<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Kurzgeschichten</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/?d=1</link><description>Artikel: Kurzgeschichten</description><language>de</language><item><title>Ulvar und das Sumpffieber</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/ulvar-und-das-sumpffieber-r1776/</link><description><![CDATA[<p>
	Wie erst eine Mutter ihr Kind gerettet hat, und dann Ulvar und seine Gefährten die Mutter, und ihr nächstes Kind. 
</p>
<p>
<a class="ipsAttachLink" href="https://www.midgard-forum.de/forum/applications/core/interface/file/attachment.php?id=36600&amp;key=3792052775c7837f63a7e605aba4f781" data-fileExt='pdf' data-fileid='36600' data-filekey='3792052775c7837f63a7e605aba4f781'>Ulvar und das Sumpffieber.pdf</a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1776</guid><pubDate>Sun, 03 Dec 2023 12:20:22 +0000</pubDate></item><item><title>Der Agent und die Klempnerin 1</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/der-agent-und-die-klempnerin-1-r1751/</link><description><![CDATA[
<p>
	Siehe Anhang.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	 
</p>
<p>
<a class="ipsAttachLink" href="https://www.midgard-forum.de/forum/applications/core/interface/file/attachment.php?id=21023" data-fileExt='rtf' data-fileid='21023'>Der Agent und die Klemptnerin.rtf</a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1751</guid><pubDate>Sun, 16 Aug 2020 13:01:29 +0000</pubDate></item><item><title>Seemannsgarn und Anglerlatein: Tiefseekrake</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/seemannsgarn-und-anglerlatein-tiefseekrake-r1740/</link><description><![CDATA[
<p>
	<em>Sind wir da damals auf dem Schiff unterwegs von Haelgarde nach Ikonium. Die See ist ruhig – zu ruhig. </em>
</p>

<p>
	<em>Da bricht das Wasser auf - ich frag mich: Was isn jetzt los?</em>
</p>

<p>
	<em>Kein Witz: Taucht da 'n riesiger Krake auf!</em>
</p>

<p>
	<em>Also wirklich gigantisch, größer als 'n Riesenkraken.  Tentakeln lang wie zehn Männer. Weißgrau. Ich steh da geschockt da, hatte natürlich erst mal Schiss. Da kommt das Vieh an und fängt an, mit seinen Armen das Schiff zu befühlen. Nich’ mal aggressiv, richtig vorsichtig sogar. Ist tatsächlich nichts kaputt gegangen. Hat uns im Nachhinein echt gewundert.</em>
</p>

<p>
	<em>Dann kam der Schiffsjunge vorbei und meint ganz trocken: ‚Nicht aufregen, der tut nichts!‘ Na, der hat Nerven. Wie bei Hunden und Wespen, ne? Einfach nichts machen, wenn die um einen herum kreisen. Klar, was sonst?“</em>
</p>

<p>
	<em>Hab ich natürlich nicht gemacht, bin nicht aus Holz. Als der mit seinem Arm in meine Richtung kam, hab ich den erst mal weggedrückt. War eigentlich ’ne Scheiß-Idee, muss ich zugeben. Abgesehen davon, dass ich den Arm nicht weggedrückt gekriegt habe, klatscht mir das Mistvieh erst mal eine und haut mich zu Boden. Ich dreh mich um - da guckt mir das Vieh direkt in die Augen. Ich sag Euch: Wenn der Dich anguckt, denkste, Du guckst ins Verderben! Diese Augen - und dieses Maul – ich hab echt geglaubt: Das war ’s. </em>
</p>

<p>
	<em>Aber rgendwie steh ich auf, renn ein Stück weg – und brüll das Vieh an: „Hau ab!!“</em>
</p>

<p>
	Alfred macht wegscheuchende Handbewegungen, mit denen im Allgemeinen Tauben oder Katzen vertrieben werden.
</p>

<p>
	<em>Ey, glaubt es oder nicht: Das Vieh ist tatsächlich abgehauen! Das schien nicht damit gerechnet zu haben, dass sich das jemand nicht gefallen lässt. Aber typisch, ne? Die größten Kerle werden direkt nervös, wenn einer mal dagegenhält! Das sind die nicht gewöhnt!</em>
</p>

<ul><li>
		<em>„Jaja, der Klügere gibt nach, ne?</em>“, witzelt Alfreds Tischnachbar.
	</li>
	<li>
		<em>„Dann gibst Du wohl selten nach.“</em>
	</li>
	<li>
		Aus einer andere Ecke des Tisches spricht eine Stimme: <em>„Schade, dass man mit Tiefseekraken nicht sprechen kann. Die könnten einfach bestimmt viel über das Meer erzählen…“</em>
	</li>
	<li>
		<em>„Da hör sich einer unseren Quoten-Magier an. Wenn 'ne hübsche Maid am Tisch sitzt, kriegt er die Zähne nicht auseinander, aber mit Monster-Kraken will er schnacken.“</em>
	</li>
	<li>
		<em>„Schnecken, nicht Schnaken! Kraken sind Schnecken!“</em>
	</li>
</ul><p>
	Wir blenden uns hier aus.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	Quelle: Tiefseekrake, Bestiarium, Seite 176
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1740</guid><pubDate>Tue, 30 Jul 2019 20:10:19 +0000</pubDate></item><item><title>In meinem Alba: Kulturelle Differenzen</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/in-meinem-alba-kulturelle-differenzen-r1727/</link><description><![CDATA[
<div style="text-align:center;">
	<p>
		<span style="font-size:18px;"><strong>Kulturelle Differenzen</strong></span>
	</p>
</div>

<p>
	Es gab mal wieder Ärger in einer Kneipe in Haelgarde. Der stadtbekannte Sorellor Iain konnte mal wieder seine Klappe nicht halten. Nachdem er einen Waelinger (beide jeweils leicht angetrunken) mit dem Spruch: "Kjull zum Gruße! Seid ist gescheit!" provoziert, kommt es zu einem üblen Geschubse im Schrankraum.
</p>

<p>
	Die Stadtwache stürmt kurz darauf die Kneipe. Iain versucht noch schnell, die Gaststätte zu verlassen, wird aber aufgehalten zurück gedrängt. Truppführer Orlon fordert Iain auf, erst mal zu warten, um später Fragen zu beantworten.
</p>

<p>
	Orlon erkundigt sich zunächst bei anderen Leuten und findet schnell raus, dass Iain die Sache angestachelt hat. Er fragt: "Wo ist eigentlich Iain?" Doch dieser ist verschwunden. Eine Rekonstruktion der Ereignisse führt relativ schnell zu der Erkenntnis: Iain hatte sich zunächst scheinbar seinem Schicksal gefügt, dann aber nach einigen Minuten, als die allgemeine Aufmerksamkeit woanders war, den etwas simpel gestrickten Aufpasser Morad an der Tür mit dem Zauber <em>Verwirren </em>belegt, um sich an ihm vorbei zu mogeln.
</p>

<p>
	Dies sorgt für Ärger. Orlon beschwert sich am nächsten Tag bei der Magiergilde über Iain. Er kündigt an, dass er, wenn er Iain erwische, ihn "ordentlich auf links ziehen" werde.
</p>

<p>
	Iain hält jedoch dagegen: <em>"Ich habe nichts Verbotenes gemacht. Im Gegenteil: <strong>Ich </strong>wurde körperlich angegriffen. Wir sind hier in Alba. Ich muss doch keine Rücksicht auf die waelischen Empfindlichkeiten nehmen. Außerdem sind kurz vor mir sind auch noch andere Leute heimlich aus der Taverne gegangen, die ebenfalls bei der Keilerei dabei waren. Sie haben Morad an der Tür bequatscht und wurden von ihm rausgelassen. Sie haben ihre sozialen Fertigkeiten eingesetzt, ich meine magischen. Wo ist der Unterschied?"</em>
</p>

<p>
	Was soll der Entscheider der Magiergilde tun?
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1727</guid><pubDate>Tue, 04 Dec 2018 17:45:40 +0000</pubDate></item><item><title>Sp&#xE4;t abends in der Abenteurer-Kneipe</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/sp%C3%A4t-abends-in-der-abenteurer-kneipe-r1708/</link><description><![CDATA[
<p>
	 
</p>

<ul><li>
		Magier: „Hey, das Brot hier schmeckt aber auch total fad. Da kann ich ja gleich Brot und Wasser zaubern.“
	</li>
	<li>
		Barbar: „Hast Du Hunger oder willst Du Dich waschen?“
	</li>
</ul><p>
	 
</p>

<ul><li>
		Priester: „…und da steht der vor mir mit seiner finsteren Aura.“
	</li>
	<li>
		Krieger: „Krass<span>  </span>- und was hast Du gemacht?“
	</li>
	<li>
		Priester: „Nichts. Der konnte nicht der Finstermagier sein. Der Finstermagier <span> </span>wäre niemals so blöd, ohne sein Schutzamulett hier rumzulaufen.“
	</li>
	<li>
		Krieger: „Na, so was.“
	</li>
</ul><p>
	 
</p>

<ul><li>
		Waldläufer: „Hey, habt Ihr schon gehört: Seit die Hexe Myriel rausgefunden hat, dass man mit Böser Blick auch Pflanzen vernichten kann, arbeitet sie als Unkraut-Vernichterin.“
	</li>
</ul><p>
	 
</p>

<ul><li>
		Händler: „…und dann will der unbedingt die Kneipenschlägerei beenden – und haut voller Eifer einen Todeshauch raus.“
	</li>
	<li>
		Ermittler: „Typischer Fall von Eskalation.“
	</li>
	<li>
		Händler: „Die Schläger sind natürlich in der Tat alle weggelaufen. Die schon schlafenden Leute in den Zimmern hatten nicht so viel Glück. Da konnte ich auch nur noch sagen: ‚Blöde Idee, gell? ‘“
	</li>
	<li>
		Ermittler: „Darauf brauch ich noch einen. Bestell Du mal, Du bekommst das Bier billiger.“
	</li>
</ul><p>
	 
</p>

<ul><li>
		Nekromant: „Wen muss ich bei der Convendo-Eintrittserklärung eigentlich als Lehrmeister angeben?“
	</li>
	<li>
		Hexer: „Na, Deinen Lehrmeister halt. Da steht ja nichts davon, dass der lebendig sein muss.“
	</li>
	<li>
		Nekromant: „Muss ich da hinter den Namen so ein Kreuz dahinter schreiben?“
	</li>
</ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1708</guid><pubDate>Sat, 26 May 2018 12:51:04 +0000</pubDate></item><item><title>Eine scharidische Nacht</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/eine-scharidische-nacht-r1707/</link><description><![CDATA[
<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Obwohl die Sonne schon tief steht, ist es noch brütend heiss. Auf den Strassen die vom Hafen tiefer in die Stadt führen tummeln sich die unterschiedlichsten Leute. Bettler und Sklaven. Männer in prächtigen Gewändern und solche die nicht viel mehr als einen Lendenschurz tragen. Fast nackte Kinder wuseln zwischen den Beinen der erwachsenen herum. Das einzige was zu fehlen scheint sind Frauen. Gibt es in Meknesch keine Frauen?</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Schon zweimal habe ich flinke Finger an meinem Beutel gespürt. NICHT mit mir meine lieben, nicht mit mir. Soll ich alleine die Stadt erkunden? Oder soll ich mir einen Führer nehmen? Fast scheint es mir geraten. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Da eine Kinderstimme: Effendi – du suchst Gasthaus? Ich weiss, komm, komm… Irgendetwas hält mich zurück. Ich sollte lieber einen Erwachsenen fragen. Aber wen.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Da drüben ist jemand der wie ein Soldat aussieht. Soldaten wissen immer wo es etwas zu essen und trinken gibt. Ich frage mal?</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Ali, mein neuer Freund, verschwindet vor mir in einer Tür. Das Haus unterscheidet sich nicht von anderen in der Strasse. Hat er mich überhaupt verstanden? Wo hat er mich nur hingebracht. Nach einem kurzen dunklen Gang komme ich in einen Garten. Da ist ja Ali wieder. Er sitzt an einem Tischchen – oder vielmehr kauert er davor – und winkt mich zu sich. Verteilt im Garten, der sich in einem Innenhof befindet, sind viele kleine Tischchen an denen Männer liegen. Ja sie liegen halb auf Bergen von Kissen. Vor sich Essen und Getränke und seltsam aussehende Pfeifen. Also doch ein Gasthaus.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Ali lacht als ich mich unbeholfen zu ihm geselle. Freund, ich bringe dich zu Haus wo Himjar essen. Nicht fremde, denn Fremdes essen nicht gut und sehr teuer. Hier du für weniger mehr bekommst. Später auch Tänzerin –echte und gute Tänzerin. Du nicht anfassen – das Beleidigung. Wenn du zufrieden Bakschisch an Musikant geben, der ihr Bruder.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Inzwischen ist die Sonne untergegangen und der Garten wird von Fackeln erhellt. Ich bin satt zufrieden und ziehe an meinem Nargilleh. Der Tabak ist erstklassig. Genau wie alles hier. Die Tänzerin hätte mir schon gefallen, aber dank Alis Warnung habe ich mich zurückgehalten.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font size="3"><font color="#000000">Ali ist kein Soldat. Er ist auch nur hierzu Gast. Sein Stammesfürst hat ihn als Wache <span> </span></font></font><font color="#000000" size="3">mitgenommen. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Der Wirt kommt und sagt etwas zu Ali. Der schnattert darauf los, wie es seine Art zu sein scheint. Eigentlich sind hier alle so. Je mehr Worte desto besser scheint man sich zu unterhalten. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font size="3"><font color="#000000">Anscheinend will der Wirt wissen, ob ich auch ein Zimmer brauche. Ich nicke, worauf sich der Wirt entfernt. Ali lacht und ruft den Wirt zurück. Nach einigem hin und her wird mir einiges klar. Nicken heisst hier nein und ein Kopfschütteln bedeutet <span> </span></font></font><font color="#000000" size="3">ja. Was für ein exotisches Land.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font size="3"><font color="#000000">Ali erklärt mir noch so einiges. Jetzt bringt der Wirt auch noch winzige Tassen mit einer schwarzen Flüssigkeit. Soll ich etwa gar schreiben? Nein, es ist etwas was die hier Kaweh -Kave <span> </span></font></font><font color="#000000" size="3">- oder so ähnlich nennen. Man trinkt es anscheinend. Schon wieder lacht Ali. Als ich angewidert ausspucke was sich am Boden der Tasse befand. Erde?</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Ali winkt den Wirt zu sich und sagt etwas. Einige Minuten später kommt der Wirt mit einem alten, ärmlich gekleideten Blinden zurück. Die Männer an den anderen Tischen scheinen begeistert zu sein. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font size="3"><font color="#000000">Ali übersetzt was der Märchenerzähler von sich gibt. Das ist<span>  </span></font></font><font color="#000000" size="3">der Blinde nämlich, ein Märchenerzähler. Es muss fast Mitternacht sein. Die Zeit ist wie im Flug vergangen – trotzdem ich nichts verstanden habe und mir nur Ali übersetzt hat was der Märchenerzähler gesagt hat, konnte ich mich seiner Stimme doch nicht entziehen. Ein richtiger Meister. Jetzt verstehe ich die Begeisterung der anderen Gäste, die mehr vom Erzähler als von der Darbietung der Tänzerin angetan waren.</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Langsam leert sich der Hof und ich werde müde. Der Wirt bring mich zu meinem Zimmer, das überraschend groß und sauber ist. Ich habe an einen Schlafsaal gedacht, aber nicht für mich alleine. Ob ich das bezahlen kann?</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Ein lautes Rufen weckt mich. Sonnenlicht flutet durch ein Fenster, das nur von einem dünnen Vorhang verdeckt wird. Schnell sehe ich mich um. All mein Besitz ist noch da. Ich bin also nicht unter Räuber gefallen. Also lasse ich meine Waffen und den Rucksack im Zimmer und gehe in den Hof. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Dort sitz schon Ali – an der Seite eines reich gekleideten Einheimischen. Dieser spricht mich freundlich an: Fremder. Willkommen in Eschar. Ich bin Sheikh Mahommud. Mein treuer Ali hat mir von euch erzählt. Ich habe euch einen Vorschlag zu machen. Ihr habt gestern den Erzählungen des alten Ishmael gelauscht. Könnt ihr euch an das Märchen von den neun Schätzen der Menhit erinnern. Nun, das Märchen ist keines. Diese Schätze gibt es wirklich. Ich glaube dass die Schätze in Wirklichkeit mächtige Artefakte der Meketischen Götter sind. Und ich habe zuverlässige Information wie man zumindest eines davon finden kann. Ich suche nun unerschrockene Männer die es suchen und für mich finden. Ihr fragt euch sicher, warum ich? Warum ein Fremder? Und das ist gleich die Erklärung. Ein Scharide wäre zu abergläubisch, aber ein Fremder, der den einheimischen Aberglauben nicht kennt, kann hier besser agieren. Es soll dein Schaden nicht sein. </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3">Ich hätte nein sagen sollen…</font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>

<p style="margin:0cm 0cm 0pt;">
	<font color="#000000" size="3"> </font>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1707</guid><pubDate>Thu, 24 May 2018 12:33:39 +0000</pubDate></item><item><title>Ludmilla und der Heimstein</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/ludmilla-und-der-heimstein-r1613/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong><span style="font-family:georgia;">Leistungsüberprüfung Theoretische Zauberkunde - Thema „Der Heimstein in nichtaggressiven Umgebungen“</span></strong>
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<em><span style="font-family:georgia;">25 von 50 Punkten sind nötig, um die Prüfung zu bestehen.</span></em>
</p>

<p>
	<em> </em>
</p>

<p>
	<em><span style="font-family:georgia;">Es sei im Folgenden generell anzunehmen, dass alle Zauber gelingen und der Heimstein ordnungsgemäß funktioniert.</span></em>
</p>

<p>
	<em><span style="font-family:georgia;">Bitte begründet Eure Antworten. Bei einer Antwort ohne eine sinnvolle Begründung geht der Prüfer von einem Rate-Versuch aus, der im Falle einer richtigen Antwort mit 5 Punkten belohnt, im Falle einer falschen Antwort mit -5 Punkten bestraft wird.</span></em>
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Die Sorrelis Ludmilla ist unterwegs in Haelgarde. Sie möchte zum Haus der Phönixgilde. Dort angekommen sieht sie ihren alten Bekannten und Gildengenossen Daeron im Eingang stehen.</span>
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong><span style="font-family:georgia;">Aufgabe 1: (20 Punkte)</span></strong>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Ludmilla beschließt, Daeron ein wenig zu erschrecken. Sie zaubert zunächst </span><span style="font-family:georgia;"><em>Stimmenwerfen </em></span><span style="font-family:georgia;">und dann </span><span style="font-family:georgia;"><em>Erscheinungen </em></span><span style="font-family:georgia;">auf eine Stelle, etwa fünf Meter vor dem Eingang. Ein Abbild von Samiel, als grüner Waldläufer, erscheint. Dazu ruft Ludmilla mit verstellter Stimme von jenem Ort aus: „Hab ich Dich endlich, Daeron!“</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Was Ludmilla spontan nicht bedacht hat, dass es natürlich einen Heimstein gibt, der die Türschwelle des Eingangs zum Gildenhaus überwacht. Daeron steht im Bereich des Heimsteins.</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Was passiert?</span>
</p>

<ol style="list-style-type:decimal;">
<li>
		<span style="font-family:georgia;">Daeron sieht die Illusion und hört die Stimme</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">Daeron sieht nur die Illusion</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">Daeron hört nur die Stimme</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">Daeron hört und sieht nichts</span>
	</li>
</ol>
<p>
	<strong><span style="font-family:georgia;">Aufgabe 2: (10 Punkte)</span></strong>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Ludmilla hat Daeron begrüßt und steht mit ihm nun vor dem Eingang (außerhalb des Heimstein-Bereiches). Sie bekommt Hunger und zaubert sich mit </span><span style="font-family:georgia;"><em>Brot und Wasser</em></span><span style="font-family:georgia;"> einen Laib Brot und einen vollen Wasserschlauch. Sie reißt sich ein Stück Brot ab und beißt hinein. Dann fällt ihr ein: „Ach, ich wollte ja noch zur Gilde. Kommst Du mit hinein?“ Beide gehen in das Gebäude.</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Was passiert?</span>
</p>

<ol style="list-style-type:decimal;">
<li>
		<span style="font-family:georgia;">Ludmillas Brot und Wasser verschwinden.</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">Ludmillas Brot und Wasser verschwinden nicht.</span>
	</li>
</ol>
<p>
	<strong><span style="font-family:georgia;">Aufgabe 3: (20 Punkte)</span></strong>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">(Es sei im Folgenden angenommen, dass das Brot noch da ist)</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Ludmilla hat alles erledigt. Weil ausnahmsweise schönes Wetter in Alba ist, sind beide wieder nach draußen gegangen und stehen wieder vor dem Eingang. Ludmilla fragt: „Möchtest Du eigentlich auch ein Stück Brot?“ Daeron antwortet: „Aber immer. Lass mich mal...“ Daeron zaubert </span><span style="font-family:georgia;"><em>Vermehren</em></span><span style="font-family:georgia;"> auf den Rest von Ludmillas Brot. Ludmilla meint lächelnd: „Weil Du kannst, eh?“</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Auf einmal meint Daeron: „Hey, hast Du schon unser neues Labor gesehen? Das muss ich Dir zeigen.“ Beide gehen daraufhin abermals ins Gildengebäude.</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;">Was passiert?</span>
</p>

<ol style="list-style-type:decimal;">
<li>
		<span style="font-family:georgia;">Ludmillas und Daerons Brot verschwinden</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">nur Daerons Brot verschwindet</span>
	</li>
	<li>
		<span style="font-family:georgia;">Nichts verschwindet</span>
	</li>
</ol>
<p>
	 
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	Leider ist der Zettel mit den Lösungen vom dreiköpfigen Hund der Akademie gefressen worden, weswegen er hier dem Leser nicht zur Verfügung gestellt werden kann.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1613</guid><pubDate>Thu, 19 Jan 2017 10:30:00 +0000</pubDate></item><item><title>Immersion oder K&#xE4;mpfe?</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/immersion-oder-k%C3%A4mpfe-r1612/</link><description><![CDATA[
<p>
	Der Spielleiter sagt: <span style="color:#000080;">"Würfelt mal alle einen EW:Wahrnehmung"</span>. Die Immersion ist etwas irritiert. Die EWs ge- und misslingen teilweise. Der Spielleiter sagt:<span style="color:#000080;"> "Wer es geschafft hat, bemerkt im letzten Moment, dass sich im Gebüsch etwas bewegt..."</span> Die Spieler sind aufmerksam.
</p>

<p>
	<em><span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;">Auch die Immersion könnte zufrieden sein - aber ihr läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Er wird doch nicht...</span></span></em>
</p>

<p>
	Der Spielleiter fährt fort:<span style="color:#000080;"> "...und ist deshalb nicht überrascht, dass sich aus dem Gebüsch eine Gruppe Orcs auf Euch stürzt."</span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;"><em>Die Immersion erschrickt: "Bitte nicht..."</em></span></span>
</p>

<p>
	Der Händler-Spieler fragt noch:<span style="color:#800000;"> "Was wollt Ihr?"</span> Der Spielleiter sagt dazu nur: <span style="color:#000080;">"Sie scheinen Dich nicht zu verstehen. Sie greifen sofort an."</span>
</p>

<p>
	<em><span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;">Die Immersion schreit: "Neeeeeeeeeeeeeeeeein!"</span></span></em>
</p>

<p>
	Aber es ist zu spät. Er geht los. Der rundentaktische Kampf im Rollenspiel.
</p>

<ul><li>
		<span style="color:#000080;">"Wer möchte <em>Anführen</em> würfeln?" - "Ihr habt die Initiative. Wer will sich bewegen?" - "Du kannst nicht, Du bist in einem gegnerischen Kontrollbereich."</span>
	</li>
	<li>
		<span style="color:#800000;">"Ich greife an... 23!"</span> -<span style="color:#000080;"> "Abgewehrt, mach' leichten Schaden!"</span> -<span style="color:#800000;"> "3... 4... 7 Punkte."</span>
	</li>
	<li>
		<span style="color:#800000;">"Ich zaubere Stärke auf alle... Klappt! Ihr habt +1 auf den Schaden."</span> - "<span style="color:#000080;">Wie lange wirkt das?"</span> - <span style="color:#800000;">"Zwei Minuten, also zwölf Runden."</span>
	</li>
	<li>
		<span style="color:#800000;">"Ich schieße mit der Armbrust und mit 32."</span> - <span style="color:#000080;">"Nicht abgewehrt."</span> -<span style="color:#800000;"> "4 Punkte, mit Stärke 5."</span> -<span style="color:#000080;"> "Nein, bei der Fernkampfwaffe bringt Stärke nichts, da gibts keinen Schadensbonus."</span> - <span style="color:#800000;">"Menno, dann 4."</span>
	</li>
	<li>
		<span style="color:#800000;">"Ich zaubere Blitze schleudern..."</span> - <span style="color:#000080;">"Wie lange dauert der Zauber?"</span> -<span style="color:#800000;"> "Äh... 10 Sekunden, glaub ich."</span> - <span style="color:#000080;">"Dann kannst Du den diese Runde nicht mehr zaubern, Du hast vorhin schon mal abgewehrt."</span>
	</li>
	<li>
		<span style="color:#000080;">"7 Punkte schwerer Schaden, Rüstung schützt."</span> -<span style="color:#800000;"> "Mist, nur noch 4 LP."</span>
	</li>
</ul><p>
	<span style="color:#006400;"><em><span style="font-family:georgia;">Die Immersion hat sich heulend verkrochen. Gegen diesen riesengroßen Klumpen technokratischer Regeln, der schlagartig durch den Kampf relevant geworden ist und nun durch Würfel-Orgien in die Knie gezwungen werden muss, hat sie keine Chance.</span></em></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#006400;"><em><span style="font-family:georgia;">Sie denkt nach:</span></em></span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;"><em>"Wenn das hier doch wenigstens ein Computer-Rollenspiel wäre. Da muss man wenigstens nicht selber rechnen. Dafür hat man bei den meisten Spielen die Situation, dass ein einzelner Super-Abenteurer Hunderte von Gegnern tot haut. Naja, wie auch immer...</em></span></span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;"><em>Bitte lasst sie jetzt nicht noch über Regeln diskutieren. Letztens bei Shadowrun waren alle noch nicht dem Kampfsystem vertraut und vorletztens bei DSA fühlten sich drei Leute vertraut, hatten aber ständig verschiedene Meinungen. Da wurde natürlich dann erst mal minutenlang nur noch im Regelwerk geblättert...</em></span></span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;"><em>...</em></span></span>
</p>

