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    Südcon 2015 - Freitag - Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi

    Von Unicum

    "Die Begehrlichkeiten der Modeata Tuzzi"   Sl: Shayleigh Spielfiguren - Spieler - Typus Sakura Ikari - Magus - Kr Don Cosi de FanTute - Wizang - Ma Donja Maria Arpach - Rolf (?) - Ma Cassandra Enrica Ricada - Unicum – Ma   NSC (Teilliste) Prinzessin Donja Barbelica Kiriles Geisterprinzessin Lhirabetta, Schwester von Barbelica Donja Isabela de Vindano, (Vorgesetze von Cosi im Convendo) Sulfin de LufiRello, ("Chef" des Convendo) Modeata Tuzzi (Naga? Halbmensch?) Claudes (Sklavenhändler) Lysandaria, Nymphe Adorin, Geliebter der Schwester der Gräfin Adin, Bruder von Adorin ---------------------------------------   Wie geplant habe ich Cassandra Enrica Ricada, mich beim Convendo der Küstenstaaten in Maritimar gemeldet. Das Ausladen meiner Ausrüstung und der Katalogisierung durch den Convendo dauert leider noch an.   Ich wurde - intern durch Donja Isabela de Vindano (Vorgesetze im Convondo von Don Cosi de FanTute) dem "Verteidiger gegen die schwarzen Künste" und "Vize-Herold" von Prinzessin Barbelica - Cosi de Fantute als "Schreiber" zugeteilt.   Nun ich habe nun in den ersten Tagen mich an die Arbeit gemacht die Arbeit zu erledigen! Ich möchte an dieser Stelle sagen das ich entsetzt war in welchem Zustand die Dokumente waren! Ich kann zu den Fertigkeiten bezüglich der Verteidigung gegen die schwarzen Künste recht wenig sagen - aber Verwaltungstechnisch scheint mir Herr Cosi etwas überfordert.   Auf seinem ersten offiziellen Besuch (seitdem ich bei ihm bin) bei "Ihrer Majestät Prinzessin Donja Barbelica Kiriles, Hofrätin zu Candranor, Erbin de Lambargi, Conteja de Marimar" stellte mich Don Cosi de FanTute vor.   Dort wurde mir auch Donja Maria Arpach, die Hofzauberin des Vaters der Prinzessin vorgestellt, welche eine Ostländisch aussehende Söldnerin als Leibwache Frau Sakura Ikari an ihrer Seite hatte. Die Gerüchte bezüglich der albischen Garde sind übrigens mindestens zum Teil Wahr.   Prinzessin Barbelica Kiriles hat ein Problem im Landhaus ihrer Familie. Das Gebäude ist nun natürlich von der Stadt umschlossen und liegt pikanterweise gegenüber einem Bordell - was auch zu gewissen Gerüchten über ihren Vater führte. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht kann ich noch nicht nachvollziehen.   Die Schwester von Prinzessin Barbelica Kiriles hatte vor Jahren dort eine Liebschaft mit einem jungen Fischer. Ihr Vater lies den jungen Fischer - Adorin, und auch seinen Bruder Adin, als er davon erfuhr versklaven. Er kaufte also die Söhne den Eltern ab und plante sie als Galeerensklaven einem langsamen Tode zu verantworten. Dies war etwa vor 7 Jahren.   Prinzessin Barbelica Kiriles entsandte schon vor einigen Monaten eine Gruppe von Leuten welche Nachforschungen über den Fischer anstellen sollten und ihn wohl möglich zurückbringen. Die Prinzessin äußerte dabei ein gewisses Bedauern das es immer noch nicht gelungen war dies zu erfüllen. Selbst die von ihr hoch geschätzten Herren Mattul und Mirant (ich bemerke dabei das sie sich scheinbar gerne mit Männern umgibt deren Namen mit M beginnen) konnten die Aufgabe bisher nicht erledigen. Aber zumindest der Bruder des Gesuchten war zu befreien. Wir suchten also das Stadthaus der Fürstlichen Famile auf und trafen dort auf die ältere Schwester der Prinzessin Barbelica Kiriles. Diese heiratete den Vizekönig (?) auf Zwang ihres Vaters verfiel aber in einem jugendlichen Wahn finsterer Blutmagie um sich Jung zu erhalten. Sie wurde lebendig eingemauert. Ihr Leichnam entkam und ein Teil ihrer Seele spukt im Landhaus herum. (Alleine das schon eine interessante Sache!).   Die Geister-Schwester "Lhirabetta" machte einige Aussagen zu dem verschwundenen Geliebten,... natürlich mit wenig aussagekräftigen Worten - ach ja die Liebe.   Mattul hat den Bruder Adin mittlerweile als Sklaven in seinem Besitz, leider war Mattul nicht anwesend und in seinem Stadthaus kennt niemand den Aufenthaltsort des Bruders Adin. Der Elfenmagier Mirant hat ein Holzamulett welches Adorin der Geisterprinzessin Lhirabetta geschenkt hat, leider hat er es bei sich und ist gerade auf hoher See in einem anderen Auftrag unterwegs (im übrigen zusammen mit diesem Mattul und irgendwelchen Schariden). Nach seiner Befreiung hat Bruder Adin zu seiner Familie wieder Kontakt gesucht. Das Verhältnis zwischen den Eltern und Adorin soll nicht das beste gewesen sein.   Wir trafen uns im Nympheum des Landhauses mit der Nymphe Lysandaria diese meinte das es möglich ist mit dem Band welches wahre Liebe zwischen zwei Menschen bindet eine vermisste Liebe wieder zu finden und so die Lhirabetta zu erlösen. Als Beispiel für wahre Liebe wurde der Fürst und eine gewisse Alchira genannt.   Weitere Nachforschungen, etwa an der ermittelten Verkaufsstelle des Sklavenhändlers bei welchem die beiden Brüder getrennt wurden lassen uns zumindest (Mittels Reise in die Zeit durch Donja Maria Arpach) ein Bild des Käufers von Adorin ermitteln. Donja Maria Arpach lässt jeweils eine Zeichnung von diesem Käufer und Adorin anfertigen.   Während Don Cosi de FanTute mit der Nymphe weitere vertiefende „Gespräche“ führt – er nennt es mir gegenüber auch „Bücherrecherche“ tragen wir diese Informationen zusammen.   Durch ein Tor gelangen wir in die Hauptstadt Dargina von Vigalis um dort weiter nachzuforschen. Die Eltern der beiden Brüder sind dort wohnhaft, aber wir fragen einfach in der Stadt herum und erregen so die Aufmerksamkeit eines zwielichtigen Mannes – er stellt sich nicht einmal mit Namen vor aber ich habe mir sein Gesicht gemerkt – das ist kein normaler Handlanger gewesen! Nach etwas hinhalten (wo Sakura Ikari und ich in einer Hütte im Armenviertel eingesperrt waren) bringt dieser Mann uns zum Convendo und sagt das auf Befehl des Fürsten unser Gedächtnis zu löschen sei. Sulfin de LufiRello, der Chef des Convendo erzählt uns das wir wohl einen „Claudes“ suchen. Er meint das Bild tatsächlich zu erkennen. Wir könnten in Maritimar nach dem alten Hafenmeister, einem Kan-Thai suchen. Dieser könnte mehr wissen. Für genaueres könnte uns Don Cosi de FanTute, über den er sehr wohlwollend spricht, weiterhelfen.   Zurück in Maritimar machen wir ein (in meinen Augen) sehr gewagtes Experiment. Geisterprinzessin Lhirabetta übernimmt den Körper ihrer Schwester Prinzessin Barbelica Kiriles. Wir nehmen etwas Blut von dieser nun besessenen und die Nymphe Lysandaria macht eine Vision. Auch wenn wir uns schon Gedanken darüber gemacht hätten was passiert wenn die Geisterprinzessin dies nun ausnützt verlässt diese den Körper freiwillig wieder.   Daraufhin eilen wir zum Marktplatz wo nach der Vision etwas passieren soll. Tatsächlich erscheinen wir gerade als ein Raubmord durchgeführt wird. Es gelingt den Überfallenen zu retten und den Meuchler zu vereisen.   Der Überfallene hat einen Beutel den er an eine gewissen Modeata Tuzzi übergeben soll. Diese ist in einem Haus am Rande des Waldes von Bromme. Wir liefern den Beutel ab und Frau Modeata packt daraus einen schlafenden Fliegenwichtel und setz diesen in ein Terrarium. Wir fragen nach ob sie uns auch bei der Suche nach Adorin helfen könnte. Sie führt uns nach draußen und wir stehen auf einmal direkt im Wald von Bromme. Wir sollen uns einen Weg zurück zu ihrem Haus suchen. Es ist mir an dieser Stelle schon klar, dass wir es bei Modeata mit einer speziellen Person zu tun haben,... Wir begeben uns also auf die Suche nach einem Weg zurück in unsere Welt. Auf einer Lichtung treffen wir die Zentraurin Kirke. Diese lebt einsam und zurückgezogen, hilft uns aber gerne mit Informationen über den Garten von Modeata. Sie warnt uns vor der Esel-Herde und meint wir sollen auf dem gezackten Weg gehen und wenig nach rechts und links schauen. So gelingt es uns durch den Garten zu wandern, auch wenn Don Cosi de FanTute einmal von einer nackten Frau abgelenkt wird. Modeata ist aber sehr gelangweilt und enttäuscht das wir nicht ihren schönen Garten bewundert haben. Sie beobachtete uns die ganze Zeit – wohl durch einen Spiegel. Sie ist bereit uns zu helfen, wenn wir ihr den Elfenzauberer Mirant bringen und sie eine Nacht mit ihm verbringen kann. Mirant wird kontaktiert und erscheint nach kurzer Zeit. Er ist nicht an dem Angebot interessiert. Mit der Ausschlagung des Angebotes ist damit wohl diese Spur nach dem verschollenen Fischer erkaltet. Modeata Tuzzi wird uns wohl an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen wollen.
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Unsere Benutzerblogs

  1.  

    Abenteuer von Mogadil auf dem Midgard-Con auf Burg Breuberg im Odenwald 2017.

    Spoiler-Warnung: Mogadil wird das Abenteuer noch auf weiteren Cons anbieten.
    Möglicherweise bieten es auch noch andere SL privat oder auf einem Con an, weil Mogadil allen,
    die Teil II gespielt haben, die Teile I und II zugänglich macht.
    Wenn Du das grüne Juwel auch noch spielen willst, darfst Du hier nicht weiterlesen!

    Sobald Du es aber gespielt hast, bist Du herzlich eingeladen, hier zu spechten, wie wir uns angestellt haben. :colgate:

    Zwerg Haunix Rammsporn (Gordon Shumway)
    Elvira von Falkenstein ♀ mit Harfe, Einhörnchen und Dienerin (Lotus)
    Salandar Bin Salas, Sp, Eschar (Nyarlathotep)
    Ilbert, Ylathorpriester (Jürgen Buschmeier)
    Prinzessin Tsai Eng Cheng ♀ mit ihrem Beo Baronessa Rossa † (Kio)

    Ich habe heute Post bekommen: Der Großmeister der Loge des Grünen Juwels, Meister Unleserlich, bittet einige "herausragende Individuen" zu einem weiteren Test. Der glaubt ja nicht, dass ich ihm auf den Leim gehe, aber zur Zeit ist die Arbeit hier in Kroisos echt langweilig. Ich reise also am nächsten Vollmond zu diesem Treffen in der Grünen Grotte.

    Spoiler

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    Spoiler

    Irgendwann traf dann auch ein gewisser Herr Mastiff ein, der die Regeln der Prüfung sehr rudimentär erklärte und sich dann stante pede wegversetzte. Wir haben einen Monat Zeit "die Portale zu durchschreiten" und im Keller des Hauses Sagolas werden uns die Spiegel den Weg weisen zu einem gewissen Nissan Badur, dem wir einen Brief übergeben sollen.

    Wegen dem Zeitlimit und weil alle der Meinung sind, dass erst mit dem Durchschreiten eines Tores diese Zeit anfangen würde, darf ich kein Tor nach Hause benutzen. Das "Portal" nach Candranor zu benutzen geht aber, das ist ja kein Tor. Was genau sagte dieser Mastiff nochmal? Als Ergebnis bestreite ich die Prüfungen mit stark reduzierter Ausrüstung.

    Ach hätte ich doch auch Baronessa zu Hause gelassen…

    "Sagolas" ist ein älterer valianischer Name, ich finde ihn in einer Bibliothek des Covendo in Candranor auch schnell auf einer Liste des "Rates der 100" von Thalassa. Thalassa – Da wollte ich eh schon immer mal hin!

    Weil wir – das heißt die anderen – kein "Tor" benutzen wollen, benutzen wir das "Portal" nach Tura um von dort nach Octrea an der Westküste Chryseïas zu fahren. Kein Schiff fährt in die Nähe Talassas, das Meer ist dort seit der Zeit der Seemeisterkriege viel zu unsicher, to say the best. Vielleicht hätte ich mich in Tura etwas besser ausrüsten sollen, aber ich beschränke mich auf das Nötigste für eine Überlandreise im Spätherbst.

    Von Octrea aus geht es zu Fuß quer über den Kontinent Richtung Thalassa, wobei sich Zwerg Haunix als echte Bremse erweist. Kurz vor Thalassa finden wir die Statue eines Soldaten am Wegesrand. Seine Kleidung deutet auf die Zeit vor einigen Jahrzehnten, nicht in die Zeit der Seemeister. Ich banne die Versteinerung und vor uns fällt ein toter Soldat zu Füßen. Hmm… Wir bestatten ihn unter einem Steinhügel und Haunix oder Salandar befestigen darüber ein Schild: "Hier ruht Sagolas". Jaja, die lieben Mitmenschen.

    Am Stadttor zu Thalassa halten Bettlerwachen Wache, lassen aber jeden einfach passieren. Es scheint jedoch üblich, ihnen ein Goldstück in die Bettelschale zu werfen, also tun wir das auch. Die Stadt liegt weitgehend in Ruinen, alle sind bewaffnet, Gemüse und vor allem frisches Obst sind teuer, Waffen billig. Auf dem großen Stadthügel gibt es häufig auffällige magische oder auch alchemische Erscheinungen, die von den Bewohnern weitgehend ignoriert werden. Elvira erkundigt sich etwas und wir quartieren uns im "Wilden Eber" ein. Eine gute Wahl. Der Wirt empfiehlt uns Sandra als Führerin, die uns in die Sitten dieser Stadt einführt. Auch Wasser ist teuer.

    Auf dem Stadthügel gibt es noch zwei genutzte Gebäude: Das Gildenhaus der Purpurgilde (da man in Thalassa kein Tor errichten kann, frage ich mich, wie die Kontakt nach Candranor halten) und einen Tempel der Culsu. Gemäß der Informationen eines örtlichen Gelehrten müssen wir dazwischen durch.

    Nach einem lustigen Abend brechen wir heute auf. Elvira lässt ihre Dienerin zurück – es ist das letzte Mal, dass wir sie sehen. Elvira war sehr unglücklich, als wir sie nach unserer Rückkehr nicht wiederfinden konnten, möglicherweise war sie bei Abanzi untergekommen; ob freiwillig wissen wir nicht.

    Auf dem Hügel werden wir von Hunden beschattet, es macht sich eine gruselige Stimmung breit, wir erreichen aber ungehindert das Stadthaus des Sagolas, das auch nach Jahrhunderten des Zerfalls noch aus den anderen Ruinen herauszukennen ist. Neben einem Loch im Boden steht eine auffällig gekürzte Weide. Nachdem sie Salandar angegriffen hatte, war sie noch einmal ein Stück kürzer gekürzt. :-p Elvira spielt ein Lied des Friedens oder so, was sich als doppelt nützlich erweist: Beim Abstieg steigen wir über eine Truhe – beziehungsweise, meinen erst, über eine Truhe. Es scheint aber eines dieser magischen Mimikriwesen zu sein, die sich als Gebrauchsgegenstände tarnen. Voll des inneren Friedens greift es uns nicht an, wofür diese Wesen ja sonst berüchtigt sind.

    Im Keller finden wir schnell einen Raum voller Spiegel, der hinter einer mit vielen Siegeln verwirrend geschmückten Eisentür liegt. Das waren alles solche Zerrspiegel, wie man sie in den Spiegelkabinetten in manchen Großstädten finden kann. Nur am Ende war, hinter einem Vorhang, ein ebener Spiegel, auf einem Halter drehbar gelagert. Als wir den Vorhang entfernen, gehen plötzlich alle Fackeln an. Ohne es zu wissen, haben wir bereits das Tor durchschritten und befinden uns in Thalassa – kurz vor dem Krieg der Seemeister!

    Das Haus ist jetzt natürlich benutzt, wir können es aber unauffällig verlassen. In direkter Nähe liegen die Gildenhäuser der "Mondschwinge" und des "Blauen Löwen". Bei der Suche nach Nissan Badur wird Ilbert schnell an die Registaratur im Hafen verwiesen. Dort sind wir nicht die ersten, es gibt eine Warteschlange. Ich kaufe uns auf den ersten Platz vor. :-p

    Wie sich zeigt, stehen wir dann vor Nissan Badur höchst selbiglich und überreichen ihm den Brief. Der liest ihn sich durch, sagt gelangweit "nicht schon wieder welche" und bestellt uns in drei Tagen morgens in aller Frühe zu Tor 3 des Colosseums.

    Wir haben drei Tage Zeit und schauen uns in der Stadt um. Magische Gegenstände sind spottbillig und ich bereue meine Faulheit, immer rechtzeitig Goldstücke in transportable Edelsteine umzutauschen. Während die anderen magische Waffen kaufen, erwerbe ich Bücher zur Geschichte und aktuellen politischen Situation. Später wird mir dann bei den Preisen für eine Rolle "Reise in die Zeit" und eine Rolle "Macht über die Zeit" so schwurbelig vor Augen, dass ich Salandar (?) bitte, mir den größten Teil der 3000 GS vorzustrecken. Ich habe ihm dann später in Kroisos 4000 GS wiedergegeben. (40 Kilo – die mussten auch erst einmal eingetauscht werden.)

