Thema des Monats August 2014</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/ein-myrkdag-im-draigmond-thema-des-monats-august-2014-r1392/</link><description><![CDATA[
<p><span style="font-size:14px;">Ein Myrkdag im Draigmond</span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">"Hört her wenn ich bring euch die Merkwürdig G'schicht!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Von einer holdem Maid mit nem hübschen G'sicht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wenn einer von euch mit seinem Schicksal hadern dud,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">erinnert euch das andern Wyrd noch sehr viel mehr andren' auf lud!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der vater war groß und Stark, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">ganz nach der Waelinger Art.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Mutter hatte er geraubt,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">wie es mancherorts eben ist's Brauch.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er hatte gar viele Weiber und suchte sich immer die besten aus,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">doch für diese warf er sogar seinen besten Steuermann hinaus.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er hatte der Maiden gar viele bestimmt,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch mit Fjörgynn er hatte sich wohl verstimmt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Und alas so blieben die Lenden wohl leer,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">kein Kind'geschrei zog in seinem Langhaus umhehr.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Mann, bösartig schon seit seiner Geburt, wurd mürrisch und finster.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Und Bitter war er wie der Ginster.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Nichts beginnen und nichts enden am Myrkdag sollst du, das wissen doch all'</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Am wenigsten im Draigmond zu den Göttern Gefall' </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der unheilgste Tag - die Unheilgste Nacht,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">hat manchen schon um das Leben gebracht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch ach weh! Die Frau kommt nieder und gebiert.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">In der tiefsten Nacht in der alles leben gefriert!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das Kind es schreit, die Mutter ist Tod.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Zeuger er schreit wie als hätte er Not.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er schlägt die Hebamm nieder mit Wut,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die alt' Frau so liegt auch in ihrem Blut.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der vater packt das Madel wie 'nen jungen Hund,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Als wie wenn er nicht genug hätt' um zu füttern einen weiteren Mund.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er geht hinaus in die finsterste Nacht, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">und verleugnet die Zeichen die Wyrd angebracht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wie Adlers' Schwingen erkennt man sie fein,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">die Male der Mutter auf ihrem Gebein.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er wirft das Kind mit aller Macht</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Hinaus in das Eis so war'd es umgebracht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Indess in der Kammer mit der Leich'</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Hebbamm sich erhebt vom Boden wie leicht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Sie wischt der Frau das Blut vom Leib,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">und richtet sie her für das lezte Geleit.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Noch eh der Vater kommt vom Kindsmord,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">ist die Hebamm von Wyrd's Gnaden schon fort.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das Madel indess liegt nackt im Schnee,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">gar bald ist es tod so kein Wunder gescheh.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Indess auch Wyrd humorig ist,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">grenzt es auch arg schon an Hinterlist.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Schneeberg in welchen der Vater wurf das Kind,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">War Handspannen unter dem Schnee nur aus der Haut vom Rind.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Darinnen saß ein fröstelnder Mann,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">er nun plötzlich einen jungen Gast gewann.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Hier hörte Wyrd's Humor auch auf,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">den jener Mann kannte Seidwirkerwerk zuhauf.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er dacht er würd da einen Spross ernährn,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">der in seiner Seidwirkerei ihn mitbewährt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch der Seidwirker hatte nicht an Wyrd gedacht,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">diese hatter der Kleinen keinerlei Seidwikertallent zugepackt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Um zu ernähren sich und seinen Schneehundhaufen,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">musste also die junge Maid er verkaufen.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er bracht das jung' Ding mit sieben Jahren,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">zu einem Sklavenhändler wie zu erwart'n.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wieder hatt' Wohl Wyrd ihre Hand im Spiel,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">denn der Sklavenhändler war der kleinen Vadder - was ihm nicht geviel.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er zog das kleine Kindchen weiter auf, darauf bedacht </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">das einen guten Preis er macht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die jahre gehn nun ins Land,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">die Kindheit des Mädchen langsam verschwand.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Sie war sehr schön das ist gewiss, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">und noch ihr Vater kannte ihr Geheimniss nicht.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Auf Vidhing Fahrt er zog aufs Meer,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">wust er bei seiner heimkehr stillen wollt an ihr sein' Begehr.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Liebe kannte er nicht, nur Kraft und Lust,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">und nach erfolgloser fahrt gar hoch war sein Verdruss.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Gar gross is't sein Ärger als Heim er gelangt,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">eine alte Wyrdpriesterin das Hausrecht von ihm verlangt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er will die Fettel vertreiben doch die Alte ist Keck,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Verspricht nach dem Essen zu Zeigen was Wyrrd hat versteckt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Indess der Händler ist wütend und erbost,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">sein drang die jung Maid zu schänden is gross.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Vor johlender Menge reist ihr Gewand von ihr runter,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">er glaubt sich am Ziele und alles an ihm wird munter.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch weh, er greift ihr goldnes Haar, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">reisst daran und wird gewahr,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Zweier Muttermale auf ihrem Rücken,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">es kann ihn überhaupt nicht entzücken.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Erkennt er doch wen vorsich er hat,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Anstatt des Haares er nun den Hals der Maid er packt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Er drückt, das Kind es Zappelt, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">der Waehlinger Meute noch johlend geprappelt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wird still, denn eines ist gewiss,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Mord ist in Anwesenheit der Priester ungemiss.