<p>
	<span style="font-family:georgia;"><span style="color:#006400;"><em>Oha, der Magier hat die erste Feuerkugel rausgehauen. Der Spielleiter könnte eigentlich mal einen Moralwert würfeln? Was sind das eigentlich für Orcs, die sich grundaggressiv auf eine schwer bewaffnete und auch noch zauberfähige Abenteurer-Gruppe stürzen? Und warum kämpfen die immer bis zum letzten Mann und laufen nie weg? Sind die lebensmüde?"</em></span></span>
</p>

<p>
	Nach 30 echten Minuten und 70 gespielten Sekunden ist der Kampf vorbei und es kann weitergehen.
</p>

<hr><p>
	Ich weiß, dass das Thema nicht wirklich neu ist und schon ein paar Mal durchgekaut wurde und es auch Diskussions-Stränge hier im Forum dazu gibt. Aber ich hatte gerade Lust, diesen Text zu schreiben. <img alt=":)" data-emoticon="" height="16" src="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/emoticons/default_laechel.gif" srcset="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/emoticons/smile@2x.png 2x" width="16" loading="lazy"></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1612</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2017 22:33:00 +0000</pubDate></item><item><title>Endlich wieder spielen</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/endlich-wieder-spielen-r1595/</link><description><![CDATA[
<p>
	Ein Artikel von mir aus dem aus den 80zigern, damals im AKF-Zine entstanden...
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	ich habe ihn gescannt und lade ihn mal hier hoch.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/monthly_2020_01/ews1.jpg.c7337952ad392c62aa782c982b333c33.jpg" data-fileid="18918" data-fileext="jpg" rel=""><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="18918" width="750" alt="ews1.thumb.jpg.06504a07d0c0daf86dabbae34cf4d857.jpg" src="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/monthly_2020_01/ews1.thumb.jpg.06504a07d0c0daf86dabbae34cf4d857.jpg" loading="lazy" height="292.5"></a>
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/monthly_2020_01/ews2.jpg.ab91f44a81b0bbaf571ac5070c0082ed.jpg" data-fileid="18919" data-fileext="jpg" rel=""><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="18919" width="750" alt="ews2.thumb.jpg.760fd690c3dd82dc51a156bfb4080183.jpg" src="https://www.midgard-forum.de/forum/uploads/monthly_2020_01/ews2.thumb.jpg.760fd690c3dd82dc51a156bfb4080183.jpg" loading="lazy" height="510"></a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1595</guid><pubDate>Sat, 29 Oct 2016 10:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die Zwillinge des Siam McKarn (mit SCs Grad 1)</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/die-zwillinge-des-siam-mckarn-mit-scs-grad-1-r1594/</link><description><![CDATA[
<p>Folgendes wird berichtet von der Hexe Sinda vom Aronsquell der Älteren, die der ersten Frau des Laird Siam McKarn in medizinischen Belangen mit ihrem Rat zur Seite stand.</p>
<p> </p>
<p>Die Nacht, in der Dinaǐne, die erste Frau des Lords, ihre Kinder zur Welt bringen sollte, war recht ungemütlich: Tagsüber hatte es gegraupelt und nach Einbruch der frühen Nacht war das Graupelwetter in Schnee übergegangen. Außerdem bließ ein beharrlicher Wind aus der Richtung Twynedds. Dinaǐne erwartete Zwillinge und es war ihre erste Geburt. Sinda hatte alles vorbereitet, was sie vorbereiten konnte, sowohl praktisch als auch – heimlich – mit magischer Unterstützung. Die Geburt würde sicher nicht einfach werden.</p>
<p> </p>
<p>Tatsächlich war sie unsäglich schwer. Trotz kräftiger Wehen wollte keines der Kinder das Licht der Welt erblicken. Morgens, als die Wintersonne bereits wieder aufgegangen war, war Dinaǐne so schwach, dass der Laird befahl, die Kinder, oder wenigstens eines zu retten.</p>
<p> </p>
<p>Sinda tat, was ihr unendlich weh tat, was sie jetzt aber tun musste: Sie verabschiedete sich von Dinaǐne, bot auch dem Laird noch einmal Gelegenheit, sich von seiner Frau zu verabschieden, was dieser aber stoisch verstreichen ließ (was er gefühlt haben mag, weiß keiner zu sagen), betäubte Lady Dinaǐne, was diese kaum noch wahrnahm und öffnete ihre Bauchdecke, um die Kinder auf diesem Wege zu holen.</p>
<p> </p>
<p>Nun aber offenbarte sich das ganze Ausmaß der Katastrophe:</p>
<p> </p>
<p>Die Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen, waren Brust an Brust zusammengewachsen!</p>
<p>Aber – unglaublich – sie lebten!</p>
<p> </p>
<p>Nun durfte man nicht zwei Kinder, die offensichtlich lebten, einfach sterben lassen. Außerdem war der Junge der ersehnte Stammhalter. Niemand wusste so recht, was jetzt zu tun war.</p>
<p> </p>
<p>Der Laird befahl deshalb, dass die Kinder von den beiden Ammen, die bereits zugegen waren, gestillt werden sollten. Der Laird war nicht besonders gläubig und hatte Zeit seines Lebens mehr auf seine Körperkraft und auf seine Ausstrahlung vertraut. In diesen Tagen wünschte er sich aber, den Göttern gegenüber mehr Gehorsam gezeigt zu haben. Sicher hatten sie ihn heute für seine Gleichgültigkeit gestraft.</p>
<p> </p>
<p>Am nächsten Tag, er hatte den kurzen, stürmischen Tag und die lange auch weiterhin stürmische Nacht durchwacht und nachgedacht, befahl er die Hexe, von deren Zauberfertigkeiten er nichts wusste, die er aber vielleicht ahnte, zu sich und sprach:</p>
<p> </p>
<p>"Werte Sinda, weise Frau. Meine verstorbene Frau hatte euch vertraut. Sicher hätte Sie euch auch ihre Kinder anvertraut. Das tue nun auch ich: Ich lege ihr Schicksal in eure Hände. Könnt ihr irgend etwas tun, um ihnen zu helfen oder ihr Los zu lindern? Könnt ihr irgend etwas tun, um sie, oder wenigstens den Jungen zu retten?"</p>
<p> </p>
<p>Die Hexe dachte lange nach. Wollte der Laird einen Freibrief, die Kinder töten zu dürfen? Glaubte er wirklich, dass sie, die er eher für ein Kräuterweib hielt, hier noch helfen konnte? Andererseits war es vielleicht möglich, die beiden Kinder zu trennen ohne dass sie starben. Wenn nicht mit der Götter Hilfe, auf die sie auch nicht vertraute, so doch vielleicht mit dem Wissen ihres Mentors. Wenn schon nicht für den Laird, so doch für die verstorbene Lady Dinaǐne, für deren Tod sie sich verantwortlich machte, wollte sie das Unmögliche versuchen. Also sprach sie:</p>
<p> </p>
<p>"Mein Laird, sich gegen ihren Willen zu stellen und die Strafe von Göttern aufzuheben, wird nicht einfach. Aber ich glaube, es gibt immer einen Weg, also gibt es auch immer Hoffnung. Sie mag klein sein, sie mag zum Schluss enttäuscht werden, aber für die Kinder, für Lady Dinaǐne und für Euch – will ich es versuchen."</p>
<p> </p>
<p>Sinda schalt sich selbst insgeheim für dieses Versprechen und hatte keine Idee, wo sie anfangen sollte. Außer, natürlich, dass sie ihren Mentor um Rat fragen wollte. Dazu musste sie die Burg des Laird verlassen. Also kamen sie überein, dass die Kinder, sollte sie nicht noch der frühe Tod ereilen, soweit wie möglich normal aufwachsen sollten, denn Sinda wusste nicht, wie lange sie brauchen würde, um eine Lösung zu finden. Sie würde derweil im Land und darüber hinaus reisen, um gelehrte Menschen zu finden und zu befragen, wofür der Laird sie mit Geld ausstatten würde.</p>
<p> </p>
<p>Die nächsten zwei Jahre waren sehr zermürbend für den Laird, wenn er an seine Kinder dachte. Glücklicherweise hatte er aber so viel zu tun, dass er tagsüber kaum ins Grübeln kommen konnte. Und nachts trank er jetzt vielleicht ein Glas Uisge mehr als früher. Aber seinem starken Charakter konnte das nichts anhaben. Am Hof war es verboten, über die Besonderheit der Kinder zu sprechen, und jeder musste sich ihnen gegenüber verhalten, als wäre nichts Ungewöhnliches an ihnen zu bemerken.</p>
<p> </p>
<p>Während die Kinder ihre ersten zwei Jahre also an der Brust zusammengewachsen erlebten und sich tatsächlich gut entwickelten, kamen von Sinda nur gelegentlich eine Nachricht. Mehrmals bat sie darum, ihr Geld bis nach Chryseia und einmal sogar Valian zu schicken.</p>
<p> </p>
<p>Einmal kündigte sie den Besuch eines "seltsamen Menschen" an, dem der Laird bitte gestatten solle, die Kinder eingehend zu untersuchen. Er spreche kein Albisch und sei sicher sehr – seltsam. Dieser seltsame Mensch kam tatsächlich einen Monat später zur Burg und wurde unzweifelhaft als der avisierte Besucher erkannt. Er war – seltsam. Seltsame Kleidung, einen großen Koffer aus seltsamem Material und darin, wie man später sah, viele seltsame Instrumente. Obwohl im besten Alter und ansonsten gesund, war er von außerordentlich schwächlicher Gestalt: Arme und Beine dünner als die eines jungen Mädchen. Ein Wunder, dass er darauf nicht zusammenbrach. Alles an ihm roch natürlich nach einem mächtigen Magier. Und die, die bei der Untersuchung der Kinder dabei waren, würden vielleicht noch weitergehende Behauptungen aufstellen. Aber er wirkte sehr freundlich und untersuchte die Kinder auch vorsichtig und ohne sie zu verängstigen. Auch wenn niemand verstand, was er da tat, war doch offensichtlich, dass er genau wusste, was er tat und dass er den Kindern nicht schaden wollte. Nachdem er die Nacht noch als Gast auf der Burg verbracht hatte, verschwand er wieder so wie er gekommen war.</p>
<p> </p>
<p>Erst nach mehr als zwei Jahren erschien die Hexe, sichtbar gealtert aber auch irgendwie selbstbewusster als früher, wieder auf der Burg des Laird. Da der Laird gerade, wie häufig, mit einem guten Dutzend seiner Hirdmaen über Land unterwegs war, dauerte es noch zwei Tage, in denen sie niemandem verriet, was sie erst dem Laird gegenüber verkündete: Ja, es konnte gemacht werden. Sie habe Gelehrte gefunden, von den sie sicher glaube, dass sie seine Kinder voneinander trennen könnten. Sie müsse sie nur möglichst bald zu ihnen bringen und nicht mal eine Bezahlung würde verlangt. Besonders der letzte Punkte erhellte das Gemüt des Laird, der schon mit horrenden Kosten gerechnet hatte, die ihn Land und Burg kosten könnten. Aber er hätte an diesem Punkt nicht mehr zurück gekonnt, auch wenn er schon wieder auf Brautschau war, und dabei die Tochter eines benachbarten Sire im Auge hatte.</p>
<p> </p>
<p>Der Laird nahm an, die Hexe würde seine Kinder wieder auf eine weite Reise mitnehmen, aber tatsächlich brachte sie sie nur zu ihrer alten Hütte in der Nähe der Aronquelle. Dort brachte sie die Kinder mit Hilfe ihres Mentors auf die seltsame Welt, wo man ihr Hilfe angeboten hatte. Es dauerte noch eine Woche der Vorbereitung, dann waren die beiden innerhalb einer Stunde voneinander getrennt. Die hilfsbereiten Menschen bestanden aber darauf, sie noch einen Monat eingehend zu beobachten. Erst danach durfte sie mit ihnen deren Welt wieder verlassen.</p>
<p> </p>
<p>Kwynn und Mirjam wuchsen nun zu zwei gesunden jungen Menschen heran. Nur ein paar Angewohnheiten haben sich erhalten: So können sie nur zusammen schlafen. Liegen sie nicht Brust an Brust aneinander gekuschelt, fühlen sie sich so unwohl, dass an Schlaf nicht zu denken ist. Daraus entwickelte sich mit dem Einsetzen der Pubertät ein Problem, dem Sinda ganz pragmatisch mit einem Talisman gegen unerwünschte Schwangerschaft begegnete.</p>
<p> </p>
<p>Kwynn und Mirjam sind auch weiterhin unzertrennlich, wenn jetzt auch nur im seelischen Sinne. Sind sie den ganzen Tag voneinander getrennt, fühlen sie sich unwohl. Sie spüren, wenn der andere erregt ist, sich anstrengt, sich ausruht. Sie meinen, jederzeit sagen zu können, wo der andere gerade ist, aber das mag Einbildung sein.</p>
<p> </p>
<p>Obwohl sie ständig in der Nähe des anderen bleiben, sieht man sie doch nicht ständig zusammen. Tatsächlich geht jeder seinen eigenen Weg, zu unterschiedlich sind ihre Charaktere:</p>
<p> </p>
<p>Mirjam ist ruhig, wenn auch oft schnippisch, intelligent und körperlicher Arbeit nicht so zugetan. Sinda hatte versucht, ihr vorsichtig ihren eigenen Weg zu weisen, aber Mirjam brachte letztlich Kwynn dazu, mit ihr runter nach Adhelstan und später sogar nach Corrinis zu ziehen, wo sie eine Ausbildung zur Magierin machte.</p>
<p> </p>
<p>Kwynn ist fast schon ein Tagedieb, ein Glücksritter und stolz auf seine Fertigkeit im Umgang mit Langschwert und Bogen. Er hat den Umgang damit natürlich bei seinem Vater und dessen Waffenmeister gelernt, hat seine Fertigkeiten aber auch danach noch weiter entwickelt und bietet sich zumeist als Begleitschutz für reiche Kaufleute an. An anderen schönen Frauen ist er nur bedingt interessiert, und dann nur in Form eines flotten Dreiers, zu dem er dann seine Schwester überredet. Sex können sie nämlich nur gemeinsam haben, weil die Erregung des Einen sich auf den Anderen überträgt, und es sonst nur eine halbe Sache ist, für beide.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p> </p>
<p>Kwynn und Mirjam wurden auf Europa voneinander getrennt, einer Welt ähnlich unserer um 1880, jedoch mit Magie, Dämonen und anderen Rassen. Bei den Voruntersuchungen stellte sich heraus, dass sie nur eine gemeinsame Anima haben, und nach der Trennung wäre einer der beiden Zwillinge unweigerlich gestorben. Also konnte man ihre Körper nicht vollständig trennen. Statt dessen wurde ihnen in ihrer Brust jeweils die Hälfte eines magischen Tores eingepflanzt, durch das ihre Körper weiterhin verbunden bleiben. Die Reichweite des Tores ist unbegrenzt, kann aber Weltendimensionen nicht überbrücken.</p>
<p> </p>
<p>Für die Resistenz gegen Körpermagie zählen sie als ein Wesen und der bessere Wert der beiden gilt. Die Auswirkungen von Körpermagie erleiden sie beide.</p>
<p>Die Auswirkungen von Gift, z.B. auch Alkohol, erleiden sie beide.</p>
<p> </p>
<p>Sie teilen sich auch ihre Lebenspunkte: Fallen die LP eines Zwillings auf 3 oder darunter, werden sie sofort von den LP des anderen Zwillings wieder auf 4 aufgefüllt, solange der noch mindestens 4 LP hat. Danach sinken sie gemeinsam.</p>
<p> </p>
<p>Stirbt ein Zwilling, stirbt spätestens nach 1W6 Minuten auch der andere.</p>
<p> </p>
<p>Die beiden Zwillinge haben die Vorteile von Blutsbrüdern:</p>
<p>WM +1 auf Angriff und Abwehr, wenn sie max. 5m auseinander kämpfen,</p>
<p>WM +2 auf Angriff, Abwehr und Schaden, wenn einer den hilflosen Geschwister verteidigt.</p>
<p>Zeichensprache +8.</p>
<p> </p>
<p>Körperlich ähneln sie sich: Kwynn wirkt fast androgyn, Mirjam ist für eine Frau trotz ihrer Hingabe zur Magie sehr muskulös.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Als NPCs:</strong></p>
<p> </p>
<p>Die körperlichen Werte sind ähnlich, Kwynn ist etwas stärker und gewandter, Mirjam ist intelligenter und hat ein höheres Zaubertalent. Typische Charakterklassen: Gl und Ma, oder eine andere Kombination aus Kämpfer und Zauberer. Wahrscheinlich sind ihre besonderen Eigenschaften für den Spielleiter nicht so leicht darstellbar. Eine Trennung der beiden könnte aber der Grund für ein Abenteuer sein.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Als Spielerfiguren für Spieler,</strong></p>
<p>die sich natürlich gut verstehen müssen:</p>
<p> </p>
<p>Mirjam ist immer eine reine Zauberin, (Ma,Hx,Th)</p>
<p>Kwynn ist immer ein reiner Kämpfer. (Kr,Gl,Sö)</p>
<p> </p>
<p>Sie bleiben immer zusammen, erleben also auch nur gemeinsame Abenteuer. Sie müssen aber nicht den ganzen Tag in direkter Nähe zueinander verbringen. Nur spätestens abends wieder. Sie finden nur in der zusammengekuschelten Haltung ihrer ersten Lebensjahre die Ruhe um einzuschlafen. Voneinander getrennt schlafen sie erst nach langem Schlafentzug erschöpft ein, ohne nennenswert AP zu regenerieren (APmax/4). Erregende Momente erleben sie aufgrund ihrer körperlichen Verbundenheit immer gemeinsam.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Vorausgewürfelte Figuren für Grad 1:</strong></p>
<p> </p>
<p><a href="https://docs.google.com/spreadsheets/d/1s8yVB90QuBGcmsmB8jpFuBiom0lX4VFoySuzTUdiUAI/edit?usp=sharing" rel="external nofollow"><strong>Mirjam</strong></a><strong>, Ma</strong>:</p>
<p> </p>
<p><span style="font-family:'courier new';">ST GS GW KO IN ZT Au pA WK</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">63 41 79 77 85 98 95 27 55</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';"> </span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">LP 15</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">AP 14</span></p>
<p> </p>
<p>Gute Reflexe +9</p>
<p>1,68m / mittelgroß</p>
<p>64kg / normal</p>
<p> </p>
<p>Erste Hilfe +8</p>
<p>Heilkunde +9 = 8+1</p>
<p>Meditieren +8</p>
<p>Pflanzenkunde +9 = 8+1</p>
<p>Zauberkunde +9 = 8+1</p>
<p>Schreiben Muttersprache +13 = 12+1</p>
<p>Sprechen Muttersprache +13 = 12+1</p>
<p>Reiten +12</p>
<p> </p>
<p>Zauberstäbe +5</p>
<p> </p>
<p>Erkennen von Zauberei</p>
<p>Macht über die Sinne</p>
<p>Flammenkreis</p>
<p>Stärke</p>
<p>Feuerkugel</p>
<p>Heranholen</p>
<p>Rost</p>
<p> </p>
<p><a href="https://docs.google.com/spreadsheets/d/1xKJgzN6ye4B6BXdUWpSh4MjtBqG-_a1Dnp4OXjhJs04/edit?usp=sharing" rel="external nofollow"><strong>Kwynn</strong></a><strong>, GL</strong>:</p>
<p> </p>
<p><span style="font-family:'courier new';">ST GS GW KO IN ZT Au pA WK</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">79 98 63 77 85 41 90 71 30</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';"> </span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">LP 15</span></p>
<p><span style="font-family:'courier new';">AP 14</span></p>
<p> </p>
<p>Einprägen+4</p>
<p>1,77m / mittelgroß</p>
<p>79kg / normal</p>
<p> </p>
<p>Spießwaffen +5</p>
<p>Stichwaffen +5</p>
<p>Einhandschwerter +5</p>
<p>Waffenloser Kampf +5</p>
<p>Bögen +5</p>
<p>Schilde +1</p>
<p> </p>
<p>Spezialwaffe: Einhandschwert</p>
<p> </p>
<p>Beidh. Kampf +7 = 5+2</p>
<p>Schreiben Muttersprache +13 = 12+1</p>
<p>Reiten +12</p>
<p>Glücksspiel +14 = 12+2</p>
<p>Akrobatik +8</p>
<p>Beredsamkeit +8</p>
<p>Gassenwissen +8 = 8+1</p>
<p>Verführen +8</p>
<p>Etikette +9 = 8+1</p>
<p>Landeskunde +9 = 8+1</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1594</guid><pubDate>Thu, 22 Sep 2016 17:55:00 +0000</pubDate></item><item><title>In meinem Alba: Schwarzer Humor</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/in-meinem-alba-schwarzer-humor-r1576/</link><description><![CDATA[
<div style="text-align:center;">
	<p>
		<span style="font-size:18px;"><strong>Schwarzer Humor</strong></span>
	</p>
</div>

<p>
	Neela ist eine Sorellis, die im albischen Haelgarde lebt und auch Mitglied der dortigen Phönixgilde ist. Sie ist recht aktiv in der Gilde und engangiert sich in gewissen Rahmen auch in deren Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch trägt sie dazu bei, dass der Magiergilde das Wohlwollen der Oberen der Stadt, sowohl aus der Politik als auch aus der Wirtschaft, sicher ist.
</p>

<p>
	Ein weiteres Steckenpferd Neelas ist die Zauberwerkstatt: Dabei ist sie nicht ganz alleine, denn es hat sich innerhalb der Gilde eine kleine Gruppe gebildet, die regelmäßig, unter Vermeidung üblicher Formalitäten, verschiedenste Zauber in Tränke bindet, diese werden von den Gruppen-Mitgliedern augenzwinkernd als „Heiltrünke“ bezeichnet. Neela beteiligte sich, wie der Rest der Gruppe, auch finanziell am Aufbau der Zauberwerkstatt und trug so dazu bei, dass die Phönixgilde über hochwertiges Arbeitsmaterial verfügt.
</p>

<p>
	Zwar ist der Gruppe bekannt, dass nicht jeder ihrer Gilden-Kollegen ihre Aktivitäten gutheißt, aber dennoch fühlte sich die Gruppe sicher, insbesondere weil auch das hochrangige Gildenmitglied Yorric Teil dieser Gruppe ist. Deshalb erschien es als kaum vorstellbar, dass ein Gildenrichter oder sonst jemand ernsthaft gegen die Aktivitäten der Gruppe vorging, zumal es auch keinerlei Hinweise gab, dass mit den hergestellten Tränke irgendwelcher Schindluder getrieben wurde. Auch Neela glaubte, vor einer kleinlichen Durchsetzung sicher zu sein.
</p>

<p>
	So kam es, dass Neela eines Abends in einer Gaststätte mit einer Gilden-Kollegin namens Romilda (die nicht Mitglied der Trank-Gruppe war) am Tisch saß. Nach ein paar Getränken kam Neela etwas angeheitert auf das Thema Tränke zu sprechen. Sie meinte irgendwann: „Demnächst brauen wir vielleicht einen Bannes-des-Todes-Trank. Das Katzenherz kann man ja da hineingeben - aber der Mensch wird schwierig.“ Sie bemühte sich, dies möglichst ernsthaft auszudrücken, um zu schauen, wie Romilda reagiert. Dass Romilda darauf tatsächlich irritiert und nicht amüsiert reagierte, verbuchte Neela als gelungenen Witz. Dass sie vom Nachbartisch einige sehr irritierte Blicke erntete, nahm Neela nicht wahr.
</p>

<p>
	Sie war daher höchst überrascht, als sie einige Tage später eine schriftliche Aufforderung von Romilda erhielt, sich zu ihren Aktivitäten bzgl. Schwarzer Magie zu äußern. Sollte sie das nicht umgehend tun, müsse sie „damit rechnen, dass“ ihr „sämtliche Aktivitäten in der Zauberwerkstatt der Gilde“ untersagt würden. Neela nahm das jedoch zunächst nicht ernst und hatte besseres zu tun - und interessierte sich zunächst auch nicht für ihre angebliche Verbannung aus der Zauberwerkstatt, weil ihre Gruppe aktuell keine Treffen geplant hatte. Daher ließ sie die ganze Sache zunächst liegen.
</p>