    Salandar sucht übrigens Bücher zu Sa-Vampirismus, angeblich im Auftrag eines Drachen. (Es gibt noch einen?) Interessant, ob das was mit diesen meketischen Ritualen zu tun hat?

    Ich überlege mir, ob ich hier bleiben soll, die Zeit und Gegend gefällt mir doch sehr gut, hier könnte ich ein Leben lang nach Herzenslust lernen! Aber leider würde das auch die Trennung von lieben Menschen bedeuten und letztlich auch von meinen finanziellen Mitteln, also bleibt es nur bei dem Gedanken.

    Spoiler

    Dann, früh morgens an Tor 3: "Wachenprüfung der Stufe 3". Aha! Wo gehts zur Prüfung? Da zur Tür rein. Wie immer – immer! – bei der Grünen Gilde sagt niemand, wo genau die Prüfung anfängt. Man darf frei erst einmal in die erste Falle hineintreten. Ich gehe voran, ich löse die Falle aus, aber die auf Halshöhe heransausende Klinge verhakt sich in der Führung in der Wand. Jetzt bin ich zumindest gewarnt und lasse Salandar vorangehen, der sich mit so etwas auskennt.

    Am Ende des Ganges gibt es interessante bauliche Auffälligkeiten. Ilbert erkundet mit einem Zauberauge den weiteren Weg: Es gibt wohl eine Rutschpartie durch eine abwärts führende, gewendelte Rutschbahn, danach ein langes, raumbreites und tiefes Wasserbecken, zum Abschluss hinter einem Gitter hundeartige Hunde, oder sowas ähnliches. Die Rutschbahn ist eingeseift und endet in einem Wassertrog. Das Wasser ist dann aber doch zu wenig, um sich wieder richtig zu säubern. Die Männer machen Stielaugen…

    Das Wasserbecken wird mit Luftlauf überwunden, wofür ich die Siegel male. Da ich die nacheinander auslösen muss, bin ich die letzte im Pulk und habe noch die größten Zeitreserven, als wir am anderen Ende ankommen. Beim Betreten des gegenüberliegenden Bodens öffnet sich sofort das Gitter und die Hunde stürmen heraus. (Das waren übrigens Garste. Hätte Ilbert da mal richtig hingeschaut, wäre das super-plus einfach gewesen.) Ich denke mir, mache ich ein paar Schritte zurück und lasse einen von ihnen vor mir ins Wasser plumsen. Aber falsch gedacht, er erwischt mich voll an der Brust (Critical), was mir die Luft raubt und wir stürzen zusammen ins Wasser. Was danach passierte, habe ich aus meiner Perspektive gar nicht so richtig mitbekommen, außer dass es sehr hell war. Zu meinem unglaublichen Glück hatte ich nach unserer Ankunft in der Vergangenheit mein Schutzamulett gegen Dämonen der fernen Chaosebenen (hallo Meister!) gegen "etwas Nützliches", mein Amulett gegen Zauber mit Reagens Feuer (aka "Blitze schleudern") eingetauscht. Das rettete mir jetzt das Leben, denn es gab mir die Zeit, einen Silberstaub zu zaubern (im Wasser gar nicht so einfach) und mich vor den Blitzen von weit über 100 Zitteraalen zu schützen. Ilbert allheilte dann meinen lästigen Rippenbruch. es ist zwar widerlich, wie die Götter den Magiern die Möglichkeit zur Allheilung vorenthalten, aber wenn man es braucht, sagt man natürlich nicht Nein.

    Es gab dann auch eine – na ja – "schöne" Urkunde. 18 von 20 Punkten. Ich fühle mich "geschmeichelt". Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass da noch nicht mal unsere Namen drauf stehen?

    Idioten.

    Spoiler

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    Dazu bekamen wir gleich noch einen Brief von Meister Unleserlich mit einem magischen Pendel, einem Kompass, der uns zur nächsten Prüfung leiten sollte. Eine ganz normale Prüfung scheint das hier also doch nicht gewesen zu sein.

    Spoiler

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    Spoiler

    Zur Rückreise mussten wir wieder durch das Haus Sagolas in dessen Keller. Diese Richtung war nicht ganz so einfach zu nehmen. Da einige von uns sowieso hochpreisige Naturalien nach Thalassa unserer Zeit mitnehmen wollten, gaben wir vor, diese Vorräte in den Keller tragen zu wollen. Elvira beschwafelte die Diener dabei so gekonnt, dass diese uns nicht nur alles runtertrugen, sondern auch, völlig sinnfrei, sogar bis in den Spiegelraum.

    Dummerweise haben wir den Spiegel etwas zu früh aktiviert und eine der Mägde mitgenommen. Die erwies sich als ein hysterisches Panikbündel, das wir dann vereisten. Jetzt sitzt sie mit einem Schild "Bitte mitnehmen und Lied des Vergessens" im Spiegelraum…

    Wieder zurück suchen wir noch zwei Tage nach der Dienerin Elviras, aber außer der Information, dass sie vermutlich bei Abanzis untergekommen ist, finden wir nichts heraus. Ein Seelenkompass funktioniert hier leider nicht. Elvira ist sehr geknickt, glaubt sie doch, dass die Umstände der Verabschiedung bei ihrer Dienerin wohl den Eindruck erweckt haben, dass dies ein Abschied für immer sei. [ich habe übrigens ihren Namen nicht in meinen Aufzeichnungen.]

    Mit Hilfe des Kompass, den zumeist der Ylathorpriester bei sich trägt, bestimmen wir die Richtung zur nächsten Prüfung. Einen Tag später nach einer weiteren Messung zwecks Triangulation (Eines der schwereren Wörter in Maralinga) wird klar, wir müssen dort, wo wir den versteinerten Krieger gefunden haben, in ein Seitental. Wir finden einen weiteren derartigen Wegweiser: leider klappen mehrere Versuche die Versteinerung zu bannen nicht und wir müssen den "Wegweiser" in seinem jetzigen Zustand stehen lassen. Vielleicht ist er ja wirklich aus Stein.

    Als wir in der Ferne zwei Wesen sehen, lassen ich Baronessa ausnahmsweise einmal aufsteigen, um diese durch ihre Augen näher anzusehen. Das eine ist einer der hiesigen Zwergelefanten, das andere –

     

    Spoiler

    Ich habe keinen Vertrauten mehr.

     

    Ich schmiede tausend Pläne, wie ich diese Gorga umbringen werde.

     

    Salandar und Elvira erkunden wohl zunächst den weiteren Verlauf des Tals bis zu einer Höhle, in der sie zunächst die Illusion an der Rückseite nicht durchschauen. Wir kommen irgendwann alle an der Hütte der Gorga vorbei. Der Elefant ist blind und ihr Haustier. Sie selbst scheint sehr unter ihrem Stigma zu leiden. Meine Wut verlagert sich in Richtung der wirklich Schuldigen.

    Getarnt durch die Illusion befindet sich im hinteren Teil der Höhle ein Tor zu einer Wasserelementarwelt: vier Ecken. Wir bereiten uns vor, unter Wasser herauszukommen, was aber nicht nötig ist. Wir kommen in einer etwa 25 Meter durchmessenden Kugel heraus, die oben mit Luft und unten mit Sand und Erde gefüllt ist. Mit etwas Kraft kann man sich ins Wasser drücken. Der Kompass zeigt nach schräg unten und bald wird klar, dass das Ziel nicht in dieser Blase ist.

    Das Wasser ist kalt. Zum Glück gibt es nur wenige Tiere und darunter keine, die uns fressen wollen. Es gibt immer wieder solche Blasen, so dass wir, völlig durchnässt, schlafen können. Haunix kann eine Wärmerune schneiden! Offensichtlich ist er einer dieser zwergischen Runenmeister, die uns Menschen in ihre Kunst nicht einweihen wollen! Elende Rassisten!

    Ich lasse peu a peu alles Unwichtige zurück, gleich als erstes auch die Bücher aus Thalassa, die sich sofort voll Wasser gesogen haben. In meinem bemitleidenswerten Zustand hatte ich natürlich nicht daran gedacht, sie zurückzulassen. Zum Glück sind die Rollenhüllen wasserdicht. Da wir den Kompass – zum Glück auch unter Wasser – nur alle sechs Stunden befragen können, ist es gut, dass diese Tore ziemlich hell leuchten. Ilbert vögelt vor Aller Augen ausgiebig mit Elvira.

    Nach nun mehr als einer Woche, ich habe schon Kiemen, haben wir jetzt eine größere Blase mit einem Tor erreicht. Es ist sechseckig, zeigt aber nicht die Primärelemente Midgards. Wir landen in einem Wäldchen und ein "Dinge Wiederfinden" zeigt sogleich, dass wir noch nicht zu Hause sind.

    Eine Welt, in der Inseln aus Stein in der Luft schweben. Oben eine rote Erde, unten ein blauer Himmel. Die Schwerkraft folgt außerhalb dieser Inseln ungewöhnlichen Regeln. Menschen fallen nach oben, Gegenstände nicht.

    Wir improvisieren ein Segel aus den Produkten des Waldes und gleiten nach unten, also nach oben.

    Scheinbar steht die Welt Kopf. Bei der Landung auf einer großen Insel, die Anzeichen von Zivilisation zeigte, zerschellen wir unser Segel. Hier leben alle Rassen Midgards und noch ein paar mehr, jedoch keine Halblinge, in friedlicher Eintracht. Ich wusste schon immer, dass das möglich ist! Ein Ork versteht Maralinga und wir sprechen mit ihm. Man möchte mit uns handeln: Metall ist sehr begehrt. Ich versetze meine Waffen und erwerbe dafür Saiten die nie reißen für Ming Lis GuZheng und neue Kleidung für mich: ganz aus Leder. Auch irgendwie schmuck. Wenn ich mich momentan nur darüber freuen könnte.

    Man weist uns den Ausgang: Ein Tor hinter einem Lagerhaus. Es ist achteckig. :evil:

    Wir präparieren uns, allerdings völlig umsonst: Wir kommen in einer Höhle an, draußen ist die Welt seltsam aber friedlich. Ein Weg führt seltsam gewunden manchmal geradezu gezielt durch jede Unwegsamkeit hindurch, so dass wir ihn abkürzen wollen. Das Gelände ist aber, für uns ohne erkennbaren Grund, unterschiedlich "klebrig". Nachdem wir noch einen "Sumpf" umgangen haben, nehmen wir doch den Weg und kommen tatsächlich schneller voran.

    Abseits des Weges sehen wir Bauern (nehmen wir an). So sie uns sehen, geraten sie in Panik.

    Der Kompass weist uns den Weg zu einer Burg. Die Bauern fliehen vor uns in den Schutz der Burg. Das Tor wird geschlossen. Auf den Zinnen: Kaobargen. (was sonst?)

    Am Tor rufe ich in Dunkler Sprache "Wir kommen in Frieden, wir sind Gäste, lasst uns ein."

    Tatsächlich wird irgendwann das Tor geöffnet, man lässt uns ein und wir werden, durch ein Spalier von Truskanen, zu einer Halle geleitet, wo auf einem Thron ein Mensch sitzt, wohl ein Lidralier. Elvira meinte später, das war eine Illusion und der war etwas kräftiger und hatte Hörner.

    Ich erkläre unseren Wunsch, den Torraum benutzen zu dürfen um schnellstmöglich von dieser Welt zu verschwinden. Ich habe echt genug! Natürlich müssen wir auch hier irgendwie handeln. Ich biete meine Künste als Thaumaturg an. Da ich aber bei den allgemein nützlichen Sachen eher schlecht sortiert bin und keine Siegel sondern nur einige Schutzrunen malen kann, ende ich bei 15 Schutzrunen mit Feuerkugeln. Das gibt mir Arbeit für mindestens fünf Tage, die mir gerade recht kommt. Man trennt mich dann auch gleich von den anderen, wogegen ich mich nur schwach wehre. Naja, die können alle besser für sich sorgen.

    Als ich dann nach fünfeinhalb Tagen aus dem Tor trete, sind die anderen schon seit fünf Tagen da, sie haben einfach einige ihrer magischen Waffen und Artefakte versetzt.

    Das Tor endet in einem Pavillon – Midgard! – in einem valianisch anmutenden Anwesen. Wo, verrät man uns nicht. Mir wird ein Bad nahe gelegt. Später empfängt uns ein Herr Sagolas (ach, der!) und Ilbert lacht sich halb tot. Mir ist nicht ganz klar, was genau er so lustig fand, aber die ganze Situation war schon irgendwie absurd.

    Sagolas erzählt ein bischen über die Anfänge des Clubs des Grünen Juwels, zunächst einfach ein Zusammenschluss von Magiern hat er im Krieg der Magier völlig an Bedeutung verloren bis vor einigen Jahren die Anlage in Eschar wiederentdeckt wurde. Dann schwafelt er noch etwas von "Die dunklen Meister entwickeln wieder Aktivitäten" (typischer Fall von Verfolgungswahn und Verschwörungstheorie) und deshalb sei man interessiert, "unsere Dienste in Anspruch zu nehmen."

    Ich lehne dankend ab und "darf" dann auch gleich abreisen. Sie haben ein Tor nach Parduna und ich gelange auf sehr ähnlichem Wege noch am gleichen Tag nach Kroisos.

    Danke auch. Wegen euch kann ich jetzt "grün" als Lieblingsfarbe streichen.

    Spoiler

    Aftermaths

    Ich bin also wieder zuhause in Kroisos. Nachdem sich der Rauch etwas gelegt hat, beginne ich wieder Pläne zu schmieden. Drei Sachen muss ich noch erledigen:

    • Baronessa einsammeln und wiederbeleben.
    • In Thalassa noch einmal nach dem Verbleib von Elviras Dienerin forschen.
    • Und versuchen, die Gorga von ihrem Fluch zu befreien.

    Mein eigenes Wissen über Gorgonen ist doch sehr unzureichend. In unserem Zunfthaus haben die Nachforschungen auch nicht viel gebracht. Ich bin deshalb nach Parduna und von dort weiter nach Candranor, um in in den dortigen Bibliotheken zu recherchieren und mich mit anderen Magiern auszutauschen. Hierbei kam heraus, dass dieser Typus einer Gorga in der Wissenschaft noch nicht beschrieben wurde: Einerseits die enorme Reichweite ihres versteinernden Fluches und zum Anderen kann sie sich wohl nicht, was Gorgas normalerweise können, zeitweise in ihre ungefährliche, rein menschliche Gestalt zurückverwandeln. Zur Aufhebung des Fluches fällt allen zumeist nur eines ein: "Kopf ab." Daneben gibt es wohl nur noch die Chance, dass eine Gottheit direkt eingreift.

    Ich denke darüber nach, ob ich Culsu bitten könnte, den Fluch aufzuheben. Immerhin müsste sie als Todesgöttin etwas gegen die Versteinerungen haben, verhindern diese doch, dass die Seelen der Opfer in die Nachwelt eingehen können, solange die Versteinerung noch gebannt werden kann. Aber auch Culsu wird das kaum ohne Gegenleistung machen. Da ich aber konfessionell noch ungebunden bin, könnte ich ihr anbieten zu konvertieren, immerhin ist sie mir eine der angenehmeren Götter, da sie eine der ehrlichsten ist. Aber das will wohl bedacht sein.

    Da die Zeit immer mehr drängt, habe ich jetzt in Parduna eine Passage nach Octrea genommen und reise von dort zu Fuß den alten Weg nach Thalassa. Vorher habe ich noch eine gewisse Menge Gold in transportablere Währung getauscht. Kurz habe ich überlegt, einen Wagen und Begleitschutz zu mieten, das dann aber als zu aufwändig verworfen. Wegen der Dweomerzauber bin ich das Herumlaufen im Gelände ja gewohnt.

    In Thalassa starte ich meine Suche wieder im Wilden Eber. Auch miete ich mir Personenschutz, um nicht immer nach hinten blicken zu müssen, ich bin ja alleine. Über die mir bekannten Personen lobe ich noch einmal einen hohen Betrag für Hinweise zum Verschwinden von Elviras Dienerin aus. Aber außer den üblichen Betrügern meldet sich niemand mit einem echten Hinweis. Enttäuscht gebe ich auf.

    Als nächstes habe ich mit der Gorga gesprochen. Sie ist nicht so kooperativ wie ich gehofft hatte. Hauptsächlich will sie in Ruhe gelassen werden und ich habe den Eindruck, dass sie ihrem eigenen alten Leben mehr nachjammert als den vielen Toten, die sie schon verursacht hat. Nach diesem Gespräch bin ich doch etwas ernüchtert.

    Immerhin kann ich die nächsten Tage in Absprache mit ihr gefahrlos im Tal nach den Überresten von Baronessa suchen. Als ich sie finde der nächste Schock: Sie ist auf felsigem Grund aufgeschlagen und in hundert kleine Stücke zerschmettert. Mein Plan, die Bruchstücke mit "Flicken" zu reparieren, danach die Versteinerung zu bannen und ihr dann sofort eine Allheilung zu verabreichen, löst sich in Luft auf. Mir bleibt nichts anderes, als möglichst viele Bruchstücke zu sammeln und mit nach Kroisos zu nehmen.

    Am Ausgang des Tales zeichne ich, noch einmal sehr deprimiert, an einer geeigneten Stelle das Hexagramm für ein Tor und kehre zurück nach Kroisos.

    Heute bin ich noch einmal mit zwei Handwerkern ins Tal der Gorga. Ich habe ein großes Schild anfertigen lassen, das am Eingang des Tales aufgestellt wird: "Vorsicht, Gorga!" und ein Totenkopf mit gekreuzten Knochen, so wie ihn die rawindrischen Seeräuber in ihrer Fahne führen. Soll sich jemand anderes dieses Problems annehmen. Außerdem finde ich noch fünf weitere Statuen, von denen ich drei bannen kann, die alle überleben. Kurzzeitig sieht es in meiner Villa aus wie in einem Lazarett.

    Heute ist die beauftragte Statue von Baronessa fertig geworden: Ein startender Beo auf einer schmalen Stele. Pink und Punk haben Modell gestanden. Es ist eine gewisse Ironie, dass dies eine Steinstatue ist. Ich lasse sie im Wendekreis vor dem Eingang der Villa aufstellen. Danach habe ich die Überreste von Baronessa gebannt und im Weinberg begraben.

