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  1. #1
    Rufer in der Forumswüste
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    Standard Dvarsgard - eine mögliche Schwesterwelt von Midgard

    Geändert von Abd al Rahman (27.01.2012 um 11:57 Uhr)
    "Tolerant bin ich, wenn ich toleriere, dass andere meine Absichten gutheißen. Würden sie meine Absichten verwerfen, wären sie intolerant. Und mit Intoleranten tolerant zu sein, das kann keiner von mir verlangen." (Guy Rewenig)
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  2. #2
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    Achtung: Spoiler - bitte hier nicht lesen - für meine Mittwochsrunde!


    Dvarsgard



    Eine mögliche Schwesterwelt von Midgard

    Als eine Abenteurergruppe durch eine Falle der dunklen Seemeister weit in die Vergangenheit geschleudert wurde, stellte dies einen Wendepunkt in der Geschichte Midgards dar, denn diese neuzeitlichen Menschen brachten für die damaligen Verhältnisse völlig neue Konzepte mit: Den Glauben an Götter, das Zaubern mittels eines Mentors als Lehrer, Waffen aus Stahl und noch vieles andere mehr. Zu der Zeit herrschten die Arracht unter ihrem Anführer, dem Anarchen, über weite Teile Midgards. Die freie Welt wurde von den Drachensängern verteidigt, unter ihnen viele Alfar – Urelfen. Als die Arracht mit einer gigantischen Armee zum großen Sturm auf die Gebiete der Drachensänger ansetzten, fassten die mit ihnen verbündeten Abenteurer den waghalsigen Plan, Dunkelheim, die Festung des Anarchen, anzugreifen. Daraufhin änderten die Drachensänger ihren Verteidigungsplan und legten mit Hilfe sehr mächtiger Magie und unter hohem Blutzoll in den eigenen Reihen einen ganzen Gebirgszug in Trümmer, damit dieser einen Schutzwall vor den feindlichen Truppen bot.

    Durch diese Ereignisse im Verlauf des Abenteuers „100.000 Jahre vor den Göttern“ ist es wahrscheinlich zu einer Abspaltung der Realitäten, ähnlich wie beim „Hauch der Heiligkeit“ gekommen. In der abgespaltenen Welt gibt es nun keinen Anarchen mehr und die Arracht sind somit ohne Führung. Die Abenteurer sind gescheitert und wurden von Arracht vernichtet. Aber auch die Drachensänger wurden entscheidend geschwächt und haben sich ohne den Ansporn den Anarchen zu vernichten und ohne die Abenteurer als Geheimwaffe im Feindesland nie von dieser Schwächung erholt.

    Der Gelbe Herr hatte keinen Bezugspunkt – die Abenteurer – mehr, den Götterglauben zu etablieren und verlor das Interesse an diesem Konzept. Auch das Prinzip des Hexers verlor sich wieder, denn der erste Hexer war ja ebenfalls tot. Die Arracht besiegten zwar letztlich nach langem Kampf die Drachensänger, aber da sie ohne ihren Anarchen nicht überleben konnten, starben sie viel später aus und nur noch ihre magischen Türme stehen als stumme Zeugen einstiger Größe noch überall auf Dvarsgard rum. Da es die Kataklysmen nie gab, hat auch Dvarsgard keinen Mond, aber auch kein Meer der fünf Winde. Im Laufe der Jahrtausende sank die große Ebene, aus der auf Midgard dieses Meer wurde, ab und es entstand ein riesiger Binnensee, welcher Süßwasser enthält.

    Die Urzwerge wurden zuerst durch die Zerstörung eines großen Gebirges schwer erschüttert, merkten aber, dass sich an der Oberfläche die Dinge änderten und da sie durch den Zwerg aus der Zukunft Informationen hatten, wie ihr Volk sich entwickeln würde, schauten sie oben nach, was sich denn da tat. Dadurch wurden sie in die Kämpfe der Arracht gegen die letzten Drachensänger mit hinein gezogen und griffen gegen die Arracht ein. Sie sicherten mittels ihrer angeborenen Fähigkeit, Stein magisch zu bearbeiten, ganze Städte und Länder mit mächtigen Bollwerken aus Stein ab, Festungen und Mauern, die auch heute noch Bestand haben. Durch den Kontakt mit den Menschen, die die Zwerge als Ordnungsmacht in der Zeit des Chaos Willkommen hießen, wurden die Zwerge an der Oberfläche sesshaft und bildeten sich zur Oberschicht heraus.