<p>
	Erst als sie einige Wochen später bei einem Besuch im Gildenhaus direkt darauf hingewiesen wurde, dass sie die Werkstatt nicht betreten dürfe, erinnerte sie sich an die Aufforderung. Daraufhin wandte sie sich an ihren Gilden- und Gruppen-Kollegen und -Freund Yorric und bat ihn um Hilfe. Es könne ja wohl nicht sein, dass irgendein einfaches Mitglied der Gilde nun dafür sorgen könne, dass sie aus der Werkstatt geworfen wird.
</p>

<p>
	Yorric erfuhr durch dieses Gespräch mit Neela zum ersten Mal, dass dieser jenes Schreiben zugegangen war. Yorric versprach Neela, sich um die Sache zu kümmern. Er sprach Romilda an und machte sie darauf aufmerksam, dass der Kampf gegen Schwarze Magie an sich selbstverständlich sinnvoll sei, aber ebenso selbstverständlich dadurch kein so verdientes Gilden-Mitglieder wie Neela behindert werden sollte.
</p>

<p>
	Romilda meinte daraufhin, dass Neela habe durch ihr leichtfertiges Gerede in einem öffentlichen Gasthaus dazu beigetragen habe, das Bild der Magie beim Volk zu schädigen; gerade als Beteiligte an der Öffentlichkeitsarbeit sollte Neela derartige Fallstricke vermeiden. Sie habe außerdem nahegelegt, dass tatsächlich in den Räumen der Phönixgilde Schwarze Magie verwendet und gebunden werde, was sie als Mitglied definitiv nicht dulden müsse. Dass Neela die ganze Sache scherzhaft gemeint hat, sei aus ihrem Gebaren nicht zweifelsfrei hervor gegangen. Zudem habe Neela den Klärungsversuch stillschweigend ausgeschlagen, so dass deshalb Konsequenzen fällig seien.
</p>

<p>
	Yorric wollte davon aber nichts wissen. Neela sei ein respektiertes Mitglied, dass sich auch mal einen Scherz erlauben dürfe. Unabhängig davon gingen die Maßnahmen gegen sie zu weit, auch weil hierdurch die nicht unerheblichen persönlichen Aufwendungen Nealas für die Errichtung und Erhaltung der Gilden-Zauberwerkstatt entwertet würden. Generell würde durch ein solches Vorgehen die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Phönixgilde gestört, auf die man angewiesen sei, um geschlossen nach außen aufzutreten - gegenüber der Politik, gegenüber der Kirgh und gegenüber magiekritischen Kreisen, die nur darauf warteten, dass die Magiergilde Uneinigkeit zeigt.
</p>

<p>
	Schließlich sei das Vorgehen grundlos, da die Zauberwerkstatt keinerlei Hinweise darauf liefere, dass Neela dort tatsächlich irgendeine Art von Schwarzer Magie verwendet hätte; es könne also niemand sagen, hier würden irgendwelche Missetaten unter den Teppich gekehrt.
</p>

<p>
	Mit diesen Ausführungen beendet Yorric das Gespräch einseitig. Romilda ist mit dem Gespräch überhaupt nicht einverstanden. Sie fühlt sich abgekanzelt und dass Neela in ihrem Handeln noch bestätigt würde. Beides gefällt ihr absolut nicht. Sie beschwert sich deshalb direkt beim Gildenmeister Daeron über Neela und über Yorric. Sie legt in der Beschwerde nahe, dass sich hier offenbar zwei Mitglieder einer Clique gegenseitig aus ihrer Verantwortung klüngelten und offenbar der Meinung seien, sie hätten Sonderrechte.
</p>

<p>
	Daeron informiert sich und findet heraus, dass Nealas Äußerungen im Gasthaus wirklich gefallen sind und auch von Dritten gehört wurden. Er weiß somit, dass die Vorwürfe gegenüber Neela stimmen.
</p>

<hr /><p>
	Frage: Was sollte Daeron nun tun? Was würde er <strong>in Deinem Alba</strong> tun?
</p>