    Coda

    Liebes Tagebuch, es ist schon wieder lange her, dass ich das letzte Mal etwas in dich geschrieben habe. Der Grund ist einfach: Ich habe nachgedacht. Zuletzt hat mir das unstete Leben doch viel Kummer eingebracht: Baronessa verloren, Elviras Dienerin vermutlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen, das mit der Gorga war eine große Fehleinschätzung und bei der sogenannten "Leib- und Gutswächterprüfung" in Alt-Thalassa bin ich sogar fast selbst gestorben. Langsam werde ich zu alt für solche Eskapaden.

    Statt dessen habe ich mich wieder meinen Forschungen zu selbstfahrenden Kutschen zugewandt; und meine Verpflichtungen als Tormagierin in Kroisos und meine Arbeit im Handelshaus der Linie Kroisos-KuenKung beanspruchen auch ein gerüttelt Maß meiner Zeit.

    Alte Weggefährten und durchreisende Abenteurer finden bei mir immer eine offene Tür für eine Übernachtung und zum Erzählen von Geschichten. Ich selbst werde aber nur noch in einer außergewöhnlichen Notsituation auf ein weiteres Abenteuer ausziehen.

    Prinzessin Tsai Eng Cheng
    alias Vera Vinaris

  2. Nach der Reise ist vor der Reise - und so geht es auf meinem Reiseblog weiter mit Island! :) Ich bin zwar schon eine Weile zurück, aber die Beiträge werde ich so nach und nach schreiben. Wen es interessiert, der abonniert den Blog am besten per Email-Benachrichtigung.

    http://sarandiraswelt.wordpress.com

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  3. Angekommen war er schon vor 2 Wochen. Ich hatte aber keine Zeit.

    Habe nur zwischendurch die interne Verkabelung etwas zurecht gezupft. Zwei der Front-USB-Anschlüsse funktionierten nicht.

    Gestern habe ich die wichtigsten Softwarepackete aufgespielt und Konfigurationsdateien hin und her geschoben.

    Jetzt steht er da, Core i7 4,2 MHz, 16 GB RAM, 1 TB SSD, GeForce GTX 1070 Grafikkarte.
    Bereit zum Zocken. Der schafft die nächsten 3 Jahre wieder alles, was ich gerne spiele, in 4k und mit den anspruchvollsten Grafikeinstellungen :D

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  4. Abenteuer: Das Ei des Präsidenten (Südcon 2012)

    SL: Jens

     

    Mitspieler:

     

    Die Hexe - Chelinda

    Thufir Hawatt - Gronar Hammerflug

    Kejuro - Tip

    Toni - Hemdrik

    Todd Arkin - Agravain

    Henry Loenwind - Tulgo Duador

     

     

    Per Schiff erreichte ich die Stadt Tenessos, die auf einer Insel westlich der Kaf-Berge gelegen ist. Im Gasthof Fischersruh fand ich Dank Vanas Segen eine recht günstige Unterkunft. Als ich am nächsten Morgen dort speiste und endlich einmal in aller Ruhe die besonderen Köstlichkeiten dieser Gegend genoss, setzte sich eine wunderschöne junge Frau zu mir an den Tisch. Sie war nur ein wenig größer als ich und von sehr zierlicher Statur. Dunkles lockiges Haar fiel ihr über die Schultern bis hinab zur Taille und ihr hübsches Gesicht wies eindeutig albische Züge auf. Mein Verdacht es hier mit einer Albai zu tun zu haben bestätigte sich, als ich sie ansprach und sie mir vollkommen akzentfrei in meiner Muttersprache antwortete. Chelinda und ich waren uns auf Anhieb sympathisch und verbrachten ein sehr angenehmes gemeinsames Frühstück.

    Gegen Ende wurde dies jedoch immer wieder von den anderen Gästen unterbrochen. Am Nebentisch speisten laut und unübersehbar drei Halblinge, die ohne große Mühe das fünffache meiner Portion vertilgten. Außerdem waren im Schankraum noch ein schwer bewaffneter Zwerg und ein gutaussehender aber etwas unnahbar wirkender Mann in typisch albischer Kleidung. Es kam mir vor als sei meine Heimat mir bis hierher gefolgt, wenngleich ich mich so weit von den albischen Gestaden entfernt befand. Die Halblinge stellten sich alsbald als Hemdrik, Tip und Tulgo vor. Der Name des Albai war Agravain und er hatte die letzten Jahre in den Küstenstaaten verbracht. Kurz überlegte ich, ob auch er ein aus seiner Heimat Vertriebener war. Doch ich verwarf diesen Gedanken schnell wieder, schließlich war es nicht meine Sache mich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. Als letzter stellte sich der Zwerg vor, Gronar Hammerflug, der aus Waeland stammte. Während noch alle Aufmerksamkeit seinem Humpen mit Gimildumer Zwergenbock galt und die Halblinge gerade auch von dem als sehr köstlich angepriesenen Getränk probieren wollten störte plötzlich ein schrilles Klingeln die angenehme Stimmung.

    Tip und Hemdrik rannten sofort nach draußen um zu sehen was dort geschah. Nach kurzem Zögern folgte ich ihnen. Die halbe Stadt schien in Aufruhr zu sein, was bei diesem unangenehmen Lärm auch nicht weiter verwunderlich war. Gronar sprach den Anführer einer Gruppe Soldaten an und erfuhr, dass ein Großalarm ausgelöst worden war. Ich erschrak furchtbar und war schon besorgt, dass der Alarm mir galt. Wir wurden angewiesen, zunächst im Gasthaus zu bleiben. Wenig später betrat ein Herold die Herberge. Als er sein Pergament aufrollte sprach ich ein Stoßgebet zu meiner Göttin, und sie schien es zu erhören, denn dieses Mal ging es nicht um mich. Aus der Magiergilde der Stadt Tenessos, der Gilde vom goldenen Ei war ein wertvoller Gegenstand entwendet worden. Der Präsident Cardoso y Falchetto forderte alle mutigen Helden auf, sich zur vierten Stunde des Tages in seinem Palast einzufinden um mehr Informationen zu bekommen. Schnell stand fest, dass wir die Stadt unterstützen wollten und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Palast, wo wir ohne größeren Widerstand eingelassen wurden. Ein Bediensteter brachte uns durch ein Gewirr von Räumen und Gängen zum Büro Cardosos. Der Präsident war ein kränklich aussehender Mann, der seine besten Tage schon lange hinter sich hatte. Noch bevor er ein Wort sagen konnte stürmten Tip und Hemdrik auf ihn zu und begannen auf ihn einzureden. Ich versuchte sie zur Ruhe zu bringen, trug jedoch nur noch mehr zum allgemeinen Durcheinander bei. Nachdem der alte Mann immer verwirrter und verängstigter aussah, platzte Gronar der Kragen und sein wütendes Gebrüll brachte schließlich alle anderen zum Schweigen.

    In diesem Moment betrat ein weiterer Mann den Raum, dessen Auftreten und Kleidung ihn eindeutig als Magier auswiesen. Schnell nutzte der Präsident die Stille und stellte sich selbst sowie den neu hinzu gekommenen vor. Dieser war Emilio il dos Saratoga, einer der Vizepräsidenten der Magiergilde vom goldenen Ei. Er erzählte uns, was wir schon wussten: Seiner Gilde war ein unersetzlicher und sehr wertvoller Gegenstand gestohlen worden. Hemdrik konnte sein vorlautes Mundwerk nicht halten und vermutete, dass dies wohl das goldene Ei sein müsse. Welchen unschätzbar wertvollen Gegenstand sollte die Magiergilde vom goldenen Ei auch sonst besitzen? Und wieder einmal wurde ich als Diebin bezichtigt, denn Emilio vermutete sofort, dass wir dies nur wissen konnten, da wir das Ei gestohlen hatten. Ich seufzte tief und nutzte dann all mein diplomatisches Geschick, um Hemdriks Fehler wieder auszubügeln. Erstaunlicherweise gelang mir dies auch. In all dem Chaos hatte niemand nach einer Belohnung gefragt und nun fand ich nicht mehr den Mut, dieses Thema anzusprechen. Ich hoffte nur, dass wir am Ende nicht mit leeren Händen dastehen würden.

    Emilio führte uns zum Gebäudekomplex der Magiergilde, wo sich das Ei bis zum vergangenen Abend noch befunden hatte. Bereits auf dem Weg wurde mir klar, dass eines der Gildenmitglieder das Ei entwendet haben musste. Der Raum in dem es aufbewahrt worden war lag tief unter der Erde und war für einen Unkundigen nur schwer zu finden. Dass Emilio und der Präsident zum Betreten des Raumes verschiedene Schutzvorrichtungen deaktivieren mussten bestätigte meine Theorie. Der Aufbewahrungsort des Eis war ein kreisrunder Raum mit einer hohen Kuppeldecke, dessen Wände über und über mit magischen Symbolen verziert waren. Statt den Raum zu untersuchen wie es unser eigentliches Ziel gewesen war setzte Tip sich in eine Ecke und begann auf seiner Trommel zu spielen. Damit löste er einen weiteren Schutzmechanismus aus: Zwei magische Wächter erschienen, riesige Wesen mit feuerrot glühenden Augen und je zwei Äxten, die sie bereits bedrohlich erhoben hatten. Erst als Emilio Tip mit einem wütenden Blick nötigte sein Spiel zu unterbrechen verschwanden sie wieder. Nun bemerkte ich hinter ihnen eine steinerne Schale, so groß dass ich selbst ein paar Mal hinein gepasst hätte. Emilio erklärte, dass sich darin das Ei befunden habe. Das Ei selbst war angeblich gut neun Fuß hoch. Wir wunderten uns sehr, wie ein so riesiger Gegenstand unbemerkt entwendet werden konnte. Noch dazu von einem Ort, den laut Emilio nur die Gildenmeister betreten konnten, die jedoch über jeden Zweifel erhaben waren. Agravain durchsuchte den kompletten Raum nach Spuren. Derweil erklärte Emilio, das Ei sei der einzig wahre Existenzgrund seiner Gilde und wenn wir es nicht innerhalb der nächsten zwei Monde zurück brächten, würde dies auch das Ende der Souveränität des Inselstaates Tenessos bedeuten. Ich versuchte ihn in seiner Verzweiflung ein wenig zu beruhigen und mir gleichzeitig selbst nicht allzu große Sorgen zu machen, dass wir dieser großen Aufgabe eigentlich gar nicht gewachsen waren. Zum Glück fand Agravain ein Stück Stoff an der Tür und unterbrach so Emilios Monolog. Der Stoff schien ein Fetzen aus einer magischen Robe zu sein, wie nur die Mitglieder der Gilde und die Novizen sie trugen.

    Wir ließen alle Magier und Novizen auf dem Hof antreten und stellten dabei fest, dass zwei fehlten. Die Roben der Anwesenden waren alle unbeschädigt, und so blieben uns Ricardo Lasbondia und Cristobal de Carnedio als Verdächtige übrig. Beide waren am vorigen Abend das letzte Mal gesehen worden, wobei von Ricardo bekannt war, dass er gerade seine Familie besuchte. Sie teilten sich sogar eine Kammer, und so wurden wir dorthin geführt um nach Spuren zu suchen. Chelinda entnahm aus dem Bett jedes der beiden Novizen ein paar Haare und erklärte mir, dass sie diese für einen bestimmten Zauber benötigte. Ich war sofort fasziniert, doch um sich über Magietheorie auszutauschen blieb keine Zeit. Bei der Durchsicht der Habseligkeiten entdeckten wir nichts Besonderes. Zurück auf dem Hof trafen wir auf Tolemos, den Alchimisten. Er schien sehr aufgebracht, und alle Beruhigungsversuche nützten nichts. Vielleicht lag es auch daran, dass vor allem Hemdrik und Tip es versuchten. Den beiden Halblingen schien es an jeglichem Feingefühl zu mangeln. Da sie dabei jedoch meist recht amüsant und dazu noch sehr niedlich waren hatte ich sie bereits jetzt ins Herz geschlossen und verzieh ihnen, dass sie uns ständig aufhielten und in unangenehme Situationen brachten. Dem Zwerg jedoch schien es ganz anders zu gehen als mir und er verzweifelte mit jeder gemeinsam verbrachten Stunde mehr.

    Irgendwann bekamen wir aus Tolemos heraus, dass wohl etwas aus seinem Labor gestohlen worden war. Er führte uns dorthin und wir wollten herausfinden was denn fehlte. Wie nicht anders zu erwarten fanden wir es erst nach einigen Komplikationen heraus. Tip, der vor allen anderen im Raum war, öffnete einen Tiegel mit seltsamem grauem Pulver und schluckte etwas davon herunter. Sofort war er verschwunden und nur seine Kleidung und Habseligkeiten blieben zurück. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir zwischen alledem einen winzigen, vollkommen nackten Halbling. Das Pulver hatte Tip geschrumpft. Schnell kamen wir zu dem Schluss, dass dies wohl auch mit dem goldenen Ei geschehen sein musste. Nachdem wir das wussten kehrten wir zurück zum Gasthaus.

    Chelinda erklärte uns, wie der Zauber Seelenkompass funktioniert. Mit Hilfe eines seiner Haare konnte sie einen Menschen aufspüren. Der Zauber führte uns zu einem Haus im Hafenviertel. Dort fanden wir zwar nicht Cristobal de Carnedio, dafür aber ein junges Mädchen, das wir als seine Geliebte vermuteten. Ihr Name war Marla und sie bestritt, jemals einen Mann namens Cristobal gekannt zu haben. Da wir aber ihre Haare auf seinem Kissen gefunden hatten begann Chelinda mit einem strengen Verhör. Dieses wurde immer wieder von Hemdrik, Tip und Tulgo unterbrochen. Letztlich verließ Chelinda das Haus ohne etwas aus dem Mädchen heraus bekommen zu haben. Um schneller weitere Informationen zu bekommen teilten wir uns auf. Während Agravain und Tulgo in der Stadt nach Cristobal suchten, verließen wir anderen Tenessos und gelangten nach dreistündigem Fußmarsch in das Heimatdorf von Ricardo Lasbondia. Chelinda befragte den jungen Novizen, doch alsbald stellte sich heraus dass er wohl nicht der Schuldige sein konnte.

    Wir kehrten zurück nach Tenessos und wurden am Stadttor vom diensthabenden Hauptmann Kestenos aufgehalten, obwohl Gronar uns als Sonderbeauftragte des Präsidenten vorstellte. Zur Strafe für unseren Verstoß gegen die Ausgangssperre, die nach dem Diebstahl des Eis verhängt worden war, sollten wir die Nacht im Kerker verbringen. Ich war wie gelähmt und brachte kein Wort mehr hervor, doch Gronar lies sich vom Gebaren des Hauptmannes nicht irritieren. Nach einigen klaren Worten des Zwerges wurde Kestenos sogar recht freundlich und lies uns passieren. Am Liebsten wäre ich Gronar vor Dankbarkeit um den Hals gefallen. Bald darauf erreichten wir endlich das Gasthaus und trafen dort auf Agravain, der jedoch nichts neues heraus gefunden hatte.

    Wir beschlossen, uns noch in den Kneipen am Hafen umzusehen, da wir vermuteten dort etwas über Cristobal heraus zu finden. Gemeinsam mit Gronar und Hemdrik zog ich durch einige Lokale. Hemdrik lieh sich etwas Gold von Gronar und spielte unter dessen Beobachtung ein paar Runden mit den anwesenden Gästen, um diese unauffällig zu befragen. Ich diente dabei zur Ablenkung der Herren, damit nicht allzu sehr auffiel, dass Hemdrik kein besonders guter Spieler war. Dies führte zu einigen eher unschönen Szenen, da meine weiblichen Reize scheinbar viel interessanter waren als das Glücksspiel. Wir erfuhren jedoch, dass Cristobal hohe Spielschulden hatte und meist im „Roten Helden“ zu finden sei. Wir begaben uns dorthin und Hemdrik verspielte noch mehr von Gronars Gold, während ich von einem sehr gut aussehenden jungen Mann so einiges an Informationen über Cristobal erhielt. Bei dem Mann handelte es sich um Sedward MacSeal, einen albischen Zahlmeister. Was er über Cristobal erzählte musste Hemdrik sich merken, denn ich war von Sedwards Anziehungskraft so abgelenkt, dass ich alles andere vergaß. Er machte mir schönere Komplimente als je ein Mann zuvor und ich war ihm sofort verfallen. Ohne weiter darüber nachzudenken begleitete ich ihn auf sein Zimmer und gab mich ihm die restliche Nacht über hin. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam und er erzählte mir mit blumigen Worten, dass er sich auf den ersten Blick in mich verliebt habe und ich mit ihm zurück nach Alba gehen und ihn heiraten müsse. Völlig überrumpelt stimmte ich zu, erbat jedoch noch etwas Zeit um meine Angelegenheiten zu regeln. Sedward versprach, auf mich zu warten. Wenngleich ich heute über seine Avancen wohl nur hätte lachen können, fühlte ich doch so etwas wie Verliebtheit. Oder zumindest war ich sehr geschmeichelt. Und die Aussicht einen Mann zu haben, der in Alba auf mich wartete und mich sicherlich vor jeder Verfolgung beschützen würde gefiel mir gut. Was für ein egoistisches junges Ding ich war.

    Ich ließ einen glückseligen Sedward zurück und traf auf dem Weg zur Herberge auf meine neuen Freunde. Diese wollten die junge Marla erneut befragen. Kurz darauf befanden wir uns bereits im Haus des Mädchens, ohne dass ich mich daran erinnern konnte, was unterwegs gesprochen worden war. Zu lebhaft waren die Bilder der letzten Nacht. Chelinda begann mit der erneuten Befragung, doch sie erfuhr kein Wort von Marla. Da wurde sie plötzlich sehr wütend und drohte, dem Mädchen Schmerzen zuzufügen wie diese sie noch nie empfunden hatte. Ich erschrak sehr über diese Seite von Chelinda. Noch wusste ich schließlich nicht, wie aufbrausend sie manchmal sein kann. Glücklicherweise erwies sich Gronar erneut als Retter in der Not. Er packte Chelinda und zerrte sie nach draußen, so dass ich Marla in Ruhe befragen konnte. Geschickt entlockte ich ihr, dass Cristobal für die Nacht des Diebstahls kein Alibi hatte und wohl in einem Fischerdorf im Osten untergetaucht war. Ich versuchte auch, sie davon zu überzeugen, dass Cristobal nur ein elender Schürzenjäger war der ihre Liebe nicht verdiente, doch sie schien meine Worte nicht einmal recht zu verstehen, so verblendet war sie.