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das Gsicht' der Maid wird rot, dann blau,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">gar grauslich ist es anzuschaun.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Ihr Händ' sie greifen hier und dar,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">und werden 'nem Bratenspieß gewahr.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Spieß, mit Bratenstücken fein,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Bohrt sich ins Herz' des Vaters rein.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Meute springt auf, nun auch mit Zorn,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">will rach für den Tod des Kapitaens Horn.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Blut rufend und im Berserkerwahn,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">rennt die Meut zum doten Anführer 'ran.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch, da steht die alte' Hebamm, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">noch immer in ihrem Gesicht der Schlag,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">den einst vom Vater sie bekamm.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Sie hält der Meut' Wyrd's Stab entgegen,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">die werden langsamer, wie mit Furch belegen.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Doch Blut für Blut, Asvargr will es!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Muttermörderin und Vaterschlächterin es schallt,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Priesterin indes senkt ihr Haupt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Ein Thing entscheiden soll es bald!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Den Yarl zu holen wird gesickt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Maid in Eisen wird gesteckt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Yarl, es ist ihm anzusehen, hat schwer an seinem Spruch zu tragen,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die alten Greiße ihn beraten.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Sie raten dies, sie raten das, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">doch alles ihm nicht wirklich passt.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wie kann es sein das Mörderhand,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">vom Erb' auch noch bekommt den besten Tand?</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Drei dutzend Sklaven, meistens Frauen,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Und Viel Waff' um Feind' zu hauen.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Dazu den Drakkar "Wyrm's List" </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das ist zuviel - so einfach ist's</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Es darf nicht sein, </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">was soll nicht sein.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Manschaft des Vater's so ist's Brauch,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">wollen 'nen Stück vom Braten auch </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die weiße Frau von Wyrds Gnaden,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">hat jedoch auch was beizutragen.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das Mädchen hatte keine Schuld,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">will tragen  Wyrd's Schiedspruch mit Geduld.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Der Yarl er spricht mit der Götter Segen:</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Zehn Jahr sollst du dich hier nicht mehr bewegen!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Hinweg mit dir, so sei Verbannt</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Aus diesem, deinem eignen Land!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Einen Sack bekommst mit ein'gen Dingen!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Und nun mach dich auf von hier und hinnen!</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Maid, sie schluckt und baren Fußes,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">verlässt das Thing 'se tief in Busse.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Allein ein Ding verlässt ihre Lippen,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">doch wird sie nicht für selbst sich bitten.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Sklaven welch in zehn Jahrn ihr Erb sein,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">allas mit einem Spruch tut'se alle 'frein.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Gar niemand soll der Sklave mein,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">wie auch ich niemands mehr Sklave sein.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die alte Amm, hebt hoch die Brau,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">als ob's dem Spruch se' nicht ganz trau'd.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Das restlich Erb wird aufbewahrt bis in zehn Jahr,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Wenn'd Maid dann wiederkomm'n darf. </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;"> </span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Die Hebamm welch' auch Priestrin ist,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">verlässt das Thing wie's üblich ist.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">Ihre Spuren im Schnee verlieren sich,</span></em></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><em><span style="color:#800000;">schon nach drei Schritt - wie wunderlich."</span></em></span></p>
<p> </p>
<p>------------</p>
<p> </p>
<p>Wenn Rechtschreib und Grammatikfehler in diesem Text enthalten sind, und die geschichte nicht mit den wahren gegebenheiten zusammenpassen so behalte ich mir das Recht auf Dichterische Freiheit vor.</p>
<p> </p>
<p>Un an der stell möcht i mi a a bissle endschuldige wenn die waeliger nu a noch a bissle badisch babble dun.</p>
<p>Abber des isch a e schene sproch deswege hob i mia gedacht: warum denn net?</p>
<p>Wie sogt schon der drach zum helde: Reim di oder i fress di.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1392</guid><pubDate>Sat, 23 Aug 2014 10:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>Das Spottlied vom Hexensee</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/das-spottlied-vom-hexensee-r1391/</link><description><![CDATA[
<p>Ein Spottlied, gedichtet vom Barden Alistair MacForsyth of that Ilk, nach dem Kampf im Hexensee (Abenteuer "Der Pfeil des Jägers")</p>
<p> </p>
<p><strong>Dramatis personæ</strong></p>
<p>Die HELDEN</p>
<p>Der Waldläufer Caelean</p>
<p>Die Vana-Priesterin Bridget</p>
<p>Die Gauklerin Glenna</p>
<p>Der Wildläufer Talarion</p>
<p>Der Xan-Ordenskrieger Daergal</p>
<p>Der Barde Alistair</p>
<p> </p>
<p>Die SCHURKEN</p>
<p>Die Hexe Udele</p>
<p>Die Oger Harm und Arnult</p>
<p>Der Waldläufer Brandene</p>
<p> </p>
<p>Ort der Handlung: Der Hexensee nahe Thame</p>
<p> </p>
<p>Gesungen zu der alten Weise "Eine Insel mit zwei Bergen"</p>
<p> </p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Eine Insel mit zwei Ogern</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">liegt im mat'schgen Hexensee</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">mit viel Schilf darum und Sümpfe</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">und 'ner Hex' dazu - oh je.</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Nun wie mag die Hexe heißen,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">ringsherum liegt rotes Haar,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">In dem Sumpf verliert man Strümpfe,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">durch das Schilf sieht man nicht klar.</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';"> </span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Eine Insel mit Gegeister</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Cailean machte gleich viel Lärm</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">war vom Barden nicht zu halten</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">mußte ärgern gleich den Schwarm.</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Doch die Oger, diese Säcke,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">schleppten Hex' und Waldmann fort,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Hinterher die Gruppe hetzte,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Stellt das Kroppzeug noch am Ort!</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';"> </span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Eine Hexe mit zwei Ogern</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">und 'nem Waldläufer dabei,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">macht es plötzlich zappenduster</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">durch ne finstre Zauberei.</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Unser Derghal ist ein Deppe,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">verliert Schuh' und Schwert dazu,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">endlich fällt ihm ein: "Licht kann ich!"</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">und macht hell es auch im Nu.</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';"> </span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Eine Hex' mit toten Ogern,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">wollte fliehen in die Luft,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Glenna zaubert schnell "Verwirrung".</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">wer hier böses denkt - ein Schuft!</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">In den See Udele plumpset</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">diese Hex' gibt's jetzt nicht mehr,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">nur der Waidmann ist entkommen,</span></p>
