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Mir gefällt das Thalassa-Buch ausgesprochen gut - und ich brauche nicht noch 500 Artefakte - zur Not kann ich sie auch selbst definieren.

 

 

Insbesondere wird für mich eine eigene, besonderer Stimmung transportiert.

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So, habe noch ein paar Fragen zum Thalassa QB:

 

1: Auf dem Landweg scheint Thalassa ja nur über die Straße an der Westküste zu erreichen sein, und dann entweder ab Ketos direkt oder über die Talstraße ab Oktrea, oder?

2: Die Talstraße ist auf den östlichen 40 Km ja der Hohle Weg, wenn ich das richtig verstanden habe, der aber an mindestens einer Stelle von einem Eisengitter versperrt ist, stimmt das? Dann könnte den aber niemand gehen, der nicht das Gitter aufsperren kann, oder den Zauber Zauberschlüssel, respektive Rost hat. Zumindest bei letzterem wäre das Eisengitter ja bald Geschichte, insofern sehe ich die Logik dahinter nicht (wer geht schon 100 Km, um dann knapp vor dem Ende umzudrehen?!

3:Sind die Dörfer an der Ostküste mit Thalassa verbunden oder nicht? Anders gefragt, sind sie nur mit Boote erreichbar, oder gibt es einen gangbaren Weg/Straße, ähnlich der Seestraße auf Myrkgard?

4: Sowohl der Erste als auch der Zweite Fall Thalassas scheinen sich ziemlich am Anfang des Krieges der Magier abgespielt zu haben. D.h. aber, dass deren Verwüstungen auch das Thalassa betroffen hat, das in der Parallelwelt existiert und Zentrum des Seemeisterimperiums ist. Anders gesagt: eigentlich müssten die Spuren der Verwüstung auch in der Geschichte des Myrkgard-Thalassas zu finden sein. Was sie aber laut dem Zyklus der Zwei Welten und dem Myrkgard-QB eigentlich nicht sind.

5: Eigentlich müsste das Aquädukt, das aus dem Ultul-Gebirge kommt, ebenfalls vom Ausbruch des Anapthiras zerstört sein, oder?

6: Ist mit dem Brunnen des Dunklen Überflusses (S.140) eigentlich der Brunnen im Hexerhof gemeint oder die Zisterne am Ende des Aquädukts? Wenn ersteres der Fall ist, woher beziehen die Bewohner des Hexerhofes dann ihr Trinkwasser, denn viele Wasserstellen auf Byrsa scheint es ja nciht zu geben, die nicht verdorben/vergiftet sind?!

7: Wie groß ist der Weg, der die Dörfer im Süden miteinander und der Handelsstraße verbindet? Anders gefragt: Können Händler diesen mit Wägen befahren, oder sind es nur schmale Trampelpfade, oder sind die Dörfer nur über Boote erreichbar?

 

Zum obigen Thema, Artefakte und neue Zauber: mMn passt alles so schon sehr gut. Das QB beschreibt die Stadt und die Bewohner, wie sie sich heute präsentieren. Mächtige Artefakte außer den genannten wären wohl schon längst gefunden worden oder sind Teil eines Abenteuers, wo sie irgendwo tief unter Schutt oder in Gewölben verborgen sind und nur mit viel Gefahren geborgen werden können. Auf diese Abenteuer werden wir entweder noch warten oder sie selbst entwerfen müssen (inklusive der Abenteuer). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gilde der Purpurkammer, die Janla-Priesterinnen, die Zeugen der letzten Nacht oder die Grauen Mönche nicht schon längst irgendetwas gefunden haben - darum sind sie ja in Thalassa ;)

 

Neue Zaubersprüche würde ich sehr komisch finden. Warum sollten in einer Stadt der Bettler, Diebe und Straßenräuber neue Zaubersprüche zu finden sein? Das Wissen der Seemeister ist zum großen Teil sowieso schon in die später gegründeten Magiergilden in Candranor und den Küstenstaaten eingeflossen. Und für Namensmagie kann man sich ja an die Regeln von Myrkgard halten. Nein, das finde ich schon passend, aber es zeigt halt, dass jeder andere Ansprüche stellt, was er gerne von einem QB hätte.

 

Ansonsten wiederhole ich mein Lob an die Autoren, dank für die vielen Anregungen und Ideen, die sie liefern!

 

LG GP

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1: Auf dem Landweg scheint Thalassa ja nur über die Straße an der Westküste zu erreichen sein, und dann entweder ab Ketos direkt oder über die Talstraße ab Oktrea, oder?

 

Es ist bei größeren Karten für Midgard üblich, nur die großen, für den Handel mit Fuhrwerk und Wagen geeigneten Straßen im Sinne von Handelsrouten einzuzeichnen. Natürlich gibt es auf dem Nyktoros noch eine ganze Reihe an Wegen und Pfaden, die nicht eingezeichnet worden sind. Psara, Pelekas, Seriphos, Paraklos, Agirioxantis liegen nicht abseits aller Wege und Straßen, sehr wohl aber nicht an (den üblichen) Handelsrouten; die Gegend ist z.T. nicht ganz umsonst als Piratenland verschrieen. Weiterhin sind auf der Karte auch nicht alle Dörfer eingezeichnet, die es da noch so gibt (bei dichter besiedelten Gegenden Midgards gilt dies für Städte ganz genauso).

 

2: Die Talstraße ist auf den östlichen 40 Km ja der Hohle Weg, wenn ich das richtig verstanden habe, der aber an mindestens einer Stelle von einem Eisengitter versperrt ist, stimmt das? Dann könnte den aber niemand gehen, der nicht das Gitter aufsperren kann, oder den Zauber Zauberschlüssel, respektive Rost hat. Zumindest bei letzterem wäre das Eisengitter ja bald Geschichte, insofern sehe ich die Logik dahinter nicht (wer geht schon 100 Km, um dann knapp vor dem Ende umzudrehen?!

 

Der Hohle Weg ist zunächst einmal ein mit Sagen- und Geschichten beschlagenes Mysterium. Was steht im Text? Thalassa, S. 13: "Aus ältester Zeit gibt es den Talweg, der Thalassa mit der gegenüberliegenden Küste der Halbinsel verbindet. Er ist etwa 120 Kilometer lang und endet im Westen bei Oktrea, einem Dorf an einem offenen Meeresstrand. Der Weg war schon früher eine schöne Straße, die immer wieder auf Steinbrücken die kreuzenden Schluchten überwand. Gut 40 Kilometer des Weges auf der Thalassa zugewandten Hälfte sind noch heute streckenweise tunnelartig überwölbt. Mit Hausteinen, Kalkbrocken und zersägten grünlichen Tuffsteinen wurden Wände geschaffen, die sich zu einer steinernen Decke treffen. Dieses Bauwerk wurde so kunstgerecht angelegt und mit Mörtel und Eisenkrampen so fest zusammengefügt, dass es einen wirksamen Schutz vor den Bedrohungen des Landes bietet. Die Thalasser nennen den Talweg daher auch den „Hohlen Weg“ und manche sind auf verschlungenen Pfaden an Schlüssel aus alter Zeit gelangt, mit denen sie die Eisengitter, die einen Tunnelabschnitt abriegeln, öffnen können."

 

Was sagt der Text bzgl. des Hohlen Wegs?

 

- gut 40 km sind streckenweise tunnelartig überwölbt

- es gibt Tunnelabschnitte, die verschlossen gehalten werden können.

 

D.h. sie sind dann auch nicht passierbar und müssen entsprechend umgangen werden, immerhin sollen ja Reisen im Nyktoros beschwerlich sein... Deinen Ausführungen hinsichtlich eines Eisengitters, den Zauber Rost und dem damit zwangsläufigen "wären ja bald Geschichte", kann ich, ehrlich gesagt, nicht folgen - oder möchtest du etwa aussagen, das Eisengitter oder wohlmöglich Eisenschlösser auf Midgard wegen das Zaubers Rost schon bald der Logik wegen allenthalben Geschichte wären? Wie gesagt, ich habe das nicht so recht verstanden.

 

3:Sind die Dörfer an der Ostküste mit Thalassa verbunden oder nicht? Anders gefragt, sind sie nur mit Boote erreichbar, oder gibt es einen gangbaren Weg/Straße, ähnlich der Seestraße auf Myrkgard?