    Auf dem Weg zu dem Fischerdorf bemerkte ich, dass Tip wieder seine ursprüngliche Größe erlangt hatte. Die Wirkung des Schrumpfpulvers ließ wohl nach einiger Zeit nach. In dem Dorf fanden wir Cristobal zwar nicht, jedoch war dort ein Boot gestohlen worden und wir vermuteten, dass er damit hinüber zum Festland geflohen war. Schließlich verfolgten wir den Dieb mit Hilfe einer vom Präsidenten gestellten Galeere samt Besatzung bis zum anderen Ufer. Dort entdeckten wir das gesuchte Fischerboot hinter einem Gebüsch. Chelinda fand einige Haare die wohl von Cristobal stammen mussten und Hemdrik entdeckte Spuren von Pferden. So konnten wir den Flüchtigen weiter ins Landesinnere verfolgen.

    Während der weiteren Reise, die mehrere Tage dauerte, wurden wir immer wieder von einem vermummten Unbekannten beobachtet. Dieser schien uns jedoch freundlich gesonnen zu sein, denn ab und an half er uns weiter wenn wir die Spur verloren hatten. Am vierten Tag unserer Reise verließ er uns jedoch wieder, nachdem er mit Chelinda ein kurzes Gespräch auf scharidisch geführt hatte. Sie erklärte, dass er uns begleitet habe so weit er konnte, wir von hier an jedoch alleine weiter gehen mussten.

    Kurz darauf wurden wir überraschend von vier Gladiatorspinnen angegriffen. Tulgo, Agravain und Chelinda wurden von den Spinnen mit klebrigen Fäden beworfen und verfingen sich in diesem Netz. Wir kämpften gegen die schier übermächtig erscheinenden Gegner, doch da einige von uns bereits gefesselt und damit kampfunfähig waren hatten wir kaum eine Chance. Gerade als ich glaubte nun sei es bald um uns geschehen verdunkelte sich der Himmel und über unseren Köpfen schwebte ein riesiger bronzefarbener Drache. Einen Moment lang war ich erschrocken und vor Furcht und auch ein wenig Bewunderung für dieses beeindruckende Wesen wie erstarrt. Doch dann ahnte ich, warum dieser Drache genau jetzt aufgetaucht war. Und so war es auch: Er kam uns zu Hilfe und versengte mit seinem feurigen Atem die Spinnen. Dank ihm waren bald alle Gegner besiegt. Ich nickte dem Drachen kurz zu und beachtete ihn dann nicht weiter. Ich musste mich um Chelinda kümmern, denn sie war von einer der Spinnen gebissen worden und bewegte sich nicht mehr. Verzweifelt sah ich auf meine Freundin hinab und betete zu Vana, dass sie überleben würde. Schnell erkannte ich zu meiner Erleichterung, dass das Gift der Spinne sie wohl nur gelähmt hatte. Einige Zeit später erwachte Chelinda wieder als sei nichts geschehen. Wir zogen weiter und begegneten einem goldenen Drachen, der sogar noch etwas größer und schöner war als der bronzefarbene. Es war ein Weibchen und sie stellte sich uns als Welanoth vor. Besorgt beobachtete ich meine Gefährten, doch sie schienen weder panisch fliehen zu wollen noch machten sie Anstalten die Drachin anzugreifen. Welanoth erklärte, dass dieses Gebiet ihr Reich sei und wir von ihr nichts zu befürchten hatten. Sie wünschte uns eine gute Reise, erhob ihre Schwingen und flog davon.

     

    Wir setzten die Verfolgung Cristobals fort und gelangten am nächsten Abend zu den Kaf-Bergen, wo uns die Spur zu einer Felswand führte. Nach einigem hin und her schafften wir es, dass die Felswand sich wie von Geisterhand öffnete. Dahinter befand sich ein dunkler Gang, der uns in einen großen Pferdestall führte. Wir hatten wohl eine Schmugglerhöhle entdeckt. Bei der Durchsuchung der Höhle, in der sich so einiges an Reichtümern befand, stießen wir schließlich auf Cristobal sowie einen weiteren Mann. Sie griffen uns sofort an und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns zu verteidigen. Leider überlebte keiner unserer beiden Gegner. Kurz darauf fanden wir auch das riesige goldene Ei. Da die Wirkung des Schrumpfpulvers ebenso wie bei Tip bereits nachgelassen hatte, war es ein recht kompliziertes Unterfangen, das Ei transportfertig zu machen. Als wir endlich aus der Höhle traten, erwartete uns dort eine Hundertschaft schwer gerüsteter Asad mit grimmigen Mienen. Während wir noch über diesen Anblick erschrocken waren stieg ihre Anführerin vom Pferd und stellte sich uns als Isalya vor. Sie dankte uns für die Hilfe beim Auffinden der Schmugglerhöhle. Zur selben Zeit betraten bereits einige der Asad die Höhle und übergaben alle Schmugglerware dem „Licht Ormuts“, wie sie es nannten. Auch was wir an Beute auf unsere Pferde gepackt hatten mussten wir dem Feuer übergeben. Im Austausch dafür gab Isalya jedem von uns einen Beutel voller Edelsteine und dankte uns erneut überschwänglich. Dann stieg sie wieder auf ihr Reittier und empfahl uns, die Gegend schnell zu verlassen, da sich die restlichen Schmuggler näherten. Und dies sei nicht mehr unser Kampf. Dagegen hatten wir kaum etwas einzuwenden.

    Nach ein paar ruhigen Reisetagen, als wir schon fast die Küste erreicht hatten, bekam das goldene Ei plötzlich mehr und mehr Risse. Wenige Momente später sprang die goldene Schale in vier gleich große Stücke. Dazwischen saß ein nackter junger Mann, der aussah als stamme er aus den Küstenstaaten. Völlig verwundert fragten wir ihn, wer er sei und wie er in das Ei gekommen war. Er erklärte, dass er der Präsident sei. Noch immer verwirrt über die Geschehnisse nahmen wir ihn mit uns und wurden an der Küste schon von der Staatsgaleere von Tenessos erwartet. Emilio il dos Saratoga begrüßte den jungen Mann euphorisch. Zurück in Tenessos erfuhren wir, dass es sich tatsächlich um den neuen Präsidenten handelte. Der alte war genau zu dem Zeitpunkt verstorben, als sich das Ei geöffnet hatte.

    In einer prunkvollen Zeremonie wurde das Ei wieder zusammen gesetzt und an seinen angestammten Platz gebracht. Uns wurde zum Dank für unsere Dienste die Ehrenbürgerschaft von Tenessos verliehen und wir wurden wie wahre Helden gefeiert. Jedoch mussten wir versprechen, über die Ereignisse Stillschweigen zu bewahren.

    Wir blieben noch einige Monate in Tenessos. In all der Aufregung hatte ich meine Begegnung mit Sedward MacSeal schon fast vergessen. Doch bald bemerkte ich, dass meine Regelblutung ausblieb. Ich bat meine Göttin um Rat und schnell war mir klar, dass ich neues Leben in mir trug. Sedward weilte schon nicht mehr in der Stadt, doch gemeinsam mit Chelinda machte ich mich per Schiff auf in Richtung Alba.

  5. Zusammenfassung :D

    ganz ohne Spoiler,...

     

    Mitspieler:

    1. Solwac - Arturo Di Orfano - Magier

    2. Christin - Nuala, Dienerin der Vana

    3. Die Hexe - Chelinda - Herr der Flamme

    4. Herotinas - Ivar "Silberzunge" Sigrunson - Waelischer Krieger

    5. Unicum - Cassandra Enricarella Ricarda

    6. Tjorm - Finnag O'Cerolen - Erainischer Barde

     

    Die Küstenstaaten - in ihrer Gemeinschaft sind sie etwa genauso interessant wie Chandranor selbst. Nur muss man in Chandraor nicht so weiter Reisen zwischen den einzelnen interessanten Dingen machen.

    Mit Chelinda, Nuala und einem Waeländer namens Ivar - den die beiden anderen kennen reise ich mit einem Valianischen Handelsschiff nach Parduna. Die Fahrt ist nichts besonderes, Nothuns Segen liegt wohl auf uns. Ich frage mich ob ich eine Göttliche Aura Nothuns habe.

    Wir kommen am Hafen an und - müssen warten. jedes Mal wenn der Wind ablandig ist juckt es mich schon in der Nase. Was haben die in Parduna gemacht? Wir erfahren es recht schnell - es gibt einen Schönheitswettbewerb. Die Gewinnerin erhält einen Adelstitel und darf der vor kurzem verwitweten Tochter des Fürsten als Zofe dienen.

    Ob die Bewerberinnen da alle wissen worauf sie sich einlassen? Jeden Tag vor der zu bezofenden aufstehen und nach dieser ins Bett gehen. Immer bereit sein wenn sie in der Nacht Hilfe braucht. Gut es scheint noch eine jüngere Dame zu sein, aber das ändert sich ja auch im Laufe der Zeit. Immer muss man da sein, hier und da eine Leckerei bereit haben oder etwas zu trinken und immer darauf aufmerksam machen das dies der Figur schadet. Man sollte genügend Kraft haben ein Mieder zu schnüren und genügend Anstand um hier und da nicht zu kichern wenn etwas passiert. Die Manieren sollten sogar besser sein als bei der auf die man aufpasst. Ja das alles ist schon ein Knochenjob. Doch andererseits kann man so sehr gute Freundschaften unter Frauen schließen. Ich muss im nächsten Brief nach Hause unbedingt nach meiner alten Kammerzofe fragen.

    Über dem Hafen liegt eine Dunstwolke aus Hafengerüchen und Parfüm. Um es auf den Punkt zu bringen: der Gestank ist unerträglich. Ein anderes Problem stellen die vielen Leute dar welche in der Stadt sind. Ein Gasthaus zu finden scheint unmöglich. Selbst der Convendo ist völlig überfüllt, nach einem kurzen Blick versuche ich es nicht mal dort etwas zu finden. Vieleicht spreche ich in kürze Don Cosi an ob im Convend für mich nicht eine Beförderung möglich wäre. So ein kleiner Titel hier und da öffnen vielleicht doch noch Türen die sonst verschlossen sind. Und meine Bedürfnisse das Bett mit einem Magus Priorius zu Teilen der am nächsten Tag wegen einem Herzinfarkt Tod neben oder auf mir liegt - da habe ich kleinen Bedarf daran.

    Die Stadt erliegt einem Schönheitswahn. Sicher ich schminke mich ja auch ab und an, hier ein Liedschatten da eine Wimperntusche und natürlich die Haare immer schön Färben. Aber so etwas habe ich noch nie gesehen, außer bei Maskenbällen.

    Nuala schwärmt von einem „Franq“ und ist entsetzt das niemand diesen kennt,... woher sollte ich den kennen, ich war noch nicht in Parduna! - Aber den muss man doch kennen. Nun ja ich soll ihn auch kennenlernen.

    Wir treten tatsächlich in Kontakt mit einer der Teilnehmerinnen des Wettbewerbes. Ein schönes junges Ding um das auch schon einige Schmetterlinge fliegen (insbesondere in Form eines erainischen Barden) nebenbei picken wir hier auch einen Arturo Di Orfano- auch ein Convendsmagier auf. Ich werfe Chelinda einige Blicke zu - ich kenne ihre große Skepsis bezüglich des Convends.

    Zumindest kann die Teilnehmerin uns eine Bleibe zuschanzen. Es scheint gewisse politische und verschwörerische Verwicklungen zu geben,... ach herrjeh - ich würde mich sehr wundern wenn es diese NICHT geben würde! Was würden denn dann Abenteurer, die ich mittlerweile allen halben fast überall wo ich hinkomme treffe, den sonst tun? Es besteht dabei auch die Möglichkeit diesen Franq zu besuchen, welcher wohl einen Klamottenladen hat.

    Ich will jetzt nicht im Detail auf unwichtige Details eingehen aber der Klamottenladen von Franq ist durchaus eine Erwähnung wert. Er hat eine Waelingerin als Empfangsdame die ziemlich interessant ist. Das Gebäude ist auch sehr exquisit und teuer. Ich schließe indes mit der Waelingerin einen Vertrag über eine Weinlieferung ab.

    Nuala lässt sich ein Gewand schneidern das,... deutlich zeigt welchen Aspekt ihrer Göttin sie wohl bevorzugt: Den der direkten Verführerin.

    Meine Alchemistische Nase warnt mich bei den Gängen durch die Stadt des häufigeren vor explosiven Konzentrationen in der Luft - so stark ist hier alles Parfümiert. Alleinhalben werden Verjüngungstränke und Schönheitsmittelchen angeboten. Die Gewinnspannen scheinen einfach nur Immens zu sein.

    Doch schließlich denken wir noch ein Komplott auf, und - das möchte ich hier wirklich mal lobend erwähnen, die Culsu Ordenskrieger zeichnen sich durch Professionalität aus! Nun das will ich aber auch sehr hoffen, bewachen sie doch daheim bei mir auch etwas das schön, mir wert und teuer ist.

    Ich wünsche der Gewinnerin des Wettbewerbes jedenfalls das Beste.

  6. (Freitag (Vormittag) Con-Saga - Fiesta und Combatada zu Lapaune)

    Bro Cendrik

    DieHexe Chelinda

    Herothinas Ivar

    Tjorm Finnag O'Cerolen

    Ohgottohgott Bakkar

    Uigbeorn: Peleanos

    Uta Oscar

    Hirotega Regina del la Noca

     

    Hochsommer in den Küstenstaaten.

     

    Es ist viel zu warm hier. Die Arbeiten am Keiler gehen voran und wenigstens kann man ihn wieder benützen.

     

    Es ist mir zu Ohren gekommen das Waelinger an der Küste sind und dem Conte Federgo zu Diensten ist. Meine ersten Gedanken dazu sind derart das ich mich frage was meine Landsmänner denn bei diesem Küstenstaatler an Klamotten anziehen müssen,... ich für meinen Teil bin hier eher zu wenig als zu viel bekleidet.

    Zu seiner Hochzeit veranstaltet der Conte eine Combatada. Ich brauche doch recht lange um mir klar zu werden das es mich in den Fingern juckt und doch ich auch etwas angewidert bin vom Gedanken in einer Arena zu stehen. Zu oft bin ich selbst im heißen Sand einer Arena gelegen und wurde danach getriezt und geschlagen um bessere Leistungen zu erzielen. Doch es war auch ein erhebendes Gefühl vor den Massen zu stehen und diese Jubeln zu hören. Und wenn dann noch der Seekönig mit seinem Tüchlein winkt ist der Abend gerettet,... und man hat vielleicht ein paar Tage ruhe.

    Gottesurteile wird es ja wohl nicht geben – und selbst der Conte könnte mich nicht zwingen wieder jemanden unschuldigen zu töten – nur um die Massen zu begeistern – Davon abgesehen ist sein Ruf nicht derartig.

    Die Gedanken gehen mir trotzdem durch den Kopf.

    Der Seekönig ist weit und so mache ich mich auf und erreiche den Ort der Veranstaltung. Einige Leute kenne ich hier schon. Doch ich bin nicht wichtig genug um eingeladen zu werden im Palast zu schlafen - ist vielleicht auch besser so. Den Adeligen und mächtigen zu nahe zu kommen kann sehr schmerzhaft werden. Meine Haut würde die Spuren von Klingen und Peitschen tragen wenn sie nicht durch Drachenblut gehärtet wäre. Naja vielleicht sehe ich ja Donna Alchira - eine der bekannteren Seidwirkerinnen hier.

    So bin ich also gespannt was das Fest wird.

    Männer, Zelte und Alkohol - sind wieder mal eine dumme Mischung, doch zum Glück war am Abend vor der Combatada keiner Betrunken genug um mich anzusprechen ob ich ihm das Bett wärmen würde,... (wärmen! Bei der Hitze!) nicht viel anzuhaben hat vielleicht auch den Vorteil das man genügend Muskeln sieht das die Männer auch glauben das ich mit den Waffen die ich trage auch umgehen kann.

    Ich melde mich mal für den Nahkampf und den Hindernislauf an.

    Der Tag beginnt mit einem,... Gedichtwettbewerb?

    So etwas hat es in Chandranor jedenfalls nicht gegeben (nicht in einer Arena in der ich war jedenfalls).

    Es gibt aber nur zwei Beiträge und beide werden gewinnen deswegen den Hauptpreis. Fineagh O'Carolan habe ich vor zwei Jahren in Maritimar kennengelernt. Den anderen Gewinner 'Oscar' kenne ich noch nicht.

    Dann geht es in den Sand. Ich schaue mir die Sache erst einmal an, es scheint leider nur ein einfaches Zweikampfsystem zu sein. Was will man auch von der Provinz anders erwarten.

    Es wird gewettet - oh jeh! Ich setze hier und da etwas, etwa wenn ich die Leute kenne, oder wenn die Quoten einfach so sind das ein Gewinn sich lohnen würde.

    Die Leute kämpfen einfach drauflos, ohne Choreographie, ohne Show.

    Die Quoten stehen auf meiner Seite und so stolpere ich in die Arena, scheinbar über meine eigenen Schnürsenkel und mein Gegner taxiert mich vorsichtig. Ich setze einen Glückstreffer und er wird von der Schockwaffe tatsächlich verletzt.

    Einen weiteren Treffer schickt ihn in den Sand.

     

    Ich traue meinen Augen nicht so recht als ich schließlich sehe wer diesen Wettbewerb gewinnt: die kleine Seidwirkerin Chelina. Nun,... wenn eben Magie soweit erlaubt ist,...

    Dann kommt der Hindernislauf - Rauf auf's Pferd - Lanze greifen, ein Ziel um-stechen, ein Ausweichlauf, eine Wand hoch, über ein Wasserbecken Balancieren und schließlich ein kleines Ziel treffen.