    Die Drachensänger verschwanden in der Bedeutungslosigkeit, so wie die Alfar, und heutzutage gibt es nur noch wenige ihrer Art, die nur einen Schatten einstiger Macht verkörpern. Da die Zwerge die Aufgabe der Machtausübung übernahmen und diese außer ihrer Steinmagie keine andere Magie verwendeten, gerieten andere Arten der Magie in Vergessenheit, bis auf den Schamanismus, der bei den einfachen Menschen weiterhin die Hauptspielart der Magie und Religiosität bildet. Götterglauben und die verwissenschaftlichte Art der Magie, einschließlich der Thaumaturgie, wie sie von den Menschen Midgards betrieben werden, sind auf Dvarsgard unbekannt. Und die einst mächtige Bardenmagie der Drachensänger wird nur noch von wenigen in vergleichsweise schwacher Form ausgeübt, ähnlich der Barden Midgards.

    Bei den Menschen Dvarsgards ist Eisen als Werkstoff nicht gebräuchlich, durch die verschiedenen Kriege und den langen Niedergang der Arracht, sowie die geringe Bevölkerungsdichte außerhalb der am Ende meist zerstörten Städte gab es hier keinen nennenswerten Fortschritt. Um die neuen Zwergenfestungen und Siedlungen bildeten sich mit der Zeit Menschensiedlungen heraus. Hier gilt magisch – zwergisch – verfestigter Granit als das Maß der Dinge an Werkstoffen und Mauern oder Kriegshämmer aus diesem Material gelten als nahezu unzerstörbar. Schamanen bilden bei den Menschen die religiösen Oberhäupter einzelner Sippen, in den wenigen Städten haben sich aus Schamanenzirkeln eine Art Theokratie heraus gebildet.

    Die Zwerge sind die Bildungselite, die herrschende Oberschicht und am höchsten zivilisiert. Man findet sie in ihren Festungen, die im Zentrum jeder Stadt sind. Diese beinhalten auch oft einen Zugang zu einer unterirdischen Binge, was aber nur wenige Menschen wissen. Da es außer Stammesstreitigkeiten und Scharmützeln zwischen manchen kleineren Städten keine Kriege gibt – dafür sorgen die Zwerge mit ihrer unangefochtenen Militärmacht – gibt es auch keine stehenden Heere und praktisch keinerlei ausgebildete Krieger. Weil auch Magier und Priester unbekannt sind, ist die Dichte magisch begabter Menschen, alles Schamanen, sehr gering. Druiden sind ebenfalls unbekannt, da CromCruach von der Welt verdrängt wurde und es zu der Zeit noch gar keine anderen, als seine Druiden, gab.

    Es gibt gut ausgebaute, steinerne Handelstraßen zwischen den größeren Städten mit zwergischer Bevölkerung, auf denen man häufig Zwerge in ihren gepanzerten Kutschen, gezogen von kleinen, stämmigen Pferden, sehen kann. Die Ur-Tegaren sind im Zuge des Krieges Arracht gegen Drachensänger ausgerottet worden, da dieser unglücklicherweise auf ihrer großen Grasebene stattfand. Pferde sind als Reittiere wenig verbreitet, sie dienen meist als Zugtiere für Karren, da sie schneller laufen als Ochsen. Einzig Zwerge benutzen kräftige Zugpferde um ihre gefürchteten Streitwagen zu ziehen; auf diesen sind dann oft überschwere Armbrüste montiert und stehen zwei bis drei Zwerge in ihren magischen Granitrüstungen.
    Geändert von Bruder Buck (08.05.2013 um 13:55 Uhr)
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  3. #3