 

Ja, natürlich. Es gibt halt nur keine für den Handel geeigneten Straßen, sehr wohl aber Pfade und Wege.

 

4: Sowohl der Erste als auch der Zweite Fall Thalassas scheinen sich ziemlich am Anfang des Krieges der Magier abgespielt zu haben. D.h. aber, dass deren Verwüstungen auch das Thalassa betroffen hat, das in der Parallelwelt existiert und Zentrum des Seemeisterimperiums ist. Anders gesagt: eigentlich müssten die Spuren der Verwüstung auch in der Geschichte des Myrkgard-Thalassas zu finden sein. Was sie aber laut dem Zyklus der Zwei Welten und dem Myrkgard-QB eigentlich nicht sind.

 

Thalassa, S. 10: "Auch in der folgenden Zeit blieb die Stadt hart umkämpft. In den fortwährenden Kämpfen im Krieg der Magier wurden irgendwann (über den genauen Zeitpunkt sind sich die Gelehrten nicht einig) die seit Jahrhunderten friedlich unter dem Nyktoros schlummernden Kräfte des Feuers durch mit aranischen Feuerbeschwörern verbündete Ifrits geweckt. Die zornigen Elementarwesen entfesselten den Anaphtiras, einen Vulkan des Nyktoros, der als Waffe gegen die Dunklen Meister eingesetzt wurde. Durch die ungebändigten Kräfte der Lava wurde der südliche Nyktoros verwüstet, sie machte auch vor den Toren Thalassas nicht halt und überzog Teile der bereits weitgehend in Ruinen liegenden Stadt mit einem verheerenden Asche- und Schlackeregen. Dies war der Zeitpunkt, an dem die Stadt von den meisten Einwohnern aufgegeben wurde. Die Gelehrten sprechen dabei von Thalassas Zweitem Fall."

 

Thalassas Erster Fall (Beginn des Kriegs der Magier) und das Letzte Gefecht (Ende dieses Krieges) sind zeitlich genau festgelegt. Der Zweite Fall ist offen gelassen worden, bzw. auf der Spielwelt sind sich die Gelehrten über den genauen Zeitpunkt nicht einig.

 

Interessant finde ich es dann, dieses Ereignis als Leser dem Anfang des Krieges zu zu ordnen (wie wird darauf gekommen?), obschon die Zerstörungen durch den Vulkan im Thalassa Myrkgards nicht erwähnt werden, sie im Abenteuer Schwarze Sphäre keine Rolle spielen. Allein das schon kann doch - recht eindeutig, wie ich finde - als Indiz dafür gewertet werden, dass auch dieses Ereignis erst gegen Ende des Krieges stattgefunden haben muss, aber eben noch vor den entsprechenden Ereignissen in Oktrea aus Ein Hauch von Heiligkeit, die insofern vor dem Vulkanausbruch stattgefunden haben müssen). Kriegstaktisch gesehen bewirkte die Aktivierung des Vulkans die entscheidende Schwächung des Imperiums. In der Folge gab die Bevölkerung die Stadt auf, die Stadt war entsprechend schlecht verteidigt - das Letzte Gefecht zu Lande und zu Wasser nahm seinen bekannten Verlauf.

 

5: Eigentlich müsste das Aquädukt, das aus dem Ultul-Gebirge kommt, ebenfalls vom Ausbruch des Anapthiras zerstört sein, oder?

 

Was bedeutet zerstört? Es ist sichtbar noch erhalten, wie mach andere Monumentalbauten in der Stadt auch. Erhalten bedeutet jedoch nicht einsatzfähig und funktionierend.

 

6: Ist mit dem Brunnen des Dunklen Überflusses (S.140) eigentlich der Brunnen im Hexerhof gemeint oder die Zisterne am Ende des Aquädukts? Wenn ersteres der Fall ist, woher beziehen die Bewohner des Hexerhofes dann ihr Trinkwasser, denn viele Wasserstellen auf Byrsa scheint es ja nciht zu geben, die nicht verdorben/vergiftet sind?!

 

Ja, natürlich ist der Brunnen im Hexerhof gemeint. Im Zweifelsfalle müssen die Anwohner zum nächsten Brunnen laufen oder sie haben einen zweiten, dritten oder vierten Brunnen in der Nähe angelegt. Wir haben uns bei der Stadtbeschreibung nicht vorgenommen, die vorhandene Brunnen in Thalassa zu katalogisieren. Daher haben wir es auch unterlassen, bei anderen Höfen anzugeben, dass da Brunnen sind (die es gibt). Gehe davon aus, dass es an geeigeten Stellen in der Stadt Wasser hat, sonst würden keine Menschen mehr in der Stadt wohnen.

 

 

7: Wie groß ist der Weg, der die Dörfer im Süden miteinander und der Handelsstraße verbindet? Anders gefragt: Können Händler diesen mit Wägen befahren, oder sind es nur schmale Trampelpfade, oder sind die Dörfer nur über Boote erreichbar?

 

Die "Größe" ist nicht angegeben. Die nicht eingezeichneten Wege (oder Pfade) sind jedenfalls nicht durchgegend mit Gespannen befahrbar. Ein Bauer mag mit einem Ochsengespann vom Dorf aus allerdings noch auf seine Felder gelangen können. Überwiegend dürften die Dörfer aber aufgrund der felsigen Küstenlandschaft von See via Boot angesteuert werden; seeseitiger Handel also.

 

Ciao,

Dirk

bearbeitet von DiRi

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Hi, erst mal danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Leider scheinen ein paar Fragen nicht ganz deutlich gewesen zu sein, aber ich versuche, an den unklaren Stellen präziser zu fragen:

 

ad1: das habe ich mir gedacht, wollte es aber noch einmal bestätigt wissen. Habe nicht umsonst auch darauf hingewiesen. Aber danke für die Klarstellung

 

ad 2: Nun, es sind immerhin über 800 Jahre vergangen: abgesehen davon, dass es da auch eine natürliche Abnützung gibt (Feuchtigkeit!), kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht Reisende gegeben hat, die sich nicht selbst einen Weg verschafft haben, sei es mit Gewalt oder durch Magie. Schließlich wird der Weg ja nicht kontrolliert oder ausgebessert, oder? Vielleicht haben wir da aber andere Vorstellungen, wie gesagt, ich denke, 800 Jahre sind ein sehr langer Zeitraum, als dass ein so langer, unkontrollierter Weg (geht zumindest aus dem Text so hervor), mit einem normalen Eisenschloss verschlossen bleibt...

 

ad 3: Pfade und Wege rund um die Orte habe ich schon angenommen, die Frage ist, ob sie mit Thalassa verbunden sind. Schließlich führen sie ja direkt am Anapthiras und damit am am stärksten verwüsteten Gebiet vorbei. Aber wenn es so ist, ist es ok für mich. Wollte es nur einmal wissen (im Buch steht diese Info nicht).

 

ad 4:

Thalassa, S. 10: "Auch in der folgenden Zeit blieb die Stadt hart umkämpft. In den fortwährenden Kämpfen im Krieg der Magier wurden irgendwann (über den genauen Zeitpunkt sind sich die Gelehrten nicht einig) die seit Jahrhunderten friedlich unter dem Nyktoros schlummernden Kräfte des Feuers durch mit aranischen Feuerbeschwörern verbündete Ifrits geweckt. Die zornigen Elementarwesen entfesselten den Anaphtiras, einen Vulkan des Nyktoros, der als Waffe gegen die Dunklen Meister eingesetzt wurde. Durch die ungebändigten Kräfte der Lava wurde der südliche Nyktoros verwüstet, sie machte auch vor den Toren Thalassas nicht halt und überzog Teile der bereits weitgehend in Ruinen liegenden Stadt mit einem verheerenden Asche- und Schlackeregen. Dies war der Zeitpunkt, an dem die Stadt von den meisten Einwohnern aufgegeben wurde. Die Gelehrten sprechen dabei von Thalassas Zweitem Fall."

 

Thalassas Erster Fall (Beginn des Kriegs der Magier) und das Letzte Gefecht (Ende dieses Krieges) sind zeitlich genau festgelegt. Der Zweite Fall ist offen gelassen worden, bzw. auf der Spielwelt sind sich die Gelehrten über den genauen Zeitpunkt nicht einig.