    Don Cendrik gilt allgemein als der Favorit. Als Gewinner des Stadtlaufes trauen die Massen ihm viel zu. Doch die Lanze erweist sich als großes Hindernis für ihn.

    Ich erwische ein ruhiges Pferd und habe Glück mit dem Treffen des Ziels, doch liege ich nicht vorne.

    Der Hindernislauf würde einen schon in den Dreck schicken doch ich weiche allem aus, hinter mir erwischt es aber jemanden wie ich dem Grölen der Menge entnehme. Ich renne einfach blind Weiter und komme durch.

    Erst ab der Mauer trennt sich das Feld wirklich. Der einhändige Bakkar hat hier sicherlich seine Probleme doch ich schaue mich nicht um. Chelina ist auf der gleichen Höhe wie ich.

    Ich setze alles auf eine Karte und renne einfach los.

    Ich höre die Schritte der kleineren Frau hinter mir und schwere Stiefel von jemand anderem. Dem Waelinger Ivar vielleicht? Ich weiß es nicht genau, vielleicht auch jemand anderen. Chelinda kenne ich gut genug um sie an den Schritten zu erkennen.

    Ich springe von der Mauer, rolle mich ab und ergreife einen Bogen. Der Pfeil landet in einer einzigen Bewegung an meiner backe und ich versenke ihn direkt im Zentrum der Scheibe.

    Nach einigen Tagen bei der eigentlichen Hochzeitsfeier versuche ich eine kurze Audienz bei Donna Alchira zu erhalten. Ich hatte vor genau 2 Jahren ja einmal für sie gearbeitet - und gute Kontakte sollte man Pflegen. (Auch wenn sie zu Seidwirkern sind)

    Ich lade Ivar in den Wilden Keiler ein und gehe wieder in mein neues Heim zurück.

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    Gildor Edward MacRocal

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    Wuschelkopp1990 Tarov aus Moravod

    Unicum Don Palfi Kohlenbeutel

     

     

    Mein Name ist Palfi Kohlenbeutel.

     

    Ausgewiesen durch einige Empfehlungsschreiben aus Diatrava (Stadtwache, Convendo, Handelshäuser) über einen "Don Palfi Kohlenbeutel" liegen bei.

     

    Ich bin erst vor einigen Tagen in Dargirna eingetroffen und in der Taverne Anderstwelt abgestiegen. Mir wurde eine Nachricht zugesteckt über ein Treffen in einer dunklen Seitengasse.

     

    Argwöhnisch ging ich der Sache nach und traf dort auf vier Leute und einen Landsmann. Namentlich

    Edward MacRocal aus Alba, Butch ein Händler aus Serendip, Karkassian und Tarov aus Moravod.

    Sowie meinen Landsmann Maron.

     

    Es war zu diesem Zeitpunkt schon Stadtbekannt das die Ghulseuche immer noch "am laufen war" und das es etwas mit dem Mehl zu tun hat.

     

    Ich vermutete eigentlich an dieser Stelle das der Auftraggeber eher vom halbseidenen Gewerbe sein sollte, die Auswahl neu hier eingetroffener Leute aus der Ferne lies fast keinen anderen Schluss zu. Alternativ dachte ich an politische Verstrickungen.

     

    Wir wurden gebeten ein bestimmtes Stadtviertel genauer zu untersuchen. Wenn es denn in der nächsten Nacht zu großen Razzien in der ganzen Stadt kommen würde. Alleine schon die Tatsache das unser anonymer Auftraggeber sehr genau wusste das es diese Razzien geben würde - und in diesem Stadtviertel keine Stattfinden würde erstaunte mich dann doch schon.

     

    warum sollte der Auftraggeber dies nicht mit eigenen Leuten untersuchen?

     

    Ich zog in Betracht das der Auftraggeber während der Razzia selbst sehr beschäftigt sein würde.

     

    Am Tage untersuchten wir das Viertel und sprachen mit den Einwohnern. Der zustand einiger Häuser im Viertel ist sehr schlecht. keines viel wegen besonderer Güte auf - der Silberschmied hat aber sicher die dicksten Schutzmechanismen. Die Bausubstanz sehe ich aber eher im unteren Bereich. Nichts ist akut einsturzgefährdet, es sei den man ist - kein Halbling.

     

    Wir begaben uns also vor der Ausgangssperre in das fragliche Viertel.

     

    zunächst konnten wir nichts weiter erkennen. Erst spät in der Nacht betrat eine merkwürdige Gruppe das Viertel von der Nord Westlichen Ecke. Vier "Ghule" mit Säcken und dahinter eine Gestalt mit metallisch schimmernder Rüstung.

     

    Wir verfolgten sie und dabei wurde sicher einer von uns entdeckt. Es können eben nicht alle Schleichen - aber Halblinge, Halblinge können das!

     

    Der Kommandant der Herumschleichenden löste sich von der Gruppe welche urplötzlich verschwand (so was passiert wenn man nicht selbst schaut) Wir Halblinge untersuchten die Stelle wo die "Ghule" mit den Säcken verschwunden waren. Unsere Menschlichen Verbündeten stellten den Kommandant - welcher nach einem kurzen Schlagabtausch unter Zurücklassung seiner Metallschuhe verschwand.

     

    Die "Ghule" waren über die Kohlerutsche des Silberschmiedes in dessen Keller gekommen, hatten dann dort eine Falltür weiter nach unten geöffnet und die Säcke hindurch geschleppt. Einen der "Ghule" überwältigten wir in dem darauf folgenden Gang. Es gelang mir den schwer verletzen "Ghul" am Leben zu halten. Dieser war nur ein verkleideter Mensch. (Pfiffig, aber nicht pfiffig genug!"). Meine Menschlichen Kameraden standen an einer verschlossenen Tür hinter der wir die 3 anderen Ghule vermuteten.

     

    Während ich noch den Menschen verband ging es also nicht weiter. Schließlich war der verband fertig und ich machte mich an der Tür zu schaffen. Eine vergiftete Nadel hielt mich auch nicht auf. Wir öffneten die Tür und überwältigten die restlichen 3 Schergen ohne Probleme. zwei verstarben leider dabei. Den letzten konnten wir Halblinge wieder erfolgreich verbinden.

     

    Ich verhörte einen der beiden überlebenden und erfuhr das sie eine Diebesbande sind. ihr ehemaliger Chef verguhlte sich vor kurzem und sie wurden danach von einem Fremden "übernommen" - sie wissen nicht wie dieser aussah da er immer eine Maske trug. In dessen Zimmer fanden wir eine Truhe. In deren Deckel war ein Rabenförmiges "Bannamulet gegen Ghule" und ein Schriftstück mit Elfischen Runen. Unser Magier meinte doch tatsächlich es wären Zwergenrunen! Sie hatten gerade den großen Tempel überfallen und in den 4 Säcken war viel Silberschmuck aus dem Tempel.

     

    Wir bewachten das Versteck der Bande in der Hoffnung den Chef auf seiner Rückkehr zu erwischen. Leider vergeblich. Ich stellte stattdessen vom Kopfkissen dessen Bettes Haare sicher welche der Konvendo sicher für ein herbeizwingen oder ein Seelenkompass benutzen könnte, ich würde dies dringend Anraten! Schließlich ist ein Tempeldiebstal ein schweres verbrechen.

     

    Am Morgen schickten wir zwei Leute hinaus um Hilfe zu holen.

     

    Die Verletzen und der Tempelschatz wurden abgeholt und zum Nothunstempel gebracht. Ich übergab dem Fra Orlandez auch die Haare zur weiteren Verfügung.

     

    Palfi Kohlenbeutel.

     

    ----

     

    Nachtrag zu dem vorliegenden Dokument:

     

    Durch die weitere Untersuchung des Viertels wurde ein Totenbeschwörer aufgegriffen.

    Der Anführer der Diebe konnte durch das intelligente Vorgehen des Schreibers auch sichergestellt werden.

    Für ihre Verdienste wurde der Bruch der Ausgangssperre nicht weiter verfolgt sondern ein Lob ausgesprochen. Die beteiligten erhielten Geldbeträge von Balbosa (der Grund ist nicht ganz ersichtlich, vermutlich das er Interesse in diesem viertel hat) und vom Tempel.

    Zusätzlich wurden sie dem Kronrat vorgestellt

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    1. Abenteuer: Das Geheimnis von Tonda (in Anlehnung an das Abenteuer Ylathorstid)

    [Wer das Abenteuer Ylathorstid noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen!]

     

    (Start: 9. Tag, 2. Tridiade im Rabenmond)

     

    Wie es sich für eine richtige Heldentruppe gehört, haben sie sich durch reinen Zufall in der Kneipe „Zum Rostigen Anker“ in Orsamanca kennen gelernt und nach interessanten Gesprächen sowie dem ein oder anderen alkoholischen Getränk festgestellt, dass sie mehr oder weniger das gleiche Reiseziel haben – die Stadt Tura.

     

    Also beschließen sie die weitere Reise gemeinschaftlich fortzuführen, um auch den Ausländern unter ihnen, die Vorzüge der Küstenstaaten zu erläutern, was sich nicht immer als leicht herausstellt.

     

    Auf ihrer Reise hören sie davon, das in dem Küstendorf Tonda das alljährliche Dorffest in den nächsten Tagen stattfinden soll und da auch gleichzeitig der Dorfvorsteher einen runden Geburtstag zu begehen hat, ein Magier für eine unvergessliche Lichtshow gebucht wurde.

     

    Da die Gruppe es nicht so eilig hat, beschließen sie den kleinen Abstecher in das Dorf Tonda zu machen, um in den Genuss der magischen Show zu kommen.

     

    Als sie die halbe Wegstrecke nach Tonda zurückgelegt haben, kommt ihnen ein laut fluchender Reisender auf einem Esel (mit Karre) entgegen, der nach seinem Äußeren wie ein Zauberer, der gerade einer Kindergeschichte entsprungen ist, aussieht.

     

    Bei dem Herrn handelt es sich um Obskurus, dem großen Magus Illusionum, der seine Probevorstellung in Tonda dermaßen verpatzt hat, das ihn die Dörfler fortgejagt haben. Alle seine magischen Gegenstände und Utensilien seien dabei zerstört worden. Nach einigem Nachfragen kann die Gruppe in Erfahrung bringen, das nicht nur seine Artefakte mit einem lauten Knall in die Brüche gegangen sind, sondern er seit dem auch nicht mehr zaubern kann.

     

    Es wird trotz der jetzt nicht mehr stattfindenden magischen Show beschlossen nach Tonda zu reisen, um wenigstens das Dorffest noch mitzunehmen.

     

    In der nächsten Nacht, sie sind nicht mehr weit von Tonda entfernt, findet die Gruppe im Bereich ihres Nachtlagers erst einen Ring, der aber noch an dem skelettierte Finger steckt und am Ende, das der Finger zu einem vollständigen Skelett gehört.

     

    Bei diesem Skelett finden sie neben dem Ring (Gold mit einem Rubin) auch eine versiegelte Schriftrolle mit einem rätselhaften Schriftstück, einen exotisch aussehenden Dolch, ein einfache Kette mit einem heiligen Symbol und ein paar altertümliche Münzen.

     

    Als sie am nächsten Tag im Dorf ankommen, begeben sie sich gleich auf Spurensuche, um festzustellen, was es mit dem Skelett und der rätselhaften Nachricht und der verpatzten Zaubershow auf sich hat.

     

    Hierbei konnten sie herausfinden, dass vor mehr als 200 Jahren fünf große Familien aus dem Dorf einen Pakt mit Piraten geschlossen haben. Diese dürfen eine versteckte unterirdische Grotte als Unterschlupf nutzen und gaben dafür einen Teil ihrer Baute ab.

     

    Eines Tages brachten die Piraten einen dermaßen großen Schatz in die Grotte, das die Mitwisser im Dorf beschlossen, den Schatz doch besser für das Dorf zu nutzten, da die Piraten ja schlechte Menschen wären.

    Sie versetzten den Wein für die Piraten mit einem Schlafmittel und warteten bis alle schliefen, dann brachten sie den Eingang zur Grotte zum Einsturz und töten die Piraten mittels des Zaubers „Todeshauch“. Der landseitige Eingang wurde getarnt.

     

    Zwei der Piraten befanden sich zum Zeitpunkt des Verrates allerdings bei der Heilerin, die nichts von der Abmachung mit den Piraten wusste. Als die Verräter die beiden schwer verletzten Piraten abholen wollten, kam es zu einer hitzigen Diskussion mit der Heilerin, was darin endete, dass sie erstochen wurde. Diesen feigen Mord schoben die Verräter den verletzten Piraten in die Schuhe und ließen sie hängen.

     

    Nachdem sich alles etwas beruhigt hatte, begannen die fünf Familien damit, die Schätze zu plündern und ließen vom Schmied ein Schloss für den landseitigen Zugang anfertigen, der nur mit fünf Schlüsseln zu öffnen ist. Je ein Schlüssel ging in den Besitzt der verräterischen Familien.

     

    Am Jahrestag ihres Verrates und schändlichen Mord an den Piraten erfolgte kurz nach Mitternacht der erste Angriff der Piraten. Viele in dem Dorf wurden getötet. Der einzige sichere Ort war der Tempel.

     

    Als Reaktion auf diesen Angriff ließen die fünf Familien heimlich einen Bannkreis um das Dorf errichten und schufen das jährliche Dorffest. An diesem Jahrestag kommen alle Dörfler aus der Umgebung ins Dorf und bleiben bis Sonnenaufgang.

    Durch den verpatzten Zauber von Obskurus wurde allerdings neben seinen magischen Gegenständen, auch der Bannkreis zerstört, so dass in der Festnacht die Piraten wieder ins Dorf einfielen und viele Dörfler töteten.

    Nachdem die SC herausgefunden hatten, was passiert war, setzten sie die Dörfler unter Druck, dass sie die Schlüssel für die Piratengrotte erhalten. Sie wollten die Reste der Piraten ordentlich beerdigen, damit sie ihre Ruhe finden.

     

    Als sie die Grotte betraten, mussten sie jedoch feststellen, dass die Piraten in der Höhle als Spuk hausten. Allerdings gelang es den SC mit den Piraten zu verhandeln, ihnen deutlich zu machen, dass die jetzigen Bewohner des Dorfes nichts mehr mit den Verrätern zu tun hätten.

     

    Die Piraten sahen ein, dass ihre Zeit der Rache vorbei ist und verlangten von den Dörflern, dass die Grotte soweit freigeräumt wird, dass sie mit ihrem Schiff auf die offene See gelangen könnten.

     

    Mit Hilfe der SC gelang es den Dörflern die Grotte soweit freizuräumen, dass das Piratenschiff in den Sonnenuntergang fahren konnte. Zur Sicherheit wurden aber auch die Knochen eingesammelt und in geweihter Erde beigesetzt.

     

    Da die Dörfler kein Geld oder andere Besitztümer haben, die sie den SC als Dank übergeben konnten, habe diese nun in Tonda für die nächsten Jahre immer ein kostenloses Dach über dem Kopf und all-inclusive.

     

    Wichtige Personen:

     

    Obskurus, Magus Illusionum

    Harlan der Schmied

    Priester Simon

    Yorric, der Dorfvorsteher und seine Frau Melinda
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    Hallo ihr Rollenspieler,

     

    mal etwas das nicht direkt mit dem Hobby zu tun hat. Euer Prediger - aka Micha - ist ja ein ehrenamtlicher Radiomoderator. Ich habe eine regelmäßige (4. Montag im Monat) einstündige Sendung, die sich "eigentlich" mit Festivals befasst. Musikalisch spiele ich quer durch den Garten. Die nächste Sendung ist am 23.05.2016 von 23-24 Uhr

    Worum geht es genau (Link)

     

    Playlist:

    Alone

    Vom Album: Here Come the Girls

    Von: The London Souls

     

    Glitter & Gold

    Vom Album: Glitter & Gold

    Von: Barns Courtney

     

    Agape [Musik-Downloads]

    Vom Album: Islands [Explicit]

    Von: Bear's Den

     

    Lose It [Musik-Downloads]

    Vom Album: Oh Wonder

    Von: Oh Wonder

     

    The Man On the Ferry [Musik-Downloads]

    Vom Album: Silent Treatment

    Von: Highasakite

     

    Move

    Vom Album: Move

    Von: Rat Boy

     

    The Road [Musik-Downloads]

    Vom Album: Cannibal Corpse

    Von: Kiko King & creativemaze

     

    A Country Called Home [Musik-Downloads]

    Vom Album: A Country Called Home

    Von: Ryan Bingham

     

    Starlight [Musik-Downloads]

    Vom Album: Starlight

    Von: Muse

     

    Ewig allein [Musik-Downloads]

    Vom Album: Schuld

    Von: Tüsn

     

    Yellow [Musik-Downloads]

    Vom Album: Parachutes

    Von: Coldplay

     

    I Need You [Musik-Downloads]

    Vom Album: Die Bestimmung - Divergent: Original Motion Picture Soundtrack

    Von: M83

     

    Electric Love [Musik-Downloads]

    Vom Album: Candy

    Von: BØRNS

     

    Zu hören bin ich im Großraum Hannover oder über Live Stream

    Ich glaube allerdings ich habe in dieser Sendung die Audio Aufzeichnung meiner Ansagen versemmelt.

  7. Wir sind wieder in Thame angekommen. Unseren Auftrag haben wir erfüllt. Wir konnten alle drei Insignien bergen und nun sind sie wieder in den Händen der Zwerge. Meinen Gefährten, abgesehen von Golrek, dem der Rückweg durchs Gebirge ordentlich zugesetzt hat, geht es gut. Trotz der Schrecken, die wir bei unserer Suche noch erlebt haben. Wir waren nicht die einzigen gewesen, die etwas in der Binge gesucht hatten. Als wir im Inbegriff waren die Binge zu verlassen, kam ein Mann auf einem fliegenden Dämon, um einen weiteren Orcsstamm unter sich zu vereinen. Er war mutig und mächtig genug um sich dem Drachen zu stellen, welcher über die Orcs herrschte.