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    Hallo!
    Hört sich cool an
    Nur ein paar Fragen:
    - ohne Mond sind manche Zauber nicht "sauber einsetzbar" - ich weiß, die wenigsten können überhaupt noch zaubern - aber was macht der Schamane mit seiner Schamanentrommel? Und wie sieht es mit Werkreaturen aus? Hat eine andere Sternenkonstellation diese Funktion übernommen?
    - die Kunst der Thaumaturgie der Menschen ist nicht mehr vorhanden! wie sieht es mit einer Art Thaumaturgie bei den Zwergen aus, oder eher in Richtung eines Magisters? Wenn ja, wird diese ganz bestimmt eifersüchtig behütet, aber wäre doch denkbar, oder?
    - haben die noch übriggebliebenen Alfar/Drachensänger noch das Wissen über die Magie (Hexer/Magier/Thaumaturgen/o.ä.) - wenn auch auf Stärke der vorhandenen Midgard-Sprüche?
    - liegt die fehlende Magie daran, daß das Wissen verschütt gegangen ist, oder gar die Welt ansich weniger magisch wurde (Potential oder so), denn dann würden ja auch Zauberer aus "fremden Gefilden" schwächer sein?
    - wenn es kein CromCruach und den dunklen Gegenpart nicht gibt, sind dann manche "Monster" vorhanden (schwarzer Einhorn, usw.)? Und was ist mit den Heilern, die soweit ich verstanden habe, ebenfalls diese Kraft nutzen?
    - bezüglich der Hexer stellt sich mir die Frage, ob nicht ein Dämon einer anderen Sphäre zufälligerweise den Weg nach Dvarsgard findet, und dort von sich aus einen "Schüler" findet? Sprich: einzelne - und zwar wirklich einzelne - Hexer wären denkbar?
    - ist der von den Zwergen gehärtete Granit auch "verdichtet", sprich etwa die gleiche Dichte wie Stahl? Sonst wären die Granitsachen - sofern ich das bei Wikipedia richtig gelesen habe - etwa ein drittel so schwer wie die Stahlgegenstücke! Sind auch scharfe Waffen aus gehärtetem Granit denkbar?

    Bei "meinen Welten" neigen die Zwerge oft dazu, in die Richtung Steampunk/magische Dampfmaschinen zu forschen

    mit inspirierten Grüßen
    Wolfheart
    „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.” - Karl Popper *
    „Die Theorie ist nicht die Wurzel, sondern die Blüte der Praxis.” - Ernst von Feuchtersleben *
    „gedacht” ≠ „gesagt” ≠ „gehört” ≠ „verstanden” ≠ „gewollt” ≠ „gekonnt und gewollt” ≠ „getan” ≠ „beibehalten” - in anl. Konrad Lorenz *
    Wolfheart | Spielrunden: Runenklingen - Savage Myrkgard - Wolfstead | blog

  4. #4

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    @BB, kam nicht der Dweomer mit den Alfar auf die Welt Midgard? Sollten dann also die "Drachensänger" nicht eher dweomisch zaubern/gezaubert haben? Die dämonische Magie kamm von den Arracht und da diese ausgestorben sind, ist es logisch das auch diese Art der Magie ausgestorben ist.
    .

  5. #5
    Rufer in der Forumswüste
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    @wolfheart:

    • Die Mondmagie wird auch schon in Myrkgard anders geregelt, z.B. gibt es dort "Mondkerzen", um sich für den Zauber Zwiesprache einzustimmen. Werkreaturen... mmmhhhh... keine Ahnung. Hat jemand eine Idee?
    • Die Ur-Zwerge nutzen keine Thaumaturgie, die einzigen thaumaturgischen Dinge wurden von den Arracht hergestellt, sind also bestenfalls als uralte Artefakte noch vorhanden, von denen bei vielen nicht mehr bekannt sein dürfte, wie sie funktionieren (bietet viel Stoff für Abenteuer und Überraschungen).
    • (auch @Woolf) Die Drachensänger zauberten nicht direkt nach "modernem" midgardschen Dweomer-Verständnis, sondern manipulierten direkt über ihren Gesang das Weltenlied. Diese Art der Magie war mindestens genauso mächtig, wie Namensmagie, wenn nicht sogar mächtiger. Das können sie heute nicht mehr. Ich würde Barden der Einfachheit halber so handhaben, wie Midgard-Barden, was die Lieder angeht. Einige Sprüche, wie den Seiltrick würde ich allerdings streichen, da sie nicht in diese Welt passen.
    • Klar, vereinzelte Hexer kann es geben - z.B. als Erzbösewichte einer Kampagne. Gute Idee!
    • Ja, das gehärtete Granit ist dichter als normal und damit fast so schwer wie Eisen. Scharfe Waffen würde ich allerdings nicht draus machen, das fände ich komisch (ohne weitere Erklärung, passte m.E. einfach nicht zur Anmutung einer Steinwaffe - und sei sie auch magisch). Und ja, die Zwerge gehen in Richtung Steampunk, das ist durchaus beabsichtigt.
    Grüße