 

Interessant finde ich es dann, dieses Ereignis als Leser dem Anfang des Krieges zu zu ordnen (wie wird darauf gekommen?), obschon die Zerstörungen durch den Vulkan im Thalassa Myrkgards nicht erwähnt werden, sie im Abenteuer Schwarze Sphäre keine Rolle spielen. Allein das schon kann doch - recht eindeutig, wie ich finde - als Indiz dafür gewertet werden, dass auch dieses Ereignis erst gegen Ende des Krieges stattgefunden haben muss, aber eben noch vor den entsprechenden Ereignissen in Oktrea aus Ein Hauch von Heiligkeit, die insofern vor dem Vulkanausbruch stattgefunden haben müssen). Kriegstaktisch gesehen bewirkte die Aktivierung des Vulkans die entscheidende Schwächung des Imperiums. In der Folge gab die Bevölkerung die Stadt auf, die Stadt war entsprechend schlecht verteidigt - das Letzte Gefecht zu Lande und zu Wasser nahm seinen bekannten Verlauf.

 

Es kann sein, dass es missverständlich ausgedrückt ist: Ich zitiere jetzt aus dem weiteren Verlauf der Geschichte, S.10: "Über Jahre war die Sonne nicht mehr zu sehen und das Klima veränderte sich. In der chryseischen Geschichtsschreibung wird gar von einer unheilvollen Zeit der Dunkelheit gesprochen. Eine Schar Getreuer um den Großmeister Rhadamanthus blieb allerdings bis zum Ende des Krieges in der Stadt, da viele Einrichtungen der Zitadelle intakt geblieben sind."

 

Dieser Teil klingt so, als ob (ich geb zu, es gibt keinen causalen Zusammenhang, wenn man genau liest, aber es liest sich so) der Ausbruch des Anapthiras Jahre vor dem letzten Gefecht gewesen sei. Da aber die Geschichte in Oktrea sehr genau festgelegt ist (Ein Hauch von Heiligkeit, S.90, "

Man schreibt das Jahr 1598 nL, das 41.Jahr des großen Krieges zwischen den Dunklen und den Grauen Meistern
bezieht sich das mit den vielen Jahren eindeutig auf eine frühere Zeit. Abgesehen davon, dass mit den Ereignissen in Ein Hauch von Heiligkeit der Krieg ziemlich schlagartig für die Parallelwelt endet und auch dort das Ende mit 1600nL festgelegt ist. Dazu ein weiteres Zitat aus Myrkgard:
Thalassa erlitt im Krieg gegen die Verräter (Krieg der Magier; bis 1600nL) keine nennenswerten Zerstörungen (nicht so auf Ljosgard), aber die nach Kriegsende zahlreichen Dämonen machten sie so gut wie unbewohnbar
aus Myrkgard S.7. Dort steht auch, dass die Bevölkerung Thalassa aufgrund der vielen Dämonen aufgab, nicht aufgrund der Zerstörung der Stadt.

 

Wie gesagt, gestört hat mich bei dem Vulkanausbruch einfach die Anordnung des Textes, dass zuerst von mehreren Jahren gesprochen wird und dies in einen indirekten Zusammenhang mit dem Verbleib der Dunklen Meister in Thalassa gestellt wird. Das die Ereignisse in Oktrea und die Aufspaltung der beiden Welten allerdings erst ganz zum Schluss des Krieges stattfand, sollte unbestritten sein.

D.h. aber auch, dass man den Ausbruch des Vulkans aber sehr genau geschichtlich zuordnen können muss, da er zwischen 1598 und 1600 stattgefunden haben musste. Das hätte man auch einfach in das Buch schreiben können.

 

ad 5: ist ok

 

ad 6: ich schrieb von den Brunnen in Byrsa. Dieses ist ja recht unwirtlich und dort leben ja auch nicht viele Menschen. Das bedeutet für mich aber, dass sich die Bewohner des Hexenhofes wohl ihr Wasser eher aus anderen Stadtvierteln holen. Man kann es auch anders sehen, aber danke für die Klarstellung.

 

ad 7: Ja, genau das habe ich mir auch gedacht. Danke für die Bestätigung!

 

Und nochmal vielen Dank für die Mühe!

 

LG GP

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ad 2: Nun, es sind immerhin über 800 Jahre vergangen: abgesehen davon, dass es da auch eine natürliche Abnützung gibt (Feuchtigkeit!), kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht Reisende gegeben hat, die sich nicht selbst einen Weg verschafft haben, sei es mit Gewalt oder durch Magie. Schließlich wird der Weg ja nicht kontrolliert oder ausgebessert, oder? Vielleicht haben wir da aber andere Vorstellungen, wie gesagt, ich denke, 800 Jahre sind ein sehr langer Zeitraum, als dass ein so langer, unkontrollierter Weg (geht zumindest aus dem Text so hervor), mit einem normalen Eisenschloss verschlossen bleibt...

 

1) Es gibt nicht ein Eisengitter, sondern ganz sicher mehrere - der Text kann hier nicht anders ausgelegt werden.

 

2) Sagt der Text nichts über den Zustand der Gitter aus - auch nach 800 Jahren muss das nicht zwangsläufig weggerostet sein, zumal nirgendwo etwas davon steht, dass es dort feucht ist - das ist allein dein Kopfkino.

 

ad 3: Pfade und Wege rund um die Orte habe ich schon angenommen, die Frage ist, ob sie mit Thalassa verbunden sind. Schließlich führen sie ja direkt am Anapthiras und damit am am stärksten verwüsteten Gebiet vorbei. Aber wenn es so ist, ist es ok für mich. Wollte es nur einmal wissen (im Buch steht diese Info nicht).

 

Reisen durch den Nyktoros sind grundsätzlich beschwerlich und können gefährlich sein. Handelswege gibt es dort nicht. Trampel- oder Ziegenpfade gibt es genau dort, wo sie eine Spielleitung hin haben möchte.

 

Lies dir einmal in diesem Zusammenhang noch den Text auf Seite 28/29 zum Gasthof Der Weg der Blätter durch. Was würde diese Kontrollfunktion durch den Bettlerkönig für einen Sinn machen, wenn es noch andere befahrbare Handelsrouten nach Thalassa gebe? Ich rede hier ausdrücklich von Handelsrouten - nicht von Ziegen- oder Trampelpfaden, die natürlich auch nach Thalassa führen können.

 

ad 4:

Es kann sein, dass es missverständlich ausgedrückt ist: Ich zitiere jetzt aus dem weiteren Verlauf der Geschichte, S.10: "Über Jahre war die Sonne nicht mehr zu sehen und das Klima veränderte sich. In der chryseischen Geschichtsschreibung wird gar von einer unheilvollen Zeit der Dunkelheit gesprochen. Eine Schar Getreuer um den Großmeister Rhadamanthus blieb allerdings bis zum Ende des Krieges in der Stadt, da viele Einrichtungen der Zitadelle intakt geblieben sind."

 

In der Geschichtsschreibung ist die Endphase des Krieges unklar; es ist unbekannt, wann sich hier was abgespielt hat. Die Zeit der Dunkelheit mit entsprechender Klimaveränderung hat indes das Kriegsende überdauert, aber auch dies ist nicht (mehr) bekannt (warum? Weil sowohl die schriftlichen Quellen als auch die unmittelbaren Zeitzeugen mit Thalassa untergegangen sind - vll. harrt aber noch eine alte Chronik in der Ruinenstadt, in der alles haargenau bis ins letzte Detail aufgezählt wird, der Entdeckung...). Das dafür auslösende Ereignis war aber zeitlich vor dem Letzten Gefecht. Alles andere zur zeitlichen Einordnung habe ich bereits gesagt.

 

Zu bedenken geben möchte ich auch, dass Aran - Feuerzauberer hin oder her - zu Beginn des Kriegs keinesfalls über die Macht verfügt haben dürfte, einen Vulkan in der Nähe von Thalassa als Waffe einsetzen zu können. So etwas ließe sich erst mit einem bereits stark durch den Krieg geschwächten Reich erklären.

 

Dieser Teil klingt so, als ob (ich geb zu, es gibt keinen causalen Zusammenhang, wenn man genau liest, aber es liest sich so) der Ausbruch des Anapthiras Jahre vor dem letzten Gefecht gewesen sei. Da aber die Geschichte in Oktrea sehr genau festgelegt ist (Ein Hauch von Heiligkeit, S.90, "
Man schreibt das Jahr 1598 nL, das 41.Jahr des großen Krieges zwischen den Dunklen und den Grauen Meistern
bezieht sich das mit den vielen Jahren eindeutig auf eine frühere Zeit. Abgesehen davon, dass mit den Ereignissen in Ein Hauch von Heiligkeit der Krieg ziemlich schlagartig für die Parallelwelt endet und auch dort das Ende mit 1600nL festgelegt ist.