<p><span style="font-family:'century gothic';">Cailean schimpft: "Das ist nicht fair!"</span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1391</guid><pubDate>Fri, 22 Aug 2014 20:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Rahmen f&#xFC;r eigene Karten</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/rahmen-f%C3%BCr-eigene-karten-r1294/</link><description><![CDATA[
<p>Hallo zusammen,</p>
<p> </p>
<p>ich hab für eine Karte mir einen Rahmen gezeichnet. Ich bin ein paar Stunden allein an dem Rahmen gesessen. Eventuell kann jemand anderes den Rahmen als Vorlage weiterverwenden.</p>
<p> </p>
<p> </p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1294</guid><pubDate>Thu, 02 Jan 2014 15:07:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie erfinde ich eine Spielwelt? Eleazars Version</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/wie-erfinde-ich-eine-spielwelt-eleazars-version-r124/</link><description><![CDATA[
<p><strong>Einführung:</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich möchte hier mal angeregt aus einem Parallelstrang ein paar grundsätzliche Überlegungen aufstellen, die hilfreich sein können, wenn man selbst eine eigene Fantasy-Rollenspielwelt konstruieren möchte.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Sicher hat jeder seine eigene Arbeitsweise und der ein oder andere kommt mit meiner Version wahrscheinlich nicht optimal zurecht - andererseits soll dies hier halt ein bestimmter Ansatz mit einer Reihenfolge sein, die man nacheinander abarbeiten kann, um zu einem Ergebnis zu kommen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Dazu kommen dann jeweils noch Tipps.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Diese Einführung möchte ich immer weiter fortschreiben und eventuell sogar so eine Art Inhaltsverzeichnis an dieser Stelle führen. Eure Kommentare könnt ihr wie gewohnt dazwischen schreiben. Eventuell erhält das Inhaltsverzeichnis eine andere Reihenfolge als die Chronologie der Beiträge.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Grundsätzlich will ich in einen Beitrag immer nur ein Thema reinschreiben.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Inhaltverzeichnis</strong></p>
<p>1. Allgemeines</p>
<p>1.1. Fluch und Segen von guten Ideen</p>
<p>1.2. Schreiben und Streichen</p>
<p>2. Grundgedanke deiner Spielwelt</p>
<p>2.1. Die Mega-Story</p>
<p>2.2. Die Story</p>
<p>3. Die Grundstruktur: Erster Schauplatz und Umgebung</p>
<p>3.1. Horizont der Spieler und Spielfiguren - erster Abenteuerschauplatz</p>
<p>3.2. Grobe Skizze der Geographie, Kulturen und Geschichte</p>
<p>4. Völkerkunde</p>
<p>4.1. Grundsätzliches</p>
<p>4.2. Die Macht der (inneren) Bilder und Referrenzkulturen</p>
<p>4.3. Vorgehen in drei Detailgraden</p>
<p>4.4. Ausarbeitungsbogen</p>
<p>4.5. Mitwirkung von Spielern an der Ausarbeitung der Spielwelt</p>
<p>5. Schluss</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>So, mehr möchte ich nicht schreiben. Wenn ihr wollt, könnt ihr weitere Anregungen oder gerne auch Erfahrungen mit der Methode posten.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]1.1. Fluch und Segen von guten Ideen[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Gute Ideen können das Erfinden einer interessanten Rollenspielwelt wahnsinnig vorantreiben oder ein für allemal verhindern.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich rate dir: Lege dir ein kleines Notitzbuch mit Bleistift zu, das du immer mit dir rumträgst. Jede gute Idee schreibst du in Stichtworten dort rein - und zwar sofort. Und dann vergisst du sie erst mal.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Von Zeit zu Zeit mistest du dein Notitzbuch aus und sortierst deine gute Ideen zum Beispiel in eine Computerdatei. Ich würde dir raten, eine Datei anzulegen und mit den Überschriften deines Textprogramms zu arbeiten. So bekommen deine guten Ideen eine Ordnung.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Warum solltest du so vorgehen?</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>- gute Ideen verfliegen manchmal innerhalb von Sekunden. Sie sind manchmal so flüchtig wie die Erinnerungen an einen Traum. Und um jede gute Idee, die dir verloren geht, ist es sehr schade.</p>
<p>- Andererseits belegen gute Ideen Arbeitsspeicher und Konzentration in deinem Kopf. So lange eine gute Idee da erstrahlt, kannst du nichts anderes tun. Also raus damit.</p>
<p>- Ideen, die zumindest kurz notiert sind, können in deinem Notizbuch ohne Gefahr überwintern. Und das sollte man sie auch ruhig lassen:</p>
<p>- Erstens stellen sich manche tolle Ideen mit einigem Abstand als ziemlicher Mist heraus. Gut, dass man ihnen dann nicht weiter nachgegangen ist.</p>
<p>- Zweitens sind manche gute Ideen zwar wirklich gut, - aber unpassend. In dem Fall kann man sie später noch an anderer Stelle verwenden oder irgendwann tatsächlich begraben. Man versaut sich sein Konzept aber nicht durch gewaltsames Zusammenpressen, von Sachen, die nicht zusammengehören.</p>
<p>- Drittens lassen sich manche Leute von guten Ideen so einnehmen, dass sie Arbeit in Bereiche investieren, wo es (noch) nicht sinnvoll ist. Wenn die nächste gute Idee kommt, fangen sie an einer anderen Stelle an. Am Ende verzetteln sie sich und nichts kommt dabei raus. Das ist eine wirklich ernst zu nehmende Gefahr.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich bezweifle, dass jemand eine so gute Idee im Kopf hat, dass er damit auf einen Schlag eine Rollenspielwelt entwerfen kann. Also dürfen diese Ideen dir nicht dein Vorgehen vorschreiben, sondern sie müssen deinem Vorgehen dienen.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]1.2. Schreiben und Streichen[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Vielleicht braucht man eine Idee, um zu schreiben. Auf jeden Fall muss man schreiben, um auf Ideen zu kommen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Es ist relativ einfach, in einem Text gute Passagen zu entdecken und schlechte Passagen auszumerzen, deswegen rate ich immer zum schnellen schreiben. Gerade wenn man im kreativen Schreiben nicht sonderlich geübt ist, soll man zuerst überhaupt keinen Gedanken verschwenden, wie man irgendwas formuliert. Alles, was einen im kreativen Prozess aufhält, ist von Übel. Eventuell macht es Sinn, erste Fassungen handschriftlich herzustellen, vor allem, wenn man nicht schnell und leicht genug tippen kann.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich muss Textfassungen zur Korrektur immer ausdrucken. Das hilft mir, die Texte noch mal in einem größeren Überblick zu sehen und noch mal neu an sie rangehen zu müssen. Das macht selbst dann einen Sinn, wenn ich von meinen 10 Seiten dann nur zwei auf dem Papier bearbeite und danach wieder direkt in den Computer arbeite.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wenn man nicht schreiben kann, aufstehen und was anderes machen. Bewegung aktiviert zusätzliche Areale im Gehirn, die auch das Gedächnis und das Erinnerungsvermögen aktivieren.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich würde immer erst im fitten Zustand so lange schreiben, wie es geht. Streichen und überarbeiten kann ich einen Text auch noch, wenn die erste Konzentration und Kraft aufgebraucht ist.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]2.1. Die Mega-Story[/PAGE]</p>
<p></p>