    Als Golrek den Mann beschrieb, wäre mir um ein Haar sein Name über die Lippen gekommen. Thalion. Er weckte Erinnerungen an Niertalf, an eine Zeit in der Enya noch gemeinsam mit ihren Gefährten gefährliche Abenteuer erlebt hatte. Dieses neuste Ereignis ist zutiefst beunruhigend und macht deutlich, dass die Gefahr durch den Herrn der Nebelberge und seine Schergen – welche Pläne sie auch immer verfolgen – nicht zu verachten ist. Doch Edana sollte vom Herrn der Nebelberge, Thalion und den Geschehnissen in Niertalf nichts wissen. Ich hätte mich damit verraten.

    Mittlerweile muss ich mir darüber keine Sorgen mehr machen, nicht mehr darauf achten was ich sage. Es gibt keine Geheimnisse mehr und das ist gut so.

     

    Ich habe es mir so einfach gemacht und doch so schwer. Jetzt wo die Worte ausgesprochen sind, frage ich mich wie ich sie so lange in mir behalten konnte. Erleichterung erfüllt mich. Der geteilte Schmerz ist so viel erträglicher. Und dann sind da noch Grays Worte. Worte, die mein Kopf nicht fassen kann und mein Herz doch voller Hoffnung glauben möchte.

    Ich hatte Gray in der Zwergenbinge gesagt, dass ich ihm etwas zu erzählen hätte und mir damit jegliche Ausflucht genommen. Ich wusste, wenn ich nachdem wir in Thame angekommen waren nicht zeitnah an ihn herantreten würde, würde er mich von sich aus ansprechen. So wählte ich einen Moment in Rumildas Herberge in dem wir ungestört waren, um mich ihm zu offenbaren. Glannis, Golrek und Nissyen hatten sich bereits zu Bett begeben.

    Ich hatte Angst. Angst vor Grays Reaktion. Wäre er wütend, weil ich ihm etwas verschwiegen hatte. Würde er mein Schweigen als Lügen betrachten? Würde ihn der Verlust von Dylan zu sehr schmerzen? Würde er mich überhaupt noch nach meinem Geständnis an seiner Seite haben wollen? Was war seitdem wir uns das letzte Mal gesehen hatten passiert, wo war der Rest unserer Gefährten, Mira, Kirschli und Salomon? Es fiel mir schwer einen Anfang zu finden, doch als ich erst einmal begonnen hatte, flossen die Worte wie Lava aus einem ausbrechenden Vulkan. Es war gut so, Gray musste erfahren was seit unserer Trennung geschehen war, er hatte ein Recht darauf vom Tod seines Freundes zu erfahren. Er sollte nicht länger in dem Irrglauben bleiben, ich könnte mich nicht an ihn erinnern.

    Zuerst begann ich mit Feuermal. Wie es mich zu ihm und den anderen geführt hatte. Dann gab ich zu meine Erinnerungen wiederzuhaben. Alle. Bevor Gray mich unterbrechen konnte und meine Entschlossenheit ins Wanken geriet, sprach ich über die Ereignisse in Glamis. Manches führte ich nicht aus und Gray fragte nicht weiter nach. Dafür war ich ihm dankbar. Selbst wenn der Albtraum durch die Seelenheilung gemildert worden war, blieben es dennoch furchtbare Erinnerungen von denen niemand erfahren musste. Schließlich erzählte ich Gray von Dylans Tod. Da überraschte er mich, als er meinte, er habe anderes gehört. Anscheinend hatte Glannis Dylan an der Bardenschule in Erainn getroffen. Das bedeutet er lebt noch! Aber wie ist das möglich? Sandrina hat ihn doch von seinem Tod gesprochen und dann vor meinen Augen das Gift eingeflößt. Hatte ich mich etwa getäuscht? War mein Geist schon so verwirrt gewesen durch all die Schrecken und Schmerzen?

    Mein erster Gedanke war, dass ich ihn suchen muss. Ich war davon ausgegangen, dass Gray den Wunsch Dylan wiederzusehen und sich zu vergewissern, dass er lebt mit mir teilt, doch ich hatte mich getäuscht. Als er über Dylan sprach wurde mir unmissverständlich klar, dass er ihn für das was geschehen war verantwortlich machte. In seinen Augen hatte Dylan mich nicht beschützt, obwohl sie es beide vor Vater geschworen hatten. Es schmerzte mich Gray so zornig auf seinen ehemals guten Freund zu erleben. In meinen Augen trifft Dylan keine Schuld. Wer auch immer diese Menschen waren, ich war ihr Ziel gewesen. Wie hätte Dylan davon wissen können? Und wenn dieser Mann tatsächlich ein Feind meiner Mutter ist, dann hätten auch Gray und Dylan gemeinsam nichts gegen ihn ausrichten können. Ich möchte mir gar nicht ausmalen wie mächtig er ist und wie viel Glück ich hatte, ihm zu entkommen. Aber so ist Gray nun einmal, ich bin fast froh, dass er mich nicht begleitet hat. Er hätte sich das selbst nie verzeihen können.

    Er war auch zornig, weil Dylan den Kummer über meinen Verlust in Alkohol ertränkte, anstatt mich zu suchen oder zumindest zurück zu kommen, um den anderen von den Geschehnissen zu berichten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Dylan ebenso von meinem Tod überzeugt war, wie ich von seinem. Ein Grund mehr ihn zu suchen. Ich muss ihm sagen, dass ich noch am Leben bin. Er soll nicht weiter einen Verlust betrauern, den es nie gegeben hat. Doch warum ist er noch am Leben? Ist er ebenfalls entkommen oder haben sie ihn gehen lassen? Warum ist er nicht zu Gray zurückgekehrt? Vor was hatte er so Angst, dass er nach Erainn geflohen ist?

    Wenn Glannis Geschichte stimmt, hat er das Lied welches wir gemeinsam begonnen hatten zu Ende geschrieben. Wie gerne würde ich es hören und gemeinsam mit ihm singen. Und doch, je mehr ich darüber nachdenke, desto größere Zweifel kommen mir. Wie soll ihn ihm nur begegnen, nach allen was geschehen ist? Ist es für ihn nicht sicherer, er ist nicht an meiner Seite? Vielleicht ist es besser, ihn in dem Glauben zu lassen, ich sei tot, sodass er nachdem er den Verlust verwunden hat neues Glück finden kann. Ich würde es ihm wünschen. Mit uns so lange zu verweilen, an meiner Seite zu bleiben, hat ohnehin nie seinem Wesen und Vorstellungen entsprochen. Und dann ist da noch Grays Zorn auf ihn. Ich kenne Gray gut genug um zu wissen, dass eine Begegnung der beiden keine gute Idee ist, auch wenn mein Herz es sich anders wünscht. Vielleicht kann ich Dylan eine Nachricht zukommen lassen, welche ihn von seinem Schmerz erlöst und dennoch eine Suche nach mir verhindert… Bevor ich jedoch dafür zur Feder greife, muss ich mir darüber in Ruhe Gedanken machen und entscheiden, was ich möchte.

     

    Gray erzählte mir, dass unsere Gefährten sich nach meinem Verschwinden einer nach dem anderen verabschiedet hatten. Zuerst kehrte Kirschli, die wir ohnehin noch nicht lange kannten, zurück in ihre Heimat, das Halfdal. Salomon kehrte ebenfalls alsbald Thame den Rücken und damit dem Warten auf Dylans und meine Rückkehr. Nun, mit ihm war es von Anfang an nicht leicht gewesen, so überrascht es mich wenig. Als letzte verließ, nach ein paar Auseinandersetzungen mir Gray, schließlich Mira die Stadt, über ihren Verbleib weiß er nichts. Dass sie nicht mehr bei ihm ist, nicht bereit war auf unsere Rückkehr zu warten oder sich auf die Suche nach Dylan und mir zu machen schmerzt mich wohl am meisten.

    Seit unserer Trennung in Thame und dem was danach folgte, haben wir uns alle verändert. Ich habe das Gefühl, etwas ist zerbrochen. Unsere Bande, die ich für stark gehalten habe sind einfach zerbrochen. Das Schlimmste daran ist, dass ich mir dafür die Schuld gebe. Ich hätte den Brief als eine Fälschung identifizieren können, hätte seinen Inhalt hinterfragen müssen. Mutter hätte andere Mitteln und Wegen gehabt mich schnell zu sich zu bringen. Ich hätte es besser wissen sollen, dann wäre uns viel Leid erspart geblieben.

    Nun sind es nur noch Gray und ich. Ich bin froh, dass ich ihm endlich die Wahrheit erzählt habe. Und doch mache ich mir hingegen aller Hoffnung nichts vor. So einfach können wir nicht zu dem zurückkehren was war. Ich kann nur hoffen, dass Gray unser Band genauso wichtig ist wie mir. Jetzt wo ich wieder bei ihm bin, weiß ich wie sehr er mir gefehlt hat. Die Erinnerungen an die Momente in denen ich ihn um ein Haar verloren hätte und der Schock darüber sitzen tief. Ich brauche ihn. Ich kann, darf ihn nicht verlieren!

  8. 20151231_210721lsanm.jpg

    Noch ist das Schlachtfeld unberührt...

     

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    Die Seiten finden sich auf dem Feld ein.

    In der roten und gelben Ecke die Abenteuerer und ihre Unterstützer: Kiae, Wölfe, Zwergdrachen

    In der grünen und blauen Ecke die Feinde: Schwarzalben und Bestien

     

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    Das hier hat mit der Schlacht eigentlich gar nichts zu tun:

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  9. Letzten Samstag habe ich eine kleine Weihnachtsfeier mit einigen Jungs meiner NAJU-Gruppe gemacht.

    Wir haben Kekse gegessen, Kakao getrunken und gespielt. Besondere Aufmerksamkeit bekam dabei das Spiel RoboRally,

    dass ich auf Verdacht mal mitgenommen hatte.

    Kaum wurden sie der Verpackung ansichtig, ging es schon los?

    "Was ist denn das?"

    "Ist das ein Computer drin?"

    "Kann man das mit Smartphone spielen?"

    "Oder mit Tablet?"

    "Hast du etwa eine PS mitgebracht?"

    Meine Antwort war: "Es ist analog und es ist ein Roboterwettrennen durch eine Maschinenhalle."

    Reaktion der Kids: "A-ha..."

    Ich: "Wenn euch das Spiel so sehr interessiert, dann spielen wir das jetzt."

    Kids: "Okeee"

     

    Es hat einen Moment gebraucht, bis die Regeln verstanden waren, aber dann hatten wir sehr viel Spaß. :D

  10. Ja, ein weiteres Unboxing - ich hoffe, es macht euch ein wenig Spaß meine Gedanken beim Auspacken zu lesen.

     

    th_DSC_0031.jpg

     

    Die grüne Box ist auch irgendwie sehr schwampfig, finde ich.. schauen wir mal, was diesen Monat drin ist.

     

    Als erstes springt mir das Kichererbesenmehl ins Auge... vegan, glutenfrei... öhm, ja, hintenauf der Packung ist ein QR Code, vielleicht finde ich dann raus, wie ich das verwenden kann, denn ich hab so was noch nicht in den Fingern gehabt. Vielleicht finde ich ein gutes Falafel Rezept. Braucht man für Falafel einen Backofen?

     

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    Als nächstes habe ich den Begleitbrief in den Fingern... Thema ist "Warm ums Herz im Herbst" - okay.. behalte ich mal in der Hinterhand, falls ich bei einem Produkt nicht weiß, was es ist.

     

    Unter dem Brief ist etwas, was mich gleich freut - Tee! In Pyramiden-Teebeutel - also eher was für mit in die Arbeit nehmen. Es ist ein Grüner Tee mit Mandarin/Orangen Aroma. Hört sich sehr lecker an. Auf der Schachtel ist alles auf Englisch, kann also sein,d ass es das in Deutschland noch gar nicht gibt!

     

    th_DSC_0034.jpg

     

    Jetzt sind die beiden Seitenteile dran - links ist eine süßsaure Grillsauce "Japanese Sticky Grill", ich bin kein großer Fan von süßsauer, aber probieren werd ich die bestimmt und wenn sie mir nicht passt, finde ich bestimmt einen Abnehmer. Rechts ist eine weiter Grillsauce "American Smokey BBQ" - dass ist schon eher mein Geschmack. Da ist es fast schon schade, dass die Grillsaison mehr oder weniger vorrüber ist und die Saucen sind nur bis Februar 2016 haltbar. Egal, gibts halt öfter Würschtl.

     

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    Rechts ist noch eine Erdbeermarmelade - mjam.

     

    Dann finde ich das NOOZ Magazin und darin sind auch zwei Rezepte mit Kichererbsenmehl. Sind auch andere Rezepte und noch weitere Informationen... aber ich werde jetzt nicht alles lesen, sondern weiter unboxen.

     

    th_DSC_0037.jpg th_DSC_0038.jpg

     

    Die untere Hälfte entblößt sich komplett vor meiner Kamera - normalerweise würde ich jetzt einfach blind reingreifen.. mache ich gleich nach dem Gruppenfoto.

     

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    Grabbelgrabbel.. okay, ich hab die Flasche als erstes erwischt: Mango Sprizz von Rauch. Ich kenne einiges von Rauch, schmeckt meistens nicht so nach Chemie. Ich hab eh grade Durst ^^

    Schmeckt intensiv nach frischer Mango und hat noch ein wenig Kohlensäure-Kick dazu, aber nur ein wenig und verwässert den Mango-Gemack gar nicht. Ich wrde wqahrscheinlich noch ein wenig Mineralwasser reinmischen, ist mir nämlich fast ein wenig zu intensiv. Aber hat großes Potential.

     

    Nächstes Produkt sind die Kräuter & Bouillon Würfel. Kann man sich vorstellen wie Gemüsesuppenwürfel mit einer Schicht Kräuter. Meine Nachbarin hatte mich gefragt, ob sowas mal dabei ist (letztes Mal ja leider nicht), also werde ich mir vielleicht 1-2 Stück stibitzen zum Probieren und ihr den Rest vermachen.

     

    Als vorletztes hab ich die Milch in der Hand - fettarme H-Milch von Bärenmarke, 1,5% Fett. Super, ich hab nämlich beim letzten EInkaufen vergessen Milch mitzunehmen! Die Frischmilch von Bärenmarke schmeckt mir, also gehe ich davon aus, dass die H-Milch mir auch taugen wird.

     

    Zum Abschluss gibt es was zu knabbern: Erdnüsse mit Sour Cream & Onion Geschmack. Ich mag Erdnüsse und ich mag die Geschmacksrichtung Sour Cream & Onion bei Chips... ich habe große Hoffnung, dass die Erdnüsse lecker sein werden... die werde ich gleich nachdem ich die Fotos hochgeladen hab, probieren.

     

    Noch ein letztes Abschlussfoto.

     

    th_DSC_0040.jpg

  11. blog-0753000001439759082.jpgWir sind in Krimml im Oberpinzgau gestartet, die Krimmler Wasserfälle entlang (sehr touristisch!) zum Krimmler Tauernhaus und haben dort übernachtet. Am nächsten Tag sind wir dann über die Birnlückenscharte zur Birnlückenhütte, vorbei an grandiosen Gletschern und ca. 1.000 Höhenmeter hoch. Das war zum Aufwärmen... denn dann ging es über die Krimmler Tauern und die Rainbachscharte zum Plauener Haus; ein harter 8-stündiger Marsch mit etlichen anspruchsvollen Stellen über Block-Geröllfelder und steilen An- und Abstiegen. :schweiss: Zwischendurch haben wir auch Italien kurz erobert. :turn: Das Plauener Haus entschädigte dann allerdings mit einem tollen Abendessen, allerdings nicht mit Duschen, denn die waren aufgrund des Wassermangels abgestellt. :lookaround:

     

    Der folgende Tag wurde ebenso hart & anspruchsvoll, denn der Weg über die Gamsscharte zur Richterhütte entpuppte sich als technisch anspruchsvoll und Mut musste man auch haben, angesichts steiler, versicherter Stellen und, noch schwieriger, einem steilen Abstieg, der über loses, sandiges Geröll ging. Zum Glück waren diese Stellen nicht lang, so das wir dann doch gut voran kamen. Den letzten Tag auf die Zittauer Hütte habe ich dann nicht mehr mit gemacht, ich hatte genug, mir tat alles weh und Bergpanorama bei herrlichem Sonnenschein hatte ich auch reichlich getankt. So bin ich also direkt wieder ins Tal abgestiegen, mit einer kurzen Rast am Krimmler Tauernhaus, wo die Wirtin sogleich fragte, wo ich denn die anderen beiden gelassen hätte - was bei dem Touristendurchsatz dort schon eine nette Gedächtnisleistung ist. :colgate:

     

    So endet also die Fotogeschichte mit einem Bild von meiner Pension in Krimml auf die Wasserfälle.

     

    Nun zu den Bildern:

     

    1-3 zeigen die Krimmler Wasserfälle, Nr. 1 mit :hiram, Nr. 2 mit Touris und Nr. 3 mit Hajat.

     

    4 - Das grandiose Panorama auf dem Weg zur Birnlückenscharte, noch auf dem einfachen "Touristenwanderweg", den wir bald darauf allerdings verlassen haben.

     

    5 - Auf der Passhöhe war reger Betrieb. Leider habe ich kein Foto von den drei verrückten Mountainbikern gemacht, die ihre Fahrräder den Pass hoch getragen haben. :silly.

     

    6 - Hüttenleben am Nachmittag

     

    7 - Die "Höllentreppe" - 190 Holzstufen steil im Fels!

     

    8 - Beim alten Zollhaus - Freaks erobern Italien! :D

     

    9 - Steilstück zur Gamsscharte mit Seilversicherung.

     

    10 - BB weiß den Weg! :cool:

     

    11 - Der Eissee. Wir haben nicht drin gebadet....

     

    12 - Ich war da! Mittagspause, deshalb ohne Rucksack und ohne Hut.

     

    13 - Schwarzes Schaf war auch da. :colgate:

     

    14 - Noch 'n bisschen Panorama, es gab in echt noch viiieeel mehr! :turn:

     

    15 - Ein Schneefeld auf dem Weg durfte natürlich nicht fehlen. Von den vielen Bachquerungen habe ich irgendwie keine Bilder gemacht.