    Bruder Buck
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  6. #6

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    Zitat Zitat von 24.01.2007, 14:11 von Woolf Dragamihr Beitrag anzeigen
    ..Die dämonische Magie kamm von den Arracht und da diese ausgestorben sind, ist es logisch das auch diese Art der Magie ausgestorben ist...
    Da ich eher vermute, daß durch das Aussterben der Arracht - geht das überhaupt bei deren Macht? - "nur" das Wissen verschwunden ist, nicht aber das Potential! Da hätte ich eher vermutet, daß aufgrund des Verschwindens der Anarchen - ok, kommt auf gleiche Ergebnis - deren Magie weg ist
    Allerdings verwirrt mich der Zusammenhang Mond = Anarch! Auf Myrkgard gibt es doch auch keinen Mond mehr, aber trotzdem noch den Anarchen! Oder war auf Midgard der Mond nur das Gefängnis des Anarchen, und auf Myrkgard wurde das Gefängnis vernichtet und der Anarch freigesetzt, oder... Ich geb zu, der letzte Punkt ist für mich eine Nuß
    gruß
    Wolfheart
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  7. #7
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    Der Mond von Midgard ist das Gefängnis für den Anarchen, der Mond wurde bei einem der beiden Kataklysmen erschaffen und später (oder dadurch) wurde der Anarch dort eingekerkert. Der Mond hat schlicht die Abspaltung von Myrkgard nicht mitgemacht - und da die Abspaltung der Realität von der hier die Rede ist, viel, viel früher als die Erschaffung des Mondes war, kann diese Welt also keinen Mond haben.

    Und da es den Anarchen als eine der Chaos-Urmächte nur einmal geben kann, blieb er auf Midgard und wurde nicht nach Dvarsgard verdoppelt. Die Arracht auf Midgard (Jetztzeit) haben den Ansporn, den Anarchen wieder zu befreien, was sie quasi am Leben erhält, auf Myrkgard gibt es (meines Wissens nach) keine Arracht mehr! Ergo nehme ich an, dass die Arracht entweder "absterben / aussterben" wenn sie vom Anarch getrennt werden, oder über Dimensionsreisen immer wieder in die Sphäre zu gelangen versuchen, in der der Anarch ist.

    Euer

    Bruder Buck
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  8. #8

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    Zitat Zitat von 23.01.2007, 23:08 von Bruder Buck Beitrag anzeigen
    Die Drachensänger verschwanden in der Bedeutungslosigkeit, so wie die Alfar, ...
    Ich habe ein kleines Verständnisproblem: Waren die Drachensänger keine Alfar?
    Gruß,
    Kage

  9. #9

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    Zitat Zitat von 24.01.2007, 16:06 von KageMurai Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von 23.01.2007, 23:08 von Bruder Buck Beitrag anzeigen
    Die Drachensänger verschwanden in der Bedeutungslosigkeit, so wie die Alfar, ...
    Ich habe ein kleines Verständnisproblem: Waren die Drachensänger keine Alfar?
    Wahrscheinlich waren nicht alle Alfar Drachensänger...

    PS: Coole Idee, gefällt mir überaus gut.
    ---------------------------
    Skar, the wanderer

  10. #10
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    Zitat Zitat von 24.01.2007, 16:06 von KageMurai Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von 23.01.2007, 23:08 von Bruder Buck Beitrag anzeigen
    Die Drachensänger verschwanden in der Bedeutungslosigkeit, so wie die Alfar, ...
    Ich habe ein kleines Verständnisproblem: Waren die Drachensänger keine Alfar?
    Nicht notwendigerweise. Es gab durchaus auch menschliche Drachensänger (regeltechnisch ist ein Zaubertalent von mind. 100 erfoderlich um die Ausbildung anzugehen). Und nicht alle Alfar waren Drachensänger, es gab - und gibt in der Jetztzeit von Dvarsgard - auch ganz normale, durchschnittliche Alfar-Bürger.

    Grüße

    Bruder Buck
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