<p><strong>Die Überraschung:</strong> Du fängst deine Spielwelt nicht mit der Geographie oder der Völkerkunde an zu konstruieren, sondern mit der Mythologie. Deine Welt kann so sein, wie du es willst, du musst dich an keine Vorgaben halten. Deswegen formulierst du zuerst deinen "Mythos", den Grundgedanken dieser Welt: Die Story, die sich vom Enstehen bis zum Untergang deiner Welt durchziehen wird - okay, das ist jetzt großgekotzt, aber trotzdem-.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Meine These: Deine Welt ist zu schade, um sie nach einer Kampagne totgespielt zu haben. Also denke dir eine Geschichte, einen Fluss der Ereignisse aus, der lang vor der Zeit deiner Abenteurer begonnen hat und der erst lange Zeit nach ihnen enden wird.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Aus dieser Mega-Story kannst du immer wieder Ideen zu Kampagnen und Abenteuern entwickeln, ohne dass der Zwang besteht, dass jedes Abenteuer oder jede Regung deiner Spielwelt damit zu tun hat.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Als Beispiel für die Mega-Story stünde beim Herrn der Ringe die Konfrontation zwischen den Valar und Melkor. Wären die Gefährten nun Frodo und Co, könnten sie eventuell Sauron besiegen und das Auenland retten. Es bestünde aber immer noch die Möglichkeit, dass von Melkor irgendwas Neues ausgeht. Die Mega-Story kann weitergehen, die Spielwelt Mittelerde behält ihr Thema.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Andere Mega-Storys wären:</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>- a.) Die Urmächte der Chaos versuchen aus ihren Gefängnissen zu entfliehen und die Herrschaft über Midgard zu erlangen.</p>
<p>- b.) Eine böse Gottheit hat die theoretische Möglichkeit, einen gute Gottheit umzubringen und damit das Leben auf der Spielwelt auszulöschen oder weitestgehend zu verändern.</p>
<p>- c.) Das Anwenden von Magie bringt die Spielwelt an den Rande des Abgrundes. Es gibt einen grundsätzlichen Konflikt zwischen Magieanwendern und Magieverächtern.</p>
<p>- d.) Ein Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxis verschlingt unzählige Welten und löst große Flüchtlingsströme aus.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Der Grundgedanke ist, dass der Verlauf der Mega-Story relativ unbeeindruckt ist, von den Aktionen der Spielfiguren wie der Nichtsspielerfiguren. Die Ereignisse gehen ihren Gang, werden meinetwegen auch von den Großereignissen, die die Spielfiguren lostreten können, beeinflusst, kommen aber im Horizont der Spielfiguren nicht zu einem Ende.</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wollte man diesen Konflikt doch endgültig auflösen, dann wäre das Spiel auf der Spielwelt anschließend wahrscheinlich öde und langweilig. Es macht keinen Spaß, zuerst die Welt zu retten, wenn sie sich anschließend wieder in Gefahr bringt. Und darunter tun es die Abenteurer wahrscheinlich auch nicht mehr.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Die Mega-Story schafft eine Grundspannung in der Welt, die bleibt oder die sich zumindest immer wieder in Erinnerung rufen kann.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Das Besondere an einer Mega-Story ist weiterhin, dass sie in so groben Zügen gestaltet sein kann, dass es zuerst noch ziemlich egal ist, zu welcher Welt die Mega-Story gehört. Das ändert sich, wenn es an die Planung der Story, der Kampagne(n) geht.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Es gibt natürlich keine "Pflicht" zu einer Mega-Story, aber ich würde nicht ohne sie auskommen wollen. Was nervt, sind Mega-Storys, die alles dominieren und um die sich immer alles dreht. Aber das muss nicht sein. Im Zweifelsfall "macht auch das Böse mal Pause" und auf deiner Spielwelt vergehen 1-3 Jahre Zeit, ohne dass im Sinne der Mega-Story was passiert. Andererseits können Abenteuer auch mal ganz unbeleckt von der Mega-Story sein oder diese nur als Störfaktor im Hintergrund haben.</p>
<p>Reizvoll ist es dann, wenn ein (Kauf-)Abenteuer nur ganz am Rande mit der Mega-Story verknüpft ist.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Beispiel: Ihr spielt ein ganz ordinäres Schatzsuche-Szenario im Dschungel. <strong>Irritation:</strong> Nach einer Schlacht durchstreifen versprengte Truppen der "Bösen" die Region und schaffen eine zusätzliche Problematik / ersetzen die üblichen Räuber. <strong>Verknüpfung:</strong> In der Ruine findet sich ein Wandbild mit dem Hinweis auf eine mächtige Zauberwaffe des Anführers "der Bösen". Vor Urzeiten hat er offensichtlich bereits schon einmal sein Unwesen getrieben und war mit dieser Waffe scheinbar viel mächtiger als jetzt. In weiteren eigenständigen Abenteuern in der Region werden nebenbei weitere Hinweise auf den Verbleib der Waffe gesammelt, erst dann widmet sich ein Abenteuer gezielt der Mega-Story. Anstatt zu stören, kann die Mega-Story jetzt die Motivation für verschiedenste Abenteuer bieten. Es reicht das Gerücht, dort könne man was über den Verbleib der Waffe erfahren.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wer nun ganz und gar Mega-Storys blöd findet, kann statt dessen mit einer ganz weit abgespeckten Variante arbeiten: Was ist das Thema meiner Welt? Hierbei geht es dann nur noch um eine übergreifende Gesamtschau.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Mir wäre das allerdings zu wenig und zu öde, deswegen gehe ich darauf nicht ein.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Umfang:</strong></p>
<p>Die Mega-Story braucht maximal eine halbe Seite lang zu sein.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]2.2. Die Story - die Kampagne(n)[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Die Story bezeichnet die Kampagne, bzw. die Kampagnen, die die Abenteurer auf deiner Spielwelt spielen sollen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Du brauchst irgendeine grobe Vorstellung davon, was ungefähr geschehen soll, oder in welchen konkreten Konflikt deine Abenteurer hineingeraten sollen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Beim Herrn der Ringe wäre das:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>"In einem beschaulichen Land kommen die Abenteurer an einen bedeutsamen Gegenstand, den sie zur Vernichtung bis in die Höhle des Löwen transportieren sollen. Nur so könnten sie sicher die Gefährdung ihrer Heimat abwenden. Dazwischen bestehen sie haarsträubende Abenteuer."</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Andere Storys wären:</p>
<p>a.) "Die Abenteurer werden gewahr, dass eine Gruppe zwielichtiger Gestalten ein paar Schriftstücke über die geheimnisvollen Bunten Herren in Besitz gebracht hat, mit denen sie Kontakt zu einem von ihnen aufnehmen könnten. Dafür brauchen sie aber noch verschiedene magische Gegenstände."</p>
<p>b.) "Um die Macht der guten Gottheit zu schwächen und sich im Chaos eine Machtbasis aufzubauen, versuchen die Anhänger der finsteren Gottheit in der Heimat der Abenteurer die politische Lage zu destabilisieren."</p>
<p>c.) "Die Abenteurer kämpfen gegen eine Magierkaste in einem besonders mächtigen Reich, die gewissenlos von Magie Gebrauch macht und die Nichtmagieanwender unterdrückt."</p>
<p>d.) "Die Abenteurer gehören zu einem Volk, das vor dem Schwarzen Loch auf der Flucht ist. Sie geraten an die Grenzen eines Imperiums, was die Fluchtschiffe nicht durchlassen will."</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Alle diese Storys sind jetzt ziemlich aus der Hüfte geschossen und erfüllen auch meinen Anspruch an Kampagnenideen nicht. Aber sie demonstrieren folgendes:</p>
<p>c.) Mega-Story: Die Schädlichkeit der Magie bleibt Fakt; Story: Die Kampagne gegen Magierkaste kann erfolgreich oder erfolglos ausgehen und lässt in beiden Fällen noch die Möglichkeit zu weiteren Kampangnen. Die Abenteurer haben ihre Episode im großen Lauf der Geschichte, die sie gestalten können.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Unter dieser Ebene kommen dann die konkreten Abenteuer, die sich zum großen Teil in die Story einbetten lassen sollten.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Tipp: Achte beim Entwickeln der Grundzüge der Story darauf, dass die Abenteurer gerade am Anfang nicht das Reisefieber durch die verschiedensten Kulturräume kriegen sollten.</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Im Gegenteil plädiere ich ausdrücklich dafür, dass die Abenteurer aus dem gleichen Kulturraum kommen und auch nicht bereits weit gereist sind.</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Du wirst deine Spielwelt Schritt für Schritt weiter entwickeln. 5 Spielfiguren auch 8 Ländern bedeuten für dich einen enormen Vorbereitungsaufwand vor dem ersten Abenteuer (nicht zu rechtfertigen) oder breitgefächerte Spielleiterinkompetenz und kulturelle Klischees ohne jeden Inhalt (nicht wünschenswert)</strong>.