<p>
	Möglichkeiten?
</p>

<ul><li>
		nichts
	</li>
	<li>
		Neela verwarnen? (förmlich, aber ohne direkte Konsequenzen)
	</li>
	<li>
		Neela vor das Gildengericht bringen und eine Strafe fordern? (leicht oder hart?)
	</li>
	<li>
		Yorric verwarnen? (förmlich, aber ohne direkte Konsequenzen)
	</li>
	<li>
		Neela vorübergehend den Zutritt zur Zauberwerkstatt verwehren?
	</li>
	<li>
		als Kollektivstrafe der ganzen Trank-Gruppe vorübergehend den gemeinschaftlichen Zutritt zur Zauberwerkstatt verwehren?
	</li>
	<li>
		Yorric förmlich auffordern, sich bei Romilda förmlich zu entschuldigen?
	</li>
	<li>
		Neela förmlich auffordern, sich bei Romilda förmlich zu entschuldigen?
	</li>
	<li>
		Was sonst?
	</li>
</ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1576</guid><pubDate>Mon, 18 Jul 2016 15:24:00 +0000</pubDate></item><item><title>Das sagenhafte erste Abenteuer von Karl Kloppo</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/das-sagenhafte-erste-abenteuer-von-karl-kloppo-r1536/</link><description><![CDATA[
<p>Der ruhmreiche Recke, wie er seine erste Heldentat beging, die holde Jungfrau von dem bösen Drachen zu befreien.</p>
<p> </p>
<p>Doch zunächst zu Karl Kloppo, er ist ein Krieger Grad 1, ein Jüngling und Knappe seines Ritters, der vom bösen Drachen nun gerade erlegt wurde.</p>
<p> </p>
<p>Als das treue Schlachtross seines Ritters aus der Drachenhöhle gelaufen kam, war es schon ein schlechtes Zeichen, er betete an Xan für seinen Sir.</p>
<p> </p>
<p>Da konnte Karl ja nicht anders, als den Drachen nun selbst zu erschlagen. Die Vater der Jungfrau drängte natürlich auch auf die Einhaltung des Handels, aber solche finanziellen Sachen waren nichts für Karl! Er hatte nur voller Freude gehört, dass der Vater und das gesamte Dorf ihn, dem frischen "Ritter", für den Kampf ausrüsten werde. Alle würden hinter ihm stehen. Das Dorf war sich einig. Der Drache muss mit allen Mitteln getötet werden. Der Heiler, der Zwerg, der Priester, der Barde und der Vater (Händler), eben alle!</p>
<p> </p>
<p><strong>Karl Kloppo</strong>, M5, Krieger, Grad 1, unfrei, Knappe, Glaube: Xan, 3 Glückspunkte vom SL</p>
<p>St 61, Gs 50, Gw 61, Ko 50, In 21, Zt 21, SG 0, GG 0, Au 50, Wk45, pA 50, SchdB +2, Körper-Res +1, 1,76m 74 kg, B24</p>
<p>LP 14</p>
<p>AP 11</p>
<p>Gelernt: Spezialwaffen: Langschwert +5, Bihänder +5, Stoßspeer +5 - weiter gr. Schild +1. Dolch +5, schwere Armbrust +5, Kettenwaffen +5, waffenlosen Kampf +5, Raufen +5 Abwehr +11, Resistens +11/+12, Wahrnehmung +6, Trinken +5, Kampf in Vollrüstung +5, Reiten +12, Reiterkampf +12, Akrobatik +8, Anführen +8, Klettern +12, Geländelauf +12, Schwimmen +12.</p>
<p> </p>
<p>Ausrüstung:</p>
<p>*Langschwert des harten Schlags: +1/+1</p>
<p>*großes Schild des Drachenkampfes: schützt gegen Drachenfeuer</p>
<p>*Amulett des Mutes: Träger kann keine Angst oder das namenlose Grauen bekommen.</p>
<p>* Krafttrank 2W6, * Heiltrank 2W6, *Kraut der konzentrierten Energie</p>
<p>Vollrüstung komplett, religiöses Symbol von Xan (Talisman G und K +2 Res), Volks-Klamotten, Schlachtroß seines Ritters, das mit Lederrüstung</p>
<p> </p>
<p><strong>Schlachtross</strong>, Grad 4:</p>
<p>St 80, Gw 60, t50, B 36, (TR) LR</p>
<p>LP 16</p>
<p>AP 22</p>
<p>Abwehr +12, Res +13/+14</p>
<p>Huf +8 1W6, Raufen +7 1W6-2</p>
<p> </p>
<p>Das würde schon ein guter, harter Kampf werden, dachte sich Karl. immerhin komme ich auf +8 mit meinem Langschwert und habe einen Schaden von 1W6+4. Davor werde ich ihm mit meinem Stoßspeer ordentlich eines verpassen +7 und 3W6+2. In seiner Rüstung war er nicht schnell (B12), aber er komme ich ja auf dem Schlachtross. Eigentlich wollte er ja sein Bihänder nehmen, aber die Leute aus dem Dorf der Jungfrau sagten ihm, er solle man lieber das Schild des Drachenkampfs nutzen. Auch egal, dachte sich Karl, einhändig oder zweihändig, ich kann ja beides. Auch sagte man ihm, er solle sich nicht umbringen lassen. Ein zeitweiser taktischer Rückzug sei besser als tod in der Höhle zu liegen.</p>
<p> </p>
<p>Als er am Morgen so vor dem Höhleneingang stand merkte er schon, mit hinter ihm stehen meinten die Dorfbewohner, dass sie draussen vor der Drachenhöhle warten würden. Ob er das gleiche Schicksal wie sein toter Herr teilen würde? Ach was! Xan ist bei mir und mit etwas Glück kann ich am Ende noch im Drachenblut baden, da gibt es so Legenden.</p>
<p> </p>
<p><strong>alter Drache Tippe</strong>, (M4), 340 Jahre, Grad 10 (M4) ca Grad 28 M5, 7m lang, 2m breit 28m Flügelspannweite dazu 7m Schwanz, VR -5</p>
<p>St 150, Gw 50</p>
<p>LP 30</p>
<p>AP 94</p>
<p>Angriff: Atem alle 6, +11, 4W6+2 mit EW-5 , Biss +11 3W6+2, Klaue 2*+11, 1W6, Schwanz +11 1W6+3</p>
<p>Abwehr +17 , Resistenz +20/+20</p>
<p> </p>
<p>Aufsteigen und los.... Doch das Dorf wollte ihm noch Segnen und helfen... OK. Der Heiler kümmerte sich 10min um das Schlachtroß, um Ihn dann nur 5min, er sollte irgendwas trinken gegen seine Verletzungen zu mindern. Hatte er das gleiche Zeug nicht dem Pferd zu saufen gegeben? Der Priester segnete sie (Das Roß die Waffen und ihn), sprach ihnen Mut zu (bloss nicht zu wagemütig werden, nichts für ihn). Seine Vollrüstung erschimmerte golden. Und noch ein anderer Magier wuselte um ihn herum. Er fühlte sich stark! Xan würde ihn nun beschützen, sagte der Priester, klar dachte er, Sein Langschwert war geweiht und es wanden sich schon goldene Lichter um es, bald würde er es dem Drachen ins Maul drücken!</p>
<p>Also mutig voran und hinein in die Höhle. Das Pferd schoß in die Höhle. Es war doch schneller als er dachte. nur 10sec brauchte er für den Ritt durch den Tunnel. Sein Stoßspeer würde einen vernichtenden Schlag werden. Laut rief den Kampfschrei XANs und da war der Drache auch schon. Wie bei einem Tjost würde er rechts an ihm vorbeireiten, wenden und dem Vieh noch einen Shlag in die linke Flanke setzen! Dann abspringen und mit dem Langschwert das Monster auseinanderhacken.</p>
<p> </p>
<p>Der Drache schlief in seiner Höhle. Die Jungfrau war hinten eingesperrt. Das Gold lang links, das Gerümpel der toten Helden rechts. Der Fleischberg von gestern lag ihm noch im Magen, der Metallmantel war eine harte Nuss, aber als er sie geknackt hatte, schlang er den alten Ritter gut geröstet hinunter. Es wird schon, dachte er sich, als er meinte, was gehört zu haben, schepperte die Rüstung in seinem Magen? Er hatte nach draussen gehorcht, die heckten was aus, der nächste Held würde kommen. Aus Den Ausrüstungsgegenständen der toten Helden hinten in der Höhle hatte er sich schnell einen 2W6 Heiltank gemixed und er war wieder fit und ausgeschlafen.</p>
<p> </p>
<p>Der Drache hob überrascht den Kopf und sah ihn. Und schon loderte er im Drachenatem, gerade in dem Augenblick, wo der Stoßspeer traf.</p>
<p> </p>
<p>Dank des Himmlischen Beschützers wurde das Roß nicht verkohlt (zweimal 50%). Immerhin war es nach dem Feuerhauch nicht gleich erschöpft. Ihn selbst schütze das große Schild ohne weitere Folgen. Sein Stoßspeer kam mit 34%, er hatte Glück! 16 Schaden. Das Blut spritzte aus der Wunde, er bekam einen Schwall über seine Rüstung, doch die goldene Rüstung hielt es ab (-4AP). Weiter reitete er am Körper des Drachen vorbei, Am Schwanz hätte er dank Reiterkampf noch einen Schlag gehabt, doch sein Reiterglück verließ ihn. Er sprang vom Pferd und dank seiner Akrobatik und seiner Kunst des Kampfes in Vollrüstung stand er da am Schwanzende am Ende der Kampfrunde. Puh.</p>
<p> </p>
<p>Schon drehte sich der Drache sich um, er zog sein Lagschwert und der Nahkampf begann. Das Schlachtroß hielt sich am Rande in Deckung und schaffte einen Fluchtpunkt für ihn, aber erstmal los! Der Drache wollte ihn beissen Auch hier brauchte er wieder sein Glück, um nur leicht getroffen zu werden. Ui! 4 LP gingen duch, verlor 13 AP, schon war er vöölig aus der Puste. Doch einmal sollte der Drache sein Schwert spüren. Mit seinem letzten Glück(spunkt) hieb er ein und traf den Drachen schwer mit 11 Schaden. Der Drache sah schon nicht mehr so gut aus (unter Hälfte LP).</p>
<p> </p>
<p>Nun aber raus, panische Flucht! Ich kann nicht mehr! Der Drache schnappte nochmal mit seinen Kopf, bis er im engen Gang verschwunden war. Es knackte und er verlor 6 LP. Die Stählung vom Heiler hat nicht viel gebracht. Die eine Klaue hackte noch vorbei, die andere furchte über seine Rüstung, was er aber gar nicht mehr merkte. Das Ross floh vor ihm nach draussen und erschöpft mit 4 LP sah er die Dorfler, was ihn voller Freude anstrahlte. Er sagte nur, er müsse sich kurz ausruhen, dann würde er dem Vieh den Garaus machen.</p>
<p> </p>
<p>Ein Paar Prellungen, das kriegen wir wieder hin! Der Zwerg fummelte am Kleeblatt. Man zauberte Schnellheilung auf ihn. Ja, so gings es besser nach 10min. Doch der Drache hatte sich auch zwei seiner 2W6 Heiltränke genehmigt, dumm war er nicht, eher schlauer als die Menschen da draussen.</p>
<p> </p>
<p>Dieses mal drückte der Heiler im nur zwei Elixiere in den Mund, dafür machte ihn das Lied eines Bard schon fast wagemütig... Auf gehts in die zweite Runde, der Drache ist schon fast erschöpft.</p>
<p> </p>
<p>Flott wie der Wind reitete er auf dem beschleunigten Pferd in die Höhle zurück! Diesmal war der Drache nicht überrascht. Dank seine Führungskunst und des Stoßspeer konnte er doch recht nah kommen, bevor der Drachenatem über ihn fegte. Doch das Glück hatte er schon in seinem ersten Gang verbraucht, diesmal reichte es nur für einen leichten Treffer. Den Feuersturm überstand er gut, das Pferd nicht, mit 14 Schaden war das Pferd fast verbrannt. Wieder spräng er ab und landete auf den Füßen. Schnell das Schwert gezogen....</p>
<p> </p>
<p>Schon drehte sich der Drach wieder um, er sah die beiden Tatzen, den Rachen und sein golden schimmerndes Schwert....Die Rüstung macht ihn so langsam, erstmal galt es zu parieren. Doch uh, der Biss war 10 schwer, er war völlig erschöpft, die Klauen pressten sich in seine goldene Vollrüstung., jedoch ohne Folgen. Dann kam sein Schlag, doch der Drachen pariete, so kam zu 11 leichten Schaden.</p>
<p> </p>
<p>Klar, ohne Kraft blieb nur die Flucht, also Hasenbeine und ab. Der Kopf fuhr auf ihn nieder 12 Schaden, die Klauen spürte er gar nicht mehr. Doch er kam heil wieder aus der Höhle.</p>
<p> </p>
<p>Er bekam ein Heilung seiner schweren Wunden und eine erste Hilfe, dann sah er schon wieder ganz passabel aus. Das Pferd konnte auch wieder zusammen gesetzt werden. Das Pferd war auch entkommen und wurde wieder aufgepeppelt. Langsam wurde es Routine. Auf das Roß und rein in den Tunnel.</p>
<p> </p>
<p>Diesmal widerstand das Pferd dem Feuer und er konnte seinem Speer ansetzen, doch er traf nicht. Mist! Abspringen oder noch ne Runde reiten? Hier war noch ein bischen Platz für den nächsten Sturmangriff. So ritt er nach der Wende dem gedrehten Drachen zu, der seinen Schlund schon öffnente, um ihn zu beissen. Er war schneller! 16 schwer! Das hatte gesessen, doch der Drache langte auch zu mit 12 leicht war er schon wieder aus der Puste. Er musste mal was für seine Ausdauer tun, das war ihm nun klar! Die Krallen kratzen wie immer. Doch die Runde war überstanden. Das Pferd war schon in der richtigen Richtung, absetzen! Der Drache biss doch tatsächlich vorbei und die Krallen merkte er wie immer nicht. Xan sei Dank! Ein mal kurz Atem holen, Kraft finden und wieder rein!</p>
<p> </p>
<p>Handauflegen, Kraftspende, sie gaben alles, es reichte nicht! Erst der Heiler mit seinem Erfrischungselixier brachte ihn auf die Beine. Das Pferd war auch wieder faufgefrischt und ab der Bote! Xan brüllend trieb er sein Pferd nach den Minuten des Segnens und Beschleunigens in die Höhle,</p>
<p> </p>
<p>In der Höhle flammte es ihn wie immer an, das Pferd kam nicht gut weg, aber nach seinem Stoß 16 leicht konnte er noch abspringen, lag aber am Boden. Das Pferd röchelte und brach am Ende der Höhle zusammen.</p>
<p> </p>
<p>Der Drache schmatzte mit dem Schwanz. 9 schwer mit dem Schwanz, Karl verlor 2 LP und 10 AP. Nun aber zumindest den Schwanz abhacken! Wieder nur leicht, obwohl er nicht erschöpft war. Doch mit dem Schlag sah er, wie der Drache erschöpft war! Er war langsamer....Der Drache drehte sich, das war seine Chance! Auf ihn mit dem goldenen Langsschwert 11 schwer! Juhu, das Blut spritze, er war völlig KO, egal! Der Drache trieb ihm seine schlaffen Zähne in die Armschiene: 13 schwer, Karl hatte nun noch 6 LP, was tun? Wegrennen oder draufhauen? Nee, es war Selbstmord mit 6 LP gegen den Drachen. Sich vom Gegner lösen und weg! Den Drachenbiss konnte mit dem Schild noch abwehren und raus der Höhle....</p>
<p> </p>
<p>Das Dorf johlte! Wundheilungsellixier des Heiler und Heilen von Wunden brachten ihn auf die Beine, Sein Kopf dröhnte, schon fing die Rüstung wieder golden zu glänzen und knappe 40min später tobte er auf einem Ersatzgaul in die Höhle. Der Drache hatte sich schnell auf Ohr gelegt, So ein Mist, dass das Dorf den Höhleneingang versperrt hatte mit einem Erdrutsch und dass die zum dumm waren, ihm zu glauben, er hätte die Tochter des Dorfältesten ganz bestimmt freigelassen, wenn Sie ihn rausgelassen hätten, aber das Vertauen in aufrichtige Drachen hatte in letzter Zeit gelitten. Als alter Drache träumte er noch von der Zeit, wo er sogar der Magie wiederstanden hatte. War sein Ende nun gekommen? Er gag sich selbst noch erste Hilfe, ein Mumiendrachem. lachte er noch, egal...</p>
<p> </p>
<p>Diesmal sollte der doch mit seinem Sturmangriff ins Leere laufen! Und so kam es Karl kam in die Höhle, wo war der Drache? Hinter dem Eingang hopste der Drache hervor und für einen Sturmangriff war es nun zu kurz, nur ein normaler Angriff gibt noch. Karl sprang geschickt ab und zog das Schwert, das golden schimmernde.</p>
<p>Schon kam der Biss, den er abwehren konnte, aber er war erschöpft! Die Krallen waren ja ohne Wirkung.... Nun war er aber an der Reihe! Immerhin traf er noch leicht und dies hatte die Folge, dass auch der Drache wieder erschöpft. Auch war er langsamer und hatte viele Wunden. Diesmal werde ich bis zum Tod kämpfen!</p>
<p>Der Biss des Drachen sass! 12 schwer, 5 LP verlor er, aber das haut eineen Karl Kloppo nicht um, nun kam sein Schlag! Nieder das Schwert in den Drachen:und schwer! 11, das Blut spritzte rechts und links! Und der nächste Waffengang begann. Wieder verlor er 5 LP, ohne Ausdauer war es ein reines Gemetzel! Doch die Rüst war Xan gülden!.Er hieb mit dem Langschwert zu und getroffen sackte der Drachenkopf auf den Boden. Mit einem letzten LP murmelte er: Karl, du bist ein Held! Nimm die Dorfschönheit und hole dir deinen Ruhm ab! Später lass ich dich dann auch noch meinen Schatz nehmen! Du bist ein Held! Mit 5/0 waren die die richtigen Worte für Karl! Er schnappte sich die Schönheit aus der Höhle und wankte aus der Höhle....</p>
<p> </p>
<p>Sieg jubelte das Dorf! Scnell heilt mich, rief Karl, ich habe da noch was! Wundpflasterelixir und Lebensrettung stärkten ihn! 13 LP. Die Lebensstärkung puchterte durch seine Venen, kaum 20min später stand er wieder in alter Frische. Er sagte, er müsse noch was aus der Höhle holen und lief davon.... Doch das Dorf wollte mit den toten Drachen sehen....</p>
<p> </p>
<p>In der Höhe sah es schlimm aus. Der Drache hatte sich an die Seite geschleppt. Ein Blutsee war entstanden! Das Dorf war vorsichtig hinter ihm. Kühn stand er da und erklärte, sie mögen den armen alten Drachen am Leben lassen, er werde ihn ab jetzt nichts mehr tun. Dafür gebe der Drache auch seinen Hort als Pfand. Tippe nickte nur schwach und das Dorf fing voller Freude an, die Schätze aus dem Dorf zu tragen! Er selbst entledigte sich seiner Kleider und würde den wichtigsten Schritt seines Lebens tun, das wußte er. Der Heiler fragte, willst du das wirklich, aber ja, ansonsten wäre das hier sinnlos! So sprang er in den Tümpel. Es brannte so sehr und er verlor das Buwußtsein!</p>
<p> </p>
<p>Später kam er wieder zu sich! Der Heiler hatte ihn mit Allheilung auf 4/4 gebracht, danach noch ein Zauberheilungselixier und schon 1s Stunde später war Karl Kloppo stolzer Besitzer einer VR-Drachenhaut und voll fit!</p>
<p> </p>
<p>Der Kampf hatte einen Tag gedauert, mit den 155 EP für den Drachen und den 50 EP für die Fertigkeitenwürfe würde er sein Langschwert hochlernen und Ausdauertreining betreiben. Manch Praxispunkt ließ ihm im Grad nicht ansteigen.</p>
<p> </p>
<p>Nun war er der edle Karl Kloppo! Die Welt gehörte ihm!</p>
<p> </p>
<p>-------</p>
<p> </p>
<p>Ergänzung:</p>
<p> </p>
<p>Der SL hatte 3 Glückspunkte vergeben,</p>
<p> </p>
<p>Stärke, Segnen, Himmlischer Beschützer, goldene Wehr, Goldener Panzer, Wagemut, Waffensegen auf Stoßspeer, Kühnheitsellixier und Stählen.</p>
<p> </p>
<p>Die Variante, Drachenrune, Beserkerrune wäre evtl auch gegangen....</p>
<p> </p>
<p>Erholung und Lied der Kraft wurden oben noch gar nicht gebraucht.</p>
<p> </p>
<p>Auch kein Maganbrot und Kraft- oder Heiltränke auf Seiten Karl Kloppos!</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1536</guid><pubDate>Sun, 10 Apr 2016 18:15:00 +0000</pubDate></item><item><title>Tilshumet, der Reisende -Beitrag des Monats W&#xFC;ste</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/tilshumet-der-reisende-beitrag-des-monats-w%C3%BCste-r1493/</link><description><![CDATA[
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">Der alte Mann in der Oase  Nakut sah mich an. „Ihr da! Fremder! Wenn ihr die Wüste mit dieser Karawane weiterhin in Richtung </span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;"><span style="color:#000000;">Kairawan</span></span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;"> durchqueren wollt, so lasst mich euch eine Geschichte erzählen, die euer Leben oder eure Seele retten kann!“</span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">Ich blickte den Alten an und ging skeptisch zu seinem Lager herüber. </span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">Er goss mir sogleich einen wohlschmeckenden, stark gesüßten Tee in eine Tasse und deutete auf die Datteln, die daneben in einer Schüssel standen.  Dann begann er mit seiner Geschichte: „In den Oasen der Wüste erzählt man sich schon seit langem, hinter vorgehaltener Hand, von Tilshumet dem Reisenden. Er wird als großgewachsener Mann beschrieben der in wallenden weißen Gewändern, die keinem Stamm zugehörig sind, gekleidet ist. Zu seinem  schwarzen Turban trägt er einen schwarzen Schleier vor seinem Gesicht, dass noch kein Sterblicher zu sehen bekam.  Einzig die dunklen, fast schwarzen Augen und etwas von seiner scheinbar dunklen, runzligen Haut ist durch den Schlitz zu sehen. Auf seinem Rücken, so erzählen sich die Alten, trägt er ein großes Krummschwert und an seiner Seite einen großen Wasserschlauch. Er taucht durch die Hitzeschlieren der Luft wie aus dem Nichts auf, fast wie eine Fata Morgana und bietet verirrten und verunglückten Reisenden in der Wüste seine Hilfe an.“</span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">„Das klingt doch großartig, ein Helfer in der Not“, unterbrach ich törichterweise den Alten</span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">„Wollt ihr die ganze Geschichte hören, oder mich noch weiter unterbrechen?“, fuhr er mich an. </span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">„Nein, fahrt bitte  fort mit eurer Geschichte, verzeiht meine Unterbrechung!“, entgegnete ich höflich und nahm einen Schluck Tee. </span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">„Nun denn. Nicht viele können von sich behaupten Tilshumet begegnet zu sein und noch weniger können berichten, dass sie von ihm gerettet wurden.“, sagte der Alte und sah mich verdrießlich an. Er hatte offensichtlich bemerkt, dass mir eine spitze Bemerkung auf der Zunge lag, die ich aber schnell mit einer saftigen Dattel herunterschluckte. „Aber es gibt einige wenige, denen das Glück hold war und die ihm ihr Leben verdanken. Von einem dieser Überlebenden stammt auch die Beschreibung. Ich selbst habe mit ihm gesprochen. Nun möchte ich euch nicht vorenthalten, was euch vielleicht eure Seele retten kann. Der Überlebende berichtete, dass seine Karawane von Banditen überfallen wurde. Durch Ormuts Gnade wurde er während des Überfalls eine Düne herabgeschleudert und die Banditen haben dies nicht bemerkt. Doch er sah sein Leben schon als verwirkt an, da er ohne Wasser und ohne ein Kamel mitten in der Wüste gestrandet war. Er versuchte zumindest in die Richtung zu wandern, aus der sie gekommen waren, da dort die nähere Oase war. So wanderte er eine Nacht und schlief einen Tag und wurde zunehmend schwächer, ohne Wasser und ohne Nahrung. In der zweiten Nacht stand plötzlich die weiße Gestalt mit dem schwarzen Turban vor ihm. Er erschrak und wich ein paar Schritte zurück. Die Gestalt kam näher und fragte mit einer Stimme dunkel und tief wie ein alter Brunnen: „Willst du leben?“ Woraufhin der Geschwächte antwortete: „ Ja! Ich will leben, könnt ihr mich retten, seid ihr mit einer Karawane unterwegs?“ und hoffnungsvoll zu dem Unbekannten blickte. „Wenn du leben willst, dann schuldest du mir einen Dienst! Jederzeit, wo auch immer du bist und was auch immer ich von dir einfordere!“ Ohne weiter zu überlegen antwortete der Verirrte: „Alles, nur rettet mich!“ Und Tilshumet gab ihm aus dem Wasserschlauch zu trinken. Er trank und trank und spürte wie alle verlorenen Lebensgeister zurückkehrten. Mehr als das, er fühlte sich gestärkt und verspürte weder Hunger noch Durst. Dann drückte Tilshumet ihm einen Ölzweig in die Hand und sagte: „Der Zweig weist immer in die Richtung der nächsten Oase – bis du dort ankommst  - dann verliert er, genau wie der Trank den ich dir gab, seine Wirkung! Du kannst bei Tag und Nacht marschieren und wirst nicht müde.“ Mit diesen Worten entfernte sich Tilshument und verschwand in einem Hitzewabern. </span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">Der Mann machte sich sogleich auf den Weg und marschierte zwei Tage und Nächte durch, bis er in der Oase ankam. Dort brach er dann entkräftet zusammen und der Ölzweig zerfiel zu Staub. Wir pflegten ihn bis er wieder vollständig bei Kräften war und er erzählte uns seine Geschichte. Nach einer Woche machte er sich mit der nächsten Karawane auf den Weg. Bis hierhin hätte es eine wundersame und glückliche Rettung sein können. Doch dann, nach einem Jahr und einem Tag, hörten wir, dass ein Mann auf dessen Beschreibung die des Geretteten passte in </span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;"><span style="color:#000000;">Kairawan </span></span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">umgekommen war, als er einen Priester Ormuts auf offener Straße angegriffen hat und einen dunklen verfluchten Dolch in sein Herz versenkte.</span></span></p>
<p><span style="font-size:12px;"><span style="font-family:arial;">Daher Fremder, auch wenn ihr in Not seid, achtet darauf von wem ihr euch helfen lasst.“</span></span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1493</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2015 10:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ulvar und die Grauen M&#xE4;nner I</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/ulvar-und-die-grauen-m%C3%A4nner-i-r1486/</link><description><![CDATA[<p>Ulvar und seine Freunde stehen diesmal geheimnisvollen grauen Männern gegenüber, die (mindestens) ein Moravendorf an der Grenze zur Tegarischen Steppe unterwandert oder unter ihre Gewalt gezwungen haben.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1486</guid><pubDate>Fri, 29 May 2015 21:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Einf&#xFC;hrungsvorlesung Illusiona Magica - Beitrag zum Thema des Monats April</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/einf%C3%BChrungsvorlesung-illusiona-magica-beitrag-zum-thema-des-monats-april-r1483/</link><description><![CDATA[
<p>„Die Kunst Illusionen zu erschaffen, ist die Wahre Magie Großes zu bewegen, denn sie bewegt nicht selbst. Die Illusion gibt dem Betrachter das zu sehen was er oder sie zu sehen sich ersehnt oder gar fürchtet. So ist es der Zeuge der Magie selbst, der, ohne hinter das Geheimnis zu kommen, die großen Veränderungen in der Welt vollbringt. Ganz in dem Glauben, es sei seine ureigenste Idee. Die Magie bleibt unbemerkt und wirkt subtil, doch gerade deswegen mächtig. Wozu kann man eine Feuerkugel schon gebrauchen, wenn man mit der Illusion eines Drachen ganze Heere in Angst und Schrecken versetzen kann. Die Illusion manipuliert das Denken und den Glauben gleichermaßen. Wer will sie noch als Jahrmarktsunterhaltung verpönen, der um ihre wahre Natur weiß, außer um genau diesen Schein zu erwecken. Also hört auf mich, kluge Novizen von Welt. Lernt die Kunst Illusionen zu erschaffen, so ihr denn meint, deren Geflecht beherrschen zu können. Denn diese Magie ist etwas für die weisesten der Weisen, die sie gezielt, wie ein Skalpel, einsetzen und als Berater von Königen, die Welt regieren können! ...</p>
<p>Und auch um bei einer schönen, jungen Dame zu freien, mag durch eine kleine Illusion, für den kurzen Spaß, eine gute Zeit erwirkt werden!“</p>
<p> </p>
<p>So dachte sich der junge Magier dann,</p>
<p>das klingt famos,</p>
<p>da will ich rann.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1483</guid><pubDate>Thu, 30 Apr 2015 09:52:00 +0000</pubDate></item><item><title>Arenah&#xF6;hle - Beitrag zum Thema des Monates M&#xE4;rz 2015</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/arenah%C3%B6hle-beitrag-zum-thema-des-monates-m%C3%A4rz-2015-r1474/</link><description><![CDATA[
<p><em>Eine Weitere Geschichte aus Unicum's </em><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/content/2108-Halfdal-Die-Taverne-des-Erz%C3%A4hlwettstreites" rel=""><em>Taverne des Erzählwettstreites </em></a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:12px;"><strong>Blut,...</strong></span></p>
<p>Man sagt: <em>Blut ist dicker als Wasser.</em></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:12px;"><strong>Wasser,...</strong></span></p>
<p>Man sagt: <em>Steter Tropfen höhlt den Stein.</em></p>
<p> </p>
<p><em>Wie wird dann wohl Blut den Stein höhlen?</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:12px;"><strong>Candranor,...</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Ihr wollt etwas über Höhlen wissen? Ich habe eine Höhle gesehen und wie ich sie sah erinnerte sie mich eher an eine Hölle, und wo? Nicht etwa in einem Bergigen Gebiet, nicht weit weg in der Wildnis, nein direkt in Candranor im Herzen Valians.</p>
<p> </p>
<p>Das große gewaltige Candranor. Weltstadt, Heimat des Valianischen Imperiums, Ursprungsort der Seemeister und das Grab unzähliger Menschen welche es aufgebaut haben.</p>
<p> </p>
<p>Unlängst konnte man in den Küstenstaaten sehen wie man mit viel Geld und Magie eine Stadt buchstäblich aus dem Boden stampft. Nun, in Candranor gab es zu Beginn die großen gewaltigen Elementarwesen welche dort arbeiteten noch nicht, es gab nur unzählige menschliche Hände welche in Steinbrüchen, Wäldern und Werkstädten arbeiteten. Alles zum Ruhme Valians.</p>