 

Genau zu lesen, ist immer zu empfehlen.

 

Im Hauch tritt ein Ereignis ein, was für Myrkgard nicht jedoch für Ljosgard gilt.

 

Du hast folgende Ereignisreihung:

 

  1. Kerkerepisode aus Hauch im Jahre 1598 nL
  2. Zweiter Fall
  3. Letztes Gefecht 1600 nL

 

Fazit: Die Zeit der Dunkelheit, die mehrere Jahre die Sonne verdunkelte und das Klima veränderte, erstreckte sich über das Kriegsende hinaus. Diese Zusammenhänge sind in der Geschichtsschreibung nicht bekannt.

 

Dazu ein weiteres Zitat aus Myrkgard:
Thalassa erlitt im Krieg gegen die Verräter (Krieg der Magier; bis 1600nL) keine nennenswerten Zerstörungen (nicht so auf Ljosgard), aber die nach Kriegsende zahlreichen Dämonen machten sie so gut wie unbewohnbar
aus Myrkgard S.7. Dort steht auch, dass die Bevölkerung Thalassa aufgrund der vielen Dämonen aufgab, nicht aufgrund der Zerstörung der Stadt.

 

Wie gesagt, gestört hat mich bei dem Vulkanausbruch einfach die Anordnung des Textes, dass zuerst von mehreren Jahren gesprochen wird und dies in einen indirekten Zusammenhang mit dem Verbleib der Dunklen Meister in Thalassa gestellt wird. Das die Ereignisse in Oktrea und die Aufspaltung der beiden Welten allerdings erst ganz zum Schluss des Krieges stattfand, sollte unbestritten sein.

D.h. aber auch, dass man den Ausbruch des Vulkans aber sehr genau geschichtlich zuordnen können muss, da er zwischen 1598 und 1600 stattgefunden haben musste. Das hätte man auch einfach in das Buch schreiben können.

 

Du darfst gerne einmal darüber nachdenken, warum es in der Geschichtsschreibung nicht mehr bekannt ist (da du dies ja anzweifelst), aber alle Autoren und Lektoren, die an dem Werk beteiligt waren, es so sehen bzw. es nicht verändert haben. Dir unbenommen sei, dass du es als missverständlich auffasst und es gerne im QB vorgefunden hättest.

 

Nur kurz noch: Auch auf Myrkgard war das Seemeisterreich praktisch am Ende, aber nur aufgrund des Einsatzes des Mikrokosmos als fantasyhafte Massenvernichtungswaffe (bzw. - kerker) konnte die Niederlage gerade noch abgewandt werden (das ändert aber nicht am Zustand eines Seemeisterreiches kurz vor der Auflösung mit all seinen Folgen für z.B. die Bevölkerung).

 

Thalassa Zweiten Fall (und das Letzte Gefecht) hat es auf Myrkgard nicht gegeben, insofern wurde die Stadt kaum zerstört. Du hattest aber riesige Dämonenheere der Dunklen Meister (bei wenigen Dunklen Meistern, die bis dahin den Krieg überlebt hatten, und sie noch hätten kontrollieren können), die von einem fast besiegten Imperium erst schrittweise wieder unter Kontrolle gebracht werden mussten; Thalassa war auf Myrkgard also wegen dieser Dämonenhorden eine zeitlang nicht bewohnbar, bis die Dunklen Meister die Lage wieder unter Kontrolle gebracht hatten. Das ist für mich alles folgerichtig und schlüssig.

 

ad 6: ich schrieb von den Brunnen in Byrsa. Dieses ist ja recht unwirtlich und dort leben ja auch nicht viele Menschen. Das bedeutet für mich aber, dass sich die Bewohner des Hexenhofes wohl ihr Wasser eher aus anderen Stadtvierteln holen. Man kann es auch anders sehen, aber danke für die Klarstellung.

 

Im Text wird von einem verwitterten Brunnen im Hexerhof gesprochen (S. 140). Und ja, damit ist auch der auf S. 140 im Boxentext angesprochenen Brunnen des dunklen Überflusses gemeint und nicht etwa die Zisterne, die erst auf S. 144 in einem ganz anderen Abschnitt beschrieben wird.

 

Richtig ist weiter: Die Bewohner des Hexerhofes holen sich ihr Wasser nicht aus dem Brunnen des Überflusses. Woher sie ihr Wasser bekommen, wird nicht gesagt, aber darüber hatte ich mich im vorangegangenen Posting bereits ausgelassen.

 

Ciao,

Dirk

bearbeitet von DiRi

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Ich bin etwas irritiert über einige Punkte der Diskussion. Warum ist es notwendig zu erklären, dass bestimmte Aussagen im Text stehen? Liebe Leser, akzeptiert doch bitte zunächst einmal, dass wir es so geschrieben und wohl auch gemeint haben. Versucht anschließend eure Akzeptanz darauf zu erweitern, dass die beschriebenen Dinge auch so existieren sollen, und versucht doch mal eine spielweltliche Erklärung für das Geschriebene zu finden. Sollte euch Letzteres nicht gelingen, dann können wir darüber reden, ob wir uns wirklich geirrt haben.

 

Am Beispiel der Eisengitter sei das Vorgehen erläutert: 1. Es gibt die Eisengitter. 2. Ja, die Eisengitter sind alt, aber, s. 1., es gibt sie. 3. Mögliche spielweltliche Erklärungen könnten sein, dass das Eisen möglicherweise sehr gut gegen die Unbilden des Wetters geschützt sind; dass das Eisen vielleicht nicht so 'normal' ist, wie es auf den ersten Blick scheint; dass die Eisentore von denjenigen, die an die Schlüssel gekommen sind, auch heute noch gepflegt werden, da man etwas Geld damit verdienen kann, wenn man Reisenden den sicheren Weg öffnet.

 

Bitte bedenkt weiterhin, dass die Stadt selbstverständlich nicht vollständig beschrieben worden ist. Wir haben uns versucht auf das zu konzentrieren, das wir als geschichten- oder abenteuerrelevant eingestuft haben. Wir legen sämtliche lebensnotwendigen Einrichtungen wie die nachgefragten Brunnen in eure verantwortungsvollen Hände, denn, und da sind wir uns hoffentlich einig, in Thalassa leben Einwohner. Schon sehr lange und hoffentlich noch lange (es sei denn, ihr vergesst die Brunnen ...)

 

Bitte bedenkt abschließend, dass einige Dinge bewusst vage formuliert worden sind, um euch mehr Freiheiten zu lassen.

 

Grüße

Christoph

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Also, abschließend möchte ich, nach einem herzlichen Dankeschön an DiRi für die Mühe, die er sich für seine Antwort gemacht hat, nur klarstellen, dass ich nicht als Quertreiber agieren möchte, sondern nur einige Punkte des Buches nach dem Lesen für mich unklar geblieben sind, und ich danach gefragt habe. Mittlerweile haben sich diese Punkte, auch dank der Antworten, geklärt. Ich wollte auch nicht darüber diskutieren, ob ihr euch geirrt hattet, ich wollte nur eure spielweltliche Erklärung für manche Dinge haben, die ich mir nicht vorstellen konnte (Zitat Prados).

 

Ich stimme prinzipiell mit einem großen Teil der Ansichten DiRis vollkommen überein, insbesondere seinen Erklärungen zum Krieg der Magier. Wie gesagt, ich persönlich habe manche Formulierung missverständlich gefunden (vielleicht erging/ergeht es anderen genauso, vielleicht bin ich damit auch alleine) und habe deshalb nachgefragt: es ging mir nicht darum, dass ich die Autoren belehren wollte, sehr wohl wollte ich aber eine zu den anderen Quellen konsistente Lösung der Punkte, die mir unklar schienen.

