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dabba

Warum hat der Fernkampf bei Mıᴅɢᴀʀᴅ so wenig Bedeutung?

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Unicum   
vor 6 Stunden schrieb Ma Kai:

Wenn der Fernkämpfer das tut, was er am besten kann (FERNkämpfen - dahin, wo der Nahkämpfer - ggf noch - nicht hinkann), ist er hinreichend in seinem Element. Es liegt am SL, solche Situationen in hinreichender Frequenz für seine Gruppe zu bringen bzw. zuzulassen.

Tja das sehe ich leider nicht so.

Der grosse Unterschied ist das ein sher guter Nahkämpfer einen Gegner mit wenigen schweren Treffern umhauen kann, auch wenn dieser RS=3 hat, da ein sehr guter Nachkämpfer auch ggf mehrmals zuschlagen kann (Fechten, beidhändiger Kampf) und einen Schadensbonus hat welcher die Rüstung negiert. Der Fernkämpfer wird dahingegen bei gleichem Angriffswert gefühlte ewigkeiten brauchen um den Nahkämpfer auszuschalten.

Es gab mal bei Dragon Magazine ein Comic-Witz - ich habe den leider nicht bei Google gefunden - welcher in etwa ausmalt was ich meine (auch wenn die an ein Problem von D&D anspielen):

"Today: 'execution of Trud the Barbarin' man sieht auf der einen Seite einen lebenden Barbaren dermit Pfeilen gespickt ist und davor 10 Bogenschützen denen die Pfeile ausgegangen sind,... einer der Bogenschützen weint sich gerade bei seinem Kommandanten aus und am anderen Ende steht der Schriftführer der meint "Still 67 Hitpoints to go." (Das D&D Problem sind da in etwa das Barbaren doppelt soviele Trefferpunkte haben wie normale SC (aber eben keine Rüssi))

So etwas in der Art jedenfalls (der Brabar kann ja auch Darchenkettenrüssi haben).

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Um es auf den Punkt zu bringen: Bei einer Belagerung würde ich in Midgard Bogenschützen bei weitem nicht so bewerten wie in ... anderen Rollenspielen.

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Aber .... ich hab auch eigentlich kein Problem damit.

Interessant ist es wenn man dann mal Spielern Waffen vorsezt die im Fernkampf 2x pro runde schiessen können und 3w6 oder 4w6 Schaden machen,... da sieht man plötzlich echte "Angst" um die Spielfigur in den Gesichtern.

bearbeitet von Unicum
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Ich denke, der Fernkampf hat schon seine Nische bei Midgard (hier wurden ja schon ziemliche viele Situationen aufgeführt, etwas variablere Kampfszenen wären schon ein großer Schritt), so dass mir eine Aufwertung nicht unbedingt nötig erscheint. Obwohl es stimmt schon, Schuss- und insbesondere Wurfwaffen könnten ein wenig mehr Wumms vertragen, aber m. E. auf keinen Fall mehr als ein oder zwei Punkte.

Um nicht die Geschicklichkeit noch weiter aufzuwerten, würde ich den Schadensbonus aber an den unmodifizierten Fertigkeitswert koppeln - z. B. ab Waffe +12: Schadensbonus +1, ab Waffe +15: Schadensbonus +2 (eventuell, und jetzt widerspreche ich mir selbst: ab Waffe +18: Schadensbonus +3).

Super einfache Regel: alle Fernkampfwaffen erhalten +1 auf Schaden (und zusätzlich optional:) Fernkämpfer erhalten ab einem Fertigkeitswert von +15 einen Bonus von +1 auf den Schaden mit einer Fernkampfwaffe der entsprechenden Waffengattung.

Oder: Eine Figur die sich auf eine Fernkampfwaffe spezialisiert, macht mit dieser Waffe einen um +1 erhöhten Schaden.

Die Idee mit der verringerten Rüstung gegen Armbrüste und Bögen ist eigentlich schön, aber damit verschiebt man das Problem m. E. nur Richtung Wurfwaffen.

In der D&D-Entwicklung kam es in der Pathfinder-Abzweigung übrigens zum gegenteiligen Phänomen: die Aufwertung des Fernkampfs führte zu einer deutlichen Überlegenheit der Fernkämpfer bei den Martials (nach wie vor sind dort aber Vollzauberer in der Regel das Maß aller Dinge).

bearbeitet von Orlando Gardiner
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Ma Kai   
On ‎14‎.‎08‎.‎2017 at 9:51 AM, Ferwnnan said:

Hinreichend in seinem Element? Kaum.