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Im Gegensatz zur Mega-Story "verlangt" die Story nach einer Spielwelt und fordert bestimmte Voraussetzungen. Über diese Voraussetzungen musst du dir klarwerden und danach eine Grobskizze deiner Welt zu machen. Gleichzeitig liefert die Story auch schon "Bilder" und Vorstellungen, die sich nutzen lassen, um deine Spielwelt aufzufüllen.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]3.1. Horizont der Spieler und Spielfiguren - erster Abenteuerschauplatz[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Ich gehe aus von einer Ameisenperspektive der Spieler und Spielfiguren:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Spieler wie Spielfiguren wissen so gut wie nichts über die Spielwelt. Sie kennen ihr Dorf oder ihre Stadt recht gut. Sie kennen die nähere Umgebung, ihr Fürstentum, den Landstrich noch einigermaßen gut. Über das eigene Land wissen sie nur Allgemeines und von den Nachbarländern wissen sie außer dem Namen noch genau 4 Sätze. Und über die große weite Welt wissen sie - wenn überhaupt - kaum mehr als nichts.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Für den Spielleiter hat das den Vorteil, dass er nicht alle Bereiche der Welt gleich gut vorbereitet haben muss (freundlich gesagt) und er kann mit überschaubarem Aufwand den Abenteurern so weit voraus sein, wie er es sein sollte.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Für die Spieler hat das den Vorteil, dass sie sich tatsächlich mit ihren Spielfiguren auf eine Entdeckungsreise durch eine unbekannte Welt machen können.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Der erste Abenteuerschauplatz oder sogar die ersten 2-3 Abenteuer sollten in dieser Umgebung stattfinden, damit sich für die Spieler und den Spielleiter ein gemeinsames Bild der neuen, unbekannten Spielwelt entwickelt. Die Spielfiguren können ihren Horizont stückweise erweitern, in dem zum Beispiel Geschichten oder Nichtspielerfiguren aus exotischen Ländern auftauchen, die aus ihrer Heimat berichten können. Das ist wesentlich einfacher zu handhaben, als rumrennende Abenteurer mit 360° Perspektive.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Während also das nahe Umfeld der Abenteurer für den Spielleiter von Anfang an klar sein muss, reichen für das weitere Umfeld große Skizzen und weiße Flecke.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]3.2. Grobe Skizze der Geographie, Kulturen und Geschichte[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Ich haben meine Story in groben Zügen und weiß damit, wo sie beginnt und wo sie wahrscheinlich hinführt. Ich weiß, welche Anforderungen die Story an den Schauplatz hat.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Jetzt schlägt die große Stunde des Schmierpapiers:</p>
<p>Ich zeichne grobe Karten mit allem, was ich für die Kampagne schon brauche und packe dazu, was ich mir Wünsche. Ich arbeite vom Startpunkt der Story nach außen weg und tendentiell den nächsten Weg der Abenteurer entlang.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Dabei nutze ich die bislang ja sehr beschränkte Perspektive der Abenteurer: Zwei Tagesreisen um ihre Heimatstadt herum kennen sie vielleicht noch jeden Bach und jeden Bauernhof, danach nur noch die wichtigen Orte und großen Flüsse. Genauer muss meine Karte auch nicht sein.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Drei Karten für den Anfang</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Also male ich eine Karte im Umkreis von 2 Tagesreisen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich male ich eine Karte von der Größe des ganzen Fürstentums/kleinen Königreichs.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich male ich eine Karte mit dem Fürstentum und den angrenzenden Nachbarländern.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>- Die Reihenfolge, in der ich die drei Karten festlege, ist beliebig. <em>Wenn ich mir noch nicht ganz 100%ig sicher bin, welche Kultur ich wo hinsetze, dann schenke ich mir erst mal alle Namen, und schreibe nur vorläufige Informationen auf, die später genauer ausgeführt oder noch getauscht werden.</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Auf der ersten Karte werde ich später nur schwer zusätzliche "spektakuläre" Dörfer o.ä. eintragen können, denn die Abenteurer wüssten ja bereits davon.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Auf der zweiten Karte kann ich später in allen unerkundeten Bereichen noch munter selbst auffällige Schauplätze ergänzen. Allerdings stehen gewisse Dinge bereits fest.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Auf der dritten Karte sind weiße Flecke absolut wünschenswert: Eventuell findest du in einem Jahr ein Abenteuer, das sich wunderbar in deine Story einbauen lässt - aber du brauchst noch Raum für besondere Schauplätze.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich würde meine ganze Spielwelt immer von einem weißen Rand umgeben sein, in den ich später munter reinmalen und ergänzen würde.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Besonderheiten meiner Welt</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Meine Story gibt mir am Anfang vor:</p>
<p>Ist meine Welt am Anfang groß oder klein; bin ich am Meer, brauche ich Gebirge, Wildnis, Wüste, Zivilisation, Ödnis, ist es heiß oder kalt. Hat mein "Fürstentum" viele Nachbarn oder wenige?</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Es sind Grundfestlegungen zu machen:</p>
<p>- Welche "Kultur" hat mein Ursprungsland (hier kannst du ohne Probleme zunächst mit Referenzkulturen arbeiten, wie Midgard es z.B. macht - später kannst du jede Kultur mit 5-6 Federstrichen wieder verfremden)</p>
<p>- Welche Kultur haben seine Nachbarn?</p>
<p>- Wo wird es heißer und wo wird es kälter? (Vielleicht legt man zur Abwechslung die Eiswüste in den Westen - Klischees durchbrechen: Nicht immer das Böse Reich in den Osten legen - der kalte Krieg ist vorbei)</p>
<p>- Wie sah meine Welt auf Karte 3 eventuell vor 50, 100 oder 500 Jahren aus? Gab es Kriege, gibt es Feindschaften zwischen den Völkern?</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wenn etwas nicht passt oder gefällt, einfach wieder ändern. Jetzt ist die Zeit dafür</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Beim Ausarbeiten darauf achten: Bei den groben Strukturen bleiben und nicht zu sehr in die Details gehen. Feinheiten kann man immer später noch nacharbeiten. Das grobe Raster jedoch muss aber stimmen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Du kannst bei der Gestaltung deiner Welt deiner Kreativität freien Lauf lassen, so lange du deiner Story keine Steine in den Weg legst.</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Beispiel:</p>
<p>Bei (Mega-)Story c kann man sich sicherlich sehr viel vorstellen. Eine Kultur von lieben, aber ständig zaubernden Feen gehört wahrscheinlich nicht dazu.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong><em>Im Gegenteil solltest du dich von deiner Story und Mega-Story inspirieren lassen.</em></strong></p>
<p><em>Wenn die Story von großer Kriegsgefahr ausgeht, dann böte es sich an, wenn eine eher friedliche Kultur von kriegerischen, aggressiven Kulturen - wahrscheinlich nicht die Halblinge oder Ewocks - umgeben wäre.</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>So zeigt sich dann auch der Vorteil, mit der Mega-Story und der Story anzufangen: Du planst konsequent auf deine Kampagne hin und es werden sich Abenteuer nahelegen. Ansonsten könnte es dir gut passieren, dass du Landschaften und Kulturen ausarbeitest, für die du dann keine Abenteuerideen hast. Das wäre blöd!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>[PAGE]4.1. Grundsätzliches[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Zu allererst: <strong>Versuche keine völkerkundliche Abhandlung und kein Quellenbuch zu schreiben!</strong> Wenn du dir Midgard als Vorbild nimmst, kommt zweiteres an ersteres oft verdächtig ran.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Du erstellst dir hier ein Hilfsmittel, das nur dir allein dienen soll. <strong>Niemand anderes außer dir muss aus deinen Aufzeichnungen schlau werden können.</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Was du hier schreibst, so weder schön noch lesenswert werden: Deine Aufzeichnungen sollen dir beim Spielleiten helfen und deinen Spieler schöne Spielabende bescheren. Daher treten Sachen in den Vordergrund, die in einer Völkerkunde ziemlich irrelevant wären. Andererseits kann vieles weggelassen werden, was in einem Abenteuer keinen interessiert, bzw. leicht aus dem Hut gezaubert werden kann.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Du wirst niemals eine so umfassende und ausgefeilte Weltbeschreibung hinbekommen, als wenn du dir ein entsprechendes Buch/ viele Bücher kaufen würdest. Aber - und das sind die Vorteile einer selbstgezimmerten Welt: Deine Welt wird perfekt zu dir und deiner Gruppe passen! Während du von einem Quellenband nur 20% des Geschriebenen mit Mühe im Kopf behältst, wirst du von deiner Spielwelt ohne Mühe 500% alles Geschriebenen aktiv im Kopf haben.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]4.2. Die Macht der (inneren) Bilder und Referrenzkulturen[/PAGE]</p>