 

Dies ist nunmehr geklärt und ich hoffe, dass nicht nur ich sondern auch andere Benutzer des Buches davon profitieren können. Ich denke, wenn man an einer Sache selbst jahrelang arbeitet, geht man von anderen Dingen aus, als ein Nutzer, der dann plötzlich das fertige Produkt in Händen hält (Thema Betriebsblindheit). Darum vielleicht auch meine seltsam klingenden Fragen, die für die Autoren offensichtlich selbstverständlich waren, aber bei denen ich gerne den Hintergrund oder eine zusätzliche Erklärung wollte.

 

Damit schließe ich meinen Fragenkatalog und habe nun auch für mich ein in sich geschlossenes Werk, für das ich mich als SL sowieso schon begeistert habe und in dem ich widerspruchsfreie Szenarien und Abenteuer ausarbeiten kann.

 

LG GP

bearbeitet von Galaphil
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Jetzt wo ich den Band durch habe. Muß ich sagen das ich entäuscht bin.

 

Keine neuen Zauber und nur lumpige drei Artefakte, dabei hätte mit diesem Band die Möglichkeit gegeben viel tolle Seemeister Spruchrollen und Artefakte zu präsentiren!

 

Zunächst: Deine Empfindung, im Thalassa-Band seien zu wenig Artefakte, Zauber oder Spruchrollen, und das daraus resultierende Gefühl der Enttäuschung kann ich nicht in Abrede stellen.

 

Allerdings sehe ich mich genötigt, klarzustellen, dass im Quellenbuch allein vier Artefakte im Abschnitt Thaumaturgium komplett ausgearbeitet werden und dort auf sechs weitere Artefakte in Boxentexten eingegangen wird - von kleineren Artefakten, die darüber hinaus auch noch im Fließtext im Band angerissen werden, ganz zu schweigen. Die Aussage "nur lumpige drei Artefakte" ist daher inhaltlich und sachlich nicht zu treffend.

 

Ciao,

Dirk

bearbeitet von DiRi

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Ein kleines bisschen bereitet mir der Hafen. Von der Stadt aus sieht der Hafen normal aus, während von See her ja das Inferno zu herrschen scheint.

 

Soweit ich das verstanden habe, wird Fracht in der Regel von den auf Reede liegenden Schiffen entladen und mit kleinen Booten in den Hafen gebracht.

 

Wie sieht das nun bei Passagieren (und den Besatzungen kleinerer Boote) aus, die in den Hafen gebracht werden?

 

Einerseits müssen sie ja glauben, dass ihr Lotse sie in den Untergang führen wird, andererseits sehen sie ja, dass die Lotsen mit ihren Booten und Schiffen offenbar unbehelligt in den Hafen kommen, bzw. herausfahren.

 

Ich stelle mir das für die Lotsen nicht ungefährlich vor, wenn die Passagiere anfangen, in Panik zu geraten und womöglich versuchen, die Lotsen von ihrem selbstmörderischen Vorhaben mit Gewalt abzubringen.

 

Oder gelangen Reisende gar nicht über den Hafen in die Stadt, sondern werden außerhalb der Stadt an der Küste abgesetzt?

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Zunächst einmal ist eine Seereise nach Thalassa mindestens ungewöhnlich, da ja jedes Kind weiß, dass der Hafen von Thalassa nicht schiffbar ist; zuden machen grausige Geschichten über den Hafen die Runde.

 

Sollte dieses Wagnis dennoch einmal ausnahmsweise angegangen werden, werden die Lotsen wissen, wie sie sich vor ob der Illusionen "gewaltätigen Passagieren" zu schützen haben. Den Passagieren könnten z.B. die Augen verbunden / abgedeckt werden, damit sie sich nicht die geheimen Fahrtrouten merken können (im Falle von kleinen Booten); bei Schiffen könnten die Passagiere (freundlich aber bestimmt - zur Not mit dem enstprechenden Nachdruck) unter Deck gebeten werden.

 

Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, wie du selbst schreibst, Passagiere außerhalb der Stadt abzusetzen, denn mancher Kapitän will das gefährliche Thalassa erst gar nicht ansteuern, weil er sein Schiff nicht gefährden möchte, und setzt flugs seine Passagiere unweit von Thalassa per Beiboot an Land ab.

 

Ciao,

Dirk

bearbeitet von DiRi

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So, nachdem aus unerfindlichen Gründen das Internet erstaunlicherweise wieder flutscht (zentrale Eingangsbox für die Telefonleitung im Keller sagt, dass kein Signal anliegt, Telefon liegt auch folgerichtig mit Störung brach, DSL funktioniert aber; verstehe es, wer will), kann ich auch noch einmal kurz Stellung nehmen.

 

Ich wollte mit meinem obigen Beitrag keine Diskussion abwürgen, aber zumindest in andere Bahnen lenken. Falls ich das mal wieder auf meine unnachahmliche Weise zu ruppig gemacht haben sollte, tut es mir leid. Keinesfalls möchte ich erreichen, dass hier gar keine Nachfragen mehr gestellt werden.

 

Grüße

Christoph

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Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Mit irritierte es etwas, dass es in Thalassa Kutschen gibt. Ich hätte diese bestenfalls in den Küstenstaaten erwartet.

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Warum nur in den Küstenstaaten?
Eine Kutsche ist ein gefedertes Fuhrwerk. Als solches kann man es eigentlich nur dort sinnvoll einsetzen, wo ein gut erhaltenes Netz befestigter Straßen vorhanden ist. Kutschen setzten sich daher in der irdischen Geschichte erst im 15. Jahrhundert durch.

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Auf Midgard sind Kutschen zumindest auf Vesternesse recht verbreitet, wobei ich natürlich über die Art einer Federung so schnell keine Aussage machen kann. Und zumindest laut Wikipedia war die gefederte Kutsche bereits den alten Römern bekannt. Insofern sehe ich keinen allzu großen Bruch, wenn auf halbwegs befestigten Straßen einige Kutschen unterwegs sind. Und vielleicht ist mit dem Begriff der Kutsche auch einfach nur das Fuhrwerk gemeint, das Personen transportiert. Ich würde mich nicht an der fachsprachlichen Bedeutung aufhängen, wenn mir das Probleme auf meinem Midgard bereitete.

 

Grüße

Prados

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Auf Midgard sind Kutschen zumindest auf Vesternesse recht verbreitet, wobei ich natürlich über die Art einer Federung so schnell keine Aussage machen kann. Und zumindest laut Wikipedia war die gefederte Kutsche bereits den alten Römern bekannt. Insofern sehe ich keinen allzu großen Bruch, wenn auf halbwegs befestigten Straßen einige Kutschen unterwegs sind. Und vielleicht ist mit dem Begriff der Kutsche auch einfach nur das Fuhrwerk gemeint, das Personen transportiert. Ich würde mich nicht an der fachsprachlichen Bedeutung aufhängen, wenn mir das Probleme auf meinem Midgard bereitete.

 

Grüße

Prados

Also, ich finde es schon ok. Vielleicht hatte ich hier auch einfach eine falsche Vorstellung.

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So wurde also der Zug des Kinderkönigs finanziert. :)

 

Nachdem ich das QB schon in Essen erstanden hatte, komme ich jetzt endlich auch zum Lesen und bin jetzt bei knapp einem Drittel. Es liest sich wirklich sehr schön und bietet äußerst anregende Charaktere und Ideen. Vor allem der Hintergrund des Bettlerkönigs gefällt mir. Das passt gut zu einigen Ideen, die ich für meine eigene Runde so habe.

 

Ansonsten musste ich jetzt aber kurz eine Pause einlegen, um im Chryseia-Unterforum einen Errata-Strang zu eröffnen. Ist aber nur eine Kleinigkeit. ;)

 

Tschuess,

Kurna

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Hallo,

nach erstem ÜBerfliegen des QB habe ich Daten zu Augen, Ohren und anderen Körperteilen des Bettlerkönigs gefunden. Die Daten des Selbigen finde ich aber nicht. Kann mir bitte jmd diesbzgl. helfen.

Danke Vorab

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Mir gefällt das Thalassa QB gut. Ich habe es noch nicht ganz durch, aber es ist gut geschrieben und der Inhalt hat wirklich Atmosphäre. Mir gefällt, dass vieles im "Konjunktiv" bleibt und so die Fantasie des Lesers/SL anregt bzw. fördert. :thumbs:

 

Gefällt mir:

tolles Cover, mystische düstere Athmosphäre, viele interessante NSC

 

Gefällt mir nicht:

Zeichnungen im Cartoon Stil, die gar nicht zum Rest passen

 

Schön würde ich es finden (gilt für alle QB), wenn irgendwo eine kleine Midgard-Weltkarte wäre. Das wäre für den Überblick sehr hilfreich, gerade wenn andere Länder/Städte erwähnt werden.