     

    16 - Ja, da ist ein Weg! Man muss ihn nur finden....

     

    17 & 18 weitere Steilstücke. :schweiss:

     

    19 - Der oben versprochene Blick von Krimml auf die Wasserfälle.

  12. Hallo zusammen,

     

    vor einigen Tagen hatte ich auf meiner Facebook-Seite einen Text verfasst. Da sich dieser mit dem Thema "Pen & Paper Rollenspiele" befasst, möchte ich den Text auch an dieser Stelle präsentieren. :-)

     

    ---

    Ein Abenteuer für eine Pen & Paper Rollenspielrunde vorzubereiten, weckt stets die kreative Ader in mir.Als ich letztens an den Vorbereitungen für das Abenteuer unserer MIDGARD-Runde saß, verfasste ich ein Gedicht, das ein wichtiger Bestandteil für den weiteren Abenteuerverlauf sein sollte.

     

    Doch so ein Gedicht kann ich nicht bloß einfach abgetippt und ausgedruckt werden. Da würden das Gedicht und vor allem die Stimmung nicht richtig rüberkommen. Was also machen? Den ausgedruckten Text geschnappt und mit einem Feuerzeug die Ränder des Papiers angezündet. Als das vollbracht war, wurde etwas Ketchup genommen und sachte über das Stück Papier verschmiert. Mit einem Fön habe ich den Ketchup getrocknet und fertig war das Werk!

     

    Das Gedicht war nun auf einem Stück Papier gedruckt, welches blutverschmiert wirkte und nur knapp einem Brand entkommen zu sein schien.

     

    Außenstehende würden vermutlich sagen, was der Quatsch soll. Und um ehrlich zu sein, kann ich das auch irgendwie nachvollziehen. Aber sei es drum. Was ich sagen möchte: Pen & Paper Rollenspiele sind so ziemlich eines der kreativsten Spiele, die man spielen kann.

     

    Ein wahrlich tolles Hobby! :-)

    ---

     

    Viele Grüße

     

    Myro

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  13. Hier enden die Briefe von Enya an ihre Mutter. Ihre letzten Worte, bevor sie ihr Gedächtnis verlor, erreichten Chelinda nie.

     

    Wie es Enya weiterhin ergangen ist, kann in Edanas Tagebuch nachgelesen werden:

    http://www.midgard-forum.de/forum/index.php?/blog/2295-edanas-tagebuch/

     

    Liebste Mutter,

    in den frühen Morgenstunden des Dosandag, 1.Trideade Bärenmond sattelten wir die Pferde des Lairds und ritten los. Auf dem Weg überlegten wir, wie wir vorgehen würden. Mehrere Möglichkeiten waren uns gegeben. Ich war der Meinung sechs Pfeile würden das Ziel ihres Schützen treffen, sehr wahrscheinlich die Zielscheibe, einer von den sieben würde nach Samiels Willen fliegen und sein Ziel war ein MacBeorn. „Sechs werden treffen, einer wird äffen.“ Das waren Samiels Worte gewesen. Gray war anderer Meinung, jedoch änderte dies nichts an unserem Vorgehen. Das wichtigste und dringendste war, die Pfeile ausfindig zu machen und die Schützen daran zu hindern, sie am Fest zum Einsatz zu bringen. Salomon und mir war es ebenfalls wichtig die Schützen zu stellen, was eine Diskussion mit Gray auslöste. Trotz der unterschiedlichen Ansichten waren wir alle der Meinung, dass die Überprüfung der Pfeile vor dem Fest stattfinden musste. Schließlich wollte der Laird kein Aufsehen erregen und die Chance, dass wir einem der Pfeile übersehen würden, war zu groß. Wir hatten drei Zauber, die uns eventuell bei unserer Suche weiterhelfen würden. Zwei davon beherrschte Salomon, jemanden der des Erkennen der Zauberei mächtig war, würden wir nur in der Magiergilde finden. Deshalb beschloss Gray noch einmal mit Arlena NiConuilh zu reden und sie um Unterstützung zu bitten.

    Am späten Nachmittag kamen wir in Thame an und kehrten in Romildas Herberge ein. Dort erfuhren wir über die Schützenschaft des heiligen Maltrier, welche ein Teil der Bürgerwehr war. Gray und ich begaben uns zur Magiergilde, während Dylan und Mira Glarn Rabenbart von unserer Situation berichten wollten und Salomon die Schützengilde ausfindig machen sollte. Bei keinem von uns gelang das eigentliche Vorhaben. Gray und ich fanden eine Frau vor, die dem Schnupftuch des Lairds und unserer Geschichte wenig Bedeutung beimaß. Gray verlor beinahe die Beherrschung und mein Herz stand für einen Moment vor Schreck still. Den Göttern sei Dank konnte er sich zurückhalten und eilig verließen wir die Gilde. Glarn Rabenbart war derzeit nicht in Thame, sondern ins Atrossgebirge aufgebrochen. Salomon begab sich nicht zu Schützengilde sondern in den Einbeinigen Kobold, die heruntergekommenste Taverne in Thame. Doch davon erfuhren wir erst, als wir uns alle, bis auf Salomon wieder in Romildas Herberge versammelt hatten. Wir folgten dem Mann, der uns zu ihm führen würde. Ich entschuldigte mich für den Hexenjäger und wir nahmen ihn wieder mit. Als er sich eine Pfeife anzünden wollte, brach ein Streit aus, denn was er rauchte war eine Droge, nach der er süchtig war. In der Taverne fanden wir drei der Bogenschützen und nahmen die Pfeile an uns. Nach einem Besuch im Tempel, äußerte ich den Verdacht, das Colbran de Soel, ehemaliger MacBeorn und Oberhaupt der Ordensritter, das Ziel von Samiels Pfeil war. Wir begaben uns in die Ordensritterburg und informierten seinen Vertreter Dugal de Soel von unserem Verdacht.

    Bruna stieß die Tage zu uns und verabschiedete sich endgültig von uns. Ich sang ihr das Lied welches ich eigentlich für ihren Geburtstag gedacht hatte vor, dann verließ sie uns. Ihre Schulden wird sie begleichen.

    Mutter, nun gilt es den morgigen Tag abzuwarten, ich hoffe dass es uns gelingen wird, die restlichen Pfeile zu finden und den dunklen Machenschaften in Thame ein Ende zu bereiten.

    Oh, ich merke dass es spät ist und ich sehr müde bin. Ich kann nicht mehr klar denken, ich werde dir in den nächsten Tagen noch einmal ausführlich von unseren Untersuchungen berichten.

     

    In Liebe

    Enya

  14. Jetzt, nachdem nach 10 Jahren meine Midgard-Megakampagne durch ist, kann ich meine Erkenntnisse als Spielleiter zusammenfassen.

     

    • Sandboxing ist für Spieler und Spielleiter eine Herausforderung. Man muss sich dran gewöhnen, sonst verläuft man sich in der Sandbox. Zu viel Freiheit bedeutet auch, dass man sich verzetteln und den roten Faden verlieren kann. Schließlich spielen wir unsere Figuren meistens maximal 1x die Woche für wenige Stunden.

     

     

    • Mit Midgard sind epische Handlungssfäden möglich und sie machen Spass, auch ohne die Regeln viel anpassen zu müssen. Die von uns verwendeten Hausregeln (Lerndauer, Spezialisierungen auf Fertigkeiten) wurden nach der Umstellung auf M5 überflüssig.

     

     

    • Bei einer Sandbox ist es nicht notwendig sich detailliert auf Schauplätze vorzubereiten - es sei denn die Spieler versichern dem Spielleiter dass sie das nächste Mal garantiert xy besuchen werden. Als Spielleiter lernt man am Besten alles über die bespielte Kultur(en). Wie leben die Menschen? Wie schaut ihre Religion aus? Wie funktioniert der Alltag? Ich hab mir kleine Kurzgeschichten zur Vorbereitung ausgedacht, in denen ich beliebige Personen ihren Alltag oder besondere Geschehnisse erleben ließ. So konnte ich mir die Spielwelt quasi von innen anschauen.

     

     

    • Man darf auch mal sagen, "Sorry, ihr habt mich überrannt. Ich muss mich erstmal überlegen was jetzt passiert." In einer Sandbox passieren auch Dinge, die man nicht so einfach über's Knie brechen kann, wo man sich erstmal Gedanken über alle Konsequenzen machen muss. Die Spieler akzeptieren es, wenn man hier das Spiel mal unterbricht.

     

     

    • Zu viel Vorbereitung kann schädlich sein. Man muss nicht jede kleine mögliche Verwicklung oder jeden möglichen Handlungsstrang oder gar die Hauptfiguren im Kopf haben. Zum einen widerspricht das der Idee einer Sandbox, zum anderen wäre das alles viel zu komplex um es im Kopf zu behalten. Tiefe und komplexität kann man auch anders erzeugen. Hier ein zufälliges, völlig aus jeden Kontext gerissenes Ereignis einwerfen, dort einen NSC einführen, bei dem man noch keine Ahnung hat wer er genau ist oder was er genau will. Sowas wird oft zum selbstläufer und kann zu einem der Haupthandlungsstränge führen. Das gibt des Spielern auch die Gewissheit Dinge selbst in der Hand zu haben.

     

     

    • Loslassen als Spielleiter. Das ist wichtig. Es ist nicht die alleinige Welt des Spielleiters. Die Spieler sollen sie sich zu eigen machen. Sie mit den Mitteln ihrer Figuren und den Wünschen der Spieler gestalten.

     

     

    • Man darf als Spielleiter auch sagen, wenn man zu etwas keine Lust hat. In einer Sandbox dürfen Spieler machen was sie wollen. Der Spielleiter ist allerdings ebenfalls ein Mitspieler. Wenn die Spieler eine Richtung einschlagen wollen, auf die der Spielleiter keine Lust hat, darf er das ansprechen.

     

     

    • Änderungen dürfen an der Sandbox auch nachträglich vorgenommen werden. Wenn ein Spieler ein tiefergehendes Problem (wohlgemerkt der Spieler und nicht die Figur) mit einer Entwicklung hat (die Entwicklung also massiv den Spielspass beeinträchtigt), darf diese Entwicklung auch rückgängig gemacht werden - egal ob sie der Spielleiter oder die Spieler angestoßen haben. Man muss halt in der Gruppe drüber reden, wie man die Spielwelt so hinbiegt, dass sie allen wieder Spass macht. Man will ha ein paar Jahre in dieser Welt verbringen.

     

     

    • Stark von der Tagesform abhängig. Als Spielleiter bedeutet eine Sandbox, dass man viel improvisieren muss. Wie gut man das hinbekommt ist von der Tagesform abhängig. Je besser man seine Sandbox kennt, je besser kann man Schwächen in der Tagesform ausgleichen. Hört sich lustig an, ist aber so: Man kann sich auf's improvisieren vorbereiten.

  15. Aktuell wundert sich unser "Postbote" doch ein wenig. Regelmäßig bringt er kleine Pakete und ich freue mich, bzw. meine Frau sagt "Da hat er schon drauf gewartet".

     

    Auf seine Frage "Was bekommst Du denn so tolles, das Du es so erwartest" bekam er zur Antwort: "Sachen fürs Rollenspiel"... Sein Blick war Gold wert, was mich als ambitionierten Zwerg dann eh direkt weiter aufblühen lies :rotfl:

     

    Wir haben das Thema nicht weiter vertieft, ich vermute er hat dabei andere Bilder als ich im Kopf gehabt.

     

    Da der MIDGARD Neustart, für mich pers., am meisten Sinn mit dem aktuellen Regelwerk macht kam hier nun in der Tat einiges zusammen. Das M4 Regelwerk habe ich mal ausgeliehen und weg ist es, von daher war M5 dann Fakt.

     

    Dieser Tage kam dann per Post (ein Packerl kommt davon morgen)

     

    - M5 Kodex

    - M5 Arkanum

    - M5 Mysterium (kommt morgen)

     

    - Band: Corrinis, die Stadt (ebenfalls ausgeliehen und weg gewesen)

    - Meine neuen Würfelsätze (ich bin da irgendwie eigen)

    - Ein paar Würfel für die Spieler als Komplettierung der noch vorhandenen alten Würfel/sätze

     

    - Midgard, Das Brettspiel ... zufällig in der Bucht NEU (!) bekommen für minimal Geld

    - Diverses an Zubehör (Stifte, Folien usw)

     

    War ein teurer Monat aber was tut man nicht alles für seine Spieler? Aber für irgendwas muss ja die Gehaltserhöhung gut gewesen sein.

     

    Samstag geht's los mit den ersten Charaktererstellungen, ich freu mich schon wie Bolle

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    Knights, I bid you welcome to your new home. Let us ride to - CAMELWDD!

     

     

    On second thought, let's not go to Camelwdd. It's a silly place.

  16. Wer Fehler findet (in Namen, in Orten , in der Zeitlichen Abfolge, etc) ich würde das gerne einpflegen.

     

     

    MidgardCon-Saga: "Bringt mir den Götzendiener Gonzaga - besser tot als lebendig!" (Freitagabend)

     

    Spielleitung: Solwac

     

    Unicum: Valeria Kyrell

    Blaues Feuer: Afsana Daria

    Tikiza: Jad

    Ferwnnan: Chamsiin bint Dhiraya bint Süleyha bint Farea al-Asadi

    Meeresdruide: Malcom MacBeorn

     

     

    Ich nenne dieses Kapitel "Da ist man einmal ein paar Wochen weg,..."

     

    Und kommt wieder in den Hafen von Maritimar. Die Überfahrt war nicht gerade berauschend, keine Piraten, keine Waelischen Schildmaiden (außer mir, wenn man so will) aber viel schwere See und schlechtes Wetter.

    Müde such ich mir ein Gasthaus aus und lege mich zur Ruhe. überraschend treffe ich doch tatsächlich zum Frühstück meine alte Bekannte Afsana Daria. Wieder bietet sie mir an sie bei einer Aktion zu begleiten, sie spricht etwas kryptisch und nicht gerade aus, nun wie die Zivilisierten eben so sind, viele Worte wo wenige Worte auch reichen würden. Auch sie ist dagegen nicht gefeit. Ich solle jemanden "unterhalten" und es wäre eine sehr "private Feier"

    Wenn sie wüste woran ich dachte als sie es so sagte. An eine kleine Sklavenarena in Chandranor, auf den Rängen nur "zivilisierte Adelige" und unten ich und irgend eine andere arme Sau. Fast unbekleidet und nur mit Messern zur Belustigung der, meist Männlichen ... ach lassen wir das. Und doch dachte ich diese Tage noch ein weiteres mal an die Lektionen welche ich in der Arena lernen musste.

     

    Also ging es an die Vorbereitungen. Asfana hatte der Tochter der Fürstin (oder wem auch immer) zwei Kerle von der albischen Garde zugeteilt bekommen. Einer musste diese merkwürdige Lila uniform tragen, wieder so ein Zwang der Zivilisation. Arme Albai.

     

    Sie klärte uns auf das mit dem Fokus welchen wir letztes mal in den Schattenwelten erbeuteten es diesem Gonzaga an den Kragen gehen sollte. Sie erbat von jedem von uns ein Haar (um uns wiederfinden zu können, sollte etwas schiefgehen - jemand anderen hätte ich das nicht gegeben) Wir ritten von Maritimar aus zum Gasthaus "wilder Keiler" am Waldrand von Bromme.

     

    Ein Keller in welchem wein und Efeuranken an den Wänden wuchern. Ein Kreis in der Mitte, vier Kreise in der Ecke. 3 Beschwörer der Baldergro, sein Lehrling Silvaro und Diego Rigeros (Dämonenbeschwörer). Sie sollten den Gonzaga herbeizwingen.

     

    Unsere Aufgabe war es dann ihn zu erledigen.

     

    Kurz vor Ende des Rituals kam es zu einem Gerangel bei Silvaro, später wurde mir erklärt das er wohl uns verraten hatte und Gegenzauber wirkte. Es half ihm nicht, er wurde seiner Gerechten Strafe an Ort und Stelle zugeführt.

     

    Nun wurde es spannend. Der große mächtige Gonzaga (nun wie es schien zumindest ein drittel) und kurz danach seine Leibwache erschienen in dem Kreis. Wir hatten nicht sehr viel Zeit und hauten das Dämonengesindel in Stücke. Die Ranken an den Wänden halfen uns dabei. Selbst Asfana zog zu späterem Zeitpunkt ihren Dolch (Wirklich sehr ungewöhnlich).

     

    Ich wurde nur einmal etwas ernsthafter getroffen und doch wütete meine Waffe unter den Dämonen. Doch auch die "zivilisierteren" leisteten gute Arbeit. Ich denke wir hätten wirklich auf niemanden verzichten können. Gonsaga versuchte zwar sich zu wehren und sicher auch zu fliehen doch das eintreffen der Herrin des Waldes von Bromme, Lysmildine beendete schließlich den Kampf völlig. Sie warf eine magische Fessel über den Kampf aus welcher ich mich gerade so losreißen konnte. Es muss wohl mein Barbarisches Blut sein welches mich zu so einer tat befähigte, die anderen namen es stoisch in Kauf vielleicht mit Gonsaga in die Hölle hinabgeschleudert zu werden. Nun es kam nicht dazu. Lysmeldine zerbrach den Zauberstab von Gonzaga mit den magischen Worten "Tschüssi Gonzi" und tötete ihn damit.

     

    Mein Schwert, welches Gonzaga verrostet hatte konnte Lysmildine 'heilen'

     

    Ich würde einfach sagen: Das war's.

     

    Umso überraschter war ich als am nächsten Tage die Botschaft eintraf das Cailan Mac Ceallaigh mich sehen wollte,... er hatte nichts weiteres vor als Gonzaga zu töten,...