<p> </p>
<p>Freie oder Sklaven? Nun ich muss sagen zum Teil ist es schwer, gar sehr schwer zu sagen. Auch heute opfern sich noch genügend Menschen in Dingen worüber man eigentlich den Kopf schüttel müsste. In Religiöser Ereiferung opfern manche ihr ganzes Hab und gut und helfen mit eigener Arbeit am Bau eines Tempels. Oder pflicht-verschuldet und in einer Obrigkeitshörigkeit geben sie das letzte her um dem Staat als treues Mitglied zu erscheinen.</p>
<p> </p>
<p>Oh Ja, solche Menschen gibt es. Wir erleben es im Kleinen an jedem Tag auf dem Markt, es gibt Menschen die feilschen um jede kleine Kupfermünze und mache sind darin eben besser als andere. Genauso feilschen Priester und Könige um die Gunst der Massen. Im Gegensatz zu den Waren auf dem Markt, bieten sie Ruhm, Ehre und die Gunst ihrer Götter.</p>
<p> </p>
<p>*Misstrauisch geht sein Blick durch die Runde, wissend gerade ketzerisches ausgesprochen zu haben*</p>
<p> </p>
<p>Also, es ist nach Jahren schwer nachzuvollziehen wer da in einer großen, alten Stadt was gebaut hat. Bei einigen Dingen ist man sich sicher dass es Sklaven waren, in anderen das es Freie waren, doch bei vielen Bauten ist es einfach auch nicht zu sagen. </p>
<p>Ich gehöre zu einer Gruppe welche sich dafür interessiert was in der Vergangenheit wirklich passiert ist. Wir suchen Schriften aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung, vor Landung, vor der Gründung von Candranor. Ich persönlich habe Grabungen unter der großen Arena von Candranor durchgeführt. Still und Heimlich, ohne die Duldung der Besitzer, der Kirche oder gar des Staates. </p>
<p>Denn wer von diesen ist schon an der Wahrheit interessiert?</p>
<p> </p>
<p>Ich habe einen Schimmer der Wahrheit gesehen. Die große Arena von Candranor steht auf dem Fundament einer älteren und diese auf dem einer noch älteren. Ab und an schien man sie eingerissen zu haben und dann nach Jahren neu erbaut. Zumindest eine konnten wir aber identifizieren: die Arena welche heut steht wurde erst Jahre nach dem großen Sklavenaufstand gebaut. Wer die älteste darunter baute ist mir nicht bekannt.</p>
<p> </p>
<p>Was ich aber unter der Arena fand war so schrecklich dass ich Hals über Kopf floh. Dabei starben einige meiner Helfer und auch die Obrigkeit wurde auf uns aufmerksam. Ich bin nun in Candranor ein gesuchter Mann, die Kirche Schimpft mich einen Ketzer, wahrscheinlich sucht man mich sogar zu Recht. Denn ich hätte nie das stören sollen was sich unter der Arena befindet, ein Wesen genährt von dem ständigen Blut was im Sand der Arena vergossen wird, ein Wesen das sich auch nährt an den Seelen all derer welche in der Arena sterben. Ein Wesen welches ich nie dort vermutet hätte.</p>
<p> </p>
<p>In der Vermutung das es unter der Arena noch anderes zu entdecken gäbe fingen wir an zu graben. Von zwei Stellen, einem Keller eines gekauften Hauses und einem Brunnenschacht gruben wir in Richtung der Arena. Bald schon führten wir die beiden Gänge zusammen. Der Brunnenschacht sollte nur als Notausgang dienen. Schließlich stießen wir auf Fundamentsteine und dann auch auf Hohlräume, große begehbare Hohlräume tief unter der Arena.</p>
<p> </p>
<p>So fand ich in einer Kammer einer Höhle unterhalb der Arena einen Schacht der tief in die Erde führte,... die Kammer war wohl die Grundsteinlegung der ersten Arena gewesen, so meinte ich es aus den Symbolen an der Wand zu erkennen. Jedoch der Grundstein war verschwunden und an dessen Stelle klaffte nur ein Loch im Boden welches irgendwie so aussah als ob es in den Boden gefressen wäre. Ich sah in diesem Raum die alten Götterbilder an der Wand, doch waren sie mir fremd und angsteinflößend. Denn sie alle waren entstellt, nicht etwa das man sie nachträglich geändert hätte, nein es waren perfekte Handwerklich abgeschlossene Bildnisse, nur völlig falsch und verdreht. Tin, Gott des Gesetzes und des Handels dargestellt als nur auf den eigenen Vorteil ausgerichteten Raffzahn. Nothun, als Mordender Seegott. Laran als Schlächter ohne Moral und Ehre, Culsu in Pakt mit Untoten und Alpanu als lüsterne Hure. Es gab auch einige Götter welche ich nicht erkannte, vielleicht war das Phanteon früher einmal größer, vielleicht waren es auch nur noch weiter entstellte Bildnisse die ich nicht zuordnen konnte. Überall sah man Rinnsale welche in das Loch hinunter führen, Braun wie altes getrocknetes Blut. An den Wänden fanden wir Fackelhalter, die Ruß-schichten waren dick und an manchen Stellen auch noch frisch. In einer Ecke fanden wir Kisten mit Wein und Roben. Es scheint als würde es hier auch einen finsteren Kult geben. Alles hier oben erschien sehr unübersichtlich. Ich vermute stark das es weitere Eingänge gibt.</p>
<p> </p>
<p>Doch es war gerade alles ruhig und so kletterten wir, an einem Seil, das wie schon bereit dafür durch eine Öse an der decke geführt wurde, den Schacht hinunter. Wir fanden uns in einer großen natürlich anmutenden Höhle wieder wo wir aber nur auf einem Berg von Knochen standen,... morschen, faulenden Knochen. Aber allesamt Knochen von Menschen. Wir waren zu sechst an diesem Tage, doch nur ich sollte entkommen. Wir hörten einige Worte, es klang für mich wie der Atem eines alten Gottes, und noch ehe das letzte Wort verstummt war wurden wir angegriffen von Ghulen. </p>
<p>Heute weiß ich das es Ghule waren, damals kannte ich diese Wesen nicht. Aufgedunsene Körper waren es, bleiche Augen und starrer gieriger Blick, die Hände zu klauen geformt und doch trugen sie noch die Gewänder welche sie wohl zu Lebzeiten getragen hatten, wenn auch in Fetzen. </p>
<p>Was mir überaus aufgefallen ist waren die Schmuckstücke welche sie trugen, wüsste ich es nicht besser, ich würde sagen dort unten feierte ein untoter Ghulkönig eine Ratssitzung. Denn nur im Rat der Viarchen in Candranor habe ich jemals so eine Fülle von Schmuck und Tand gesehen.</p>
<p>Aber ich schweife ab, wir wehrten uns nach Kräften, doch es gelang nur mir das Seil zu erreichen. Ich war schon einige Meter nach oben geklettert und die Ghule waren lausige Kletterer und kümmerten sich eher um meine Kameraden, da packte mich etwas am Fuße. Ich weiß bis heute nicht was es war, denn jegliches Licht war ausgegangen mit dem Tod meiner Begleiter. Es fühlte sich an wie ein Tentakel oder eine Schlange und es Zog an mir. </p>
<p> </p>
<p>Es ist eine der seltenen Begebenheiten gewesen in welchen ich die Götter angerufen habe und, wie zu erwarten war, antworteten sie nicht. Da streifte was immer es auch war meinen Stiefel ab und ich kletterte weiter. Als ich oben war verschnaufte ich unvorsichtigerweise etwas. Das Seil hing lose in das Loch und alles was ich hörte waren nur merkwürdige Geräusche von unten die ich nicht zuordnen konnte. Aber sie waren weit genug weg das ich mich in Sicherheit wähnte. Ghule schmatzen und scharren, vielleicht stöhnen sie leise aber die Geräusche welche ich von unten hörte waren eindeutig nicht von einem Ghul, es war etwas großes, etwas altes und es sprach in einer Sprache welche ich nicht verstand. Es hörte sich alt an, älter als Maralinga, vielleicht eine Urform der Dunklen Sprache, vielleicht auch eine Sprache die es in unserer Welt nicht gibt. Und doch hatte die Stimme mich in ihren Bann geschlagen ich konnte mich nicht wirklich bewegen um zu fliehen.</p>
<p> </p>
<p>Da donnerte ein Ghul aus dem Loch, er klatschte an die Decke, wo noch die eiserne Öse für das Seil hing und fiel schreiend wieder zurück in die Tiefe. Ja, das hört sich nun sehr, sehr Lustig an, aber wenn irgendeine große Kreatur mit Ghulen nach einem Wirft mag das wie Klamauk sich anhören, zeigt aber nur wie wenig dieser Kreatur die eigenen Ghule wert sind. Doch: Der Bann war gebrochen. Ich sprang auf, raffte meine Laterne und konnte sehen wie ein zweiter Ghul ebenfalls an die Decke stieß, dann aber beim herunterfallen den Rand des Loches greifen konnte. </p>
<p>Ich hätte ihn sicherlich wieder zurückstoßen können doch da flog schon der nächste aus dem Loch heraus. Sicher die Ghule waren etwas angeschlagen von dem Aufprall an der Decke, doch war ich als Gelehrter eh kein Gegner für sie.</p>
<p>Ich floh. Durch den Gang welchen wir jahrelang gegraben hatten in das Haus welches ich in der Nähe der Arena gekauft hatte. Ich floh aus dem Haus und ich floh aus der Stadt. </p>
<p> </p>
<p>Ich erfuhr dass die Garde das Haus dem Erdboden niedermachte, ich als Besitzer wurde angeklagt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Doch ist niemand sonst wieder nach unten gegangen, zumindest nicht das ich es wüsste, doch jemanden müssten die Roben gehören. Ich hoffe an dieser Stelle dass sie den zweiten Ausgang, welchen wir als Fluchtweg anlegten und der in den Nothun-Brunnen vor der Arena mündete ebenfalls gefunden und wieder versiegelt haben. Aber ich bin mir eben leider auch sicher das es weitere Zugänge gibt.</p>
<p>Manchmal soll die Vergangenheit vielleicht doch besser ruhen.</p>
<p>Doch irgendwie glaube ich nicht so recht daran, hört man doch ab und an aus dem Stadtzentrum Geschichten über verschwundene Menschen. Nun passiert so etwas in jeder Großen Stadt von Zeit zu Zeit, aber jedes Mal wenn ich etwas von dort höre fühle ich wie etwas Kaltes nach meinem Herzen greift.</p>
<p> </p>
<p>-----</p>
<p> </p>
<p>Als Aufhänger für ein Abenteuer habe ich noch einige weitere Gedanken, welche nach Belieben zusammengesetzt werden können.</p>
<p>Was immer sich unter der Arena von Candranor verbirgt überlasse ich dem geneigten Spielleiter welcher aus dieser Geschichte ein Abenteuer machen will. (Das ganze ist daraus entstanden das ich mir Gedanken über Chandranors Arenen machte) Sicher ist es eine Brutstätte des Bösen und sicher kann sich vieles von dem Leid der Verwundeten, dem Blut und den Seelen ernähren welche in der Arena ihrem Schicksal begegnen.</p>
<p> </p>
<p>Ob die Götterfiguren vorsätzlich so ausgesehen haben wie beschrieben stelle ich ebenfalls frei, in meiner Version waren es früher echte Götterfiguren welche aber nun etwas verunstaltet wurden durch das Grauen was die Steine ertragen mussten im Laufe der Jahrhunderte. Insofern könnte noch ein kleiner Funke des Göttlichen vorhanden sein.</p>
<p>Ebenfalls denke ich das es unten nicht nur Ghule gibt (wenn es denn Ghule sind) sondern auch noch "anderes" Untotes, Dämonisches, vielleicht sogar ein Teil eines alten, längst vergessenen finsteren Gottes,... Vielleicht wurde auch erst durch das anhaltende Leid über diesem Ort hier ein Wesen "geboren" das nun sehr stark ist. Eben ein großes, chuthuloides Tentakelmonster welches mit Ghulen wirft. Der Möglichkeiten sind da viele. </p>
<p>Denkbar ist auch das es tatsächlich noch andere Eingänge geben könnte über welchen die dekadente Oberschicht diesen finsteren Gott anbeten. </p>
<p>Oder Zugänge zu den örtlichen Mausoleen der Reichen aus welchen die Ghule neue Kameraden rekrutieren, was auch erklären könnte warum einige Ghule Juwelen tragen.</p>
<p>Der ganze Ort könnte das Heiligtum eines finsteren Kultes sein. Mit den Auswirkungen welche das hat: dessen Priester können dort ohne AP-Verlust zaubern.</p>
<p>Die Valianische Stadtwache wird sicher nicht erfreut sein wenn man in dieser Sache herumstochert. Die Erfahrungen als vor einigen Jahren etwa zwei Dutzend Ghule plötzlich auf die Straße herausbrachen haben die wenigsten vergessen.</p>
<p>Eventuell lässt sich eine der Magiergilden oder auch der ein oder andere Tempel darauf ein hier nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p>Eine wagemutige Gruppe kann es aber auch gerne alleine, ohne Duldung der Oberschicht versuchen. Ich finde so etwas immer noch etwas mehr belohnungswürdig als wie wenn man immer einen "Auftraggeber" braucht.</p>
<p> </p>
<p>Es gibt auch noch die Möglichkeit das der Gelehrte einfach nur seinem Gott neue Opfer zuführen will und weit entfernt von Candranor Gold-gierige Abenteuer anheuert welche von den Ghulen zerrissen werden sollen. Aber wenn man zu oft die eigene Gruppe durch den Auftraggeber in die Pfanne hauen lässt werden sie keine Aufträge mehr annehmen.</p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:12px;">Noch eine kleine Erweiterung:</span></p>
<p> </p>
<p><strong>Die Höhle unter der Arena</strong></p>
<p>Tatsächlich ist die Höhle unter der Arena seit einigen Jahrhunderten einer kleinen Gruppe von Okkultisten bekannt. Mehrere Gänge wurden von Sklaven aus einigen Behausungen oder gar von öffentlichen Brunnen in Richtung der Arena getrieben um einen Zugang zu der großen oberen Kammer – der „Blutgruft“ zu bekommen. Derzeit sind vier noch gebrauchsfähig. Einer mündet in einen Brunnen (den Nothun Brunnen – die Okkultisten kennen den neuen Gang nun) unweit der Arena. Ein weiterer in den Keller einer Bäckerei - niemand in dem Gebäude weiß davon. Diese beiden sind nur Notausgänge sollte der Kult auffliegen. Die zwei anderen führen in Wohnhäusern in welchen Okkultisten Wohnen. Einige andere Ausgänge sind verschüttet und jeder der vier derzeit benutzen Zugänge kann leicht einstürzen wenn man weiß an welcher Stelle man gegen die Stützpfeiler schlagen muss.</p>
<p> </p>
<p>Eigentlich immer befinden sich vier Okkultisten in Zugängen Blutgruft. In regelmäßigen Abständen suchen sie die Ausgänge auf und schauen dort nach dem rechten. Auch die vielen (16) anderen Gänge welche aus der Blutgruft abgehen und ehemalige Ausgänge waren oder sein könnten werden regelmäßig kontrolliert. An jedem der eigentlichen Eingänge sind Ghule angekettet welche man auf den Friedhöfen gefangen hat und die man durchfüttert.</p>
<p>Die Blutgruft selbst ist eine unterhalb der Arena gelegene Gruppierung von einigen Räumen mit vielen auch, größeren Verbindungen. Alles ist leicht abschüssig zur Zentralen Hauptkammer. Es sieht sehr wohl nach Echtsteinmauern aus, gebaut mit gewaltigen Quadern doch haben diese im verlauf der Jahrhunderte wieder eine etwas natürlichere Form und Färbung erhalten.</p>
<p> </p>
<p>In der Hauptkammer liegen Reste der Grundsteinlegung der ersten Arena. Auch der ehemals weiße Marmor ist mittlerweile rostrot geworden, trotzdem kann man die Götter der ersten Grundsteinlegung erkennen. Auch solche welche heute nicht mehr im Valianischen Pantheon beheimatet sind.</p>
<p>Ebenso in der Zentralen Kammer fällt ein Schlund in den Boden hinab. kleine Rinnsale fließen in den Schlund der fast schon etwas organisch rotes hat. Über dem Schlund ist ein großer Stein in der Decke eingelassen an welchem zentral über der Mitte des Schlundes eine einzelne steinerne Öse befestigt ist. Durch diese Öse ist immer ein Seil gespannt welches an zwei gegenüberliegenden Wänden festgebunden ist. </p>
<p> </p>
<p>An einigen Stellen des Außenbereiches sind Teile der Höhle mit Bretterverschlägen ausgekleidet. Reichlich mit Obszönen, Gotteslästerlichen oder einfach nur Grotesken Stickereien verzierte Vorhänge verschleiern weiter die Ausmaße der eigentlichen Höhle.</p>
<p>Der Geruch von frischem Blut liegt in der Luft, etwas metallisch, etwas süßlich aber auch teure Kräuter sind heraus zu riechen. Fackelhalter, welche in den Fels gehauen sind oder Nischen für Öllampen ermöglichen es alles zu erleuchten. In der Regel ist hier aber finsterste Nacht.</p>
<p> </p>
<p>Einmal in der Woche treffen sich die Priester hier für Rituale, einmal im Monat ist ein größeres Fest, welches abgestimmt wird mit den anderen Festen in Chandranor - damit auch niemand merkt das einige der Stadt Honoratioren bei diesem Finsteren Riten teilnehmen. Bei diesen Festen wird dann auch hier unten alles hell erleuchtet. über den Ring in der Zentralen denke lassen einige Sklaven ein Opfer in die Tiefe bis es ihnen aus der Hand gerissen wird. Meistens zieht man den Rest des Seiles dann heraus und es ist abgerissen, ab und an hängt aber noch ein Fuß in einer Schlinge, was grölend zur Kenntnis genommen wird. Drogen und Alkohol fließen in Strömen. Rings um das Loch vergnügen sich Paare im Liebesspiel und es kommt schon vor das sie den Halt dabei verlieren und in den Schlund stürzen unter dem Gelächter der anderen Anwesenden. Das Spiel mit der Gefahr ist auch für einige Tänzer die um den Schlund Tanzen vorhanden. Ab und an wird von den am Rand stehenden Priestern jemand heraus gedeutet der dann über den Schlund springen muss. </p>
<p> </p>
<p>Trifft er das Seil ist das meistens für ihn tödlich, erlöst aber auch das Opfer schneller von seinen Qualen. Gelingt der Sprung stürzt er meistens zwischen die Leiber der sich Liebenden und löst unter diesen ein schreiendes Abrutschen aus. Selten gelingt ein meisterhafter Sprung und dann darf sich der Springer der Gunst, wenn nicht der finsteren Götter dann zumindest der Priesterschaft, gewiss sein.</p>
<p> </p>
<p>Während dieser Orgiastischen Opferfeste tragen die Teilnehmer nur teuerste Stoffe und zeigen möglichst viel Schmuck. Wichtig ist hierbei auch eine Maske welche mindestens die Augenpartie, besser das ganze Gesicht verhüllt.</p>
<p> </p>
<p>----</p>
<p> </p>
<p>Sicher kann man diese Höhle auch unter jede andere Arena legen welche Jahrelang benutzt wurde.</p>
<p>Gegebenenfalls muss man das Phaenteon ersetzen.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1474</guid><pubDate>Mon, 30 Mar 2015 18:25:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die H&#xF6;hle der Geister - Beitrag zum Thema des Monats M&#xE4;rz 2015</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/die-h%C3%B6hle-der-geister-beitrag-zum-thema-des-monats-m%C3%A4rz-2015-r1473/</link><description><![CDATA[
<p><em>Eine Weitere Geschichte aus Unicum's </em><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/content/2108-Halfdal-Die-Taverne-des-Erz%C3%A4hlwettstreites" rel=""><em>Taverne des Erzählwettstreites </em></a></p>
<p><span style="font-size:12px;"><strong>Die Höhle der Geister.</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Heute leben die Menschen in aufwendig gebauten, oft mehrstöckigen Häusern aus Steinen, gebranntem Lehm und Holz. Doch das war nicht immer so. Überall, auch in Zivilisierten Gebieten, kann man Dinge finden von früheren Besiedelungen, einfacher meist, etwa in Höhlen. </p>
<p> </p>
<p>Ich bin ein erfahrener Ermittler aus den Küstenstaaten und möchte heute eine Geschichte erzählen wie ich sie dort erlebt habe. In einem größeren Dorf von etwa zweihundert Einwohnern ereigneten sich kurz hintereinander zwei merkwürdige Zwischenfälle welche ich untersuchen und, so wie es scheint auch aufklären konnte.</p>
<p> </p>
<p>Zunächst erst einmal zu der Gegend in welcher dieses Dorf ist. Ein großes Problem ist das Wasser welches aus tiefen Brunnen geholt werden muss denn die Erde, beziehungsweise der Fels hält das Wasser nicht so wie anderenorts. Trotzdem leben dort viele Menschen weil man dort einen sehr guten Wein anbauen kann. Oft kommen dort auch Höhlen vor und eine dieser Höhlen spielt in meiner Geschichte eine Rolle.</p>
<p> </p>
<p>Anfangen möchte ich mit der tragischen Geschichte eines kleinen trotzigen Jungen. Er war das Sorgenkind seiner Familie, er lernte nichts und war recht störrisch. Oft gab es Streit mit ihm und die Nachbarn sagten auch dass sein Vater ihn recht oft schlug. Eines Morgens schickte der Vater den jungen Sohn zum Ziegenhüten auf die Weide. Doch dem Jungen stand mehr nach anderen Dingen. Der Vater sagte Nein und es entwickelte sich ein Geschrei wie mir auch die Nachbarn berichten konnten. Der Vater holte den großen Lederriemen und der Sohn warf im Zorn einen Stein nach </p>
<p>seinem Vater. Woraufhin dieser völlig ausrastete wie eine Nachbarin mir erzählte. Sie habe den Vater schon oft als Choleriker gesehen aber an dieser Sache hatte sie nun doch Angst er würde seinen eigenen Sohn im Zorn erschlagen, hatte er doch den Lederriemen fallenlassen und zu einem Hammer gegriffen.</p>
<p> </p>
<p>Selbige Bäuerin sagte das er den Jungen mit dem Hammer nach dem Jungen geschlagen hatte aber ob er auch traf konnte nicht festgestellt werden. Jedenfalls brüllte er seinem Sohn hinterher das er ja nicht wiederkommen sollte. Laut Augenzeichen der Frau lief er in die Berge.</p>
<p> </p>
<p>Ein Vorfall wie er wohl vielerorts überall auf der Welt vorkommen kann. Auch das der Junge nicht wiedergekommen ist erfüllte mich nicht wirklich mit Neugier, Straßenjungen ohne Eltern finden sich überall. Manche scheinen zu wählen die Eltern zu verlassen andere sind Weisen und es mag auch andere Gründe geben.</p>
<p> </p>
<p>Aber das zur Mittagsstunde, als die Familie beim Essen sitzt der Cholerische Vater von einer Geisterhaften Großkatze in seinem eigenen Haus zerfetzt wird - das ist wirklich etwas besonderes.</p>
<p> </p>
<p>Ich war leider nicht dort als dies passierte - und als ich in das Dorf gekommen war hatten die Priester Culsuls sich auch schon um die Leiche gekümmert (oder kümmern lassen). Ich sprach mit der Frau des Verstorbenen und sie war keine große Hilfe. Eine Geisterhafte Katze mit zwei Zähnen wie Säbel im Oberkiefer, welche durchsichtig ist und durch Wände gehen kann. Und das am hellen Tag!</p>
<p> </p>
<p>Nun, die Familie hatte an einem Tage zwei Mitglieder verloren, denn der Junge war auch nicht mehr aufgetaucht. Es gab leider keine weiteren Hinweise und ich machte mich schon auf zu gehen doch wollte ich zumindest die nächste Weinlese mir anschauen und beschloss noch zwei Wochen zu bleiben. Manchmal ist der Bauch doch der bessere Ratgeber und bekanntlich wie die Valianer sagen "In Vino Veritas" Im Wein liegt Wahrheit, oder so ähnlich.</p>
<p> </p>
<p>Ich erwähnte schon das dieses Dorf einige Probleme mit Wasser hat und füge an dieser Stelle an das es sehr reiche und auch sehr Arme Familien in dem Dorfe gibt - der jähzornige Vater war zum Beispiel einer der reichen, aber ich glaube seiner Familie geht es ohne ihn deutlich besser. Nun ich war am Mittag gerade unter einem Sonnensegel und entspannte mich. Die Füße in einem Eimer kaltem Wasser, neben mir ein Krug von Wein und einige schon Reife Trauben welche die baldige Traubenlese ankündigten. Da erhob sich viel Geschrei aus einem Teil des Dorfes. Ich schlüpfte in </p>
<p>meine Sandalen und rannte zum Ort des Geschreis. Es wurde nach Priestern und nach Exorzisten gerufen. Aber ich bin nur Ermittler. Trotzdem waren die Leute froh den Fremden zu sehen der hier herumlungerte. Schnell führten sie mich zu der Stelle von welcher aus man den Grund des Geschreis sehen konnte. </p>
<p> </p>
<p>Am Dorfrand stand ein kleines Haus. Das Dach war löchrig und die Mauern waren dringend Ausbesserungsbedürftig. Es war mir schon früher aufgefallen das dort eine kleine Familie lebte welcher es eher schlecht als recht ging, sie konnten sich nicht einmal das Baumaterial leisten um ihr Haus, den Zaun und alles sonst zu repariere. Der Mann war ein hagerer ausgezehrter Mensch gewesen den ich ab und an auf seinem kargen Felde habe Schuften sehen.</p>
<p> </p>
<p>Seine Frau und auch seine Kinder standen nun neben mir in der Gruppe welche aus sicherer Entfernung das Haus beobachteten. Neben diesem Stand ein großes Monstrum: Ein gewaltiger Elefant, ich war viel herumgekommen und kannte diese Tiere aber ein so großes und Wildes habe ich noch nie gesehen! Und dieser war geisterhaft durchsichtig! Er hatte einen Baumstamm dabei - dieser war nicht durchsichtig, er legte ihn ab und machte sich wieder von dannen, während sich einige Nagetiere daran machten den Stamm zu verkleinern. Auf dem Felde neben dem Haus wuselten ebenfalls einige geisterhafte Schemen von Tieren wie ich sie auch noch nie gesehen habe. Nach wenigen Augenblicken erschien der Elefant wieder und legte einen neuen Stamm neben das Haus. Das Schauspiel dauerte einige Stunden und dann verschwand alles wieder. Neben dem Haus gab es genügend Baumaterial um eine große Villa zu Bauen. Das graue Feld des Bauern war nun mit dunkler brauner Erde bedeckt aus welcher schon einzelne grüne Halme ragten. </p>
<p> </p>
<p>Die Priester machten sich sofort ans Werk und untersuchten alles konnten aber nichts Finsteres finden. Das Holz und die Steine waren zwar nicht top-Qualität wie sich herausstellte aber so wie ich mir Dinge Vorstelle welche ein Tier, sei es auch nur ein Geist, so anfertigt wie es sie eben hinbekommt. Die Holzbalken müsste man sicher nacharbeiten, aber es waren schon Balken. Die Steine waren Bruchsteine wie man sie für Mauern benutzt. Keine Quader oder behauene Steine aber schon in der passenden Größe. Anzumerken ist das weder Holz, noch einige der Steine aus dieser Gegend waren.</p>
<p> </p>
<p>Nun werden sie es schon ahnen: Der ausgemergelte Mann, welchem das Haus und das Feld gehörte, war an diesem Tage verschwunden.</p>
<p> </p>
<p>Spätestens jetzt wurde ich hellhörig. Ich konsultierte zunächst einmal die Priester und fragte ob sie etwas herausbekommen hätten. Doch das war, wie ich eigentlich vermuten konnte, nicht von Erfolg gekrönt. Dann sprach ich mit der Frau die mit ihren Kindern daran war das Haus zu reparieren und versuchten einige der Dinge auch zu verkaufen. Die Frau sagte dass ihr Mann am Morgen in die Berge gegangen war um nach Holz zu suchen, da es nachts zu kalt in der Hütte würde. Sie war niedergeschlagen und teilte mir unter Tränen mit dem all dies kein gutes Zeichen wäre. Sie rechnete mit dem Schlimmsten. Ich fragte sie nach der Richtung in welcher ihr Mann ging und nickte als </p>
<p>ich sah das es die gleiche war in welcher der Junge Tage zuvor verschwunden war. </p>
<p> </p>
<p>Am nächsten Tage packte ich meinen Rucksack nahm meine Kletterausrüstung mit und machte mich auf den Weg. Das Land ist wild in dieser Gegend, wo die Natur nicht urbar gemacht wird wächst alles kreuz und Quer. Das Gebirge ist Steinig und zwischen den Steinen müssen die Sträucher wohl dornig und Stachlig sein um sich gegen Fressfeinde zu wehren. Doch die Aussicht war großartig. </p>
<p> </p>
<p>Nun, an dieser Stelle fragt man sich vielleicht 'und was hat das alles mit Höhlen zu tun?' - ich komme gleich dazu!</p>
<p> </p>
<p>Gegen Mittag hatte ich mich hingesetzt um etwas zu Essen und leider - oder auch zum Glück - war der Stein auf dem ich saß auch der Lieblingsplatz für das Sonnenbad einer Schlange. Ich erschrak und nahm Reißaus als ich das Giftige Tier erblickte. Ich rannte ein kurzes Stück in eine Hecke hinein und da fiel ich auch schon in die Tiefe.</p>
<p> </p>
<p>Nur meine guten Reflexe retteten mir, wieder einmal das Leben. Ein einzelner Busch, zwar mit Dornen aber immerhin, stand am Rande des Loches in welches ich nun hinunterstürzte. Ich ergriff den Busch und konnte mich wieder nach oben ziehen. Beide Hände waren aufgeschürft und bluteten stark. Doch ein Blick in das Loch zeigte mir das die alternative schlimmer gewesen wäre. Beim hinausklettern war oft genug ein Stein heruntergefallen und nach halben Ewigkeiten auf etwas getroffen das kein Wasser war. Und nur das hätte mir eine Lebenschance gegeben. So war der </p>