 

Kommen auf die Midgard-Website noch die Stadtpläne zum Download? Das wäre toll!

 

 

Gruß,

 

L.

bearbeitet von Landabaran

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Kommen auf die Midgard-Website noch die Stadtpläne zum Download? Das wäre toll!

 

Ja! Daran wird im Moment gerade gearbeitet. Noch etwas Geduld bitte.

 

Ciao,

Dirk

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Das QB ist schön düster und gibt mir viele Anregungen. Toll! Hierfür meinen herzlichen Dank.

 

Bei den Tagen der Jagd steht ja, dass finstere Kreaturen Untote und Geisterwesen kommen. Gibt es zu Molkos Häschern Spieldaten? Welche Eigenschaften haben diese Kreaturen?

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    • Von Corvin
      Hallo zusammen!
      Wer hat Lust auf Abenteuer in Thalassa?
      Vor Kurzem ist der Band "Im Herzen Thalassas" erschienen:

      IM HERZEN THALASSAS
      "Wer sich nach Thalassa wagt, ist entweder gierig oder verrückt, eine andere Motivation gibt es nicht!"
      - Zitat des Erzhexers und Gelehrten Wessar Naiba Hurassan -
      In dieser Aussage liegt viel Wahrheit, verschlingt die alte Metropole der Seemeister jährlich viele Menschen, die hierher kamen, um ihr Glück zu suchen. Aber es soll auch andere Leute geben - fähige Abenteurer, die es schaffen, in Thalassa gar Erstaunliches zu erleben. Wem es gelingt, den Gefahren der Ruinenstadt zu trotzen, dem winken unvergleichbarer Reichtum und die Aufmerksamkeit der Mächtigen, die im Verborgenen die Fäden ziehen.
      In diesem Abenteuerband erzählen vier Geschichten von solchen Gelegenheiten, die sich richtige Helden nicht entgehen lassen sollten. Egal ob es sich um Ratten, vergeistigte Asketen, Fische, Ungeheuer oder finstere Magie handelt - in Thalassa ist für jeden Geschmack etwas dabei!
      Das Buch enthält vier voneinander unabhängige Abenteuer in Thalassa, in dem Abenteurer niedriger und mittlerer Grade mit den Eigenarten rund um die ehemalige Seemeistermetropole und jetzigen Ruinenstadt Chryseias konfrontiert werden.

      Ich habe vor, diese vier Abenteuer anzubieten.
      Ein paar Spieler habe ich schon.
      Ich habe Interesse auch mal wieder auch ein paar neue Leute kennenzulernen.
      Gruß,
      Corvin
    • Von Mitel
      Hallo zusammen,
      in unserer Chryseia-Runde mache ich als Spielleiter eine Pause und gebe den Leiterstab weiter. Bisher haben wir in der Gegend um Nikostria und Alabastria gespielt, später wollte ich die Gruppe in den Zyklus der zwei Welten einführen, also mit Start in Oktrea im Westen.
      Da der nächste Spielleiter die bestehende Gruppe übernehmen wird und mir nicht in die Quere kommen will, haben wir überlegt ob Abenteuer rund um Thalassa möglich wären. Durch die Seemeistervergangenheit der Stadt erwarte ich (hab das QB noch nicht gelesen), dass dort einige Verbindungen zum Zyklus der zwei Welten bestehen (die Abenteuer hab ich auch noch nicht gelesen).
      Etwas über Seemeister zu wissen, wenn man in den Zyklus startet ist sicher nicht schädlich, vielleicht auch von Vorteil. Wie seht ihr das? Ergänzen sich die Stadt und die Abenteuer gut? Wäre eine Reihenfolge zu empfehlen? Ist von irgendetwas abzuraten?
      Ich bitte auch um den Versuch, sowohl den Zyklus als auch Thalassa so wenig wie möglich zu Spoilern.
      Danke und Gruß
      Mitel
    • Von Galaphil
      In Schiffersruh erzählt man folgende Geschichte:
      Einst lebte ein junges Fischerpaar in der Nähe des Hafens in Schiffersruh. Der Mann war beliebt unter den Fischern, da er immer hilfreich war, wenn einer der anderen Fischer ein Problem hatte - sei es, weil sein Boot Schaden gelitten hatte oder das Segel vom Sturm zerfetzt war - er und seine Frau waren immer da, um allen zu helfen. Ebenso beliebt war seine junge Frau, der immer ein Lächeln in ihrem Gesichte war, sei es noch so eine harte Zeit, ihr Mann lange auf See oder der Fang besonders schlecht. Denn auch sie griff anderen Fischersfrauen unter die Arme und half, wo sie konnte, verteilte Essen oder steckte der einen oder anderen in Not geratenen Frau ein paar ihrer hart verdienten Münzen zu.
       
      Die beiden teilten also gerne das Wenige, was sie hatten, und so freuten sich auch alle, als sich nach kurzer Zeit schon Nachwuchs einstellte: Und nach einem Jahr, wo sich die beiden in Schiffersruh niedergelassen hatten, schenkte die junge Frau einem kleinem Mädchen mit blondgelocktem Haar das Leben. Von klein auf verzückte auch das Kind die Nachbarn, das scheinbar immer glücklich lächelte und nie schrie.
       
      Für das junge Paar wurde das Leben nun härter, aber sie verloren weder ihre Freundlichkeit noch ihren Lebensmut und ihre Hilfsbereitschaft. Und so schienen sie dem harten Leben zu trotzen, ebenso wie dem schlechten Ruf Thalassas. Das Leben ging weiter, die junge Frau hatte vielleicht etwas mehr Falten im Gesicht, der junge Mann trotzte der Anstrengung und tat weiter, wie zuvor - nur das kleine, blondgelockte Mädchen wuchs heran und blieb so hübsch und freundlich wie es schon seit ihrer Geburt war.
      Dem jungen Paar, deren Kräfte nun doch scheinbar an ihre Grenzen kamen, merkte man nun die Erschöpfung nach einigen Jahren an, denn die junge Frau magerte deutlich ab, denn sie wollte immer noch Fischerinnen und Waisen helfen, auch wenn sie selbst nun weniger zum Leben hatte als zuvor, und auch der junge Mann wollte hilfreich allen Fischern helfen, die unverschuldet in Not geraten waren.
       
      Und dann fingen die Glocken vom Knochenhügel her zum Läuten an.
      Und die Krähen kamen in die Stadt.
      Und der Himmel verdunkelte sich.
      Und alle in Schiffersruh wussten, dass sie nun entweder die Stadt verlassen oder sich so tief und fest in ihren Verschlägen und Häusern einsperren mussten und diese ja nicht verlassen durften.
      Nur das junge Paar hatte ein Problem: Niemand hatte sie rechtzeitig gewarnt, so dass sie keine Vorräte zu Hause hatten.
      Und als sich das Tor zur Unterwelt öffnete und die Kreaturen Molkos herausströmten, um sich über die Unterstadt zu ergießen und alles in den Tod zu reißen, was sich im Freien bewegte, erwischten sie den jungen Mann, wie er gerade von der See mit seinem Fang zurück kam.
      Und die junge Frau, die nach kurzer Zeit schon keine Vorräte mehr hatte und sich wunderte, wo ihr Mann nur blieb, kam nur wenige Schritte weit - denn auch sie wurde von den Kreaturen Molkos gnadenlos zu Boden gerissen, zerfetzt und zerrissen, und hauchte an Ort und Stelle ihr Leben aus.
       
      Und dann rannte das kleine, blondgelockte Mädchen, das mittlerweile drei Jahre alt war, der Engelsschein seiner nun toten Eltern, aus dem Haus, zu seiner Mutter, um sie in den Arm zu nehmen und zu beschützen und um sie zu weinen.
       
      Und alle, die zufällig aus ihrem Fenster sahen, erschraken, denn nun schien es, als ob auch das Kind den finsteren Kreaturen zum Opfer fallen solle, so wie schon sein Vater und seine Mutter.
       