     

     

     

     

     

     

    Der nächste Abschnitt könnte ich anfangen mit der Überschrift "Sólo un mago muerto es un mago bueno!" Doch finde ich es stimmiger es so zu nennen: "Ich hab da noch so'n Artefakt"

    JUL : - Spielleiter

     

    Chillur: - Cailan Mac Ceallaigh

    Uigbeorn: - Peleanos

    Unicum: - Valeria

    Matthias Seichter: - Dona El Rizzi

    Stefan Seichter: - Enzo DI Rizzi

    ???? - Krassus (aus Cryseia, mit heiligem Hammer)

     

    Ich traf Cailan, der zusammen mit vier anderen ebenso auf das endgültige Ableben von Gonzaga hinarbeitete. Gonzaga sollte zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Wassermühle im Wald von Bromme auftauchen und dort ein Ritual abhalten. Es war davon auszugehen das einige seiner Schergen auftauchen würden.

    Wir suchten zunächst wieder den Keiler auf und sprachen mit Insmirelda (ehemalige Sängerin, Bardame, und nun Wirtin des Keilers). Sie hatte als wir mit ihr sprachen eine Vision und brabbelte vor sich hin, ich hab leider nicht alles richtig mitbekommen, vielleicht schreib ich jetzt also was falsches auf:

     

     

    "Der, der in Ungnade Gefallen ist wurde von Fremden aus seiner Domäne vertrieben, der trennende lebt ...

     

    "Sie, die die Anführerin der dunklen Trinität wurde von den Schatten befreit, jetzt kämpft sie mit ihnen um die Herrschaft."

     

    "Dort wo einst feen Tanzten toben Kämpfe" (hah wenigstens eines hab ich wohl richtig mir gemerkt)

     

    Nun, Cailan hatte herausgefunden das Gonzaga sich, so er nicht daran gehindert wird, sehr schnell verschwinden kann. Hilfe versprach er sich von Lysmeldine. Diese würde 5 "Schösslinge" uns geben, wenn wir den Baum, von welchem diese kommen sollten, befreiten.

    Das waren ja nur 2 Schwarze Einhörner welche dort gegen ein helles Einhorn kämpften.

     

    Wir eilten dorthin. Peleanos warnte uns zurecht davor vom Wege abzukommen, doch beim gemächlichen Verfolgen des Keilers (nun eigentlich war der Keiler recht schnell, aber alle anderen waren langsamer als ich, die 'Unzivilisierte' nunja es war ja auch kein Valianerstrasse auf welcher der Keiler rannte) zeigte er uns dann auch warum das so ist. Zwei Leute mussten ihm ein Gegengift einflössen. Wyrd hilf das ich nie in die Situation kommen gelämt solchen zivilisierten Menschen ausgeliefert zu sein!

     

    Wir erreichten die Baumlichtung. Ein schwarzes Einhorn versperrte uns den Weg. Enzo machte sich unsichtbar und schlich an dem ersten Einhorn vorbei. Es zuckte nicht einmal als er sich an ihm vorbei drückte. Erstaunliche, majestätische Kreaturen des Bösen. Enzo legte seinen Bogen an und zielte auf das zweite Einhorn welches den anderen Ausgang der Lichtung kontrollierte. Es setze einen Sturmangriff auf den überraschten, weil auf seine Unsichtbarkeit vertrauenden Enzo an. Tja, wer sich auf Seidwerk verlässt der ist verlassen. Ich bewunderte die taktische Klugheit des ersten schwarzen Einhornes, aber um ehrlich zu sein - ich hätte es keinen Deut anders gemacht. Besser wäre sicher gewesen das helle Einhorn schneller in unsere Pläne einzuweihen (wir hatten Amulette bekommen mit welchen man mit den einhörnder Zwiesprache halten kann, aber ein Lauter ruf - der tut es eben manchmal auch und wirkt weiter als die 15 Stritt des Amuletts). Aber danach ist man eh immer schlauer und ich war eh nicht dabei.

    Dona schoss nun einen Bolzen mit Gift (so was aber auch, ich erwähne es gerne wieder: die Zivilisierten eben) und kaltem Eisen (naja wenigstens etwas) auf das erste Einhorn und wir warfen ein Netz darüber als es kurz betäubt war. Das zweite Einhorn traf nun Enzo da wo es Männern besonders weh tut. (Gut ich weis es tut auch mir weh dort getroffen zu werden aber wenn das einhörn auf die Zwergengeschmiedete Platte trifft,.. ich glaub das tut ihm auch weh).

    Ein Schlafzauber von Cailan legte aber auch Enzos Einhorn und einige unserer Kameraden nieder. Das Helle Einhorn konvertierte nun die dunklen Einhörner auf seine Seite. Eine junge hübsche Frau welche im Wald stand schaute uns an und schrie 'sie werde sich unsere Gesichter merken.' Ach ja, viel Feind viel Ehr. Die Einhörner heilen uns (ich hab ja nix abbekommen), auch Enzo - er sieht danach hübscher aus - was mich aber kalt lässt. Für was braucht ein Mann des Todes überhaupt...?

     

    Nun, wir erhielten unsere 5 Schösslinge. Der nächste Punkt von Cailan's Plan sah nun vor die Mühle zu erkunden. Die Einhörner ließen sich zum Dank sogar von uns nicht Culsul Anhängern reiten.

    Liebes Tagebuch, du weißt ich bin gegen meinen Willen keine Jungfrau mehr und doch ließen sich mich, das gefallene Mädchen aus der Arena in Chandranor, die dort viel böses getan hat auf ihnen reiten. Ich hab geheult als ich auf dem edlen Tier saß. Aber ich bin mir sicher es hat keiner bemerkt.

    Wir erreichten einen frostigen Nebel in welchem alles gefriert durch Grabeskälte. Wir (ein Großteil dieser Ehre gebrüht wohl Peleanos) überzeugte die Einhörner uns auch in den Nebel hinein zu begleiten. Ich glaub ich wäre zwar auch durchgekommen, aber was soll ich alleine dort?

    so konnten wir uns die Mühle ansehen. Ein großes Haus aus Stein, 2 Stockwerke und ein Dach mit Giebel darauf. Rechts eine Laderampe und links ein großer Ofen der als Krematorium benutzt wird wie wir erfuhren. Auf jeder Seite patrouillierten 6 Skelette, oder Skelett-Automaten - es ist mir einerlei. Über dem Haus schwebten auch 4 Geister. Der Fluss hinterm Haus war Eisfrei - gespeisst wurde er aus einem heißen See. Im Haus schreien Leute und werden dort getötet. Die leichen werden im Ofen verbrannt (und zu Skelettkonstrukten verwandelt wie wir später erfahren).

    Wir gingen zu diesem See und auf einer Insel befand sich ein heiligtum von Culsul und Molkor (nicht Molkomor) und ein Tor in die Unterwelt (nachdem man das Heiligtum etwas repariert). Die beiden Culsulleute von uns verschwinden in dem Tor und kommen eine Minute später wieder heraus. Sie "fordern" von uns die zusagen das wir an Culsul und Molkor glauben - während die anderen Peleanos beobachten gehe ich in mich und Wyrrd antwortet! Das hat sie noch NIE gemacht! Ohne diese Antwort hätte ich mich auf so was NIE eingelassen Culsul! Sowas! Also wirklich! War doch unter den Gladiatoren in Valian einhellig die Meinung: "Culsul ist Doof!"

    Aber davon was "auf der andere Seite" passiert ist dürfen wir nicht Culsulis nichts erfahren. Was soll ich sagen: Zivilisation und Geheimniskrämerei. Wenn ich irgendwann an Asvargas Tisch sitze bin ich mir sicher keine geheimniskrämerische Zivilisten neben mir zu haben, in mehr als einer Hinsicht.

     

    Wir gehen nochmal kurz zurück und dann geht es los. Am Fluss entlang, das Wasserrad empor, durch die Luke und nun Peleanos tut sich etwas schwer damit aber Krassus meint erst einmal im Mühlrad die Plattenrüstung waschen zu müssen.

    Mir gelingt es spielend das Mühlrad empor zu gleiten. Ich springe über die Schutzrune und mir passiert nichts. Im ersten OG sind die Kinder eingesperrt. über eine Balustrade kann man ins Erdgeschoss schauen. Ein Götze von Molkomor, ein Tisch, die Hohepriesterin Charma y Fogo und ein ehemaliger Geschäftskollege, ein Sklavenhändler (ich hab den Beruf ja aufgegeben als ich selbst in Chandranor auf dem Markt stand - auf der falschen Seite). Wir verzogen uns unter das Dach, wir hörten wie die Kinder geholt wurden und schlichen dann nach unten - nun die Mühle macht recht viel Krach.

    Als wir nachschauten stellten wir fest das Gonzaga anwesend war. Wir beschlossen sofort anzugreifen. Der wichtigste Treffer gelang Dona El Rizzi und nagelte Gonzaga eine Minute in unserer Welt fest. Runenbolzen mit Auflösung flogen durch die Gegend, ein Versuch der Austreibung von Peleanos wurde auf den Streitkolben von Krassus reflektiert welcher sich um die Priestrin kümmerte. Enzo griff den Schwarzab an.

     

    Cailan Mac Ceallaigh stürzte sich als einziger auf Gonzaga. Der Sklavenhändler wurde durch einen Schlafzauber niedergelegt. Ein Dämon griff Dona El Rizzi an und ich übernahm diesen. Der Kampf wogte lange hin und her. Es sah sehr kritisch an viele Stellen aus. schließlich gelang es mir als erstem meinen Gegner zu töten, doch auf der Gegenseite hatte die Hohepriesterin schon 2 Kinder getötet.

     

    Der Dunkelelf und die Priesterin segneten dann aber auch alsbald das zeitliche, wenn auch unter ärgsten Anstrengungen. Gonzo wurde aber von einem neu erschienen Geist weiter Aufgehalten, aber immer mehr konzentrierten wir uns auf Gonzaga. Ich wollte nicht mit dem Zweihänder Gonzaga angreifen um nicht den tapferen Cailan zu treffen. Deswegen schickte ich Krassus nach vorne. Ihm waren die Kinder wichtiger,... wenn er wüsste welche Gedanken ich während des Kampfes hatte.

    Jedes Opfer durch die Hohepriesterin machte die Okkultisten stärker. Hätte sich das Blatt einige Augenblicke später erst gewendet, ich hätte mein Zweihandschwert auch gegen die wehrlosen Kinder gerichtet. Lieber nehme ich die Schuld unschuldige Getötet zu haben auf mich als das ihrer Seelen auf ewig der Verdammnis anheim fallen. Und ich habe schon genügend Unschuldige Seelen in der Arena getötet. Im Grunde habe ich all die Schläge auch verdient welche ich in Kämpfen immer bekomme. Ich danke Wyrrd das dieser Kelch an mir vorüber gegangen ist und das ich die Kinder nicht Culsul überantwortet habe.

    Der Sklavenhändler entschwand leider durch die Hilfe eines Luft-elementares, vielleicht aber auch etwas anderes. Ich traf das Luftelement und Peleanos traf den Sklavenhändler doch es hielt den Zauber nicht auf

     

    Schließlich sackte der Gonzaga zusammen. Doch der Kampf war nicht vorbei, aus dem Götzenbild erhob sich eine Projektin von Molkomor (?) - todesmutig warf ihm Peleanos ein Bannzauber entgegen und wir fingen an das Götzenbild zu vernichten, nun eigentlich die anderen, ich brachte die Kinder in Sicherheit.

     

    Das Götzenbild zerbarst in Scherben und eine davon traf Gonzo im Gesicht, eine üble Krankheit breitete sich in ihm aus und Cailan Mac Ceallaigh rief Xan an um ihn zu heilen. (Auch ein netter Gott dieser Xan)

     

    Der Bannzauber von Peleanos gelang leider nicht und er musste dies heldenhaft fast mit dem Leben bezahlen. Gemeinsam schlugen wir das Bildnis nieder und ruhe legte sich über das Geschehen. Jemand erzählte etwas von einem Silberfaden zwischen Gonzaga und dem silbernen Ring an der Hand der Hohepriesterin. Dieser wurde daraufhin zerschlagen. Und auch weiter ging die Zerstörung der Leichen und deren Besitztümern. Und uns nennt man Barbaren! Die Köpfe wurden abgetrennt, die Amulette so entfernt, die Körper aufgelöst die Amulette gebannt und auch aufgelöst. Merkwürdige Umgangsformen mit den Leichen ihrer Gegner haben die Culsulanhänger schon, wir machen wenigstens Trinkschalen daraus.

     

    Was für ein Kampf.

     

    Gegen Ende versprachen wir noch etwas von unserem Wohlwollen bei den Göttern einzusetzen um eine weitere der Schwestern von Lysmeldine vom Schicksal der Dunkelheit zu befreien.

     

    Ich unterhalte mich noch etwas mit dem Ausstatter der ganzen Aktion, einem Thaumaturgen. Er fragt mich ob ich noch etwas brauche, aber ich brauch eigentlich nichts. Den ich bin was ich kann, nicht was ich habe, auch wenn es ein Artefakt ist.

     

    Zusammenfassend muss ich sagen:

    Der Kampf welchen ich in Thumnunzahar gegen den alten Drachen dort führte hatte ich als gefährlicher in Erinnerung. Zwei meiner Gefährten kamen dabei zu tode und einer war so schwer verlezt das er sich zur Ruhe setzen musste. Gut, Peleanos war am Ende sehr schwer verlezt und ich denke es hätte nicht mehr viel gefehlt, aber der tapfere Priester aus Chryseia hat durchgehalten.

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    Ich bemerke es zunächst nicht, aber Afsana hat ihre Augen überall. Einer der drei Beschwörer schwitzt und murmelt Worte, obwohl nichts davon jetzt geschehen sollte. Eine Blick von mir zu meiner Schwester, doch sie schüttelt den Kopf. Lass (Meeresdruide) und Jad das erledigen, scheinen ihre Augen zu sagen. Ich konzentriere mich also wieder auf die Mitte des Raums, wo gleich der Verfluchte erscheinen soll. Was auch immer die beiden anstellen, die schützenden Dämonen hindern sie daran, den Mann mundtot zu machen. Auf die Attacken von xxx und xxx antwortet er mit dem Griff zu zwei Dolchen in seinem Gürtel, die – Arinna stehe mir bei - denen ähneln, die von den Kel-es-Suf besessen sind. Ich schwöre, das nächste Mal, wenn wir uns auf Fremde verlassen müssen, werde ich sie zur Gänze entkleiden und ALLE ihre Habseligkeiten kontrollieren, vollkommen egal, was diese xxx dagegen sagen.

     

    Es bedarf der kurzen Berührung Afsanas an meiner Schulter nicht: Obwohl die Zeit knapp wird, scheint von dem Zauberer eine Gefahr auszugehen. Der kurze Anlauf genügt, um mich in einem gewagten Sprung über die kleinen Dämonen zu bringen und mit einem einzigen gezielten Hieb spalte ich seinen verräterischen Schädel bis zum Nacken. Ich fluche dennoch: Den es bleibt weder Zeit, zurück in Afsanas Schutzkreis zu laufen noch mir dieses Kraut in den Mund zu stopfen, das mich angeblich so schnell werden lassen soll wie einen Dschinn. Denn der Verderbte erscheint und mit ihm acht durchscheinende Geister, die ihn schützend umringen.

    Lysmildine jedoch lässt uns nicht im Stich.Ihre unscheinbaren Ranken und Flechten an den Wänden beginnen wild um sich zu schlagen und treffen wie durch ein Wunder keinen von uns. Arinna - ihre Güte ist groß - hält ihre schützende Hand über Afsana und mich. Eine Lücke entsteht dadurch im Kreis der Geister. Ich fasse den Säbel Ormuts fester und springe mitten unter sie, um IHM endlich den Tod zu bringen, dem er im Palast vor zwei Jahren nur durch Glück und dunkle Zauberei entging. Die Klinge tut ihr Werk, ich verfehle das Ziel nicht. Einmal, zweimal schneidet der Säbel in sein faules Fleisch, doch er sinkt nicht. Nicht einmal Blut ist zu sehen. Alamans Werk! Als ich den Verfluchten das dritte Mal mit dem Stahl zeichne, beginnt die zuvor noch so glänzende Klinge unter seiner Berührung zu rosten und zum ersten Mal kann ich Valerias blinden Hass auf "Seidwirker" zumindest akzeptieren. Soll ich den Speer zur Hand nehmen? Nein! Es ist Ormuts Klinge, die ihm den Tod bringen soll. Die Geister, die während dieser Zeit von den Seite auf mich einhauen, bis Valeria und Jad sie endlich zu Boden ringen können, kümmern mich nicht. Das Auge schützt mich wie stets. Ich erhalte nur einen kleinen Kratzer - ein Nadelstich im Kampf - als der Unaussprechliche mit seinem Dolch auf mich einsticht. Serkef wird ihm seine Stimme genommen haben. So wie ich ihm gleich sein Leben nehmen werde.

     

    Unicum Valeria Kyrell

    Blaues Feuer Afsana Daria

    Tikiza Jad

    Ferwnnan Chamsiin bint Dhiraya bint Süleyha bint Farea al-Asadi

    Unbekannt Melcom MacBeorn

     

    Baldergro, sein Lehrling Silvaro und Diego Rigeros (Dämonenbeschwörer). Sie sollten den Gonzaga herbeizwingen.

     

    Cendrik: Chamsiin, du bist wie eine Handgranate, deren Stift schon gezogen wurde. Was auch immer er mit diesen seltsamen Worten meinen mag, ich nehme sie als Kompliment.

  17. Blog EK

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  18. wolfheart
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    wenn schwerer Treffer/kritischer Treffer kann der LP-Schaden eingetauscht werden gegen ein Manöver

    • zu Fall bringen EW:Raufen+LP-Schaden gegen (siehe Regelwerk)
    • EW:Entwaffnen+LP-Schaden gegen (siehe Regelwerk)
    • EW:zweiten Angriff ohne eigene Boni, ürsprünglicher LP-Schaden "reduziert die Rüstung",
      wenn sowieso zweiter Angriff verfällt zwar der zusätzliche Angriff, aber LP-Schaden reduziert den nächsten Schaden
    • EW:KO-Schlagen Raufen+LP-Schaden gegen (siehe Regelwerk)
    • EW:Zurückdrängen+LP-Schaden gegen (siehe Regelwerk)
    • EW:zweiter Angriff
    • LP-Schaden als Bonus auf eigene nächste WW:Abwehr wenn gegen den gleichen Gegner und spätestens nächste Runde

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