<p></p>
<p><strong>Warum Bilder?</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Das menschliche Gehirn kann ohne Probleme Unmengen von realen Bilder oder bildhaften Vorstellungen. Es ist unser evolutionäres Erbe, dass wir das, was wir sehen, in unserem Hirn ablegen und daraus wieder aufrufen können.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Das gilt für reale Fotos oder Zeichnungen, wenn man sie denn aufmerksam genug betrachtet, das gilt aber auch für vorgestellte, geistige Bilder, bzw. Filme. Wenn ich in der Folge sage, dass man z.B. einen Wikinger imaginieren soll, dann meine ich, dass man die Augen schließt und sich seinen Wikinger vom Scheitel bis zur Sohle, mit seinem Gesicht, seinen Haaren, der Art und Farbe seiner Bekleidung und seiner ganzen Ausrüstung <strong>bildhaft</strong> vorstellt.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Gleiches könnte man machen, wenn man sich einen bunten Abend in einem Wikingerhaus vorstellen möchte. Wenn man dies ernsthaft und durchaus auch mal mit ein bisschen Zeit im Gepäck betreibt, gewinnt man Unmengen von Informationen, die man danach schriftlich niederlegen kann. So kann man seine Kreativität wecken und Abwandlungen der historischen oder cineastischen Vorbilder vornehmen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Unterlässt man das, geht im Gehirn quasi zwangsläufig das Register auf und man bekommt ein Sammelsurium an Begriffen und längst bekannten Dingen. Eure Beschreibungen können dann schnell oberflächlich und blutleer wirken.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wollt ihr dann später euren Spielern einen "Wikinger" beschreiben, dann könnt ihr euer geistiges "Bild" aufrufen und beschreiben, was ihr vor Augen habt.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Warum Referenzkulturen?</strong></p>
<p>Man kann ja kaum einmal das Rad neu erfinden, also bedient man sich an dem, was man schon in seinem Kopf gesammelt hat: Wir haben ein Halb-Wissen über die Geschichte und wir haben unzählige Fantasybücher gelesen oder Fantasyfilme gelesen. Unser Kopf ist voll von alledem.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Um diese Bilder in unserer Fantasywelt aktiv nutzen zu können und um sie an die Spieler vermitteln zu können, müssen wir unseren Bilderwust irgendwie auf den Begriff bringen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Deswegen halte ich es für effektiv, mit Referenzkulturen zu arbeiten.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Natürlich kann dir auch der große Wurf gelingen und du dir eine Kultur ausdenken, die wirklich so neu ist, so dass dir selbst keine Vorbilder einfallen, aber das wird auch auf deiner Spielwelt nicht bei allen Völkern der Fall sein. Meistens hat man dann irgendwelche Mischungen, die man auch so benennen kann. Der Indianer bei Pakt der Wölfe wäre dann für mich der "Kung Fu - Mohikaner" und damit auch klar benannt.</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Bleiben wir bei den Wikingern.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich will ein Volk von düsteren, grausamen Barbaren und lande grob bei den Wikingern. Will ich historisch einigermaßen korrekt bleiben? Welche Wikingerfilme kenne ich? Mir fallen ein: Prinz Eisenherz, Die Wickinger, Wickie, Der 13. Krieger, Pathfinder. Der Look von Pathfinder hat was, der "Geist" von Der 13. Krieger gefällt mir besser. Ich imaginiere mir ein Zwischending und mache mir dazu ein paar Notizen. Ich nenne sie "Hrathäger"</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Dann kommt ein Arbeitsschritt, den ich für absolut notwendig halte: </strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich überlege mir <strong>2-3 Abweichungen</strong> meiner Hrathäger zu den Wikingern, denn ich will ja nicht, dass jeder gleich "Wikinger" schreit, wenn er einen Hrathäger kommen sieht:</p>
<p>Statt Äxten kriegen sie Schwerter. Statt Kuhhörner kriegen sie Widderhörner. Statt Drachenbooten kriegen sie große, schwarze Schiffe, an deren Außenwand sie die Gerippe der erschlagenen Feinde nageln.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Dann überlege ich mir 2-3 Fantasyelemente, die die Kultur der Hrathäger ausmachen:</p>
<p>Statt eines Götterglaubens, schamanistisch. Das mächtigste Totem ist das der Seeschlange.</p>
<p>Schwarze Hexer sind gefürchtet und erlaubt, wenn deren Handlungen den Interessen des Stammes dienen.</p>
<p>...</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Dann wohnen die Hrathäger auch nicht im Norden, sondern im Westen und auf Inseln könnten ursprünglich sogar von einem unheilschwangeren Kontinent jenseits des Meeres gekommen sein. Und dieser Kontinent bietet sich dann vielleicht in Zukunft als Quelle weiterer, böser Überraschungen an.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Umgang mit echten Bildern</strong></p>
<p>Ich halte ehrlich gesagt nicht viel davon, den Spielern Fotos und Zeichnungen auf den Tisch zu legen: "Zack, da ein Hrathäger!" Kaum jemals bleiben die Bilder so lange im Blick, dass einer das Bild wirklich verinnerlichen kann. Außerdem sieht man ja niemals wirklich einen Hrathäger, sondern einen postkartengroßen Zettel mit dem schlecht gezeichneten Bild eines Wikingers. Ganz anders bei einer <strong>guten</strong> Beschreibung eines 2 Meter großen Hünen mit bluttriefendem Bihänder.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Vor allem stimmt fast niemals die Reihenfolge: Wer ein Bild auf den Tisch legt, kann sich jede weitere Rede dazu sparen. Der optische Eindruck spült alle Worte weg.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ganz chancenlos ist man, wenn man dann Dinge beschreibt, die beim Hrathäger anders sind als auf dem Bild: "Ich zeige euch mal ein Bild von dem Hrathäger. So statt des Schlachtbeils hat er einen Bihänder und dann hat sein Helm auch noch Hörner wie von einem Widder." Alle nicken und nehmen das Schlachtbeit und den Helm ohne Hörner wahr. Man kann sich das gleich schenken.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wenn es denn unbedingt sein muss, dann muss erst mit Worten beschrieben und ein inneres Bild erzeugt werden und dann kann eine illustrierende Zeichnung kommen, wenn sie nicht mehr so viel Schaden anrichtet.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Bildersammlung für den Spielleiter</strong></p>
<p>Echte Zeichnungen und Fotos haben aber durchaus einen Sinn - für den Spielleiter.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Sie dienen als Anker für deine inneren Bilder und Imaginationen und als Gedächtnisstütze. Deine Vorstellungen von den Hrathägern könnten sich mit der Zeit unbewusst verändern und weiterentwickeln. Dabei besteht die Gefahr, dass du die Spieler auf deine Reise nicht mitnimmst. Eine gute Zeichnung hält dich bei der Stange.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ich halte es für sinnvoll, für jedes deiner Völker nach und nach eine Bildertafel anzulegen: Mann/Frau; Adel/Mittelschicht/Volk; deren Häuser; typische Ornamente, Verzierungen, Schmuck, Waffen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Bilder findest du im Internet bei deinen Referenzkulturen (googeln; wikipedia; Völkerkundemuseen?; Bilder aus Filmen; Coolminiornot; Museumsdörfer) oder eben mal zufällig hier und da. Was an den Bildern nicht passt, z.B. das Schlachtbeil, kannst du beherzt übermalen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Im Laufe der Zeit wird sich dein Fundus immer mehr auffüllen und sich das Bild deiner Kultur optisch abrunden.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]4.3. Vorgehen in 3 Detailgraden[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Für den Aufbau der völkerkundlichen und geographischen Daten gebe ich drei unterschiedlich hohe Detailgrade an. Am genauesten wird natürlich die Kultur beschrieben, in der die Abenteuer aktuell stattfinden (Urreich: fett/normal/kursiv). Das ist die Heimat deiner Abenteurer, hier kennen sie sich aus und hier haben sie das größte Wissen über kulturelle Besonderheiten</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Der zweite Grad sind die Nachbarreiche, bzw. solche Kulturen, die sich in einem regen Austausch mit dem Urreich befinden oder die eine besondere Bedeutung, z.B. als feindliches Reich haben (Nachbarreich: fett/normal). Hier ist das Wissen deiner Spielfiguren wesentlich geringer als über das Urreich, aber eventuell haben sie schon Bewohner dieses Landes gesehen und Oberflächliches über deren Sitten und Gebräuche erfahren. Hinzu kommen Klischees und Vorurteile.