      Doch als das Kind seine Mutter erreicht hatte und dicke Tränen über ihre Wangen kullerten, sie die tote Mutter in den Arm nahm und nach ihr rief, erreichte eine andere, völlig in schwarz gehüllte Gestalt sie noch schneller, als die tödlichen Kreaturen. Und sie nahm das Kind ihrerseits in den Arm und hüllte sie in ihren Umhang ein. Und kurze Zeit darauf verschwamm die dunkle Gestalt und löste sich einfach so - piff paff - auf. Und weg war sie. Und das Kind selbst war noch da, aber ein seltsamer Schimmer und funkelnde Sterne umgaben sie. Und so blieb das Mädchen bis zum Ende der Tage der Jagd an der Stelle, an der ihre Mutter gestorben war, und hielt Totenwache. Und trauerte und weinte um sie. Aber niemand der Bewohner der umliegenden Häuser wagte sich heraus, bis nicht die Monster so plötzlich verschwanden, wie sie gekommen waren. Und die Krähen sich satt von den Toten, niederließen und das Herumschwirren ein Ende nahm. Und die klöppellose Glocke des alten Tempels aufhörte zu schlagen.
       
      Und dann merkten die Leute, die die ganze Zeit über beobachtet hatten, wie das Kind um seine Mutter getrauert hatte, wie das kleine Mädchen zum Hafen ging und sich wusch. Und durch das Waschen wurde es immer durchsichtiger, bis es sich schließlich zur Gänze auflöste und verschwand.
       
      Niemand hat je herausgefunden, was mit dem kleinen Mädchen passiert und wo es hingekommen war.
      Die Mutter aber, um die kümmerten sich die Fischer, indem sie bei den Priestern der Culsu, die nach der Tage der Jagd herumgingen, um Trost zu spenden, ein würdiges Begräbnis zu bezahlen, damit sie den Weg in Culsus Reich finden sollten. Dazu legte jeder der Fischer und jede der Fischerinnen, selbst die, die kein Gold hatten, zusammen. Denn sie waren sich sicher, dass sie ein Wunder gesehen hatten.
       
      Aber heute noch, erzählen sich die Fischer und Fischerinnen, dass manchmal kleinen Kindern in Schiffersruh das blondgelockte Mädchen erscheine, das sich geweigert hatte zu sterben oder älter zu werden, und sie tröstete und half, wenn sie in Schwierigkeiten waren oder weder Essen noch Trinken hatten. Und immer zauberte es ein Lächeln auf das Antlitz der Kinder, denn ihre Berührung tat gut und die Kinder fühlten sich nachher beruhigt und gesättigt.
       
      Und für die Bewohner von Schiffersruh galt das kleine Mädchen als Botin Culsus, die ihre Kinder und die Waisen beschützte und den Kindern half, wenn sonst keiner mehr helfen konnte oder wollte. Und so hielt sich die Geschichte des jungen Paares und des blondgelockten Mädchens unter den Fischern als ihre persönliche Schutzheilige, die ihnen von den Göttern gesandt wurde.
      Sie nennen sie: Das Mädchen, das sich weigerte, zu sterben.
       
      Ein Reisender kann, wenn er in einem der Gasthäuser von Schiffersruh Rast macht und sich mit den Fischern anfreundet, vielleicht von dieser Geschichte erfahren. Oder sie hören, wenn sie an einem Nebentisch erzählt wird. Immer aber wird ein strahlendes Lächeln über das Gesicht des Erzählers huschen, wenn er oder sie sich erinnert und von dem jungen Paar oder dem kleinen Mädchen erzählt.
       
      Ich möchte diese Geschichte dem kleinen Nathan widmen, dem Neffen meiner Frau, der leider drei Wochen vor seinem zweiten Geburtstag bei einem Unfall tragisch verstorben ist.
       
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    • Von Galaphil
      In Schiffersruh erzählt man folgende Geschichte:
      Einst lebte ein junges Fischerpaar in der Nähe des Hafens in Schiffersruh. Der Mann war beliebt unter den Fischern, da er immer hilfreich war, wenn einer der anderen Fischer ein Problem hatte - sei es, weil sein Boot Schaden gelitten hatte oder das Segel vom Sturm zerfetzt war - er und seine Frau waren immer da, um allen zu helfen. Ebenso beliebt war seine junge Frau, der immer ein Lächeln in ihrem Gesichte war, sei es noch so eine harte Zeit, ihr Mann lange auf See oder der Fang besonders schlecht. Denn auch sie griff anderen Fischersfrauen unter die Arme und half, wo sie konnte, verteilte Essen oder steckte der einen oder anderen in Not geratenen Frau ein paar ihrer hart verdienten Münzen zu.
       
      Die beiden teilten also gerne das Wenige, was sie hatten, und so freuten sich auch alle, als sich nach kurzer Zeit schon Nachwuchs einstellte: Und nach einem Jahr, wo sich die beiden in Schiffersruh niedergelassen hatten, schenkte die junge Frau einem kleinem Mädchen mit blondgelocktem Haar das Leben. Von klein auf verzückte auch das Kind die Nachbarn, das scheinbar immer glücklich lächelte und nie schrie.
       
      Für das junge Paar wurde das Leben nun härter, aber sie verloren weder ihre Freundlichkeit noch ihren Lebensmut und ihre Hilfsbereitschaft. Und so schienen sie dem harten Leben zu trotzen, ebenso wie dem schlechten Ruf Thalassas. Das Leben ging weiter, die junge Frau hatte vielleicht etwas mehr Falten im Gesicht, der junge Mann trotzte der Anstrengung und tat weiter, wie zuvor - nur das kleine, blondgelockte Mädchen wuchs heran und blieb so hübsch und freundlich wie es schon seit ihrer Geburt war.
      Dem jungen Paar, deren Kräfte nun doch scheinbar an ihre Grenzen kamen, merkte man nun die Erschöpfung nach einigen Jahren an, denn die junge Frau magerte deutlich ab, denn sie wollte immer noch Fischerinnen und Waisen helfen, auch wenn sie selbst nun weniger zum Leben hatte als zuvor, und auch der junge Mann wollte hilfreich allen Fischern helfen, die unverschuldet in Not geraten waren.
       
      Und dann fingen die Glocken vom Knochenhügel her zum Läuten an.
      Und die Krähen kamen in die Stadt.
      Und der Himmel verdunkelte sich.
      Und alle in Schiffersruh wussten, dass sie nun entweder die Stadt verlassen oder sich so tief und fest in ihren Verschlägen und Häusern einsperren mussten und diese ja nicht verlassen durften.
      Nur das junge Paar hatte ein Problem: Niemand hatte sie rechtzeitig gewarnt, so dass sie keine Vorräte zu Hause hatten.
      Und als sich das Tor zur Unterwelt öffnete und die Kreaturen Molkos herausströmten, um sich über die Unterstadt zu ergießen und alles in den Tod zu reißen, was sich im Freien bewegte, erwischten sie den jungen Mann, wie er gerade von der See mit seinem Fang zurück kam.
      Und die junge Frau, die nach kurzer Zeit schon keine Vorräte mehr hatte und sich wunderte, wo ihr Mann nur blieb, kam nur wenige Schritte weit - denn auch sie wurde von den Kreaturen Molkos gnadenlos zu Boden gerissen, zerfetzt und zerrissen, und hauchte an Ort und Stelle ihr Leben aus.
       
      Und dann rannte das kleine, blondgelockte Mädchen, das mittlerweile drei Jahre alt war, der Engelsschein seiner nun toten Eltern, aus dem Haus, zu seiner Mutter, um sie in den Arm zu nehmen und zu beschützen und um sie zu weinen.
       
      Und alle, die zufällig aus ihrem Fenster sahen, erschraken, denn nun schien es, als ob auch das Kind den finsteren Kreaturen zum Opfer fallen solle, so wie schon sein Vater und seine Mutter.
       
      Doch als das Kind seine Mutter erreicht hatte und dicke Tränen über ihre Wangen kullerten, sie die tote Mutter in den Arm nahm und nach ihr rief, erreichte eine andere, völlig in schwarz gehüllte Gestalt sie noch schneller, als die tödlichen Kreaturen. Und sie nahm das Kind ihrerseits in den Arm und hüllte sie in ihren Umhang ein. Und kurze Zeit darauf verschwamm die dunkle Gestalt und löste sich einfach so - piff paff - auf. Und weg war sie. Und das Kind selbst war noch da, aber ein seltsamer Schimmer und funkelnde Sterne umgaben sie. Und so blieb das Mädchen bis zum Ende der Tage der Jagd an der Stelle, an der ihre Mutter gestorben war, und hielt Totenwache. Und trauerte und weinte um sie. Aber niemand der Bewohner der umliegenden Häuser wagte sich heraus, bis nicht die Monster so plötzlich verschwanden, wie sie gekommen waren. Und die Krähen sich satt von den Toten, niederließen und das Herumschwirren ein Ende nahm. Und die klöppellose Glocke des alten Tempels aufhörte zu schlagen.
       