<p>Sturz in diese Tiefe ein Todesurteil.</p>
<p> </p>
<p>An dem Busch welcher mir das Leben rettete war auch ein kleiner Fetzen eines Leinengewands das nicht von mir stammte. Ich ahnte schon schlimmes was ich dort unten finden konnte.</p>
<p> </p>
<p>Einige Tage später war ich wieder dort, band ein Seil an einen Felsen und kletterte hinunter. Tatsächlich fand ich direkt unter dem Loch die noch recht frischen Leichen eines Jungen und des ärmlichen Bauern. In der kühle der Höhle waren sie noch gut zu erkennen.</p>
<p> </p>
<p>In der Höhle gab es vielfältige Zeichnungen an den Wänden. Elefanten wie es sie hier nicht gibt, große Katzen mit langen Zähnen und andere Wundersame Tiere waren da mit viel Liebe zum Detail an die Wände gezeichnet. Es gab noch weitere Ausgänge aus der Höhle doch leider wurde mir verboten diese zu untersuchen. Nach der Bergung der Leichen sagte ein Priester zu mir das es wohl eine Schamanistische Höhle sei. Nach der Bergung der Leichen wurde das Loch in der Decke verschlossen und den Einwohnern verboten das Areal zu betreten.</p>
<p> </p>
<p>Das alles ist nun zwei Jahre her. Vor 5 Monaten war ich noch einmal in dem Dorf. Den beiden Familien welche ihre Väter, und einen Sohn verloren haben ging es, ich möchte fast sagen 'besser' die einen sagen das ihnen einige Tage nach dem Schließen der Höhle eine merkwürdige Katze 'zugelaufen' sein und der anderen Familie ist eine Ziegenherde 'zugelaufen'. Die Priester mit denen ich sprach zuckten nur mit den Schultern. Ich unterhielt mich mit einem der Dorfältesten bei einem Glas Wein darüber. Er sagte mir <em>Solange die Pfaffen bei der Kollekte genügend Gold machen </em></p>
<p><em>ist es ihnen Egal was sonst passiert.</em> Wie aus Zufall warf er danach seinen Becher vom Tisch, der kostbare Wein versickerte schnell im Boden. Er hob den Becher auf und schenkte sich aus einer Karaffe nach. <em>Würdet ihr das jetzt als Trankopfer an die Naturgeister sehen?</em> Ich schüttelte den Kopf und er lächelte. <em>Nun ich auch nicht, und hoffentlich nimmt es mir Culsul nicht übel das ich ab und an Wein verschüttet habe. Aber meine Hand ist eben sehr Zittrig geworden im Alter.</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:12px;"><strong>Uralte Schamanenhöhlen.</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Solche Höhlen kann es überall geben - auch in Gegenden in welchen der Schamanismus schon seit langem ausgestorben ist und durch Druiden oder Priester ersetzt wurde. Die Naturgeister sind aber trotzdem hier geblieben. Diese Stätten können jedem Schamanen als Ruheort dienen.</p>
<p> </p>
<p>Totemgeister welche sehr lange keinen Kontakt mehr zum Menschen haben können durch starke Emotionen und ein großes Opfer dazu gebracht werden sehr ungewöhnliches zu tun. Im Falle der Geschichte ist es ein unfreiwilliges Menschenselbstopfer und das Gefühl des Hasses auf den Vater beziehungsweise das Gefühl der Fürsorge für die eigene Familie. Beides bewog Geister hier aktiv zu werden. Geister von Tieren welche hier schon ausgestorben sind.</p>
<p> </p>
<p>In der Höhle sind Jagdszenen der ersten Menschen dargestellt. Szenen mit Tieren welche es heute nicht mehr gibt. Jedes Tier welches hier dargestellt ist wurde so auch als Teil in der Höhle gebunden und diente dazu in der Höhle die Geister dieser Tiere zu besänftigen. Im Boden sind an vielen Stellen die Knochen von diesen Tieren zusammen mit Opfergaben und den Gebeinen der großen Schamanen begraben. deswegen werden die Totemgeister das graben nur ungern sehen - ein Schamane würde dies sofort spüren.</p>
<p> </p>
<p>Sollte ein Schamane hier ein Totemtier rufen so kommt anstelle der normalen Version eine Ur-Version des Tieres. Anstelle eines Elefanten ein Mammut anstelle eines Tigers ein Säbenzahntieger, etc. - allgemein gesagt: es ist alles etwas größer und mächtiger. Doch sind diese Geister an den Ort und die Gegend gebunden. Ihr Wissen um die Region beschränkt sich - auch für Flugtiere - nur um wenige Dutzend Kilometer. Doch da sie hier zusammen gewissermaßen dauerhaft ein Konklave abhalten (eine wilde Jagd, eingefroren in der Zeit in den gemalten Bildern) wissen auch die langsamen Riesenschnecken Totemtiere alles was der Riesenadler aus der Vogelperspektive zu </p>
<p>berichten weiß.</p>
<p> </p>
<p>Da die Totemgeister dieser Höhle keine natürlichen Tiere mehr rufen können - da diese in der Regel ausgestorben sind, werden sie als geisterhafte Schemen aktiv. Dies zehrt aber deutlich mehr an ihren Kräften als die Kontrolle eines normalen Tieres ihrer Art.</p>
<p><strong><span style="font-size:10px;">Abenteuervorschläge</span></strong></p>
<p>Als kleines Zwischenabenteuer kann man anstelle des erzählenden Ermittlers die Spielerfiguren in dem Dorf rast machen lassen. Dieses kann sich auch in anderen Gegenden überall auf Midgard befinden. Schamanismus gab es bestimmt in Frühzeiten überall. Die Spielfiguren bekommen dann eventuell den Mordanschlag auf den cholerischen Erzeuger (um nicht wieder Vater schreiben zu müssen) mit. Vielteich auch um einem Schamanen in der Fremde einen Ort zu geben der als "Heiliger Ort" Wie im Arkanum Seite 50 angegeben verwendet werden kann.</p>
<p><span style="font-size:10px;"><strong>Ein gänzlich anderer Vorschlag:</strong></span></p>
<p>Ein reisender Händler kommt das erste Mal in ein Dorf. Die Dörfler kennen den Händler nicht und beschließen ihn auszurauben. Es gelingt ihnen den Händler zu töten doch seine Tochter (ungesehen von den Dörflern) flieht und fällt im Wald in die beschriebene Höhle. </p>
<p>Schwer verletzt überlebt sie, erweckt aber durch ihr Blut und ihre Anwesenheit die Geister und setzt diese in Aufruhr welche das Dorf terrorisieren in welches die Abenteurer danach kommen. Möglicherweise sehen sie noch einen leeren Handelswagen am Wegesrand stehen und kommen dann in einen Angriff von Geisterhafen Tieren. Die junge Frau stirbt langsam, alle 4 Stunden erwacht sie aus ihrer Ohnmacht und wenn sie nach einiger Zeit wieder ihr Bewusstsein verliert setzt dies die Geister in Aufruhr. Die Spieler haben nach ihrer ersten Begegnung noch einige Zeit bis die junge Frau endgültig die Augen schließt. Danach ist diese Gefahr gebannt. Denkbar sind: </p>
<p>Verfolgen der Geister welche wieder in die Höhle gehen (schwierig) - einzelne Einwohner welche ein schlechtes Gewissen haben - Indizien im Dorf das vor kurzem ein Händler hier sehr viele Dinge - auch solche welche das Dorf vielleicht nicht braucht (einen Amboss ohne eine Schmiede, etc.) dagelassen hat.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1473</guid><pubDate>Mon, 30 Mar 2015 18:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Geschichte um den Hexenkessel - Thema des Monats Januar 2015 - Aus dem Hexenkessel</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/geschichte-um-den-hexenkessel-thema-des-monats-januar-2015-aus-dem-hexenkessel-r1459/</link><description><![CDATA[
<p><em>Eine Weitere Geschichte aus Unicum's </em><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/content/2108-Halfdal-Die-Taverne-des-Erz%C3%A4hlwettstreites" rel=""><em>Taverne des Erzählwettstreites </em></a></p>
<p> </p>
<p>Heute, von der Hilda aus dem Hildamoor, einer "angesehenen" Halblingin die etwas groß gewachsen ist für ihr Alter,...</p>
<p> </p>
<p><em>"So, wieder ein Thema des Monates, was? Aus dem Hexenkessel? Das kann ich, kein Problem! Lasst mich aufs Podium!"</em></p>
<p> </p>
<p>Schweigen breitet sich im Raum aus, als die hagere Gestallt sich auf die Bühne wirft. Unsicher sind sich alle ob die Kleider nur schwarz oder dunkelgrau sind, oder einfach nur einhundert Jahre nicht gewaschen wurden. Einig wären sich sicher alle das der enorme Riechkolben (bei anderen Wesen würde man es Nase nennen) sicher der hässlichste ist den sie jeh gesehen haben. Die stechenden Blicke lassen jeden Halbling im Raum - und natürlich erst alle nichthalblinge - zusammenzucken. 'So wird wohl der böse Blick aussehen'.</p>
<p> </p>
<p><em>"Hm? Was kein Kessel da?"</em></p>
<p> </p>
<p>Die alte Fettel schaut sich suchend um und greift dann nach einem leeren Topf eines Nachbartisches. Prüfend blickt sie hinein.</p>
<p> </p>
<p><em>"Was?"</em> </p>
<p> </p>
<p>Sie wirft dem kreidebleich werdenden Halbling einen bösen Blick zu</p>
<p> </p>
<p><em>"Nicht mal ausgeschleckt?"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie schaut in Richtung des Tresens.</p>
<p> </p>
<p><em>"Hey Wirt! Der Kunde ist sich wohl nicht ganz klar das ihr hier den besten Koch im </em></p>
<p><em>Halfdal hab."</em></p>
<p> </p>
<p>Wieder wirft sie einen Blick in den Topf.</p>
<p> </p>
<p><em>"Egal,...."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie fährt mit einem langen von Gicht verbogenem Finger durch den Topf und riecht daran.</p>
<p> </p>
<p><em>"Wenn das keine </em><a href="http://www.rezeptefinden.de/s/wilde-hilde-himbeeren.html" rel="external nofollow"><em>'wilde Hilde'</em></a><em> ist"</em> </p>
<p> </p>
<p>Sie blickt den kreidebleichen Halbling an.</p>
<p> </p>
<p><em>"Na da will ich mal ne‘ wilde Hilde sein, ich heis‘ wirklich Hilde, die Hilde von Hildamoor und der Grüne Mann der kann ruhig bleiben wo der Pfeffer wächst, aber wenn er denn kommt soll er wenigstens welchen mitbringen."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie schaut den bleichen Halbling wieder an, und alle anderen sind froh das es er ist und nicht sie selbst.</p>
<p> </p>
<p><em>"Pfeffer natürlich. Ich hab den alten grünen Heinz schon lang nicht mehr geseh'n aber für'n Säckchen Pfeffer könnt ich ihm schon einen netten Blick zuwerfen."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie stellt den Topf auf den Boden.</p>
<p> </p>
<p><em>"Was für'n mikrichen Kessel das wohl abgibt, naja wenigstens sind schon Himbeeren drin. dann wolln wir mal.</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zückt aus ihrem Umhang ein großes schwarzes Tuch und legt es über den kleinen Topf am Boden.</p>
<p>Hebt das Tuch wieder hoch und der Topf ist noch da.</p>
<p> </p>
<p><em>"Hm? Ist der Boden hier auch Feuerfest?"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie blickt prüfend zur Decke aus gestampftem Lehm.</p>
<p> </p>
<p><em>"Die Decke hält das wohl aus,... ach egal. Ich brauch einen Zauber,... welchen nehm ich da? Ah ich weis.</em></p>
<p> </p>
<p>Das Tuch senkt sich wieder über den Kessel, es ist groß genug um diesen über ein Dutzend Mal zu bedecken.</p>
<p> </p>
<p><em>"Fisibil Firallala, Zauber mach mich,.... äh nein das war‘s nicht. Ach man wird echt alt. Flim Flam Furunkel bring Licht ins,... nee, auch nicht. Hach verflixt der Kessel der wird so wohl nix!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zieht die Decke weck und darunter steht ein Kessel auf einem kleinen Feuerchen. In Farbe und Form ist der Kessel genauso wie der Topf den sie dem Halbling vom Tisch genommen hat. Schallendes Lachen kommt aus ihrem Mund und alle anwesenden fühlen sich daran erinnert warum man ab und an den Zahnarzt aufsuchen sollte. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ohaguro" rel="external nofollow">'Schwarze Zähne'</a> und Zahnlücken mögen anderswo ein Schönheitsideal sein - aber hier nicht.</p>
<p> </p>
<p><em>"Tja. G'lernd isch hald' G'lernd"</em> (Übers: Gelernt ist halt Gelernt)</p>
<p><em>"So und nun fangen wir mal an."</em></p>
<p> </p>
<p><em>"Ich rufe die Zutaten auf und die Anwesenden werfen was sie davon haben in den Kessel."</em></p>
<p>Sie blickt sich finster um sich, wartet etwas und fängt lauthals an zu lachen. </p>
<p> </p>
<p><em>"Keine Sorge! Ich bin die beste Kräuterhexe Südlich des EISES! Ich brauche eure Hilfe nicht - ich schaff das auch alleine!"</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Sie holt aus einem Sack einige Zutaten,...</p>
<p> </p>
<p><em>"Erst einmal kochendes Wasser"</em></p>
<p> </p>
<p>Zischend ergießt sich aus einem Wasserschlaucht kochendes Wasser in den nun schon vorgeheizten Kessel.</p>
<p>Die Hexe schaut sich um.</p>
<p> </p>
<p><em>"Ich hoffe sie haben immer genügend kochendes Wasser zuhause, man kann nie genug davon haben, wenn man mal zu viel davon hat, kann man es ja einfrieren."</em></p>
<p> </p>
<p>Kichernd steckt sie den leeren Wasserschlauch wieder weg.</p>
<p> </p>
<p><em>"So und nun das wichtigste</em></p>
<p> </p>
<p>Ein Armlanger Suppenlöffel erscheint in ihrer Hand.</p>
<p> </p>
<p><em>"Mein Thaumagrahl!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie hebt den mit Runen und anderen Schnitzereien aus einem großen Knochen geschnitzten Löffel in den Himmel (oder besser zur Decke des Raumes) und murmelt dabei beschwörend etwas vor sich herum.</p>
<p> </p>
<p><em>"Andere machen ihren Zauberstab, Gehstock oder ihre Waffe zum Thaumargal,... Deppen allesamt!"</em></p>
<p> </p>
<p>Sie fängt an im Topf herumzurühren.</p>
<p> </p>
<p><em>"So und nun geht‘s los! Als erstes werfe ich die Reste vom Braten von Gestern hinein."</em></p>
<p> </p>
<p>Aus einem Beutel fallen handliche Stücke gebratenen Fleisches in den Topf.</p>
<p>Die Hexe schaut auf das Feuer unter dem Kessel</p>
<p> </p>
<p><em>"Mehr Hitze!"</em></p>
<p> </p>
<p>Das Feuer gehorcht und flackert höher und wilder</p>
<p> </p>
<p><em>"Gut so! Nun etwas Salz und gemahlenen Pfeffer.</em></p>
<p> </p>
<p>Sie hebt die Pfeffermühle hoch und mahlt etwas davon. Dann riecht sie an der Mühle und stößt ein wohliges Ahhh aus.</p>
<p> </p>
<p><em>"Ach ja echter Pfeffer aus,... naja wo auch immer echter Pfeffer so wächst. Ich bekomm den aus Chyrseia.</em></p>
<p> </p>
<p>Sie zieht ein Messer, fast schon ein Kurzschwert und wirft wie ein Akrobat Lauchstangen in die Luft. Klein zerschnitten fallen sie in den Kessel, dazu Zwiebeln, Karotten, Rüben und Kraut. Ein würziger Duft legt sich über die Gaststube. Die Halblinge, kurz vorher noch ängstlich die Hexe anschauend interessieren sich nun eher für den wohl leckeren Eintopf den diese gerade zubereitet.</p>
<p>Pilze und getrocknete Kräuter wandern hinein, von ausgefallenen Stoffen wie die Augen eines Toten oder anderem ist nichts zu sehen.</p>
<p>Schließlich, nach vielem Umrühren führt die Hexe den großen Suppenlöffel zu ihrem Mund und schlürft genüsslich. Es ist still im Raume, alle warten gespannt auf ihren Kommentar.</p>
<p> </p>
<p><em>"Noch etwas Muskat."</em></p>
<p> </p>
<p>Sie reibt an einer einzelnen Nuss etwas in den Kessel, rührt Kräftig um und probiert erneut.</p>
<p> </p>
<p><em>"Ah, jetzt ja. Ein Eintopf!"</em></p>
<p> </p>
<p>Als sie aufschaut steht vor ihr eine Schlange von Halblingen, jeder mit einer Schüssel bewaffnet und der erste reckt ihr seine Schüssel eifrig entgegen.</p>
<p> </p>
<p><em>"Na wenn das keine Magie ist, wie dutzende von Halblingen einer alten Vettel wie mir aus dem Topf essen wollen, dann weis ich es auch nicht mehr."</em></p>
<p> </p>
<p>Schlürfende und Schmatzende Ruhe senkt sich über die Taverne, bis auch der letzte Rest Eintopf aus dem Kessel verschwunden ist,...</p>
<p>Als die albische Inquisition auf der Suche nach einer Hexe am nächsten Tag nachfrägt kann sich keiner der Halblinge an eine Hexe erinnern,... und selbst ein grosser Hexenkessel lässt sich nicht finden,...</p>
<p> </p>
<p><strong>Wenn das nicht auch Magie ist?</strong></p>
<p> </p>
<p>Hilda , Die Hexe aus dem Hildamoor (Es gibt kein Hildamoor im Halfdal und in der näheren Umgebung.) Graue Hexe Grad 23. </p>
<p>Au 14 pA 67 Int 88 Zt 98 </p>
<p>Fertigkeiten (Auszug)</p>
<p>Alchemie+18, Gaukeln +16, Erste Hilfe +16, Heilkunde +16, Pflanzenkunde +16, Tierkunde +16, Landeskunde Alba +16</p>
<p>Zauber (Auszug) + 18 +2</p>
<p>Bannen von Zauberwerk, Binden des Vertrauten, Blendwerk, Erkennen von Zauberei, Erscheinungen, Feenstreich, Heranholen, Hexenstreich, Macht über Unbelebtes, Unsichtbarkeit, Vermehren, Versetzen, Vision.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1459</guid><pubDate>Thu, 08 Jan 2015 22:50:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der K&#xF6;nig - Beitrag zum Thema des Monats Dezember 2014</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/der-k%C3%B6nig-beitrag-zum-thema-des-monats-dezember-2014-r1454/</link><description><![CDATA[
<p>Da sitzt er hoch auf seinem Thron</p>
<p>die Keller voller Gold und Glanz</p>
<p>sein Leben ist der wahre Hohn</p>
<p>er wollte Gärtner werden</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1454</guid><pubDate>Mon, 29 Dec 2014 10:08:00 +0000</pubDate></item><item><title>Telkin der Abenteurer II</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/telkin-der-abenteurer-ii-r1433/</link><description><![CDATA[
<p><em><span style="text-decoration:underline;">eine Fortsetzungsgeschichte:</span></em></p>
<p> </p>
<p>Telkin reitet mit seinem neuen Kumpanen aus der Stadt heraus. Dem Wächter am Tor wird ein prall gefüllter Lederbeutel mit Münzen zugeworfen. Der Junge kann sich kaum im Sattel halten. Es ist das erst mal, dass er mit dem Pferd reist. Die Nacht ist dunkel. Es ist kein Mond zu sehen. Nur ein paar Sterne erhellen den Nachthimmel. Nach einer Weile zieht Rabok Telkin einen stinkenden Sack über den Kopf, <em>damit er den Weg nicht wiederfinde</em> und sagt ihm er solle sich fester an ihm festhalten, denn <em>aufgesammelt wird niemand, der so dumm ist, dass er vom Gaul fällt</em>.</p>
<p>Nach einer einigen Stunden beginnt es zu regnen. Dann reiten sie durch einen Wald und Telkin schlagen Äste mit nassen Blättern gegen den Kopf und den durchnässten Sack hat noch stärker zu riechen begonnen, als er nass wurde. Dann hört man Rufe von Wachen, die einen Reiter ankündigen. Sie kommen an. Steigen ab. Stimmen sind zu hören, die leise tuscheln.</p>
<p> </p>
<p>Ein Mann zieht Telkin den Sack vom Kopf und mustert ihn von oben bis unten, mit seinem gesunden Auge. Das andere Auge ist blind und trüb. Dem Mann wurden die Lippen abgeschnitten, so dass er einen abscheulichen Anblick bietet, obwohl er einmal sehr schön gewesen sein muss. Vom Körperbau her ist er drahtig und muskulös gebaut. Wenn er auch nicht groß ist, erkennt Telkin sofort, dass er der Anführer der Bande sein muss. Unter den Räubern macht unser Abenteurer neben dem Einäugigen, der Ullerjan genannt wird, und Rabok gibt es noch vier weitere Räuber und zwei Frauen, die auch dazu zu gehören scheinen. Alle hausen sie in notdürftig zusammen gezimmerten Hütten, deren Dächer aus Planen gestohlener Wagen zu bestehen scheinen, die zwischen den Bäumen aufgespannt wurden. Entweder hat niemand hier Spaß an handwerklicher Arbeit oder das Lager wechselt oft seinen Ort, was aber anhand der Spuren alten Unrats und lange abgeschlagener Baumstümpfe nicht den Eindruck zu machen scheint. Dem Jungen weht ein Geruch von Moder, Fäkalien, kaltem Schweiß, Nässe und Alkohol entgegen. Er muss sich zusammen reißen, dass er sich nicht wegen des Geruchs nach billigem Fusel abwendet, denn der Ullerjan hat seine Visage nun direkt vor ihn geschoben und schaut ihn mit durchdringendem Auge an.</p>
<p><em>Best ene ährliche Haut..he. De Rabo hätt dech besser de Galgen überlasse solle. Wer kenn solche we dech. Aber vielleich werste uns noch nützlich sei. </em></p>
<p> </p>
<p>In den nächsten Tagen im Lager hat Telkin Gelegenheit die anderen Räuber besser kennen zu lernen. </p>
<p>Da ist Tarne, ein zwielichtiger Geselle der kaum spricht, dunkle Kleidung trägt, die an seinen dürren Knochen hängt wie an einer Vogelscheuche und der unablässlich Tabak kaut, mit dem er den neuen Gast bespuckt und ihn außerdem jederzeit zu beobachten scheint. Telkin kann nicht ausmachen, ob Tarne stumpfsinnig ist oder verrückt, beides oder einfach nur paranoid.</p>
<p>Dann sind da zwei Brüder, die Dick und Rogar genannt werden. Sie sehen sich sehr ähnlich. Beide haben relativ intakte Kleidung, die feiner, städtischer Art ist, für Räuber erstaunlich gute Manieren und sind immer frisch rasiert. Sie haben ihr Lager etwas abseits aufgeschlagen und trainieren meist miteinander, an diversen Waffen. Telkin scheint ihnen erstmal egal zu sein.</p>
<p>Der alte Gorm ist dick und gemütlich. Er ist der einzige, der sich um Telkin kümmert, ihm von seinen Rationen abgibt und sich mit ihm unterhält. Er erzählt, dass er einmal ein Söldner gewesen sei, bis er sich dann zur Ruhe setzen wollte. Dann habe allerdings jemand sein Geld gestohlen und er musste wieder in den Kampf ziehen. Das nächste Mal, als er sich niederlassen wollte, habe ihn eine Frau betrogen und sei mit seinem Gesparten auf und davon. Irgendwann sei er dann an Ullerjan geraten. Gorm ist der Koch der Truppe, versteht sich laut eigenen Angaben auf militärische Taktik und schaut anscheinend gerne tiefer ins Glas.</p>
<p>Mirja ist eine der beiden Frauen. Sie ist mittleren Alters und muss, wie Ullerjan, einmal sehr schön gewesen sein. Jetzt sieht sie älter aus, als sie wahrscheinlich ist. Sie zetert viel herum und betrinkt sich. Ständig begleitet sie Ullerjan und ist ihm zu Willen. Sie ist intelligent, aber oft wie von Sinnen und außer sich.</p>
<p>Marta, die andere Frau, ist noch sehr jung, fast noch ein Kind. Sie ist unbeschwert und versteht sich auf allerlei nützliche Arbeiten, wie das Flicken von Kleidung oder Sammeln von Kräutern, Pilzen und Beeren, sowie anpflanzen von Rüben und Kohl auf eine Lichtung nahe dem Lager. Warum sie Teil der Truppe ist, ist Telkin ein Rätsel. Tarne starrt sie häufig an, wenn er nicht gerade Telkin abeäugt und von Gorm erfährt er, dass Tarne sich schon öfter eine blutige Nase geholt hat, als er sie mit Gewalt nehmen wollte, denn der Ullerjan beschütze Marta. Außerdem sagt Gorm, dass sie stumm ist und tatsächlich hat Telkin sie nie sprechen hören.</p>
<p> </p>
<p>So vergeht die erste Zeit bei den Räubern. Es ist Herbst und wird bald kalt. Darüber wird viel gesprochen. Und von Ullerjans Plänen. Bei denen Telkin eine Rolle zu spielen scheint. Nur weiß er noch nicht welche.</p>
<p> </p>
<p>...</p>
<p> </p>
<p>So kam es also dann, dass Telkin Abenteurer wurde.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1433</guid><pubDate>Thu, 06 Nov 2014 15:33:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der "besondere" Teppich</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/der-quotbesonderequot-teppich-r1429/</link><description><![CDATA[
<p>Der "besondere" Teppich (Nein, fliegen kann er nicht, ausser man wirft ihn aus dem Fenster)</p>
<p> </p>
<p><em>Eine Weitere Geschichte aus Unicum's </em><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/content/2108-Halfdal-Die-Taverne-des-Erz%C3%A4hlwettstreites" rel=""><em>Taverne des Erzählwettstreites </em></a></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:14px;"><strong>Neues aus der Thaumaturgenwerkstatt</strong></span></p>
<p> </p>
<p>vom weitgereisten Reisenden, Teppichhändler und Altertumsforscher Rybn Ibn Abyn. (Aus dem Dunstkreis von Eschar).</p>
<p> </p>
<p>Werte Anwesende, vielen Dank für die Einladung und das gute Essen zu dem ich eingeladen wurde.</p>
<p> </p>
<p>*amüsiertes lachen*</p>
<p> </p>
<p><em>(Anmerkung der Redaktion: der Redner hatte wohl den Aperitif für den Hauptgang gehalten, er erlebte nach seiner Rede noch eine Überraschung als das eigentliche Essen aufgetragen wurde, er erwachte erst 3 Tage später wieder aus dem Esskoma.)</em></p>
<p> </p>
<p>Bestimmt haben sie schon von den wunderlichen Fluggeräten gehört mit welchen Thaumaturgen und andere Zaubrer sich in die Lüfte erheben. Wie sie sicher wissen gehören auch sogenannte Fliegende Teppiche dazu. Einige dieser Teppiche sind schon sehr alt, uralt sozusagen und doch ist es bei jedem Teppich-knüpfer immer schon brauch gewesen sein Siegel oder eine Marke in den Teppich mit einzuweben. Besonders bekannt waren fliegende Teppiche aus der Zeit der Seemeisterkriege aus einer kleinen Manufaktur am Sabil Fluss. Ich spare mir hier genaue Details wo diese Manufaktur lag, der Sabil mündet bei Meknesch ins Meer der fünf Winde.</p>
<p> </p>
<p>Ich habe vor einigen Jahren die Grundmauern dieser Manufaktur ausgegraben. Während der Magier-kriege waren fliegende Teppiche natürlich sehr begehrt, sowohl bei den grauen als auch bei den dunklen Seemeistern. Ich dachte zuerst daran das die Manufaktur vieleicht gewaltsam erobert und geschliffen worden war, das vieleicht ein dunkler Meister seine Diener schickte um den Teppichnachschub an die Verbündeten der grauen Meister zu verhindern. Ich konnte aber auch nicht ausschließen das die Teppiche an die dunklen Meister geliefert wurden und vieleicht die grauen Meister ihre Hand bei der Vernichtung der Manufaktur im Spiel hatten.</p>
<p> </p>
<p>So war jedenfalls mein Ausgangspunkt. Ich wusste nicht viel mehr als das es eine Teppichmanufaktur gab welche auch fliegende Teppiche herstellte. Mir war ein solcher Teppich in die Hände gefallen. Das Kostbare Stück ist nun bei mir zuhause. Auf diesem Teppich war jedoch die Marke der Manufaktur und ich begann sie somit zu suchen.</p>
<p> </p>
<p>War meine Vermutung etwa das die Manufaktur während des Krieges von einer der beiden Seiten angegriffen und zerstört worden so überraschte mich doch der gute Erhaltungszustand des Gebäudes. Dieses steht eine Wegstunde vom Fluss entfernt auf einem Hügel. Am Ufer ist ein Dorf, welches sich aber durch die ständigen Änderungen des Flussverlaufes im Laufe der Jahre öfters umziehen musste. Die Dorfbewohner kannten das alte Gemäuer noch sehr gut. Ich argwöhnte das es dort spuken könnte, doch die Dorfbewohner meinten das man dort bei schlechtem Wetter auch noch Unterschlupf finden könnte. Viel mehr konnten sie mir aber auch nicht sagen. Eine Weberei wäre es gewesen, die nun aufgegeben ist. Keine Horden von Dämonen waren eingefallen und auch keine Dschinis oder Derwische haben sie verwüstet. Sie sei einfach aufgegeben worden.</p>
<p> </p>
<p>Mysteriöser geht es wohl nicht, oder?</p>
<p> </p>
<p>Es ist fast so als wie wenn, mitten im Kriege, eine Rüstungsschmiede zumacht. Vieleicht stellen sie sich es einfach mal so vor als wie wenn in einer Halblingsniederlassung die Gaststätte zumacht.</p>
<p> </p>
<p><em>(Anmerkung der Redaktion: Na und? Dann geht man einfach zur nächsten Gaststätte, jede Halblingsniederlassung hat doch mindestens so viele Gaststätten wie Köche.)</em></p>
<p> </p>
<p>Ich begann also mit meinen Ausgrabungen. Die Anlage war sehr gut erhalten. Dafür das wir nun das Jahr 2423 nach Leonssa haben und der Krieg vor über 800 stattfand. Alles Holz war verrottet doch konnte ich, als ich einige Fresken freilegte durchaus feststellen das es sich bei der Anlage um das Gesuchte Gebäude handelt. Auf dem Boden konnte ich auch Spuren von Webstühlen finden.</p>
<p> </p>
<p>Sicher war ich als ich in einer Ecke eine Stück eines Teppichsiegels fand. Ja, hier war ich am Ziel.</p>
<p> </p>
<p>Nun ist es sicher so dass man zum Teppichweben viel Licht braucht, die eigentlichen Herstellungsräume waren also oberirdisch und hatten große Fenster. Die thaumaturgischen Verzauberungen, die Lagerung der Teppiche und andere Dinge vermutete ich aber unterirdisch. Ich suchte nun nach einem Eingang in eine vermutete unterirdische Anlage. Lag das Areal doch auf einem Hügel müsste der Keller auch bei Überflutungen des naheliegenden Sabil noch trocken bleiben.</p>