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Dann wäre da noch weitere Reiche, die zwar bereits auf dem Kontinent verzeichnet sind und zum Beispiel bei einem Blick auf eine Landkarte auffallen würden, die aber noch keine weitere Bedeutung auf deiner Spielwelt haben (weitere Reiche: fett). Die meisten Bewohner deiner Spielwelt kennen von diesen Ländern wenn überhaupt den Namen und die grobe Himmelsrichtung, in der sie liegen. Weiteres Wissen haben Spieler nur in sehr begründeten Ausnahmefällen und selbst dann ist dieses Wissen sehr eng umgrenzt. Gerüchte, Vorurteile und Phantasiegeschichten, stehen unüberprüfbar neben wirklichen Fakten.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Verschiebt sich der Fokus im Laufe deiner Kampagne und verlagern die Abenteurer ihre Aktivitäten in ein Nachbarreich, so wirst du dieses kulturell zu einem neuen Urreich ausbauen müssen und eventuell einige weitere Reiche in den Rang von neuen Nachbarreichen erheben müssen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Etliches ist wahrscheinluch in der Strukturierung und Skizzierung der Spielwelt schon festgelegt worden. Du kannst es in das folgende Raster übertragen. Auch wenn du dich nicht sklavisch daran halten musst: Erarbeite zuerst das Urreich, dann die Nachbarreiche und als letztes die weiteren Reiche.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>In jedem Fall entwirfst oder verfeinerst du deine Spielwelt immer dort, wo es für deine Spieler wichtig ist. Alles andere würde ich vorerst bleiben lassen. Eventuell erweisen sich frühe unnötige Festlegungen später als überflüssig. Umgekehrt würde ich bei allen einmal getroffenen Festlegungen auch bleiben. Eventuell hast du entsprechende „Fakten“ über deine Spielwelt schon an deine Spieler weitergegeben. Nichts ärgert mich als Spieler mehr, wenn der Spielleiter Verwirrung darüber stiftet, was gilt und was nicht, und wenn der Eindruck entsteht, die Welt würde ständig nach den Bedürfnissen des SLs nachgebessert werden.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Nun wird es meiner Meinung nach unerlässlich, die Daten im PC zu verarbeiten. Schließlich wirst du die Welt immer weiter verfeinern und das wird handschriftliche Texte schnell unübersichtlich und unlesbar machen.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]4.4. Ausarbeitungsbogen[/PAGE]</p>
<p></p>
<p><strong>Ausarbeitungsbogen:</strong></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Name des Landes:</strong></p>
<p><strong>Referenzkultur:</strong></p>
<p><strong>2 Abweichungen von der Referenzkultur:</strong></p>
<p>noch 2 Abweichungen von der Referenzkultur:</p>
<p><em>und noch 2 Abweichungen von der Referenzkultur:</em></p>
<p><strong>2 Fantasyelemente zur Ergänzung der Referenzkultur:</strong></p>
<p>noch 2 Fantasyelemente zur Ergänzung der Referenzkultur:</p>
<p><em>und noch 2 Fantasyelemente zur Ergänzung der Referenzkultur:</em></p>
<p>Dies könnte das Motto eines typischen Bewohners dieses Volkes sein (2 Beispiele):</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Referenzland für Landschaft:</strong></p>
<p>Typisches Landschaftsbild:</p>
<p><em>5 besondere geographische Orte:</em></p>
<p><strong>Referenzland für Klima: </strong>(häufig wird hier zweimal das gleiche stehen)</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Landkarte mit großen Gebirgen, Flüssen, vorherrschenden Landschaftmerkmalen, Lage der Hauptstadt, Namen mit Ausnahme der Hauptstadt sind nicht notwendig:</strong></p>
<p>Landkarte mit Gebirgen, Flüssen, Wäldern, Sümpfen, nennenswerten Städten und den größten Straßen mit Namen:</p>
<p><em>Eine umfassende Landkarte mit allen Merkmalen und Straßennetz. Politische Grenzen (Fürstentümer, Clangebiete) sind gekennzeichnet. Es muss aber nicht jede Ruine eingezeichnet sein:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Name des Volkes:</strong></p>
<p><strong>Name der Sprache/Schrift</strong></p>
<p><em>gegebenenfalls Besonderheiten</em></p>
<p><em>Name der alten Sprache/Schrift</em></p>
<p><em>gegebenenfalls Besonderheiten</em></p>
<p>je 10 Namen von Männern und Frauen, je 5 von hochgestellten Persönlichkeiten:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Regierungsform:</strong></p>
<p><strong>Name des Herrschers:</strong></p>
<p>Titel/politische Hierarchien des Adels:</p>
<p><em>Namen der einflussreichen Provinzherrscher:</em></p>
<p>1 besonderes Privileg des Adels:</p>
<p><em>2 weitere besondere Privilegien des Adels:</em></p>
<p>1 besonderes Privileg der Mittelschicht:</p>
<p><em>2 weitere besondere Privilegien der Mittelschicht:</em></p>
<p><em>2 besondere Privilegien des Volkes:</em></p>
<p><em>2 besondere Zumutungen an das Volk:</em></p>
<p>1 besondere Zumutung an die Unterschicht:</p>
<p><em>2 weitere besondere Zumutungen an die Unterschicht:</em></p>
<p>Was ist das maßgebliche politische Thema des Reiches:</p>
<p>Bündnisse und Feindschaften:</p>
<p><em>Weitere politische Themen des Reiches:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Name der Hauptstadt</strong> mit Einwohnerzahl</p>
<p>Nenne 1 bauliche Besonderheiten/ Sehenswürdigkeit wofür die Stadt bekannt ist</p>
<p><em>Nenne 4 weitere bauliche Besonderheiten/ Sehenswürdigkeiten wofür die Stadt bekannt ist</em></p>
<p>Name der 5 nächstgrößeren Städte mit Einwohnerzahl <em>und einer Besonderheit:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Welcher Religion gehören die Einwohner an? :</strong></p>
<p>Gegebenenfalls Pantheon mit Zuständigkeiten:</p>
<p>1 typischer religiöser Brauch:</p>
<p><em>2 weitere allgemeine religiöse Bräuche:</em></p>
<p><em>2 religiöse Bräuche pro Priesterschaft:</em></p>
<p>Äußerliche Besonderheiten der Priesterschaften (Kleidung, Symbole usw.):</p>
<p>Welchen Rang hat der Klerus im Staat (1 gering – 10 hoch) ?:</p>
<p><em>Beispiele für zwei heilige Orte oder Tempel:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Welche Zaubererklassen sind in dieser Kultur zugelassen:</p>
<p>Welche Zaubererklassen sind in dieser Kultur geächtet:</p>
<p>Wie hoch ist die Akzeptanz von Zauberei im Staat (1 gering – 10 hoch) ?:</p>
<p>Beschreibung des Gildenwesens für Magier in einem Absatz:</p>
<p><em>Differenzierte Beschreibung des Gildenwesens für Magier in 2 weiteren Absätzen:</em></p>
<p>Kurzbeschreibung inklusive Motive von zwei Mentoren für weiße Hexer (können natürlich auch grenzüberschreitend tätig sein, daher sind Mehrfachnennungen möglich):</p>
<p>Kurzbeschreibung inklusive Motive von zwei Mentoren für graue Hexer (können natürlich auch grenzüberschreitend tätig sein, daher sind Mehrfachnennungen möglich):</p>
<p>Kurzbeschreibung inklusive Motive von zwei Mentoren für schwarze Hexer (können natürlich auch grenzüberschreitend tätig sein, daher sind Mehrfachnennungen möglich):</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Was macht die Bekleidung eines reisenden Einwohners / Abenteurer für Betrachter aus dem Ausland besonders?</p>
<p>Bekleidung eines Adligen:</p>
<p>Bekleidung eines Angehörigen der Mittelschicht:</p>
<p><em>Bekleidung eines Angehörigen des Volkes:</em></p>
<p><em>Bekleidung eines Unfreien:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Beschreibung eines Wohnhauses in der Stadt (Referenzbeispiel):</em></p>
<p>Beschreibung eines repräsentativen Gebäudes in der Stadt:</p>
<p><em>Beschreibung eines Wohnhauses auf dem Land:</em></p>
<p>5 besondere, typische Berufe Stadt:</p>
<p>5 besondere, typische Berufe Land:</p>
<p>Rollenverteilung Mann – Frau:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Diese 4 Charakterklassen prägen die Kultur:</p>
<p>Diese Charakterklassen können nur in Ausnahmefällen aus dieser Kultur stammen:</p>
<p>Diese Charakterklassen können nicht aus dieser Kultur stammen:</p>
<p>Die folgende Charakterklasse müsste für diese Kultur erfunden werden: (nicht erfinden, sondern ausmalen)</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Handelswaren, die exportiert werden:</p>
<p>Handelswaren, die importiert werden:</p>
<p>Handelswaren, die geschmuggelt werden:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>5 gebräuchliche Waffen:</p>
<p>Übliche Rüstungen mit Kurzbeschreibung:</p>
<p>Die 2 größten Tugenden innerhalb der Kultur:</p>
<p><em>3 weitere Tugenden innerhalb der Kultur:</em></p>
<p>Die 2 größten Laster innerhalb der Kultur:</p>
<p><em>3 weitere Laster innerhalb der Kultur:</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Durch diese 3 Dinge zeigst du deine guten Manieren:</p>
<p>Durch diese drei Dinge zeigst du deine schlechten Manieren:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Grundsätzliche Einordnung der Kultur mit einem Wert von 1-10:</p>