      Und dann merkten die Leute, die die ganze Zeit über beobachtet hatten, wie das Kind um seine Mutter getrauert hatte, wie das kleine Mädchen zum Hafen ging und sich wusch. Und durch das Waschen wurde es immer durchsichtiger, bis es sich schließlich zur Gänze auflöste und verschwand.
       
      Niemand hat je herausgefunden, was mit dem kleinen Mädchen passiert und wo es hingekommen war.
      Die Mutter aber, um die kümmerten sich die Fischer, indem sie bei den Priestern der Culsu, die nach der Tage der Jagd herumgingen, um Trost zu spenden, ein würdiges Begräbnis zu bezahlen, damit sie den Weg in Culsus Reich finden sollten. Dazu legte jeder der Fischer und jede der Fischerinnen, selbst die, die kein Gold hatten, zusammen. Denn sie waren sich sicher, dass sie ein Wunder gesehen hatten.
       
      Aber heute noch, erzählen sich die Fischer und Fischerinnen, dass manchmal kleinen Kindern in Schiffersruh das blondgelockte Mädchen erscheine, das sich geweigert hatte zu sterben oder älter zu werden, und sie tröstete und half, wenn sie in Schwierigkeiten waren oder weder Essen noch Trinken hatten. Und immer zauberte es ein Lächeln auf das Antlitz der Kinder, denn ihre Berührung tat gut und die Kinder fühlten sich nachher beruhigt und gesättigt.
       
      Und für die Bewohner von Schiffersruh galt das kleine Mädchen als Botin Culsus, die ihre Kinder und die Waisen beschützte und den Kindern half, wenn sonst keiner mehr helfen konnte oder wollte. Und so hielt sich die Geschichte des jungen Paares und des blondgelockten Mädchens unter den Fischern als ihre persönliche Schutzheilige, die ihnen von den Göttern gesandt wurde.
      Sie nennen sie: Das Mädchen, das sich weigerte, zu sterben.
       
      Ein Reisender kann, wenn er in einem der Gasthäuser von Schiffersruh Rast macht und sich mit den Fischern anfreundet, vielleicht von dieser Geschichte erfahren. Oder sie hören, wenn sie an einem Nebentisch erzählt wird. Immer aber wird ein strahlendes Lächeln über das Gesicht des Erzählers huschen, wenn er oder sie sich erinnert und von dem jungen Paar oder dem kleinen Mädchen erzählt.
       
      Ich möchte diese Geschichte dem kleinen Nathan widmen, dem Neffen meiner Frau, der leider drei Wochen vor seinem zweiten Geburtstag bei einem Unfall tragisch verstorben ist.
    • Von Galaphil
      Der folgende Charakter ist Teil einer Serie eines Abenteuers, dass ich gerade probeleite. Dieses Abenteuer spielt mit von mir vorgefertigten Charaktere.
      Hier ist ein guter Platz, die zugehörigen Charaktere einzustellen, man kann sie sowohl als Spielcharaktere als auch als Nichtspielercharaktere einsetzen.
       
       

      PRINZESSIN LILYA
      Hintergrund:
      Prinzessin Lilya hat eine typische thalassische Hintergrundgeschichte: als Kind schon lebte sie meist auf der Straße und träumte davon, einmal ein selbstbestimmtes Leben zu führen, in Reichtum und einer eigenen Villa. Vorerst aber musste sie sich in Thalassa erst einmal auf der Straße behaupten – und fand schnell Zugang zu Leuten mit krimineller Energie. Aufgrund ihres eher zierlichen Aussehens wurde sie schnell auserkoren, gut geeignet für Einbrüche zu sein. Deshalb hat sie auch heute noch ein gutes Gespür dafür, wo sich ein Bruch lohnen könnte und wie man sich Zutritt zu eigentlich versperrten Anwesen verschafft, auch wenn sie heute von ihrer Statur her nicht mehr die Idealmaße hat, um sich in enge Fensterritzen oder Kellerzugänge zu zwängen.Dort, auf der Straße fiel ihr auch der elegante Quipholos auf, ohne dass sie allerdings herausfinden konnte, wo er wohnte. Jedesmal wenn sie ihn verfolgte, verlor sich seine Spur im Gasthaus ‚Zur Weißen Rose‘, ohne dass er dieses verließ, aber auch, ohne dass er dort wohnte. Schließlich wurde aber Semorphe, die ein Gespür und mutterhafte Instinkte für Kinder hat, auf die kleine Einbrecherin aufmerksam und kümmerte sich schließlich um sie.
      In der Weißen Rose lernte sie dann auch das Geheimnis von Quipholos kennen – und dass es für sie nur zwei Optionen gab: sich der Organisation anzuschließen – oder zu sterben. Sie beschloss, sich fürs Leben und als Mitglied in der Weißen Rose zu entscheiden, auch, weil sie dadurch Quipholos näher sein konnte. Zwar reichte es nicht mehr, in den elitären Zirkel der Todeswirker aufgenommen zu werden, allerdings zeigte sie so einen Fleiß, auch schwierige Magie zu meistern, dass sie heute eine allseits respektierte Figur in der thalassischen Unterwelt ist, von der man nur flüsternd spricht (wer überhaupt von ihr erfährt, da sie ihre alte Identität abgelegt hat und sich heute nur Prinzessin Lilya nennt).
      Aktuell ist sie von ihrem Meister darauf angesetzt worden, zusammen mit einem Gehilfen einer Reihe von rätselhaften Morden auf die Spur zu kommen.
       
      Prinzessin Lilya (Schattengängerin)
      Volk, Schicksal, Grad 13, 22 Jahre
      Stärke 64; Geschicklichkeit 85; Gewandtheit 88; Konstitution 66; Intelligenz 92; Zaubertalent 62
      Aussehen: 62; Ausstrahlung: 58; Willenskraft 87 – Einprägen +4
      Bewegungsweite: 22; Gifttoleranz 63; Lebenspunkte 14; Ausdauerpunkte: 46
      Abwehr: +14(+1/+3); Resistenzen: +15/+15; Zaubern +16; Schicksalsgunst: 5
      Angriffe: Stichwaffen +13; Armbrüste +12 (Leichte Armbrust +2); Einhandschlagwaffen +10; Parierwaffen +3 – Schadensbonus +2
      Raufen+8 (1w6-2)
      Fertigkeiten: Akrobatik +15; Balancieren +16; Fallen entdecken +9; Fallenmechanik +9; Gassenwissen +14; Gaukeln +16; Geländelauf +13; Klettern +17; Musizieren: Singen +15; Schleichen +9; Schlösser öffnen +13; Schwimmen +13; Seilkunst +16; Tarnen +9; Verhören +11; Verstellen +10;
      Sprachen: Chryseisch 15/13; Neu-Vallinga 13
      Zaubersprüche:
      Bewegen: Befestigen; Höhenblick; Macht über Unbelebtes; Stimmenwerfen; Zauberschlüssel
      Formen: Geräusche dämpfen, Lauschen; Nebel wecken, Schattenverstärken, Sehen von Verborgenem, Stille, Zielsuche
      Zaubersalze: Blicksalz, Schleichsalz, Wehsalz
       
      Besondere Gegenstände:
      Armbrust (+1/0); 10 Bolzen *(+0/+1)
      Kurzschwert *(+1/0)
      Talisman +2 gegen Geistesmagie
      Amulett ABW 20 gegen Hauchzauber
      Dietriche: +2 auf Schlösser öffnen
      2 Dolche, 1 Parierdolch
      Textilrüstung
      Weiche Stiefel: +2 auf Schleichen, +1 auf Balancieren
      Dunkler Kapuzenumhang: +2 auf Tarnen in dunkler Umgebung
      1* 30 Meter Seil, besonders reißfest, aber dünn – nur mit Handschuhen verwendbar, sonst -1w3 AP pro Runde.
       
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