Ein halbwegs ordentlicher Nahkämpfer wie dein Aelan kann mit einem beidhändigen Angriff gut 20 Punkte Schaden verursachen. Ein Fernkämpfer (ich würde gern mal einen leicht gerüsteten Bogenschützen entwickeln, der nicht zugleich zwingend auch ein wenigstens passabler Nahkämpfer sein muss) macht in der gleichen Zeit maximal 8 Punkte Schaden (und er muss dazu das dem beidhändigen Kampf vergleichbar teure Scharfschießen beherrschen). Aus diesem Grund sind - wie du auch schon zuvor beschrieben hast - Fern- oder Wurfwaffen immer nur Beiwerk, niemals aber zentraler Bestandteil, wie es für einen Nahkämpfer sein Schwert und für den Zauberer sein Zauber sind. Und dieses Ungleichgewicht empfinde ich als schade, weil es die Bandbreite mancher Figuren einschränkt. Es als ungleich zu bezeichnen, wenn der Schütze mehr Schaden machte, wie es hier vorgebracht wurde, sehe ich dabei nicht als Argument, denn das gleiche könnte man von einem blitzeschleudernden Zauberer sagen.  

Du versuchst wieder, das Spiel das Nahkämpfers zu spielen. Wenn Aelan (z.B. wegen Kontrollbereichen) nicht an den Gegner heran kommt, macht er im Nahkampf keine 20, sondern Null Punkte Schaden. Hat er stattdessen die Wurfaxt in der Hand und findet eine klitzekleine Sichtlinie durchs Getümmel (was ihm mit effektiv Anführen+19 nicht schwer fallen sollte), dann wird der große böse Zauberer zu mindestens 90% diese Runde nicht zaubern (bei +4 für wehrlos). Und das kann kriegsentscheidend sein, viel kriegsentscheidender, als ein toter Ork mit zwei schlimmen Axtwunden.

(Aelan ist nicht "halbwegs ordentlich". Er ist Spitzenklasse!).

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Ma Kai   
On ‎14‎.‎08‎.‎2017 at 1:00 PM, Unicum said:

Tja das sehe ich leider nicht so.

Der grosse Unterschied ist das ein sher guter Nahkämpfer einen Gegner mit wenigen schweren Treffern umhauen kann, auch wenn dieser RS=3 hat, da ein sehr guter Nachkämpfer auch ggf mehrmals zuschlagen kann (Fechten, beidhändiger Kampf) und einen Schadensbonus hat welcher die Rüstung negiert. Der Fernkämpfer wird dahingegen bei gleichem Angriffswert gefühlte ewigkeiten brauchen um den Nahkämpfer auszuschalten. (...)

Mit Scharfschießen kann der Fernkämpfer (sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind) sogar mit einem einzigen Treffer töten, egal welcher Gegner. Das kann wiederum der Nahkämpfer nicht (mehr).

Nachdem der Fernkämpfer dann Erfolg hat, wenn der Nahkämpfer nicht an ihn heran kann, ist es ihm doch relativ egal, ob er fünf Pfeile oder einen braucht. Tot ist der Gegner hinterher trotzdem.

Aber nochmal, es geht gar nicht darum, wer "besser" ist - der Vergleich impliziert, der eine könnte den anderen ersetzen. Fernkampf löst aber ein anderes Problem als Nahkampf: nicht den Gegner, dessen Atem ich riechen kann, sondern den, an den ich im Nahkampf nicht heran komme.

bearbeitet von Ma Kai
Zicke

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dabba   
vor 54 Minuten schrieb Ma Kai:

Mit Scharfschießen kann der Fernkämpfer (sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind) sogar mit einem einzigen Treffer töten, egal welcher Gegner. Das kann wiederum der Nahkämpfer nicht (mehr).

Kann er schon, mit Meucheln. Ist natürlich aufwändiger und gefährlicher, so wie Nahkampf allgemein sein sollte. :)

Der gezielte Hieb war eher ein anderes Werkzeug, weil man ihn auch und vor allem im laufenden Kampf gegen wehrhafte Gegner einsetzen konnte.

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