<p>Kriegerisch – Friedliebend:</p>
<p>Barbarisch – Zivilisiert:</p>
<p>mächtige Obrigkeit – schwache Obrigkeit:</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>5 Tiere, die die Abenteurer angreifen könnten:</em></p>
<p><em>3 Tiere, die die Abenteurer jagen könnten:</em></p>
<p><em>8 Tiere, die Bauern halten können</em></p>
<p>Folgende drei Speisen und Getränke bestellst du in einer Gastwirtschaft:</p>
<p>5 Fabelwesen, die verbreitet sind</p>
<p>3 menschenähnliche Völker, die verbreitet sind</p>
<p>1 besonderes Fabeltier</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>3 Daten und Ereignisse von historischer Relevanz:</p>
<p><em>7 weitere Daten und Ereignisse von historischer Relevanz:</em></p>
<p>1 geschichtliches Ereignis, das bis heute Auswirkung hat:</p>
<p><em>3 geschichtliche Ereignisse, die bis heute Auswirkung haben:</em></p>
<p>Gibt es Ruinen von früheren Zeiten und woher stammen sie:</p>
<p>Welche historischen oder politischen Ereignisse prägen das Verhältnis zu den aktuellen Nachbarvölkern:</p>
<p>1-3 historisch bedeutsame Personen</p>
<p>1-3 historisch bedeutsame Artefakte</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]4.5. Mitwirkung von Spielern an der Ausgestaltung der Spielwelt[/PAGE]</p>
<p></p>
<p>Grundsätzlich sollte der SL eine Spielwelt entwerfen, mit der seine Spieler etwas anfangen können. Die dafür notwendigen Informationen sollte er nicht nur erahnen, sondern auch erfragen. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Spielerwünsche hier 1 zu 1 umgesetzt werden müssen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Es sollte eine irgendwie geartete Einigkeit darüber bestehen, z.B. in welcher Referenzkultur des Urreiches das Spiel seinen Ausgang nimmt. Auch sollte die Mega-Story mit den grundsätzlichen Interessen der Spieler übereinstimmen, auch wenn ich die Mega-Story keinesfalls im Detail mit ihnen besprechen würde.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Die neue Spielwelt soll mit Ausnahme des Urreiches für die Spieler in erster Linie unentdecktes Land sein. Gleiches gilt auch für alle sich hinter den Kulissen abspielenden Konflikte.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ebenfalls sollte die Spielwelt in jedem Falle so gestaltet sein, dass sie dem SL etwas sagt und gibt. Bleiben bei Spielern Wünsche offen, denen der SL nicht entsprechen kann, so können dies Anreize sein, eigene Spielwelten zu entwerfen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Ausdrücklich raten möchte ich aber dazu, dass Spieler in Absprache mit dem SL weite Teile des Urreiches selbst gestalten. Es bieten sich die Bereiche an, die zu der jeweiligen Spielfigur passen:</p>
<p>So könnte ein Spieler die Religion und den Kult für seinen Priester selbst verfassen, ein anderer die Diebesgilden und die Halbwelt ausarbeiten. Ein Spieler könnte für seine adlige Spielfigur einen Einblick in das höfische Leben und den bislang bekannten Teil politischer Ränkespiele offenlegen und so weiter und so fort.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Der SL spart Arbeit, gewissen Teile werden wesentlich tiefgehender ausgearbeitet und die Spieler kennen sich in ihrem Spezialbereich besonders gut aus. Und sie werden sich dort wohlfühlen.</p>
<p> </p>
<p></p>
<p>[PAGE]5. Schluss[/PAGE]</p>
<p>So, das soll es gewesen sein. Ich hatte ursprünglich nicht gedacht, dass es so umfangreich werden würde.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Der Ausarbeitungsbogen kann natürlich auf die jeweiligen Bedürfnisse eurer Spielgruppe angepasst werden. Ich bin sehr von unserer alten Gruppe ausgegangen. Das mag nicht für alle Gruppen sinnvoll sein.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Eventuell habt ihr ja Anregungen und Kritik - oder irgendwann auch gute oder schlechte Erfahrungen, die ihr äußern möchtet.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Nur zu, tut euch keinen Zwang an.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">124</guid><pubDate>Thu, 12 Jan 2012 20:57:00 +0000</pubDate></item><item><title><![CDATA[&quot;Kreis-Lauf&quot;-Problem]]></title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/ampquotkreis-laufampquot-problem-r59/</link><description><![CDATA[
<p><strong>Link: </strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,644189,00.html" rel="external nofollow">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,644189,00.html</a></p>
<p> </p>
<p>Offenbar ist ein Mensch ohne Orientierungsmöglichkeit nicht in der Lage, mehr als 20m geradeaus zu gehen.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">59</guid><pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:40:00 +0000</pubDate></item><item><title>Kindertaugliche Abenteuer - Was d&#xFC;rfen sie nicht enthalten?</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/sonstiges_1/kindertaugliche-abenteuer-was-d%C3%BCrfen-sie-nicht-enthalten-r32/</link><description><![CDATA[
<p>Aus eigener Erfahrung mit meinen Kindern weiß ich folgendes zu berichten:</p>
<p> </p>
<p>Kinder reproduzieren das Gesagte/Beschriebene im Kopf und unterfüttern es mit der eigenen Vorstellungskraft. Hierbei kommen Bilder in den Kopf, die eine Mischung aus dem sind, was die Kinder kennen und wovor sie Angst haben. Dies geschieht augenblicklich sowie auch nochmals nach der eigentlichen Spielrunde (Verarbeitung des Erlebten). Was ein Abenteuer enthalten darf und was nicht, liegt daher in erster Linie am Alter der mitspielenden Kinder. </p>
<p> </p>
<p>Ich empfehle Kindern vor 8 Jahren kein Rollenspiel, da das im Rollenspiel Erlebte mit einer fantastischen Realität verwechselt werden kann.</p>
<p> </p>
<p>Bis 11 Jahren sollte unbedingt auf Gruselelemente verzichtet werden. Wenn also eine Puppe plötzlich unheimlich lacht, kann es sein, daß das Kind abends Angst vor dem eigenen Teddy bekommt (Ihr lacht jetzt vielleicht, es ist aber echt so). Ein guter, lieber Geist, der einem hilft, geht allerdings.</p>
<p>Weiterhin sollten die "lieben NSCs", mit denen man sich ja angefreundet hat, nicht sterben. Hier können Verlustängste entstehen, die unbewußt auf die eigenen Familienmitglieder (Mama, Papa) reproduziert werden. </p>
<p>Monster sollten der kindlichen Vorstellungskraft angemessen beschrieben werden und nicht mit zähnefletschenden, blutunterlaufenen Augen und mit Spitzen versehener schuppiger Haut, aus deren Hautöffnungen ätzende, grüne Giftschwaden in die Augen der Gegner gespritzt werden. Vor sowas haben kleine Kinder dann Angst - jedenfalls nachts.</p>
<p>Eine Spielsitzung sollte nicht länger als 3 h dauern, da die Kids dann irgendwann unkonzentriert werden.</p>
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<p>Bis 14 Jahren sollten keine unmoralischen Sexszenen/-praktiken ausgespielt werden. Kinder können, so glaube ich, hiermit nichts anfangen. Ab dann darf es auch mal ein Küsschen sein (Ihr werdet lachen, wie die Kids plötzlich anfangen zu giggeln - total süß).</p>
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<p>Beim Thema Gewalt gilt allgemein, daß Kinder hiermit überraschende Weise recht gut mit umgehen können. Wenn der böse Gegner tot ist, ist das halt so. Allerdings sollten Splatterszenen verbal nicht ausgeschmückt werden, sondern recht einfach gehalten werden "Der böse Krieger blutet, fällt um und ist tot." Dann kommt es schon mal vor, daß Kinder anfangen zu jubeln. </p>
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<p>Kinder mögen es übrigens, wenn man ihnen mehr bietet als nur eine gute Geschichte. Bei der letzten Zock habe ich anstelle von Miniaturen kleine M&amp;Ms als Monster hingelegt. Wer den letzten Schlag ausgeführt hat, durfte das M&amp;M haben. Booaaa war das eine Schlacht...<img src="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/emoticons/default_laechel.gif" alt=":)" srcset="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/emoticons/smile@2x.png 2x" width="16" height="16" loading="lazy">). Da vergessen Kinder schon mal die "Gewalt" und betrachten die Monster nur noch als Smarties...</p>
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<p>Abschließend ist anzumerken, dass ich beim Rollenspiel durch sehr behutsames Leiten der Spielrunden die Ansätze der o.g Erfahrungen frühzeitig erkannt habe, bevor es zu den beschriebenen psychosomatischen Eskalationen kam. Als Erwachsener hat man nunmal eine nicht zu unterschätzende Verantwortung den Kindern gegenüber und es darf nicht vergessen werden, dass die eigene Wahrnehmung sich von deren der Kinder sehr stark unterscheidet.</p>
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<p>Gruß,</p>
<p>Helgris</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">32</guid><pubDate>Mon, 09 Jan 2012 08:50:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