<p> </p>
<p>Hierbei fand ich das erste Zeichen auf den Niedergang der Manufaktur. Vieleicht nicht einmal Niedergang sondern gleich das Zeichen auf den Untergang. Ein Metallsiegel eines Gerichtsvollziehers. Ja, so etwas gibt es schon lange Zeit. Das Datum passte, ausgestellt auf ein Datum Mitte 1583 also zu einer Zeit wo der Bedarf noch sehr hoch und sicher alle von bereit waren viel in einen Teppich zu investieren.</p>
<p> </p>
<p>Tja, liebe Halblinge, das stochern in alten Dingen hat sehr viel mit Spannung und Neugier zu tun, auch wenn ich etwas desillusioniert war hier nun eine Wagenladung fliegender Teppiche zu finden um meine Ausgaben zu Minimieren. So suchte ich nun doch weiter und schließlich fand ich den Eingang zum Keller.</p>
<p> </p>
<p>So viel ist dabei nicht zu sagen, von den Thaumaturgischen Dingen war nicht mehr viel übrig, jemand anderes war wohl schon vor mir dagewesen, ich vermute ein Gerichtsvollzieher in der Vergangenheit. Auf einem steinernen Tisch lagen aber noch alte, brüchige Dokumente welche bei Berührung zu Staub zerfielen. Indes ich lass alles was man noch erkennen konnte. Tatsächlich konnte wohl der Teppich-knüpfer einige Rechnungen nicht bezahlen und wurde deswegen enteignet. Man unterstellte ihm auch Kooperation mit dem Feind (welchem auch immer). Es ist nicht aufgeführt was weiter mit ihm passierte (ich vermute man hat ihn einen Kopf kürzer gemacht). Aufgelistet waren nur all die Sachen welche man aus dem Raum entfernt hatte, vieles war kaum zu erkennen, natürlich waren viele Teppiche dabei, aber auch thaumaturgisches Zaubermaterial.</p>
<p> </p>
<p>Ich habe bei meinem Stab an Gehilfen natürlich auch Zauberer dabei und ein Gnomischer Thaumaturg hörte auf als ich "brauner Stein der Lüfte" erwähnte. Er meinte das geht gar nicht, steine der Lüfte seien immer blau und nicht braun. Ich vergewisserte mich, doch da stand dass es eine Lieferung von braunen Steinen gab, das diese auch verarbeitet wurden und das am Ende noch 3 dieser Steine, der letzte Rest, beschlagnahmt worden waren.</p>
<p> </p>
<p>Der Gnom wurde fast wütend, doch war es klar in dem Dokument stand dreimal das Wort "braun". Er meinte er kenne Rote, Blaue und Grüne, Steine, aber keine Braunen. Im Teppichlager standen noch einige Teppichrohre, das sind Irdene Rohre in welchen man Teppiche gut lagern kann. Mit mehr Glück als Verstand fanden wir darin tatsächlich noch einen Teppich. Er hatte einen deutlich zu erkennenden Webfehler und an seiner Ecke war: "ein brauner Stein der Lüfte"</p>
<p> </p>
<p>Ich hab den Gnomen selten Sprachlos gesehen aber hierbei war er es. Wir brachten unseren Fund nach draußen, rollten ihn vorsichtig aus und der Gnom begutachtete ihn. Alles war in Ordnung, bis auf die Farbe des Steines (und den Patzer in der Webkunst, welcher aber nicht der Funktion abträglich sein sollte.) Trotzdem flog der Teppich nicht, und der Gnom kannte sich mit fliegenden Teppichen aus, schließlich ist er mein Teppichflugmeister.</p>
<p> </p>
<p>Wir können bis heute nur sagen das dieser Teppich magisch ist und das es wohl noch andere Teppiche dieser Art gibt. Sie gelten in der Regel als unbrauchbar und zu nichts nutze. Ich denke dass die Teppichmanufaktur an dieser Sache kaputtgegangen ist.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<div class="ipsSpoiler" data-ipsspoiler="">
<div class="ipsSpoiler_header"><span></span></div>
<div class="ipsSpoiler_contents">
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<p> </p>
<p>Kleiner brauner Stein "der Lüfte" - blau/grün (ABW 4)</p>
<p> </p>
<p>Erdmeisterschaft und ggf. Wassermeisterschaft &amp; Eismeisterschaft- 1 × 8 Grad (nach M5)</p>
<p> </p>
<p>Dieser Stein ist meist in einen Teppich eingewebt, der so unter der Kontrolle des Zauberers kriechfähig wird. Auf dem kriechenden Teppich können sich der Zauberer selbst und zusätzlich Passagiere und Gepäck bis zu einem Gewicht von 250 kg bewegen. Diese Zusatzlast entspricht etwa 2 Menschen mit voller Ausrüstung bzw. 3 Menschen ohne schwere Last. Im Übrigen gelten die Regeln des Eismeisterschaft (s. S. 8 Arkanum Ergänzungen) mit Ausnahme das der Teppich sich mit B36 bewegt und die Richtung beliebig geändert werden kann. Der Teppich kann Steigungen von 45° hoch-kriechen. Vor höheren Steigungen verharrt er. Ausnahmen sind Treppen, welche er problemlos erklimmen kann aber jeder auf dem Teppich sitzende erhält pro Stufe 1w3 AP schaden so er kein passendes Sitzkissen hat.</p>
<p>Beherrscht der Zauberer Erdmeisterschaft so kann der Teppich nur an Land kriechen, beherrscht er auch Wassermeisterschaft so kann er auch Wasserflächen überqueren. Dabei wird er aber jede Runde auf Wasser um B3 langsamer, nach 12 Runden bleibt er also stehen und geht unter. In diesen 12 Runden legt er eine Entfernung von 234 Meter zurück. Danach muss der Teppich mindestens einen ganzen Tag getrocknet werden, in feuchtem Klima auch länger. Beherrscht der Zauberer auch Eismeisterschaft kann der Teppich auch über Eis kriechen, außerdem gibt er in diesem Falle schön warm wenn man ihn nach der Reise um sich schlingt und sich darin einwickelt (allerdings ein nichtmagischer Effekt).</p>
<p>Es gibt auch größere Teppiche welche bis maximal 400 kg bewegen können. Einen großen "Kriechstein" gibt es aber nicht.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Weitere Geschichte:</p>
<p> </p>
<p>Natürlich war der Handel mit fliegenden Teppichen eine Einnahmequelle welche die Teppichmanufaktur ankurbelte. Doch war es schwer an passende Steine der Macht zu kommen und so wurden schließlich minderwertige "braune" Steine verarbeitet. Der Verkäufer der Teppiche wusste nichts über diese Sache und die Käufer welche für fliegende Teppiche gezahlt hatten forderten ihr Geld zurück.</p>
<p>Durch diese Sache ging die ganze Manufaktur bankrott. Der verantwortliche Thaumaturg, der Händler und der Chef der Manufaktur wurden wegen Betruges geköpft. Niemand wollte sich mit den "kriechenden Teppichen" zum gespött der Leute machen und so wurden sie als qualitativ hochwertige aber normale Teppiche verkauft und fristen ihr Dasein auf der ganzen Welt verteilt, viele wären wahrscheinlich schon zu grunde gegangen, wenn die magische Aura sie nicht schützen würde.</p>
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</div>
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<p><em>Nach einer Idee aus World of Warcraft Warlords of Dreanor</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1429</guid><pubDate>Wed, 05 Nov 2014 21:19:00 +0000</pubDate></item><item><title>Merkw&#xFC;rdige Fallen Beitrag zum Thema des Monates Oktober 2014</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/merkw%C3%BCrdige-fallen-beitrag-zum-thema-des-monates-oktober-2014-r1422/</link><description><![CDATA[
<p>Ein Gespräch in einer beliebigen Gaststätte in einer reichen Handelsstadt irgendwo auf der Welt,...</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Weist du was echt frustrierend ist?"</span></p>
<p>"Nein, aber was soll so einen erfolgreichen Schatzjäger wie dich denn eigentlich frustrieren?"</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Eine Falle wegen welcher ich an einen großen Goldschatz nicht herangekommen bin."</span></p>
<p> </p>
<p>"Wenn es eine echte Falle wäre wärst du jetzt nicht hier, denn Fallen sind dazu da etwas zu fangen oder zu töten. Alles andere sind nur Mechanismen um den Besitz zu sichern, erklär mir mal Was genau dich so frustriert hat."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich war auf der Suche nach einem Pirtaneschatz und hab den auch tatsächlich gefunden. Auf einer Insel in einer Grotte welche nur tauchend zu erreichen ist. Da gibt es ein in den Felsen gehauenes Loch, über dem Loch liegt ein feinmaschiges Gitter aus Stahl."</span></p>
<p> </p>
<p>"Und was daran ist das Problem?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nun das ganze Gitter ist mit Gold ausgegossen, dem eigentlichen Schatz. Eine große Goldmünze mit etwas über einem Meter Durchmesser. Und ich stehe darauf und kann sie nicht mitnehmen, nur hier und da ein paar Krümel mit dem Dolch raus kratzen und es waren vor mir wohl schon andere da."</span></p>
<p> </p>
<p>"Eine mit Stahl durchwobene Goldmünze mit einem Meter Durchmesser?"</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich weiß das hört sich doof an, aber wie kommt man an das Gold ran?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Schmelzen?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Erstens bekomme ich kein trockenes Brennholz an die Stelle, zweitens steigt Wärme nach oben und um Gold zu schmelzen braucht es eben einiges an Temperatur, außerdem hab ich den Verdacht das es tatsächlich ein Brunnenschacht mal war und das Gold unten möglicherweise im Wasser liegt, da Gold Wärme gut leitet ist das also keine gute Idee. Drittens in das alles an einer tiefen Stelle in der Grotte, bis ich das Feuer wieder wegmache ist das Gold wieder fest."</span></p>
<p> </p>
<p>"Ein interessantes Problem. Aber wie ist das Gold in der Form dorthin gekommen?"</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Wie es hingekommen ist interessiert mich nicht, eher wie man es wieder wegbekommen könnte."</span></p>
<p> </p>
<p>"Es einfach mit einer hacke oder einem Beil raus-hauen?"</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Das hab ich auch versucht, doch der Stahl welcher als Gitter darüber liegt macht das zunichte."</span></p>
<p>"Dann fällt mir so schnell nun auch nichts weiter ein. Obwohl versuch es einmal mit Säure ob man dem Stahl da vielleicht etwas zu Leibe kommt, Gold ist da ja recht beständig gegen Säuren, solange du nicht gerade Königswasser nimmst."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Äußerst ungern. Zumindest nicht in größeren Mengen."</span></p>
<p> </p>
<p>"warum?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nun, wie ich schon sagte, ich musste tauchen um zu der Stelle zu kommen. Es gibt kleine Röhren im Felsen welche von dem Stahlgitter hinunter zu dem Teich führen durch welche ich raus tauchen muss. Wenn ich also Säure verwende so fließt diese hinunter in das Wasser durch welches ich wieder hinaus tauchen muss. Ich hab das zumindest mal im Farbe versucht. Danach war ich einen Tag lang blau."</span></p>
<p> </p>
<p>"Pfiffige Sache, das. Wie hart ist der Stein?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Granit."</span></p>
<p> </p>
<p>"Schade. Sonst noch etwas?" </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Schlechte Belüftung und das Wasserloch ist Gezeiten abhänigig, bei Flut steht wohl alles unter Wasser."</span></p>
<p> </p>
<p>"Oh ha! Und des Stahl in dem Gitter hält das Wasser aus ohne zu verrosten?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Leider. Ehrlich gesagt halte ich den Stahl für genauso interessant wie das Gold an sich."</span></p>
<p> </p>
<p>"Da bleibt dann wohl nur die Spitzhacke und der Weg durch den Granit."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ja, aber in der Luft dort unten wird das ewig dauern und man kann eh nur ein paar Stunden am Tage arbeiten, außerdem wenn man länger Arbeitet denken die anderen Schatzjäger auf der Insel das man 'etwas' gefunden hat und dann müsste man Teilen. Ach ich verwünsche den Piraten der sich das ausgedacht hat. Mit einem Bohrer kann man sicher noch einiges an Gold raus krümeln aber das dauert ewig."</span></p>
<p> </p>
<p><strong>*lachen*</strong></p>
<p> </p>
<p>"Ja, die Idee hat schon etwas perfides, man zeigt das Gold eindeutig in einer großen Menge und dann kommt man eben doch nicht ran. Das ist mir jedenfalls ein Abendessen wert, ich lade dich ein."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nicht nötig, ganz so erfolglos war ich ja nicht."</span></p>
<p> </p>
<p>"Wieso?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nun, wie das so ist mit den Schätzen von Piraten, war ich nicht der erste der danach suchte."</span></p>
<p> </p>
<p>"Ja?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich hab vor dem Eingang der Grotte ein paar andere Schatzjäger gefunden, welche wohl an den anderen Fallen nicht so gut vorbeigekommen sind. Du hast schon recht, Fallen sind eigentlich nur dazu da jemanden zu fangen oder zu töten. Und wenn man jemand Fangt und nicht aus der Falle rauslässt ist das auch schon ein Töten. Vor allem wenn die Falle einen unter Wasser festhält."</span></p>
<p> </p>
<p>"Und das lezte Hemd hat keine Taschen. Waren interessante Gegenstände dabei?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ja sicher doch, ich lasse gerade alles auf verzauberte Sachen untersuchen, die Preise von Zauberei sind echt ein Wucher, verlangt der Magier einfach 100 Gold nur für so ein 'Erkennen von Zauberei', nun etwas war magisch also untersucht er nun alles in einer 'Häufchen-Technik'"</span></p>
<p> </p>
<p>"Tja, wahrscheinlich hat der Pirat mit dem Goldschatz auch nicht gerne sein Gold mit den Zauberern geteilt, ansonsten wäre wohl weniger Gold dagewesen und es wäre auch Magisch gesichert gewesen."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ja das stimmt wohl, aber 3 Magische Waffen und 2 Magische Ringe sind auch keine schlechte Ausbeute. Einen ausgebrannten 'Ring der Wasseratmung' konnte man schon identifizieren"</span></p>
<p> </p>
<p><strong>*Lachen*</strong></p>
<p>"Hast du wenigstens die alten Fallen im Zugangsweg wieder scharfgemacht?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Damit noch mehr Leute beim Suchen nach dem Schatz sterben?"</span></p>
<p><strong>*kichern*</strong></p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Aber sicher doch, auch wenn einiges schon so alt und rostig war das es zerbrach beim neu Spannen. Aber so habe ich in ein paar Jahren doch noch die Möglichkeit etwas Geld einzunehmen mit diesem Schatz."</span></p>
<p>"Nun, ich muss sagen ich hab gerade einem Kunden auch etwas schönes zusammengebastelt."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ach, sag an was ist es denn dieses mal? Ein Schutz für das wichtigste im Leben eines Mannes? Seiner Kronjuwelen oder die Jungfräulichkeit seiner Tochter?"</span></p>
<p><strong>*Lachen*</strong></p>
<p><strong>*Trinkgeräusche*</strong></p>
<p> </p>
<p>"Ich glaub letzteres wäre echt mal eine Herausforderung für einen alten Fallenbauer wie mich."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Fangen oder töten, würdest du eher ....?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Eigentlich wollte ich von etwas anderem Sprechen. Da gibt es also diesen Händler in der Hafenstadt, der hat echt einen an der Waffel wenn mich frägst. Er vertraut keinem, er presst seine Leute aus, bezahlt sie schlecht, hat Angst vor Magie und protzt trotzdem mit seinem Reichtum. Kein wunder das er ständig überfallen wird."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich bin ja Schatzjäger - kein Einbrecher."</span></p>
<p> </p>
<p>"Jo ich weiß, aber wie schaut es denn mit einem Versuch mal aus?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Du willst deinen guten Ruf als Sicherheitsberater aufs Spiel setzen?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Ich hab gerade gesagt das er seine Leute auspresst und schlecht bezahlt."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ah - du bist also schlecht bezahlt worden?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Aye, das bin ich, aber der Vertrag ist wasserdicht."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ok erzähl, um was geht es genau?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Einen Diamanten, etwa so groß wie meine geballte Faust. Er steht in der repräsentativen Eingangshalle seines Kontors hinter Glas in einer Steinernen Vitrine."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ah! Machen wir doch ein Spiel, du sagst mir was passiert wenn ich dieses oder jenes an deiner Vitrine ausprobiere."</span></p>
<p> </p>
<p>"Okee, ich beschreibe dir mal die Vitrine. Der Sockel ist aus Granit und sitzt fest im Paketboden der Eingangshalle. Der Stein geht wirklich unter den Holzboden. Der Sockel ist etwa ein Meter zwanzig hoch und hat eine Fläche von einen halben Meter im Quadrat. Auf der Oberseite des Sockels ist ein seidenes Tuch auf welchem der Edelstein liegt. Das Tuch ist eigentlich zu groß und wirft deswegen ein paar Falten. Rund um das Tuch ist der Stein von 4 Glasscheiben umgeben, an deren Ecken sind ebenfalls vier Stählerne Stangen welche in den Sockel hineinragen. Auch die Glasscheiben sind in einem Schlitz im Sockel eingelassen. einen halben Meter über dem Sockel liegt auf den Glasscheiben und den Stangen ein Deckel in Pyramidenform. Dieser ist ebenfalls einen halben Meter Hoch, aber an den Seiten etwa jeweils 10 cm breiter als der unter ihm liegende Sockel. Auch in diesem Deckel sind die Stangen und die Glasscheiben eingelassen. So, wie fängst du an?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich klopfe vorsichtig an die Stangen</span>."</p>
<p> </p>
<p>"Metallisches Klingen, an zwei der Stangen an gegenüberliegenden Seiten hört es sich aber hohl an."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich schaue mir die Glasscheiben genauer an."</span></p>
<p> </p>
<p>"Es sind Doppelglasscheiben, dazwischen scheint sich etwas zu befinden."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich schaue von schräg unten in den Deckel."</span></p>
<p>"Der Deckel ist unten zu, man sieht nur die Fugen für die Scheiben und wie die Stangen im Material des Deckels verschwinden."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Gut. Was ist mit dem Sockel, keine Öffnungen?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Ich gestehe dir zu das du die 8 kleinen Schlitze an den Ecken des Sockels bemerkst, auch wenn sie sehr verborgen sind."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich stochre mit einem Draht in den Schlitzen herrum."</span></p>
<p> </p>
<p>"Regelfrage: Soll ich dir sagen was im schlimmsten Fall passiert?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ja, das macht es spannender."</span></p>
<p>"Du ziehst den Draht heraus und es ist etwas Wachs daran."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Wachs?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Kurz danach bemerkst du wie die Wachhunde anfangen zu kläffen und du bemerkst einen Brandgeruch. Danach schnappen dich die Wachen."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nächster versuch, obwohl ich ihm nicht traue versuche ich mit einem dünnen Bohrer ein kleines Loch in eine Scheibe zu Bohren. Was ist zwischen den Scheiben?"</span></p>
<p>"Ich muss an der Stelle zugeben das ich die Scheiben so einbauen musste wie ich sie geliefert bekommen habe. Sie waren auf allen 4 Seiten verkittet aber an zwei gegenüberliegenden Ecken waren die Kittflächen nachträglich geschlossen worden. Auch waren sie schwerer als normal. Ich kann dir also nicht sagen was für eine Flüssigkeit darin ist. Ich vermute Giftgas oder Betäubungsgas, ich vermute letzteres."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Gut, also scheiden die Scheiben aus. Ich versuch einfach mal den Deckel hochzuheben."</span></p>
<p> </p>
<p>"Tja, das wäre eigentlich eine gute Lösung, aber wie hebst du einen Deckel der 120 kg wiegt an?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Das ist schwer."</span></p>
<p> </p>
<p>"Mit Blei ausgegossen. Unwahrscheinlich das du ihn anhebst und auf den Boden absetzt. Fallen lassen scheidet ebenfalls aus, das macht genug Lärm - die Wachstube ist direkt unter diesem Raum. und selbst wenn es dir gelingt: aus 2 der vier Stäbe schlagen Flammen und,..."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Die Hunde Kläffen."</span></p>
<p> </p>
<p>"Genau."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich bohre mal die Stählernen Stangen an, die sind innen alle hohl, oder? Ich vermute das in 2 von den vier Stäben aber etwas drin ist das brennt?"</span></p>
<p>"Ja, es sind Rohre und sie sind innen hohl. Zwei von ihnen sind mit dem weißen Zeug das brennt ausgefüllt."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Birke?"</span></p>
<p> </p>
<p><strong>*lachen*</strong></p>
<p>"Nein, Phosphor - weist du wie viel das Zeug kostet?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nein, interessiert mich nun auch nicht wirklich. Der Phosphor brennt sofort wenn er mit Luft in Berührung kommt."</span></p>
<p> </p>
<p>"Ja, es war sehr schwer das so hinzubekommen. Aber nun gut, was willst du weiter machen?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Hm, die Rohre rufen also die Hunde? Ich stopfe die 8 Löcher mit Wachs aus."</span></p>
<p> </p>
<p>"Gut, du hast erkannt das zwei der Rohre Orgelpfeifen sind welche die Hunde närrisch machen. Betrieben werden sie durch die heiße Luft welche der Phosphor macht wenn er Feuer Fängt. Das läuft durch einige Rohre welche im Sockel der Vitrine laufen. Die anderen Löcher sind nur Zierde."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Gut, nun fange ich an eine der Röhren herauszusägen."</span></p>
<p> </p>
<p>"Alle zwei Stunden schaut eine Wache nach dem rechten. Aber lassen wir das außen Vor. Es gelingt dir eine Stange herauszusägen und mit einem donnern kommt der Deckel herunter."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Was?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Die Stangen sind so dimensioniert das nicht einmal alle 4 gemeinsam den Deckel tragen können, nein sie brauchen sogar die Glasscheiben noch dazu."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Aber wenn der Deckel herunterstürzt wird doch auch der Edelstein zwischen Deckel und Sockel zerhauen."</span></p>
<p> </p>
<p>"Das könnte man meinen."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Gut. Ich stütze also den Deckel mit selbst mitgebrachten Metallstangen ab und säge 3 Metallrohre durch. Dann entferne ich die Rohre aus ihren Halterungen. Den Phosphor lösche ich mit Sand und Kupferfolie, oder stecke das Rohr gleich in einen Wassergefüllten Eimer. Nun schiebe ich die Glasplatten weiter zu den entfernten Stäben so das sich der Spalt gegenüber dem letzten Rohr soweit wie möglich vergrößert. Wie groß ist nun der Spalt? passt der Edelstein schon durch?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Pfiffig. Ich muss mal überlegen. Ich glaube das könnte gerade so klappen, müsste ich daheim mal nachschauen. Aber im Zweifel immer für den Spieler. Ja der Stein würde durchpassen, aber deine Hand nicht. Wir wollen es ja auch nicht gar zu leicht machen."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich traue dem Seidentuch auf welchem der Stein liegt noch nicht so recht."</span></p>
<p> </p>
<p>"Da tust du gut daran."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich mach das Seidentuch nass."</span></p>
<p> </p>
<p>"Gut, dabei könntest du etwas auslösen, aber ich bin mal auf deiner Seite und sage das du es gerade noch so vorsichtig machst das nichts weiter passiert. Du erkennst das direkt unter dem Stein wohl eine, durch das Tuch verdeckte Öffnung im Stein ist."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Da fällt der Stein rein wenn der Deckel herunterkommt?"</span></p>
<p> </p>
<p>"So ist zumindest ein Teil des Planes."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ich nehmen eine Zange und nimm den Edelstein raus."</span></p>
<p> </p>
<p>"Du hörst wie eine Glocke klingelt und die Wachen kommen. Außerdem ist der Stein irgendwie festgemacht."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"An dem Tuch?"</span></p>
<p> </p>
<p>"nein, das Tuch dient nur dazu einen Holzstab zu verbergen auf welchem der Edelstein sitzt. Ansonsten würde er ja gleich in das Loch im Sockel fallen. Der Holzstab steht auf einer Balkenwaage und diese löst wenn sich am Gewicht etwas ändert im Raum darunter eine Glocke aus."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Gut, ich nehme eine Spritze und steche durch das Tuch unter dem Edelstein und schmiere Klebstoff hinein. Dann warte ich das der Kleber fest ist - der Mechanismus der Wage ist dann festgeklebt und wird immer das gleiche Gewicht anzeigen. Dann nehme ich den Stein heraus."</span></p>
<p> </p>
<p>"Ok, geschafft. Würdest du so etwas wirklich wagen?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Nein, ich wäre bestimmt fünfmal in deine Fallen rein getreten. Aber ohne die Wachen und ohne die Hunde? Also mit genügend Zeit? Kein Problem. Mich interessiert nun wie der Händler selbst an den Stein kommt."</span></p>
<p>"Mit Hilfe von 4 Starken Männern welche den Deckel auf ein Podest heben und mit einem Schlüssel durch den man vom Boden des Sockels im Wachraum unter dem Ausstellungsraum einige der Fallen deaktiviert."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ziemlich umständlich." </span></p>
<p> </p>
<p>"Das war ihm egal. Ich denke er wollte das auch nur einmal einschließen mit der Möglichkeit sein Steinchen von außen zu beobachten. Schade nur das es ihm alles nichts nützt."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Wieso denn das?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Nun, zum bauen der Falle brauchte ich erst einmal den Stein selbst. Ich durfte unter scharfer Aufsicht den Stein begutachten, abzeichnen und wiegen. Ich stellte also eine Kopie her. Gleiche Form, gleiches Gewicht, nur das Aussehen war etwas, naja nicht schön."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Aber?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Nun wenn er sich nach dem Stand der Vitrine erkundigte sah er des öfteren meinen falschen Stein, mit welchem ich experimentierte, auch das ich insgesamt 3 Stück davon hatte - ich musste die danach alle ihm abgeben."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Halunke"</span></p>
<p>"Stand so im Arbeitsvertrag."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Und?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Nicht darin stand das ich einige Wochen eines der drei Stücke bei einem Glasschleifer hatte."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ohah"</span></p>
<p> </p>
<p>"Ja, es gibt also eine vierte Kopie."</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Und wo ist die?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Na in der Vitrine im Ausstellungsraum des Händlers. In einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit,..."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Du schaust trotzdem nicht glücklich aus, was ist das Problem?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Nun der Glaser kostete auch Geld und wie soll ich so einen Klunker verkaufen?"</p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Ach, da kenne ich sicher jemanden,..."</span></p>
<p> </p>
<p>"Mir wäre auch lieber wenn die Kopie weg wäre."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Wie 'weg'?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Eine der Gefahren welche der Händler noch bei der Vitrine gesehen hat, schließlich bleiben immer irgendwelche Restrisiken übrig, war: Wenn jemand mit z.b. einer Armbrust durch die Vitrine Schießt, den Stein Trifft und ihn aus der Vitrine schießt, so ist er weg bevor die Wachen eventuell kommen."</p>
<p><strong>*lachen*</strong></p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Wenn es der Stein überlebt und er den im dunklen herumkullernden Stein schnell genug findet"</span></p>
<p>"Genau."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Und was ist dein Plan?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Kannst du einen speziellen Armbrustbolzen unter den Stein schießen?"</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Klar - aber was dann?"</span></p>
<p> </p>
<p>"Nun der Deckel stürzt nach unten und der Edelsteinstein wird zwischen Deckel und  Granitplatte zertrümmert."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Was hab ich davon?"</span></p>
<p> </p>
<p>"30% des Steinpreises? 30% gehen an den Glasmacher und 40% bleiben bei mir."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Hört sich fair an. Aber ich sag dir gleich: es gibt einen Unterschied zwischen Diamantstaub und Glasstaub."</span></p>
<p>"Ja, aber Glasstaub wird es ohnehin durch die Glasscheiben genug geben und nicht einmal ein Magier will mit verunreinigtem Diamantstaub was zaubern."</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#a52a2a;">"Stimmt."</span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1422</guid><pubDate>Thu, 30 Oct 2014 21:26:00 +0000</pubDate></item><item><title>Telkin der Abenteurer I</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/telkin-der-abenteurer-i-r1402/</link><description><![CDATA[
<p><em>Gib mir den Hammer!</em>, befahl Rodebrecht. </p>
<p><em>Und halt den Nagel gerade, ich will ihn nicht krumm hauen. Nägel sind teuer.</em></p>
<p> </p>
<p>Mit der Zeit hatte Telkin gelernt seine Finger rechtzeitig zurück zu ziehen. Wegen dem Lehrgeld, wie Rodebrecht es nannte, war der Fingernagel seines rechten Zeigefingers verformt. </p>
<p><em>Stört beim Naseboren, nech?</em></p>
<p> </p>
<p>Telkin stand mit dem Hahnenschrei auf und schlief irgendwann nach dem Garn spinnen, am Kamin ein. Rika, Rodenbrechts Frau war jung und verwöhnt. Sie sponn nie. </p>
<p><em>Dazu sind ihre Hände viel zu schön. </em></p>
<p> </p>
<p>Rodebrecht tat alles für Rika. Telkin tat alles für Rodebrecht.</p>
<p>Was er dafür bekam, war ein Dach über dem Kopf und dünne Suppe, mit hartem Brot.</p>
<p><em>Lehrgeld? Du willst Lehrgeld? Das ist das was DU zahlst, während ich dich ausbilde.</em></p>
<p> </p>
<p>Telkin dachte oft an Nadeschja. Bei der alten Frau war es ihm immer gut gegangen. Sie hatte ihn aufgenommen, als seine Familie die Pest nicht überstanden hatte. Sie hatte ihm gut zu essen gegeben und ihm manchmal aus dem heiligen Buch vorgelesen. Sie konnte etwas lesen und wollte Telkin nächsten Sommer zeigen wie es geht. Nadeschja starb im Frühling.</p>
<p> </p>
<p>So kam Telkin zu Rodebrecht.</p>
<p> </p>
<p>Manchmal, wenn er einen schlechten Tag hatte, oder zu viel Schnaps getrunken, prügelte Rodebrecht auf Telkin ein, der sich dann immer in seine Ecke, neben dem Kamin verkroch.</p>
<p> </p>
<p>So verging Tag um Tag, Jahr um Jahr. </p>
<p> </p>
<p>Eines Nachts wacht Telkin auf. Irgendetwas warmes, nattes, tropft durch die Bretter, von oben, auf ihn herab. Vorsichtig schleicht er, im Dunkeln, die Treppe hinauf. Bei den letzten Stufen macht die Treppe eine Wende nach rechts, und als Telkin herumbiegt trifft ihn etwas am Kopf. Er stürzt hinunter und bleibt benommen liegen.</p>
<p> </p>
<p>Am nächsten Morgen wacht er in der Zelle des Büttels auf. Neben ihm Rabok Ohnehand, wie sich sein Zellengenosse vorstellt. Dieser ist guter Laune und berichtet sogleich, dass sie am nächsten Morgen zum Galgen gehen werden. <em>Dem Halunken wird sein Lachen noch vergehen. Der spinnt doch!</em></p>
<p> </p>
<p>Telkin findet keinen Schlaf. Das Stroh stinkt nach Urin und Rabok schnarcht wie ein fetter Mann nun einmal schnarcht, nur abwechselnd mit Momenten in denen er gar nicht zu atmen scheint. Doch selbst, würde er einem Bett wie in Rikas weichem Bett schlafen, er könne keinen Schlaf gefunden. </p>
<p> </p>
<p>Plötzlich, in einem der Momente, in denen Rabok nicht atmet, presste jemand Telkin seinen haarigen, verschwitzen Unterarm auf den Mund. <em>Ein Mucks und Du bist weg gemacht!</em>, hört er Raboks kratzige Stimme heiser flüstern.</p>
<p> </p>
<p>An den Knöcheln gepackt, schleift Rabok ihn durch ein Loch in der Mauer. Draußen wartet ein Pferd auf sie. Sonst ist niemand zu sehen.</p>
<p> </p>
<p>...</p>
<p> </p>
<p>So kam es also dann, dass Telkin Abenteurer wurde.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1402</guid><pubDate>Fri, 05 Sep 2014 19:14:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neues aus der Mathemagie,...</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/neues-aus-der-mathemagie-r1390/</link><description><![CDATA[
<p><strong><span style="font-size:12px;">Nicht gar so Heiteres aus der Welt der Dimensionsreissenden </span></strong></p>
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<p>Werte Kollegen,</p>
<p> </p>
<p>in meinen reisen habe ich viele mysteriöse Kreaturen gesehen welche die möglichkiet hatten ihr aussehen zu ändern oder von einem Punkt zum anderen schnell zu gelangen. Wesen welche ein exorbitantes Wahrnehmungsvermögen hatten und zuschlugen wo immer es ihnen gerade passte.</p>
<p> </p>
<p>Wir kennen das problem etwa wenn jemand unsichtbar ist - er hat einen Wahrnehmungsvorteil auf seiner Seite, aber er muss sich trozdem noch von einem Ort zum andern zu Fuß bewegen. Auch ist es ihm nicht möglich durch Wände zu gehen - Geister aller Art haben diese Beschränkung schon nicht mehr - was sie zu noch gefährlicheren Gegnern macht. Wie aber ist es wenn hierzu noch die Möglichkeit kommt die Gestallt zu verändern?</p>
<p> </p>
<p>Ich bin auf meiner Reise an einem Ort der sehr schwer zu erreichen ist einer Kreatur begegnet bei deren Vorstellung es mich heute noch schüttelt. Gerade weil die Konfrontation für viele meiner Begleiter tödlich ausging. </p>
<p> </p>
<p>Es war nicht auf dieser Welt und ich hoffe das dieses Wesen es nie auf unsere Welt schaffen wird. Ich hoffe das wir viel zu uninteressant für diese Kreatur ist und ich hoffe noch mehr das es nur eine einzige oder wenigstens sehr wenige davon gibt - und doch wuchs in mir, je mehr ich darüber nachdachte, die Angst das wir tagtäglich von diesen Wesen beobachtet werden.</p>
<p> </p>
<p>Zunächst einmal die Geschichte.</p>
<p> </p>
<p>Wir waren mit einem Sphärenwagen in eine andere Welt gereisst, sie sah auf den ersten Blick nicht anderst aus als unsere Welt auch. Alle normalen Gesetze galten und die Dominante Lebensform würden hier auch als Menschen durchgehen. Sie waren ein Volk welches etwas zurückgeblieben wirkte, jegliche Wissenschaft lehnten sie ab, es gab keine Zauberer und wie es schien lebten sie sogar ohne grosse Kriegerische Auseinandersetzungen beisammen. </p>
<p>Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht und trotz aller abwesenheit von dem was wir Kultur nennen würden glaube ich ihnen wenn sie sagten das sie glücklich und zufrieden seien. Sie hatten einige wenige Regeln des zusammenlebens wie sie auch bei uns gang und gäbe sind: "du sollst nicht stehlen, töten, etc." wir kennen das ja alles. </p>
<p>Interessant war aber als sie erwähnten das es nicht immer so war - in einiger entfernung gäbe es eine grosse Stadt welche Tabu für sie sei. Wir fragten vorsichtig nach ob sie uns erlauben würden dorthin zu gehen und sie sagten vorsichtig zu.</p>
<p> </p>
<p>Wir erreichten eine Stadt welche aussah als wäre sie vor Jahren fluchtartig verlassen worden. In den Häussern, welche von Pflanzen schon überwuchert waren, standen noch gedeckte Tische und in den Küchen fanden wir noch hinweise darauf das dort gerade gekocht worden wäre - doch Leichen fanden wir abseitz des Friedhofes keine. An einigen Stellen fanden wir sogar wertvolle Gegenstände, Münzen etwa, Geschmeide und anderes. Wer lässt so etwas einfach liegen? </p>
<p>Natürlich hatten wir gefragt warum die Stadt tabu sei und wir hatten nur die Antwort bekommen das dort Menschen lebten welche sich nicht an die Regeln gehalten hätten. Als wir nachbohrten stellten wir aber auch fest das die Leute dort es einfach nicht besser wussten.</p>
<p> </p>
<p>Es war schon eine merkwürdige Sache als wir durch diese Stadt fuhren und in die Häusser gingen. </p>
<p> </p>
<p>Auf dem Hauptplatz war wohl Markt gewesen und die Stände standen wie als wären die Menschen einfach verschwunden. So etwas unheimliches habe ich noch nie erlebt - und doch wurde es alles noch sehr viel schlimmer. Wir fanden ein Gebäude welches als "Mathemagiker Gilde" bezeichnet wurde ich möchte darauf hinweisen das wir sehr wohl wussten wie in dieser Welt mathematik geschrieben wurde und auch das wort für Magie kannten wir - es muss sich hierbei wohl um eine Verbinung zwischen diesen beiden Disziplinen handeln. Oh hätten wir dieses Gebäude nie betreten - viele Alpträume wären mir erspaart geblieben.</p>
<p> </p>
<p>Doch Ahnungslos betraten wir die Hallen dieser Gilde. Kreise, rechtmäsige Figuren, Pentagramme dominierten das erscheinungsbild der Eingangshalle - überschneidungen der beiden Wissenschaften waren sehr deutlich. Wie so oft wenn wir bei unseren Streifzügen durch die Welten waren nahmen wir eher Wissen mit als Wertgegenstände. Ich fand in einem Unterrichtsraum ein Noch aufgeschlagenes Buch in welchem es um Dimensionalverständnis ging. Ich dachte es ginge dabei um Dimensionen in welchen eben andere Wesen lebeten - ich täuschte mich damals aber nahm das Buch als Kuriosität gerne mal ungelesen mit.</p>
<p>In einem anderen, grossen raum fanden wir am boden zahlreiche mit runen überzogenen Glasscherben. Was immer auch in dem Raum gestanden haben mag und aus Glas war - es war reichlich gross gewesen.</p>
<p> </p>
<p>Dann schlug, was immer es auch wahr zu. Ich war mit einem kollegen in einer grossen Halle als wie aus dem nichts ein meterlager Dorn Materialisierte und sich von hinten in meinen Kollegen bohrte. Es saugte diesen regelrecht auf. Nur was er fallen ließ blieb von ihm übrig, ansonsten verschwand er mit Haut, Haaren und seiner ganzen Kleidung in diesem Dorn. Der Dorn war eine sehr spitze Pyramide - etwas das zu dem Ort hier auch gut passte. </p>
<p> </p>
<p>Ich starrte das Geschehen an und sah so wie sich der Dorn drehte und dabei seine gestallt veränderte. Nun heute denke ich eher das durch die Bewegung von ihm sich nicht die gestallt änderte sondern nur meine sichtweise darauf. So wie ein Pergament für uns fast unsichtbar ist wenn wir es nur von der Seite sehen. Dann ist es wie ein hängender faden und wenn wir einen Hängenden Faden von unten betrachten würden wäre es nur noch ein dunkler Punkt.</p>
<p> </p>
<p>Verstehen sie schon worauf ich hinaus will?</p>
<p> </p>
<p>damals war ich noch nicht so klar in der Sache ich stand wie gelähmt im Schock da. Heute denke ich das dies mein Leben gerettet hat. Denn in diesem Moment rannte jemand von uns die Treppe aus dem ersten OG herrunter, er hatte die Schreie gehört. Im vollen Lauf prallte er auf eine Flache Wand welche sich urplötzlich ihm in den Weg stellte. So etwa wie ein Unsichtbarer plötzlich ganz sichtbar ist wenn man ihn Berührt. Er wurde von dieser Wand ebenso aufgesaugt wie mein Kollege vor ihm. Wieder verschwand diese Wand und Augenblicke später hörte ich oben die Schmerzensschreie von jemand anderen.</p>
<p> </p>
<p>Ich brauchte nicht mehr zu sehen, ich rannte hinaus in den Hof wo unser Sphärenwagen stand. machte die nötigen Einstellungen und fuhr los. Das lezte was ich sah als ich noch einmal mich umschaute war ein Stern, wie ein dreidimensionales Heptagramm welcher aus der Luft herabschoss und meinen lezten Kollegen welcher ebenfalls zum Sphärenwagen hezte aufspießte.</p>
<p> </p>
<p>Nun. Ich wurde nicht angegriffen und doch fühle ich mich seitdem verfolgt und beobachtet, wie als würde mir immer jemand über die Schulter schauen.</p>
<p> </p>
<p>Ich komme zurück auf dieses Buch welches ich erbeutet habe. Es betrachtet die Dimensionen welche wir kennen, also höhe, breite, tiefe. Alles was jeder körperlich fassbare gegenstand eben hat. Es bezeichnet diese "Körperlichkeit" als Dreidimensional und definiert sie als der zweidimensionalität überlegen. Als Anschauliches Objekt der zweidimensionalität nimmt es ein Blatt Pergament und mahct dann folgenden Aussage: Wenn in einer Zweidimensionalen Welt zweidimensionale Wesen leben können diese nur zweidimensionale Dinge wahrnehmen, oder die Projektion eines dreidimensionalen Wesens welches gerade in ihrer Welt ist. Ein Würfel welcher in einer zweidimensionalen Welt ist könnte dort also wie ein Quardrat wahrgenommen werden, oder wie eine Linie (wenn der Würfel nur eine Kante in die zweidiemnsionale Welt hineinsteckt) oder wie ein Punkt (wenn der Würfel nur eine Ecke in die Welt steckt) oder eben wie "unsichtbar" beziehungsweise "Nichtexistent" - wenn der Würfel ausserhalb der Ebene ist. Aber wenn man ein Stück Papier von Aussen betrachtet kann man alles sehen was darauf vor sich geht. Man kann sogar an mehrern stellen gleichzeitig sein, etwa wenn man fünf finger auf fünf punkte auf dem Papier drückt.</p>
<p> </p>
<p>Der obige Passus machte etwa das erste drittel dieses Buches aus, das nächste Drittel befasste sich damit wie es wohl sein möge wenn es zu unserer dreidimensionalen Welt noch eine weitere Dimension gäben würde und in dieser Dimension noch andere Lebenwesen? </p>
<p> </p>
<p>Der Schreiber des Buches war der Meinung das man diese auich beschwören und kontrolliern könnte, so wie wir Elementare und Dämonen beschwören und kontrolliernen. Er meinte aber auch das man hierzu wohl nicht einen Beschwörungskreis sondern eine Beschwörungskugel brauchen würde, er schlug vor eine kugelförmige Flasche aus Glas zu blassen und diese als Grundfläche zu benutzen,...</p>
<p> </p>
<p>Schlussendlich bin ich zu dem Schluss gekommen das der Schreiber vieleicht den Anfang seines Buches gegen Ende aus dem Blick verloren hat: das ein dreidimensionales Wesen einem zweidimensionalen Wesen einfach überlegen ist,...</p>
<p> </p>
<p>Ich glaube das ist auf dieser Welt und in dieser Stadt passiert. Sie haben etwas gerufen was niemals auf unsere dreidimensionale Welt aufmerksam gemacht werden sollte. Ich hoffe inbrünstig das so etwas hier nie passieren wird. Zum glück ist in dem Buch nichts weiter asugeführt, etwa wie die Kugel beschrieben wurde, was man für das Anlockungsopfer setzen musste oder dergleichen.</p>
<p> </p>
<p>Sie fragen sich vieleicht wie man sich gegen ein solches wesen wehrt. Ich sehe nur die Möglichkeit von schnellen zaubern, von schnellen Reaktionen oder von Flächenveränderungen. Ansonsten hoffe ich nie wirklich so ein Wesen wieder zu sehen. Und noch mehr hoffe ich das der Schreiber dieses Buches sich getäuscht hat.</p>
<p> </p>
<p><a href="https://www.midgard-forum.de/forum/content/2108-Halfdal-Die-Taverne-des-Erz%C3%A4hlwettstreites" rel=""> Ein Artikel aus der Taverne des Erzählwettstreites</a></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1390</guid><pubDate>Mon, 11 Aug 2014 18:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der Alpwicht - Beitrag zum Thema des Monats Mai 2014</title><link>https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/kurzgeschichten/der-alpwicht-beitrag-zum-thema-des-monats-mai-2014-r1367/</link><description><![CDATA[
<p><strong><span style="font-size:12px;">Der Alpwicht - Kreatur samt Kurzgeschichte</span></strong></p>
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<p><strong>Die Geschichte:</strong></p>
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<p>Die Gruppe zog durch den dichten Wald. Leichter Regen setzte sich auf die tiefer hängenden Äste, schon den ganzen Morgen fiel er unaufhörlich nieder und begann nun unter das Blätterdach vorzustoßen. Wie lange mochte es seit Aufbruch nun her sein, fragte sich Radbod. Seit sie von dem Gerücht des Monsters immer tiefer in den Wald gelockt wurden fing die Zeit mit jedem Tag, jeder Stunde an mehr zu verwischen. Als Waldläufer hatte er die Ausläufer des Waldes schon häufiger erkundet, doch so tief war er noch nie vorgestoßen. Vorgestern (oder war es erst gestern?) hatte Yorric seinen ersten Alptraum, wobei er meinte den Tag zuvor schon einen gehabt zu haben. Schaurig waren die Visionen von einem mannshohen spinnenartigen Wesen, sehr ähnlich dem das der Gruppe vor ihrem Aufbruch beschrieben wurde. Heute nach dem Aufwachen berichtete er wieder davon, tentakelartig sollen seine langen Beine sich bewegt haben, menschliche Arme mit dämonenartigen Klauen griffen nach seinen Opfern, die es gnadenlos zerstückelte und in Einzelteilen einsponn und verschleppte. Aber es half nichts mehr, auch wenn der Wald immer düsterer zu werden schien, der dauernde Regen eine unangenehm nasse Kälte verbreitete, sie schienen sich ohnehin verlaufen zu haben. Am Abend schreckte Yorric am dürftig zubereiteten Feuer auf, dieses sollte wohl das letzte gewesen sein, wenn es nicht aufhörte zu regnen. Aufgeschreckt von einer faustgroßen Spinne, die angeblich Corras Arm hochgekrabbelt sein soll. Sollte er nun auch noch anfangen zu haluzinieren, oder stehen sie alle schon mitten unter dem Einfluss des geschilderten Dämonen? War dort wirklich eine Spinne die auf geisterhafte Weise wieder verschwunden war? In der folgenden Nacht hatten nun auch Corra und Madock Alpträume. Den nächsten Tag berichteten sie ihren Gefährten davon, die Schilderungen ähnelten sich alle erschreckend. Und noch immer regnete es, Schatten schienen immer wieder an der Gruppe vorüber zu huschen. Sowohl Madock als auch Corra und Yorric meinten immer wieder etwas gesehen zu haben, eine langbeinige Gestalt die hinter einem Baum verschwunden sei. Ob ihrer beschriebenen Größe hätte dieses Wesen aber hinter keinem Baum des Waldes es Versteck gefunden. Wurden sie langsam in den Wahnsinn getrieben? Die nächste Nacht war für jeden der Gruppe von Alpträumen geplagt. Radbod, Corra, Yorric, Madock und sogar Neala, die berichtete sonst nie Alpträume zu haben. Alle fünf saßen am Morgen zusammen und berichteten sich im Detail von ihren Träumen, sie schienen sich nicht nur zu ähneln sondern sogar identisch zu sein. Völlig durchnässt, kein Feuer ließ sich mehr entzünden, bis auf die Knochen durchgekühlt mussten sie aufbrechen. Zumindest hatte der Regen mittlerweile aufgehört, doch die dunklen Schatten des Waldes hellten trotzdem nicht auf. Über die Stämme und Äste der Bäume schienen sich Schlangen zu winden. Wurzeln bewegten sich unter ihren Füßen und griffen danach. Doch jedesmal als sie innehielten um einen genaueren Blick darauf zu werfen war alles still. Das einzig unangenehme was Bäume, Wurzeln und Erdboden noch ausstrahlten waren Kälte und Nässe. Hinter jedem weiteren Baum schien erneut das Ungeheuer zu warten, acht hinterbeine hielten seinen mächtigen Unterleib hoch. Der muskulöse Oberköper von einer feinen Schicht dunkelbrauner Haare überzogen. Kaum drehte man sich um hörte man schon das nächste Klacken hinter sich. Irgendwann legten sie sich schlafen, doch die Szenerie veränderte sich nicht, Alptraum und Wachzustand ließen sich kaum mehr unterscheiden. Ob sie schliefen oder wach waren, alle fünf waren da, sie konnten sich sogar unterhalten. Oder waren sie doch wieder wach? Wie gefangen irrten sie nun weniger durch den Wald als mehr zwischen Schlafen und Wachen umher.</p>
<p> </p>
<p>Und dann stand es vor ihnen. Direkt und unvermittelt, nicht hinter einem Baum verborgen, nicht aus den Augenwinkeln, jeder von ihnen konnte es sehen. Gut zwei Meter hoch musste die Gestalt sein, so wie sie zuvor schon davon träumten, doch schien sie nun schärfer, dieses mal stand sie tatsächlich vor ihnen, das wussten sie. Niemand rühte sich, die Gefahr war zu spüren wie ein flimmern in der Luft. Sollten sie nun von ihren Alpträumen erlöst werden, egal ob durch den eigenen Tod oder den der Kreatur? Es schien als vergingen Minuten in denen sich niemand bewegte, dann ging die Kreatur auf Madock zu, langsam wie durch einen unsichtbaren Brei. Ebenso langsam bewegte sich der klauenbesetze Arm und Madocks muskulöser Arm zuckte zu seinem Schwert. Halb gegen einen Baum gelehnt zog er seine Waffe um dem Monstrum einen kräftigen Schlag zu verpassen. Doch nun zuckte auf der kräftige Arm der Kreatur, blitzschnell schlug die Klaue gegen Madocks linken oberarm.</p>
<p>Eine tiefe Wunde zierte dort nun sein muskulöses Fleisch, warmes Blut floss zügig seinen Arm entlang, die Schulter fühlte sich an wie ausgekugelt. "WARTE..."</p>
<p>Laut hallte Corras Stimme durch den Wald, sie wusste nicht warum doch irgendetwas stimmte nicht. Madock bewegte sich nicht mehr, allen war Corras ausgeprägter sechster Sinn bekannt, doch in dieser Situation war es wohl eher seine enge Zuneigung zu Corra, die ihn verharren ließ. Die Kreatur setzte nicht nach, sie drehte sich um und ging nun langsam auf Neala zu, alle folgten ihr ebenso langsam mit ihren Blicken. Radbod sah den Abgrund direkt hinter dem Wesen, wie steil mochte es dort wohl hinab gehen? Warum bewegte es sich so gemächlich dort entlang auf die gebrechliche Neala zu? Nealas Augen zuckten kurz zu Corra hinüber, die mit weit geöffneten Augen zurück schaute und langsam ihren Kopf schüttelte. War das der Zeitpunkt zu dem man auf das Gefühl seiner Kameraden vertrauen musste? Neala tat nichts, die Kreatur blieb genau vor ihr stehen. Sekunden erschienen wie Minuten und dann stürzte sich die Kreatur seitlich den Abgrund hinunter. Neala sackte schwach zu Boden und atmete schwer. Was war das? Was hatte die Kreatur vor? Es fühlte sich an als würde sich Nebel lichten. Als sie Madocks Wunde versorgen wollten war diese bereits komplett verheilt, nein eher sah es so aus als wäre dort nie eine gewesen. Der Wald schien auch auf einmal viel heller. So zog die Gruppe weiter, sie fühlten sich als wäre eine Last von ihnen genommen.</p>
<p> </p>
<p>Einige Stunden später gefror ihnen jedoch wieder das Blut in den Adern. Da stand sie wieder, die Kreatur, genauso wie zuvor. Diesmal krisch sie jedoch laut auf, sie erschien schärfer, nicht ganz so furchteinflößend. Das merkwürdige wabern das sie umgab war verschwunden. Die Blicke von Yorric und Radbod trafen sich und wie durch eine Eingebung wussten sie was zu tun war. Yorric drehte sich nach rechts, das gleiche tat auch Radbod. Yorric nahm Madock ins Visir und sprintete auf ihn zu. Radbod erblickte den Abgrund, genauso wie zuvor, scheinbar unerreichbar für ihn. Die Kreatur schnellte auf Madock zu, holte mit ihren Klauen aus. In diesem Moment kam von der Seite Yorric hervorgesprungen und riss Madock von den Füßen. Der mächtige Hieb der Kreatur traf dem Baum worauf sie laut aufschrie, den Blick zur Seite wandte und Neala ins Visir nahm. So schnell wie schon zuvor sauste die Kreatur auf Neala zu, die zitternden Arme erhoben. Corra sah schon das Blut ihrer Freundin durch den Wald spritzen als Radbod von der Seite her gegen die Kreatur sprang, die Schultern voraus. Knapp verfehlte der Schlag Nealas Kopf und das Wesen stürzte durch die Wucht von Radbods Sprung in die Tiefe des Abgrunds. Knapp dem Tod entgangen suchte die Gruppe nur noch den Weg raus aus dem Wald. Von hier aus war er garnicht so schwer raus zu finden, warum war es vorher so schwer? Wenige Stunden später hatten sie den Wald verlassen, doch was genau dort passiert war werden sie wohl nicht erfahren. Vielleicht geben die Götter ihnen irgendwan im Traum die Klarheit.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p> </p>
<p>Die Gruppe wurde Opfer eines Alpwichtes. Ein Alpwicht ist ein körperloses Wesen, welches rein theoretisch überall gefunden werden kann. Es ist nicht bösartig, hat nur eine für die meisten Wesen unangenehme Art zu spielen. Alpwichte helfen einem meisten sogar auf ihre eigene unangenehme Weise. Sie kriechen gerne in Träume und nehmen Einfluss auf diese. Nicht selten resultieren diese dann in Alpträumen. Bis ein Alpwicht einen verlässt können sich diese Träume auch ständig wiederholen. Halten sich mehrere Personen nahe beieinander auf, so kann der Alpwicht in alle Träume gleichzeitig eintauchen. Irgendwann ist der Alpwicht so im Bewusstsein verankert, dass er auch im Wachzustand Träume verursacht. Illusionen, die nur der Träumende wahrnehmen kann. Alpwichte können zwischen Traum und Wirklichkeit nicht unterscheiden. Auch Zeit ist für sie irrelevant und sie sind je nach Mächtigkeit in der Lage Tage oder gar Monate weit in der Zeit vor oder zurück zu sehen. Dadurch kann ein Alpwicht dem Träumenden eine Vision seiner Zukunft oder auch Informationen über vergangenes geben, es ist jedoch schwer auseinander zu halten was ein Alpwicht einem gerade zeigt.</p>
<p> </p>
<p>Lässt man sich auf das Spiel eines Alpwichtes ein, so erfreut ihn dies und er wird sein Opfer nach Abschluss des Spiels wieder verlassen. Nicht selten beinhalten solche Spiele auch bedrohliche Kämpfe, die jedoch meistens nicht von dem Alpwicht ausgehen. Hierbei erhaltene Wunden sind nicht echt, es handelt sich um einen einzigen großen Traum, der einem jedoch für die Dauer da ein Alpwicht einen begleitet erhalten beleibt. Da der Alpwicht köperlos ist kann man ihn im Normalfall nicht verletzen. Mit normal Waffen geschlagene Wunden sind an der Illusion zwar sichtbar, beeinträchtigen diese jedoch nicht. Nach mehreren Treffern sind die ersten Wunden wieder völlig verschwunden. Nur magische Waffen machen Schaden an einem Alpwicht und sorgen unverzüglich für seinen Tod. Wer einen Alpwicht tötet fängt sich jedoch seinen langsam verblassenden Geist ein. Dieser sorgt dafür, dass das Opfer 1W6 Monate lang unter ständigen Alpträumen leidet und nur noch die hälfte seiner AP durch Schlafen regenerieren kann. Magie die den Körper betrifft wirkt zwar auf die Illusion, beeinflusst diese jedoch nicht, der Alpwicht selber ist komplett immun dagegen. Nur Magie die den Geist betrifft kann einen Alpwicht beeinflussen.</p>
<p> </p>
<p>Mit einem Alpwicht kann man seine Gruppe auf eine harte Probe stellen. Er eignet sich in schwächerer Form aber auch gut um Nachrichten zu überbringen. In schwerer Form kann man einer zu großspurigen und selbstsicherern Gruppe einen nahezu unüberwindbaregen Gegner in den Weg stellen ohne dass diese dabei jedoch große Konsequenzen zu erwarten haben.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1367</guid><pubDate>Wed, 28 May 2014 09:11:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
